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Job @BBAW: Mitarbeiter/in digitale Editionen

dhd-blog - Do, 12/03/2020 - 14:46

An der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) sucht das Referat TELOTA – IT/DH zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in (m/w/d) im Bereich Digital Humanities und Forschungssoftwareentwicklung für Digitale Editionen im Umfang von 100 % der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit (Stellenumfang gegebenenfalls teilbar), befristet auf 24 Monate.

Bewerbungsfrist: 3. Januar 2021

Mehr Informationen: https://www.bbaw.de/files-bbaw/stellenangebote/ausschreibungen-2020/_ITDH_02_2020_ITDH_E13_PR.pdf

Aufgaben:

  • Entwurf, Entwicklung und Anpassung von zentralen, digitalen Forschungswerkzeugen und -umgebungen der BBAW
  • Entwurf und Entwicklung von Daten- und Programmierschnittstellen (APIs) zur Vernetzung und Langzeitarchivierung von Forschungsdaten
  • Entwurf und Entwicklung von Datenmodellen für geisteswissenschaftliche Forschungsfragen
  • Dokumentation der Entwicklungsarbeiten
  • Antragstellung und Berichterstattung von Projektanträgen im Rahmen von regionalen, nationalen und internationalen Forschungsförderungen
  • Präsentation der Arbeits- und Forschungsergebnisse auf einschlägigen Konferenzen und Workshops.

Voraussetzungen:

  • einschlägiges abgeschlossenes universitäres Hochschulstudium
  • nachgewiesene Erfahrungen auf dem Gebiet der Digital Humanities
  • nachgewiesene Erfahrungen auf dem Gebiet der Datenmodellierung mit XML und zugehöriger Standards (z.B. TEI Guidelines P5)
  • nachgewiesene Erfahrung in der Entwicklung von Forschungssoftware und Programmierschnittstellen (APIs) mit X-Technologien (XML, XPath, XQuery und XSLT) oder mit einer anderen Programmiersprache (z.B. PHP oder JavaScript)
  • Bereitschaft zur Einarbeitung in die Basistechnologien digitaler Editionen (X-Technologien, XML, TEI)
  • Teamfähigkeit und ausgezeichnete Kommunikations- und Organisationsfähigkeit
  • Wünschenswert sind Erfahrungen mit der Frontend-Entwicklung (HTML, CSS, JavaScript).

Die Vergütung erfolgt nach der Entgeltgruppe E13 TV-L Berlin. Der Dienstort ist Berlin.

Virtuelles DH-Kolloquium an der BBAW, 4.12.2020, Alexander Geyken & Julia Naji: „Dynamische Formate im DWDS“

dhd-blog - Mi, 11/25/2020 - 16:42

Am Freitag, dem 4. Dezember 2020, von 17 Uhr bis ca. 19 Uhr, findet erneut das virtuelle DH-Kolloquium der BBAW statt, bei dem PD Dr. Alexander Geyken und Julia Naji (beide Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften) die neuen dynamischen Formate des Digitalen Wörterbuchs der Deutschen Sprache (DWDS) vorstellen werden.

Der Vortrag, dessen Ankündigung untenstehend zu finden ist, wird vorab aufgezeichnet und rechtzeitig vor Beginn des Kolloquiums bereitgestellt. Der Link zum Vortrag wird parallel auf Twitter (@DHBBAW) sowie im Channel „berlin_dhberlin“ auf der Plattform discord (⇒ Einladungslink: https://discord.gg/sw4D5NN) gepostet.

Zur Kolloquiumszeit startet auf der Plattform discord die Diskussion, zu der wir hiermit alle Interessierten sehr herzlich einladen möchten. Zuhörerinnen und Zuhörer können ihre Fragen außerdem per Mail an dh-kolloquium@bbaw.de senden. Diese werden von den Organisator/innen des Kolloquiums ausgewählt und dann (ggf. verkürzt) über discord an die Referent/innen weitergegeben.

Dynamische Formate im DWDS
PD Dr. Alexander Geyken & Julia Naji (ZDL/DWDS, Berlin)
4.12.2020, 17–19 Uhr (virtuell)

Eine Wahl steht bevor, ein Naturereignis überrascht die Menschheit, ein Preis wird verliehen, ein Geburts-, Fest- oder Todestag jährt sich, Geschichte ereignet sich vor unseren Augen gleichermaßen wie in unserer Sprache und hier vor allem in unserem Wortschatz. Wir erleben, wie sich Bedeutungen verändern, sprachliche Moden ereignen, Begriffe eine Renaissance erleben. Um dies zu dokumentieren und für unsere Nutzer greifbar zu machen, haben wir im März 2020 ein neues Format entwickelt und in die DWDS-Website integriert: die DWDS-Themenglossare. Sie bieten einen sprachlichen Überblick über die wichtigsten Begriffe, die uns im Zusammenhang mit spezifischen Themen in den Medien und im Alltag begegnen. Die Stichwörter sind in der alphabetisch sortierten Liste definiert; wer mehr erfahren möchte, gelangt von dort aus mit einem Klick zu den ausführlichen Wörterbuchinformationen des DWDS.

Unser erstes und größtes Glossar widmet sich den interessanten sprachlichen Bewegungen, die die COVID-19-Pandemie 2020 angestoßen hat, ein zweites der US-Wahl, die während der letzten Wochen die Medien beherrschte, und ein drittes – eher nostalgisch als diskursträchtig – dem deutschen Wortschatz der Advents- und Weihnachtszeit. Weitere Themenglossare sind bereits in Planung.

Pandemie und Lockdown haben auch ein zweites neues dynamisches Element im DWDS inspiriert: unsere DWDS-Wort-Spiele, die seit Spätsommer 2020 im Monatsrhythmus auf unserer Webseite erscheinen. Nutzer/innen können sich hier spielerisch vom Alltag in der Isolation ablenken und zugleich über interessante Etymologien, über Wortkarrieren etc. informieren. Mithilfe eines Auswertungstools können wir als Redaktion zum einen den Erfolg jedes einzelnen Spiels messen, zum anderen interessante, möglicherweise wissenschaftlich auswertbare Daten zu Begriffs- und Wortschatzkenntnissen erheben.

Alexander Geyken, Leiter der Arbeitsstelle des DWDS und des Berliner Teils des Zentrums für Digitale Lexikographie (ZDL), und Julia Naji, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Dissemination am ZDL, berichten von Idee und Prozess und beantworten Fragen zu den neuen dynamischen Formaten im DWDS.

Stellenangebot: Programmsachbearbeiter/in (m/w/d) bei der Kulturstiftung des Bundes

dhd-blog - So, 11/22/2020 - 18:34

Die Kulturstiftung des Bundes mit Sitz in Halle an der Saale sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n Sachbearbeiter/in für ihr Programm „dive in“  (m/w/d, Vollzeit, Entgeltgruppe 6 TVöD Bund)

Die detaillierte Stellenbeschreibung finden Sie hier:
https://www.museumsbund.de/stellenangebote/sachbearbeiterin-mwd-5/

Die Bewerbungsfrist endet am 13.12.2020.

Für Rückfragen steht Ihnen Andreas Heimann jederzeit gerne zur Verfügung.

Andreas Heimann
Personalreferent
Kulturstiftung des Bundes
Franckeplatz 2
06110 Halle an der Saale
Tel: +49 (0)345 / 29 97 –  113
Fax: +49(0)345 / 29 97 –  222
andreas.heimann@kulturstiftung-bund.de
www.kulturstiftung-des-bundes.de
Informationen zum Datenschutz:
www.kulturstiftung-des-bundes.de/datenschutz

Warum die Universität der Plattformen das Ende der Universität bedeutet

dhd-blog - Mi, 11/18/2020 - 17:22

Der nachfolgende Text ist die deutsche Übersetzung einer Bekanntmachung von Domenico Fiormonte, ursprünglich veröffentlicht am 10. November 2020: <https://infolet.it/2020/11/10/perche-luniversita-delle-piattaforme-e-la-fine-delluniversita/>. Es handelt sich um einen Appell italienischer Hochschullehrer. Die Übersetzung erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Domenico Fiormonte. Eine englische Übersetzung wurde bereits von Desmond Schmidt beschafft und am 15. November 2020 von Geoffrey Rockwell publiziert: <https://theoreti.ca/?p=7684>.

Warum die Universität der Plattformen das Ende der Universität bedeutet

von Domenico Fiormonte

Eine Gruppe von Dozenten verschiedener italienischer Universitäten hat einen offenen Brief verfasst, der sich mit den Folgen des Einsatzes proprietärer digitaler Plattformen im Fernunterricht auseinandersetzt. Die Gruppe hofft, schnellstmöglich eine Diskussion über die Zukunft der Bildung anzustoßen, und setzt sich außerdem dafür ein, dass die in diesen Wochen diskutierten Investitionen auch in der Schaffung einer öffentlichen digitalen Infrastruktur für Schulen und Universitäten Verwendung finden.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Studierende,

wie Sie sicherlich wissen, haben italienische Schulen und Universitäten seit Beginn der COVID-Pandemie aus zunächst verständlichen Gründen für die Organisation des Fernunterrichts (einschließlich der Prüfungen) auf proprietäre Plattformen und Tools zurückgegriffen, welche zumeist der Gruppe an Unternehmen angehören, die als „GAFAM“ bezeichnet werden (Google, Apple, Facebook, Amazon und Microsoft). Es gibt nur wenige Ausnahmen, wie z.B. das Politecnico di Torino, das nicht-proprietäre, eigene Lösungen entwickelt hat. Allerdings ist von dem Europäischen Gerichtshof am 16. Juli 2020 ein bedeutsames Urteil gefällt worden, aus dem im Wesentlichen hervorgeht, dass US-amerikanische Unternehmen für die Privatsphäre der Nutzer gemäß der europäischen Datenschutzverordnung, bekannt als DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung), keine Garantie übernehmen. Daher müssen derzeit alle Datentransfers aus der EU in die USA als nicht konform mit der europäischen Richtlinie und damit als rechtswidrig angesehen werden.

Es gibt auf EU-Ebene eine anhaltende Debatte zu diesem Thema und der Europäische Datenschutzbeauftragte hat „die Institutionen, Ämter, Agenturen und Einrichtungen der EU“ ausdrücklich dazu aufgefordert, „die Übermittlung personenbezogener Daten in die Vereinigten Staaten für neue Verarbeitungsvorgänge oder im Falle neuer Verträge mit Dienstleistern zu vermeiden“. Die irische Aufsichtsbehörde hat die Übertragung der Daten von Facebook-Nutzern in die Vereinigten Staaten sogar explizit untersagt. Darüber hinaus unterstreichen einige Studien, dass die Mehrzahl der bei der „Bildungsnotlage“ genutzten Plattformen kommerzieller Anbieter (vor allem des Google Workspace) ernsthafte rechtliche Probleme aufwirft und sich eine „systematische Verletzung der Transparenzprinzipien“ feststellen lässt.

In dieser schwierigen Situation versuchen verschiedene Organisationen, darunter (wie weiter unten ausgeführt) einige Hochschullehrer, die italienischen Schulen und Universitäten für die Einhaltung des Urteils zu sensibilisieren; nicht nur im Interesse der Lehrenden und Studierenden, die das Recht haben, zu studieren, zu lehren und zu diskutieren, ohne überwacht, erfasst und katalogisiert zu werden, sondern auch im Interesse der Institutionen selbst. Die Risiken, die mit der Auslagerung des Unterrichts an multinationale Konzerne verbunden sind, die mit unseren Daten tun können, was sie wollen, sind in der Tat nicht nur wirtschaftlicher und kultureller, sondern auch rechtlicher Natur: Jeder könnte gegenwärtig bei der Datenschutzbehörde eine Beschwerde einreichen, die sich gegen die eigene Institution, d.h. den eigenen Arbeitgeber, richtet.

Die Thematik geht jedoch über das Recht auf Privatsphäre für uns und unsere Studierenden hinaus. In der sich erneut zuspitzenden COVID-Pandemie wissen wir, dass enorme wirtschaftliche Interessen auf dem Spiel stehen und dass digitale Plattformen, die in den letzten Monaten ihren Umsatz vervielfacht haben (siehe die im Oktober von Mediobanca veröffentlichte Studie), die Kraft und Macht haben, die Zukunft der Bildung weltweit zu gestalten. Ein Beispiel hierfür ist das nationale „Smart Class“-Projekt, das in Schulen eingesetzt und mit EU-Mitteln vom Bildungsministerium finanziert wird. Es handelt sich um ein vorgefertigtes Paket für einen „integrierten Unterricht“, bei dem der Inhalt (aller Fächer) von Pearson, die Software von Google und die Hardware in Form eines Acer-Chrome Books gestellt wird. (Übrigens ist Pearson der zweitgrößte Verlag der Welt, mit einem Umsatz von über 4,5 Milliarden Euro im Jahr 2018.) Und den teilnehmenden Schulen ist es nicht gestattet, andere Produkte zu kaufen…

Obwohl es uns wie Science-Fiction erscheinen mag, ist zu guter Letzt neben der Verstetigung proprietärer Teledidaktik als „Angebot“ bereits von künstlichen Intelligenzen die Rede, die Lehrende in ihrer Arbeit „unterstützen“ werden.

Aus all diesen Gründen hat eine Gruppe von Dozenten verschiedener italienischer Universitäten beschlossen, zu reagieren.

Ihre und unsere Initiative zielt derzeit nicht darauf ab, eine unmittelbare Beschwerde an die Datenschutzbehörde zu richten, sondern diese zu vermeiden, indem Lehrenden und Schülern die Möglichkeit gegeben wird, Diskussionsräume zu schaffen und Entscheidungen zu korrigieren, die ihre Lehrfreiheit und ihr Recht auf Studium beeinträchtigen. Nur dann, wenn die institutionelle Reaktion unzureichend oder nicht vorhanden sein sollte, werden wir als letztes Mittel eine Beschwerde bei der Datenschutzbehörde einreichen. In diesem Fall wird der erste Schritt darin bestehen, das durch das EU-Gerichtsurteil eröffnete „Schlupfloch“ auszunutzen, um die italienische Datenschutzbehörde zum Eingreifen zu drängen (tatsächlich hat der frühere Vorsitzende der Behörde, Antonello Soro, dies bereits getan, aber kein Gehör gefunden). Der Zweck dieser Aktionen besteht sicherlich nicht darin, die Plattformen, die den Fernunterricht anbieten, und diejenigen, die sie nutzen, zu „blockieren“, sondern die Regierung dazu zu bewegen, endlich in die Schaffung einer öffentlichen Infrastruktur auf der Grundlage freier Software für wissenschaftliche Kommunikation und Lehre zu investieren. Es gibt verschiedene Modelle, an denen man sich orientieren kann, z.B. in Frankreich, aber auch in Spanien und anderen Ländern, und die UNESCO selbst hat 2019 eine Empfehlung für die Nutzung offener Ressourcen und Lehrmaterialien im Bildungsbereich verabschiedet.

Wie bereits erwähnt, ist dem Gang zur nationalen Datenschutzbehörde ein erster Schritt vorgeschaltet. Jeder sollte sich schriftlich an den/die Datenverantwortliche/n der eigenen Institution wenden und um einige Informationen bitten (hier das Faksimile eines Formulars für italienische Lehrende, das wir vorbereitet haben). Wenn Sie innerhalb von dreißig Tagen keine Antwort erhalten oder wenn die Antwort als unbefriedigend angesehen wird, können Sie mit Ihrer Beschwerde an die nationale Datenschutzbehörde fortfahren. An diesem Punkt wird sich das Vorgehen ändern, denn die Beschwerde der Aufsichtsbehörde kann nicht nur von Einzelpersonen, sondern auch von Gruppen oder Verbänden eingereicht werden. Es ist wichtig zu betonen, dass selbst in diesem vermeidbaren Szenario die Frage an den/die Datenverantwortliche/n in keiner Weise als „Protest“ gegen die eigene Universität ausgelegt werden kann, da sie vielmehr einen Versuch darstellt, die Universität zu einer besseren Arbeits- und Studienumgebung für alle zu machen, und zwar einer solchen, die den europäischen Standards entspricht.

Forschungsdaten und Forschungsdatenmanagement im Bereich materieller und immaterieller Kulturgüter. Das Konsortium NFDI4Culture im Überblick.

dhd-blog - Do, 11/12/2020 - 13:57
Am Mittwoch, 09. Dezember 2020 um 12:30 Uhr erfahren wir mehr zu Forschungsdaten und Forschungsdatenmanagement im Bereich materieller und immaterieller Kulturgüter. Das Konsortium NFDI4Culture im Überblick. Torsten Schrade, Leiter der Digitalen Akademie an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, Professor für Digital Humanities an der Hochschule Mainz wird referieren.   Nehmen Sie gerne hier teil:   https://bbb.uni-hildesheim.de/b/ann-fj6-a2z  

Referent: Prof. Torsten Schrade, Fachgebiet Digital Humanities, Mittlere und Neuere Geschichte, Research Software Engineering, Digital Humanities an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz: http://www.digitale-akademie.de/

Thema: Forschungsdaten und Forschungsdatenmanagement im Bereich materieller und immaterieller Kulturgüter. Das Konsortium NFDI4Culture im Überblick

Info:  Die Nachhaltigkeit von Forschungsdaten, das Teilen von Forschungsdaten oder Publikationen von Datenbeständen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Journals verlangen oft die Verfügbarmachung von Publikationen der zugrundeliegenden Daten eines Artikels. Universitäten, darunter auch die Universität Hildesheim, verabschieden Research Data Policies, und Forscherinnen und Forscher diskutieren sowohl die Chancen als auch die Risiken von „Open Data“, die Herausforderungen des Datenschutzes und der Forschungsethik.

Tag der Forschung 2020, ‚Forschungsethik‘. Forschungsethik und Digital Humanities?

dhd-blog - Do, 11/12/2020 - 13:48

Mit der gewachsenen gesellschaftlichen Bedeutung von Forschung werden Fragen zur Forschungsethik und zur guten wissenschaftlichen Praxis relevanter.

In diesem Sinne wird an der Stiftung Universität Hildesheim am 25.11.2020 eine zweistündige Veranstaltung ab 14.15 Uhr stattfinden. Sie bildet den Auftakt für die Veranstaltungsreihe "Tag der Forschung", die in den folgenden Semestern weitergeführt wird.

Der erste "Tag der Forschung" hat Forschungsethik und gute wissenschaftliche Praxis zum Thema und wird unter den Bedingungen von Corona online veranstaltet. Nach einem Vortrag werden in einer Podiumsdiskussion Fragen zur Forschungsethik als Bestandteil guter wissenschaftlicher Praxis diskutiert. Im Sommersemester 2021 wird sich ein weiterer Tag der Forschung mit dem Thema "Forschungsethik und gute wissenschaftliche Praxis" in ausführlicher Form beschäftigen.

Dabei werden u.a. forschungsethische Belange in den Digital Humanities berücksichtigt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Veranstaltungswebseite: https://www.uni-hildesheim.de/forschung/veranstaltungen/tag-der-forschung/

Call for Participation: vDHd2021 „Experimente“

dhd-blog - Mo, 11/09/2020 - 09:29

Die 8. Jahrestagung des Verbands “Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V.” in Potsdam wird auf das Jahr 2022 verschoben. Um 2021 dennoch Raum zum Austausch, Zeit für Reflexion, Vertiefung und Diskussion von Forschungsthemen zu bieten, wollen wir mit einem Alternativformat experimentieren, der vDHd2021! Das übergeordnete Thema dieser virtuellen DHd lautet “Experimente”.

Die vDHd2021 wird von der Community für die Community und mit Unterstützung der DHd e.V. organisiert. Das Ziel ist, die Vielfalt der deutschsprachigen Digital Humanities durch die Nutzung experimenteller Formate ohne Furcht vor Fehlschlägen zu präsentieren und der Community zugleich die Möglichkeit geben, sich auch im nächsten Jahr zu begegnen, sich auszutauschen und zu experimentieren! An den Formaten soll man auf jeden Fall online partizipieren können, gegebenenfalls können sie aber mit Events, bei denen sich eine kleinere Gruppe auch “vor Ort” befindet, verknüpft werden.

Thema: Experimente!

Experimente sind in den Digital Humanities allein schon sprachlich allgegenwärtig. Forschungszentren bezeichnen sich selbst als Labore, es werden experimentelle Methoden entwickelt, man nähert sich Datensätzen experimentell etc. Inwieweit steckt hinter der Verwendung dieses Vokabulars, das zunächst in den Naturwissenschaften etabliert wurde, mehr als bloße Metaphorik? Erlauben Experimente Reproduzierbarkeit und Objektivität des Erkenntnisgewinns auch für die Geisteswissenschaften? Was genau sind Experimente in den Digital Humanities? Welche ethischen, technischen und prinzipiellen Grenzen haben Experimente in den Digital Humanities? Das sind nur einige Fragen zum Thema Experimente, die wir im nächsten Jahr gemeinsam diskutieren möchten. Zugleich laden wir mit der virtuellen DHd ein, experimentell an virtuelle Konferenzen heranzutreten und insbesondere neue Formate und Tools auszuprobieren, die anderen Partizipations- und Präsentationslogiken folgen.

Die Eventformate

Hinsichtlich der Formate gibt es keine strikten Vorgaben. Es können digitale Vorträge, Paneldiskussionen, Projektvorstellungen und Posterslams organisiert, Filme gezeigt, Webinare angeboten, soziale Events wie digitale Kaffeepausen und Stammtische eingerichtet und Podcasts, Grafiken oder Texte präsentiert werden. Digitale Preisausschreiben, Interviewsessions, Schnitzeljagden, Speed-Dating, Blogparaden, etc.: anything goes – solange das Event virtuell besuchbar, offen, integrativ und mit möglichst offener Lizenz versehen und nachhaltig abgelegt ist. 
Anstatt eines einzelnen Events, in dem alle Formate gebündelt werden, möchten wir die Veranstaltungen wie folgt über das Jahr verteilen:

  • Erste Eventtage in der KW 12: 22.–26.03.2021
  • Zwischenevents (möglich zwischen KW 12 und 37): hier vor allem Projektvorstellungen
  • Zweite Eventtage in der KW 37: 13.-17.09.2021

Die beiden Eventwochen sollen analog zu einer Konferenzwoche in einem begrenzten Zeitrahmen von 2–3 Tagen Aktivitäten und Aufmerksamkeit bündeln. Um eine breite Partizipation zu ermöglichen, können jedoch auch darüber hinaus an anderen Terminen Zwischenevents insbesondere für Projektvorstellungen angeboten werden, die ebenfalls zur vDHd2021 dazuzählen und in das Gesamtprogramm aufgenommen werden.
Klassische Vorstellungen von Projekten oder Arbeiten werden bevorzugt in den Zwischenevents und auf dem Blog untergebracht, um während den beiden Eventwochen Raum für freiere Formate zu bieten.

Uns schwebt vor, dass die Community sich selbst organisiert und Veranstaltungsvorschläge gemeinsam eingereicht werden. Für die beiden Eventwochen sollte die Veranstaltungsdauer einzelner Events eher kurz sein (45 Minuten). Nichtsdestotrotz kann es, dem Charakter der Veranstaltung entsprechend, auch hier Ausnahmen geben – wir bitten dann um eine entsprechende Information.

Publikation

Für die wissenschaftliche Publikationsform wird es einen separaten Call for Papers geben, in dem ein Peer-Review-Prozess etabliert wird. Alle Beitragenden der vDHd2021 werden herzlich zur Beteiligung eingeladen.
Darüber hinaus kann das vDHd2021-Blog https://vdhd2021.hypotheses.org/ als Präsentationsplattform für alternative Formate, Projektvorstellungen und Berichte von den Events (Experimentbericht!) genutzt werden. Hierfür bitten wir um einen Hinweis bei der Einreichung.

Infrastruktur

Es wird keine übergreifende Videokonferenzinfrastruktur genutzt, diese muss von der Organisation eines Participants selbst gestellt werden. Bitte klären Sie Kapazitätsgrenzen, Support und Lizenzfragen vorab mit dem zuständigen Rechenzentrum. Optimal ist die Vorbereitung einer Ausweich-Lösung, falls es zu Problemen kommt. Auch die mit einer Aufzeichnung verbundenen Fragen (Technik, Rechte, Datenschutz) sollten von Ihnen geklärt werden.

Sie haben eine tolle Idee, aber es fehlt die technische Infrastruktur? Dann sollten Sie zunächst selbst nach möglichen Partner:innen suchen. Wir planen für den Anfang des Jahres eine “Speeddating”-Runde als erstes Vorevent, in der sich mögliche Gleichgesinnte ebenfalls finden können.

Einreichung der Vorschläge

Bitte senden Sie uns Ihren Vorschlag als Schreiben, Video oder Pitch und füllen das Formular aus, das die folgenden Angaben abfragt:

  • Titel, Eventformat und inhaltliche Beschreibung der vorgeschlagenen Aktivität
  • Erläuterungen zum vorgeschlagenen Format und insbesondere, inwieweit es die Community mobilisiert und partizipieren lässt
  • Angaben zur Dauer des Events und zum gewünschten Termin
  • Die präferierte Kommunikations- oder Streaming-Plattform sowie verfügbaren Support oder eventuelle Fallback-Lösungen bei Problemen
  • Nennung der beteiligten Personen und ggf. zugehörigen Einrichtung. Auch Nachwuchswissenschaftler:innen (inklusive Studierender) werden nachdrücklich zur Beteiligung aufgefordert.
  • Angabe, ob der Vorschlag weiteren Personen Raum zur Mitarbeit eröffnet

Einreichungen sollten die Länge von 500- 1000 Wörtern bzw. 5 Minuten nicht überschreiten.

Bitte informieren Sie uns, ob Sie Ihre Veranstaltung in den Eventwochen oder als Zwischenevent organisieren möchten. Das Organisationsteam wird einen thematisch sinnvollen Gesamtablauf vorschlagen, so dass es ggf. zu anderen Terminvorschlägen kommen kann.

Die primäre Sprache der Veranstaltung ist Deutsch. Vorschläge sollen in deutscher, können aber auch in englischer Sprache eingereicht werden. Die Aktivitäten selbst sollen auf Deutsch durchgeführt werden, sie können aber in begründeten Fällen auch auf Englisch oder mehrsprachig durchgeführt werden.

Auswahl der Vorschläge

Neben dem DH-Bezug, den wir als selbstverständlich voraussetzen, gehören zu den Auswahlkriterien:

Experimenteller Charakter: Formate, die sich deutlich vom klassischen Vortrag unterscheiden, experimentellen Charakter haben und vielleicht sogar nur online möglich sind, werden priorisiert.
Partizipation: Anders als bei einer klassischen Veranstaltung bietet ein virtuelles Event ganz andere Möglichkeiten zur Einbeziehung der Teilnehmer:innen. Formate, die auf aktive Partizipation setzen, werden daher bevorzugt.
Keine Angst vor Fehlern: Auch aus Experimenten, die scheitern, lernen wir für die Zukunft. Aus diesem Grund wird explizit dazu aufgefordert, ohne Furcht vor Fehlschlägen und innovativ zu improvisieren – und einen Plan B im Ärmel zu haben.

Wir setzen keinen klassischen wissenschaftlichen Reviewprozess um. Aus organisatorischen Gründen behalten wir uns vor, ähnlich gelagerte Formate zusammenzulegen bzw. eine Vernetzung herzustellen. Abgelehnt werden Einreichungen, die thematisch bzw. organisatorisch nicht zum Call passen oder gegen die Satzung des DHd e.V. verstoßen.

Bitte senden Sie uns Ihr Proposal über das vorbereitete Webformular. Alternative Einreichungsformate können über URL mit eingebunden werden.

Fristende des Call for Participation: 7. Januar 2021. Die Teilnehmenden werden bis Ende Januar über die Auswahl informiert.
Lust, bei der Organisation mitzumachen? Dann bitte eine Mail an vdhd2021@dig-hum.de.

Kontakt

Das Organisationsteam

Mail: vdhd2021@dig-hum.de
Blog: http://vdhd2021.hypotheses.org 
Twitter: @vDHd2021
Discord: https://discord.gg/u5hzceQ

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