DHd Newsfeed

Stellenangebot: wiss. Mitarbeiter:in am Institut für Digital Humanities in Göttingen

dhd-blog - vor 3 Stunden 5 Minuten

Am Institut für Digital Humanities in Göttingen ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine wissenschaftliche Mitarbeitendenstelle (E13/50%) zu besetzen.

Die Stelle ist zunächst auf drei Jahre befristet. Zu den Aufgaben gehört die wissenschaftliche Mitarbeit im 3D-Lab und/oder VR-Lab des Instituts für Digital Humanities, Lehre im Umfang von 2 SWS, Studienberatung und Anfertigung einer Dissertation.

Erwartet wird ein wissenschaftlicher Hochschulabschluss in einem bild- und objektwissenschaftlichen Fach, z. B. einer Archäologie oder der Kunstgeschichte, und nachgewiesene Kenntnisse im Bereich der Digital Humanities.

Bitte reichen Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung mit allen wichtigen Unterlagen und einer kurzen Skizze zu Ihrem in Arbeit befindlichen oder geplanten Dissertationsprojekt bis zum 15.03.2024 ausschließlich über das Online-Bewerbungsportal ein.

Die Ausschreibung finden Sie im Stellenportal der Georg-August-Universität Göttingen unter der Nummer 74412.

NFDI4Culture-Forum „Brücken schlagen zwischen Terminologien. Herausforderungen und Perspektiven“ (20.-21.3.2024)

dhd-blog - Mo, 02/26/2024 - 18:27

NFDI4Culture-Forum „Brücken schlagen zwischen Terminologien.
Herausforderungen und Perspektiven“ (20.-21.3.2024)

Datum: 20. und 21. März 2024, jeweils 13-16 Uhr

Die Online-Veranstaltung wird von der Task Area 2 – Standards, Datenqualität und Kuratierung des Konsortiums NFDI4Culture durchgeführt und soll dazu dienen, über Sparten- und Fächergrenzen hinweg Überschneidungen im Umgang mit und im Verständnis von Terminologien auszuloten.

Insbesondere die Kultur- und Geisteswissenschaften stehen vor einer Herausforderung, denn sie benötigen eine große Bandbreite an Vokabular für die Beschreibung und Referenzierung ihrer Gegenstände und Konzepte (Personen, Geografika, Zeitangaben, Körperschaften, Werke/Objekte etc.), aber auch für die hinreichend spezifische Sachverschlagwortung.

Den Link zur Registrierung sowie zu den Programminformationen finden Sie hier:
https://nfdi4culture.de/id/E5304

Professur für digitale Methoden an der Universität des Saarlandes; Frist 7. März

dhd-blog - Sa, 02/24/2024 - 10:34
An der Philosophischen Fakultät der Universität des Saarlandes ist zum 01.10.2024 eine W2-Professur (mit Tenure-Track auf W3) für digitale Methoden und ihre Anwendung in den Geisteswissenschaften zunächst für die Dauer von max. sechs Jahren im Beamtenverhältnis auf Zeit zu besetzen. Bei Erbringung herausragender Leistungen in Forschung und Lehre ist die Übertragung einer unbefristeten W3-Professur vorgesehen. Achtung: Die Bewerbungsfrist endet leider bereits am 7. März 2024. Den Ausschreibungstext mit der Liste der einzureichenden Unterlagen finden Sie auf dieser Internet-Seite:
https://www.uni-saarland.de/fileadmin/upload/verwaltung/berufungen/W2429_W2TTW3_DigitalMethods-DE.pdf

Für Nachfragen steht Ihnen zur Verfügung: Prof. Dr. Stefanie Haberzettl Dekanin der Philosophischen Fakultät Campus B3 1, Raum 0.02 Universität des Saarlandes Tel: 0681-302-2300 (Geschäftsführung) Fax: 0681-302-4234 Lehrstuhl Deutsch als Fremd- und Zweitsprache Fachrichtung Germanistik Campus A2.2 R. 3.03 66123 Saarbrücken Tel: 0681-302-2937, -3559 (Sek.) Fax: 0681-302-4816 http://www.uni-saarland.de/lehrstuhl/haberzettl.html

Ankündigung Aktivitäten DHd-AGs auf der DHd2024 in Passau

dhd-blog - Do, 02/22/2024 - 13:23

Liebe DHd-Mitglieder,

im DHd-Verband sind mittlerweile 17 Arbeitsgruppen aktiv, die sich ganz unterschiedlichen Themen und Fragestellungen widmen. Um die Vielfalt unserer AGs zu adressieren und Euch die Möglichkeit zu geben, diese näher kennenzulernen, laden wir Euch herzlich zu zwei Veranstaltungsformaten im Rahmen der DHd2024 in Passau ein.

  1. Arbeitsgruppen Basar

Wann? Donnerstag, 29. Februar 2024, 15:30 – 18:00 Uhr

Wo? ITZ M017, Innstraße 43

Der Arbeitsgruppen Basar bietet Gelegenheit, in lockerer Atmosphäre direkt mit Vertreter*innen der verschiedenen AGs ins Gespräch zu kommen. Erfahrt mehr über die laufenden Aktivitäten und wie Ihr Euch einbringen könnt.  

  1. DHd-AGs Arbeitstreffen

Neben dem Basar organisieren einige AGs offene Arbeitstreffen während der Konferenz. Diese Treffen sind eine weitere Möglichkeit, in einen thematischen Austausch zu treten. Hier ist eine Übersicht über die geplanten AG-Treffen:

  • Referenzcurriculum, 28.2.2024, 9:30-10:30 Uhr, ITZ SR 001
  • Angewandte Generative KI in den Digitalen Geisteswissenschaften, 28.2.2024, 11:00-12:00 Uhr, WIWI SR 026 (auch hybrid: https://uni-graz.zoom.us/j/63533510463?pwd=WmlCZUtBSEpIbEx6am82cWdXRVhyZz09)
  • Digital Humanities Theorie, 28.2.2024, 12:45-13:45 Uhr, WIWI SR 028
  • Digitales Publizieren, 29.2.2024, 12:30-13:30 Uhr, WIWI SR 027
  • Digitale Wissenschaftskommunikation und Public Humanities (AG-WissKomm), 28.2.2024, 13:00-13:45 Uhr, WIWI SR 027
  • Datenzentren, 29.2.2024, 8:30-9:30 Uhr, ITZ SR 001
  • Digitale 3D-Rekonstruktion, 29.2.2024, 11:00-12:00 Uhr, WIWI SR 026
  • Film und Video, 29.2.2024, 11:00-12:00 Uhr, ITZ SR 001
  • Graphen & Netzwerke, 29.2.2024, 11:00-12:00 Uhr, WIWI SR 028
  • Greening DH, 29.2.2024, 11:00-12:00 Uhr, WIWI SR 027
  • OCR, 28.2.2024, 14:00-15:00 Uhr, WIWI SR 028
  • Spiele, 29.2.2024, 9:30-10:30 Uhr, WIWI SR 026
  • Zeitungen & Zeitschriften, 29.2.2024, 12:30-13:30 Uhr, ITZ SR 001 

Mit besten Grüßen,

Rabea Kleymann (Koordination der DHd-AGs im DHd-Verband)

Front End Developer(s) und Research Data Engineer(s) (80-100%) bei Swiss Art Research Infrastructure (SARI), Universität Zürich

dhd-blog - Do, 02/22/2024 - 07:09

Front End Developer(s) (60-100%)

Für ihre verschiedenen Projekte schreibt die Swiss Art Research Infrastructure (SARI) an der Universität Zürich zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine oder mehrere Stellen eines/einer Front End Developer aus (60-100%, Arbeitsort Zürich). Die Stelle ist vorerst auf ein Jahr befristet (mit Verlängerungsoption). Details zur Ausschreibung unter https://www.sari.uzh.ch/en/open-positions/open-position-front-end-developer.html

 

Interessierte senden ihre Bewerbung (inkl. Motivationsschreiben, Lebenslauf, Diplome und Referenzen) bitte bis spätestens 1. März 2024 als PDF an applications@sari.uzh.ch .

Auskünfte erteilt Muriel Heisch, muriel.heisch@uzh.ch .

 

 

Research Data Engineer(s) (80-100%)

Für ihre verschiedenen Projekte schreibt die Swiss Art Research Infrastructure (SARI) an der Universität Zürich zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine oder mehrere Stellen eines/einer Research Data Engineer aus (80-100%, Arbeitsort Zürich). Die Stelle ist vorerst auf ein Jahr befristet (mit Verlängerungsoption). Details zur Ausschreibung unter https://www.sari.uzh.ch/en/open-positions/open-position-research-data-engineer.html

 

Interessierte senden ihre Bewerbung (inkl. Motivationsschreiben, Lebenslauf, Diplome und Referenzen) bitte bis spätestens 1. März 2024 als PDF an applications@sari.uzh.ch .

Auskünfte erteilt Muriel Heisch, muriel.heisch@uzh.ch .

Stellenangebot: Informationsmanager:in für das Digital Humanities Center @ UB Bochum (m/w/d)

dhd-blog - Di, 02/20/2024 - 13:55

Die Universitätsbibliothek Bochum sucht für das Digital Humanities Center (DHC) zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine:n Informationsmanager:in (m/w/d) befristet zur Elternzeitvertretung bis voraussichtlich 31.12.2024 in Teilzeit (19,915 Std./Woche = 50 %).

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung unter Angabe der ANR 2977 bis zum 15. März 2024 per E-Mail an folgende Adresse: ub-personal@rub.de.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://jobs.ruhr-uni-bochum.de/jobposting/dc70c9cfcebdf5ce7ef7b01c93efac77215efab30.

Für Fragen zur Stellenausschreibung wenden Sie sich bitte an Frau Barbara Bauer (barbara.bauer@rub.de, Tel. 0234/32-24117).

drei Bibliotheksreferendar:innen (w/d/m) an der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz

dhd-blog - Di, 02/20/2024 - 06:52
Stellenausschreibung vom 19.02.2024

In der Generaldirektion der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz können drei Bibliotheksreferendar:innen (w/d/m) als Beamt:innen auf Widerruf im Vorbereitungsdienst für die Laufbahn des höheren nichttechnischen Verwaltungsdienstes des Bundes ernannt werden.

Bewerbungsfrist: 11.03.2024
Vertragsbeginn: 01.10.2024
Befristung: Beamt:in auf Widerruf im Vorbereitungsdienst für 2 Jahre
Wochenstunden: 41 h
Vergütung: 2.387,55 Euro brutto je Monat
Arbeitsort: Potsdamer Str. 33, 10785 Berlin / Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Die Staatsbibliothek zu Berlin ist eine der größten und leistungsfähigsten Bibliotheken Europas. Wir sprechen über 80 Sprachen, entwickeln Wissensressourcen von Weltrang und wollen mit modernsten Technologien internationalen Austausch und freien Informationszugang fördern. 1661 gegründet, setzen wir konsequent auf digitale Souveränität und die aktive Mitwirkung unserer Nutzenden.

Die Besetzung der Stellen steht unter dem Vorbehalt der Finanzierung.

Das Referendariat

Inhalt:

  • Sie erhalten eine fundierte postgraduale Ausbildung und absolvieren ein paralleles Master-Studium, wodurch Sie auf den Beruf der wissenschaftlichen Bibliothekarin / des wissenschaftlichen Bibliothekars vorbereitet werden.
  • Sie werden Expert:in für die Literaturversorgung, die digi-tale und analoge Bewahrung, Erschließung und Vermitt-lung des kulturellen Erbes und ein:e wichtige:r Partner:in der Wissenschaft.

Ablauf:

  • Der Vorbereitungsdienst wird parallel an der Staatsbiblio-thek zu Berlin (praktische Ausbildung) und im Rahmen des weiterbildenden Masterstudienganges „Bibliotheks- und Informationswissenschaft“ am gleichnamigen Insti-tut der Humboldt-Universität zu Berlin (theoretische Aus-bildung) durchgeführt.
  • Mit Bestehen der Laufbahnprüfung wird die Befähigung für die Laufbahn des höheren nichttechnischen Verwaltungsdienstes des Bundes erlangt. Zusätzlich wird der akademische Grad Master of Arts (Library and Information Science) [M.A. (LIS)] erworben.
Ihr Profil
  • ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschul-studium (Master oder gleichwertiger Studienabschluss)
  • die Voraussetzungen für die Ernennung zur/zum Beamt:in auf Widerruf gemäß § 7 Bundesbeamtengesetz (BBG)
  • einen sehr guten oder guten Studienabschluss (Note besser als 2,5, juristische Staatsexamen mindestens „befriedigend“)
  • fundierte Kenntnisse und belegbare Erfahrungen im Bereich aktueller IT-bezogener Entwicklungen im Informationssektor wie z.B. Digital Humanities (u.a. Digi-talisierung, digitale Editionen, Text Mining, Datenvisuali-sierung), digitale Forschungs-, Kommunikations- und Publikationsprozesse (bes. Open Access, Forschungs-datenmanagement) und / oder
  • fundierte Kenntnisse und nachgewiesene Erfahrungen in mindestens einem der drei folgenden Themenfelder:
    – Management / Leitung eines wissenschaftlichen / wissenschaftsnahen Projektes
    – Forschungsförderung / erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln größeren Umfangs im Wissenschaftsbereich
    – Wissenschaftskommunikation / Wissenstransfer
  • hohe Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • sehr gute Fremdsprachenkenntnisse, insbesondere des Englischen
Erwünscht
  • Erfahrungen im Bibliotheks- oder Informationssektor
  • ein ausgeprägtes Interesse an IT-basierten Bibliotheksdienstleistungen und wissenschaftlicher Fachinformation
  • Serviceverständnis, Organisationsgeschick, Innovationsfreude
  • fächerübergreifende Interessen über die engere Studienrichtung hinaus
  • Promotion
Wir bieten Ihnen
  • Mitarbeit in der größten Kultureinrichtung Deutschlands und einer der bedeutendsten weltweit
  • einen interessanten und abwechslungsreichen Arbeitsplatz in zentraler Lage Berlins
  • vielseitige Aufgaben mit großen Gestaltungsspielräumen
  • eine sehr gute Arbeitsatmosphäre
  • lebensfreundliche Arbeitsbedingungen
  • 30 Tage Erholungsurlaub (bei einer Fünf-Tage-Woche)
  • Jobticket mit monatlich 23,28 € Arbeitgeberbeteiligung
  • Zuschuss von jährlich 100€ zu Angeboten der Gesundheitsförderung
Wir fördern und begrüßen
  • aktiv eine Kultur der Wertschätzung
  • Chancengerechtigkeit und Vielfalt
  • Bewerbungen aller Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht, kultureller und sozialer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, sexueller Identität
  • Bewerbungen von Black, Indigenous and People of Color sowie Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte
  • Menschen mit Schwerbehinderung und ihnen Gleichgestellte, die bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt werden
  • Bei der Vergabe der zur Verfügung stehenden Plätze werden Bewerberinnen und Bewerber vorrangig berücksichtigt, die nach einem erfolgreich abgeschlossenen Hochschulstudium noch nicht über eine für den höheren Bibliotheksdienst geeignete berufsvorbereitende Qualifikation verfügen.
Ihre Bewerbung enthält
  • Angabe der Kennziffer: SBB-GD-2-2024
  • Anschreiben
  • Lebenslauf
  • Prüfungszeugnisse (allgemeine Hochschulreife und Studienabschluss)
  • Arbeitszeugnisse
Senden Sie Ihre Bewerbung an

bewerbungen@sbb.spk-berlin.de
als PDF-Datei mit max. 7 MB
oder:
Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Zentralabteilung – Personalgewinnung
Unter den Linden 8
10117 Berlin

Fragen zum Aufgabengebiet
Dr. Ulrike Reuter
ausbildungsleitung@sbb.spk-berlin.de
+49 30 266 43 3151

Fragen zum Bewerbungsverfahren
Gabor Szito
+49 30 266 43 1475

Ihre Daten werden im Rahmen des Bewerbungsverfahrens gespeichert und verarbeitet. Weitere Informationen: www.preussischer-kulturbesitz.de/karriere/datenschutz.html

Stellenausschreibung als PDF: https://www.preussischer-kulturbesitz.de/fileadmin/user_upload_SPK/documents/personal/stellenanzeigen/2024/SBB-GD-2-2024.pdf 

Virtuelles DH-Kolloquium an der BBAW, 26.02.2024: Korpora für die Lexikographie. Welche Rolle spielen literarische Texte?

dhd-blog - Mo, 02/19/2024 - 12:03

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW laden wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Montag, den 26. Februar 2024, 16 Uhr c.t., ein (virtueller Raum: https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b):

Lothar Lemnitzer (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften) und
Thomas Gloning (Justus-Liebig-Universität Gießen und BBAW)
über
Korpora für die Lexikographie. Welche Rolle spielen literarische Texte?

***

In der Tradition der Lexikographie spielte die Literatursprache lange Zeit eine führende Rolle. Der Sprachgebrauch von Schriftstellern und Schriftstellerinnen war Orientierung auch für eigenes Schreiben, die Kenntnis literarischer Werke eines Kanons galt als Ausweis von Bildung. Von daher erwuchs der Lexikographie die Aufgabe, diesen Sprachgebrauch auch zu dokumentieren. Heute ist der Sprachgebrauch von Presse und Medien, unter anderem von Zeitungen, deutlich relevanter im Hinblick auf Themen, die uns umtreiben. Im Hinblick auf Korpora als Grundlage für die Lexikographie kommt noch die leichte Erreichbarkeit digitaler Zeitungstexte hinzu. Deshalb kann man sich fragen: Welche Rollen spielen literarische Texte heute für die Lexikographie und die Nutzer und Nutzerinnen von Digitalen Lexikographischen Systemen?

Ausgehend von den mannigfachen Funktionen, die authentische Textbelege in der gegenwartssprachlichen Lexikographie haben (können), und im Lichte der aktuellen Forschung zur Benutzung gegenwartssprachlicher Wörterbücher wird Lothar Lemnitzer die Praxis der Verwendung von Belegen im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) darstellen und mit Beispielen illustrieren. Ein Fazit daraus ist, dass literarische Belege in der gegenwärtigen Praxis (des DWDS) eine marginale Rolle spielen.

Thomas Gloning wird demgegenüber die wichtige Rolle literarischer Texte in Korpora für die Lexikographie zu verteidigen suchen und Strategien des Korpusausbaus und der Stratifizierung im Bereich literarischer Texte vorschlagen.

Die beiden Beiträge sollen jeweils ca. 30 Minuten dauern, es soll danach ausführlich Gelegenheit zur Diskussion bestehen.

Dieses Kolloquium ist der 4. Teil der vierteiligen Workshop-Reihe „Korpora für die Lexikographie – Erfahrungen und Zukunftsperspektiven“, die im Herbst und Winter 2023/24 im Rahmen des DH-Kolloquiums stattfindet.

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Die Veranstaltung findet virtuell statt; eine Anmeldung ist nicht notwendig. Zum Termin ist der virtuelle Konferenzraum über den Link https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b erreichbar. Wir möchten Sie bitten, bei Eintritt in den Raum Mikrofon und Kamera zu deaktivieren. Nach Beginn der Diskussion können Wortmeldungen durch das Aktivieren der Kamera signalisiert werden.

Der Fokus der Veranstaltung liegt sowohl auf praxisnahen Themen und konkreten Anwendungsbeispielen als auch auf der kritischen Reflexion digitaler geisteswissenschaftlicher Forschung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der BBAW.

Zertifikatskurs Forschungsdatenmanagement 2024/25 – Anmeldung bis 29.April möglich

dhd-blog - Mo, 02/19/2024 - 10:55

Der Zertifikatskurs „Forschungsdatenmanagement“ (FDM) geht in die vierte Runde. Interessierte aus ganz Deutschland können sich bis zum 29. April 2024 für den nächsten Durchgang bewerben (Kurslaufzeit: 28.08.2024 – 20.06.2025). Der Kurs bietet die Möglichkeit Kompetenzen zum FDM und dessen Anwendung in Service-Bereichen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen berufsbegleitend, systematisch und zertifiziert zu erwerben.

FDM-Themenvielfalt für Interessierte aus Infrastruktur, Forschungsunterstützung und Wissenschaft
Dieses Angebot richtet sich an Beschäftigte aus wissenschaftsnahen Infrastruktur-Bereichen sowie aus der Forschung. Es umfasst die Themenbereiche: Forschungsdaten-Lebenszyklus, Datentypen, Forschungsprozesse in verschiedenen Fachgebieten, Open Science, hacken und experimentieren mit Daten, Forschungsprojektmanagement, technische Infrastruktur für Repositorien, Metadaten, nachhaltiges Datenmanagement, relevante rechtliche Aspekte, Ansätze zur Beratung und Vermittlung von FDM-Themen für verschiedene Zielgruppen sowie erstmalig in einem neuen Aufbaumodul die Datenkuration und das Datenmanagement sensibler Daten in Forschungsdatenzentren (FDZ).

Kooperativ und zukunftsorientiert für das FDM
Der Kurs ist eine Kooperation der TH Köln, des ZBIW, der Landesinitiative für Forschungsdatenmanagement – fdm.nrw und ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften und wird seit 2021 angeboten. Zielsetzungen, Design und Zukunft des Zertifikatskurses werden in dem Artikel „Der Zertifikatskurs Forschungsdatenmanagement in NRW“ (o-bib 2022; DOI: 10.5282/O-BIB/5833) dargestellt. 

Jetzt bewerben!
Für Bewerbende aus NRW stehen dieses Jahr letztmalig Stipendien des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft (MKW) zur Verfügung. 
Weitere Informationen zum Kurs und zur Bewerbung finden Sie auf den Webseiten des ZBIW:
https://www.th-koeln.de/weiterbildung/zertifikatskurs-forschungsdatenmanagement_82048.php

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

Stellenausschreibung an der UB Oldenburg: Referent/-in für Digital Humanities und Fachreferent/-in für geistes-, kultur- und/oder sprachwiss. Fachgebiete (m/w/d, Entgeltgruppe 13 TV-L, unbefristet)

dhd-blog - Mo, 02/19/2024 - 10:19

Beim Bibliotheks- und Informationssystem (BIS) der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die unbefristete Stelle eines/r

Referent/-in für Digital Humanities
und
Fachreferent/-in für geistes-, kultur- und/oder sprachwissenschaftliche Fachgebiete
(m/w/d, Entgeltgruppe 13 TV-L)

mit einem Umfang von 100% der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit zu besetzen.

Die Stelle ist auch teilzeitgeeignet.

Als Zentrale Einrichtung ist die Universitätsbibliothek ein leistungsstarker Partner für Forschung, Studium und Lehre. Sie sichert die wissenschaftliche Informationsversorgung und ist aktiv in die Gestaltung des digitalen Transformationsprozesses wissenschaftlicher Kommunikation eingebunden.

In Ihrer Funktion als Referent/-in für Digital Humanities entwickeln Sie Angebote und Beratungsdienstleistungen für die geistes-, kultur- und/oder sprachwissenschaftlichen Fachgebiete der UOL, die bereits mit digitalen Technologien arbeiten oder dies in ihren Forschungsvorhaben planen.

In Ihrer Funktion als Fachreferent/-in sind Sie Ansprechpartner/-in für die wissenschaftliche Informationsversorgung in geistes-, kultur- und sprachwissenschaftlichen Fachgebieten. Sie sichern die wissenschaftliche Informationsversorgung, beraten in Fragen des wissenschaftlichen Publizierens im digitalen Transformationsprozess, zum Forschungsdatenmanagement und führen Schulungen in der Vermittlung von Informationskompetenz durch.

Ihre Aufgaben im Einzelnen:

  • Planung, Umsetzung, Koordinierung und Evaluierung von Projekten im Aufgabengebiet Digital Humanities
  • Konzeptionelle Planung und Umsetzung von Projekten im Arbeitsgebiet Digital Humanities in Rücksprache mit Forschenden, Studierenden der UOL, Fachreferaten und bei Bedarf weiteren Akteuren der UOL
  • Fachliche Leitung und Koordination von Digital Humanities – Projekten
  • Aufbau eines Beratungs- und Schulungsangebotes für Digital Humanities für Forschende an der UOL
  • Konzeption, Entwicklung und fachliche Betreuung digitaler Services für Forschung und Lehre, speziell der Digital Humanities
  • Entwicklung von Angeboten für die Digital Humanities im Austausch mit Forschenden
  • Übernahme von Fachreferaten in geistes-, kultur- und/oder sprachwissenschaftlichen Fachgebieten
  • Literaturauswahl, Bestandsentwicklung und Pflege elektronischer und gedruckter Literatur
  • Bestandserschließung einschließlich Weiterentwicklung der verbalen und klassifikatorischen Erschließungssysteme
  • Informationsvermittlung in den genannten Fachgebieten und Auskunftsdienste
  • Fachbezogene Benutzerschulungen
  • Entwicklung und Umsetzung von Konzepten der Informationsvermittlung für verschiedene Nutzer*innengruppen in Schulungen

Einstellungsvoraussetzung:

  • ein erfolgreich abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder vergleichbar) in einem Fachgebiet an der Schnittstelle zwischen Informatik und Geisteswissenschaften (z. B. Computerlinguistik, Digital Humanities, Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften, Linguistic and Literacy Computing, Cultural Data Studies oder ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder vergleichbar) der Geisteswissenschaften mit gleichwertigen Fähigkeiten und mehrjährigen Berufserfahrungen im Aufgabengebiet Digital Humanities
  • ausgeprägtes Interesse am Einsatz und der Weiterentwicklung von digitalen Technologien in den Geistes-, Kultur- und Sprachwissenschaften
  • sehr gute Englischkenntnisse
  • Analytische Fähigkeiten, Kommunikationsgeschick, Teamfähigkeit und Flexibilität

Wünschenswert sind weiterhin:

  • Berufliche Erfahrungen in dem beschriebenen Aufgabengebiet
  • Erfahrungen in der Beantragung von Drittmittelanträgen

Wir bieten:

  • Eine umfassende Einarbeitung
  • Gleitzeitregelung
  • Einen Arbeitsplatz auf dem Campus der Universität mit guten Anbindungen zum öffentlichen Nahverkehr sowie zur Autobahn
  • Nutzung des JobTickets im VBN
  • Betriebliche Gesundheitsförderung und Teilnahme an den Angeboten des Hochschulsports (Schwimmbad, Sportkurse, StudiO)
  • Die Universität ist ausgezeichnet als familiengerechte Hochschule und bietet diverse Unterstützungsprogramme.

Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg fördert die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Abschlusszeugnisse, Referenzen) übersenden Sie bitte bevorzugt per E-Mail als ein zusammenhängendes PDF-Dokument unter Angabe der Nummer 1033545 bis zum 29.02.2024 an die Geschäftsstelle bis-bewerbung@uol.de oder per Post an Bibliotheks- und Informationssystem, Geschäftsstelle, z. Hd. Frau Andermann, Postfach 5641, 26015 Oldenburg.

Bei Rückfragen zum Aufgabengebiet Digital Humanities wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Maas (Abteilungsleitung Medien- und Digitale Dienste), 0441 798-4019.

Bitte beachten Sie, dass die Bewerbungsunterlagen nicht zurückgesandt werden; reichen Sie daher bitte keine Originale ein.

https://uol.de/stellen?stelle=70063

Bibliothekar:in Aufnahme der Inkunabeln im Bibliothekskatalog (m/w/d) am Gutenberg-Museum Mainz

dhd-blog - Mi, 02/14/2024 - 11:46

Die Stadtverwaltung Mainz ist Dienstleisterin für Mainzer Bürger:innen und eine der größten Arbeitgeberinnen in der Region. Im Team Mainz sind ca. 5.000 Mitarbeiter:innen täglich für unsere Stadt im Einsatz. Wir verstehen uns als moderne Dienstleisterin, die offen ist für Verbesserungen, Anpassungen und Innovationen. Wir bieten qualitativ anspruchsvolle öffentliche Dienstleistungen für die Einwohner:innen und die Wirtschaft unserer Stadt.

 

Wir suchen Verstärkung für unser Gutenberg-Museum:

Bibliothekar:in Aufnahme der Inkunabeln im Bibliothekskatalog (m/w/d)

Informationen zur Stelle:

 

Besetzung ab: ab sofort

 

befristet/unbefristet: befristet für 2 Jahre

 

Stundenumfang: Vollzeit (39 Wochenstunden)

 

Vergütung: Entgeltgruppe 9 b TVöD

 

Bewerbungsfrist: 05.03.2024

Aufgaben:

  • Aufnahme der Inkunabeln im Bibliothekskatalog im Zusammenhang mit Digitalisierungsprojekten

Wir bieten:

  • Eigenverantwortliches Arbeiten
  • Telearbeit und flexible Arbeitszeiten im Gleitzeitrahmen (sofern dienstlich möglich)
  • Standortsicherheit im Stadtgebiet Mainz
  • Eine große Bandbreite an fachlichen und persönlichen Fort- und Weiterbildungen
  • Ein Jobticket im Rahmen des Deutschlandtickets
  • Kostenfreie bzw. vergünstigte dienstliche und private Nutzung des Fahrradsystems „meinRad“ (Fahrradvermietsystem in Mainz, Wiesbaden, Ginsheim-Gustavsburg und Budenheim)
  • Eine überwiegend arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge (ZVK)
  • Die verlässlichen Regelungen des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst, z.B.
    • 30 Tage Urlaub
    • Jahressonderzahlung

Ihr Profil:

  • Abgeschlossener Studiengang der Bibliotheks- oder Informationswissenschaften oder ein vergleichbares Studium mit Berufserfahrung in wissenschaftlichen Bibliotheken
  • Kenntnisse der RDA –Alte Drucke
  • Kenntnisse der gängigen Inkunabelverzeichnisse (z.B. Gesamtkatalog der Wiegendrucke, ISTC, INKA)
  • Kenntnisse im Umgang mit hebis-PICA
  • Nachweisbare Lateinkenntnisse
  • Einsatzbereitschaft und Belastbarkeit
  • Genaue und Strukturierte Arbeitsweise
 

Die Förderung von Vielfalt in der Verwaltung ist ein Leitziel der Landeshauptstadt Mainz. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind uns willkommen. Wir begrüßen besonders Bewerbungen von Frauen, da wir im Rahmen unseres Gleichstellungsplanes bestrebt sind, den Frauenanteil auf dieser Funktionsebene zu erhöhen.

Als familienorientiertes Unternehmen forciert die Stadtverwaltung Mainz die Einrichtung von Telearbeitsplätzen.

Bewerbungslink:
https://lai.mainz.de/bewerber-web/?xsrf=B782114633EC7754771DF8A89C3A7EA0&company=00800-FIRMA-ID&tenant=&lang=D#position,id=30366221-9aff-4c09-920e-912f23543276,popup=y

Vortrag: Wie funktioniert OCR? Grundlagen, Stand der Technik und aktuelle Herausforderungen. Clemens Neudecker (Staatsbibliothek zu Berlin)

dhd-blog - Mi, 02/07/2024 - 16:43

Texterkennung (Optical Character Recognition, OCR) ist die Technologie um aus Scans (also Bildern) von Dokumenten digitale, editierbare und durchsuchbare Volltexte zu erzeugen. Sowohl durch Digital Humanities als auch Künstliche Intelligenz steigt der Bedarf von Wissenschaft und Forschung an digitalen Texten. Jedoch ist die Texterkennung, insbesondere für historische Dokumente, noch stets eine sowohl technisch als auch organisatorisch hoch komplexe Aufgabe. Der Vortrag hat daher zum Ziel die Grundlagen, technischen Verfahren und den aktuellen Stand der Entwicklungen im Bereich der OCR vorzustellen um so einen gründlichen Überblick über die Möglichkeiten und Herausforderungen zu geben. Dabei werden neben Ursprung und Geschichte der OCR insbesondere die vielfältigen Verarbeitungsschritte in einem typischen OCR-Workflow, die besonderen Anforderungen von historischem Material sowie aktuelle Forschungsprojekte und technologische Entwicklungen im Zentrum stehen.

Clemens Neudecker arbeitet als Forscher, Projektmanager und Library Hacker an der Staatsbibliothek zu Berlin. Er ist dort unter anderem eingebunden in das umfangreiche Verbundprojekt OCR-D. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Computer Vision, Natural Language Processing, Machine Learning & Artificial Intelligence und ihr Einsatz in den Bereichen Digitale Bibliotheken und Digital Humanities.

Der Vortrag ist Teil der Reihe „Werkzeug. Zur Praxis computergestützter Forschung in den Geistes- und Kulturwissenschaften“ der Kompetenzwerkstatt Digital Humanities (KDH) an der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin.

Hinweis zur Veranstaltung

Vortrag und Gespräch auf deutsch.

Datum: 15.02.2024, 14-16 Uhr

Ort: Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum, Auditorium (Universitätsbibliothek, Geschwister-Scholl-Straße 1/3, 10117 Berlin)

Die Veranstaltung findet hybrid statt. Zugangsdaten schicken wir nach Anmeldung per Mail an ub.makerspace@hu-berlin.de.

Weitere Informationen zur Vortragsreihe Werkzeug auf der Homepage der KDH

Stellenausschreibung an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel: Wissenschaftliche(n) Mitarbeiterin / Mitarbeiter (0,5 Entgeltgruppe 13 TV-L)

dhd-blog - Mi, 02/07/2024 - 08:29

An der HAB Wolfenbüttel ist im Rahmen des von der DFG geförderten Projektes „DE ANIMA – Digitale Edition & Analyse eines neu entdeckten jesuitischen Manuskripts:
Das Wolfenbütteler Manuskript der jesuitischen Compendia der Philosophie, Theologie und Kosmologie in japanischer Übersetzung (ca. 1595)“ zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine auf drei Jahre befristete Teilzeitstelle (50%) einer / eines Wissenschaftlichen Mitarbeiterin / Mitarbeiters (m/w/d)
(Entgeltgruppe 13 TV-L) zu besetzen. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt zzt. 19,90 Wochenstunden. Gewünschter Arbeitsbeginn ist der 01.04.2024. Die Stelle bezieht sich auf verschiedene Aufgaben im Zusammenhang mit der Entwicklung der digitalen Edition durch die Herzog August Bibliothek (HAB) und die Ruhr-Universität Bochum (RUB).
Die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel ist eine zentrale Institution zur Erforschung der Kulturgeschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Sie besitzt bedeutende Sammlungen an Handschriften und alten Drucken sowie einen umfassenden Bestand moderner Forschungsliteratur. In zahlreichen Digitalisierungs-, Erschließungs- und Forschungsprojekten werden die Bestände zugänglich gemacht und wissenschaftlich genutzt.

Projektbeschreibung

Das Forschungsprojekt basiert auf der Identifizierung einer umfangreichen Handschrift aus dem Bestand der HAB. Sie enthält die sogenannten Compendia der Philosophie, Theologie und Kosmologie in japanischer Übersetzung, die ab dem späten 16. Jahrhundert die Grundlage der Ausbildung in den Jesuitenkollegien in Japan sowie später in Macau bildeten. Das HAB-Manuskript umfasst erstmals neben dem vollständigen zweiten Teil auch den gesamten dritten Teil, der in das geozentrische Weltbild und die Lehre von den vier Elementen einführt.
Das Ziel des Projektes ist es, den neu entdeckten Textzeugen der Compendia in einer nutzerorientierten, historisch-kritischen digitalen Edition aufzubereiten und zu präsentieren, um ihn für die Forschung verfügbar zu machen. Während der dritte Teil hier zum ersten Mal überliefert wird, sind der erste und zweite Teil teilweise in einem einzigen weiteren Textzeugen erhalten. Um Einblicke in die Textgenese zu ermöglichen, sollen die Textvarianten beider Textzeugen in einer Form einer textkritischen Edition vergleichend dargestellt werden. Nutzerorientiertheit soll darüber hinaus durch die parallele Darstellung der Faksimile-Bilder mit dem transkribierten Text erzielt werden.

Ihre Aufgaben:
– Konzeptentwicklung (Datenmodell) für die TEI-Kodierung in enger Abstimmung mit dem RUB-Team.
– Anleitung des RUB-Teams beim Erarbeiten von Transkriptions- und Editionsrichtlinien und in der Einarbeitung mit dem XML-Editor oXygen.
– Erstellung elektronischer Indizes und der Bibliographie (Zotero).
– Vorbereitung und Beauftragung des Projektportals an einen externen Dienstleister.
– Entwicklung von Präsentationsskripten (XSLT/XQuery) gemäß redaktioneller Richtlinien.
– Entwicklung von Suchalgorithmen.
– Zusammenstellung von Datenpaketen für die Langzeitarchivierung.
– Vorbereitung und Veröffentlichung von Forschungsdaten.

Ihr Profil:
– Abgeschlossenes Studium (Master oder vergleichbar) oder Promotion im Bereich der Digitalen Geisteswissenschaften, Informatik, Linguistik, bzw. einem verwandten Fachbereich oder ein geisteswissenschaftliches Studium mit nachgewiesenen Erfahrungen im Bereich der Digital Humanities.
– Fundierte Kenntnisse in XML/TEI-P5 und Erfahrung in der Kodierung von Texten, sowie in der Entwicklung und Anwendung von XSLT/XQuery-Skripten.
– Fähigkeit zur Koordination und Zusammenarbeit in einem interdisziplinären Team.
– Teamfähigkeit, Belastbarkeit, gute Kommunikationsfähigkeit, Selbstständigkeit und Flexibilität
– Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein im Hinblick auf die Durchführung von Lektoratstätigkeiten und Testen der digitalen Präsentation.

Wünschenswert sind:
– Interesse an digitalen Editionen und neuen innovativen Darstellungsformen. Zudem Freude an der Arbeit mit nicht-lateinischen Schriftsystemen und deren elektronische Verarbeitung. Japanisch Kenntnisse sind willkommen, jedoch nicht zwingend notwendig.
– Erfahrung in der Leitung von Projekten im Bereich der Digital Humanities von Vorteil.

Wir bieten Ihnen:
– einen modernen, familienfreundlichen Arbeitsplatz in einer international bekannten Bibliothek, Forschungs- und Studienstätte mit einem attraktiven und abwechslungsreichen Aufgabenspektrum
– ein kollegiales Arbeitsklima in einem engagierten und aufgeschlossenen Team
– Möglichkeit zur Koordination eines digitalen Editionsprojektes eines äußerst seltenen fremdsprachigen Textes in einem interdisziplinären Umfeld
– eine umfassende und intensive Einarbeitung in den Tätigkeitsbereich
– flexible Arbeitszeiten sowie mobiles Arbeiten (nach Vereinbarung bis zu 40%) oder Telearbeit sind möglich
– Möglichkeiten zur Teilnahme an Fort- und Weiterbildungen sowie der individuellen Weiterentwicklung
– eine Jahressonderzahlung im Rahmen des TV-L und Altersvorsorge für den öffentlichen Dienst (VBL)

Die Herzog August Bibliothek strebt an, Unterrepräsentanzen i. S. des NGG in allen Bereichen und Positionen abzubauen. Die Gleichstellung von Frauen und Männern wird gefördert. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt behandelt. Ein Nachweis ist beizufügen.


Interessentinnen und Interessenten können sich bei Herrn Marcus Baumgarten per E-Mail unter baumgarten[at]hab.de über das Arbeitsgebiet informieren.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen werden bis zum 29.02.2024 mit dem Kennwort „de anima“ in elektronischer Form als pdf-Datei erbeten an:

Herzog August Bibliothek
Verwaltung
Lessingplatz 1
38304 Wolfenbüttel
E-Mail: verwaltung@hab.de

Abschlussworkshop des DFG-Netzwerks „Offenes Mittelalter“

dhd-blog - Di, 02/06/2024 - 15:05

Unter dem Titel „Offenes Mittelalter“ lädt das gleichnamige DFG-Netzwerk zu seinem Abschlusstreffen ein, in dem es um einen Austausch über vernetzte Ressourcen und ihr Potenzial für die germanistische Mediävistik geht. Neben einem Bericht der Aktivitäten des DFG-Netzwerks gibt es verschiedene Impulsvorträge und eine Panel-Diskussion.

Offenes Mittelalter

Unter dem Titel „Offenes Mittelalter“ lädt das gleichnamige DFG-Netzwerk zu seiner Abschlusskonferenz am 20. Februar 2024 im Georg-Christoph-Lichtenberghaus in Darmstadt ein, in dem es um einen Austausch über vernetzte Ressourcen und ihr Potenzial für die germanistische Mediävistik geht. Neben einem Bericht der Aktivitäten des DFG-Netzwerks gibt es verschiedene Impulsvorträge und eine Panel-Diskussion zu Linked Open Data in der mediävistischen Forschung.

Ganz im Sinne eines offenen Mittelalters richtet sich die Konferenz an ein interdisziplinäres Publikum und ist aufgrund der Übertragbarkeit der besprochenen Methoden nicht auf eine Epoche festgelegt.

Interessierte sind herzlich eingeladen!
Eine kostenlose Anmeldung ist via https://offenesmittelalter.org/workshop-offenes-mittelalter/ möglich.

Programm

ab 09:30 Uhr: Get Together
10:00-10:15 Uhr: Begrüßung
10:15-11:00 Uhr: Netzwerk Offenes Mittelalter – Highlights & Outlook
11:00-11:30 Uhr: Kaffepause
11:30-12:15 Uhr: Prof. Dr. Hanna Fischer (Universität Rostock): „Althochdeutsch online und vernetzt – die digitale Edition Abrogans:alienatus“
12:15-14:00 Uhr: Mittagspause mit Posteraustellung „Vernetzte und digitale Mediävistik“
14:00-14:45 Uhr: Prof. Dr. Friedrich Michael Dimpel (FAU Erlangen-Nürnberg): „Das Sentiment-Wörterbuch SentiMhd und Sentiment-Analysen an Iwein und Tristan“
14:45-15:30 Uhr: Prof. Dr. Silke Schwandt (Universität Bielefeld): „Wissen übers Mittelalter – Datenvisualisierungen als ‚Quellen‘ in der Geschichtswissenschaft“
15:30-16:00 Uhr: Kaffeepause
16:00-17:15 Uhr: Paneldiskussion „Offenes Mittelalter“ mit Dr. Tessa Gengnagel (Cologne Center for eHumanities), Dr. Marco Heiles (Universität Hamburg), Philipp Schneider (Humboldt-Universität zu Berlin) und PD Dr. Sabine Tittel (Universität Heidelberg). Moderiert von Hannah Busch (Cologne Center for eHumanities)

Stellenausschreibung: Bibliotheksreferendar (w/m/d) – UB Heidelberg

dhd-blog - Fr, 02/02/2024 - 16:02

Die Universitätsbibliothek Heidelberg stellt zum 1. Oktober 2024 einen Bibliotheksreferendar (w/m/d) für den höheren Bibliotheksdienst an wissenschaftlichen Bibliotheken mit dem fachlichen Schwerpunkt Digital Humanities ein. (Bewerbungsfrist: 08. März 2024).

Wissenschaftliche Bibliothekar*innen arbeiten als Informationsspezialist*innen an der Schnittstelle zwischen Forschung bzw. Lehre und Bibliothek. Zentrale Aufgabenbereiche sind die fachbezogene Auswahl und Erschließung wissenschaftlicher Literatur, die Mitarbeit im Bibliotheksmanagement, Publikations- und Forschungsdatenmanagement sowie die Vermittlung von Informationskompetenz.

Die Universitätsbibliothek Heidelberg ist Kompetenz- und Steuerungszentrum für alle bibliothekarischen Geschäftsprozesse an der Universität Heidelberg und betreut das gesamte Fächerspektrum einer Volluniversität mit ausgeprägter Forschungsorientierung und internationalem Anspruch.

Die vollständige Ausschreibung für den aktuellen Ausbildungsjahrgang 2024 in Baden-Württemberg, Informationen zu den beruflichen Anforderungen, zum Bewerbungs- und Auswahlverfahren sowie zum Ablauf der Ausbildung finden Sie auf der Homepage der Württembergischen Landesbibliothek:  https://www.wlb-stuttgart.de/die-wlb/ausbildung/hoeherer-dienst-an-wiss-bibliotheken/  

(Ausbildungsbehörde höherer Bibliotheksdienst), Kontaktpersonen auf den Ausbildungsseiten der Universitätsbibliothek Heidelberg: https://www.ub.uni-heidelberg.de/allg/Mitarbeiter/ausbildung/hoehererdienst.html .

 

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

 

 

Viele Grüße, Ulrike Fälsch

Stellenausschreibung: FU Berlin sucht Wissenschaftl. Mitarbeit für das Datenkompetenzzentrum QUADRIGA

dhd-blog - Fr, 02/02/2024 - 14:20

Das BMBF-geförderte Datenkompetenzzentrum QUADRIGA vereint die vier Disziplinen Digital Humanities, Verwaltungswissenschaft, Informatik und Informationswissenschaft entlang der Datentypen Text, Tabelle und Bewegtes Bild am Wissenschaftsstandort Berlin-Brandenburg. Der inhaltliche Ansatz des an sieben renommierten Berlin-Brandenburgischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen entstehenden Datenkompetenzzentrums führt Forschungs-, Lern- und Vernetzungsorte über datenbasierte Fallstudien und Bildungsangebote zusammen: So werden für Forschende aller Karrierestufen Ressourcen für den souveränen Umgang mit Daten im Forschungsalltag geschaffen.

Die Freie Universität leitet das Arbeitspaket “Forschungsorte” mit dem dort angesiedelten Teilvorhaben “Digital Humanities für Text und Bewegtes Bild” sowie das Arbeitspaket “Verstetigung”, das die Entwicklung eines Konzepts für die dauerhafte Zugänglichkeit der im Vorhaben entstehenden Bildungsangebote koordiniert.

Für das an der Universitätsbibliothek der Freien Universität angesiedelte Teilprojekt „Verstetigung“ suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (m/w/d, TV-L E13, 50% VZÄ, 36PM) mit folgenden Aufgaben:

Sie evaluieren und konzipieren Maßnahmen zur dauerhaften Zugänglichkeit der in QUADRIGA entstehenden digitalen Bildungsangebote. Sie erarbeiten Modelle für den langfristigen Betrieb des Datenkompetenzzentrums, die frühzeitige und nachhaltige Verfügbarmachung von Inhalten und Ressourcen nach den Paradigmen von FAIR und Open Research sowie Konzepte für die Vernetzung mit anderen geisteswissenschaftlichen Datenkompetenzzentren. Dabei können Sie auf die bereits an den Verbund-Einrichtungen bestehenden Angebote und Vorarbeiten zurückgreifen. Sie tragen aktiv dazu bei, Datenkompetenzen in den text- und bildbasierten Digital Humanities in der Region zu institutionalisieren und dauerhaft zugänglich zu machen.

Bewerbungsschluss ist der 19.02.2024.

Weitere Informationen: https://www.fu-berlin.de/universitaet/beruf-karriere/jobs/wiss/16_fb-philosophie-und-geisteswissenschaften/PG-QUADRIGA-FU-Verstetigung.html

Wir freuen uns auf Ihre / Eure Bewerbung!

DH2024 Mini-Konferenz „DH Inside Out“

dhd-blog - Do, 01/25/2024 - 16:29

Der Fokus vieler wissenschaftlicher Veranstaltung in den Digital Humanities liegt auf den zugrundeliegenden Fragen aus den jeweiligen Fachdisziplinen. Die technischen Rahmenbedingungen und Lösungsansätze zum Beispiel bei der Datensammlung und Bereinigung oder der Visualisierung von Ergebnissen treten meist in den Hintergrund.

Die ADHO Special Interest Group DHTech möchte auf der nächsten großen DH-Konferenz, der DH2024 in Washington, D.C., dieses Format umdrehen und veranstaltet dafür im Vorprogramm der Haupt-Konferenz eine Mini-Konferenz zum Thema „DH Inside Out“.

Gefragt sind Beitrage zu den Themen Implementierung und Design, Erfahrungsaustausch für technische Lösungsansätze, Tool-Demonstrationen, und andere Themen die für die technische DH-Community von Interesse sein können.

Neben normalen Präsentationen mit einem 20 Minuten-Format können auch Software-Demonstrationen eingereicht werden, die neben dem Vorführen der Software auch eine erweiterte Diskussion mit den Teilnehmern erlauben.

Der Link für die Einreichung von Beiträgen (~500 Wörter) und weitere Information finden sich auf der Webseite der SIG DHTech. Die Deadline für die Einreichung ist am 15.03.2024. Es werden auch Reviewer gesucht.

Zweites FAIR February Meetup – Let’s talk FAIR Digital Editions ab 1. Februar

dhd-blog - Mi, 01/24/2024 - 10:23
  Im FAIR February widmet sich Text+ einen Monat lang wöchentlich in einer virtuellen Veranstaltung den vier FAIR-Prinzipien Findability, Accessibility, Interoperability und Reusability, die sich seit ihrer Veröffentlichung 2016 zu Leitprinzipien innerhalb der Digital Humanities entwickelt haben.       FAIR February 2024 / Veranstaltungsreihe des NFDI-Konsortiums Text+ Zweites FAIR February Meetup – Let’s talk FAIR Digital Editions In der Task Area Editions des NFDI-Konsortiums Text+ wird das Know-how digital und interdisziplinär arbeitender Wissenschaftler:innen gebündelt mit dem Ziel, die Forschungsdateninfrastruktur für digitale Editionen zu verbessern.   Im FAIR February widmet sich Text+ einen Monat lang wöchentlich in einer virtuellen Veranstaltung den vier FAIR-Prinzipien Findability, Accessibility, Interoperability und Reusability. Mit der virtuellen Veranstaltungsreihe, die im Februar 2023 ihren Anfang nahm, wenden wir uns an Forschende und Mitarbeitende von laufenden oder geplanten Editionsprojekten, analog wie digital sowie an Interessierte aus den Digital Humanities, um über die FAIR-Prinzipien und ihre Anwendung im Kontext wissenschaftlicher Editionen zu diskutieren:  
  • Was bedeuten die einzelnen Prinzipien ganz konkret für Editionen?
  • Welche Unklarheiten und Lücken gibt es?
  • An welcher Stelle bedarf es einer Ausdifferenzierung?
  Erste Gesprächsimpulse geben Expert:innen verschiedener Fachbereiche aus technischer, editionswissenschaftlicher und bibliothekarischer Sicht.   Eine Anmeldung ist ab sofort möglich unter: https://events.gwdg.de/event/575/registrations/.     Programm  
  1. Februar 2024 F wie Findability
Zeit: 14:00-16:30 Uhr   Impulse: Anna Lingnau (HAB Wolfenbüttel): Auf Schatzsuche: Fachrelevante Forschungsdaten identifizieren, filtern und auffindbar machen Nils Geißler (CCeH/FID Philosophie) und Tobias Gradl (MInfBA): Findbare Editionen in der Text+ Registry

 

  1. Februar 2024 A wie Accessibility
Zeit: 14:00-16:30 Uhr   Impulse: Christiane Felsmann (dzb lesen): tba Wout Dillen (University of Borås): How FAIR is (Web) Accessibility?

 

  1. Februar 2024 I wie Interoperability
Zeit: 14:00-16:00 Uhr   Impulse: Stefan Dumont (BBAW): CorrespSearch Dieta Svoboda-Baas (Heidelberg): Edition2LD

 

  1. Februar 2024 R wie Reusability
Zeit: 14:00-16:30 Uhr   Impulse: Carolin Odebrecht (HU Berlin): R wie Dokumentation. Wie wir Dokumentation als eine Bedingung für die Reusability von Forschungsdaten umsetzen können Walter Scholger (ZIM Graz): Nachnutzung von digitalen Editionen auf Basis offener Lizenzen

 

Kontakt office@text-plus.org

 

https://events.gwdg.de/event/575/

Nachholtermin: Einladung zum 7. Community Forum 02.02.2024

dhd-blog - Mi, 01/24/2024 - 10:05

Liebe Mitglieder des DHd-Verbandes und Interessierte,

für unsere interdisziplinäre Community ist ein offener Austausch von großer Bedeutung. Während die jährliche Mitgliederversammlung bereits eine wichtige Rolle für unsere communityinterne Verständigung übernimmt, unterstützen wir als Vorstand weitere partizipative Angebote. Alle Mitglieder und Interessierte sind herzlich eingeladen, sich an den Diskussionen zu beteiligen sowie Themenvorschläge (info@dig-hum.de) einzureichen.

Das nächste virtuelle Community Forum findet am Freitag, dem 2. Februar 2024 von 14–15 Uhr statt. Das von uns vorgeschlagene Thema lautet “Reviewverfahren von DHd-Konferenzbeiträgen”. Wir möchten das Community Forum dieses Mal nutzen, um uns über Erfahrungen und Herausforderungen des Reviewing auszutauschen. 

Für das Community Forum werden wir das Videokonferenztool BigBlueButton nutzen. Wir möchten Sie bitten, sich mit vollständigem Namen anzumelden.

https://webroom.hrz.tu-chemnitz.de/gl/rab-rg7-psq-qcn

Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

Mit freundlichen Grüßen

Rabea Kleymann (als Koordinatorin des Community Forums)

6. Expert:innenforum „Nachhaltige Softwareentwicklung in NFDI4Culture”: Ökologische Nachhaltigkeit von Softwareentwicklung und -gebrauch

dhd-blog - Mi, 01/24/2024 - 09:56

verfasst von: Aleksander Marcic (ORCID), Daniel Jettka (ORCID), Anne Ferger (ORCID)

Einführung

Am 01. Dezember 2023 kam das Expert:innenforum „Nachhaltige Softwareentwicklung in NFDI4Culture“ zu seinem mittlerweile sechsten halbjährlichen Treffen zusammen. Anlässlich der fortgeschrittenen Anzahl bereits absolvierter Forumstreffen war es an der Zeit, ein Resümee zum bisherigen Verlauf des Forums zu ziehen, aber auch einen Blick in die Zukunft zu richten mit dem für diesen Termin ausgewählten Fokusthema „Ökologische Nachhaltigkeit von Softwareentwicklung und -gebrauch“ .

In der kurzen Feedbackrunde zu Beginn des Forums zeigten sich die Expert:innen im Wesentlichen einig darüber, dass das Forum thematisch und organisatorisch sehr gut aufgestellt ist und lediglich geringer Anpassungsbedarf hinsichtlich der eingesetzten Kommunikationsmittel für die Organisation und den Austausch zwischen den Forumsterminen besteht. Entsprechend wird die Kommunikation via E-Mail wieder eine stärkere Rolle einnehmen, und der eigens für das Forum eingerichtete Chat-Kanal voraussichtlich sehr viel weniger bis gar nicht mehr genutzt werden.

Etwas weniger eindeutig als das Feedback zum Gesamtverlauf des Forums sind jedoch, wie zu erwarten, die Antworten bzw. Überlegungen auf die Fragen ausgefallen, die sich im Zusammenhang mit ökologischer Nachhaltigkeit in der Softwareentwicklung stellen, wie etwa: Welches Wissen ist notwendig, um Softwareentwicklung möglichst ökologisch nachhaltig zu gestalten? Wo finden sich ökologische Einspar- und/oder Optimierungspotentiale? Was sind konkrete Maßnahmen, um im Bereich der Softwareentwicklung ökologisch nachhaltig(er) zu handeln?

Zur Einführung in das Schwerpunktthema hatten sich Torsten Roeder und Anne Baillot als Vertreter:innen der DHd-AG Greening DH im Vorfeld bereit erklärt, eine Einführung und Einordnung in den aktuellen Stand von Initiativen und Bemühungen zu geben. Für die guten Hintergründe und Denkanstöße aus ihrer Präsentation Von der Initiative bis zur Praxis: Die DHd-AG Greening DH und das DHCC Toolkit ist ihnen das Forum überaus dankbar.

Die Ergebnisse der anschließenden Diskussion der Expert:innenrunde, die sich aus Vertreter:innen von Rechenzentren, Forschungsförderern, Forschungsinstitutionen und -projekten zusammensetzt, werden in den folgenden thematisch gegliederten Abschnitten wiedergegeben.

Diskussion zu ökologischer Nachhaltigkeit

Nach der Diskussion von Möglichkeiten zur Verbesserung der ökologischen Nachhaltigkeit bei Forschungsprojekten und -software in der Vorstellung der Aktivitäten in der AG Greening DH wurde besonders die Rolle von Forschungsförderern betont. Die DFG-Empfehlungen sehen ab 2024 zunehmend vor, dass Antragstellende Überlegungen zur ökologischen Nachhaltigkeit im Forschungsprozess in den Zusatzinformationen zum Projektantrag darlegen. Und auch im konkreten Bereich Forschungssoftware wird Nachhaltigkeit zukünftig Teil einer Leitlinie sein. Die Auswirkung dieser Empfehlungen auf die Forschungsförderung hängt – wie schon bei den Empfehlungen zur Gleichstellung und zum Forschungsdatenmanagement – vom Stellenwert ab, den Gutachter:innen dem Thema beimessen. Die bisherigen Erfahrungen mit diesem Vorgehen haben gezeigt, dass auf diesem Weg Veränderungen relativ schnell in den wissenschaftlichen Betrieb Eingang finden. Über die allgemeinen Empfehlungen und einen Leitfragenkatalog hinaus sind von Seiten der DFG allerdings keine konkrete Vorgaben geplant, wie die ökologische Nachhaltigkeit von Projekten und Software durch die Gutachter:innen zu beurteilen wäre. Zum einen könnte das daran liegen, dass sich für die Breite der Fachbereiche gemeinsame verbindliche Kriterien nicht ermitteln lassen, zum anderen aber insofern im Sinne der Wissenschaftsfreiheit die Beurteilung von Forschung eben durch die Wissenschaftscommunity selbst, d.h. durch die jeweiligen Gutachter:innen, erfolgt.

Über die Hoffnung und Annahme hinaus, dass in absehbarer Zeit die ökologische Nachhaltigkeit Gegenstand des Beantragungs- und Begutachtungsprozesses wird, kann aber auch gezielt die Sichtbarkeit von Projekten und Software verbessert werden, welche bereits jetzt in ökologische Nachhaltigkeit investieren. Diesbezüglich wurde vorgeschlagen kurzfristig spezielle Auszeichnungen (z. B. durch Zertifikate) für nachhaltigkeitsorientierte Projekte und Software zu entwickeln und zu etablieren. Auch hier wurde zu bedenken gegeben, dass die Einigung auf konkrete Kriterien sehr komplex wird, sobald man eine Breite von Fällen abdecken will. Das führt dann oft dazu, dass Vorgaben und Kriterien, wenn sie festgelegt werden, vage und abstrakt wirken und wenig konkrete Orientierung bieten.

Eine wichtige Dimension ist das Messen von konkreten ökologischen Auswirkungen bestimmter Maßnahmen oder Softwareinstanzen, getreu dem Motto: You cannot improve what you cannot measure. Problematisch ist es auch hier sich auf verbindliche Messkriterien zu einigen. Eine Zusammenstellung von Empfehlungen für die Messung wird vom DH CC Toolkit bereitgestellt.

Ein weiteres wichtiges Einflusskriterium ist die ökologische Nachhaltigkeit von Rechenzentren, an denen Forschungssoftware betrieben wird. Dabei lassen sich unter anderem durch Entscheidungen zu der zugrundeliegenden Hardware (Server, Kühlung, etc.) starke Verbesserungen der Energieeffizienz erzielen. Mit dem Blauen Engel für Rechenzentren gibt es eine Möglichkeit die Nachhaltigkeit von Rechenzentren zertifizieren zu lassen. Dass Investitionen in die Nachhaltigkeit durch dieses Zertifikat sichtbar werden, kann allerdings von Maßnahmen abhängen, die über längere Zeiträume umgesetzt werden müssen (z. B. größere Baumaßnahmen) und Effekte können sich entsprechend verzögern.

Es wurde aber auch darauf hingewiesen, dass die Optimierung von Software hinsichtlich ökologischer Nachhaltigkeit selbst Kosten verursacht, die teilweise höher sein können, als die Optimierungsgewinne. Hier gilt es maßvoll vorzugehen, was wiederum eine durch Erfahrung und grundlegende Kenntnisse gut fundierte Orientierung voraussetzt.

Deshalb muss vorhandenes und noch zu erarbeitendes Wissen um die ökologische Dimension der Softwareentwicklung in Beratungsprozesse (z. B. zu Projektplanung und -beantragung), Lehre und Ausbildung von Research Software Engineers integriert werden.

Als eine konkrete Maßnahme wurde die Möglichkeit genannt, Inhalte von statischen Websites als reines HTML zu archivieren und damit im technischen Sinne nachhaltiger zu machen. Hieraus ergeben sich gleichzeitig Potentiale für die ökologische Nachhaltigkeit durch die Verwendung statischer Inhalte. Weniger Javascript bedeutet weniger Speicher- und Energiebedarf auf Endnutzergeräten. Außerdem laden statisch konzipierte Seiten auch nicht permanent Daten von verschiedenen Schnittstellen/Datenbanken nach, um für jeden Nutzer eine individuelle Ansicht zu generieren.

Fazit und Ausblick

Mit der Auswahl des Schwerpunktthemas “Ökologische Nachhaltigkeit von Softwareentwicklung und -gebrauch” hat sich das Expert:innenforum der Herausforderung gestellt, ein sowohl technisch als auch teils emotional sehr komplexes Thema zu behandeln. In der guten und offenen Diskussion wurde deutlich, dass eindeutig Handlungsbedarf besteht, jedoch konnte erwartungsgemäß nicht abschließend beantwortet werden, in welchen Bereichen und wie genau sinnvolle Handlungen und Veränderungen herbeigeführt werden können, da Softwareentwicklung nur einen kleinen Teil eines überaus komplexen Systems ausmacht, das mehr ökologischer Nachhaltigkeit bedarf.

Dennoch konnten neben der Bewusstmachung einiger Problembereiche und Zusammenhänge, die für sich genommen bereits als Fortschritt angesehen kann, auch ein paar Anhaltspunkte gefunden werden, wie das Thema ökologische Nachhaltigkeit vorangebracht werden kann. Hierzu gehört ganz allgemein die Einbeziehung des Themenkomplexes in Beratungsprozesse und in die Lehre. Des Weiteren wurde das Ziel formuliert weitergehend mit der DHd-AG Greening DH zu kooperieren und die Reflexion ökologischer Nachhaltigkeit in die nächste Version des Leitfaden für die nachhaltige Entwicklung und Nutzung von Forschungssoftware aufzunehmen.

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