DHd Newsfeed

DHd2022: Programm und Anmeldung

dhd-blog - So, 12/05/2021 - 20:12

Das Programm der 8. Jahrestagung des DHd-Verbandes – der »DHd2022: Kulturen des digitalen Gedächtnisses« in Potsdam – wurde veröffentlicht.

Sie finden das Programm auf der Website der Tagung (https://www.dhd2022.de/programm-events/) und in ConfTool (https://www.conftool.net/dhd2022/sessions.php). Viel Vergnügen beim Entdecken!

Ab heute besteht darüber hinaus die Möglichkeit, sich für die Tagung zu registrieren bzw. anzumelden: https://www.conftool.net/dhd2022/index.php?page=participate

Dazu ein paar Worte: Den lokalen Organisator*innen und dem DHd-Verband ist bewusst, dass der Gedanke an eine große Tagung für Viele gerade sehr fern ist. Entsprechend bereiten wir derzeit unterschiedliche Szenarien für die Tagung vor, insbesondere wird ein Hybridszenario erarbeitet. Dieses umfasst eine – ggf. kapazitätseingeschränkte – Präsenzkonferenz, selbstverständlich unter hohen Hygienestandards und unter Einhaltung der dann gültigen gesetzlichen Regelungen. Diese Präsenzkomponente werden wir in Abstimmung mit den Sicherheitsbeauftragten der beiden ausrichtenden Hochschulen im Januar evaluieren und dann eine Entscheidung treffen.
 

Was bedeutet das für Ihre Anmeldung? Zunächst, dass mit der Anmeldung vorerst kein Anspruch auf eine Vor-Ort-Teilnahme an der Tagung einhergeht. Erst im Zuge der Evaluation im Januar können wir sichere Aussagen über die Kapazitäten für Vor-Ort-Teilnehmende treffen, auf deren Grundlage wir dann im Februar feste Zusagen für die Vor-Ort-Teilnahme aussprechen können. Wenn die Vor-Ort-Teilnahme nicht möglich ist, wird eine Remote-Teilnahme ermöglicht, Details hierzu folgen. Um den Anmeldungsprozess entsprechend zu flexibilisieren, können Sie sich diesmal bis Ende Januar noch in begründeten Fällen kostenlos abmelden. Außerdem wird die Rechnungsstellung für die Teilnahmegebühr erst im Februar erfolgen.
 

Zugleich bedeutet es aber auch: Wenn Sie gern vor Ort teilnehmen möchten, dann melden Sie sich möglichst frühzeitig an – denn es ist nicht auszuschließen, dass wir aufgrund von Abstandsregelungen letztlich nur eine begrenzte Anzahl der Anmeldungen für eine Vor-Ort-Teilnahme zulassen können. Unabhängig davon sind die Organisator*innen bestrebt, eine virtuelle Teilnahme an möglichst vielen Teilen der Tagung zu ermöglichen.
 

Grundsätzlich gilt darüber hinaus: Wenn Sie auf der Tagung vortragen, an einem Panel partizipieren, einen Workshop anbieten oder ein Poster präsentieren möchten, müssen Sie sich für die Tagung – vor Ort oder virtuell – anmelden.

Wir hoffen, mit diesem Vorgehen zum einen Handlungsräume für Ihre je individuelle Situation zu schaffen und zum anderen ein möglichst integratives Konzept anbieten zu können.

Alles Gute und die besten Wünschen aus Potsdam!

Viele Grüße

Das Team der lokalen Organisator*innen

Stellenangebot: WMA (m/w/d) für die LZA genuin digitaler Daten (MPG, Berlin)

dhd-blog - So, 12/05/2021 - 19:18

Die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. (MPG) ist eine von Bund und Ländern finanzierte Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft. Sie betreibt in mehr als 86 Instituten und Forschungsstellen im In- und Ausland Grundlagenforschung auf natur- und geisteswissenschaftlichen Gebieten. Die Generalverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. sucht für ihr Archiv in Berlin zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Wissenschaftliche Mitarbeiter*in für die Langzeitarchivierung genuin digitaler Daten
(110/21)

Bewerbungsfrist: 16.01.2022

Zur ausführlichen Stellenbeschreibung: https://bit.ly/3DD7Kit

Datenkuratorin / Datenkurator (m/w/d)

dhd-blog - Do, 12/02/2021 - 14:45

Am Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg, ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet bis 31.12.2024 die Teilzeitstelle (50 % der regelmäßigen Arbeitszeit) einer/eines
Datenkuratorin / Datenkurators (m/w/d)
zu besetzen. Die Eingruppierung erfolgt bei Erfüllung der tariflichen Voraussetzungen nach Entgeltgruppe 13 des Tarifvertrages des Landes Hessen.


Das von der Hessischen Landesregierung geförderte Projekt NFDI in Hessen – fachlich-infrastrukturelle HeFDI-Cluster – unterstützt NFDI-Konsortien mit verantwortlich geführten Arbeitspaketen an hessischen Universitäten. Das Konsortium NFDI4Culture (https://nfdi4culture.de) beschäftigt sich mit Forschungsdaten zu materiellen und immateriellen Kulturgütern. Das Projekt fokussiert auf die Entwicklung von Diensten und Guidelines im Bereich des aktiven Datenmanagements.


Zu Ihren Aufgaben gehören im Rahmen der Weiterentwicklung der Gemeinsamen Normdatei (GND) die Analyse, Transformation und Aufbereitung von Daten zu Gegenständen der Kunstgeschichte, die Mitarbeit an der Weiterentwicklung des GND-Datenmodells für Daten zu Gegenständen der Medien- und Theaterwissenschaften sowie die Unterstützung der Weiterentwicklung von Tools zur Datentransformation. Hinzu kommt die Unterstützung der aktiven Wissensvermittlung (Schulungsmaterialien, Workshops, Tagungen) im Rahmen des Projekts GND für Kulturdaten.


Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Diplom, Master oder vergleichbar) im Bereich der Informatik, der Kultur-/Geisteswissenschaften oder der Informations-wissenschaften. Erforderlich sind gute Kenntnisse und nachweisbare Praxis in den Bereichen Datenmodellierung, -analyse und -transformation sowie in X-Technologien (z. B. XSLT). Erwartet werden gute Kenntnisse in den relevanten Austauschformaten (z. B. LIDO, MARC, DenkXweb-Schema), ins-besondere im Bereich der kunsthistorischen Dokumentation und in entsprechend einschlägigen Fachvokabularen. Vorausgesetzt werden ferner eine ausgeprägte Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie gute Deutsch- und Englischkenntnisse. Erwünscht sind belegbare Erfahrungen in Projekt-arbeit.


Für Fragen steht Ihnen Herr Dr. Christian Bracht unter bracht@fotomarburg.de oder 06421 28 23604 gerne zur Verfügung.
Wir fördern Frauen und fordern sie deshalb ausdrücklich zur Bewerbung auf. In Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, werden Frauen bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Personen mit Kindern sind willkommen – die Philipps-Universität bekennt sich zum Ziel der familien-freundlichen Hochschule. Eine Besetzung des Arbeitsplatzes in Teilzeit (§ 9 Abs. 2 Satz 1 HGlG) sowie eine Reduzierung der Arbeitszeit sind grundsätzlich möglich. Menschen mit Behinderung im Sinne des SGB IX (§ 2, Abs. 2, 3) werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Bewerbungs- und Vorstellungskosten werden nicht erstattet.


Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte bis zum 07.01.2022 unter Angabe der Kennziffer ZE-0136-bild-daten-2021 an den Direktor des Deutschen Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg, Herrn Dr. Christian Bracht, in einer PDF-Datei an bildarchiv@fotomarburg.de.

Gentle Reminder: Stipendien für die DHd2022 in Potsdam (Deadline: 20.12.2021)

dhd-blog - Di, 11/30/2021 - 17:04
Der Verband »Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V.«,  das Konsortium »NFDI4Culture«, der »Verein für Geistes- und  Kulturwissenschaftliche Forschungsinfrastrukturen«, die Gerda Henkel Stiftung und die Universität Potsdam vergeben Stipendien und  Reisekostenzuschüsse für die DHd2022 in Potsdam an Studierende, Doktorand*innen und PostDocs.

Alle Informationen zur Ausschreibung, zu Bewerbung, Verfahren und Deadline (20.12.2021) finden sich hier:
https://www.dhd2022.de/stipendien-und-reisekostenzuschuesse/

Wir freuen uns auf Bewerbungen!

Bitte geben Sie die Informationen gerne an Ihre geeigneten Kanäle weiter.

Herzliche Grüße im Namen des DHd-Verbands,
Simone Kronenwett  

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Simone Kronenwett MA LIS
Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd)
Communications Fellow
Email: info[at]dig-hum.de
Twitter: @DHDInfo
www.dig-hum.de

Neues DH-Forschungsprojekt im DHd-Projekteschaufenster: „Arthur Schnitzler – Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren“

dhd-blog - So, 11/28/2021 - 17:25

Wir freuen uns, mit „Arthur Schnitzler – Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren“ ein neues DH-Forschungsprojekt im DHd-Projekteschaufenster präsentieren zu dürfen.

Alle Informationen zum Projekt finden sich hier:
https://dig-hum.de/forschung/projekt/arthur-schnitzler

Informationen zu allen weiteren DH-Projekten im DHd-Projekteschaufenster findet sich hier:
http://dig-hum.de/forschung/projekte

Wenn Sie Ihr DH-Forschungsprojekt zu dem Projekteschaufenster hinzufügen möchten, senden Sie uns bitte eine kurze Projektbeschreibung. Weitere Informationen finden Sie hier: http://dig-hum.de/ihr-dh-projekt

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Simone Kronenwett MA LIS
Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd)
Communications Fellow
Email: info[at]dig-hum.de
Twitter: @DHDInfo
www.dig-hum.de

Stellenangebot: Data Curator (TV-L, E 13, 100%, Universität Bayreuth)

dhd-blog - Do, 11/25/2021 - 16:42

Das Cluster of Excellence EXC 2052 – „Africa Multiple: Reconfiguring African Studies“ der Universität Bayreuth hat die Stelle eines Datenkuratoren (m/f/d) (TV-L, E 13, 100%) ausgeschrieben.

Bewerbungsfrist: 05. Dezember 2021

Das vollständige Stellenangebot findet sich hier:
https://www.africamultiple.uni-bayreuth.de/en/Opportunities/index.html

Wiederauflage der Konferenz FORGE – Forschungsdaten in den Geisteswissenschaften

dhd-blog - Do, 11/25/2021 - 14:57
Nachbericht zur FORGE 2021 an der Universität zu Köln (8. bis 10. Semptember 2021)

Autor*innen:
Jonathan Blumtritt1, Rebekka Borges2, Moritz Eßer1, Patrick Helling2, Nicole Majka2, Elisabeth Mollenhauer2, Claes Neuefeind1, Thomas Oehlke1, Felix Rau2, Lukas Sept3, Julia Sorouri1

1Cologe Center for eHumanities (CCeH), Universität zu Köln
2Data Center for the Humanities (DCH), Universität zu Köln
3Institut für Digital Humanities (IDH), Universität zu Köln

Einleitung

Unter dem Konferenztitel „MAPPING THE LANDSCAPE – Geisteswissenschaftliches Forschungsdatenmanagement zwischen lokalen und globalen, generischen und spezifischen Lösungen“ fand vom 8. bis 10. September 2021 die Wiederauflage der FORGE-Konferenz (Forschungsdaten in den Geisteswissenschaften) an der Universität zu Köln statt.

Ausgerichtet wurde die FORGE durch das Data Center for the Humanities (DCH), das Cologne Center for eHumanities (CCeH) und das Institut für Digital Humanities (IDH) der Universität zu Köln mit Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Speer (Vorstandssprecher des CCeH) und Prof. Dr. Øyvind Eide (IDH und DCH) als Vorsitzende des Kölner Organisationskomitees. Die FORGE ist eine Veranstaltungsreihe der AG Datenzentren des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e. V. (DHd). Zum lokalen Kölner Organisationsteam gehörten Jonathan Blumtritt, Patrick Helling, Elisabeth Mollenhauer, Dr. Claes Neuefeind, Felix Rau, Julia Sorouri, Rebekka Borges, Moritz Eßer, Nicole Majka, Thomas Oehlke und Lukas Sept.

Die virtuelle Konferenz wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die AG Datenzentren des DHd-Verbands, das Center for Data and Simulation Science (CDS) an der Universität zu Köln und die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste (AWK) gefördert und unterstützt.

Corporate Design: Julia Sorouri. Geschichte der FORGE

Die erste FORGE wurde 2015 vom Projekt „Geisteswissenschaftliche Infrastruktur für Nachhaltigkeit“ (gwin) an der Universität Hamburg veranstaltet und von den Kolleg*innen Hagen Peukert, Stefan Thiemann, Iris Vogel, Kai Wörner und dem gwin organisiert. 2016 fand die FORGE unter dem Konferenztitel „Jenseits der Daten – Nachhaltigkeit für Forschungsanwendungen und Software“ erneut in Hamburg statt. 

Die Konferenz übernahm seit Beginn die Funktion eines offenen Forums für den aktiven Austausch über aktuelle Themen und Problemstellungen im geisteswissenschaftlichen Forschungsdatenmanagement (FDM). Durch diese fachliche Ausrichtung ist es der FORGE gelungen, Perspektiven auf das Management von Forschungsdaten um domänenspezifische Bedingungen, Herausforderungen und Lösungsansätze zu komplettieren.

Seit der letzten Ausrichtung der FORGE im Jahr 2016 hat sich die Forschungsdatenlandschaft spürbar weiterentwickelt. Die Anzahl der zugänglichen Angebote auf unterschiedlichen Ebenen, lokal und global, nimmt zu. Gleichzeitig ist ein Nebeneinander von Ausdifferenzierung und Kohäsion feststellbar. Entsprechend gab es sowohl in der AG Datenzentren als auch an der Universität zu Köln immer wieder Überlegungen dazu, die Veranstaltungsreihe wieder aufzunehmen. Schlussendlich fiel die Entscheidung hierzu im Rahmen des Workshops „Interoperabilität“ der AG Datenzentren, der im Januar 2020 an der Goethe-Universität Frankfurt stattfand. 

Mit der Neuauflage der FORGE sollte schließlich erneut ein Ort der aktiven Verhandlung von generischen und spezifischen Perspektiven auf das Forschungsdatenmanagement angeboten werden, mit dem zur Schärfung des geisteswissenschaftlichen Profils im Umgang mit Forschungsdaten beigetragen werden kann.

Ziel war dabei ausdrücklich die Beförderung einer kritischen Auseinandersetzung mit individuellen Praktiken, Strukturen und Lösungsansätzen. Durch Bezugnahme auf die Gestaltung und Umsetzung von Angeboten, Workflows, Implementierungen, eine strukturbedingte, fachliche Kompetenzverteilung oder eine standortabhängige und/oder wissenschaftspolitische, strategische Ausrichtung einer Einrichtung sollte die eigene Positionierung zu alternativen Strukturideologien provoziert und ausgehandelt werden. 

Die FORGE 2021 in Köln diente somit sowohl der Kartierung der geisteswissenschaftlichen FDM-Landschaft als auch der eigenen Verortung in einem lebendigen FDM-Ökosystem.

Virtuelle Durchführung

COVID-19-bedingt wurde die FORGE 2021 für Teilnehmende als rein digitale Veranstaltung via Zoom, Gather und weiteren kollaborativen Tools, die in den Workshops genutzt wurden, umgesetzt. 

Zur Gewährleistung eines reibungslosen Ablaufs, einer optimalen Organisation der Konferenz (insbesondere während der Sessions), einer besseren Kommunikation im Organisationsteam und um die Universität zu Köln als Austragungsort sichtbar werden zu lassen, wurde in einem Hörsaal der Universität ein coronakonformer „Situation Room“ nach dem Vorbild der 42. Kölner Mediaevistentagung 2020 (KMT) eingerichtet.

Dazu wurde für den Hörsaal ein Raumkonzept entwickelt, um die einzelnen Funktionen innerhalb des Organisationsteams räumlich zu trennen und damit einen sicheren und sinnvollen Rahmen zu schaffen. So gab es neben einfachen Arbeitsplätzen eine Technikstation und einen „Speaker“-Bereich. Letzterer wurde durch eine qualitativ hochwertige Kamera abgefilmt und direkt in den virtuellen Veranstaltungsraum übertragen. Durch Konferenzposter und das im Raum arbeitende Organisationsteam konnte die Universität zu Köln nach außen wahrgenommen und ein lokaler Bezug zum Veranstaltungsort geschaffen werden.

Während der Konferenz wurden mithilfe der am Institut für Digital Humanities (IDH) entwickelten Web-App autoChirp über den Twitter-Account des DCH @dch_cologne und dem Hashtag #FORGE2021 automatisierte Tweets über die verschiedenen Konferenzbeiträge generiert und so über den Beginn einzelner Sektionen und Veranstaltungen informiert.

Foto: Felix Rau. Programm der FORGE 2021

Zum Call for Papers wurden insgesamt 40 Beiträge zu unterschiedlichsten Aspekten des geisteswissenschaftlichen Forschungsdatenmanagements eingereicht und in einem „double blind“-Peer-Review-Verfahren durch ein fachlich besetztes Programmkomitee begutachtet. Insgesamt wurden 7 Workshops, 18 Vorträge und 11 Poster auf der Konferenz präsentiert bzw. durchgeführt.

Die Workshops fanden, der Hauptkonferenz vorgelagert, am Mittwoch, dem 8. September 2021 in teilweise parallelen Sessions statt. Nach der offiziellen Eröffnung der Konferenz mit Grußworten der Vorsitzenden des Kölner Organisationskomitees, Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Speer und Prof. Dr. Øyvind Eide, sowie der zweiten Vorsitzenden des DHd-Verbands, Prof.’in Dr. Evelyn Gius, und der Convenorin der AG Datenzentren, Dr.’in Katrin Moeller, wurden am Donnerstag, dem 9. September 2021 neben den ersten drei Vortragssektionen auch eine virtuelle Postersession, eine Sitzung der AG Datenzentren sowie eine Pub-Lecture als Abendveranstaltung durchgeführt. Die Postersession fand auf der digitalen Plattform Gather statt. In der eigens für die Konferenz entwickelten virtuellen Inselwelt mit separaten Räumen für die verschiedenen Poster konnten sich die Teilnehmenden als Avatare fortbewegen und miteinander in Interaktion treten. 

Screenshot der virtuellen Postersession.

Die Pub-Lecture als Abendveranstaltung der Konferenz wurde – mit Bezug zum Konferenzthema – vorab mit der Ankündigung „Bring (and show) your own local drink!“ auf Twitter beworben. Als Vortragender konnte Dr. Dirk von Suchodoletz von der Universität Freiburg gewonnen werden, der unter dem Titel „Unwiederbringliche Daten: Von kontextfreien Magnetströmen bis zu verschlüsselten Flash-Speichern“ über alte Datenträger und Datenrettungsversuche berichtete. Währenddessen twitterten die Teilnehmenden der Pub-Lecture unter dem Hashtag #FDMSocial Fotos ihrer lokalen Biere und Limonaden. Nach dem Vortrag bestand die Möglichkeit, den Abend in einer der virtuellen Bars auf Gather gemeinsam ausklingen zu lassen.

Corporate Design: Julia Sorouri, Elisabeth Mollenhauer / Foto: Nicole Majka.

Am Freitag, dem 10. September 2021 fanden schließlich die letzten drei Vortragssektionen statt. Zusätzlich gab es eine Podiumsdiskussion zum Konferenzthema mit Beiträgen von 

  • Arianna Ciula, PhD (stellvertretende Direktorin des King’s Digital Lab am King’s College London), 
  • Alexis Michaud, PhD (Centre National de la Recherche Scientifique, Direktor des Langues et Civilisations à Tradition Orale), 
  • Alexander Czmiel (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, TELOTA Digital Humanities), 
  • Valentina Pasquale, PhD (Istituto Italiano di Tecnologia Genova, CO-Chair des GO FAIR Data Stewardship Competence Centers Implementation Network), und
  • Prof. Dr. Georg Vogeler (Leiter des Zentrums für Informationsmodellierung – Austrian Centre for Digital Humanities).
Foto: Thomas Oehlke.

Das Programm sowie die Zusammenfassungen zu den Beiträgen sind online verfügbar. Alle Abstracts wurden in einem gemeinsamen Book of Abstracts sowie als einzeln referenzierbare Publikationen in der Zenodo-Community zur FORGE veröffentlicht. Die Pub-Lecture und die Podiumsdiskussion wurden aufgezeichnet und im Anschluss an die Konferenz auf YouTube veröffentlicht.

Auswertungen der Konferenz

Insgesamt wurden 40 Abstracts im Rahmen des Call for Papers eingereicht, von denen letztlich 6 Workshops, 18 Vorträge und 11 Poster als Beiträge auf der Konferenz präsentiert bzw. durchgeführt wurden (Abb. 1). Ein Workshop der AG Datenzentren wurde außerhalb des Review-Verfahrens angeboten. Gegenüber den Workshops (19,4%) und Postern (30,6%) machten die Vorträge die Hälfte des Konferenzprogramms (50,0%) aus (Abb. 2). 

Abb. 1: Einreichungen und Beiträge auf der Konferenz.

 

 

Abb. 2: Anteile der Beitragsformate auf der Konferenz.

Die überwiegende Mehrheit der präsentierten Beiträge kam aus Deutschland (32), außerdem kamen drei Beiträge aus Österreich und einer aus der Schweiz und Frankreich (Abb. 3). Die Mehrheit der Beitragenden waren Teil eines Teams, lediglich 8 reichten ihre Beiträge alleine ein (Abb. 4).

Abb. 3: Netzwerke der Beitragenden (Design: Elisabeth Mollenhauer).

 

 

Abb. 4: Anteile der Beitragenden-Konstellationen.

Insgesamt haben sich 305 Personen zur Konferenz angemeldet. Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmenden kam aus Deutschland (282). Aus der Schweiz gab es 10 Anmeldungen, aus Österreich 6, aus Italien und Großbritannien je 2 und aus Frankreich, Peru und den USA je eine Anmeldung.

Der Anteil der promovierten und nicht-promovierten Teilnehmenden lag bei 43,3% (132) zu 56,7% (173). Unter den promovierten Teilnehmenden belief sich der Frauenanteil auf 49,2% (65) und der Männeranteil auf 50,8% (67). Unter den nicht-promovierten Teilnehmenden betrug der Frauenanteil 52,6% (91) zu 47,4% (82) Männeranteil (Abb. 5–7).

Abb. 5: Anteile der promovierten und nicht-promovierten Teilnehmenden.

 

 

Abb. 6: Anteile der promovierten Teilnehmenden.

 

 

Abb. 7: Anteile der nicht-promovierten Teilnehmenden, Ausblick

Die FORGE ist als regelmäßige Veranstaltung im Kontext der AG Datenzentren des DHd-Verbands geplant und soll alle zwei Jahre an wechselnden Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz stattfinden. 

Neue DHd-AG „Empowerment“ gegründet

dhd-blog - Di, 11/23/2021 - 20:54

Wir freuen uns sehr, die Gründung einer neuen DHd-AG namens „Empowerment“ bekannt geben zu dürfen.

Ziele der AG „Empowerment“

In den letzten Jahren sind in der Wissenschaft vermehrt Stimmen laut geworden, die auf unsichtbare Machtstrukturen, prekäre Arbeitsverhältnisse und diskriminatorische Selektionspraktiken hinweisen. Neben Fragen der sozialen Mobilität spielen hierbei auch gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzungen mit Geschlechtergerechtigkeit, kolonialem Erbe und weiteren – auch durchaus kontrovers diskutierten – Themen eine Rolle. Während sich die Digital Humanities in internationalen Diskursen an solchen Stellen einbringen, sowohl was eine Reflektion der wissenschaftspolitischen Relevanz für das Fach als auch der Methoden und wissenschaftstheoretischen Implikationen angeht, besteht im deutschsprachigen Raum noch das Desiderat, für einen solchen Austausch einen Gesprächsraum zu schaffen. Hier möchte die AG ansetzen. „Empowerment“ – gemeinsam, konstruktiv, pragmatisch.

Weitere Informationen über die DHd-AG Empowerment finden Sie hier:
https://dig-hum.de/ag-empowerment

Bisher wurden 14 DHd-Arbeitsgruppen gegründet:
https://dig-hum.de/dhd-ags

Die Gründung weiterer AGs ist erwünscht.

Bitte setzen Sie sich bei Interesse mit dem Betreuer der DHd-AGs Lars Wieneke (Email: lars.wieneke[at]uni.lu) in Verbindung.

Wir freuen uns auf weitere Vorschläge!

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Simone Kronenwett MA LIS

Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd)
Communications Fellow
Email: info[at]dig-hum.de
Twitter: @DHDInfo
www.dig-hum.de

Einbindung des wissenschaftlichen Nachwuchses: Der 1. CLARIAH-DE Young Researcher Infrastruktur-Pitch auf der vDHd2021

dhd-blog - Di, 11/23/2021 - 08:38
Veranstaltungsbericht

 

Idee und Zielsetzung

Der Erfolg digitaler Forschungsdateninfrastrukturen steht und fällt mit ihrer Community. Daher ist es wichtig, ihre Bekanntheit zu erhöhen, um möglichst umfassend genutzt zu werden. Um die Bekanntheit im Bewusstsein der Nutzenden möglichst früh zu verankern, bietet es sich an, bereits den wissenschaftlichen Nachwuchs anzusprechen. Effektiv kann dies sicher in der Lehre an Universitäten und Hochschulen geschehen, doch auch Veranstaltungen an Instituten, Akademien und Bibliotheken stellen geeignete Plattformen dar. Werden diese Veranstaltungen im Rahmen bekannter Konferenzen durchgeführt, erhöht sich ihre Aufmerksamkeit. Eine solche bekannte Konferenz ist die jährlich stattfindende Tagung des Verbandes Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd), die im Jahre 2021 als virtuelle vDHd2021-Konferenz stattfand.

Auch das Projekt CLARIAH-DE hat an dieser Konferenz teilgenommen und seine Veranstaltung ganz dem wissenschaftlichen Nachwuchs gewidmet. In der Konzeption der Konferenz und durch das Projektthema “Experimente” bot es sich an, von üblichen Dienstleistungs- oder Werkzeugpräsentationen durch Vorträge oder Poster abzuweichen: es entwickelte sich die Idee des 1. CLARIAH-DE Young Researcher Infrastruktur-Pitch mit Best-Pitch-Award!

Ausschließlich Nachwuchsforschende[1] sollten hier ihre Forschungsprojekte oder Projektideen in Bezug auf ihre aktuelle oder angedachte Verwendung von Forschungsdateninfrastrukturen in kurzen Beiträgen (Pitches) anschaulich vorstellen (zum genauen Themenspektrum vgl. Einreichung und Call). Um dem Nachwuchs noch mehr Bühne zu bieten, sollten die Pitches von einer Diskussion der Beitragenden gefolgt werden. Zum Abschluss sollte dann die Diskussion für das Plenum geöffnet, über den besten Beitrag abgestimmt und schließlich der Award verliehen werden.

Für CLARIAH-DE eröffnet ein solches Event die Möglichkeit, direkt mit dem wissenschaftlichen Nachwuchs in Kontakt und ins Gespräch zu kommen sowie gleichzeitig einen Einblick in Forschungstätigkeiten und Wünsche desselben zu erlangen. Dieser Einblick kann in Bezug zum eigenen Serviceportfolio gesetzt werden, um zu evaluieren, welche weiteren Angebote in der Community gebraucht oder ausgebaut werden, wo Werbemaßnahmen verstärkt werden müssen und welche Services besonders häufig genutzt und positiv aufgenommen werden.

 

Einreichung und Call

Wie für Konferenzen üblich, ist die Idee alleine nicht ausreichend; entsprechend der Konferenzrichtlinien wurde eine Einreichung verfasst, deren Qualität das vDHd2021-Organisationsteam überzeugte und vorzeitig angenommen wurde, da sie in Teilen ihrer Anlage als durchaus zeitkritisch zu betrachten war. Denn um eine oben erwähnte Auswahl an NachwuchswissenschaftlerInnen für die Pitches zu erhalten, wurde ein Call for Contributions veröffentlicht, in dem Nachwuchsforschende direkt angesprochen und zur Einreichung eines Abstracts ermutigt wurden.

Gemäß des Konferenzthemas experimentell, aber dennoch niedrigschwellig und für vielseitige Einreichungen offen sollte der Call formuliert sein. Gleichzeitig musste er natürlich das gewünschte Themenfeld abdecken. Als Einreichungsformat wurde das klassische Abstract gefordert, in einem Umfang von 500 bis 750 Wörtern, um einerseits die Erstellungshürde nicht zu groß werden zu lassen, andererseits aber genug Raum zu bieten, die für die Darstellung nötig war. Alternative, kreative Einreichungsformate wie Schlaglichtfolien, Podcasts oder Videos waren ebenfalls erlaubt[2]. Der Call wurde am 7. Januar 2021 veröffentlicht, die Deadline für Einreichungen wurde auf den 21. Februar festgelegt und später auf den 1. März 2021 verlängert.

Inhaltlich sollten Nachwuchsforschende – wie oben angesprochen – ihre eigenen Projekte oder Ideen vorstellen und dabei Bezug zu ihrer aktuellen oder angedachten Forschungsdateninfrastrukturverwendung nehmen. Dazu gehören Themen wie die Generierung, Verwaltung, Speicherung und Publikation von Forschungsdaten, die Erstellung eines Datenmanagementplans oder die Integration der FAIR-Prinzipien. Auch Schwierigkeiten und Fehlschläge beim eigenen Datenmanagement waren von Interesse, können diese schließlich wertvolle Erfahrungen sowohl für andere Forschende als auch für die Forschungsinfrastrukturen selbst sein. Auch Beiträge mit Hinweisen, Änderungswünschen oder Ergänzungsvorschlägen zum Angebotsportfolio von CLARIAH-DE und darüber hinaus waren erwünscht. Letztlich war dem Themenspektrum an Einreichungen keine Grenze gesetzt, sofern Bezug zu digitalen Forschungsdateninfrastrukturen im weiteren Sinne und zum eigenen Projekt, zu eigenen Ideen oder Wünschen bestand.

Im Call wurde außerdem von jedem Einreichenden im Falle einer Zusage ein Blogpost im konferenzeigenen vDHd-Blog erbeten. Dies sollte einerseits weiter für die Konferenz, den Infrastruktur-Pitch und den einzelnen Beitrag werben, und diente andererseits dem wissenschaftlichen Nachwuchs als Übung, ihre Inhalte präzise und anschaulich schriftlich darzustellen. Darüber hinaus sollten die Blogposts dem Publikum bereits im Vorfeld helfen, die Beiträge inhaltlich zu verorten und einen groben Überblick über das Themenspektrum zu bekommen.

Zusätzlich wurde bereits im Call ein Award für den besten Pitch angekündigt, der mittels Abstimmung vom Publikum gewählt wurde. Der Award war mit einem Betrag von 500 € dotiert, um die Wichtigkeit des wissenschaftlichen Nachwuchses hervorzuheben. Er wurde vom TextGrid-Verein zur Verfügung gestellt, der damit ebenfalls sein Engagement im Nachwuchsbereich zeigt. In dessen Mitgliederversammlung wurde einstimmig über die Bereitstellung des Preisgeldes entschieden; es wurde sogar entgegen dem ursprünglichen Plan noch deutlich erhöht.

Der Gewinn des Awards war letztlich aber nicht der einzige Gewinn für Nachwuchsforschende, die eine Einreichung oder eine Veranstaltungsteilnahme planten. Denn allein die Einreichung selbst lud den wissenschaftlichen Nachwuchs ein, das eigene Datenmanagement zu hinterfragen oder sich gar erstmalig mit diesem Thema zu beschäftigen. Haben Call und Veranstaltung nur dazu geführt – dann hat das Event bereits einen Zweck erreicht. Denn Datenmanagement gehört zur wissenschaftlichen Praxis, es gibt mittlerweile diverse Arbeitsgruppen und Handreichungen, es beugt Frustration bei Datenverlust vor, erleichtert und strukturiert die eigene Arbeit und wird bei Projektanträgen vorausgesetzt (vgl. Deutsche Forschungsgemeinschaft (2015): Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten).

Als Publikationsort des Calls wurde der in der Community etablierte und bekannte DHd-Blog ausgewählt. Neben Bloglesern diente er v.a. als Referenz und Verlinkung für die Veranstaltungswerbung an unterschiedlichen Orten. Denn um eine möglichst breite Nachwuchsbasis anzusprechen, möglichst viele Nachwuchsforschende auf das Thema Datenmanagement und dieses Event hinzuweisen und so eine Vielzahl von Einreichungen zu erhalten, wurde über mehrere Kanäle Werbung hierfür betrieben: Blogposts im DHd- und im konferenzeigenen vDHd-Blog, Mailinglisten, persönliche Ansprachen, Werbung in Seminaren, bei Twitter, auf Homepages und über einen Podcast im Digital-Humanities-Radio RaDiHum20.

 

Beiträge und deren Bewertung

Die genannten Werbemaßnahmen scheinen Frucht getragen zu haben, so dass zum Ende der verlängerten Einreichungsfrist viele unterschiedliche Einreichungen vorlagen. Als gewünschte Zahl von Pitches hatten wir sechs festgelegt. Um diese Zahl zu erreichen, sollten die Einreichungen bewertet und eine Auswahl getroffen werden. Für diese Bewertung wurde ein Kriterienkatalog entwickelt, um die Auswahl objektiv zu treffen. Dabei stand an erster Stelle freilich die Qualität des Abstracts sowie dessen Bezug zum Call. Fundamental war, dass das Abstract echten Bezug zu Forschungsdateninfrastrukturen im weitesten Sinne aufwies. Ein zweites Kriterium bestand im Innovationspotential des Abstracts. Abstracts, die wissenschaftliches Neuland betraten, sollten besser bewertet werden als solche mit starkem Bezug zu Etabliertem. Darüber hinaus wurde in weiteren Aspekten eine Ausgeglichenheit im Event angestrebt: Wenn erste beide Kriterien nicht zu einer definitiven Entscheidung führten, sollte darauf geachtet werden, im Event möglichst viele Disziplinen und Institutionen vertreten zu haben und Einreichende an unterschiedlicher Stelle ihrer wissenschaftlichen Ausbildung zu integrieren. Nicht zuletzt sollte die Einladung zum Event die Einreichenden auch motivieren, sich noch weiter mit Forschungsdaten, ihrem Management und Forschungsdateninfrastrukturen auseinanderzusetzen. Dies gelingt eher bei Studierenden und Promovierenden in der Frühphase ihrer Ausbildung und vermutlich weniger bei bereits fest im Wissenschaftsbetrieb verankerten Personen.

Ein solcher Kriterienkatalog ist fundamental wichtig, um ein transparentes Auswahlverfahren zu garantieren. Letztlich kam der Kriterienkatalog aber nicht in Gänze zur Anwendung, da zufälligerweise genau sechs Beiträge eingereicht wurden. Die sechsköpfige Jury des CLARIAH-DE Office musste daher nur die generelle Qualität und Wissenschaftlichkeit der Abstracts sowie ihren Bezug zum Call prüfen und war dabei nicht auf den gesamten Kriterienkatalog festgelegt, da der Auswahlprozess entfiel. Alle sechs Beiträge haben die Jury überzeugt und wurden daher für das Event zugelassen (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Kristina Becker (Technische Universität Darmstadt): Phonetisch-phonologische Metadaten in der Forschung: Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Angebot der Datenbank für Gesprochenes Deutsch (DGD)
  • Peggy Bockwinkel (Universität Stuttgart): Der Schwarzmarkt des Datenhandels
  • Dîlan Canan Çakir (Universität Stuttgart): Datenbank deutschsprachiger Einakter (1740er-1850er)
  • Katharina Leyrer (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg): Ein CLARIAH-DE Connector für die Vernetzung von Forschenden, Lehrenden, Studierenden und Vermittler*innen von Forschungsdatenmanagement
  • Dennis Ried (Hochschule für Musik Karlsruhe): Ludwig Baumann – Leben, Werk und Wirken. Eine Fallstudie zur Grundlagenforschung in der digitalen Musikwissenschaft
  • Steffen Rörtgen (Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen): WirLernenOnline, Crawling und das Semantic Web

Alle haben ihre Teilnahme am Event zugesagt.

 

Vorbereitung: Programm und Blogposts

Mit der Bestätigung ihrer Teilnahme haben alle Beitragenden den Anstoß für weitere Vorbereitungsarbeiten gegeben.

Der offizielle Programmablauf inklusive aller Beitragenden, deren Titel und die Reihenfolge der Beiträge konnte nun online gestellt werden. Als Veröffentlichungsort wurde auch hier der DHd-Blog verwendet. Die Vortragsreihenfolge wurde durch einen Zufallsmechanismus bestimmt. Den Pitches voraus ging eine Einführung der Veranstaltungsorganisation, in der kurz das Projekt CLARIAH-DE, der Ablauf des Programms, der vom TextGrid-Verein gestiftete CLARIAH-Award und die einzelnen Beiträge vorgestellt wurden. Nach den Pitches wurde den Beitragenden Raum gewährt, unter sich ins Gespräch zu kommen und über ihre Beiträge und Projekte zu diskutieren. Dadurch sollte den Nachwuchsforschenden Raum gegeben werden, unbeeinflusst und untereinander zu sprechen. Erst danach sollte die Diskussionsbühne dem gesamten Plenum geöffnet werden, um auch interessierte Nachfragen der Zuhörenden zuzulassen. Darauf folgend war die Abstimmung über den Best-Pitch-Award terminiert, so dass das abstimmende Plenum auch die Diskussionsbeiträge der Pitchenden in die Abstimmung einfließen lassen konnten. Von der Veranstaltungsmoderation wurden die einzelnen Beiträge zuvor nochmal kurz in Erinnerung gerufen. Nach der Abstimmung war eine Pause von ca. 10 Minuten angesetzt, damit das CLARIAH-DE-Office die Abstimmung auswerten und mit dessen interner Abstimmung vergleichen und zusammenrechnen konnte. Nach der Pause wurde der Award schließlich verliehen und ein kurzer Ausblick gegeben. Inklusive Einführung durch die Projektorganisation, der Diskussion der Beitragenden, der Diskussion im Plenum, der Abstimmung über den Award, der kurzen Pause zur Auswertung der Abstimmung und der Verleihung des Award ergab sich ein abwechslungsreiches Programm von fast zwei Stunden Dauer.

Im Blogpost war – ebenso wie an allen anderen Orten, an denen das Programm veröffentlicht wurde – auch ein Anmeldeformular verlinkt, mittels dem sich interessierte Zuhörende für die Veranstaltung anmelden konnten. Diese (zwar niedrige) Hürde war nötig, um in Zeiten virtueller Veranstaltungen mögliche Störende auszuschließen, die eine Veröffentlichung der Zugangsdaten mit sich hätte bringen können.

Ein wichtiges Element der Eventvorbereitung war auch der vDHd-Blog. Hier war nicht nur die Veranstaltungsankündigung im Konferenzprogramm verortet, der Blog wurde darüber hinaus als Publikationsort der Blogposts der Pitchenden ausgewählt. Diese wurden eine Woche vor der Veranstaltung in ca. halbtägigem Abstand veröffentlicht (geordnet nach Eingangsdatum Teil 1, 2, 3, 4, 5, 6). Aus den Blogposts ergab sich eine Blogpostserie, welche die letzten Tage bis zur Veranstaltung (und zum Konferenzbeginn) überbrückte.

 

Das Event selbst

Am 24. März 2021 um 15 Uhr stand schließlich das Event an. Im Vorfeld wurde entschieden, es über die Videokonferenzplattform Zoom durchzuführen, da sich deren Technik als wenig störungsanfällig und gleichzeitig in der Community vertraut bewiesen hat. Für die Pitchenden wurde dennoch einige Tage vor dem Event ein freiwilliger Techniktest veranstaltet, um beispielsweise Features wie das Screensharing auszuprobieren und so mögliche Unsicherheiten aus dem Weg zu räumen. Zoom bietet außerdem die Möglichkeit, Umfragen bzw. Abstimmungen durchzuführen. Dies wurde für die Abstimmung zum Award genutzt. Die Umfrage war derart angelegt, dass alle Zuhörenden jeden Beitrag mit 0, 1 oder 2 Punkten bewerten konnten. Abstimmungsberechtigt waren alle Anwesenden, auch die Beitragenden selbst. Mit dieser Abstimmungsmethode konnte zügig ein gewichtetes Ranking der Plenumsmeinung gewonnen werden.

Insgesamt nahmen an der Veranstaltung 40 Personen von unterschiedlichen Institutionen teil. Technische Schwierigkeiten gab es keine.

Die Pitches boten das erwartete abwechslungsreiche Bild. Während die inhaltliche Abwechslung durch die eingereichten Abstracts sowie die Blogpostserie bereits zu erwarten und abschätzbar war, bot auch die technische Durchführung Variation: präsentationsgestützte Vorträge, zum Teil reichhaltig animiert, Videobeiträge aus Screencasts mit und ohne Musik sowie selbst gedrehte Beiträge. Die vorgetragenen Inhalte forderten bzw. boten unterschiedliche Darbietungsformen, wodurch ein kurzweiliges Event zustande kam. 

Die an die Pitches anschließende Diskussion war ergiebig, ausführlich, ging an einigen Stellen fachlich und methodisch in die Tiefe und wurde aus Zeitgründen schließlich von der Moderation zum Ende geführt. Ein wichtiges Fazit der Diskussion war, dass es bereits zahlreiche Infrastrukturangebote gibt, diese aber besonders beim wissenschaftlichen Nachwuchs noch zu wenig bekannt sind, hier also Maßnahmen ergriffen werden müssen: Einerseits sollte natürlich mehr geworben werden, andererseits wäre mehr Hilfestellung hilfreich. Das kann durch Lehrende, mehr Dokumentationen und Tutorials oder Beispielanwendungen geschehen. Gleichzeitig zeigte sich die Community aber sehr dankbar für die zur Verfügung gestellten Angebote.

Zur Siegerin des Pitches und Gewinnerin des Preisgeldes und des CLARIAH-Awards wurde durch die Abstimmung Dîlan Canan Çakir mit ihrem Beitrag “Datenbank deutschsprachiger Einakter (1740er – 1850er)” gekürt. Sie erhielt vom Publikum mit Abstand die meisten Stimmen. Das CLARIAH-DE Office bestätigte sie in der an die Abstimmungen folgenden internen Diskussion als Gewinnerin. Der Award wurde Dîlan Canan Çakir in symbolisch virtueller Form von Nanette Rißler-Pipka als Vertreterin des CLARIAH-DE Office und National Coordinator von DARIAH-DE verliehen und im Nachgang in Urkundenform zugeschickt. Die Veranstaltung schloss mit der Versicherung, dass man in Kontakt bleiben und sich gegenseitig unterstützen wolle.

 

Nachbereitung

Wenngleich mit Abschluss der Ehrung die Veranstaltung beendet und eine Siegerin gekürt war, gibt es doch noch mehr Gewinne zu verzeichnen. In erster Linie haben alle Pitchenden, die ausgewählt wurden, ihren Pitch vorzutragen und dadurch fachliche Expertise bewiesen haben, gewonnen, indem sie sie davon profitierten, sich und ihr Projekt im öffentlichen Rahmen vorgestellt zu haben und wertvolles Feedback erhielten. Außerdem wurde der Kontakt zwischen CLARIAH-DE und den Beitragenden nach der Veranstaltung per Mail fortgeführt. Alle Teilnehmenden haben nach der Veranstaltung eine von der CLARIAH-DE-Gesamtkoordination unterschriebene Teilnahmeurkunde, die Siegerin eine Siegesurkunde erhalten.

Gewinnbringend war das Event auch für CLARIAH-DE selbst, denn im Pitch konnte der Kontakt zur Nachwuchscommunity hergestellt und vertieft werden. Außerdem ist es für CLARIAH-DE ein wichtiger Input zu erfahren, an welchen Stellen im eigenen Programmportfolio noch Verbesserungspotential besteht bzw. welche Angebote noch weniger bekannt sind und daher beworben werden sollten.

Zeitnah nach der Veranstaltung wurde noch ein kurzer Blogpost veröffentlicht, um von der Veranstaltung und dem Ergebnis zu berichten.

 

Reflexion

Die Veranstaltung ist insgesamt als voller Erfolg zu werten, nicht nur, weil sie – wie oben erwähnt – gewinnbringend für alle Akteure war. Über die positiven Facetten der Veranstaltung wie Kontakt mit Nachwuchsforschenden, Forum für Nachwuchsforschende, Belebung der vDHd2021, Werbung für CLARIAH-DE usw. soll daher hier nicht weiter gesprochen werden.

Dagegen soll hier die Frage diskutiert werden, ob es Verbesserungspotential gegeben hätte, was bei ähnlich gearteten künftigen Veranstaltungen anders gestaltet werden sollte oder ob und wie sich der insgesamt vielschrittige Prozess hätte vereinfachen lassen können.

Reichweite erhöhen

Es wäre sicher möglich gewesen, die Werbung für das Event noch breiter zu streuen, um so mehr Einreichungen zu erhalten und Teilnehmende für das Veranstaltungsplenum zu gewinnen. DHd-Blog, Twitter, die Projektwebsite, Mailinglisten und persönliche Nachrichten erreichen sicher viele Teilnahmeinteressierte. Dennoch hätte der Call auch auf weiteren Websites beworben werden können, vielleicht gerade auch außerhalb des üblichen Bereichs von Forschungsdateninfrastrukturwebsites, um gerade infrastrukturferne Nachwuchsforschende besser zu erreichen. Denn diese sind vermutlich kaum auf den Websites von CLARIAH-DE oder im DHd-Blog unterwegs. Dennoch sind sie womöglich ebenso interessiert an Infrastrukturthemen und bieten alternative Herangehensweisen an Probleme. Genau diesen Bereich sollte CLARIAH-DE auch unabhängig vom Pitch erreichen, um die eigene Bekanntheit und die seines Angebots zu erhöhen und so seinen Einfluss in den Geisteswissenschaften zu steigern.

Gleiches gilt für die Werbung in universitären Seminaren und Vorlesungen. Auch hier wurde v.a. durch Projektbeteiligte in deren jeweiligen Veranstaltungen geworben, die ohnehin häufig eine Nähe zu Forschungsinfrastrukturen oder den Digital Humanities im Allgemeinen haben. Hier hätte die Ansprache auch in den “klassischen” geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen erfolgen können.

Eine Möglichkeit, um die Attraktivität der Veranstaltung weiter zu erhöhen, wäre sicher gewesen, das Preisgeld offensiv zu bewerben. Hiergegen hat sich das CLARIAH-DE Office aber bewusst entschieden, da die ideellen Werte des Gewinns des CLARIAH-DE-Awards die monetären deutlich überwiegen und diese zur Motivation ausreichend sein sollten.

Reviewprozess

Leichtes Verbesserungspotential könnte auch der CLARIAH-DE-interne Auswahl- bzw. Reviewprozess bieten. Dieser beruhte auf ausführlichen Diskussionen über die und Stellungnahmen zu den eingereichten Abstracts anhand des beschriebenen Kriterienkatalogs (vgl. Beiträge und deren Bewertung). Ein solcher Kriterienkatalog kann theoretisch unendlich feingranular sein.

Die Jury zur Bewertung wurde durch die Mitglieder des CLARIAH-DE Office besetzt, die zwar unterschiedliche akademische Hintergründe haben, doch alle durch das Projekt CLARIAH-DE verbunden sind. Hier hätte der Hinzuzug externe Jurymitglieder einen wertvollen Außenblick bieten können[3]. Insgesamt war der Auswahlprozess dennoch transparent, die fehlende externe Perspektive war aufgrund der Zahl der Einreichungen unproblematisch. Im vorliegenden Fall nicht anwendbar, aber für künftige Veranstaltung interessant wäre es, mehrere Calls und mehrere Veranstaltungen je nach akademischem Fortschritt durchzuführen[4]. Da wir den Terminus “akademischer Nachwuchs” sehr weit definiert haben und sowohl Studienanfänger als auch Promovierende in einem späten Stadium darunter gefasst haben, ist eine Divergenz in der wissenschaftlichen Qualität der Abstracts nur logisch. Die Einreichenden weiter zu unterteilen, würde hier zu besserer Vergleichbarkeit führen. Gleichzeitig hätte die Jury nicht die Schwierigkeit, die Einreichungen immer auch in Abhängigkeit des akademischen Fortschritts zu bewerten.

Essentiell für einen reibungslosen Ablauf und eine faire Preisvergabe ist auch die gute Abstimmung der Bewertenden. Denn die Verleihung sollte ja zum Ende der Veranstaltung stattfinden und gleichzeitig nur eine kurze Beratungspause enthalten. Für den Fall, dass das Plenum mehreren Beitragenden ähnlich viele Stimmen zuspricht, müsste intern auf ein klares Ranking zurückgegriffen werden können. Das interne Ranking hat zwar klare Tendenzen gezeigt (die vom Publikum dann auch bestätigt wurden), aber keine exakten Platzierungen enthalten. Für mögliche enge Abstimmungen sollte eine klare Platzierungsliste vorbereitet werden.

Durchführung

An der Durchführung der Veranstaltung ist kaum Verbesserungspotential zu sehen. Das mag daran liegen, dass die Diskussion sehr lebhaft war und keines Anstoßes bedurft hatte. Für diesen Fall hatte die Moderation aber einige Eisbrecherfragen vorbereitet. Auch die Abstimmung über die Gewinnerin ist als fair zu bewerten, da alle Beteiligten – ob Beitragender oder Zuhörender, nur die Veranstaltenden um das CLARIAH-DE Office ausgenommen – gleiche Abstimmungsrechte hatten. Dennoch würde das Vorgehen bei der Abstimmung in einem künftigen Event überarbeitet werden, da durch Absprachen und institutionelle Übergewichte Einfluss auf Abstimmung und Bewertung hätte genommen werden können. Aufgrund der Herkunftsinstitutionen der Teilnehmenden war dieser Fall glücklicherweise auszuschließen. Doch auch hier gilt: Auch diese Eventualität hätte bedacht werden müssen.

Die rege Teilnahme am Event und die fruchtbaren Diskussionen lassen jedoch den Schluss zu, dass die Anlage des Events attraktiv und die Umsetzung dem angemessen war. Dass es dennoch einige Verbesserungspunkte gibt, kann auch positiv gewertet werden – das bietet Spielraum und Motivation für einen (oder mehrere?) weitere CLARIAH-DE Infrastruktur-Pitches!

[1]: Als Nachwuchsforschende galten nach unseren Kriterien alle, die studieren oder promovieren und noch keine Promotion abgeschlossen haben.

[2]: Alternative Einreichungsformate wurden von den Einreichenden nicht gewählt; sämtliche Einreichungen waren schriftliche Abstracts.

[3]: Dies wurde beispielsweise beim DARIAH-DE Award 2018 durchgeführt, bei dem die Jury aus Expert*innen aus dem Bereich Wissenschaft, Kultur und Bildung mit den Schwerpunkten Open Science, Open Access und Open Data bestand: https://de.dariah.eu/dariah-dh-award-2018-ausschreibung.

[4]: Auch hier ist der DARIAH-DE Award 2018 zu erwähnen, der zwar keine separaten Calls lanciert, wohl aber den wissenschaftlichen Fortschritt bei der Bewertung stark gewichtet hat, so dass auch Studierende ohne Abschluss gegenüber Promovierenden bevorzugt wurden.

Literatur und Links

Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen (2010): Grundsätze zum Umgang mit Forschungsdaten, https://doi.org/10.2312/ALLIANZOA.019.

Arbeitsgruppe Forschungsdaten der Schwerpunktinitiative “Digitale Information” der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen (2018): Forschungsdatenmanagement. Eine Handreichung, Potsdam: Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, https://doi.org/10.2312/allianzoa.029.

Deutsche Forschungsgemeinschaft (2015): Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten.

Geiger, Jonathan; Kolodzie, Lisa; Schumacher, Mareike und Toschka, Patrick (2021): „vDHd2021 bei RaDiHum20: Der CLARIAH-DE Best Pitch Award,“ in: RaDiHum 20, 25. Februar 2021, https://radihum20.de/clariah-de-best-pitch-award/.

vDHd (2021): CLARIAH-DE Young Researcher Infrastruktur-Pitch mit Best-Pitch-Award. vDHd-Blog, 28. Januar 2021, https://vdhd2021.hypotheses.org/143.

Weimer, Lukas (2021): And the winner ist… – Bericht vom CLARIAH-DE Young Researcher Infrastruktur-Pitch auf der vDHd2021. DHd-Blog, 31. März 2021, https://dhd-blog.org/?p=15604.

Weimer, Lukas (2021): CLARIAH-DE Infrastruktur-Pitch auf der vDHd2021 – Vortragende stehen fest! DHd-Blog, 5. März 2021, https://dhd-blog.org/?p=15341.

Weimer, Lukas (2021): Nachwuchswissenschaftler*innen gefragt: CLARIAH-DE Infrastruktur-Pitch auf der vDHd 2021. DHd-Blog, 7. Januar 2021, https://dhd-blog.org/?p=14865.

Wilkinson, Marc D., Dumontier, Michel, et al. (2016). The FAIR Guiding Principles for

scientific data management and stewardship. Scientific Data 3, 160018,

https://doi.org/10.1038/sdata.2016.18.



Blogpostserie im vDHd-Blog

Teil 1: Dîlan Canan Çakir: Datenbank deutschsprachiger Einakter (1740er–1850er), https://vdhd2021.hypotheses.org/926.

Teil 2: Katharina Leyrer: Ein König*innenreich für ein Beispiel! Wie ein Dienst von CLARIAH-DE die Vermittlung von Forschungsdatenmanagement fördern könnte, https://vdhd2021.hypotheses.org/942.

Teil 3: Peggy Bockwinkel: Der Schwarzmarkt des Datenhandels, https://vdhd2021.hypotheses.org/975.

Teil 4: Kristina Becker: Phonetisch-phonologische Metadaten in der Forschung: Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Angebot der Datenbank für Gesprochenes Deutsch (DGD), https://vdhd2021.hypotheses.org/994.

Teil 5: Dennis Ried: Ludwig Baumann – Leben, Werk und Wirken. Eine Fallstudie zur Grundlagenforschung in der digitalen Musikwissenschaft, https://vdhd2021.hypotheses.org/1005.

Teil 6: Steffen Rörtgen: WirLernenOnline, Crawling und das Semantic Web, https://vdhd2021.hypotheses.org/1000.

 

Weitere Links

FAIR-Prinzipien: https://www.go-fair.org/fair-principles/.

TextGrid e.V.: http://www.textgrid-verein.de/.

DHd-Blog: https://dhd-blog.org/.

CLARIAH-DE: https://www.clariah.de

Neues DH-Forschungsprojekt im DHd-Projekteschaufenster: Auden Musulin Papers

dhd-blog - Mo, 11/22/2021 - 17:28

Wir freuen uns, mit „Auden Musulin Papers: Digitale Edition der Briefe W. H. Audens an Stella Musulin“ ein neues DH-Forschungsprojekt im DHd-Projekteschaufenster präsentieren zu dürfen.

Alle Informationen zum Projekt finden sich hier:
https://dig-hum.de/forschung/projekt/auden-musulin-papers

Informationen zu allen weiteren DH-Projekten im DHd-Projekteschaufenster findet sich hier:
http://dig-hum.de/forschung/projekte

Wenn Sie Ihr DH-Forschungsprojekt zu dem Projekteschaufenster hinzufügen möchten, senden Sie uns bitte eine kurze Projektbeschreibung. Weitere Informationen finden Sie hier: http://dig-hum.de/ihr-dh-projekt

_______________________________

Simone Kronenwett
Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd)
Communications Fellow
Email: info@dig-hum.de
Twitter: @DHDInfo
www.dig-hum.de

Neuaufnahme der Veranstaltungsreihe OPERAS Open Chats am 20.01.2022: Wir müssen reden über Europäische Forschungsinfrastrukturen und EU Projekte (virtuell) mit Suzanne Dumouchel (Huma-Num/CNRS)

dhd-blog - Sa, 11/20/2021 - 13:02

OPERAS ist eine europäische Forschungsinfrastruktur zum offenen wissenschaftlichen Austausch in den Sozial- und Geisteswissenschaften und arbeitet an der Umsetzung von Services, wie einem Discovery Service und einem Certification Service (in DOAB). OPERAS ist darüber hinaus Teil der ESFRI Roadmap (Europäisches Strategieforum für Forschungsinfrastrukturen). Als National Node von OPERAS vertritt OPERAS-GER die Infrastruktur in Deutschland und setzen sich dafür ein die Infrastruktur und die Services von OPERAS in der deutschen Forschungscommunity bekannt zu machen. Darüber hinaus ist es ein Ziel in den direkten Austausch mit Forschenden, Verlagen und Bibliotheken zu treten und dabei deren Feedback in die weitere Entwicklung der OPERAS Services, den Bedarfen gemäß, einzubringen.

Nachdem OPERAS-GER in den letzten 12 Monaten bereits im Rahmen der Reihe mit verschiedenen Stakeholdern der Open Access bzw. Open Science Transformation ausgetauscht hat, stehen nun gezielt jene Themen im Fokus, die für die Geistes- und Sozialwissenschaften und für OPERAS von besonderer Bedeutung sind.

Die OPERAS Open Chats beginnen jeweils um 11 Uhr, in der Regel am dritten Donnerstag im Monat, und dauern meist 45 bis 60 Minuten, der erste Termin ist der 20.01.2022. Das Thema der Veranstaltung an diesem der ersten Veranstaltung lautet: „Wir müssen reden über europäische Forschungsinfrastrukturen und EU Projekte“ und wird gemeinsam mit Suzanne Dumouchel.

Da wir auch Sie und Ihre Bedarfe besser kennenlernen möchten, haben wir auch kleine interaktive Slots zum Austausch eingebaut.

Weitere Informationen, Termine und die Anmeldung hier.

Studentische Hilfskraft (f/d/m) gesucht (30h/month) – Digital Cinema-Hub

dhd-blog - Mi, 11/17/2021 - 10:38

Am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle einer Studentischen Hilfskraft mit 30 Stunden/Monat zu besetzen zur Unterstützung des Projekts Digital Cinema-Hub. Das von der VW-Stiftung geförderte Drittmittelprojekt hat die Erprobung und Anwendung von digitalen Tools und Methoden in der
Film- und Medienwissenschaft zum Ziel.

Aufgaben

  • Unterstützung der Projektmitarbeitenden bei der Erhebung, Aufbereitung und Modellierung von filmbezogenen Daten.
  • Unterstützung bei Literatur- und Datenverwaltung.
  • Mitarbeit in der Veranstaltungsorganisation.

Voraussetzungen

  • Wir freuen uns über Bachelor- und Masterstudierende aus verschiedenen Fachbereichen, insofern ein Interesse an Data Science und Film besteht.
  • Sie haben ein ausgeprägtes Interesse daran, neue Techniken und Methoden zu erlernen. Analytisches Denken und die Fähigkeit, pragmatische Lösungen zu finden, gehören zu Ihren Stärken.
  • Sie haben Kenntnisse in der Programmiersprache Python. Erfahrungen mit Paketen wie Pandas, Beautiful Soup, Matplotlib und Plotly sind von Vorteil.
  • Falls Sie nicht mit Python vertraut sind, ist es von Vorteil, wenn Sie Erfahrung mit SQL oder R haben.
  • Erste Erfahrungen mit statistischen Methoden sind von Vorteil.
  • Sehr gute Englischkenntnisse.

Die Festlegung der Arbeitszeiten wird in Absprache mit dem Projekt erfolgen. Bewerbungen
mit Lebenslauf und ein kurzes Motivationsschreiben schicken Sie bitte in elektronischer Form bis zum 25. November an Isadora Campregher Paiva (CampregherPaiva@tfm.unifrankfurt.de).

Neue DHd-AG „Spiele“ gegründet

dhd-blog - So, 11/14/2021 - 20:24

Wir freuen uns sehr, die Gründung einer neuen DHd-AG namens „Spiele“ bekannt geben zu dürfen.

Die AG „Spiele“ will das Thema Spiele in all seinen Ausformungen mit Methoden, Verfahren und Werkzeugen der Digital Humanities zugänglich machen. Spiele als historische und kontemporäre, interaktive/operative kulturelle Artefakte sowie deren technische Grundlagen und Kulturen, die sich um sie herum etablierten und etablieren, stehen dabei im Zentrum der Betrachtungen.

Weitere Informationen über die DHd-AG Spiele findet sich hier:
https://dig-hum.de/ag-spiele

Bisher wurden 14 DHd-Arbeitsgruppen gegründet:
https://dig-hum.de/dhd-ags

Die Gründung weiterer AGs ist sehr erwünscht.

Bitte setzen Sie sich bei Interesse mit dem Betreuer der DHd-AGs (Lars Wieneke) in Verbindung. Herzlichen Dank.

Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge!

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Simone Kronenwett
Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd)
Communications Fellow
Email: info@dig-hum.de
Twitter: @DHDInfo
www.dig-hum.de

Stellenangebot: Wissenschaftliches Volontariat (Kulturstiftung des Bundes, Halle/Saale)

dhd-blog - Sa, 11/13/2021 - 18:30

Die Kulturstiftung des Bundes mit Sitz in Halle an der Saale bietet zum 01.02.2022 ein wissenschaftliches Volontariat (m/w/d, Vollzeit) an.

Die Kulturstiftung des Bundes (KSB) fördert Kunst- und Kulturvorhaben im Rahmen der Zuständigkeit des Bundes. Ein Schwerpunkt ist die Förderung innovativer Programme und Projekte im internationalen Kontext. Die Stiftung initiiert eigene Förderprogramme und fördert Projekte auf Antrag ohne thematische Eingrenzung in allen Sparten. Mit einem jährlichen Fördervolumen von über 35 Mio. Euro zählt sie zu den größten öffentlichen Kulturstiftungen Europas. Weitere Informationen finden Sie unter www.kulturstiftung-bund.de.

Das Volontariat ist zeitlich befristet auf zwei Jahre und richtet sich grundsätzlich an Berufseinsteiger*innen. Die Arbeitszeit beträgt 39 Wochenstunden. Als Volontär*in erhalten Sie eine monatliche Vergütung in Höhe von derzeit 2.056,70 € brutto (50% EG 13 Stufe 1 TVöD Bund). Arbeitsort ist Halle an der Saale.

Bewerbungsfrist: 22.11.2021

Die ausführliche Stellenbeschreibung findet sich hier:
https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/stiftung/stellenangebote.html

Stellenangebot: WMA (m/w/d) „Konzeption eines gemeinsamen Datenraums“ (Museum Wiesbaden)

dhd-blog - Sa, 11/13/2021 - 17:58

Der Mandant Historisches Erbe Hessen, in dem die Landesmuseen Darmstadt und Wiesbaden, die Museumslandschaft Hessen Kassel, die Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen sowie das Landesamt für Denkmalpflege mit dem dort angesiedelten ALMhessen (Landesmuseen Keltenwelt am Glauberg und Römerkastell Saalburg) zusammengeschlossen sind, beherbergen einen umfangreichen Schatz an Kunst- und Kulturgütern in Hessen.

Mit Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst kooperieren die Institutionen hinsichtlich einer gemeinschaftlichen Strategieplanung und der Realisierung einer digitalen Forschungsinfrastruktur.

Der Mandant Historisches Erbe Hessen hat sich die Entwicklung eines gemeinsamen Datenraumes zur Aufgabe gemacht, der perspektivisch eine übergreifen-de Vernetzung und Präsentation der heterogenen Sammlungsbestände zum Ziel haben soll.

Neben der Zusammenführung von Digitalisaten aller Arten, wie Text-, Bild-, Videodateien, gehören Geodaten und 3D-Rekonstruktionen ebenfalls hierzu.

Für die Konzeption und Entwicklung einer sammlungserschließenden Datenstruktur sucht der Mandant Historisches Erbe zum nächstmöglichen Zeitpunkt, zunächst befristet für die
Dauer von 2 Jahren, eine/n

  • 1,0 Wissenschaftlichen Mitarbeiter (m/w/d) –
  • Konzeption eines gemeinsamen Datenraumes
  • E 13 TV-H
  • Standort: Museum Wiesbaden, Dienstort: Hessen

Bewerbungsfrist: 12.12.2021

Die ausführliche Stellenbeschreibung findet sich hier:
https://www.hsozkult.de/job/id/job-113958

2 Stellenangebote im Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in Berlin: Projektleiter*in Digitales Bauhaus-Archiv, Informationswissenschaftler*in

dhd-blog - Sa, 11/13/2021 - 17:21

Im Bauhaus-Archiv – Museum für Gestaltung sind aktuell zwei Stellen ausgeschrieben:

  • Stellenausschreibung Projektleiter*in Digitales Bauhaus-Archiv
  • Stellenausschreibung Informationswissenschaftler*in

Die vollständigen Stellenbeschreibungen finden sich hier:
https://www.bauhaus.de/de/stellenangebote/

Bewerbungsfrist: jeweils der 29. November 2021

Stellenangebot: MitarbeiterIn für Sachgebiet Projektprüfung (Kulturstiftung des Bundes, Halle/Saale)

dhd-blog - Sa, 11/13/2021 - 16:55

Die Kulturstiftung des Bundes mit Sitz in Halle an der Saale sucht ab 01.01.2022 eine/n Mitarbeiter/in für das Sachgebiet Projektprüfung (m/w/d, Vollzeit, Entgeltgruppe 6 TVöD Bund)

Die Kulturstiftung des Bundes (KSB) fördert Kunst- und Kulturvorhaben im Rahmen der Zuständigkeit des Bundes. Ein Schwerpunkt ist die Förderung innovativer Programme und Projekte im internationalen Kontext sowie von Kulturprojekten auf Antrag ohne thematische Eingrenzung in allen Sparten. Mit einem jährlichen Fördervolumen von über 35 Mio. Euro zählt sie zu den großen öffentlichen Kulturstiftungen Europas.

Als Mitarbeiter/in im o. g. Sachgebiet wirken Sie bei der Verwendungsnachweisprüfung der durch die Stiftung geförderten Projekte mit und kontrollieren den ordnungsgemäßen Verbrauch der von uns ausgereichten Mittel entsprechend den zuwendungsrechtlichen Vorgaben.

Sie erwarten ein interessantes Aufgabengebiet im nationalen und internationalen Kulturbereich, die Zusammenarbeit mit einem engagierten Team und vielfältige Fortbildungsmöglichkeiten. Darüber hinaus bieten wir Ihnen flexible Arbeitszeiten, einen wöchentlichen Homeoffice-Tag, eine zusätzliche betriebliche Altersversorgung sowie VWL.

Zu Ihren Aufgaben gehören insbesondere

  • die Überprüfung der Vollständigkeit eingegangener Zwischen- und Endverwendungsnachweise von durch die KSB geförderten Projekten sowie deren rechnerische Richtigkeit anhand von Kosten- und Finanzierungsplänen
  • die Überprüfung der Zielerreichung und Durchführung einer Erfolgskontrolle anhand von Sachberichten, Projektbeschreibungen und den Förderanträgen
  • die Prüfung der zweckentsprechenden Verwendung hinsichtlich BHO, BRKG, ARV, UVgO, ANBest-P, TVöD und den besonderen Vertragsbedingungen der KSB
  • das Verfassen von Anhörungsschreiben und die Auswertung der Stellungnahmen
  • das Verfassen von Prüfvermerken und Erstellen abschließender Prüfberichte mit ggf. Ausführungen zum Verbleib von Inventar, Gesamt- und Hauptpositionsüberschreitungen und der etwaigen Erhebung von Zinsen
  • das Erstellen kassenwirksamer Zahlungsanweisungen
  • Fristenkontrolle, Datenbankpflege und Archivierung

Voraussetzung für Ihre Tätigkeit sind  

  • eine abgeschlossene Berufsausbildung Verwaltungsfachangestellte/r, Rechtsanwaltsfachangestellte/r oder vergleichbare Qualifikationen
  • Kenntnisse im Zuwendungsrecht (BHO, ANBest-P)
  • sowie Offenheit für Veränderungen, organisatorisches Geschick, ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten, Engagement und Teamfähigkeit.

Erste Kenntnisse in angrenzenden Rechtsbereichen z.B. BRKG, TVöD, UVgO, Vertragsrecht sind von Vorteil.

Die Anstellung, geeignet auch für Berufsanfänger/innen, ist sachlich befristet auf den Förderzeitraum einer Projektförderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien bis zum 30.06.2023. Arbeitsort ist Halle an der Saale.

Ausdrücklich erwünscht sind auch Bewerbungen von Menschen mit persönlicher oder familiärer Migrationsgeschichte, insbesondere von People of Color und Schwarzen Menschen.

Bitte richten Sie Ihre schriftliche Bewerbung mit den üblichen Unterlagen zusammengefasst in einem PDF-Dokument bis einschließlich 13.12.2021 per Email an: bewerbung.pruefung@kulturstiftung-bund.de. Maßgeblich ist das Datum des digitalen Posteingangs.

Stellenangebot: WMA im DH-Bereich an der Leopoldina (Halle/Saale)

dhd-blog - Fr, 11/12/2021 - 17:58

Die 1652 gegründete Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina ist mit ihren rund 1.600 Mitgliedern aus nahezu allen Wissenschaftsbereichen eine klassische Gelehrtengesellschaft. Sie wurde 2008 zur Nationalen Akademie der Wissenschaften Deutschlands ernannt. In dieser Funktion hat sie zwei besondere Aufgaben: die Vertretung der deutschen Wissenschaft im Ausland sowie die Beratung von Politik und Öffentlichkeit.

Sie unterstützt diesen Prozess mit einer kontinuierlichen Reflexion über Voraussetzungen, Normen und Folgen wissenschaftlichen Handelns. Das Leopoldina-Zentrum für Wissenschaftsforschung (ZfW) koordiniert diesen Reflexionsprozess und verantwortet wissenschaftshistorische und wissenschaftsphilosophische Projekte. Schwerpunkte der Arbeiten des Zentrums liegen dabei zum einen im Bereich historischer (spezifisch wissenschafts- und wissenshistorischer) Forschung, zum anderen im Bereich der science studies, der reflektierten wissenschaftlichen Beschäftigung mit Institutionen, Formen und Inhalten der Wissenschaft selbst. 

Das ZfW betreut in seinem Forschungsfeld IV: Naturwissenschaftliche Editionen und digitale Erschließungsformen mehrere hybride und digitale Editionsprojekte im Bereich der Wissenschaftsforschung und Wissenschaftsgeschichte. Innerhalb des Konsortialverbundes Text+ zum Aufbau einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) ist das ZfW in die Taskarea Editionen eingebunden und zuständig für Beratungsdienstleistungen insbesondere für digitale wissenschaftliche Editionen.

Zur Besetzung dieser neu eingerichteten Beratungsstelle sucht das ZfW zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n

wissenschaftliche/n Mitarbeiterin/wissenschaftlichen Mitarbeiter (m/w/d) im Bereich Digital Humanities 

(Kennziffer 21-35) 

Das Arbeitsverhältnis und die Vergütung erfolgen in Anlehnung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD-Bund). Bei entsprechender Qualifikation ist eine Vergütung bis zur Entgeltgruppe 13 TVöD-Bund möglich. Es handelt sich um eine Teilzeitstelle mit 23,4 Wochenstunden. Die Anstellung erfolgt befristet für 5 Jahre. Arbeitsort ist das Leopoldina-Zentrum für Wissenschaftsforschung in Halle (Saale).

Schwerbehinderte Bewerber*innen werden bei gleicher fachlicher und persönlicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Die Bereitschaft zum Antritt von Dienstreisen in angemessenem Umfang wird vorausgesetzt. Mobiles Arbeiten ist nach Absprache für einen Teil der Arbeitszeit möglich.

Bewerbungsfrist: 26. November 2021

Zur ausführlichen Stellenbeschreibung: https://www.leopoldina.org/jobs/

Stipendien für die DHd2022

dhd-blog - Mi, 11/10/2021 - 14:58

Zur DHd2022 in Potsdam vergeben der Verband »Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V.«, das Konsortium »NFDI4Culture«, der »Verein für Geistes- und Kulturwissenschaftliche Forschungsinfrastrukturen«, die Gerda Henkel Stiftung und die Universität Potsdam Stipendien und Reisekostenzuschüsse.

A) Typen von Stipendien und Zuschüssen 1. Studierende

Bis zu zwölf Reisestipendien für Studierende – gefördert von der »NFDI4Culture«, dem »Verein für Geistes- und Kulturwissenschaftliche Forschungsinfrastrukturen« und dem Verband »Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V.« – in Höhe von jeweils bis zu max. 400,00 Euro. Die Bewerbung ist auch ohne eigenen Beitrag auf der DHd2022-Tagung möglich.

2. Doktorand*innen

Bis zu 25 Gerda Henkel-Reise­kosten­sti­pen­dien – gefördert von der Gerda Henkel Stiftung – in Höhe von jeweils bis zu max. 400,00 EUR an Doktorand*innen, die in der Regel mit einem eigenen Beitrag an der DHd-Jahrestagung teilnehmen; im begründeten Einzelfall können auch Doktorand*innen ohne eigenen Beitrag gefördert werden.

3. Postdocs

Bis zu acht Reise­kosten­zuschüsse in Höhe von jeweils bis zu max. 400,00 EUR an PostDocs, die mit einem eigenen Beitrag an der DHd-Jahrestagung teilnehmen. 

B) Bedingungen 1. Studierende   

Bewerbungsberechtigt für die Reisestipendien für Studierende sind Studierende eines geisteswissenschaftlichen Faches oder eines Faches aus dem Bereich der Digital Humanities mit einem zu begründenden bzw. nachgewiesenen Interesse an den Digital Humanities und den Jahrestagungen des DHd-Verbandes. 

Berichterstattung: Die Stipendiat*innen verpflichten sich, während der Konferenz oder bis spätestens vier Wochen nach Ende der Konferenz über ihre Erfahrungen während der Tagung zu berichten. Dazu eignen sich beispielsweise Beiträge im DHd-Blog, die tage- oder sektionsweise Übernahme des Konferenz-Twitter-Accounts, Foto- oder sonstige multimediale Dokumentationen und kurze Konferenzberichte über andere mediale Kanäle. Weitere kreative Präsentations- und Publikationsformen sind ausdrücklich erwünscht und können nach Rücksprache berücksichtigt werden.

2. Doktorand*innen

Bewerbungsberechtigt für die Gerda Henkel-Reisekostenstipendien für Nachwuchswissenschaftler*nnen sind Promovierende, die an Einzel- oder Gruppenprojekten aus dem weiten Feld der Digital Humanities arbeiten und deren Tagungseinreichung angenommen wurde. Bewerbungen von Promovierenden ohne eigenen Beitrag sind prinzipiell möglich. Bitte begründen Sie in diesem Fall ausführlich, warum Sie an der Tagung teilnehmen möchten. 

Berichterstattung: Die Stipendiat*innen verpflichten sich – in Abstimmung mit dem Auswahlkomitee und der Abteilung »Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation« der Gerda Henkel Stiftung – bis spätestens vier Wochen nach Ende der Konferenz an einem Beitrag für das L.I.S.A. Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung mitzuwirken. Dafür eignen sich beispielsweise Interviews, Videos und Audioformate zum Gegenstand der Konferenz, Kurzporträts der geförderten Stipendiat*innen und ihrer Einreichungen zur Konferenz, Foto- oder sonstige multimediale Dokumentationen und kurze Konferenzberichte. Weitere individuelle Präsentations- und Publikationsformen können nach Rücksprache mit dem Auswahlkomitee und der Gerda Henkel Stiftung berücksichtigt werden.

3. Postdocs

Bewerbungsberechtigt für die Reisekostenzuschüsse für PostDocs sind Postdoktorandinnen und -doktoranden, die an Einzel- oder Gruppenprojekten aus dem weiten Feld der Digital Humanities arbeiten und deren Tagungseinreichung angenommen wurde. 

Berichterstattung: Die Stipendiatinnen und Stipendiaten verpflichten sich, während der Konferenz oder bis spätestens vier Wochen nach Ende der Konferenz über ihre Erfahrungen während der Tagung zu berichten. Dazu eignen sich beispielsweise Beiträge im DHd-Blog oder auf der Tagungswebsite, die tage- oder sektionsweise Übernahme des Konferenz-Twitter-Accounts, Foto- oder sonstige multimediale Dokumentationen und kurze Konferenzberichte über andere mediale Kanäle. Weitere kreative Präsentations- und Publikationsformen sind ausdrücklich erwünscht und können nach Rücksprache berücksichtigt werden.

C) Auswahlkriterien und -prozess 1. Studierende
  • Passung auf die Ausschreibung
  • im Begründungsschreiben bekundetes Interesse an den Digital Humanities im Allgemeinen und an der DHd2022 im Besonderen
  • Vorschlag für die mediale Begleitung (Berichterstattung) der DHd 2022-Tagung 
2. Doktorand*innen
  • Qualität der Einreichung für die DHd2022 (Ergebnis des Reviews)
  • Engagement für die Digital Humanities bzw. den DHd-Verband im Allgemeinen
  • Begründungsschreiben (ausführlich mind. 2 Seiten bei Bewerbungen ohne eigenen Beitrag)
  • Vorschlag für die mediale Begleitung (Berichterstattung) der DHd 2022-Tagung. 
3. Postdocs
  • Qualität der Einreichung für die DHd2022 (Ergebnis des Reviews)
  • Engagement für die Digital Humanities bzw. den DHd-Verband im Allgemeinen
  • Begründungsschreiben
  • Vorschlag für die mediale Begleitung (Berichterstattung) der DHd 2022-Tagung. 

Die Auswahl der Stipendiat*innen wird gemeinschaftlich von Vertreter*innen des DHd-Vorstands, den Stipendiengebern, Vertreter*innen des Programmkomitees und Vertreter*innen der lokalen Organisator*innen getroffen. Es werden Bewerber*innen vorgezogen, die bisher noch kein Stipendium für eine der vorigen DHd-Konferenzen erhalten haben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

D) Bewerbung

Bewerbungen können bis zum 20.12.2021 eingeschickt werden. Die Bewerbungsunterlagen sollten (in einer PDF-Datei) folgendes enthalten: 

  • tabellarischer Lebenslauf von max. 1 Seite
  • max. 1-seitige Begründung für die Bewerbung (Ausnahme Doktorand*innen ohne eigenen Beitrag, hier mind. 2 Seiten),
  • kurze Skizze der Ideen für die Berichterstattung (ca. ½ Seite)
  • (bei Doktorand*innen und Postdocs): Proposal des akzeptierten Beitrags samt der Reviews

Bitte geben Sie auch an, wenn Sie bereits für eine früherer DHd-Tagung einen Reisekostenzuschuss erhalten haben. 

Bewerbungen senden Sie bitte per E-Mail an stipendien@dhd2022.de. Bei Fragen zu den Reisestipendien und Reisekostenzuschüssen für Nachwuchswissenschaftler*innen und Studierende wenden Sie sich bitte ebenfalls an stipendien@dhd2022.de.

E) Benachrichtigung

Die Stipendiat*innen werden voraussichtlich bis Ende Januar 2022 benachrichtigt. Eine Erstattung der Reisekosten (Reise, Übernachtung, Tagungsgebühr) erfolgt nach der Konferenz. Den Stipendiat*innen werden die Modalitäten bei der Vergabe mitgeteilt.

Call for Ideas: Peer-to-Peer-Workshop zum Projektmanagement

dhd-blog - Mi, 11/10/2021 - 11:15

Die Frage, warum wir Projektmanagement in den Digital Humanities benötigen, scheint sich aus der Forschungspraxis selbst zu beantworten: Projekte im Verbund, interdisziplinäre Herangehensweise und heterogene Fachkultur fordern Planungs-, Koordinierungs- und Steuerungsmaßnahmen. Die Vernetzung innerhalb der DH-Community auf einer disziplinären Ebene ist bereits weit fortgeschritten, auch der fächerübergreifende Prozess einer Theoriebildung nahm in den letzten Jahren an Fahrt auf. Ein Forum für den Austausch und die Reflektion über Aspekte der Arbeitsweise und des Projektmanagements in den Digital Humanities fehlt bisher.1

Wir möchten im Rahmen der DHd 2022 den Austausch zu drängenden Fragen und brennenden Ideen aus der Community ermöglichen. Das World Café bietet beste Voraussetzungen, um den Peer-to-Peer-Austausch anzuregen und zu strukturieren. Dieser Call for Ideas richtet sich an Projektmanager:innen aus den DH und bittet um Ideen-Einreichungen bis zum 03.12.2021.

Welche Themen interessieren euch? Zum Beispiel der Austausch über Methoden wie Projektplanung, Ressourcenmanagement und Prozessmodellierung? Oder die Identifizierung von Erfolgskriterien, Sammlung von Best Practices und Projektdokumentation? Wie sieht Vermittlung von theoretischen Grundkenntnissen im Projektmanagement in der universitären Lehre, Fort- und Weiterbildungsoptionen aus? … Wir sind gespannt auf eure Ideen!

Reicht Euren Vorschlag für einen Thementisch im World-Café hier ein, erwartet wird ein Titel und eine kurze Beschreibung des Themas (ca. 100 Wörter):

https://forms.gle/Bo1D56m6NCFcCJvZ7
Deadline: 03.12.2021

Wir werden im Dezember 2021 alle Einreichenden informieren.

Veranstalter:innen

  • Fabian Cremer, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG)
  • Swantje Dogunke, Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB Jena)
  • Anna Maria Neubert, Universität Bielefeld
  • Thorsten Wübbena, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG)

1 Fabian Cremer, Swantje, Dogunke, Thorsten Wübbena, “„Experiment, Ergebnis, Erkenntnis“ – Dokumentation einer Interviewreihe zu Projektmanagement in den Digital Humanities,” in Digital Humanities Lab, 13/10/2021, https://dhlab.hypotheses.org/?p=2251.

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