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correspSearch: Neue Tools, neue Daten – und eine Auszeichnung

dhd-blog - Fr, 10/19/2018 - 14:20

Briefeditonen vernetzen – das geht nun noch leichter mit den neuen Tools von correspSearch: Das Javascript-Widget csLink vernetzt Briefeditionen auf ganz neue Art und Weise untereinander. Mit Hilfe des umfassend überarbeiteten CMIF Creator 2 lassen sich digitale Briefverzeichnisse gedruckter Editionen einfach und schnell erstellen. Und auch sonst hat sich bei correspSearch wieder einiges getan.

csLink: Erweiterten Korrespondenzkontext anzeigen

Screenshot der edition humboldt digital mit eingebautem Javascript-Widget csLink (oben rechts)

Das JavaScript-Widget csLink weist zu einem edierten Brief in der eigenen digitalen Edition auf zeitlich benachbarte Briefe der Korrespondenzpartner aus anderen Editionen hin. Dabei fragt das Widget automatisiert die correspSearch API auf Briefe aus demselben Zeitraum mit demselben Absender oder Empfänger ab. Letzteres geschieht unter Angabe einer Normdaten-ID, wie z.B. GND oder VIAF. Das Widget lässt sich konfigurieren, etwa wie groß der abgefragte Zeitraum sein soll oder wie viele Briefe maximal angezeigt werden sollen. Interessierte können sich  in der edition humboldt digital ein Bild von der Funktionsweise machen (z.B. beim Brief an Soemmerring vom 5.12.1793, Link “Briefnetz erkunden” oben rechts). Als Javascript-Widget und auf dem HMTL/CSS-Framework Bootstrap basierend lässt sich csLink mit wenigen Handgriffen in jede digitale Edition integrieren. Es steht frei lizenziert (LGPL) auf https://github.com/correspSearch zum Download und Nachnutzung zur Verfügung.

CMIF Creator 2: Digitale Briefverzeichnisse erstellen

Der CMIF Creator ermöglicht das bequeme, formularbasierte Erstellen von digitalen Briefverzeichnissen gedruckter Editionen im „Corresponence Metadata Interchange Format“ (CMIF) – auch ohne technische Kenntnisse. Der CMIF Creator liegt nun in einer komplett überarbeiteten Version 2 vor. Neben vielen kleineren Verbesserungen in der Oberfläche und einer optimierten Performance, wurden auch zwei größere Features neu hinzugefügt: Zum einen ist es nun möglich, direkt im Formular die zu einer Person oder Körperschaft passende ID aus der Gemeinsamen Normdatei auszuwählen. Hierbei greift der CMIF Creator 2 auf die von lobid.org bereitgestellte GND-API zurück. Zum anderen validiert der CMIF Creator 2 nun die Eingaben und gibt sowohl während der Eingabe als auch beim Speichern detaillierte Informationen zu Fehlern. Der CMIF Creator steht auf https://correspsearch.net/ zur sofortigen Verwendung bereit; dort findet sich auch eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Neue Daten

Neben den neuen Werkzeugen sind in den letzten Monaten auch viele neue Briefmetadaten von verschiedenen Editionsvorhaben und Institutionen als CMIF bereitgestellt und in correspSearch aggregiert worden: so z.B. die digitale Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels, die Briefe von Jean Paul oder Briefe aus der digitalen Quellenedition “DER STURM” – um nur einige zu nennen. Ganz neu hinzugekommen ist auch die Korrespondenz der norwegischen Schriftstellerin Camilla Collet zwischen 1841 und 1851. Das CMIF dieser Briefedition ist die erste Lieferung des Projekts “Norske Korrespondanser – Norwegian Correspondences” (NorKorr) das kürzlich an der Norwegischen Nationalbibliothek von Annika Rockenberger initiiert wurde und zum Ziel hat, norwegische Korrespondenzen zu erschließen.

Mittlerweile sind im Webservice über 44.500 edierte Briefe nachgewiesen. Der Webservice ist auf digitale Briefverzeichnisse angewiesen, daher sind neue Metadaten aus digitalen oder gedruckten Briefeditionen herzlich willkommen.

Last but not least: eine Auszeichnung

Auf der Konferenz der Text Encoding Initiative (TEI) in Tokio wurde im September der  Projektverbund von correspDesc, CMIF und correspSearch mit dem „Rahtz Prize for TEI Ingenuity 2018“ ausgezeichnet. Dieser wird – in Erinnerung an das TEI-Mitglied Sebastian Rahtz (1955–2016) – vom Konsortium der TEI verliehen und zeichnet Einzelpersonen oder Gruppen aus, die durch nichtkommerzielle und öffentlich zugängliche Projekte und Initiativen einen bedeutenden Beitrag zur TEI leisten.

Aus der Begründung der Jury: “Given the significance of letters as important historical sources for many disciplines, the work on correspDesc, CMIF & correspSearch has over the last couple of years contributed significantly to pushing forward the TEI regarding the encoding of letters, but also digital scholarly editing of primary sources in general. The project follows an open, standards-based, TEI-aware web development strategy, provides excellent documentation and has great potential for use in cultural heritage institutions, especially those with limited resources to spare on detailed descriptions of their primary sources.”

Das Projekt correspSearch freut sich – zusammen mit seinen Partnern – sehr über diese Auszeichnung!

Bildnachweis zum Teaserbild dieses Beitrags: „Sorting Mail in Front Royal“. USMC Archives, Quantico. CC BY 2.0 https://www.flickr.com/photos/usmcarchives/9524920862

Bericht: Workshop „Text Reuse und distributionelle Semantik“

dhd-blog - Di, 10/16/2018 - 14:42

Am 16. Und 17. Juli 2018 fand im Kloster Jakobsberg bei Mainz ein Methodenworkshop zum Thema Text Reuse und distributionelle Semantik statt. Am Methodenworkshop nahmen Studierende des Masterstudiengangs „Digitale Methodik in den Geistes- und Kultuwissenschaften“ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, teil, um ihr Wissen im Bereich der NLP zu vertiefen. Der Schwerpunkt des 1,5-tägigen Workshops lag auf dem Ausprobieren und Vergleichen zweier textanalytischen Werkzeuge: TRACER (https://www.etrap.eu/research/tracer/) und DARIAH-DE Topics Explorer (https://dariah-de.github.io/TopicsExplorer/). TRACER ist ein textanalytisches Programm, entwickelt von Marco Büchler innerhalb des eTRAP-Projekts, das es ermöglicht die Verwendung von (auch paraphrasierten) Textpassagen/Sätzen in fremden Texten festzustellen. Das Programm Topics Explorer, das an der Universität Würzburg, Lehrstuhl für Computherphilogie im Rahmen des DARIAH-DE-Projekts entwickelt wurde, ist in der Lage die Themen innerhalb großer Textsammlungen zu bestimmen.

Studierende bereiteten im Voraus eigene Datensätze und dazu passende Fragestellungen vor, mit denen sie an die digitalen Werkzeuge herantraten. Wichtig war dabei, den vollständigen Prozess –angefangen von der Datenvorbereitung bis zur Anwendung der Programme – selbständig in Gruppen durchzuführen und abschließend in Kurzvorträgen vorzustellen.

Die Themen Text Reuse, Zipfisches Gesetz und das Funktionieren des Programms TRACER wurden von Marco Büchler vorgestellt und erläutert . Nach dem Installieren des Programms, der Überprüfung der aktuellen Java–Versions und der Normalisierung der Daten konnten Studierende eigene Analysen durchführen. Die sehr heterogenen Datengrundlagen reichten von modernen Song- bis zu Bibeltexten und so war es wichtig für jede Gruppe zu verstehen welche Einstellungen der Parameter die Textreuse Ergebnisse beeinflussen.

Steffen Pielström, Michael Huber und Stefan Krywinski stellten das Thema Topic Modeling und das dazugehörige Tool DARIAH-DE Topics Explorer vor. Der Topics Explorer ist ein Textmining Programm, das vorgegebene Anzahl der Themen innerhalb eines Textkorpus bestimmen kann. Auch beim Topics Explorer konnten Studierende die Stufen von der Datenvorbereitung hin zur Modellerstellung durchgehen und sich Visualisierungen der Themen in jeweiligen Textkorpora anzeigen lassen. In abschließenden Diskussionen wurde auch das Thema Tool Kritik angesprochen und die Stärken und Schwächen beider Verfahren abgewogen.

Vorstellung der DARIAH DH-Award-PreisträgerInnen 2018: Linda Brandt

dhd-blog - Mo, 10/15/2018 - 09:02

Mit einem DARIAH-DE DH-Award wurde dieses Jahr Linda Brandt ausgezeichnet. Der DARIAH-DE DH-AWARD fördert NachwuchswissenschaftlerInnen, die in ihren Forschungsvorhaben innovative digitale Ansätze und Methoden einsetzen und so einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Digital Humanities leisten. Im DHd-Blog stellen wir PreisträgerInnen und Projekte in den nächsten Wochen vor.

Quelle: privat

Linda Brandt begann nach ihrem Abitur zunächst ein Praktikum bei einem Zeitungsverlag in ihrer Heimatstadt und arbeitete später für diesen auf freier Basis redaktionell. Danach machte sie eine Ausbildung als PR-Diplom-Kauffrau in Düsseldorf und arbeitete für verschiedene Agenturen in Köln und Hamburg. Im Anschluss daran entschied sie sich an die Universität Göttingen zu gehen, um dort im Bachelor Deutsche Philologie und Geschichte zu studieren. Seit Februar 2018 ist sie Masterstudentin an der Universität Basel für „Sprache und Kommunikation“.

Worum geht es in Ihrer Arbeit?

In Zusammenarbeit mit der Informatik und hier mit Georg Roth-Kleyer haben wir Daten aus dem deutschen Psychologieforum erhoben, um mit dem sprachanalytischen Tool LIWC Indikatoren für Depressionen und deren Reliabilität zu finden. Unsere gewonnenen Kerndaten des Forums bestehen aus insgesamt 368.746 Beiträgen, wobei sich für die empirische Analyse der Arbeit auf den Thread Depressionen des Psychologieforums beschränkt werden musste, um das Verfahren LIWC anzuwenden.

Das Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit war es, die wichtigsten linguistischen Konzepte (Demjén 2011/2014 und Pennebaker 2011/2014) zum Sprachgebrauch von psychischen Erkrankungen theoretisch einzuordnen und empirisch zu überprüfen. Wir möchten wissen: Welche sprachlichen Indikatoren gibt es für Depressionen? Ergänzend hierzu war es interessant zu beobachten, wer diese Foren nutzt, dort interagiert und was genau der sprachliche Inhalt der User ist. Die Ergebnisse bestätigen überwiegend die Annahmen von Pennebaker und Demjén. Es konnten Assoziationen zwischen dem Gebrauch von Pronomen und Depressionserkrankten teilweise bestätigt werden. Mithilfe der absoluten Worthäufigkeit konnte festgestellt werden, dass Funktionswörter („functions“) und Pronomen („pronouns“) sowie Personalpronomen („ppron“) häufiger vorkommen als alle anderen Wörter. Auch die 1. Person Plural („I“) kann einige Nennungen verzeichnen. Wie immer in den Wissenschaften sind Ergebnisse wie die mit einer gewissen Vor- und Umsicht zu betrachten.

Gibt es Methoden, Theorien und Tools, welche für diese Aufgabe besonders interessant sind?

Besonders interessante Methoden für diese Aufgabe ist die Sentimentanalyse, welche eine automatische Auswertung von Texten verfolgt mit dem Ziel, die Texte in positive oder negative Aussagen zu einzuteilen. Zumeist wird diese Forschung anhand von englischen Texten unternommen. Für eine solche Kategorisierung ist das Programm LIWC konzipiert, welches von dem amerikanischen Psychologen James W. Pennebaker und seinem Team entwickelt wurde.

LIWC kann Wörter in mehr als 80 Stimmungskategorien klassifizieren, welche zuvor von Psychologen in aufwändigen Testverfahren in positive und negative Wortlisten eingestuft wurden. Die deutsche Version hat der in Zürich ansässige Psychologe Markus Wolf entwickelt, der auch in das Projekt involviert ist. Daher sind außer den Arbeiten von James W. Pennebakers auch die von Markus Wolf und nicht zuletzt auch die von der Linguistin Zsofia Demjén für meine Arbeit von Bedeutung. Demjén arbeitet im Bereich der Medical Humanities, welches besonders im angelsächsischen Raum vertreten ist.

Darüber hinaus ist Machine Learning ein vielversprechendes Verfahren, um zum Beispiel einzelne, sehr aktive User über einen längeren Zeitraum zu betrachten. Daraus könnte ersichtlich werden, inwiefern sich dessen Sprache verändert. Ebenso interessant sind statistische Matchingverfahren, um über jede Variable Mittelwerte zu errechnen. Aber da sind wir noch in den Anfängen.

Wie haben Sie begonnen, sich mit digitalen Geisteswissenschaften zu beschäftigen?

Mein erster Kontakt mit den digitalen Geisteswissenschaften habe ich in einem frühen Stadium meines Bachelorstudiums erhalten. Ich war im dritten Semester und begann als Hilfskraft bei der jungen Forschungsgruppe eTRAP von Marco Büchler zu arbeiten. Gemeinsam haben wir insbesondere an dem Projekt „Brother Grimm“ gearbeitet. Anknüpfend an dieser Tätigkeit begann ich mich für Kurse im Bereich der digitalen Geisteswissenschaften an der Universität Göttingen zu interessieren und so wuchs auch mein Forschungsinteresse daran kontinuierlich. Danach habe ich gemeinsam mit der Literaturwissenschaftlerin Simone Winko an ihrem Lyrik Projekt „Emotionen in Lyrik-Anthologien um 1900“ gearbeitet. Für meinen Master bin ich an die Universität Basel gewechselt, weil es für ein solches Interesse dort ein besseres Angebot für mich gibt.

Welche Angebote der digitalen Geisteswissenschaften fänden Sie für Ihre Forschungsprojekte in Zukunft besonders hilfreich?

Ich glaube, dass es vor allem darum geht, sich besser untereinander zu vernetzten, sodass verschiedene Fachrichtungen zusammenarbeiten können. In meiner Vorstellung wären gemeinsame „Working Spaces“ an Universitäten eine ideale Basis, um sich austauschen zu können. Es wäre zudem hilfreich, wenn es an den Universitäten ein breiter aufgestelltes Lehrangebot seitens der Digital Humanities gibt. Vor allem fehlen Kurse für die Erlernung von (statistischen) Methoden, um digitale Projekte verwirklichen zu können. Auch wäre es großartig, wenn es unter (digitalen) StundentInnen eine bessere Vernetzung gäbe, sodass wir uns gegenseitig bei (technischen) Schwierigkeiten unterstützen können. Eine tolle Gelegenheit um solche Kontakte zu knüpfen ist beispielsweise die internationale Summer School in Leipzig, die es uns ermöglicht Menschen mit ähnlichen Interessen zu treffen und gemeinsam Neues zu lernen.

 

DARIAH-DE unterstützt mit digitalen Ressourcen und Methoden arbeitende Geistes- und KulturwissenschaftlerInnen in Forschung und Lehre. Dafür baut das Projekt eine digitale Forschungsinfrastruktur für Werkzeuge und Forschungsdaten auf und entwickelt Materialien für Lehre und Weiterbildung im Bereich der Digital Humanities (DH). DARIAH-DE ist der deutsche Beitrag von DARIAH-EU und arbeitet in diesem Kontext mit einer Vielzahl von europäischen Partnern und Projektverbündeten zusammen.

Postdoc-Stelle als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in für digitale historische Forschung am IEG Mainz

dhd-blog - Fr, 10/12/2018 - 08:45

via Karin Droste, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz

Das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) in Mainz ist ein außeruniversitäres Forschungsinstitut in der Leibniz-Gemeinschaft. Es betreibt Forschungen zu den religiösen, politischen, sozialen und kulturellen Grundlagen Europas in der Neuzeit und unterhält ein internationales Stipendienprogramm (http://www.ieg-mainz.de). Als Mitglied des Mainzer Zentrums für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften (mainzed) setzt sich das IEG für Open-Access-Publikationen ein und beteiligt sich am Aufbau digitaler Forschungsinfrastrukturen. Für sein Digital Humanities Lab besetzt das IEG zum 1. Januar 2019 auf fünf Jahre befristet

1 Postdoc-Stelle als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in für digitale historische Forschung (100% TV-L EG 13).

Stellenprofil

  1. Der/die Stelleninhaber/in führt ein eigenes Forschungsprojekt durch, das eine Fragestellung des Forschungsprogramms des IEG zum »Umgang mit Differenz im Europa der Neuzeit« (https://tinyurl.com/yakktn2f) mit Methoden der Digital Humanities modellhaft bearbeitet.
  2. Mit seinem/ihrem Forschungsprojekt bringt sich der/die Stelleninhaber/in in einen der drei Forschungsbereiche des IEG ein und unterstützt die Forschenden (der Religionsgeschichte und der Geschichtswissenschaft) bei der Anwendung digitaler Werkzeuge und Verfahren.
  3. Im Digital Humanities Lab des IEG und im mainzed arbeitet der/die Stelleninhaber/in an der kooperativen Weiterentwicklung innovativer Verfahren zur formalen Modellierung geisteswissenschaftlicher Fragen mit und beteiligt sich aktiv am Mainzer Masterstudiengang »Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften«.
  4. Der/die Stelleninhaber/in wirkt am Auf- und Ausbau digitaler Forschungsinfrastrukturen in regionalen, nationalen und europäischen Verbünden mit.

Einstellungsvoraussetzungen

  • abgeschlossenes Hochschulstudium der Digital Humanities oder der Informatik mit nachgewiesener geisteswissenschaftlicher (v.a. religionshistorischer oder geschichtswissenschaftlicher) Kompetenz
  • (bis zum Stellenantritt) abgeschlossene Promotion
  • durch Publikationen und Projekterfahrung nachgewiesene DH-Spezialkenntnisse in Natural Language Processing (mit Semantic Web-Technologien) oder Semantic Web-Technologien (mit Netzwerkanalysen) oder Historischen Geoinformationssystemen (GIS)
  • internationale Forschungsorientierung
  • nachgewiesene Kooperations- und Teamfähigkeit
  • gute Deutsch- und Englischkenntnisse, ggf. weitere projektbezogene Sprachkenntnisse

Das Institut fördert die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern und setzt sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein. Deshalb werden Frauen besonders zur Bewerbung aufgefordert.

Die Stelle ist grundsätzlich teilbar. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Fragen richten Sie bitte an den Forschungskoordinator des IEG, Dr. Joachim Berger (berger@ieg-mainz.de).

Bewerbungen

Ihre Bewerbung (mit CV, Zeugnissen, einer 1-seitigen Projektskizze, Verzeichnis der Publikationen und Programmierleistungen) senden Sie bitte unter Angabe der Kenn.-Nr. WM-DHF-2019 bis zum 31.10.2018 per E-Mail an die Personalabteilung des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte bewerbung@ieg-mainz.de); bitte fassen Sie alle Unterlagen in einem PDF zusammen.

Data Science, Philology and Society

dhd-blog - Do, 10/11/2018 - 17:38

Philology has always focused on textual evidence and is positioned to flourish in a world where the analysis of data plays a fundamental role. But if philologists have always been – and pride themselves on being – in some sense “data-driven”, the rise of quantitative methods challenges them to reimagine how they think and which skills they develop. Much of the most promising research over the coming generation will be built upon texts that have been automatically generated from images of writing. Billions and billions of words will be generated this way, making correction impossible. It is essential to understand what one can and cannot do with varying error rates in such texts. But even with traditional resources, such as critical editions, we need quantifiable measures about where, how often and how different versions of a text differ. This talk frames questions about how philology can move forward.

Gregory Ralph Crane is an American classical philologist and computer scientist. He completed his doctorate in classical philology at Harvard University and subsequently worked there as an assistant professor. For his work on Digital Humanities he has received many high-profile awards. In 2013, he was appointed Alexander von Humboldt Professor of Digital Humanities at the Institute of Computer Science at the University of Leipzig.

Der Vortrag findet am 16.10.2018, 18:00-20:00, in Berlin an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Einstein-Saal, Jägerstrasse 22/23, 10117 Berlin, statt.

Der Flyer zur Veranstaltung kann hier geladen werden: BBAW_Einladung_DataScience_Crane

Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Anmeldung finden Sie hier: http://www.bbaw.de/veranstaltungen/2018/oktober/data-science-phlilology-and-society

BBAW sucht sechs wissenschaftliche Mitarbeiter/innen (100%, TV-L E 13)

dhd-blog - Do, 10/11/2018 - 10:34

Im Zentrum Sprache der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften suchen das „Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache“ und das „Zentrum für digitale Lexikographie“ zum 1. Januar 2019 sechs Mitarbeiter/innen im Bereich der gegenwartssprachlichen Lexikographie des Deutschen.

Weitere Informationen zum „Zentrum für digitale Lexikographie“ und zu den ausgeschriebenen Stellen finden Sie auf der Webseite des „Digitalen Wörterbuchs der deutschen Sprache“ unter https://www.dwds.de/stellenausschreibungen.

Bewerbungsfrist ist der 29. Oktober 2018.

CfP: Wovon sprechen wir, wenn wir von Digitalisierung sprechen? Gehalte und Revisionen zentraler Begriffe des Digitalen

dhd-blog - Do, 10/11/2018 - 10:30
  1. Allgemeine Informationen

Im Rahmen der DFG-geförderten Symposienreihe Digitalität in den Geisteswissenschaften findet vom 13. bis 15. Februar 2019 unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Huber, Prof. Dr. Sybille Krämer und Prof. Dr. Claus Pias ein Symposium zum Thema „Begriffe“ an der Universität Bayreuth statt. Nach dem ersten Symposium im Mai 2016, das dem Status Quo der Digitalität in den einzelnen Fächern der Geisteswissenschaften gewidmet war (Ergebnisse unter digigeist.hypotheses.org), einem weiteren Workshop zu neuen Forschungsgegenständen und Methoden digitaler Geisteswissenschaften (Ergebnisse unter http://www.zfdg.de), sowie einem Symposium zu Infrastrukturen in den digitalen Geisteswissenschaften, ist nun ein viertes Symposion geplant, das sich in begriffskritischer Arbeit der Erörterung und Revision wichtiger Grundbegriffe des Digitalen sowie zentraler Termini innerhalb der Digitalen Geisteswissenschaften widmet.

Begriffe sind sprachlich benannte Konzepte, die unersetzliche Erkenntniswerkzeuge bilden, die über eine Geschichte verfügen und die sich zugleich – abhängig vom kulturhistorischen Wissensstand – beständig verändern. Die Frage, wie wir die gegenwärtig erlebten Veränderungen in verschiedensten Wissens- und Wissenschafts­bereichen erkennen können, beginnt bei den Begriffen, mit denen wir diese beschreiben und klassifizieren. Das Wortfeld des Digitalen ist besiedelt von Termini, die häufig gebraucht, ebenso häufig jedoch unklar und infolge technologischer Entwicklungen auch ‚in beständiger Bewegung‘ sind. Die infragestehenden Begriffe können grob in zwei Felder eingeteilt werden:

  • Einerseits sind dies Konzepte, die mit digitalen Kulturen grundlegend verbunden sind wie: Algorithmus, digital, Digitalisat, Code, Datum, Big Data, Dokument, Datenbank, Interface, Protokoll, Netzwerk, Maschinelles Lernen etc. Insofern die Geisteswissenschaften immer auch eine Selbstaufklärung der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Bedingungen von Kulturen anstreben, ist die kritische Verständigung über diese Begriffe von genereller geisteswissenschaftlicher Bedeutung.
  • Andererseits geht es um Begriffe, die sich auf Methoden, Formate und Praktiken beziehen, die für die Digitalen Geisteswissenschaften von Relevanz sind wie: Annotation, Digitale Modellierung, Markup Languages, Information Retrieval, Korpusbildung, Konkordanz, Semantic Web, Netzwerkanalyse, Text Encoding Initiative, Tagging, Transkription, Visual Analytics, Visual Literacy, Distant Reading, Text Mining oder Audio Mining.

Das Thema der Konferenz ist die kritische Erörterung und Revision bestehender Begriffe sowie der Entwurf und Ausarbeitung neuer Begriffe, die als angemessene Denkzeuge und Erkenntnismittel für die Beschreibung und das Verständnis digitaler Kulturen und ihrer historischen Wurzeln sowie für die Analyse der Forschungspraktiken digitaler Geisteswissenschaften dienen können. Dabei geht es um eine konzeptionelle – dadurch aber keineswegs geschichtsvergessene – Aufarbeitung begrifflicher Relationen zur Beschreibung der digitalen Gegenwart.

Durch die Erörterung einschlägiger Begriffe soll das Thema in drei Hinsichten entfaltet und diskutiert werden:

  1. Dynamiken: Welches sind zentrale Begriffe zur Beschreibung der epistemologischen Dynamiken, die durch Digitalität in den Geisteswissenschaften entstehen?
  2. Genese: Wie verändern sich tradierte Begriffe der Geistes­wissenschaften durch Digitalität und welche älteren Begriffe können erkenntnisfördernd reaktiviert werden?
  3. Konsequenzen: Welche methodologischen und wissenschaftspolitischen Konsequenzen entstehen durch die Wahl und Benutzung bestimmter Begriffe in den – nicht nur digitalen – Geistes­wissenschaften?

 

  1. Bewerbung

Bitte bewerben Sie sich mit einer Skizze Ihres Themenvorschlags in der Länge von max.  400 Wörtern (sowie einem CV) bis zum 10.12.2018 per Mail an digitalitaet.dfg@uni-bayreuth.de.

Der Themenvorschlag sollte sich mit mindestens einem der oben genannten Begriffe  beschäftigen, kann aber gerne weitere Begriffe diskutieren, die grundlegend im Zusammenhang mit den Veränderungen in Forschung und Lehre sind.

 

  1. Kontakt

Für weitere Informationen steht Dr. Julia Menzel gerne zur Verfügung:

Digitalität in den Geisteswissenschaften
Geschäftsstelle
Universität Bayreuth
Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Dr. Julia Menzel
GW I, Zi. 0.14
95447 Bayreuth

Tel.: 0921/55-3629
digitalitaet.dfg@uni-bayreuth.de

Bitte beachten Sie auch unsere Website digitalitaet-geisteswissenschaften.de sowie
den Online-Tagungsband zum ersten Symposium digigeist.hypotheses.org und das Sonderheft der Zeitschrift für Digitale Geisteswissenschaft (http://www.zfdg.de), in dem Beiträge der zweiten Veranstaltung publiziert sind.

Programm online: HAASDZ18 Workshop zur Analyse von Alten Schriften im Digitalen Zeitalter

dhd-blog - Di, 10/09/2018 - 18:55

Am 29. & 30. Oktober findet in Heidelberg im Rahmen des Maßnahme 5.4. des Zukunftskonzepts der Exzellenzinitiative ein Workshop zu den

Herausforderungen bei der Analyse von Alten Schriften im Digitalen Zeitalter (HAASDZ18)

statt. Die Organisation erfolgt gemeinsam mit Christian M. Prager, Universität Bonn und Svenja A. Gülden, Universität Mainz. Die Anmeldung ist kostenlos und bis 15. Oktober möglich.

Das Programm ist ONLINE:

http://www.uni-heidelberg.de/haasdz18

Call for Papers: DIGITAL HUMANITIES 2019 „Complexities“ – DH 2019

dhd-blog - Di, 10/02/2018 - 23:06

Aufruf zum Call for Papers für die Digital Humanities 2019 Konferenz zum Thema „Complexities“

Alliance of Digital Humanities Organizations

Utrecht University (The Netherlands)

Paper/Poster/Panel deadline: 11:59pm GMT 27 November 2018

Workshop/Tutorial deadline: 11:59pm GMT, 10 January 2019

Workshops: 8-9 July 2019

Conference: 9-12 July 2019

Website: http://dh2019.adho.org

Twitter: @DH2019_NL

Email: dh2019@adho.org

 

I: GENERAL INFORMATION

The Alliance of Digital Humanities Organizations (ADHO) invites submission of proposals for its annual conference.

The theme of the 2019 conference is Complexities. This theme has a multifaceted connection with Digital Humanities scholarship. Complexities intends to inspire people to focus on DH as the humanist way of building complex models of complex realities, analysing them with computational methods and communicating the results to a broader public. The theme also invites people to think of the theoretical, social, and cultural complexity and diversity in which DH scholarship is immersed and asks our community to interact consciously and critically in myriad ways, through the conference and the networks, institutions and the enterprises interested in DH research. Finally, it means involving the next generation, teaching DH to students – the people who will need to deal with the complexities of the future.

Proposals related to these themes are particularly welcome, but the Conference will accept submissions on any other aspect or field of Digital Humanities. Possible topics include, but are not limited to:

  • Theoretical, epistemological, methodological or historical aspects of Digital Humanities;
  • Digital and computational approaches and applications in literary and linguistic fields, including computational text analysis, stylometry, authorship attribution, natural language processing and computational linguistics, digital philology and textual scholarship;
  • Digital and computational approaches and applications in archaeology, architecture, and art history, including image processing, 3D modeling, digital restoration;
  • Digital history, geographic information systems applications in spatial humanities and historical studies, public history;
  • Digital approaches in music, film, theatre, and media studies; electronic art and literature, games studies, hacker culture, networked communities, digital divides, digital activism, open/libre networks and software, etc.;
  • Cultural heritage, digital cultural studies and research undertaken by digital cultural institutions
  • Social, cultural, and political aspects of Digital Humanities including digital feminisms, digital indigenous studies, digital cultural and ethnic studies, digital black studies, digital queer studies, digital geopolitical studies, multilingualism and multiculturalism in DH, eco-criticism and environmental humanities as they intersect with the Digital Humanities;
  • Emerging technologies such as physical computing, single-board computers, minimal computing, wearable devices, and haptic technologies applied to humanities research;
  • Institutional aspects of DH, interdisciplinary aspects of scholarship, open science, public humanities, societal engagement and impact of DH;
  • Digital Humanities pedagogy and academic curricula;
  • Digital Research infrastructures, digital libraries and virtual research environment, critical infrastructure studies, media archaeology, etc.;
  • Any other theme pertaining to the Digital Humanities

The primary language of the conference will be English, but we warmly invite proposals written in other languages for which we have a sufficient pool of peer reviewers (German, Italian, French and Spanish).

Presentations may include:

  • Posters (abstract maximum 750 words)
  • Short papers (abstract maximum 1 000 words)
  • Long papers (abstract maximum 1 500 words)
  • Multiple-paper panels (500-word abstracts + 500-word overview)
  • Pre-conference workshops and tutorials (proposal maximum 1 500 words)

The deadline for submitting poster, short paper, long paper, and multiple-paper panel proposals to the international Program Committee is 11:59pm GMT 27 November 2018. Presenters will be notified of acceptance by March 3 2019.

The deadline for submitting workshops and tutorials, , is 11:59pm GMT, 10 January 2019, with notice of acceptance by 3 March 2019.

Proposal must be submitted via https://www.conftool.pro/dh2019/.

DH2019 will use double-blind peer review. To facilitate this process, please remove all identifying information from your proposal submission including author name(s) and affiliation(s), project URLs, etc..

When submitting proposals, previous Digital Humanities conference participants and reviewers should use their existing ConfTool account rather than setting up new ones. If you have forgotten your username or password, please contact Program Committee Co-chairs Fabio Ciotti: fabio [dot] ciotti [at] uniroma2 [dot] it or Elena Pierazzo: elena [dot] pierazzo [at] univ-grenoble-alpes [dot] fr.

To facilitate the production of the conference abstract book, authors of accepted papers will be asked to submit final approved versions of their abstracts via the DHConvalidator, available through ConfTool, which creates a TEI text base of conference abstracts for further processing.

Presenters are encouraged to familiarize themselves with Global Outlook::Digital Humanities’ Translation Toolkit to prepare for a multilingual conference. This includes guidelines and best practices for multilingual slides/posters/handouts and ad hoc community translation: http://go-dh.github.io/translation-toolkit/conferences/.

Similarly, participants are strongly encouraged to make themselves aware of current recommendations for accessibility of presentations and multimedia-based materials. Please review the World Wide Web Consortium’s Web Initiative Guidelines on Presentation Accessibility: https://www.w3.org/WAI/training/accessible.

II: TYPES OF PROPOSALS

Proposals may be of five types: (1) poster presentations; (2) short paper presentations; (3) long papers; (4) multiple-paper panels; (5) pre-conference workshops and tutorials. Short paper and poster proposals are especially welcome and, based on peer review and its mandate to create a balanced and varied program, the Program Committee may offer acceptance in a different category from the one initially proposed. The committee will not normally accept more than a total of two submissions from one primary or co-author. Papers and posters may be given in English, French, German, Italian or Spanish.

All proposals should include relevant citations to sources in the appropriate literature. Citations are not to be included in the word count. Additionally, proposals that concentrate on a particular tool or digital resource should cite non-digital as well as computer-based approaches to the problem.

Poster Presentations
Poster proposals (abstract maximum: 750 words) may describe work on any specific topics or methods or present projects and software tools in any stage of development. Poster presentations are intended to be interactive with the opportunity to exchange ideas one-on-one with attendees.  Posters are in no way considered lesser forms of presentation at the DH conference and are subject to the same strict peer review as other presentation types. Submissions in this category are strongly encouraged.

Short Papers
Short paper proposals (abstract maximum: 1000 words) are intended to be dynamic 10-minute presentations appropriate for reporting on experiments or works in progress or for describing tools or software in development. Short-paper sessions seek to open dialogues among scholars working on related topics. Short papers are in no way considered lesser forms of presentation at the DH conference and are subject to the same strict peer review as other presentation types. Submissions in this category are strongly encouraged.

Long Papers
Proposals for long papers (abstract maximum: 1500 words) should deal with substantial or completed research; report the development of significant new methodologies or digital resources; or present rigorous theoretical, speculative, or critical discussions. Individual papers will be allocated 20 minutes for presentation and 10 minutes for questions.
Proposals relating to the development of new computing methodologies or digital resources should indicate how the methods are applied to research and/or teaching in the humanities and what their impact has been in formulating and addressing research questions. They should also include critical assessments of their application in the humanities as well as of the computing methodologies used.

Multiple Paper Panels
Panels (abstract maximum: 500 words for overview, plus 500 words for each paper) should focus on a single theme and be inherently coherent in presenting a substantial body of research or a research question. Panel submissions which do not meet this criterion and which could function as individual papers will not normally be accepted. A panel should be conceived as a 90-minute session of four to six speakers.
Since the conference offers an important occasion to attract new scholars from diverse backgrounds to specific research areas, those submitting proposals for panels are advised to ensure that the constitution of the panel reflects the constitution of the field and/or research topic that is being addressed and ADHO’s expressed commitment to diversity or to explicitly address problems in those areas. In case the proposer’s own network is too limited, the Program Committee can advise them prior to submission on whom to contact to broaden the panel. Please contact the PC chairs Fabio Ciotti fabio [dot] ciotti [at] uniroma2 [dot] it or Elena Pierazzo elena [dot] pierazzo [at] univ-grenoble-alpes [dot] fr if you need advice.

Pre-Conference Workshops and Tutorials
Tutorials are normally half-day intensive introductions to specific techniques, software packages, or theoretical approaches with a small number of participants. Workshop proposals may take many forms, including proposals with a full slate of speakers and presentations, as well as proposals to issue an independent call for papers from which submissions will be chosen. Participants in pre-conference workshops and tutorials will be expected to register for the full conference as well as pay a small additional fee to the conference. Workshops are expected to be self-financing in terms of hardware and software needs.

Proposals should provide the following information:

  • Title and brief description of the content or topic and its relevance to the Digital Humanities community (not more than 1500 words);
  • Full contact information for all tutorial instructors or workshop leaders, including a one-paragraph statement summarizing their research interests and areas of expertise;
  • Description of target audience and expected number of participants (based, if possible, on past experience); and
  • Special requirements for technical support.

Additionally, tutorial proposals should include:

  • A brief outline showing that the core content can be covered in a half-day (approximately 3 hours, plus breaks). In exceptional cases, full-day tutorials may be supported.

And workshop proposals must include:

  • Intended length and format of the workshop (minimum half-day; maximum one-and-a-half days);
  • Any special requirements for attendees, including software installation (the conference will handle traditional technological support, but workshop organizers are expected to manage specific needs such as access to software, servers, etc.).
  • If the workshop is to have its own call for participation, a deadline and date for notification of acceptances, and a list of individuals who have agreed to be part of the workshop’s Program Committee.

As with Multiple Paper Panel proposals, those submitting proposals for pre-conference workshops are advised to ensure that the constitution of the workshop reflects the constitution of the field and/or research topic that is being addressed and ADHO’s expressed commitment to diversity, or explicitly address problems in those areas.  In case the proposer’s own network is too limited, the Program Committee can advise them before submission on whom to contact to broaden the panel.

Please contact the PC chairs Fabio Ciotti fabio [dot] ciotti [at] uniroma2 [dot] it or Elena Pierazzo elena [dot] pierazzo [at] univ-grenoble-alpes [dot] fr if you need advice.

N.B. Pre-conference workshops endorsed by ADHO Special Interest Groups (SIGs) will be considered via separate calls put out by SIG conveners and will not be evaluated in the general academic program review process.

III: ADHO CONFERENCE CODE OF CONDUCT

The Alliance of Digital Humanities Organizations (ADHO) is dedicated to creating a safe, respectful, and collegial conference environment for the benefit of everyone who attends and for the advancement of research and scholarship in fields supported by our constituent organizations. The ADHO Digital Humanities conference Code of Conduct is available at http://adho.org/administration/conference-coordinating-program-committee/adho-conference-code-conduct. All people submitting proposals to DH2018 should observe and uphold it.

IV: VENUE

DH2019 will take place at the TivoliVredenburg music theatre in the city centre of Utrecht, the Netherlands, and is hosted by the Faculty of Humanities at Utrecht University. The co-chairs of the local organization committee are Franciska de Jong and Joris van Eijnatten.

V: BURSARIES FOR EARLY-CAREER AND EMERGING SCHOLARS

The Alliance of Digital Humanities Organizations will offer a limited number of bursaries for early-career scholars presenting at the conference. Application guidelines will appear on the ADHO website early in 2019: http://www.adho.org.

VI: INTERNATIONAL PROGRAM COMMITTEE

Co-Chair: Elena Pierazzo
Co-Chair: Fabio Ciotti
Co-Vice Chair: Laura Estill
Co-Vice Chair: Jennifer Guiliano
aaDH representative: Paul Arthur
aaDH representative: Simon Musgrave
ACH representative: Meghan Ferriter
ACH representative: Thomas Padilla
centerNet representative: Francesca Benatti
centerNet representative: Nirmala Menon
CSDH/SCHN representative: Maureen Engel
CSDH/SCHN representative: Michael Ullyot
EADH representative: Claire Clivaz
EADH representative: Christian-Emil Ore
Humanistica representative: Clarisse Bardiot
Humanistica representative: Vincent Razanajao
JADH representative: Akihiro Kawase
JADH representative: Taizo Yamada

DH-Kolloquium an der BBAW, 5.10.2018: R. Kronemeijer: „Digitale antike griechische Inschriften: Herausforderungen bei der Entwicklung einer Redaktionsumgebung für das Supplementum Epigraphicum Graecum“

dhd-blog - Mo, 10/01/2018 - 14:49

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW möchten wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Freitag, den 5. Oktober 2018, 17 Uhr s.t. bis 19 Uhr (Konferenzraum 1), einladen:

Redmer Kronemeijer (independent developer, linguist; RDMR)
Digitale antike griechische Inschriften: Herausforderungen bei der Entwicklung einer Redaktionsumgebung für das Supplementum Epigraphicum Graecum

Das Supplementum Epigraphicum Graecum sammelt seit 1923 neue Ausgaben und Neulesungen von antiken griechischen Inschriften bis zum 8. Jahrhundert. Der Vortrag gibt einen Einblick in das Projekt, das zum Ziel hat, das Verlagsverfahren zu beschleunigen und qualitativ zu verbessern.

Obwohl alle bisher produzierten Bände bereits im XML-Format gemäß der Empfehlungen der Text Encoding Initiative (TEI) digitalisiert sind, werden neue Bände noch immer als Word-Dateien ausgezeichnet. Dabei ist es schwierig, die Konsistenz innerhalb der Reihe, beispielsweise bei der Auszeichnung von Indextermen sicherzustellen. Um dies zu erleichtern, haben wir eine Redaktionsumgebung gebaut, mit der TEI-Dateien von höherer Qualität und Konsistenz hergestellt werden können.

Nach der Vereinheitlichung der bisherigen Dateien wurden die unterschiedlichen Teile in neuen, inhaltsgerechten Formaten gespeichert. Zeitperioden können mit URIs vernetzt werden, Ortsangaben wurden mit Geo-Koordinaten versehen. Die Herausgeber müssen nicht direkt in TEI- bzw. Epidoc-XML auszeichnen: stattdessen können sie einfacher formatierte Textversionen in Markdown oder Leiden produzieren, die anschließend entsprechend konvertiert werden.

Der Vortrag stellt die die Herausforderungen bei der Datenumwandlung und -Bereinigung dar und gibt anschließend einen Einblick in die Entwicklung der Redaktionsumgebung und der Server-Architektur.

Im DH-Kolloquium an der BBAW werden aktuelle Themen der Digital Humanities praxisnah und anwendungsorientiert zur Diskussion gebracht, um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beim Einsatz digitaler Methoden in der geisteswissenschaftlichen Forschung zu unterstützen. Weitere Informationen finden Sie auf der Wesbite der BBAW oder des if|DH|Berlin.

Die Veranstaltung findet im Konferenzraum 1 (1. Stock) der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin statt.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, möchten wir Sie um Anmeldung per E-Mail unter DH-Kolloquium@bbaw.de bitten.

Wir möchten Sie auch auf den sich anschließenden „Digital Humanities“-Stammtisch hinweisen, bei dem die hoffentlich fruchtbaren Diskussionen in formloser Atmosphäre fortgesetzt werden können.

2. Göttinger StudiDays in Digital Humanities #DHStudiDays2018

dhd-blog - Do, 09/27/2018 - 15:33

Zum zweiten Mal fanden in diesem Jahr die Göttinger StudiDays in Digital Humanities statt. Vom 24. bis 26.09.2018 trafen sich Studierende und WissenschaftlerInnen aus den Geisteswissenschaften, der Informatik und den Digital Humanities am Göttingen Centre for Digital Humanities (GCDH). Alle Teilnehmenden waren eingeladen Projekte vorzustellen, sich über Ideen auszutauschen, sich zu vernetzen und neue Tools und Fragestellungen kennen zu lernen. Den Auftaktvortrag hielt Dr. Markus Frank aus München über die Erfahrungen im Studiengang Digital Humanities in den Sprachwissenschaften an der LMU.

Der zweite Konferenztag begann mit Vorträgen von Studierenden. Sven Voigt stellte das Thema seiner Masterarbeit zur Big Data Analyse von Pendlerverhalten in Deutschland vor. Im Anschluss berichtete er gemeinsam mit Nikolaj Kopp über ihr gemeinsames Projekt, einen Virtual Reality Seminarraum.

Darauf folgte ein einstündiger Crash-Kurs in isiZulu, eine indigene südafrikanische Sprache, und die Kultur der Zulu von Franziska Pannach. Nach der Mittagspause lernten die Teilnehmenden von Dr. Beata Mache Ansätze zum Forschungsdatenmanagement mit DARIAH-DE kennen.

Stefan Ziehe stellte im Anschluss sein privates Projekt zum Neuronalen Nietzsche-Netz vor, mit dem er fast authentisch anmutende Texte generieren konnte. Zu einem ähnlichen Thema durften wir auch Dr. Katrin Betz aus Bamberg begrüßen, die ihre Ideen zur Erkennung von prototypischen Wortartenvertretern mit einem Word2Vec-Ansatz vorstellte. Bei einem gemeinsamen Abendessen konnten die Teilnehmenden dann diesen interessanten Tag ausklingen lassen.

Am 26.09.2018 begann der letzte Konferenztag mit einem InformatikerInnen-Speeddating, bei dem kleine und große Fragen zur Arbeit mit Algorithmen und Werkzeugen geklärt werden konnten. Im Anschluss stellten Hanna Varachkina und Hagen Voigt ihr Analysetool „TextAna“ vor, mit dem antike Kunstbeschreibungen untersucht werden können.  “What’s in for the Humanities? ” fragte dann Dr. Birgit Schmidt aus der SUB Göttingen im Hinblick auf die Open Science-Bewegung.

Zum Abschluss diskutierten wir mit Dr. Olga Kellert über korpusbasierte Methoden zur Ermittung und Beschreibung von Ähnlichkeiten linguistischer Einheiten.

Wir bedanken uns sehr bei allen TeilnehmerInnen aus Göttingen, München, Trier und Bamberg und freuen uns bereits auf die #DHStudiDays2019.

 

Franziska Pannach, Svenja Guhr und Stefan Ziehe

 

 

Berliner DH-Jahresbericht und Berliner DH-Handreichung vom if|DH|b veröffentlicht

dhd-blog - Mi, 09/26/2018 - 10:54

Wir freuen uns sehr, Ihnen zeitgerecht zum Ende der Förderung für die Geschäftsstelle des Interdisziplinären Forschungsverbundes Digital Humanities in Berlin (if|DH|b) den aktuellen Berliner DH-Jahresbericht für 2018 (inkl. Ausblick auf die Verstetigung einzelner Aktivitäten) sowie die Handreichung „Digital Humanities studieren in Berlin“ präsentieren zu können.

Der Berliner DH-Jahresbericht gibt in seiner fünften und letzten Ausgabe durch die Geschäftsstelle einen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten des Verbundes sowie allgemein der Berliner Digital-Humanities-Community im Zeitraum Januar 2018 bis September 2018. Zusätzlich enthält der aktuelle Bericht einen Ausblick auf die Fortführung einzelner Aktivitäten auch nach Ende der Geschäftsstelle an der BBAW.

Der aktuelle Bericht steht, ebenso wie die vorangegangenen Jahresberichte, unter http://www.ifdhberlin.de/arbeitsfelder/dh-jahresbericht/ im PDF-Format zum Download zur Verfügung.

Die „DH-Handreichung. Digital Humanities studieren in Berlin“ wurde für angehende Berliner Studierende erstellt, die sich für ein Studium im Bereich der digitalen Geisteswissenschaften interessieren. Sie wurde von Marius Hug basierend auf den Erhebungen und Auswertungen von
DH-relevanten Lehrveranstaltungen der letzten Jahre kompiliert. Die Handreichung beinhaltet einen Überblick über das breite Feld der digitalen Geisteswissenschaften sowie eine Liste von Einrichtungen und Ansprechpartner in Berlin, die regelmäßig DH-relevante Lehrveranstaltungen anbieten. Eine PDF-Version der Handreichung finden Sie unter http://www.ifdhberlin.de/lehre/dh-handreichung/.

Für die Unterstützung unserer Arbeit für den if|DH|b möchten wir uns, auch im Namen aller bisherigen Koordinatoren der Geschäftsstelle (Christiane Fritze, Jana Klawitter und Christian Thomas) ganz herzlich bei allen Kolleginnen und Kollegen bedanken!

Für Rückfragen zur Verstetigung einzelner Aktivitäten oder des Verbundes steht Ihnen Dr. Krauth, wissenschaftlicher Geschäftsführer der BBAW (krauth(at)bbaw.de) gerne zur Verfügung.

Research Associate (50 %) in Digital Humanities and Research Infrastructures

dhd-blog - Di, 09/25/2018 - 15:52

via Karin Droste, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz

The Leibniz Institute of European History (IEG) in Mainz invites applications for a

Research Associate (50 %) in Digital Humanities and Research Infrastructures

for the duration of 22 months from 1 January 2019.

Project profile

The IEG is part of an international consortium to create a pan-European research infrastructure on religious studies. The project assembles major research institu- tions all across Europe in order to improve access of scholars to data, information and sources on historical religious studies. Furthermore, it will facilitate joint re- search activities of the partners and organize networking activities between nation- al research facilities, academic communities and policy makers.

Job profile

The job includes the organisation of several training courses and workshops in the domain of religious studies and digital humanities. Relevant topics are the manage- ment of collections with a focus on linking physical assets with digital representa- tions as well as applying digitally available tools for historical religious studies. The candidate contributes to internal and external reports as well as workshop proceed- ings. The expected overall achievement of the position is to foster the establish- ment of a community of scholars in all fields of historical religious studies in an age of digital ecosystems and big data applications.

Requirements

In addition to a pertinent university degree (at M.A. or PhD-level), candidates are expected to demonstrate a profound knowledge of cultural and religious assets and their digital transformation. She or he will also have demonstrable experience both in managing digital objects and working with physical assets. The position requires a collaborative and well-connected team player with excellent English skills and at least one further European language. Ancient language skills, such as Greek and Lat- in, are welcome. She or he has basic German skills or expresses interest in learning German in due time.

IEG is an equal opportunity/affirmative-action employer. In case of equality of quali- fication and suitability of applicants, the applications made by female researchers will be given preferential consideration.

For any questions, please contact Dr Marco Büchler (buechler@ieg-mainz.de).

Applications

Applications – including a letter of motivation, CV, academic transcripts, a list of publication and completed projects – should be submitted via email by 19 October 2018 under reference (BW-DHR-2018) to Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (bewerbung@ieg-mainz.de); all documents should be submitted in a single PDF-file

DARIAH-DE DH-Award 2018

dhd-blog - Fr, 09/21/2018 - 16:45

Eine aktive und zukunftsgewandte Nachwuchsförderung ist essentielle Voraussetzung der nachhaltigen Entwicklung der Digital Humanities. DARIAH-DE fördert deshalb mit dem DARIAH-DE DH-Award gezielt Studierende und NachwuchswissenschaftlerInnen in ihrer Forschung.
Die Vorbereitungsphase für DARIAH-DE begann schon 2008. Deshalb feiert die Infrastruktur in diesem Jahr im Grunde schon ihre 10jährige Arbeit. Das war ein wunderbarer Anlass, die DARIAH-DE DH-Award 2018 in zwei Kategorien auszuloben:

  • „Studien und Konzepte“ für Arbeiten, die sich auf hohem theoretischen Reflexionsniveau mit digitalen Methoden und Infrastrukturen beschäftigen
  • „Tools und Projekte“ für Beiträge, die mit digitalen Ressourcen und / oder digitalen Methoden arbeiten.

Die aus renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Geistes- und Informationswissenschaften bestehende Jury beurteilte die eingereichten Vorschläge mit Blick auf wissenschaftlicher Relevanz, Innovation des Vorhabens und theoretischem Reflexionsniveau. Bei den Beiträgen der Studierenden überzeugte die Kreativität der Ideen, Entdeckergeist und einfach auch die Freude an DH-typischer interdisziplinärer Zusammenarbeit, neuen Methoden und an der Forschung selbst.

Preisträger der DARIAH-DE DH-Awards 2018: Lou Klappenbach, Marvin Kullick, Luisa Philipp, Linda Brandt, Gernot Howanitz, Roland Mikosch, Janica Albers und Thomas Schmidt.

Preisträger

Die Jury begrüßte es sehr, sowohl Bachelor-Studenten wie auch Promovenden auszeichnen zu können. Insgesamt wurden fünf Awards verliehen.

Tools und Projekte

Für seine Masterarbeit „Kann man denn auch nicht lachend sehr ernsthaft sein?“ – Zum Einsatz von Sentiment Analyse- Verfahren für die quantitative Untersuchung von Lessings Dramen zeichnet die Jury Thomas Schmidt, Medieninformatik Universität Regensburg, aus. Schon als Student beteiligte sich Thomas Schmidt an der Konzeption und Implementierung des Tools Katharsis zur quantitativen Analyse deutschsprachiger Dramen mit Schwerpunkt auf statistischer Repliken- und Konfigurationsanalyse. In seiner Masterarbeit, der zwölf Dramen von Lessing zugrunde liegen, entwickelte er Python-Programme zur Durchführung der Sentiment Analysis, implementierte Optionen und Herangehensweisen, die er hinsichtlich ihre Leistung für seinen spezifischen Anwendungsfall untersuchte, um ein optimiertes Sentiment Analysis-Verfahren zu identifizieren. Bei seiner Arbeit nutzte er die Daten aus dem TextGrid Repository.

Drei studentische Hilfskräfte der Digital-Humanities Arbeitsgruppe TELOTA an der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Lou Klappenbach (Europäische Ethnologie, HU Berlin), Luisa Philipp (Medieninformatik, Beuth Hochschule für Technik) und Marvin Kullick (Medieninformatik, Beuth Hochschule für Technik) entwickelten bei ihrer Arbeit an digitalen Briefeditionen die Idee einer Verbindung heutiger und historischer Korrespondenzen. So entstand die bezaubernde Webanwendung quoteSalute – Inspirierende Grußformeln für Ihre Korrespondenz. Jeder E-Mail kann eine zufällig ausgewählte Grußformel aus einer digitalen Korrespondenz-Edition hinzugefügt werden. So werden Kulturdaten und geisteswissenschaftliche Forschungsergebnisse öffentlich präsent, weiter tradiert und erfreuen uns einfach. Alle Daten und Skripte des Projekts sind über ein GitHub-Repositorium frei zugänglich.

The Encyclopedia of Concise Concepts by Women Philosophers ist die Aufgabe die das dreier Projekt-Team Janica Albers (Bearbeitung), Niklas Olmes (IT-Technik) und Roland Mikosch (Grafikdesign) von Center for the History of Women Philosophers and Scientists an der Universität Paderborn meistert. Die Encyclopedia versammlet nach Schlagworten Beiträge von Philosophinnen, wodurch nachhaltige Frauenforschung in Philosophie und Wissenschaft auf Basis moderner Tools der Digital Humanities ermöglicht wird. Das benutzerfreundliche Interface der ECC-Webpage gestaltet einen einfachen Zugriff auf die Inhalte und erlaubt eine praktikable Recherche via Keywords und Personennamen. Die Inhalte entstehen kollaborativ: Alle ForscherInnen, die als ExpertInnen auf ihrem Gebiet gelten, sind eingeladen, Einträge zu verfassen.

Studien und Konzepte

Linda Brandt, Universität Basel, prämierte die Jury für Ihre Arbeit Sprache im Kontext von Depressionen, mit der sie ihr Bachelorstudium der deutschen Philologie und Geschichte an der Universität Göttingen abschloss. Im Fokus der Arbeit stand die Frage, inwiefern sich der Sprachgebrauch bei psychischen Erkrankungen theoretisch bestimmen und entsprechende linguistische Konzepte empirisch überprüfen lassen. In diesem Zusammenhang stand auch die Frage nach sprachlichen Indikatoren für Depressionen. Um diese Frage beantworten zu können, nutzte die Autorin, unterstützt von ihren Kollegen aus der Informatik, das Tool LIWC und analysierte damit ein von ihr aufgebautes Korpus mit über 30.000 Datensätzen aus einem deutschsprachigen Psychologieforum.

Für seine Dissertation Web texten. Text leben. Leben weben. (Auto-)Biographische Praktiken im literarischen russischsprachigen Internet (Runet) wurde Dr. des. Gernot Howanitz, slavische Literaturen und Kulturen Universität Passau, ausgezeichnet. In einer Kombination literatur-, kultur- und medienwissenschaftlicher Verfahren einerseits und Topic Modeling mit nachgeschalteten Clustering- und Visualisierungsverfahren andererseits untersuchte er, wie russische Autorinnen und Autoren das Internet zur (Selbst-)Darstellung nutzen. So konnte er analysieren, wie sich Vorstellungen von Literatur und letztlich auch die Literatur selbst im und durch das Internet verändert. Die Anwendung von Topic Modeling ist in dieser Arbeit ein integraler Bestandteil der Analyse. Gernot Howanitz plant, alle Daten und Skripte zu veröffentlichen, damit sie auch von anderen Forscherinnen und Forschern genutzt werden können. Für die Nutzung des DARIAH-DE Repository ist das ein sehr interessanter Anwendungsfall.

 

Eine aktive und zukunftsgewandte Nachwuchsförderung ist essentielle Voraussetzung der nachhaltigen Entwicklung der Digital Humanities. DARIAH-DE fördert deshalb mit dem DARIAH-DE DH-Award gezielt Studierende und NachwuchswissenschaftlerInnen in ihrer Forschung.
Die Vorbereitungsphase für DARIAH-DE begann schon 2008. Deshalb feiert die Infrastruktur in diesem Jahr im Grunde schon ihre 10jährige Arbeit. Das war ein wunderbarer Anlass, die DARIAH-DE DH-Award 2018 in zwei Kategorien auszuloben:

  • „Studien und Konzepte“ für Arbeiten, die sich auf hohem theoretischen Reflexionsniveau mit digitalen Methoden und Infrastrukturen beschäftigen
  • „Tools und Projekte“ für Beiträge, die mit digitalen Ressourcen und / oder digitalen Methoden arbeiten.

Die aus renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Geistes- und Informationswissenschaften bestehende Jury beurteilte die eingereichten Vorschläge mit Blick auf wissenschaftlicher Relevanz, Innovation des Vorhabens und theoretischem Reflexionsniveau. Bei den Beiträgen der Studierenden überzeugte die Kreativität der Ideen, Entdeckergeist und einfach auch die Freude an DH-typischer interdisziplinärer Zusammenarbeit, neuen Methoden und an der Forschung selbst.

Preisträger der DARIAH-DE DH-Awards 2018: Lou Klappenbach, Marvin Kullick, Luisa Philipp, Linda Brandt, Gernot Howanitz, Roland Mikosch, Janica Albers und Thomas Schmidt.

Preisträger

Die Jury begrüßte es sehr, sowohl Bachelor-Studenten wie auch Promovenden auszeichnen zu können. Insgesamt wurden fünf Awards verliehen.

Tools und Projekte

Für seine Masterarbeit „Kann man denn auch nicht lachend sehr ernsthaft sein?“ – Zum Einsatz von Sentiment Analyse- Verfahren für die quantitative Untersuchung von Lessings Dramen zeichnet die Jury Thomas Schmidt, Medieninformatik Universität Regensburg, aus. Schon als Student beteiligte sich Thomas Schmidt an der Konzeption und Implementierung des Tools Katharsis zur quantitativen Analyse deutschsprachiger Dramen mit Schwerpunkt auf statistischer Repliken- und Konfigurationsanalyse. In seiner Masterarbeit, der zwölf Dramen von Lessing zugrunde liegen, entwickelte er Python-Programme zur Durchführung der Sentiment Analysis, implementierte Optionen und Herangehensweisen, die er hinsichtlich ihre Leistung für seinen spezifischen Anwendungsfall untersuchte, um ein optimiertes Sentiment Analysis-Verfahren zu identifizieren. Bei seiner Arbeit nutzte er die Daten aus dem TextGrid Repository.

Drei studentische Hilfskräfte der Digital-Humanities Arbeitsgruppe TELOTA an der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Lou Klappenbach (Europäische Ethnologie, HU Berlin), Luisa Philipp (Medieninformatik, Beuth Hochschule für Technik) und Marvin Kullick (Medieninformatik, Beuth Hochschule für Technik) entwickelten bei ihrer Arbeit an digitalen Briefeditionen die Idee einer Verbindung heutiger und historischer Korrespondenzen. So entstand die bezaubernde Webanwendung quoteSalute – Inspirierende Grußformeln für Ihre Korrespondenz. Jeder E-Mail kann eine zufällig ausgewählte Grußformel aus einer digitalen Korrespondenz-Edition hinzugefügt werden. So werden Kulturdaten und geisteswissenschaftliche Forschungsergebnisse öffentlich präsent, weiter tradiert und erfreuen uns einfach. Alle Daten und Skripte des Projekts sind über ein GitHub-Repositorium frei zugänglich.

The Encyclopedia of Concise Concepts by Women Philosophers ist die Aufgabe die das dreier Projekt-Team Janica Albers (Bearbeitung), Niklas Olmes (IT-Technik) und Roland Mikosch (Grafikdesign) von Center for the History of Women Philosophers and Scientists an der Universität Paderborn meistert. Die Encyclopedia versammlet nach Schlagworten Beiträge von Philosophinnen, wodurch nachhaltige Frauenforschung in Philosophie und Wissenschaft auf Basis moderner Tools der Digital Humanities ermöglicht wird. Das benutzerfreundliche Interface der ECC-Webpage gestaltet einen einfachen Zugriff auf die Inhalte und erlaubt eine praktikable Recherche via Keywords und Personennamen. Die Inhalte entstehen kollaborativ: Alle ForscherInnen, die als ExpertInnen auf ihrem Gebiet gelten, sind eingeladen, Einträge zu verfassen.

Studien und Konzepte

Linda Brandt, Universität Basel, prämierte die Jury für Ihre Arbeit Sprache im Kontext von Depressionen, mit der sie ihr Bachelorstudium der deutschen Philologie und Geschichte an der Universität Göttingen abschloss. Im Fokus der Arbeit stand die Frage, inwiefern sich der Sprachgebrauch bei psychischen Erkrankungen theoretisch bestimmen und entsprechende linguistische Konzepte empirisch überprüfen lassen. In diesem Zusammenhang stand auch die Frage nach sprachlichen Indikatoren für Depressionen. Um diese Frage beantworten zu können, nutzte die Autorin, unterstützt von ihren Kollegen aus der Informatik, das Tool LIWC und analysierte damit ein von ihr aufgebautes Korpus mit über 30.000 Datensätzen aus einem deutschsprachigen Psychologieforum.

Für seine Dissertation Web texten. Text leben. Leben weben. (Auto-)Biographische Praktiken im literarischen russischsprachigen Internet (Runet) wurde Dr. des. Gernot Howanitz, slavische Literaturen und Kulturen Universität Passau, ausgezeichnet. In einer Kombination literatur-, kultur- und medienwissenschaftlicher Verfahren einerseits und Topic Modeling mit nachgeschalteten Clustering- und Visualisierungsverfahren andererseits untersuchte er, wie russische Autorinnen und Autoren das Internet zur (Selbst-)Darstellung nutzen. So konnte er analysieren, wie sich Vorstellungen von Literatur und letztlich auch die Literatur selbst im und durch das Internet verändert. Die Anwendung von Topic Modeling ist in dieser Arbeit ein integraler Bestandteil der Analyse. Gernot Howanitz plant, alle Daten und Skripte zu veröffentlichen, damit sie auch von anderen Forscherinnen und Forschern genutzt werden können. Für die Nutzung des DARIAH-DE Repository ist das ein sehr interessanter Anwendungsfall.

Mit den DARIAH-DE DH-Awards werden insbesondere auch interdisziplinäre Arbeiten und Projekte unterstützt und Forschungen hervorgehoben, die sich durch innovative Ansätze in den Digital Humanities auszeichnen. Neben der finanziellen Unterstützung ist den DARIAH-DE DH-Awards 2018 die ideelle Förderung auch durch Präsentation dieser Nachwuchs-Arbeiten im Kontext einer großen Verbundkooperation und in einem internationalen Umfeld ein besonderes Anliegen. DARIAH-DE zielt so darauf, die Entwicklung der digitalen Geisteswissenschaften sichtbar zu machen und zur Entstehung lebendiger Forschungsnetzwerke beizutragen. Die Preise im Wert von je 600 Euro wurden am 21.09.2018 im Rahmen der DARIAH-DE Grand Tour 2018 in Darmstadt verliehen. Während der Tagung hatten die Preisträger und Preisträgerinnen die Möglichkeit, ihre Arbeit einem breiten Fachpublikum mit Postern und in Fachgesprächen vorzustellen.

 

 

 

 

 

 

The next big thing will be a lot of small things – Serviceorientierung als Modell für die Infrastrukturlandschaft

dhd-blog - Di, 09/18/2018 - 15:33

von Fabian Cremer und Thorsten Wübbena

Die Diversität der geisteswissenschaftlichen Forschung spiegelt sich auch in der Landschaft der Forschungsinfrastrukturen wieder, die bisweilen als zersplittert charakterisiert wird.1 Als Mittel für die Integration werden derzeit vor allem Steuerungsinstrumente und Rahmenbedingungen top-down vorangetrieben (RFII2), die notwendigen Adaptionsprozesse für die bestehenden Infrastrukturen sind bisher jedoch nur wenig ausgearbeitet. Zudem bleibt die Betriebsfinanzierung dieser Infrastrukturen weiter ungeklärt.3 Neben gemeinsamen Standards und Schnittstellen bedarf es für die vorhandenen „Fragmente“ der Infrastrukturlandschaft häufig jedoch auch einer konzeptuellen Veränderung, um als Teil eines Ganzen zu funktionieren und zu bestehen. Das aus der Informationstechnologie entwickelte „as-a-Service“-Prinzip4, kann hier fruchtbare Anregungen und kritische Fragen liefern. Dieser Blogbeitrag basiert auf einer Einreichung zum Symposium „Forschungsinfrastrukturen in den digitalen Geisteswissenschaften. Wie verändern digitale Infrastrukturen die Praxis der Geisteswissenschaften?“ (26.–28.09.2018, Universität Bayreuth)5 und skizziert das „aaS“-Prinzip auf verschiedenen Ebenen der Forschungsinfrastrukturen und mehrerer Entwicklungsschritte einer aus dem Fach Kunstgeschichte entstandenen Softwaresystems.

Lokale Dienste mit serviceorientierter Architektur

Im Frankfurter Kunstgeschichtlichen Institut wurde mit dem quelloffenen Datenbanksystem ConedaKOR eine Software entwickelt, um u.a. das in der Fachwissenschaft relevante Beziehungsgeflecht zwischen Werken und ihren Kontexten abzubilden zu können.6 Die digitale Bildersammlung hat sich hierbei im Laufe der Zeit zu einer Wissensdatenbank und einem Instrument zur Vermittlung kunsthistorischer Kompetenzen weiterentwickelt. Die Software erfüllt in diesem Szenario sehr spezifische Anforderungen der kunsthistorischen Forschung, ohne jedoch als spezifische Anwendung konzipiert zu sein. Das Konzept einer modularen, serviceorientierten Softwarearchitektur ermöglicht es, die Spezialisierung über Konfigurationsmöglichkeiten und einzelne kleinere Dienste zu erreichen. Das Datenmodell ist innerhalb der Applikation frei konfigurier- und erweiterbar, erlaubt sowohl die Kompatibilität mit einer Top-Level-Domäne (CIDOC CRM) als auch die lokale Ausprägung.7 Ein rollen- und sammlungsbasiertes Rechtemanagement erlaubt hier die – in Verbundprojekten und institutsweiten Anwendungen so kritische – granulare Rechtekontrolle. Diese spezifische Konfiguration, Verwaltung und Betreuung (Datenmodellierung, Objekterschließung usw.) begründen das Bestehen und die Weiterentwicklung dieser lokalen Infrastrukturen als Komplement zu zentralen, generischen Werkzeugen oder Portalen. Der technische Betrieb dieser webbasierten Anwendungen vor Ort erfordert jedoch Ressourcen und Kompetenzen, die vielen Projekten und Instituten nicht zur Verfügung stehen. Als Antwort auf dieses Szenario wurde daher in Kooperation mit DARIAH-DE das Frankfurter Datenbanksystem zu einem „Software-as-a-Service“-Modell weiterentwickelt und steht als erste community-driven Software über DARIAH-DE zur Verfügung.8

Zentrale Dienste durch Software-as-a-Service

Die Entwicklung eines „aaS“-Modells erwies sich als Voraussetzung, um unabhängige Nachnutzung und nachhaltigen Betrieb zu realisieren. Die Grundlage für die Aufnahme in das Diensteangebot von DARIAH-DE bildet der DARIAH-DE-Service Life Cycle. Dieser formale Workflow beschreibt in mehreren Stufen die Kriterien und Vorgehensweisen für eine schrittweise Entwicklung einer Software zu einem Service.9 Im Zuge der Serviceentwicklung von ConedaKOR wurde zunächst eine Prüfung durch DARIAH-DE durchgeführt, in dessen Verlauf die fachwissenschaftliche und die informationstechnologische Seite unter verschiedenen Aspekten durchleuchtet wurden. Nach positivem Ausgang dieses Verfahrens erfolgte die Klärung der zukünftigen Rollen von DARIAH-DE und dem Deutschen Forum für Kunstgeschichte Paris (DFK Paris)10. An die Bewertung und Aufgabenverteilung schließt sich die Abschätzung von Aufwand und Kosten für Umsetzung und Betrieb an (inkl. einer Kalkulation zur finanziellen Belastung für potentielle Endanwender*innen). Die Prozessbegleitung durch DARIAH-DE beschreibt hier ein erfolgreiches Leistungsangebot einer übergreifenden, koordinierenden Infrastruktur zur Integration bestehender Systeme.

Die Forschungsinfrastruktur DARIAH-DE übernimmt hier nicht die Aufgabe der grundständigen Entwicklung von Infrastrukturkomponenten, sondern bietet ein Rahmenwerk aus formalisierten Abläufen, festen Zuständigkeiten und einem Kompetenznetzwerk, in dem externe Softwareentwicklungen als Dienstangebot skaliert oder weiterentwickelt werden können. Damit richtet sich diese Ebene der Forschungsinfrastruktur nicht mehr an den Kreis der Endanwender*innen und Nutzer*innen, sondern an die Verantwortlichen der Projekte und Institutionen, die selbst im Bereich der Entwicklung von Infrastruktur und Informationssystemen agieren. Dieses meist nur lokal vorhandene Potential lässt sich mit übergreifenden Strukturen und weiterer Investition auch in der Form einer nationalen und internationalen Forschungsinfrastruktur entfalten, wie der hier geschilderte Anwendungsfall ConedaKOR demonstriert. Ein Paradebeispiel liefert das Vorhaben „Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya“, das mit dem Dienstangebot ein Bildarchiv mit unikalem Material realisiert: „Maya Image Archive“.11

Dezentrale Dienste durch offene Datenquellen

Durch maschinelle Lesbarkeit und Schnittstellen verändern offene Kulturdaten die Praktiken ihrer Nutzung. Eine unmittelbare Nachnutzung erlaubt es Forschungsvorhaben, Ressourcen in Weiterführung und Anreicherung statt repetitiven Neuaufbau zu investieren. In einem Projekt am Deutschen Forum für Kunstgeschichte Paris wurde daher ein Workflow entwickelt, der die Verknüpfung lokaler Daten mit Wikidata, der weltweit größten freien Datenbasis ermöglicht.12 Die Implementierung (Schnittstellen, Webservices, Browser-Add-on) zielt vorrangig darauf ab, einen nutzerorientierten Service anzubieten. Die Kernidee basiert auf einer Nachnutzung bereits vorhandener Datenobjekte und deren Erweiterung durch fachspezifische Forschungsprojekte direkt in Wikidata, bei optionaler Übertragung in ein eigenes ConedaKOR-Repositorium, um den Datenbestand als Subset verarbeiten und sichern zu können. Die projekttypische Begrenztheit von Ressourcen wird auf die Erhebung der spezifischen, neuen Daten konzentriert, die in Wikidata dann zugleich wieder frei verfügbar werden und den Vorteil der Anreicherung erfahren. Das führt auch zu einer breiteren Sichtbarkeit des Vorhabens und ermöglicht eine Nachnutzung der Forschungsdaten auch außerhalb der Wissenschaft. Zugleich gewährleistet die Nutzung des eigenen Systems eine Erweiterung der Datenbasis mit geschütztem oder sensiblem Material im Kontext des Projekts – in der Kunstgeschichte durch die digitalen Repräsentationen der Untersuchungsgegenstände ein Standardfall.

Kleine Teile des großen Bildes

Diese Kombination aus Forschungssoftware mit spezifischen Funktionalitäten (serviceorientierte Softwarearchitektur), einem vertrauenswürdigen und kompetenten Provider (serviceorientierte Forschungsinfrastruktur), sowie eines externen Datenbestandes (serviceorientierte Datensammlung), ermöglicht eine flexible und wissenschaftsgetriebene Nutzung digitaler Infrastrukturen. Zugleich steht dieser modulare Aufbau beispielhaft für eine verteilte Forschungsinfrastruktur, deren Services sich bedarfsspezifisch zusammensetzen: “The next big thing will be a lot of small things!”13 Die Voraussetzungen für dieses Szenario bilden indes große Herausforderungen: eine essentielle Stärkung der wissenschaftlichen Softwareentwicklung14, eine grundständige Finanzierung übergreifender Strukturen , und die Förderung freien Zugangs zu der Kultur- und Forschungsdaten in maschinenlesbarer und standardisierter Form.15

The next big thing will be a lot of small things, Thomas Lommée, Wandgestaltung Universität Ghent, 2015. Foto: Ian Dolphin, The next big thing will be a lot of small things, (Ausschnitt), 12.08.2016, CC BY-NC 2.0, https://www.flickr.com/photos/iandolphin/29102249075

  1. RfII – Rat für Informationsinfrastrukturen: Leistung aus Vielfalt. Empfehlungen zu Strukturen, Prozessen und Finanzierung des Forschungsdatenmanagements in Deutschland, Göttingen 2016, http://www.rfii.de/?p=1998.
  2. RfII – Rat für Informationsinfrastrukturen: Zusammenarbeit als Chance. Zweiter Diskussionsimpuls zur Ausgestaltung einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) für die Wissenschaft in Deutschland, Göttingen 2018, http://www.rfii.de/?p=2529.
  3. Vgl. Patrick Sahle: RfII-Diskussionsimpuls 2018: Auf dem Weg zu einem Netzwerk mit Kanten aber ohne Knoten?, DHd-Blog, 18.03.2018, https://dhd-blog.org/?p=9547 und Katrin Moeller: RfII-Diskussionsimpuls 2018: Forschungsdaten(infrastrukturen) sind der Mittelpunkt von Forschung!, DHd-Blog, 20.03.2018, https://dhd-blog.org/?p=9556.
  4. Vgl. dazu Peter Mell und Tim Grance: The NIST definition of cloud computing, 2011, NIST Special Publication 800-145, http://faculty.winthrop.edu/domanm/csci411/Handouts/NIST.pdf.
  5. Die Vortragseinreichung der Autoren konnte nicht berücksichtigt werden und erscheint daher hier im Vorfeld als möglicher Impuls für diese und weiterführende Diskussionen.
  6. ConedaKOR: https://github.com/coneda/kor.
  7. Vgl. Sven Peter: Abbildung relationaler Daten auf die Ontologie des CIDOC CRM, 2015, DOI: https://doi.org/10.11588/artdok.00003454.
  8. Thorsten Wübbena: ConedaKOR als „Software as a Service“-Angebot bei DARIAH-DE, DHd Blog, 13.10.2016, http://dhd-blog.org/?p=7268.
  9. DARIAH-DE: Report zur Aufnahme zukünftiger neuer Dienste (R 3.2.7), 29.02.2016, https://wiki.de.dariah.eu/download/attachments/14651583/R3.2.7.pdf.
  10. Das DFK Paris setzte zu diesem Zeitpunkt bei diversen Projekten bereits auf ConedaKOR, woraus auch eine intensive Arbeit an der Weiterentwicklung des Codes entstand und aus dessen Reihen letztlich der „aaS“-Vorschlag eingegangen war.
  11. Vgl. Christian Prager: „Maya Image Archive“ online: digitales Bildarchiv für Mayahieroglyphen, -kunst und -architektur, DHd-Blog, 31.08.2018, https://dhd-blog.org/?p=10411.
  12. Thorsten Wübbena: Wikidata: Nutzungsmöglichkeiten und Anwendungsbeispiele für den Bereich Digital Cultural Heritage, DHd Blog, 25.02.2018, https://dhd-blog.org/?p=9336.
  13. Thomas Lommée, Wandgestaltung Universität Ghent, 2015, vgl. Beitragsbild.
  14. Vgl. Simon Hettrick: “Research Software Sustainability: Report on a Knowledge Exchange Workshop”, The Software Sustainability Institute, 2016, http://repository.jisc.ac.uk/6332/1/Research_Software_Sustainability_Report_on_KE_Workshop_Feb_2016_FINAL.pdf und die DHd-AG „Research Software Engineering in den Digital Humanities (DH-RSE)“, https://dh-rse.github.io/.
  15. Siehe hierzu das Memorandum “Digitalisierung von Kulturgut”: Lisa Klaffki: “Memorandum: Digitalisierung von Kulturgut”, DHd-Blog, 17.05.18, https://dhd-blog.org/?p=9849 sowie zur Öffnung der Kulturdaten: Helene Hahn: “Kooperativ in die digitale Zeit – wie öffentliche Kulturinstitutionen Cultural Commons fördern. Eine Einführung in offene Kulturdaten”, Berlin 2016, urn:nbn:de:0297-zib-59131.

Stellenausschreibung: wiss. MitarbeiterIn (IT) für FID BBI, Vollzeit befristet

dhd-blog - Fr, 09/14/2018 - 13:11
An der Herzog August Bibliothek ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt für den Fachinformationsdienst Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft (BBI) eine befristete Stelle für eine / einen wissenschaftliche Mitarbeiterin / Mitarbeiter (IT) in Vollzeit zu besetzen. Den vollständigen Ausschreibungstext finden Sie unter: http://www.hab.de/files/stellenausschreibung_fid.pdf Die Bewerbungsfrist ist der 12.10.2018.

Wissenschaftliche/r DH-Mitarbeiterin / DH-Mitarbeiter (0,5 Entgeltgruppe 13 TV-L) Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

dhd-blog - Do, 09/13/2018 - 14:18

Die Herzog August Bibliothek ist eine international orientierte Forschungs- und Studienstätte für europäische Kulturgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Langfristvorhabens „Digitale Edition und Kommentierung der Tagebücher des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (1599–1656)“, das in Kooperation mit der Universität Freiburg durchgeführt wird, ist zum 15.11.2018 die vorerst auf

12 Monate befristete Teilzeitstelle einer / eines

Wissenschaftlichen DH-Mitarbeiterin / DH-Mitarbeiters

(0,5 Entgeltgruppe 13 TV-L)

zu besetzen.

Eine Weiterbeschäftigung in der nächsten Förderungsphase (2019–2022) wird angestrebt. Die Arbeitszeit beträgt 19,9 Wochenstunden. Arbeitsort ist die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel.

 

Ihre Aufgaben:

  • Verantwortlichkeit für die technisch-editorische Seite der Projektarbeit, die Praxisanwendung der entsprechenden Technologien und die Dokumentation
  • Betreuung und Weiterentwicklung des digitalen Publikationskonzepts sowie des dazugehörigen Workflows in Zusammenarbeit mit dem Projektteam der Edition
  • Betreuung und Weiterentwicklung von Darstellungsskripten zur Repräsentation der Editionseinheiten (XSLT)
  • Erstellung von Skripten zur Vorbereitung der Druckausgabe (XSL-FO bzw. LaTeX)
  • Betreuung und Weiterentwicklung der Volltextsuche (XQuery, Lucene/SOLR)
  • Definition / Pflege eines XML/TEI-Schemas
  • Mitarbeit bei der Datenkontrolle

 

Ihre Voraussetzungen:

  • Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium, vorzugsweise mit IT-Profil
  • Kompetenzen und Erfahrungen im Bereich der Digital Humanities, insbesondere der digitalen Editionswissenschaft
  • sehr gute Kenntnisse der X-Technologien (XSLT, XQuery) und in der Webentwicklung (HTML, CSS, Javascript) sowie in Datenmodellierung und Auszeichnungssprachen (XML/TEI)
  • Kenntnisse in Semantic Web-Technologien (RDF/RDFS, OWL)

 

Erwünscht sind:

  • Teamfähigkeit und soziale Kompetenz
  • Einsatzbereitschaft und Eigeninitiative

Die Herzog August Bibliothek strebt an, Unterrepräsentanzen i. S. des NGG in allen Bereichen und Positionen abzubauen. Die Gleichstellung von Frauen und Männern wird gefördert. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt behandelt. Ein Nachweis ist beizufügen.

Bewerbungen mit aussagefähigen Unterlagen sind bis zum 15.10.2018 unter Angabe des Kennwortes „TB Christian II.“ zu richten an die

Herzog August Bibliothek

– Verwaltung –

Lessingplatz 1

38304 Wolfenbüttel

E-Mail: verwaltung@hab.de

 

Bewerbungsunterlagen werden grundsätzlich nicht zurückgesandt, sondern datenschutzgerecht vernichtet. Sollte eine Rücksendung gewünscht sein, bitten wir um Beilage eines adressierten und ausreichend frankierten Rückumschlags.

Ein studentisches Poster für die DARIAH-DE Grand Tour 2018

dhd-blog - Di, 09/11/2018 - 09:46

von Susan Flemming

Digital ist in den meisten klassischen geisteswissenschaftlichen Studiengängen noch immer ein Fremdwort. Digital Humanities klingt interessant, aber was bedeutet es eigentlich?  Als unbekanntes Feld lässt sich darunter bestenfalls die Gestaltung digitaler Medien und die Benutzung von digitalen Informationssystemen assoziieren. Dass sie jedoch mehr als dies umfasst, konnte ich in dem forschungsnahen Seminar Die digitale Transformation einer Jahrhundertchronik. Praxisseminar zu digitalen Editionen, das von Marcus Baumgarten und Timo Steyer an der TU Braunschweig durchgeführt wurde, in Erfahrung bringen.

In dem Seminar haben die Seminarteilnehmer*innen zunächst einen Einblick in die Digital Humanities und ihre Anwendungsfelder erhalten und dann zwölf Seiten aus dem ersten Band der frühneuzeitlichen Chronik des Theatrum Europaeum von Matthäus Merian digital editiert. Dabei wurde auf das digitale Editieren und in die Grundzüge eines XML-Dokumentes im Allgemeinen und die Verwendung von TEI im Besonderen eingegangen. Da es sich nur um ein einsemestriges Seminar handelte, beschränkte es sich auf ausgewählte Strukturelemente, die Kodierung von Sonderzeichen und die Auszeichnung von Personen und Orte unter der Berücksichtigung von Normdaten. Dabei wurde die Auszeichnung mit dem DARIAH-DE Tool TextGrid Laboratory vorgenommen.

Einen Teil der im Seminar gewonnenen Ergebnisse werden auf einem Poster für die DARIAH-DE Grand Tour in Darmstadt zu sehen sein. Dies ist eine besondere Möglichkeit, die Ergebnisse final zu präsentieren, so dass sie nicht nur digital in einem Studiumordner auf dem eigenen Laptop liegen.

Dieses und weitere Poster werden bei der Postersession der DARIAH-DE Grand Tour 2018 präsentiert. Die Postersession findet am Donnerstag, den 20.09.2018 von 16:00–17:45 Uhr statt. Alle Informationen, das Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich hier.

Bibliotheken neu denken

dhd-blog - Di, 09/04/2018 - 10:56

Einladung zum Symposium

Von der historischen Bibliothek zur Bibliothek der Zukunft

2018 feiert die Österreichische Nationalbibliothek ihr 650-Jahr-Jubiläum. Aus diesem Anlass lädt sie zu einem wissenschaftlichen Symposium: „Bibliotheken neu denken. Von der historischen Bibliothek zur Bibliothek der Zukunft“.

Nationale und internationale ExpertInnen gehen dabei in drei Themenblöcken zentralen Fragen zur Bibliothek der Zukunft nach: Wie lassen sich die Ansprüche von ForscherInnen und die Verpflichtung zur Bewahrung des kulturellen Erbes mit den Bedürfnissen einer multimedial ausgerichteten Wissens- und Informationsgesellschaft verbinden? In welche neuen Kontexte sollen und können die weit über die Grenzen heutiger Nationalstaaten hinaus reichenden Sammlungsbestände gestellt werden? Und: Welche Anforderungen an Digitalisierungsstrategien und an die Konzeption moderner Bibliotheksbauten ergeben sich daraus?

Termin: 24.–25. September 2018

Ort: Österreichische Nationalbibliothek, Josefsplatz 1, 1010 Wien

Konferenzsprachen: Deutsch und Englisch

Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos.

 

Nähere Informationen und Anmeldung siehe:

https://www.onb.ac.at/news-einzelansicht/news/bibliotheken-neu-denken/

Die Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften (ZfdG) als Best Practice für Open-Access-Zeitschriften

dhd-blog - Mo, 09/03/2018 - 13:37

Die Herausgeberinnen des seit November 2017 im Open Access erscheinenden E-journals MEMO – Medieval and Early Modern Material Culture Online haben sich bei der Konzeption ihres Journals an der ZfdG orientiert, die sich damit als Best Practice im Bereich geisteswissenschaftlicher Open-Access-Zeitschriften weiter etabliert. Ende August dieses Jahres ist nun Ausgabe 2 von MEMO erschienen, die sich dem Thema „Digital Humanities & Materielle Kultur“ widmet.

„Hinsichtlich der technischen und inhaltlichen Umsetzung wurden wir vom Team der ZfdG umfassend unterstützt“, sagt Mag. Gabriele Schichta, eine der beiden Herausgeberinnen von MEMO und betont, dass die Zeitschrift sowohl in ihrem inhaltlichen Aufbau als auch hinsichtlich ihres online-Auftritts als „wichtiges Vorbild und Impulsgeberin“ fungiert hat.

Dr. Constanze Baum, während der Aufbauphase von MEMO die redaktionelle Leiterin der ZfdG, fasst zusammen, welche Tipps und Hilfestellung unter anderem zu redaktionspraktischen Arbeitsabläufen vermittelt wurden: „Neben dem Austausch von Materialien wie Einreichungsrichtlinien und Autorenvereinbarungen sowie der Überlassung eines Stylesheets, konkreten Hinweisen zum Zitieren elektronischer Quellen und einem Hinweis auf das DHd- Working Paper zum digitalen Publizieren konnten wir beraten, wie DOIs institutionell angebunden werden und nicht zuletzt mit Hinweisen zur Rechteeinholung für Medienmaterial weiterhelfen.“

Sabine Wiechmann, leitende Redakteurin der ZfdG, betont, wie wichtig eine solche Zusammenarbeit für den Ausbau und die Weiterentwicklung des digitalen Publizierens ist: „Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ZfdG und von MEMO sehen in dieser Kooperation eine gelungene Win-win-Situation.“

Die Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften veröffentlicht in Jahrgangsheften Fachartikel oder Beiträge mit Projektvorstellungen aus allen Disziplinen der digitalen Geisteswissenschaften. Auch Sonderbände, zuletzt die Nummer 3 „Wie Digitalität die Geisteswissenschaften verändert“,  werden in regelmäßigen Abständen publiziert.

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