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Stellenangebot: Referent*in (w/m/d) für die Projektgruppe Digitales Wissensmanagement (Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde oder Koblenz)

dhd-blog - Mi, 08/17/2022 - 11:38

Das Bundesarchiv sucht am Standort Berlin-Lichterfelde oder Koblenz

eine Referentin / einen Referenten (w/m/d)

in der Abteilung B (Bundesrepublik Deutschland) für das Referat B 4 für die Projektgruppe Digitales Wissensmanagement zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet für eine Dauer von 5 Jahren.

  • Status: Tarifbeschäftigte/r (w/m/d)
  • Bewerbungsfrist: 29.08.2022
  • Wertigkeit: EG 13 TVöD

Das ausführliche Stellenangebot findet sich hier: https://interamt.de/koop/app/stelle?0&id=838219

Text+ startet Helpdesk

dhd-blog - Fr, 08/12/2022 - 13:34

Ab sofort steht über https://www.text-plus.org/kontakt/ das zentrale Kontakt- und Beratungsangebot von Text+ zur Verfügung: der Text+-Helpdesk.
Das auf Sprach- und Textdaten ausgerichtete NFDI-Konsortium bietet der Community hierüber individuelle Unterstützung und Beratung zu den über Text+ angebotenen Diensten und Werkzeugen sowie angrenzenden Angeboten. In allen drei Datendomänen – digitale Sammlungen, lexikalische Ressourcen, Editionen – ist die Unterstützung bei der Entwicklung von Datenmanagementplänen für neue Forschungsprojekte sowie bei der „FAIRification“ und „CAREification“ bereits bestehender Daten Teil des Beratungsangebots.
Die Nutzenden des Beratungsangebots können sich auf ein vielfältiges Netzwerk verlassen – unsere Expert:innen aus den unterschiedlichen Institutionen des Konsortiums stehen der Community mit ihrem Fachwissen aus den drei Datendomänen sowie dem Bereich Infrastruktur/Betrieb zur Seite. Je nach Anliegen stellen sie darüber hinaus gern den Kontakt zu nationalen und internationalen Verbänden und Verbünden her.
Die Kontaktaufnahme ist für alle über das Webformular geöffnet.


Wieso braucht es einen Text+-Helpdesk?

In der Community gibt es immer wieder Beratungsbedarf, beispielsweise zu angebotenen Diensten und Daten oder dem eigenen Datenmanagement. Dies geht sowohl aus vorangegangener Projekterfahrung als auch aus einer Vielzahl von User Stories hervor, die Text+ 2020 erreichten. Der Helpdesk bietet somit einen Service, der aus der Community für ebendiese geschaffen wurde.
Auch die Art der Beratung orientiert sich an der jeweiligen Anfrage: Während es Fragen gibt, die über E-Mail zügig und umfassend beantwortet werden können, bedarf manch anderes Anliegen einer komplexeren Antwort und den Dialog zwischen der/dem Hilfesuchenden und den Expert:innen. Hierzu werden individuelle Beratungsgespräche angeboten.
Uns als Konsortium ermöglicht der Text+-Helpdesk einen tieferen Einblick in die Bedarfe der Community, was mittel- und längerfristig zur Weiterentwicklung und Optimierung unserer Angebote beiträgt.

Save the Date: Workshop am 26. Oktober 2022 via Zoom

dhd-blog - Do, 08/11/2022 - 11:35

Liebe Kolleg:innen, sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns, Sie auf eine gemeinsam von ENABLE! und OPERAS-GER organisierte Veranstaltung aufmerksam zu machen:

Wie geht Open Access in Europa? Chancen und Herausforderungen gemeinsam meistern

Workshop zur offenen europaweiten wissenschaftlichen Kommunikation in den Geistes- und Sozialwissenschaften von ENABLE! und OPERAS-GER. 26. Oktober 2022, 09:00 bis 14:00 Uhr via Zoom

Offene wissenschaftliche Kommunikation macht nicht an Ländergrenzen halt. Vielmehr ist der vereinfachte Austausch über nationale Grenzen hinweg eine große Chance für eine offene Wissenschaftslandschaft, besonders in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Gleichzeitig liegt in der Vielzahl verschiedener Wissenschafts- und Publikationskulturen eine Herausforderung für die Open-Access-Transformation: Wie können diese zusammenarbeiten, ohne ihre jeweilige Einzigartigkeit zu verlieren?

Im Rahmen eines gemeinsamen Workshops, veranstaltet von ENABLE! und dem deutschen National Node von OPERAS, wollen wir deshalb einen Austausch zwischen der deutschen Open-Access-Gemeinschaft im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften und weiteren Initiativen aus Europa ermöglichen. Dazu laden wir Sie und Vertreter:innen aus dem europäischen OPERAS- und Open-Access-Umfeld ein, während der internationalen Open-Access-Week gemeinsam de folgenden Punkte zu diskutieren:

  • Wie stark ist der Open-Access-Gedanke bereits in der Forschungsgemeinschaft verankert?
  • Wie wird die Open-Access-Transformation europaweit in den verschiedenen Forschungsdisziplinen gestaltet?
  • Wie wirkt sich die Open-Access-Transformation auf die Bedarfe der Community aus?
  • Welche Akteure werden dabei einbezogen und dienen diese als Multiplikatoren oder sind sie eigenständige Handlungsträger?
  • Was wird benötigt, um die Transformation voranzutreiben?

Bei dem Workshop werden besonders Mittlerorganisationen wie Verlage und Bibliotheken im Fokus stehen. Weitere Informationen sowie der Link zur Anmeldung folgen bald. Wir würden uns freuen, viele von Ihnen im Oktober begrüßen zu können. Die Veranstaltungssprache ist Deutsch. Um den Austausch mit Akteuren aus dem europäischen Ausland zu ermöglichen, werden einzelne Programmpunkte auf Englisch stattfinden.

Bei Fragen oder Anregungen wenden Sie sich gerne jederzeit an operas-ger@maxweberstiftung.de

Stellenausschreibung: Wissenschaftl. Mitarbeiter*in (m/w/d) Digitale Edition an der Freien Universität Berlin

dhd-blog - Mi, 08/10/2022 - 17:21

Für seine digitale Edition sucht das DFG-geförderte Vorhaben Mapping Medieval Vienna. The Social Topography of Vienna in the 15th Century am Friedrich-Meineke-Institut der Freien Universität Berlin zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n wissenschaftl. Mitarbeiter*in (E13 TV-L, 100%, 24 Monate). Das Editionsvorhaben präsentiert Grundbücher aus dem Wien des 15. Jahrhunderts in einer synoptischen Ansicht. Den Nutzenden sollen vielfältige Zugänge zu den Quellen ermöglicht werden, z. B. über Register und Suche, über die genannten Liegenschaften und die Abfrage von Nachbarschaftsrelationen. Diese Daten bilden die Grundlage für Untersuchungen zur Sozialtopographie des mittelalterlichen Wien und werden zusätzlich für eine GIS-Anwendung des Wien Museums aufbereitet. Die technische Realisierung erfolgt in Kooperation mit dem Center für Digitale Systeme (CeDiS) an der Universitätsbibliothek, wo die Stelle angesiedelt ist.

Gesucht wird ein/e Historiker*in und/oder Webdeveloper*in (m/w/d) mit dem Fokus Digitale Editionen, um die Erschließung der historischen Quellen und die Konzeption der digitalen Edition zu erarbeiten, die Publikationsumgebung für die digitale Edition zu erstellen und die Daten für eine GIS-Nutzung und geographische Visualisierung vorzubereiten.

Bewerbungsfrist ist der 29.08.2022.

Weitere Infos und Ausschreibung: https://www.fu-berlin.de/universitaet/beruf-karriere/jobs/wiss/13_fb-geschichts-und-kulturwissenschaften/GK-FMI92022Ert.html

Bewerbungsfrist verlängert! Zwei Vollzeitstellen im Bereich „Editorik“ an der SUB Göttingen

dhd-blog - Mi, 08/10/2022 - 16:10

An der Georg-August-Universität Göttingen Stiftung Öffentlichen Rechts – Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek sind ab dem 01.09.2022 zwei Stellen als

Koordinator*in Editorik (strukturbildende Aspekte) (w/m/d)
– Entgeltgruppe 13 TV-L –

Koordinator*in Editorik (editionswissenschaftlich-methodologische Aspekte) (w/m/d)
– Entgeltgruppe 13 TV-L –

in Vollzeit (teilzeitgeeignet) zu besetzen. Die Stellen sind befristet bis 31.08.2024.

Gemeinsam mit Vertreter*innen des Göttingen Campus entwickeln Sie unter Einbeziehung von lokalen, nationalen und internationalen Stakeholdern ein Standortkonzept „Editorik“. Sie arbeiten hierbei insbesondere an strategischen und operativen Frage- und Aufgabenstellungen mit, die strukturbildende bzw. editionswissenschaftlich-methodologische Aspekte betreffen.

Die ausführlichen Stellenausschreibungen finden Sie hier:

Koordinator*in Editorik (strukturbildende Aspekte) (w/m/d)

Koordinator*in Editorik (editionswissenschaftlich-methodologische Aspekte) (w/m/d)

Bitte reichen Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung mit allen wichtigen Unterlagen in einem Dokument zusammengefasst bis zum 18.08.2022 ausschließlich über das Bewerbungsportal ein. Inhaltliche Fragen zu diesen Stellen beantwortet Ihnen Herr Christoph Kudella (E-Mail), +49 551 39-23623 (Tel.).

Stellenausschreibung: DARIAH’s Board of Directors is looking for a new member (0,5 FTE)

dhd-blog - Mi, 08/10/2022 - 13:06

DARIAH, the Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities, is a European research infrastructure, which aims to enhance and support digitally-enabled research and teaching across the arts and humanities. DARIAH’s mission is to empower research communities with digital methods to create, connect and share knowledge about culture and society. We maintain an infrastructure that supports researchers working in the diverse community of practice known as the arts and humanities to build, analyse and interpret digital or hybrid resources. DARIAH was established as a European Research Infrastructure Consortium (ERIC) in August 2014 and is one of the Landmarks on the Roadmap of the European Strategy Forum on Research Infrastructures (ESFRI). In 2021, the consortium is composed of 20 member countries and 1 observer, as well as many cooperating partners across 9 non-member countries.

The Board of Directors is the executive body of the DARIAH ERIC and its legal representative. It is composed of 3 members, each working on a part-time basis (0,5 FTE). We are looking to appoint a new member of the Board of Directors from 1 January 2023, who will work closely with the two other existing members.

Applicants for this position should be:

  • an active researcher with significant experience in the application of digital methods to arts and humanities research and a good understanding of what a research infrastructure entails.
  • an inspirational leader, with a proven track record of managing national and international organisations or projects.
  • a flexible and gifted communicator, able to advocate for DARIAH’s interests across disciplines and countries, with scientific, political and general audiences.
Application Procedure

If you wish to apply, please send an email to Chris De Loof, Chair of the General Assembly,  chris.deloof@belspo.be and cc: recruitment@dariah.eu including:

  • a 2-3 page CV, outlining your research activities and strategic leadership experience
  • a covering letter in support of your application
  • The names and contact details of at least two referees
  • a 2-3 page document outlining your vision for DARIAH for the next 3 years.

The closing date for applications is: Sunday, 11 September 2022.

For more information and details on the application procedure, please download the full post description.

Post on the DARIAH-EU website.

Stellenausschreibung: Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (w/m/d) an der BBAW

dhd-blog - Di, 08/09/2022 - 14:31

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) ist eine Vereinigung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit einer über 300-jährigen Geschichte, die den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördert. Ihr wissenschaftliches Profil ist vor allem geprägt durch geistes- und kulturwissenschaftliche Grundlagenforschung, interdisziplinäre Gesellschafts- und Politikberatung auf verschiedenen Feldern und die Kommunikation von Wissenschaft in die Öffentlichkeit.

Seit 2021 ist die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften Teil des Konsortiums Text+, einem Konsortium der bundesweiten Initiative zum Aufbau einer nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) mit dem Ziel, text- und sprachbasierte Forschungsdaten langfristig zu erhalten und ihre breite Nutzung in der Wissenschaft zu ermöglichen.

Für die Task Area „Editions“ sucht die BBAW zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n

wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in (w/m/d)

mit dem Schwerpunkt Forschungsdaten wissenschaftlicher Editionen im Umfang von 75 % der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit (Stellenumfang gegebenenfalls teilbar), befristet bis zum 30. September 2026.

Aufgaben: 

  • Analyse, Aufbau und Weiterentwicklung von Beratungsangeboten für den Umgang mit editionsspezifischen Forschungsdaten; 
  • Entwicklung von Datenmodellen und Workflows für das Management und die Publikation von Editionsforschungsdaten;
  • Bedarfsanalysen und Anforderungsdokumentation für das Forschungsdatenmanagement in digitalen Editionen,
    v. a. für die Bereiche technische Standardisierung und Software; 
  • Organisation von Workshops und Schulungen im Rahmen von Text+ und an der BBAW; 
  • Aktive Beteiligung und Mitarbeit in der Task Area „Editions“ des NFDI-Konsortiums Text+ sowie Zusammenarbeit mit Vertreter/innen von Text+ an der BBAW und mit der Initiative Forschungsdatenmanagement; 
  • Präsentation der Arbeits- und Forschungsergebnisse auf einschlägigen Konferenzen und Workshops sowie durch Publikationen.

Voraussetzungen:

  • abgeschlossene wissenschaftliche Hochschulbildung (Magister, Master, Diplom) in den Digital Humanities, Informationswissenschaften, Editionswissenschaften oder einer anderen Geistes- oder Sozialwissenschaft oder einem vergleichbaren Fach; 
  • sehr gute Kenntnisse (inter-)nationaler Entwicklungen und Standards im Bereich digitaler Editionen (Editionsgenres, Editionsinfrastrukturen, Datenmodelle etc.);
  • Kenntnisse der Erstellung digitaler wissenschaftlicher Editionen;
  • Kenntnisse von XML/TEI sowie über Datenmodellierung und Metadaten im Allgemeinen; 
  • Bereitschaft, Text+ und die BBAW auf (inter-)nationalen Veranstaltungen zu vertreten und vorzustellen;
  • sehr gute Englischkenntnisse; 
  • Fähigkeit zum selbstständigen, strukturierten und ergebnisorientierten Arbeiten; 
  • Teamfähigkeit und ausgezeichnete Kommunikations- und Organisationsfähigkeiten.

Was wir bieten: 

  • vielseitige wissenschaftliche Arbeit in einem interdisziplinären Team (u. a. Digital Humanities, Editionswissenschaften, Literaturwissenschaften, Geschichtswissenschaften, Informatik, etc.);
  • attraktive Möglichkeiten zur wissenschaftlichen Weiterentwicklung im aktiven Digital-HumanitiesUmfeld der BBAW; 
  • familienfreundliche Arbeitsbedingungen; 
  • einen attraktiven Arbeitsplatz am Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte mit der Möglichkeit zum mobilen Arbeiten nach Absprache.

Die Vergütung erfolgt nach der Entgeltgruppe E 13 TV-L Berlin. Der Dienstort ist Berlin.

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften ist bestrebt, den Anteil von Frauen in Bereichen, in denen sie unterrepräsentiert sind, nach Maßgabe des Landesgleichstellungsgesetzes und des Frauenförderplanes zu erhöhen, daher sind Bewerbungen von Frauen ausdrücklich erwünscht. Bewerbungen von Frauen werden bei gleichwertiger Qualifikation bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen von Personen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht; Bewerbungen von Schwerbehinderten werden bei gleicher Eignung vorrangig berücksichtigt.

Ihre aussagekräftigen schriftlichen Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte möglichst elektronisch in einer PDF-Datei (max. 5 MB) bis zum 28.08.2022 unter Angabe der Kennziffer „TEXTplus 02/2022“ an:

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Referat Personal und Recht
Frau Ines Hanke
Jägerstr. 22/23 | 10117 Berlin

Bitte laden Sie Ihre Bewerbungsmappe unter folgendem Link hoch:

nubes.bbaw.de/s/7LmpZTHsjtNWajx 

Bitte beachten Sie, dass wir nach Ende der Bewerbungsfrist zu Ihnen Kontakt aufnehmen werden und Sie nach dem Upload der Bewerbungsunterlagen zunächst keine separate Bestätigung erhalten.

Aus Kostengründen können Bewerbungsunterlagen nur zurückgeschickt werden, wenn ein frankierter Freiumschlag beigefügt wird

Hier die Stellenausschreibung herunterladen (PDF, 415 KB)  

Stellenausschreibung: Wissenschaftliche/r IT-Mitarbeiter/in (m/w/d) an der HAB

dhd-blog - Fr, 08/05/2022 - 11:38

An der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die bis zum 30.04.2025 befristete Stelle einer / eines

Wissenschaftlichen IT-Mitarbeiterin / IT-Mitarbeiters (m/w/d)
(0,75 Entgeltgruppe 13 TV-L)

zu besetzen.

Die Herzog August Bibliothek ist eine Forschungsbibliothek zur europäischen Kulturgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Sie besitzt eine bedeutende Handschriftensammlung und ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Handschriftenzentren. Gemeinsam mit der Staatsbibliothek zu Berlin, der Universitätsbibliothek Leipzig und der Bayerischen Staatsbibliothek München führt sie das von der DFG geförderte Projekt „Handschriftenportal. Entwicklung eines zentralen Onlineportals für Erschließungs- und Bilddaten zu Buchhandschriften“ durch. Das Handschriftenportal wird als neues zentrales Nachweissystem für handschriftenbezogene Erschließungs- und Bilddaten deutscher Kulturinstitutionen dienen und dabei das bestehende Portal Manuscripta Mediaevalia ablösen.

Alle in Manuscripta Mediaevalia vorgehaltenen Daten werden dabei in das neue Handschriftenportal überführt (www.handschriftenzentren.de/handschriftenportal).

Ihre Aufgaben:

  • Skripting von Import- und Exportschnittstellen für Datenaustauschprozesse
  • Pflege von Schemata für die Datenerfassung und -haltung
  • enge fachliche Abstimmung mit den Teilprojekten bei den Projektpartnern und Zusammenarbeit mit dem Wolfenbütteler Projektteam; Mitwirkung an der Abfassung von Arbeitsberichten an die Teilprojektleitung; Präsentation der Arbeitsergebnisse in Sitzungen und Workshops

Ihre Voraussetzungen:

  • Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder vergleichbarer Abschluss) der Informatik, Informationswissenschaften oder Digital Humanities mit entsprechendem Technikschwerpunkt und Programmierkenntnissen oder vergleichbare Qualifikation
  • Sehr gute Kenntnisse in X-Technologien (insbesondere XSLT, RelaxNG, Schematron)
  • ausgeprägte Team- und Kommunikationsfähigkeit

Erwünscht sind:

  • Kenntnisse in Handschriftenkatalogisierung nach den Richtlinien der DFG
  • Kenntnisse in Markupsprachen, insbesondere der TEI
  • Kenntnisse in IIIF
  • Kenntnisse des Linked Open Data (LOD)-Paradigma und dessen Umsetzung mit RDF und SPARQL

Vorteilhaft sind:

  • Kenntnisse in der Versionsverwaltung mit Git /GitLab
  • Erfahrungen in der Zusammenarbeit in einem agilen Entwicklerteam (Scrum-Team)
  • Kenntnisse in eXist, Lucene und SOLR

Als familiengerechte Bibliothek, Forschungs- und Studienstätte bietet die HAB ein abwechslungsreiches Aufgabenspektrum, flexible Arbeitszeiten, mobiles Arbeiten (Homeoffice), regelmäßige Fort- und Weiterbildungen und eine Jahressonderzahlung im Rahmen des TV-L. Es erwartet Sie ein engagiertes und aufgeschlossenes Team.

Die Herzog August Bibliothek strebt an, Unterrepräsentanzen i. S. des NGG in allen Bereichen und Positionen abzubauen. Die Gleichstellung von Frauen und Männern wird gefördert. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt behandelt. Ein Nachweis ist beizufügen. Bewerbungen mit aussagekräftigen Unterlagen sind bis zum 22.08.2022 unter Angabe des Kennwortes: „HSP-Skripting“ zu richten an die

Herzog August Bibliothek
– Verwaltung –
Lessingplatz 1
38304 Wolfenbüttel
E-Mail: Verwaltung@hab.de

Bewerbungsunterlagen werden grundsätzlich nicht zurückgesandt, sondern datenschutzgerecht vernichtet. Sollte eine Rücksendung gewünscht sein, bitten wir um Beilage eines adressierten und
ausreichend frankierten Rückumschlags.

Hinweis zum Datenschutz: Mit der Einreichung Ihrer Bewerbung stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten im Rahmen und zur Durchführung des Bewerbungsverfahrens zu. Diese Einwilligung kann jederzeit ohne Angabe von Gründen gegenüber o.g. Stelle(n) schriftlich oder elektronisch widerrufen werden. Bitte beachten Sie, dass ein Widerruf der Einwilligung u. U. dazu führt,
dass die Bewerbung im laufenden Verfahren nicht mehr berücksichtigt werden kann.

Stellenausschreibung: Promotionsstelle Digital Humanities / Software Development an der HAdW

dhd-blog - Di, 08/02/2022 - 10:46

Im Projekt „Sprachdatenbasierte Modellierung von Wissensnetzen in der mittelalterlichen Romania – ALMA“, Heidelberger Akademie der Wissenschaften, ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als

wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (w/m/d)

in Teilzeit (65%) zu besetzen. Die Stelle ist in den Digital Humanities / Research Software Engineering angesiedelt und dient als Qualifikationsstelle mit dem Ziel des Verfassens einer Doktorarbeit. Der Dienstort ist Heidelberg.

Zu den Aufgaben gehört die Mitarbeit an der Entwicklung einer digitalen Arbeitsumgebung mit Modulen für kollaboratives Arbeiten (Textedition, Korpuslinguistik, Ontology Engineering, Konvertierungsroutinen in Linked Data, Forschungsdatenmanagement) und für die Präsentation der Forschungsergebnisse auf einem Onlineportal.

Erwartet wird ein abgeschlossenes Hochschulstudium in der Computerlinguistik, der Informatik oder in einem Fach der Geisteswissenschaften mit nachweislicher Expertise in digitalen Methoden. Die Projektarbeit erfordert Erfahrungen in der Softwareentwicklung und Kenntnisse von Semantic Web Technologien. Deutschkenntnisse sind erwünscht, können aber auch im ersten Jahr der Promotion erlernt werden.

Wir freuen uns auf Bewerbungen von engagierten Teammitgliedern, die motiviert sind, ein neues Forschungsvorhaben mit aufzubauen und Freude am eigenverantwortlichen Arbeiten mitbringen.

Die Stelle wird nach Entgeltgruppe 13 TV-L vergütet und ist auf 3 Jahre befristet.

Schwerbehinderte Bewerber*innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen Dr. Sabine Tittel (sabine.tittel@hadw-bw.de) per E-Mail gerne zur Verfügung.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen und einem Motivationsschreiben, das erläutert, warum Sie a) qualifiziert für und b) interessiert an der Stelle sind, richten Sie bitte mit Kennziffer 03/2022 bis zum 15.09.2022 in einer einzigen PDF-Datei per E-Mail an  verwaltung@hadw-bw.de .

Stellenausschreibung: PostDoc-Stelle historische französische Lexikologie an der HAdW

dhd-blog - Di, 08/02/2022 - 10:38

Im Projekt „Sprachdatenbasierte Modellierung von Wissensnetzen in der mittelalterlichen Romania – ALMA“, Heidelberger Akademie der Wissenschaften, ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als 

wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (w/m/d)

in Vollzeit (100%) zu besetzen. Der Dienstort ist Heidelberg.

Zu den Aufgaben gehören die Redaktion von lexikalisch-semantischen Studien zur mittelalterlichen Medizin- und Rechtssprache des Französischen (in enger Abstimmung mit Kolleg*innen zum Italienischen, Okzitanischen, Spanischen und Katalanischen und mit Rückgriff auf Latein) des 12. bis 15. Jh. In einer ersten Projektphase werden Handschriften wissenschaftlich ediert und zu Textkorpora zusammengestellt. Das übergeordnete Ziel der darauf aufbauenden Studien ist es, die Ausbauprozesse der Vernakularsprachen zu Wissenssprachen und Wissenschaftssprachen zu beschreiben.

Erwartet werden ein abgeschlossenes Hochschulstudium und eine einschlägige Promotion in der Romanistik. Die Projektarbeit erfordert fundierte Kenntnisse in der Textphilologie und der historischen Lexikologie bzw. Lexikographie. Der sprachliche Schwerpunkt der hier ausgeschriebenen Position liegt auf dem Alt- und Mittelfranzösischen. Benötigt werden sehr gute Kenntnisse auch des Neufranzösischen und idealerweise Kenntnisse in einer weiteren romanischen Sprache. Zudem sind sehr gute Kenntnisse des Englischen in Wort und Schrift nötig.

Es kommen sowohl lexikologisch-lexikographische als auch korpuslinguistische Methoden zum Einsatz. Darüber hinaus fokussiert das Projekt auf die Verarbeitung der Forschungsergebnisse mithilfe von Semantic Web Technologien und erarbeitet Domänenontologien. Kenntnisse in bzw. Affinität zu digitalen Methoden sind daher erwünscht.

Wir freuen uns auf Bewerbungen von qualifizierten Wissenschaftler*innen, die teamfähig und motiviert sind, ein neues Forschungsvorhaben engagiert mit aufzubauen, und die Freude am Erlernen neuer Forschungsmethoden mitbringen.

Die Stelle wird nach Entgeltgruppe 13 TV-L vergütet und ist zunächst bis zum 31.12.2025 befristet. Schwerbehinderte Bewerber*innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen Dr. Sabine Tittel (sabine.tittel@hadw-bw.de) per E-Mail gerne zur Verfügung.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen und einem Motivationsschreiben, das erläutert, warum Sie a) qualifiziert für und b) interessiert an der Stelle sind, richten Sie mit Kennziffer 04/2022 bitte bis zum 15.09.2022 in einer einzigen PDF-Datei per E-Mail an  verwaltung@hadw-bw.de.

 

Stellenausschreibung: Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (w/m/d) für die Task Area „Editions“ im NFDI-Konsortium Text+ an der BBAW

dhd-blog - Mo, 08/01/2022 - 15:21

Für die Task Area „Editions“ sucht die BBAW zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in (w/m/d) mit dem Schwerpunkt Forschungsdaten wissenschaftlicher Editionen im Umfang von 75 % der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit (Stellenumfang gegebenenfalls teilbar), befristet bis zum 30. September 2026.

Aufgaben: 

  • Analyse, Aufbau und Weiterentwicklung von Beratungsangeboten für den Umgang mit editionsspezifischen Forschungsdaten; 
  • Entwicklung von Datenmodellen und Workflows für das Management und die Publikation von Editionsforschungsdaten;
  • Bedarfsanalysen und Anforderungsdokumentation für das Forschungsdatenmanagement in digitalen Editionen,
    v. a. für die Bereiche technische Standardisierung und Software; 
  • Organisation von Workshops und Schulungen im Rahmen von Text+ und an der BBAW; 
  • Aktive Beteiligung und Mitarbeit in der Task Area „Editions“ des NFDI-Konsortiums Text+ sowie Zusammenarbeit mit Vertreter/innen von Text+ an der BBAW und mit der Initiative Forschungsdatenmanagement; 
  • Präsentation der Arbeits- und Forschungsergebnisse auf einschlägigen Konferenzen und Workshops sowie durch Publikationen.

Voraussetzungen:

  • abgeschlossene wissenschaftliche Hochschulbildung (Magister, Master, Diplom) in den Digital Humanities, Informationswissenschaften, Editionswissenschaften oder einer anderen Geistes- oder Sozialwissenschaft oder einem vergleichbaren Fach; 
  • sehr gute Kenntnisse (inter-)nationaler Entwicklungen und Standards im Bereich digitaler Editionen (Editionsgenres, Editionsinfrastrukturen, Datenmodelle etc.);
  • Kenntnisse der Erstellung digitaler wissenschaftlicher Editionen;
  • Kenntnisse von XML/TEI sowie über Datenmodellierung und Metadaten im Allgemeinen; 
  • Bereitschaft, Text+ und die BBAW auf (inter-)nationalen Veranstaltungen zu vertreten und vorzustellen;
  • sehr gute Englischkenntnisse; 
  • Fähigkeit zum selbstständigen, strukturierten und ergebnisorientierten Arbeiten; 
  • Teamfähigkeit und ausgezeichnete Kommunikations- und Organisationsfähigkeiten.

Was wir bieten: 

  • vielseitige wissenschaftliche Arbeit in einem interdisziplinären Team (u. a. Digital Humanities, Editionswissenschaften, Literaturwissenschaften, Geschichtswissenschaften, Informatik, etc.);
  • attraktive Möglichkeiten zur wissenschaftlichen Weiterentwicklung im aktiven Digital-HumanitiesUmfeld der BBAW; 
  • familienfreundliche Arbeitsbedingungen; 
  • einen attraktiven Arbeitsplatz am Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte mit der Möglichkeit zum mobilen Arbeiten nach Absprache.

Die Vergütung erfolgt nach der Entgeltgruppe E 13 TV-L Berlin. Der Dienstort ist Berlin.

Bewerbungsende ist der 28. August 2022.

Zur ausführlichen Stellenbeschreibung und weiteren Informationen!

Podiumsdiskussion „Digitale Geisteswissenschaften als Werkzeug oder Wissenschaft?“ – Ein Veranstaltungsbericht

dhd-blog - Mo, 08/01/2022 - 10:14
Einleitendes

Am 23. Juni lud das ‘Zentrum für Informationsmodellierung’ der Universität Graz zu einer Podiumsdiskussion, die sich der Frage widmete, was denn Digitale Geisteswissenschaften überhaupt sind, Werkzeug oder Wissenschaft?

Eine Frage, die keineswegs neu aber dennoch brandaktuell ist, scheiden sich doch nach wie vor an dieser Frage die Geister in teils doch sehr verhärtete Fronten – in „Verfechter:innen“ traditioneller und „Verfechter:innen“ digitaler Geisteswissenschaften. Diskutiert wird die Frage aber nicht nur über die Disziplingrenzen hinweg, denn auch die digitalen Geisteswissenschaften selbst stellen sich der Frage nach dem Kern des eigenen Schaffens selbstreflektierend und selbstkritisch nicht nur in zahlreichen Publikationen zu Selbstverortung, Möglichkeiten und Grenzen, sondern auch während des Ausbildens neuer Wissenschafter:innen des Faches – zumindest kenne ich es aus diversen Lehrveranstaltungen meines Studiums in Graz so.

Diese Frage nach dem Sein eröffnet einem ein breites Diskussionsfeld. So könnte man die DH beispielsweise als reines Methodenaggregat sehen oder als Nebenprodukt des Digitalisierungshypes. Man könnte sie auch als durch die Digitalisierung der Arbeitsplätze bedingte, jedoch noch viel zu wenig genutzte Selbstverständlichkeit betrachten, oder sie gar als langersehnten Push der traditionellen Geisteswissenschaften ins digitale Zeitalter verstehen. Ein breites Spektrum an Verortungsmöglichkeiten also, welches sich auch in der Veranstaltung zeigte, die zusätzlich noch mit Überlegungen fachdisziplinärer, aber auch konzeptioneller sowie institutioneller Natur gespickt war.

Die Veranstaltungseröffnung

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einleitenden Worten von Univ.-Prof. Dr. Michael Walter (Dekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Graz und Musikwissenschafter) und Univ.-Prof. Dr. Georg Vogeler (Leiter des Zentrums für Informationsmodellierung an der Universität Graz, Historiker und Digital Humanist). In Retrospektive ließ sich in diesen 10 Minuten bereits erkennen, dass in dieser Podiumsdiskussion nicht nur verschiedene Meinungen zu den und aus den Digitalen Geisteswissenschaften aufeinandertreffen, sondern auch die Ausgangspunkte, aus denen diese Diskussion geführt wurde, unterschiedliche waren: geisteswissenschaftliche trifft auf universitätspolitische Position, Methodenfrage trifft auf Ressourcenfrage, Forschung trifft auf Finanzierung. Denn während Vogeler von der Doppelrolle als Digital Humanist spricht, vom zeitgleichen Techniker- und Wissenschafter-Sein, spricht Walter von seinen Verortungsschwierigkeiten des Faches im Allgemeinen und der Frage nach dem “Was ist das überhaupt?”, mit der er in seiner Rolle als Dekan konfrontiert wird. In den Eröffnungsreden noch subtil vorhanden, werden diese beiden Positionen – Wissenschaft vs. Universitätspolitik – die Veranstaltung und insbesondere die Podiumsdiskussion formen.

Bevor die Moderatorin der Veranstaltung Prof. Dr. Rinofner-Kreidl (Vizedekanin, Phänomenologin, Ethikerin und Philosophin an der Universität Graz), jedoch den Ring zur Diskussion freigab, wurde das Publikum noch mit zwei Impulsvorträgen an die Thematik herangeführt. Selbst diese hätten nicht unterschiedlicher sein können. Man sieht – eine Frage so kurz, scheinbar so einfach – eröffnet doch einige unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten.

Heranführung an die Thematik – die Impulsvorträge

So zeigte Prof. em. Dr. Charlotte Schubert (Althistorikern und Medizinhistorikerin an der Universität Leipzig) im Zuge ihres Impulsvortrags mit dem Titel “Einordnung der Digital Humanities in den geisteswissenschaftlichen Fächerkanon: Herausforderung und Chance” anhand der Analyse eines Textkorpus zum Hippokratischen Eid auf, wie nützlich die Methoden und Tools der Digitalen Geisteswissenschaften sein können, um alte Annahmen zu bestätigen oder zu falsifizieren, wodurch sich neue Forschungsfragen eröffnen (können). Dennoch sieht sie die Zukunft der digitalen Geisteswissenschaften eher in der Integration der Methoden und Ansätze in die einzelnen Fächer. Auf diesem Wege könnten sowohl die Methoden der einzelnen Fächer, als auch die Fächer selbst um weitere Perspektiven und Ansätze erweitert werden.

Auf diesen methodenfokussierten Impulsvortrag folgte der eher philosophisch-theoretische, an manchen Stellen bewusst provokant formulierte Impulsvortrag von Prof. Evelyn Gius (Digitale Philologin und Literaturwissenschafterin an der TU Darmstadt und Vorstand des Dhd Verbandes) mit dem Titel “Digitale Geisteswissenschaft als Werkzeug oder Wissenschaft?”. In diesem sagte sie zunächst der Fragestellung selbst den Kampf an, die sich – laut Gius – auch ganz einfach in “Ist das Wissenschaft, oder kann das weg?” paraphrasieren lasse. Ein besonderer Störfaktor sei aber insbesondere das Wort “oder”. Einer wissenschaftlichen Disziplin bedarf es nämlich beides – Wissenschaft und Werkzeug und DH sind, laut Gius, eben beides, wie jede andere Disziplin auch. Nach diesem, wie sie es selbst nannte, etwas polemischen Einstieg, thematisierte Gius die Frage “Was sind Digitale Geisteswissenschaften überhaupt?” und argumentierte, dass die Disziplin schwer zu definieren sei, sich grundsätzlich jedoch drei Tätigkeitsfelder bestimmen lassen. So gehört es zu den DH

  • auf vorher nicht möglich gewesenen, nämlich digitalen Wegen neue Fragen zu stellen bzw. bekannte Fragen neu zu beantworten,
  • die digitalen Methoden aus geisteswissenschaftlicher Sicht zu evaluieren und zu reflektieren, sowie
  • alte akademische Strukturen aufzubrechen und neue zu schaffen, insbesondere in den Bereichen Open Data, Open Science und Open Access.

Daraus resümierte Gius, dass die Digitalen Geisteswissenschaften durchaus eine Wissenschaft sind, wenn auch eine stark methodenorientierte, und das die Zukunft der Disziplin gemeinsam mit den traditionellen geisteswissenschaftlichen Fächern ausgelotet werden müsse.

Diese beiden Impulsvorträge formten sozusagen die beiden Seiten des “Diskussionsringes”, in denen sich die Diskutant:innen in der darauffolgenden Podiumsdiskussion gegenüberstehen sollten – Digitale Geisteswissenschaften als Methodenaggregat, dessen Zukunft in der Integration in die einzelnen Disziplinen liegt, auf der einen Seite und Digitale Geisteswissenschaften als Wissenschaft, die über die Maßen stark methodenbasiert ist, auf der anderen Seite. Sollten, wohlgemerkt… Denn wie bereits erwähnt, offenbarte sich in der Diskussion eine institutionelle Komponente, die zwar im universitären Kontext eine durchaus wichtige ist, im Rahmen der Diskussion aber zur Folge hatte, dass sich die Diskutant:innen nicht auf selber Ebene begegnen konnten. Aber ich sollte nichts vorwegnehmen.

Die Podiumsdiskussion

Neben den beiden Referentinnen der Impulsvorträge nahmen an der Diskussion noch Dr. Luise Borek (Mediävistin und Germanistische Computerphilologin an der TU Darmstadt, im Sommer 2022 Vertretungsprofessorin in Graz), Dr. Johannes Kepper (Musikwissenschafter am musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn) und Prof. Dr. Walter – wie er selbst angab in seiner Rolle als Dekan – teil. Diese drei hatten zu Beginn die Möglichkeit in fünfminütigen Eröffnungsstatements ihre Stellung darzulegen.

So stellte Borek klar, dass sie – wie Gius -, die DH sowohl als Werkzeug als auch als Wissenschaft bzw. als Kombination aus beidem versteht, in denen außerdem zwischen traditionellen und digitalen Methoden vermittelt und letztere kritisch hinterfragt und evaluiert werden. Sie hob zudem das große Potential der digitalen Geisteswissenschaften hervor, die Zukunft der Geisteswissenschaften aktiv mitgestalten zu können. Auch Kepper wies auf die Notwendigkeit und Wichtigkeit der Vermittler:innenrolle hin, die den digitalen Geisteswissenschaften inhärent ist. Insbesondere in einer Zeit, in der Forschungsanträge nur zu gern mit dem Schlagwort “Digitalisierung” gewürzt werden, ohne dass groß ein Gedanke an die konkrete Umsetzung verschwendet wird. Digitalisierung ist momentan eben der – entschuldigen Sie die Wortwahl – heiße Scheiß. Sie kann diesem Hype aber nur gerecht werden, wenn sie kompetent umgesetzt wird. Borek und Kepper lassen sich also, wie Gius, klar auf der „Ringseite“ Digitale Geisteswissenschaften sind eine Wissenschaft, sind ein Fach verorten.

Dekan Walter, der als letzter sein Eröffnungsstatement abgab, sah dies nicht so. Die Geisteswissenschaften sollten sich generell entsprechend der neuen technischen Möglichkeiten weiterentwickeln. Seiner Meinung nach können die Digitalen Geisteswissenschaften kein eigenes Fach sein, wenn ihre Methoden bzw. technische und digitale Kompetenzen im Allgemeinen in allen geisteswissenschaftlichen Disziplinen sowieso mittlerweile eine Rolle spielen müssten. Sein Standpunkt ist also mit jenem von Schubert zu vergleichen. Es braucht kein eigenes, losgelöstes ‘Fach’, sondern die Methoden müssen in die geisteswissenschaftlichen Fächer integriert werden.

Grundsätzlich wären an dieser Stelle nun die Fronten abgesteckt, die Sichtweisen klar – Ring frei. Doch diese Stelle kennzeichnete auch den Moment, indem die Diskussion in eine strukturell-institutionelle Richtung zu laufen begann. Und auch wenn zwischenzeitlich spannende Ansätze aufkeimten, blieb die Frage nach Ressourcenverteilung, der Fokus auf institutionelle Fragen und Probleme bestehen. Doch bevor ich auf diesen Fokuswechsel eingehe, möchte ich zuerst ein paar der spannenden Ansätze hervorheben.

Einer davon wurde schon während des Impulsvortrages kurz angesprochen, aber von Schubert im Rahmen der Diskussion weiter forciert. Laut Schubert, müssen die Digitalen Geisteswissenschaften in die Fächer hinein, insbesondere mit Fokus auf die Fragestellungen des jeweiligen Faches. Dann stelle sich auch eine Akzeptanz in den Geisteswissenschaften gegenüber diesen neuen Herangehensweisen ein. Die Sorgen, die DH würden traditionelles geisteswissenschaftliches Forschen obsolet machen, würden sich so als unbegründet herausstellen. Man solle sich auf die Komplementarität konzentrieren, statt die Differenzen hervorzuheben, so Schubert. Denn wenn die digitalen Geisteswissenschaften bzw. ihre Methoden den Weg in die Fächer finden würden, würden diese von den neuen Ansätzen und Methoden profitieren und dadurch erweitert werden. Das Einrichten zentraler Institute für digitale Geisteswissenschaften sieht sie dabei eher kontraproduktiv.

Auch Kepper befürwortete die Meinung, dass die digitalen Geisteswissenschaften in die Fächer gehören, warnte jedoch vor drohender Vereinzelung, sollte es nicht zusätzlich eine zentrale Anlaufstelle geben. Denn würde eine solche Anlaufstelle, die sich mit Digitalen Geisteswissenschaften beschäftigt und dabei Standards festlegt bzw. vermittelt, die eine Übertragbarkeit sowohl von Daten als auch Methoden erzeugen, fehlen, laufe man Gefahr, viel Redundanz zu erzeugen.

Gius war ebenso der Ansicht, dass es grundsätzlich beides braucht. Denn fachwissenschaftliche Fragen zu stellen, zu verstehen und zu beurteilen, lasse sich ebenso wenig durch einen schnellen Blick in ein Einführungsbuch erlernen, wie digitale Methoden, die auf diese Fragestellungen angewendet werden sollen. Es müssen beide Seiten gefördert werden. Denn in den Digitalen Geisteswissenschaften gibt es sowohl Fokussetzungen, die sich gezielt geisteswissenschaftlichen Disziplinen zuordnen lassen, als auch jene, die eher technischer Natur sind und über die Disziplingrenzen hinweg diskutiert und erörtert werden müssen. Auch wenn sich momentan schon erste Tendenzen abzeichnen, dass sich die digitalen Geisteswissenschaften immer mehr in die einzelnen Fächer hineinentwickeln, sieht sie diese Entwicklung nur zum Teil bereits geschehen.

Man erkennt im Rahmen der Diskussion also durchaus erste Annäherungsversuche und eigentlich wurde schon eine Art Basis für das gemeinsames Ausloten der Zukunft der digitalen Geisteswissenschaften gelegt. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass die Fragen der Ressourcenverteilung und universitätspolitische Fragen die Diskussion zunehmend überschatteten. Die Diskussion über die Zukunft, das Sein, den Kern der DH und ihre Rolle im geisteswissenschaftlichen Fächerkanon, in der sich alle Beteiligten auf selber Ebene begegneten, wandelte sich immer mehr von einer Diskussion über Wissenschaft vs. Methode zu einer Diskussion zwischen ressourcenverteilender und ressourcenerhaltender Partei. Schade eigentlich… Schließlich kam man zu folgendem Konsens: die digitalen Geisteswissenschaften – sei es als Methodenaggregat, sei es als eigene Wissenschaft – haben viel Potential für die Gestaltung der Zukunft der Geisteswissenschaften.

Dieser Wandel in der Ausrichtung wurde auch von Moderatorin Rinofner-Kreidl erkannt – die im Übrigen in dieser Rolle fantastisch war, da sie die Quintessenz der einzelnen Statements herauszufiltern und situationsadäquat neue Fragen zu stellen vermochte. Aber selbst ihr Hinweis, dass es nur dann möglich ist, mögliche Kränkungen zu vermeiden und eine gewinnbringende Diskussion jenseits von Provokationen zu führen, wenn man methodologische, konzeptionelle und institutionelle Fragen getrennt betrachtet, vermochte die Diskussion nicht mehr wirklich zurückzuleiten. Am Ende war man sich einig, dass man sich eben nicht so ganz einig ist, wo es mit den Digitalen Geisteswissenschaften hingehen sollte und wie man sie im geisteswissenschaftlichen Fächerkanon verorten kann.

Es käme aber auch einem Wunder gleich, könnte man eine so vielschichtige Frage, innerhalb von zwei schweißgebadeten Stunden endlich lösen. Worauf sich aber doch alle mehr oder weniger verständigen konnten, war, dass die Diskussion weitergeführt werden muss und zwar in einer Form die auf keiner Seite Kränkungen verursacht.

Wrap Up

Zusammenfassend eine spannende Podiumsdiskussion, die an manchen Stellen konstruktiv, an manchen Stellen fast schon zu polemisch wurde. In der sich einer der Teilnehmer:innen einen Kampf mit härteren Bandagen wünschte und auch an manchen Stellen zum Angriff überging, während die anderen vermeintlich “zu soft” ihre Standpunkte klarmachten. Beendet scheint diese Diskussion aber noch lange nicht, die Tür ist aber zumindest einen Spalt weiter geöffnet.

Und wenn manch ein:e Leser:in in diesem Tagungsbericht eine Spur zu viel Subjektivität, vielleicht auch einen Anflug an Kränkung vermutet, so liegt sie/er nicht ganz falsch. Es ist schwer objektiv zu bleiben, wenn der eigene Fachbereich angegriffen wird, und das nicht auf fachlicher Ebene – hier ist eine hitzige Diskussion ebenso förderlich wie auch wichtig – sondern auf institutionell-ökonomischer Ebene, auf der es nur im Schein um ein Verständnis, um das Ausloten der Disziplin und ihren wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen geht, sondern primär um die Frage nach dem messbaren monetären Wert, um Rentabilität, um Ressourcen und deren Verteilung.

Verstehen Sie mich nicht falsch… Alles lässt sich auf die Ressourcenfrage reduzieren, doch hätte diese Podiumsdiskussion meiner Meinung nach mehr Früchte getragen, wenn sich alle in derselben Rolle begegnet wären – als Geisteswissenschafter:innen. Die Tür zwischen traditionellen und digitalen Geisteswissenschaften hätte sich eine Spur weiter öffnen können und statt des Exerzierens einer institutionellen Machtfrage (bei der in den meisten Fällen sowieso die nächsthöhere universitäre Instanz das letzte Wort hat),  statt eines “Kampfes mit harten Bandagen” gegen “zu softe” Gegner:innen, wäre es vielleicht auch möglich gewesen, weitere Wege einer Kooperation zwischen den “traditionellen” und digitalen Geisteswissenschaften auszuloten – die einander momentan einfach nur misszuverstehen scheinen. Denn – um mit den Worten Charlotte Schuberts abzuschließen – Kooperation gewinnt langfristig immer.

Addendum

Natürlich können Sie sich auch gern selbst ein Bild der Veranstaltung machen – ich bitte Sie sogar darum, denn ich bin mir meiner Befangenheit wohl bewusst.  Den Videomitschnitt finden Sie hier

 

Stellenausschreibung im Urban Complexity Lab der FH Potsdam

dhd-blog - Di, 07/26/2022 - 06:12

find english version below

Stellenausschreibung UCLAB

Für das Forschungs- und Digitalisierungsprojekt „Restaging Fashion“ wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt ein/e Akademische*r Mitarbeiter*in (w/m/d) im Umfang von 30 Wochenstunden (75%) befristet bis zum 30.11.2023 mit einem Hintergrund in (digitaler) Kunstgeschichte, Informatik oder Interaction Design gesucht.

Das Projekt ist am Urban Complexity Lab (UCLAB) der FHP angesiedelt und wird im Rahmen der Richtlinie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes – eHeritage (Bundesanzeiger, 13.05.2019) gefördert.

Im Projekt „Restaging Fashion. Digitale Kontextualisierung vestimentärer Quellen“ werden Bildquellen und historische textile Ensembles digitalisiert, inhaltlich kontextualisiert und in einer digitalen Präsentation zusammengefasst, um die Kulturgeschichte von Kleidung, ihre Erscheinung und Zeichenhaftigkeit erfahrbar zu machen. Ausgangspunkt ist eine Gemäldesammlung aus dem Besitz der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz (Lipperheidesche Kostümbibliothek), die im Rahmen des Projektes digitalisiert und um Grafiken und Handzeichnungen sowie historisches Schriftgut erweitert wird. Diese Bild- und Schriftquellen sollen mit historischen Textilien aus dem Besitz des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg (GNM) im Digitalen zusammengeführt werden mit dem Ziel mittels 3D-Scans die Wiedergabe von historischer Kleidung zu ermöglichen und im Kontext erforschbar zu machen. Zur Präsentation und als Werkzeug der Interpretation werden standardisierte Verfahren der inhaltlichen Erschließung von Kulturdaten aus dem Semantic Web-Kontext eingesetzt sowie neuartige Methoden der digitalen Präsentation und Visualisierung, vor allem von 3D-Daten, entwickelt und erprobt. Im Rahmen des Projekts werden Ansätze der dynamischen Informationsaufbereitung entwickelt und mittels nutzerzentrierter Prototypen eruiert.

Ihre Aufgaben

* Modellierung von 3D-Objekten und Konzeptualisierung von Visualisierungen
* Katalogisierung von Drucken/Zeichnungen in Verbindung mit Gemälden
* Recherchieren und Verbinden von Textquellen
* Kommunikation mit Projektpartnern und Nutzer*innen
* Veröffentlichung von Ergebnissen in Form akademischer Artikel und Vorträgen auf Fachtagungen
* Konzeption eigener Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Datenvisualisierung
* Aktive Teilnahme an interdisziplinärer Forschung im UCLAB

Für fachliche Rückfragen steht Prof. Dr. Marian Dörk (marian.doerk@fh-potsdam.de) gerne zur Verfügung.

Detaillierte Informationen finden Sie hier:
https://karriere.fh-potsdam.de/jobposting/9fdd3e7a93df244541f344b15de33350191754990

Projektwebsite: https://uclab.fh-potsdam.de/projects/restaging-fashion/

Die Bewerbungsfrist ist der 15. August 2022.

+++ English version:

Job offer UCLAB

We are looking for a researcher in the Restaging Fashion project with expertise in art history, computing, information science, and/or interaction design.

The project “Restaging Fashion. Digital contextualization of vestimentary sources” is digitizing and contextualizing fashion images and textile artifacts in order to assemble these fashion sources in a digital presentation and to make the cultural history of clothing, its appearance and symbolism graspable. The starting point has been a collection of paintings owned by the Staatliche Museen zu Berlin – Prussian Cultural Heritage (Lipperheidesche Kostümbibliothek), which has been digitized as part of the project and is being expanded to include graphics and hand drawings as well as historical written documents. These images and written sources are being digitally connected with historical textiles owned by the Germanisches Nationalmuseum Nürnberg (GNM) with the aim of enabling the reproduction of historical clothing by means of 3D scans and making them available in a research context. For the presentation and as a tool of interpretation, standardized methods for the content-related development of cultural data from the semantic web context are to be used. New types of digital presentation and visualization methods, especially of 3D data, are being developed and tested. As part of the project, approaches to dynamic information processing will be developed and determined using user-centered prototypes.

Your responsibilities

*         3D object modeling and conceptualization of visualizations
*         Cataloging prints/drawings connecting with paintings
*         Researching and connecting textual sources
*         Communication with project partners and users
*         Publication of results in form of academic articles and lectures at conferences
*         Conception of new research projects in the field of information visualization
*         Active participation in interdisciplinary research at UCLAB

Prof. Dr. Marian Dörk (marian.doerk@fh-potsdam.de) is happy to answer any academic questions.

Find more details in our job ad:
https://karriere.fh-potsdam.de/3nszu

More about the project: https://uclab.fh-potsdam.de/projects/restaging-fashion/

Application deadline is 15. August 2022.

Stellenangebote der Klassik Stiftung Weimar mit Schwerpunkt Digital Humanities

dhd-blog - Mo, 07/25/2022 - 15:56

Die Klassik Stiftung Weimar befindet sich in einem Prozess der digitalen Transformation. Durch gezielte Publikumsorientierung bietet die Klassik Stiftung Weimar verstärkt digitale Angebote im Kultur- und Forschungsbereich an und baut diese weiter aus, denn Veränderungen bringen neue Chancen für Entwicklung und Innovation mit sich.

Daher sind folgende Stellen neu zu besetzen:

Die Bewerbungsfristen enden am 31.08.2022.
https://www.klassik-stiftung.de/

https://www.klassik-stiftung.de/ueber-uns/stellenangebote/

Stellenausschreibung IfL Leipzig: Koordination „Visuelle Regionale Geographien“ und Abteilungsleitung Bibliothek/Archiv

dhd-blog - So, 07/24/2022 - 16:31

Das Leibniz-Institut für Länderkunde sucht zum 1.1.2023 in Vollzeit eine/n Koordinator/in der Forschungen zu „Visuellen Regionalen Geographien“. Die Stelle ist ab dem 1.7.2024 verbunden mit der Leitung der Abteilung „Geographische Zentralbibliothek und Archiv für Geographie“.

Das neu zu etablierende Querschnittsthema „Visuelle Regionale Geographien“ erweitert die derzeitigen IfL-Forschungsthemen unter Anwendung neuer digitaler Methoden um das Medium Bild. Verbunden damit sollen die umfangreichen und international bedeutsamen Text-Bild-Karte-Bestände des Archivs für Geographie sowie Sammlungsteile der Geographischen Zentralbibliothek am IfL besser für die Forschung erschlossen und öffentlich zugänglich gemacht werden. Dafür werden Methoden und Kompetenzen der Digitalen Geisteswissenschaften und der qualitativen Bildanalyse entwickelt.

Wir suchen eine sehr gut vernetzte Persönlichkeit, die mit dem deutschen und internationalen Wissenschaftssystem bestens vertraut ist, über außerordentliches innovatives Potenzial in der Erschließung und Etablierung neuer Forschungsfelder verfügt sowie Kompetenzen und Erfahrungen in der Leitung von Projekten im Themenumfeld nachweisen kann.

Weitere Informationen unter: https://leibniz-ifl.de/karriere/offene-stellen/offene-stellen-details/koordination-der-forschungen-zu-visuellen-regionalen-geographien-leitung-der-abteilung-geographische-zentralbibliothek-und-archiv-fuer-geographie

Mehrere Stellenausschreibungen bei der Kulturstiftung des Bundes (Halle/Saale)

dhd-blog - So, 07/24/2022 - 15:56

Die Kulturstiftung des Bundes fördert Kunst- und Kulturvorhaben im Rahmen der Zuständigkeit des Bundes. Ein Schwerpunkt ist die Förderung innovativer Programme und Projekte im internationalen Kontext sowie von Kulturprojekten auf Antrag ohne thematische Eingrenzung in allen Sparten. Mit einem jährlichen Fördervolumen von über 35 Mio. Euro zählt sie zu den großen öffentlichen Kulturstiftungen Europas.

Bei der Kulturstiftung des Bundes sind derzeit u.a. folgende Stellen ausgeschrieben:

  • Programmleitung pik – Theaterkooperationen (m/w/d); Bewerbungsfrist: 07.08.2022
  • Sachbearbeiter/in „pik. Programm für inklusive Kunstpraxis“(m/w/d); Bewerbungsfrist: 14.08.2022
  • Sachbearbeiter/in im allgemeinen Programmbereich (m/w/d); Bewerbungsfrist: 14.08.2022
  • Programmleitung pik – Mentoring  (m/w/d); Bewerbungsfrist: 07.08.2022

Die ausführlichen Stellenbeschreibungen und weitere Informationen dazu finden sich hier:

https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/stiftung/stellenangebote.html

Calls/Fördermöglichkeiten für Nachwuchswissenschaftler*innen durch das DFG Schwerpunktprogramm Computational Literary Studies

dhd-blog - Fr, 07/22/2022 - 12:33

Das DFG Schwerpunktprogramm SPP 2207 Computational Literary Studies bietet Nachwuchswissenschaftler*innen ein Start-Up-Funding zur der Vorbereitung von Projektanträgen und ein Young-Researcher-Visiting-Programme.

1. Start-up Funding

Mit dem Start-up-Funding unterstützt das SPP Nachwuchswissenschaftler*innen bei der Vorbereitung von Projektanträgen aus dem Forschungsfeld der Computational Literary Studies. Ziel ist ein Antrag für ein DFG-Projekt, das später als assoziiertes Projekt mit den anderen Projekten im SPP zusammen arbeitet.

Zu diesem Zweck stellt das SPP im Zeitraum von Oktober 2022 bis März 2023 drei Empfänger*innen jeweils bis zu 9.000 € zur Verfügung. Die Förderung kann je nach Bedarf auf verschiedene Art eingesetzt werden:

– Empfänger*innen, die in ein existierendes Arbeitsumfeld eingebunden sind, können im Förderzeitraum bis zu 9.000 € zur Finanzierung notwendiger Ausgaben für die Vorbereitung des Antrags erhalten. Die Förderung kann zur Finanzierung von Digitalisierungskosten, Hilfskräften, Sachmitteln oder der eigenen Stelle verwendet werden. Die Verwendung muss aber unmittelbar der Vorbereitung des Antrags dienen.

– Empfänger*innen ohne eigene Stelle können an der Universität Würzburg für die 6 Monate vom 01.10.2022-31.03.2023 ein Ausbildungsstipendium von 1.500 € monatlich erhalten.

Voraussetzungen:

– Die Bewerberin/der Bewerber arbeitet an einem DFG-Projektantrag im Bereich der Computational Literary Studies

– hat die Promotion noch nicht oder vor nicht mehr als 5 Jahren abgeschlossen (Karrierepausen aus familiären oder gesundheitlichen Gründen zählen dabei nicht mit).

Bewerbung:

Die Bewerbung sollte eine kurze Beschreibung des Forschungsprojektes enthalten und präzise darlegen wie die Förderung zur Vorbereitung des Projektantrags eingesetzt werden soll. Die maximale Länge einer Bewerbung ist 3 Seiten, hinzu kommt ein akademischer Lebenslauf. Bewerbungen können bis zum 15. August 2022 23:59 (MEZ) an

spp2207@uni-wuerzburg.de

geschickt werden. Die Auswahl der Empfänger*innen erfolgt durch das Rahmenantragskommitee des Schwerpunktprogramms unter Berücksichtigung der DFG-Richtlinien zur Vermeidung von Interessenkonflikten. Bei der Vergabe wird wird ein ausgeglichenes Genderverhältnis unter den Empfänger*innen angestrebt. Die Stipendiat*innen werden bis zum 31. August 2022 in Kenntnis gesetzt.

2. Young Researcher Visiting Programme

Im Rahmen des Young Researcher Vising Programme ermöglicht das Schwerpunktproramm Nachwuchswissenschaftler*innen Gastaufenthalte von 3-6 Wochen bei einem laufenden, SPP-geförderten Forschungsprojekt. Hierfür können pro Empfänger*in Reise- und Übernachtungskosten von bis zu 9.000 € finanziert werden.

Voraussetzungen:

– Die Bewerberin/der Bewerber hat die Promotion noch nicht oder vor nicht mehr als 5 Jahren abgeschlossen (Karrierepausen aus familiären oder gesundheitlichen Gründen zählen dabei nicht mit).

Bewerbung:

Die Bewerberin/der Bewerber sollte zunächst das potentielle Gastprojekt kontaktieren und Rücksprache halten. Die Bewerbung sollte eine kurze Beschreibung der bisherigen Forschungstätigkeit enthalten und das Vorhaben für den Gastvortrag skizzieren. Die maximale Länge einer Bewerbung ist 3 Seiten, hinzu kommt ein akademischer Lebenslauf und eine Kalkulation voraussichtlichen Kosten für den Gastaufenthalt. Bewerbungen können bis zum 15. August 2022 23:59 (MEZ) an

spp2207@uni-wuerzburg.de

geschickt werden. Die Auswahl der Empfänger*innen erfolgt durch das Rahmenantragskommitee des Schwerpunktprogramms unter Berücksichtigung der DFG-Richtlinien zur Vermeidung von Interessenkonflikten. Bei der Vergabe wird wird ein ausgeglichenes Genderverhältnis unter den Empfänger*innen angestrebt. Die Stipendiat*innen werden bis zum 31. August 2022 in Kenntnis gesetzt.

Zwei Vollzeitstellen im Bereich „Editorik“ an der SUB Göttingen zu besetzen

dhd-blog - Do, 07/21/2022 - 10:08

An der Georg-August-Universität Göttingen Stiftung Öffentlichen Rechts – Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek sind ab dem 01.09.2022 zwei Stellen als

Koordinator*in Editorik (strukturbildende Aspekte) (w/m/d)
– Entgeltgruppe 13 TV-L –

Koordinator*in Editorik (editionswissenschaftlich-methodologische Aspekte) (w/m/d)
– Entgeltgruppe 13 TV-L –

in Vollzeit (teilzeitgeeignet) zu besetzen. Die Stellen sind befristet bis 31.08.2024.

Gemeinsam mit Vertreter*innen des Göttingen Campus entwickeln Sie unter Einbeziehung von lokalen, nationalen und internationalen Stakeholdern ein Standortkonzept „Editorik“. Sie arbeiten hierbei insbesondere an strategischen und operativen Frage- und Aufgabenstellungen mit, die strukturbildende Aspekte betreffen.

Die ausführlichen Stellenausschreibungen finden Sie hier:

Koordinator*in Editorik (strukturbildende Aspekte) (w/m/d)

Koordinator*in Editorik (editionswissenschaftlich-methodologische Aspekte) (w/m/d)

Bitte reichen Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung mit allen wichtigen Unterlagen in einem Dokument zusammengefasst bis zum 08.08.2022 ausschließlich über das Bewerbungsportal ein. Inhaltliche Fragen zu diesen Stellen beantwortet Ihnen Herr Christoph Kudella (E-Mail), +49 551 39-23623 (Tel.).

Stellenausschreibung: Stud. oder wiss. Hilfskräfte (m/w/d) im Bereich Forschungsdatenmanagement, Bewerbungsfrist: 20.08.2022

dhd-blog - Mi, 07/20/2022 - 12:58

Die Arbeitsgemeinschaft AG FDM von IT.SERVICES und Universitätsbibliothek der Ruhr-Universität Bochum etabliert zentrale Dienste und Infrastrukturen zum Management von Forschungsdaten. Sie berät Forschende bezüglich der Planung des Datenmanagements, Anforderungen von Fördergebern, Speicherung, Archivierung und Publikation von Forschungsdaten.

Für den Geschäftsbereich Forschungsinformation / Forschungsdatenmanagement (FDM) der Universitätsbibliothek suchen wir ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt für 10-19 Std./Wo bis zu zwei

studentische oder wissenschaftliche Hilfskräfte (WHB) (m/w/d) Ihre Aufgaben:
  • Unterstützung im Forschungsdatenmanagement, u.a. durch Recherche zu FDM-Lösungen, Testen von Software und Diensten für das Datenmanagement
  • Unterstützung bei der inhaltlichen und ggf. technischen Betreuung der Website FDM
  • Mitarbeit bei der Erstellung von Materialien für Schulungen, Moodle und Beratung
  • Pflege des internen Wiki
  • weitere Unterstützung im Rahmen der sich im Aufbau befindenden FDM-Dienste
Ihr Profil:
  • Fähigkeit, sich schnell in Programme und Web-Anwendungen einzuarbeiten
  • sehr gute Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • selbstständiges, zielorientiertes Arbeiten
  • gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift
  • Kenntnisse in HTML, CSS, XML oder einer Programmiersprache sind von Vorteil
  • Erfahrungen im Umgang mit Git /Gitlab / Github sind von Vorteil

Weitere Informationen:

Bewerbungsfrist: 20.08.2022
Ausführliche Informationen zur Stelle und zur Bewerbung finden Sie unter:
http://blog.ub.rub.de/wordpress/wp-content/uploads/2022/07/UB-Bochum_Wir-suchen-Dich_SHK-fuer-FDM.pdf
oder:
https://jobs.ruhr-uni-bochum.de/jobposting/45b323e4fa4d02c4b853faf72a7ac445959736490?ref=homepage

„Korpora in Text+: Kennenlernen und nachhaltig nutzen“ – Bericht vom 1. Community-Workshop der Text+ Task Area Collections

dhd-blog - Di, 07/19/2022 - 08:44

Am 13. Juli fand der erste Workshop der AG Dissemination/Community Activities der Text+ Task Area Collections statt. Es war gleichzeitig der erste Workshop, den Text+ in Präsenz veranstalten konnte. Über 30 Text+-interne und –externe Teilnehmende folgten dem Aufruf an die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) nach Frankfurt am Main und bescherten dem Workshop ein diskussionsfreudiges Publikum.

Gerahmt wurde der Workshop von Grußworten von Frank Scholze, dem Generaldirektor der Deutschen Nationalbibliothek, sowie Elke Teich (Universität des Saarlands), einer wissenschaftlichen Co-Sprecherin von Text+. Außerdem hielt Lukas Weimer (SUB Göttingen, Text+ Office) einen kurzen Einführungsvortrag mit Grundlageninformationen zum NFDI-Konsortium Text+, um die übergreifende Perspektive des Workshops darzustellen: Text+ ist ein Konsortium der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und hat zum Ziel, sprach- und textbasierte Forschungsdaten langfristig zu erhalten und ihre Nutzung in der Wissenschaft zu ermöglichen.

Das Workshopprogramm gliederte sich in insgesamt vier jeweils 80-minütige thematische Blöcke.

Der erste Workshopblock beschäftigte sich mit dem Thema linguistisch und nicht linguistisch aufbereiteter Zeitungskorpora. Christian Mair (Universität Freiburg) fragte als Moderator einleitend provokativ in die Runde, ob die Beschäftigung mit Zeitungen im 21. Jahrhundert der Beschäftigung mit einem alten, fast toten Medium gleichkomme, das nur von älteren Menschen rezipiert werde. Die drei Sprecher Lisa Landes (Deutsche Digitale Bibliothek), Marc Kupietz (Leibniz-Institut für Deutsche Sprache) und Peter Leinen (Deutsche Nationalbibliothek) bewiesen eindrucksvoll, dass es sich hierbei nicht um ein totes Medium handelt.
Lisa Landes stellte in einer Live-Präsentation das Deutsche Zeitungsportal (1671–1950) vor, das Volltextsuchen, aber auch Suchen über Titel, Ort und Jahr erlaubt. Um distant reading zu erlauben, gibt es für das Deutsche Zeitungsportal auch eine API. Laut Nutzendenstudie stammn über 75% der wissenschaftlichen Nutzer des Portals aus den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften.
Marc Kupietz stellte das Deutsche Referenzkorpus (DeReKo) vor, das bereits seit 1964 am IDS Mannheim beheimatet ist. Es ist für die nicht-kommerzielle, sprachwissenschaftliche Nutzung bestimmt und dient der Forschungsdatengewinnung sowie der Methoden- und Werkzeugentwicklung. Um mit diesem mehrfach linguistisch annotierten, hochdimensionalen und teilweise rechtlich eingeschränkten Korpus rechtskonform und anwendungsgerecht zu arbeiten, stellt das IDS das Werkzeug KorAP bereit.
Peter Leinen sprach schließlich über den Sammlungsauftrag der DNB, der dazu führt, dass sich der Bestand der DNB jährlich um ca. 8 Regalkilometer physischer Medienwerke erweitert. Der jährliche Erhalt digitaler Werke sei dabei nochmals deutlich höher. Dank der Urheberrechtsreform von 2018 sind die Texte der DNB nun auch legal durch text und data mining nutzbar.
Alle drei Sprecher sprachen auch über das jeweilige Verhältnis zu Text+. So wird das Deutsche Zeitungsportal derzeit noch weiter ausgebaut, soll aber später auch über die Text+ Registries auffindbar sein. In DeReKo können und sollen in Zukunft weitere, auch in Text+ entwickelte Korpora integriert werden. Außerdem ist DeReKo natürlich durch Text+ nutzbar, um linguistische Werkzeuge und Methoden zu entwickeln. Wichtige Facetten für die Weiternutzung der DNB-Daten sind z.B. Artikelseparation, xml-Formate, Volltextsuchen und Forschungsdatenstandards.

Der zweite Workshopblock drehte sich unter der Moderation von Peter Leinen um historische Korpora. Konkret wurden dabei von Jörg Knappen (Universität des Saarlands) und Magnus Huber (Universität Gießen) zwei englischsprachige Korpora der Late Modern Period vorgestellt. Dabei stellte Jörg Knappen das Royal Society Corpus vor, das die Zeitschriften der Royal Society of London von 1665 bis 1996 enthält. Es ist linguistisch auf vielfältige Weise aufbereitet und ermöglicht daher eine umfangreiche Auswertung mit Methoden des distant readings. Es ist am zertifizierten CLARIN-D-Zentrum der Universität des Saarlands beheimatet.
Magnus Huber sprach über das Old Bailey Corpus, das stenographische Mitschriften von ca. 200.000 Gerichtsverhandlungen von Londons Strafgerichtshof enthält. Es ist über einen allgemeinen, sozialhistorischen und einen linguistischen Zugang verfügbar. Jede im Korpus enthaltene Äußerung ist soziobiographisch annotiert und lässt sich mit Hilfe des linguistischen Zugangs auf verschiedene Weise durchsuchen.
Beide Korpora sind in der Community bereits bekannt. In Text+ können sie als Beispiele für aufwendig aufbereitete historische Korpora dienen, aber auch mit noch weiteren Annotationen ausgezeichnet oder mit Normdaten verknüpft werden.

Der dritte Workshopblock zum Thema „Open Science in den Literaturwissenschaften“ wurde ebenfalls von Peter Leinen moderiert. In ihm stellten Ingo Börner (Universität Potsdam) und Janis Pagel (Universität zu Köln) computerphilologisch aufbereitete Korpora vor. Im Fokus stand DraCor, eine Datenbank computerphilologisch aufbereiteter Dramentexte aus zwölf Sprachen und in 15 Subkoprora. Ein genauerer Blick wurde dabei in das deutschsprachige Dramenkorpus GerDraCor geworfen. Die Korpora von DraCor lassen sich als „programmable corpora“ bezeichnen, d.h. sie sind offen, erweiterbar, auf Linked Open Data ausgerichtet und infrastrukturell-forschungsorientiert. Sie sollen besonders dazu dienen, auf niederschwellige Art Forschungsfragen der digitalen Literaturwissenschaft zu beantworten.
Neben eine grundlegenden Einführung zu DraCor, die auch die DraCor-API umfasste, wurde praxisnah einige Anwendungen und Forschungsergebnisse aus dem Projekt QuaDramA vorgestellt. In diesem Projekt wurden u.a. Analysen zu Protagonisten, Figurenpräsenz und Figurenbeziehungen anhand der DraCor-Texte und angereichert durch manuelle Annotationen durchgeführt. Diese Annotationen konnten dann wieder an DraCor zurückgespielt werden, so dass sie nun der gesamten Community zur Verfügung stehen.
DraCor bildet damit ein anschauliches Beispiel, wie Korpora vielfältig aufbereitet werden können, für weitere Überarbeitungen offen sind und der digitalen Literaturwissenschaft als umfangreiche Datengrundlage dienen können.

Im letzten Workshopblock wurden die Erkenntnisse des Tages unter Moderation von Andreas Witt (IDS Mannheim) zusammengefasst und offene Punkte diskutiert.
Ein größeres Spannungsfeld betraf den Bereich der Annotationen. Für Einzelforschende stellt sich immer die Frage, welche Annotationen für die eigene Arbeit konkret nötig sind. Sollten Anbieter von Forschungskorpora daher besser allgemeine Annotationen oder detaillierte, tiefgehende Annotationen anbieten? Eine Möglichkeit wäre hier, mehrere Versionen der Korpora anzubieten: eine Version mit geringem Komplexitätsgrad, aber auch solche mit tiefen Annotationen für Experten. Gleichzeitig sollte es eine Infrastruktur aber leisten können, Annotationen je nach Bedarf mit wenigen Klicks ein- und auszublenden. Eine Annotation in Schichten bzw. Ebenen wäre daher wünschenswert, wobei die einzelnen Schichten je nach Fragestellung zur Verfügung gestellt werden könnten. Daher ist es besser, möglichst umfangreich zu annotieren, so dass eine möglichst maximale Zahl unterschiedlicher Fragestellungen bedient werden kann.
Sowohl für annotierte Korpora als auch für sonstige Daten und Programme müssen die Verantwortlichkeiten auch über Projektlaufzeiten hinweg geklärt sein. Eine Forschungsdateninfrastruktur kann nicht Verwaltung und Support in allen Ebenen übernehmen. Dies soll bei der Kuratierung weiterer Angebote beachtet werden, die in den nächsten Monaten im Fokus der Arbeit stehen soll. Dabei wurde die Frage aufgeworfen, wie hier auch kleinere Communities integriert werden können, deren Daten nicht derart zahlreich nachgefragt werden.
Für Folgeworkshops, die mindestens einmal jährlich stattfinden werden, sollen Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge aus den Communities eingeholt werden, die Text+-Ressourcen nutzen. Folgeworkshops sollen dann noch breiter beworben werden, um die Zahl der Teilnehmenden zu erhöhen.

Insgesamt konnte der Workshop zeigen, dass Text+ eine große Anzahl Korpora zu verschiedenen Fragestellungen in seinem Portfolio hat, dass diese umfangreich annotiert, nachhaltig gespeichert und für viele Anwendungsfälle nutzbar sind. Dennoch bieten auch die bestehenden Korpora noch Potenziale für weitere Auszeichnungen, um das Forschungspublikum noch zu erweitern. Außerdem gibt es Bedarf für die Erweiterung des Portfolios durch weitere Korpora. Die Text+ AG bedankt sich bei allen Teilnehmenden des Workshops für interessante Vorträge und ausführliche, fruchtbare Diskussionen.

Der inhaltliche Workshop wurde gerahmt durch zwei Führungen: Am Vorabend fand eine Führung durch die Deutsche Nationalbibliothek statt und im Anschluss an den Workshop wurde das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 besichtigt. Beide Führungen erfreuten sich des Zuspruchs und wurden ausführlich gelobt.

 

PS: Am 12./13. September find das erste Text+ Plenary statt. Haben Sie sich bereits angemeldet? Anmeldung und weitere Informationen finden Sie hier: https://events.gwdg.de/event/269

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