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Der Rat für Informationsinfrastrukturen veröffentlicht Positionspapier zur Sicherung von Datenqualität

dhd-blog - Mo, 11/18/2019 - 12:51

Pressemitteilung

18. November 2019

Herausforderung Datenqualität

Der Rat für Informationsinfrastrukturen veröffentlicht Positionspapier zur Sicherung von Datenqualität im Zuge des digitalen Wandels

Im Zuge des digitalen Wandels wächst die Vielfalt an Methoden und Verfahren zur Erzeugung, Verarbeitung und Verbreitung von Daten rasant. Je mehr Entscheidungen auf Grundlage von digitalen Daten getroffen werden, desto wichtiger werden Fragen nach deren Herkunft und Qualität.

An Daten aus der wissenschaftlichen Forschung werden dabei aus gutem Grund besonders hohe Maßstäbe angelegt. Wissenschaftlichkeit steht für Qualität – und Qualität über den gesamten Datenlebenszyklus hinweg sichert Wissenschaftlichkeit. Mit seinem Positionspapier „Herausforderung Datenqualität – Empfehlungen zur Zukunftsfähigkeit von Forschung im digitalen Wandel“ fordert der Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) daher, der Aufgabe einer wissenschaftlichen Qualitätssicherung von Daten mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Der RfII empfiehlt, die Dokumentation von Forschungsdaten als methodische Kernaufgabe in der Forschungspraxis zu verankern. Dem Wissenstransfer kann die Entwicklung von qualitätsgesicherten Datenprodukten einen positiven Schub geben. Hochschulen und Wissenschaftsorganisationen fordert der RfII auf, die Sicherung und Steigerung der Datenqualität in ihre jeweiligen Forschungsstrategien zu integrieren. Auch die Forschungsförderung kann hier Anreize setzen und zeitliche Freiräume gewähren.

Weitere Informationen

Das Positionspapier des RfII steht unter www.rfii.de/de/dokumente/ zum Download bereit. Printexemplare werden auf Anfrage zugesandt.

Interdisziplinäre Konferenz zum Thema Datenqualität

27./28. Februar 2020 im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover

www.volkswagenstiftung.de/forschungsdatenqualitaet

Kontakt

Rat für Informationsinfrastrukturen – Geschäftsstelle

Dr. Stefan Lange

Papendiek 16, 37073 Göttingen

Tel. 0551 – 392 60 73

E-Mail: info@rfii.de

Web: www.rfii.de

Stellenausschreibung Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (13 TV-L, 100%), Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

dhd-blog - Mo, 11/18/2019 - 08:11

Am Interdisziplinären Zentrum für Digitale Geistes- und Sozialwissenschaften ist zur Unterstützung der Lehre und Forschung zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (13 TV-L, 100%)

zu besetzen. Die Stelle ist bis zum 30. September 2021 befristet.

Es handelt sich um eine Vollzeitstelle in der Eingruppierung TV-L 13. Teilzeit ist nach Absprache möglich.

Wir suchen eine neue Mitarbeiterin bzw. einen neuen Mitarbeiter (pre- oder postdoc) für unsere interdisziplinäre und international vernetzte Digital-Humanities-Gruppe, die bzw. der Fähigkeiten im Bereich der Kunstwissenschaften / Denkmalpflege in Forschung und Lehre einbringt.

Aufgaben

  • 4 SWS Lehre (BA Digitale Geistes- und Sozialwissenschaften / MA Digital Humanities)
  • Mitwirkung an der Entwicklung neuer Lehrkonzepte im Bereich der Digital Humanities
  • Forschung in den Digital Humanities (insbesondere Ontologien; Wissensmodellierung / Datenbanken)

Einstellungsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium im Bereich der Digital Humanities, der (digitalen) Kunstgeschichte oder benachbarter Fächer.

Erwünscht sind Kenntnisse in der Bild- und Datenverarbeitung, Graphdatenbank oder UI und UX Design sowie Interesse an Bildkünsten und kulturellem Erbe. Wir unterstützen von Bewerber/innen selbst konzipierte Promotions- bzw. Post-Doc-Projekte, die systematisch Verfahren und Methoden der Digitalen Geisteswissenschaften anwenden.

Wir bieten

  • die Möglichkeit zur eigenen Qualifizierung im Bereich der Digital Humanities mit digitaler Kunstgeschichte
  • eine abwechslungsreiche Tätigkeit in einem jungen und agilen Forschungsteam
  • vielseitige Vernetzungsmöglichkeiten an einer Volluniversität für interdisziplinäre Forschung

Die FAU verfolgt eine Politik der Chancengleichheit unter Ausschluss jeder Form von Diskriminierung. Bewerbungen von Wissenschaftlerinnen werden ausdrücklich begrüßt. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt eingestellt. Die FAU trägt das Zertifikat audit familiengerechte Hochschule.

Die Bewerbung ist schriftlich oder als Online-Bewerbung (max. 2 MB) bis zum 15. Dezember 2019 an die unten genannte Adresse zu senden. Fügen Sie bitte den Unterlagen neben Anschreiben, tabellarischem Lebenslauf, Zeugnissen auch eine kurze Skizze des Forschungsvorhabens bei.

Die Bewerbung ist zu richten an
  Prof. Dr. Heidrun Stein-Kecks, Professur für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte Prof. Dr. Peter Bell, Juniorprofessur Digital Humanities mit Schwerpunkt Kunstgeschichte Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Interdisziplinäres Zentrum für Digitale Geistes- und Sozialwissenschaften c/o Institut für Kunstgeschichte Schlossgarten 1 – Orangerie 91054 Erlangen   Online-Bewerbung an: izdigital-kontakt@fau.de

Für weitere Auskünfte steht ihnen die Koordinatorin Jacqueline Klusik-Eckert gerne zur Verfügung: Tel. +49 (0) 9131 85-20499 jacqueline.klusik@fau.de

Jetzt bewerben: Master Class Digital Humanities »Lexikalische Daten, Digitale Editionen und Normdaten« #DHMC2020

dhd-blog - Fr, 11/08/2019 - 18:09

Datum: 19.-25. April 2020
Ort: Moulin d’Andé, Normandie (Frankreich)
Bewerbungsschluss: 2.12.2019
Benachrichtigung über die Annahme: 15. Januar 2020
Konferenz-Website für Einreichungen und Anmeldung: https://dhmc2020.sciencesconf.org/

DARIAH-EU, Inria, das Deutsche Historische Institut Paris und Le Mans Université organisieren mit Unterstützung des französischen Ministeriums für Hochschulbildung, Forschung und Innovation gemeinsam eine Master Class Digital Humanities.

DHMC2020 wird 30 europäische fortgeschrittene Geisteswissenschaftler*innen mit Expertinnen und Experten zusammenbringen, um Erfahrungen, Methoden und Techniken für die Erstellung, Verwaltung und Verwendung von lexikalischen Daten, digitalen wissenschaftlichen Edition und Normdaten zu lehren, zu vertiefen, auszutauschen und kritisch zu beleuchten.

Die Master Class behandelt ein Spektrum an Themenfelder rund um die Erstellung, Kodierung, Analyse und Verbreitung digitaler Quellen in den Geisteswissenschaften, mit einem besonderen Schwerpunkt auf lexikalischen Inhalten und wissenschaftlichen digitalen Editionen. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, an verschiedenen thematischen Sessions mit unterschiedlichen Schwerpunkten teilzunehmen, und sich mit allen Schritten des Digitalisierungsprozesses zu befassen. Dazu gehört zum einen die Arbeit mit TEI/XML und den dazugehörigen verschiedenen Leitlinien sowie die Beherrschung der dafür verfügbaren Instrumente. Thematisiert und umgesetzt werden zum anderen auch die einzelnen Schritte bei der Digitalisierung, der Datenmodellierung bei der Arbeit mit Wörterbüchern und Egodokumenten, dem Verknüpfen mit Normdaten und Thesauri, dem Hosting und Management von Forschungsdaten bis hin zu einer Social Media Strategie für die Verbreitung der erstellen Inhalte.

Gelehrt und gearbeitet wird gemeinsam im Plenum, in Kleingruppen an den eigenen Projekten und im direkten Gespräch mit den Expert*innen. Kurzreferate der Expert*innen leiten die Sessions jeweils inhaltlich ein. Sie lenken den Blick auf originelle Forschungsgebiete in den Bereichen Linguistik, Literaturwissenschaft, Geschichte und Musikwissenschaft.

Die Teilnahme an der Master Class ist kostenlos. Die Unterbringung und kulinarische Versorgung wird für alle Teilnehmenden übernommen. Außerdem wird ein Reisekostenzuschuss gewährt, bis 60 EUR für Personen aus Frankreich und 100 EUR für Personen aus anderen Ländern. Bitte beachten Sie, dass sich die Teilnehmenden die Zimmer in der Moulin d’Andé teilen (Zimmer für zwei Personen) und dass eine Teilnahme über die gesamte Woche erwartet wird.

Potenzielle Bewerberinnen und Bewerber werden gebeten, einen Kurzvorschlag auf der Konferenz-Website einzureichen: https://dhmc2020.sciencesconf.org/. Das Antragsdokument muss die folgenden drei Abschnitte in nicht mehr als zwei Seiten enthalten (auf Englisch, Französisch oder Deutsch).

1. Präsentation der Kandidatin/des Kandidaten

Präsentieren Sie hier Ihre Ausbildung und bisherigen Erfahrung, insbesondere Ihr aktuelles geisteswissenschaftliches Fachgebiet und Ihre relevanten digitalen Fähigkeiten. Bitte geben Sie auch die Arbeitssprachen an, die Sie während des Meisterkurses verwenden können (Französisch, Deutsch und/oder Englisch).

2. Präsentation des digitalen Projekts, an dem Sie während der Meisterklasse arbeiten möchten

Geben Sie einen Überblick über die wissenschaftlichen Erwartungen an Ihr Projekt, die Art der Quellen, auf denen Ihr Projekt basiert, den aktuellen Stand der Digitalisierung, was Sie für Ihr Projekt während der Master Class erreichen möchten, sowie alle Informationen, die Sie für relevant halten, damit wir Ihr Projekt in die Ziele der Master Class einordnen können.

Bitte geben Sie ebenso Hintergrundinformationen zur Verfügbarkeit Ihrer Daten an (Lizenz, Hosting, etc.).

3. Ihre persönlichen Ziele in Bezug auf die Master Class

Geben Sie die Kompetenzen, Technologien oder Fertigkeiten an, die Sie gerne im Laufe der Master Class erwerben möchten. Diese Informationen dienen uns zum Erstellen des genauen inhaltlichen Schulungs- und Ablaufplans.

Bewerbungsfrist: 2. Dezember 2019
Benachrichtigung über die Annahme: 15. Januar 2020
Konferenz-Website für Einreichungen und Anmeldung: https://dhmc2020.sciencesconf.org/
Rückfragen richten Sie bitte an: dhmc2020@sciencesconf.org

____

Einen Überblick über die bisherigen Master Classes finden Sie unter: https://digilex.hypotheses.org/386

2017: https://dhdhi.hypotheses.org/category/tagungen-2/dhmasterclass (Deutsch); https://dhiha.hypotheses.org/category/colloques/dhmasterclass (Französisch)

2018: https://dhdhi.hypotheses.org/category/tagungen-2/dhmasterclass2018 (Deutsch); https://dhiha.hypotheses.org/category/colloques/dhmasterclass2018 (Französisch).

Das Cosmotool – Ein DH-Einstiegswerkzeug zum Entdecken und Visualisieren biographischer Momente

dhd-blog - Fr, 11/08/2019 - 13:56

Geburt, Lehre, Reise, Heirat, Wirkungsstätte, Tod: Diese Lebensstationen klingen doch nach einem typischen Vortragsabschnitt über eine historische Person, richtig? Falls dir in nächster Zeit ein solcher Vortrag bevorsteht und du deiner „klassischen“, geisteswissenschaftlichen Präsentation ein bisschen DH-Glanz verleihen möchtest, dann probiere doch das DARIAH-DE Cosmotool einmal aus! Für deinen Einstieg in die Digital Humanities ist dieses Tool genau das richtige, da erste Erfolge nicht lange auf sich warten lassen. 

Das Cosmotool ist ein digitales Werkzeug, das biographische Angaben zu einzelnen Personen aus öffentlich zugänglichen Quellen erschließt, zusammenfasst und visualisiert. Damit ist es ein innovatives Werkzeug, das Natural Language Processing einsetzt. Als Quellen nutzt es insbesondere Wikidata und Wikipedia. Die Nutzung dieser Quellen siehst du kritisch im wissenschaftlichen Kontext? Das ist auch richtig. In der wissenschaftlichen Praxis musst du deine Quellen immer kritisch prüfen. Wenn du dabei Fehler findest, solltest du nicht zögern, sondern zur Verbesserung beitragen und so die Qualität der Daten mitgestalten. Damit befindest du dich übrigens in guter Gesellschaft: Immer mehr Fachwissenschaftlerinnen und Fachwissenschaftler tragen aktiv zur Wikipedia sowie jene aus den Digital Humanities ganz besonders zu Wikidata bei.

Um Personen über das Cosmotool zu finden, stehen zwei Suchfunktionen zur Verfügung: Die Personensuche und die Wortlistensuche.

Personensuche

Das Tool stellt dir mit nur wenigen Klicks die Lebensstationen diverser historischer Personen auf einer Art Zeitstrahl dar und visualisiert gleichzeitig deren Bewegungsprofil auf einer Landkarte.

Was du dafür genau tun musst:

  1. Gehe auf die Website des Cosmotools und suche nach der gewünschten Person.
  2. Wähle die Person aus der Liste aus.
  3. Fertig. Das Ergebnis kannst du nun in deine Präsentation einbinden. Was, das wars schon?
Screenshot Cosmotool

Natürlich ist diese Funktion nicht die einzige des Cosmotools. Dazu erfährst du später mehr. Zunächst noch ein paar Tricks, um das Ergebnis zu optimieren:

Die gesuchte Person wurde über die Personensuche nicht gefunden? Dann kannst du sie über die unten vorgestellte Wortlistensuche finden. Dort gibst du ebenso wie in der Personensuche den Namen und zur besseren Eingrenzung Beruf oder Geburtsjahr ein, um sie zu finden.

Möchtest du mehr Daten visualisiert bekommen? Für den Fall, dass dir das angezeigte Ergebnis nicht ausreicht, etwa weil nur Geburts- und Todestag angezeigt werden, kannst du eigens Recherchiertes ins Wikidata eintragen und so für mehr Daten sorgen.

Screenshot Wikidata

Wie gesagt, das Cosmotool kann noch mehr. Weiter geht’s also:

Wortlistensuche

Wenn du dich für weitere Personen aus dem selben Wirkungskreis interessierst, kannst du mittels der Wortlistensuche nach Personen einer Gruppe suchen. Beispiel: Suchst du nach spanischen Hofkünstlern, kannst du in das Feld Positivterme die Begriffe Hofkünstler+Spanien eingeben. Dadurch erhältst du eine Liste von Personen, auf die diese Eigenschaften zutreffen. Eingrenzen kannst du die Liste, indem du in das Feld der Negativterme ebenfalls Eingaben machst. Suchst du beispielsweise explizit nach Malern, aber nicht nach Architekten, Bildhauern und Druckgrafikern, kannst du diese Begriffe dort eintragen und somit bei der Suche ausschließen. Bitte bedenke, dass die Suche des Cosmotools nicht mit einer Suchmaschine wie Google verglichen werden und man seine Suche daher spezifizieren sollte.

Personengruppen

Eine weitere Funktion ist das Anlegen von Personengruppen. Da die Personengruppen für dich gespeichert werden, musst du dich zunächst anmelden. Entweder nutzt du dafür deinen DARIAH-Account (falls du noch keinen hast, kannst du dich hier registrieren) oder deinen Hochschul- bzw. Institutsaccount. 
Der große Vorteil beim Anlegen von Personengruppen ist vor allem die individuelle und dauerhafte Sammlung derjenigen Personendaten, für die du dich interessiert. Diese lassen sich so einfacher in Beziehung zueinander setzen.

Und nun: Viel Spaß beim Ausprobieren des Cosmotools! Mehr zum Hintergrund des Werkzeugsfindest du hier und hier.

Du interessierst dich für weitere Artikel zum Einstieg in die digitalen Geisteswissenschaften? An diesen Stellen findest du mehr:

Jan Rohden: Digitale Geisteswissenschaften/Digital Humanities: Hilfreiche Links zum Einstieg

Raisa Barthauer: DH-Angebote für den Einstieg: CodiMD und DARIAH-Wiki


DH-Kolloquium @BBAW, 6.12.2019: Peer Trilcke, Anna Busch, Mark-Jan Bludau: Kleine Diagrammatik des Theodor-Fontane-Archivs

dhd-blog - Fr, 11/08/2019 - 12:09

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) möchten wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Freitag, den 6. Dezember 2019, 17 Uhr s.t. bis 19 Uhr, einladen. Die Veranstaltung findet im Konferenzraum 1 (1. Stock) der BBAW, Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin statt. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir Sie um Anmeldung per E-Mail an: DH-Kolloquium@bbaw.de.

Kleine Diagrammatik des Theodor-Fontane-Archivs

Peer Trilcke (Theodor-Fontane-Archiv, Universität Potsdam)
Anna Busch (Theodor-Fontane-Archiv, Universität Potsdam)
Mark-Jan Bludau (Urban Complexity Lab, Fachhochschule Potsdam)

Im Zuge der digitalen Transformation hat auch das Theodor-Fontane-Archiv längst eine Art ›zweiten Körper‹ ausgebildet: Neben den materiellen ›Archivkörper‹ – bestehend aus handfesten Artefakten wie Handschriften, Drucken, Gegenständen oder analogen Audio- und Videoträgern – ist eine digitaler getreten: in Form von Erschließungsdaten in Katalogen und anderen Datenbanken, in Form von Digitalisaten der materiellen Objekte, in Form von Forschungsdaten, Text- und Metadatenkorpora. Damit eröffnen sich auch neue Möglichkeiten, Zugänge zu Sammlungen gestalten, etwa in Form der Visualisierung.

Unter dem Titel „Kleine Diagrammatik des Theodor-Fontane-Archivs“ wollen wir über einige Experimente und Analysen, die wir zuletzt durchgeführt haben, reflektieren. Wir wollen Fragen nach der Domänenadaption konventionalisierter Visualisierungsroutinen aufwerfen, wollen die Nähe von Diagrammatik und Statistik thematisieren und problematisieren, wollen die Möglichkeiten der Visualisierung zwischen Abstraktion und Konkretisierung in den Blick nehmen.

Besonderes Augenmerk werden wir auf die Möglichkeiten von Visualisierungen zur Repräsentation komplexer Sammlungszusammenhänge legen und dabei sowohl die Kommunikation von Forschungsergebnissen als auch die explorative Analysetätigkeit in den Blick nehmen. Beispielhaft werden wir ein mit dem Urban Complexity Lab der Fachhochschule Potsdam (UCLab) realisiertes Kooperationsprojekt vorstellen, in dem eine Visualisierung der Autorenbibliothek Theodor Fontanes umgesetzt wurde (https://uclab.fh-potsdam.de/ff/). Erarbeitet wurden hier visuelle Explorationsstrategien für diese vollständig digitalisierte, auf Einzelblattebene erschlossene und in Hinblick auf die Lese- und Gebrauchsspuren typologisch erfasste Sammlung. Dabei soll die so entstandene prototypische Anwendung nicht nur zur philologischen Erkundung, sondern auch zur Reflexion über Szenarien der diagrammatischen Sammlungsexploration zwischen Nähe und Distanz, zwischen Statistik und Objekt, zwischen Abstraktion und Konkretisierung einladen.

Links und Literatur:

Wissenschaftliche/r Mitarbeiterin / Mitarbeiter (Entgeltgruppe E 13 TV-L) Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

dhd-blog - Fr, 11/08/2019 - 11:13

Die Herzog August Bibliothek ist eine international orientierte Forschungs- und Studienstätte für europäische Kulturgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Im Rahmen des Projekts „Automatische Bilderkennung frühneuzeitlicher Porträtgrafik als App“ (PortApp) ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine auf 3 Jahre befristete Stelle für eine / einen

Wissenschaftliche/n Mitarbeiterin / Mitarbeiter
(Entgeltgruppe E 13 TV-L)

zu besetzen. Das Projekt wird in Kooperation mit der Universität Hildesheim, Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie (IWIST) (Prof. Dr. Thomas Mandl) durchgeführt. Ziel ist die Entwicklung einer automatischen Bilderkennung für frühneuzeitliche Porträtgrafik ausgehend von der digitalisierten Porträtsammlung der HAB (portraits.hab.de), die im Rahmen des Projekts erweitert werden soll. Die Bilderkennung soll unter Nutzung von Deep Learning-Technologien Muster in frühneuzeitlicher Porträtgrafik erkennen und nach Kriterien der Usability und Forschungsrelevanz für die Benutzung aufbereitet werden. Das umfasst die Entwicklung eines browserbasierten Webservices und einer App für mobile Endgeräte.

Aufgaben
• Corpusbildung und Datenaufbereitung
• Auswahl und Erschließung von nicht digitalisierten Porträts aus den Beständen der HAB zur Integration in die digitale Porträtsammlung
• Begleitung der Entwicklungsarbeit der Bildähnlichkeitssuche aus fachlicher Perspektive. Konzeption eines nutzerfreundlichen Frontends
• Koordination der Ausschreibung einer App und des Entwicklungsprozesses
• Präsentation des Projekts auf Workshops und Tagungen
• Publikation der Projektergebnisse aus bildwissenschaftlicher Sicht

Voraussetzungen
• Abgeschlossenes Studium in einem historisch orientierten geisteswissenschaftlichen Fach
• Einschlägige Kenntnisse auf dem Gebiet der Kultur-, Bild- oder Kunstgeschichte der Frühen Neuzeit
• Gute IT-Kenntnisse
• Kommunikations- und Teamfähigkeit, selbstständige Arbeitsweise

Erwünscht
• Erfahrung mit der Erschließung von Kulturgut
• Kenntnisse von Standards und Datenmodellen im Bereich des kulturellen Erbes
• Interesse an Techniken und Entwicklungen im Bereich der KI

Die Herzog August Bibliothek strebt an, Unterrepräsentanzen i. S. des NGG in allen Bereichen und Positionen abzubauen. Die Gleichstellung von Frauen und Männern wird gefördert. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt behandelt. Ein Nachweis ist beizufügen.

Bewerbungen mit aussagefähigen Unterlagen sind bis zum 01.12.2019 unter Angabe des Kennwortes „APP“ zu richten an die

Herzog August Bibliothek
– Verwaltung –
Lessingplatz 1
38304 Wolfenbüttel
E-Mail: verwaltung@hab.de

Bewerbungsunterlagen werden grundsätzlich nicht zurückgesandt, sondern datenschutzgerecht vernichtet. Sollte eine Rücksendung gewünscht sein, bitten wir um Beilage eines adressierten und ausreichend frankierten Rückumschlags.

Bewerbungen können auch als PDF-Datei an die o. g. Adresse geschickt werden.


Stellenausschreibung: Fachreferentin / Fachreferenten für Romanistik und Kunstgeschichte sowie Digital Humanities (w/m/d), Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen

dhd-blog - Fr, 11/08/2019 - 11:09

An der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB Göttingen) ist für die Vermittlung von Beständen und digitalen Services unserer Bibliothek und anderer Einrichtungen sowie die Entwicklung unserer Sammlungen und Services zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle einer / eines

Fachreferentin / Fachreferenten für Romanistik und Kunstgeschichte sowie Digital Humanities (w/m/d)
– Entgeltgruppe 13 TV-L, Vollzeit, befristet)

zunächst befristet für zwei Jahe zu besetzen. Die Stelle ist anteilig den Abteilungen IG (geistes- und gesellschaftswissenschaftliche Fachreferate) und FE (Forschung und Entwicklung) zugeordnet und beinhaltet neben der Betreuung des Fachreferats auch die Beratung zum Thema Forschungsdaten im Rahmen der Göttingen eResearch Alliance und die Unterstützung beim Auf- und Ausbau digitaler Forschungsinfrastrukturen für die Geisteswissenschaften.

Die SUB Göttingen gehört zu den größten Bibliotheken in Deutschland. Sie ist Dienstleister und Partner für eine effiziente Literaturversorgung sowie für vielfältige Informationsservices an der Universität Göttingen und am Göttingen Campus insgesamt. Darüber hinaus übernimmt sie wichtige Aufgaben im Rahmen vernetzter, überregionaler Dienstleistungen. Wissenschaftliche Ergebnisse und das kulturhistorische Erbe zu erhalten und dauerhaft zugänglich zu machen, gehört ebenfalls zu den Aufgaben der SUB Göttingen. Schließlich ist sie Forschungs- und Entwicklungspartner für eine zukunftssichere Forschungs- und Informationsinfrastruktur in Deutschland und international.

Voraussetzungen:
  • abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium der Romanistik oder der Kunstgeschichte (nach Möglichkeit mit Promotion)
  • erfolgreiche eigene wissenschaftliche Praxis im Bereich der Digital Humanities
  • erfolgreiche Zusammenarbeit in größeren wissenschaftlichen Arbeitszusammenhängen
Wünschenswert:
  • erfolgreich abgeschlossenes Bibliotheksreferendariat oder postgraduales bibliothekswissenschaftliches Studium (z. B. MALIS)
  • Erfahrung in Unterricht oder Projektarbeit

Die Bereitschaft zur Betreuung weiterer geisteswissenschaftlicher Fachreferate sowie zur Kooperation mit anderen Einrichtungen der Wissenschaft und der Forschungsinfrastruktur wird vorausgesetzt

Für Rückfragen stehen Ihnen Herr Dr. Wilfried Enderle, E-Mail enderle@sub.uni-goettingen.de und
Frau Regine Stein (E-Mail) regine.stein@sub.uni-goettingen.de gerne zur Verfügung

Die Universität Göttingen strebt in den Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert daher qualifizierte Frauen nachdrücklich zur Bewerbung auf. Sie versteht sich zudem als familienfreundliche Hochschule und fördert die Vereinbarkeit von Wissenschaft / Beruf und Familie. Die Universität hat sich zum Ziel gesetzt, mehr schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Bewerbungen Schwerbehinderter erhalten bei gleicher Qualifikation den Vorzug.

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung mit allen wichtigen Unterlagen in einem Dokument zusammengefasst bis zum 04.12.2019 ausschließlich über das Bewerbungsportal https://lotus2.gwdg.de/uni/uzdv/perso/knr_100623.nsf ein.

Hinweis:

Wir weisen darauf hin, dass die Einreichung der Bewerbung eine datenschutzrechtliche Einwilligung in die Verarbeitung Ihrer Bewerberdaten durch uns darstellt. Näheres zur Rechtsgrundlage und Datenverwendung finden Sie im Hinweisblatt zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

DH-Angebote für den Einstieg: CodiMD und DARIAH-Wiki

dhd-blog - Mi, 11/06/2019 - 12:26
Texte und Projekte erstellen, teilen und bearbeiten


CodiMD

Du möchtest Texte schreiben und gemeinsam mit anderen von überall aus bearbeiten, z.B. wenn du mit Kommilitonen an einem Referat arbeitest, willst deine Daten aber nicht amerikanischen Datenkraken überlassen? #dontleaveittogoogle

Eine sichere Möglichkeit hierfür bietet dir der Dienst CodiMD. Über deinen Uni-Account kannst du dir sog. CodiMD-Pads erstellen, in denen du Texte schreiben und diese mit anderen zusammen bearbeiten kannst.

Voraussetzung

Um ein CodiMD-Pad zu erstellen, benötigst du nur einen GWDG-Account, also zum Beispiel deinen normalen Uni-Göttingen Studierendenaccount.* Falls du keinen solchen Account hast, registrier dich einfach unter https://www.gwdg.de/registration.
Wenn du an einem bereits erstellten Pad mitarbeiten möchtest, brauchst du übrigens keinen Account. Hierfür reicht der entsprechende Link.

Funktionen

CodiMD bietet dir verschiedene Funktionen. Zunächst einmal hast du drei Ansichtsmöglichkeiten: 

  • Die MarkDown-Ansicht. Darin kannst du deine Texte eingeben und Formatierungen einfügen
  • Die Vorschau-Ansicht. Darin wird der Text als formatiertes Dokument angezeigt
  • Die MarkDown- und die Vorschau-Ansicht nebeneinander gestellt

Es gibt die Möglichkeit in deinen Text verschiedene Inhalte einzufügen und somit ganz einfach zu teilen, z.B. Bilder, Videos, Formeln oder Diagramme, mit der Export-Funktion kannst du deinen Text in ein gewünschtes anderes Dateiformat exportieren und es gibt einen Präsentationsmodus.
Bearbeiten können den Text standardmäßig alle, die den Link dazu haben. Über ein Menü an der Seite kannst du für deine Pads diese Zugriffsrechte aber individuell verwalten. Die Bearbeitung der Texte ist am PC, Tablet und Smartphone und online von jedem Standort aus möglich.
Eine genaue Beschreibung aller Funktionen findest du außerdem unter
https://pad.gwdg.de/features#

Speicherung

Damit du dein Pad online bearbeiten kannst, wird es bei der GWDG gespeichert. Die GWDG greift dabei nicht auf deine Daten zu, im Gegenteil: Nach 12-monatiger Inaktivität wird dein Pad automatisch gelöscht. Einen Monat und eine Woche vorher wirst du per E-Mail darüber informiert. CodiMD eignet sich damit also nicht für eine dauerhafte Speicherung

DARIAH Wiki

Das DARIAH Wiki stellt dir ein vielseitiges Angebot zur Verfügung. Hier findest du zum Beispiel Anleitungen zu den DARIAH Diensten und Werkzeugen. Auch über DARIAH selbst und andere DH-Projekte gibt es Informationen, genauso wie Links zu verschiedenen DH-Kanälen (z.B. Twitter, Youtube, Portal…)
Das DARIAH Wiki bietet dir aber mehr als nur Informationen. Du kannst selbst Projekte anlegen und daran arbeiten. Dabei liegt die Entscheidung bei dir, wer daran mitlesen und mitarbeiten darf. Du kannst eigene interne und öffentlich zugängliche Bereiche deines Projekts einrichten.

Voraussetzung

Auch für das Wiki benötigst du einen Account, den du hier erstellen kannst. Sobald der Account freigeschaltet ist, kannst du loslegen. 

Funktion

Bist du angemeldet, steht dir automatisch ein persönlicher Bereich zur Verfügung. Hier hast du ein Profil, das du bei Bedarf bearbeiten kannst, einen Bereich mit persönlichen Seiten und einen Blog-Bereich. Im Seiten-Bereich kannst du eigene Seiten anlegen, bearbeiten und über das Menü oben rechts die Zugriffsrechte einstellen, Dateien anhängen oder die Seite exportieren.
In deinem Profilmenü hast du außerdem die Möglichkeit z.B. Aufgaben anzulegen oder deine Liste von beobachteten Seiten zu verwalten. Indem du anderen Personen folgst oder Personen dir folgen, legst du ein eigenes Netzwerk an.

Mit diesen beiden Angeboten kannst du dich in deinem Studium leichter und übersichtlicher organisieren. Es kostet dich nicht mehr als ein paar Klicks. Probier einfach aus, wie und wofür du CodiMD und das Wiki selbst am besten verwenden kannst.
In den kommenden Tagen stellen wir euch hier im DHd-Blog das CosmoTool vor.

*Übrigens: Über „Föderierte Anmeldung“ findest du diverse Einrichtungen, um sich anzumelden. Schau einfach nach, ob deine Hochschule/dein Institut dabei ist. Alternativ kannst du dich natürlich auch mit deinem DARIAH-DE Account anmelden.

Stellenausschreibung: Informatiker*in digitale Langzeitarchivierung, 60-100%, Baden

dhd-blog - Mo, 11/04/2019 - 09:09

Die Open-Source-Lösung docuteam cosmos für digitale Archivierung ist einzigartig. In der Cloud ermöglicht sie die Nutzbarhaltung von Daten über Jahrzehnte. Unser Informatikteam braucht Sie als Verstärkung für den Betrieb, Unterhalt und Weiterausbau dieser innovativen und zunehmend nachgefragten Plattform. Mit der zunehmenden Automatisierung von Daten-management und Infrastruktur machen wir sie noch performanter.

Ihre Kompetenzen
  • Fundierte Ausbildung (FH, Uni, ETH, etc.)
  • Vertrauter Umgang mit Serverdiensten primär auf Linux, aber auch Windows (Applikationsserver, Datenbanken, Verzeichnisdienste, Webserver)
  • Erfahrung in der Überwachung von Serverumgebungen
  • Routinierter und kreativer Umgang mit Skriptsprachen und Automatisierungswerkzeugen
  • Analytisches Denkvermögen gepaart mit pragmatischer Vorgehensweise
  • Gewohnt, selbständig, aber auch in einem über mehrere Standorte verteilten Team zu arbeiten, Prioritäten zu erkennen und Entscheidungen eigenständig zu fällen
  • Gute Kenntnisse in Deutsch; Kenntnisse in Französisch und Englisch sind ein Vorteil
Unser Angebot
  • Bei uns sind Sie am Puls der fachlichen Entwicklung. Wir prägen die Diskussion in verschiedenen Fachgremien und Verbänden national und international mit und setzen neue Erkenntnisse in unserer Software und in Projekten um.
  • Je nach persönlicher Präferenz vertiefen Sie Ihr Know-how nach und nach in Gebieten wie semantische Technologien, Metadaten, Datenmanagement oder IT-Architektur.
  • abwechslungsreiche Projekte für Kunden im In- und Ausland
  • flexible Jahresarbeitszeit
  • kollegiale, lernorientierte Unternehmenskultur
  • selbständige Arbeit mit grossem Handlungsspielraum in einer Kultur des Vertrauens
Jetzt bewerben

Auskünfte erteilt Andreas Nef, Technical Lead, Tel. +41 56 511 11 77. Bewerben Sie sich digital bei administration@docuteam.ch.

Zu docuteam

docuteam entwickelt Open-Source-Software für die digitale Nutzbarhaltung von Informationen. Wir konzipieren und installieren digitale Langzeitarchive bei unseren Kunden und betreiben einen mandantenfähigen, Cloud-basierten Dienst für Kunden, die kein eigenes Langzeitarchiv aufbauen wollen. Wir bewirtschaften diese hybriden Archive mit unseren fachlich hervorragend ausgebildeten Mitarbeitenden. In Baden-Dättwil und Yverdon-les-Bains arbeiten rund 35 Personen für docuteam, darunter ein Drittel mit Informatikausbildung.

Stellenausschreibung: Webprogrammier*in 60%, Stellenbeginn 1. Januar 2020 oder nach Vereinbarung, Bern

dhd-blog - Fr, 11/01/2019 - 16:12

An der Forschungsstelle Jeremias Gotthelf der Universität Bern wird im Rahmen der Umsetzung der digitalen Historisch-kritischen Gesamtausgabe der Werke und Briefe von Jeremias Gotthelf (dHKG) befristet bis Ende
2020 die Stelle eines/einer Webprogrammierer*in ausgeschrieben.

Die Stelle ist befristet bis zum 31.12.2020.

Aufgaben

Mitarbeit an der Umsetzung des Webkonzepts der Edition (bes. GUI, Repräsentation der Editionsdaten, Programmierung des Gestaltungskonzepts, Mitwirkung an der Anpassung von Webtools etc.) in Zusammenarbeit mit einem weiteren Webprogrammierer.

Anforderungen Unbedingt erforderlich:

Solide Kenntnisse in Frontend-Web-Technologien wie HTML, CSS, JavaScript. – Idealerweise Angular oder vergleichbare Web-App-Frameworks (Vue.js, React). – Responsive Design (etwa Bootstrap). – Data visualization. – Barrierefreiheit (Accessibility). – XML. – MVC. – Git. – Photoshop oder vergleichbare Anwendungen.

Mögliche ergänzende Kenntnisse:

XQuery, XPath, XSLT. – Jira oder andere Issue-Tracking-Systeme. – Linux-Administration.

Ferner ggf. von Interesse:

XML-TEI, eXist-db, Turtle, RDF, OWL – Web Ontology Language, SPARQL, Python, Java

Wir bieten

die Mitarbeit in einem dynamisch sich entwickelnden digitalen Editionsprojekt, bei welchem insbesondere im Hinblick auf Benutzerführung und GUI gemeinsam mit der Hochschule der Künste ein innovatives Konzept entwickelt wird.

Interessiert?

Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen senden Sie bitte elektronisch bis am 30. November 2020.

Digitale Geisteswissenschaften/Digital Humanities: Hilfreiche Links zum Einstieg

dhd-blog - Di, 10/29/2019 - 14:02

Ein altes Sprichwort lautet: „Aller Anfang ist schwer“. Dies gilt besonders auch für das Studieren. Ob es um die Organisation des Stundenplans, die Anmeldung zu Prüfungen oder die Benutzung der örtlichen Universitätsbibliothek geht: Als Studierende bzw. Studierender wird man geradezu mit Informationen überhäuft, sodass es oft schwerfällt, den Überblick zu behalten. Da kann es schon einmal passieren, dass interessante Angebote übersehen werden.

Gerade für die Geisteswissenschaften – egal ob Archäologie, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft oder Sprachen – sind am Göttingen Campus allerdings viele tolle Angebote für Studierende zu finden. So auch in den digitalen Geisteswissenschaften bzw. Digital Humanities. Neben dem Institut für Digital Humanities, das einschlägige Studiengänge anbietet, stellt auch die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (kurz SUB Göttingen) verschiedene Dienste für Studierende und Forschende zur Verfügung. Die SUB koordiniert nämlich die Digitale Forschungsinfrastruktur für die Geistes- und Kulturwissenschaften DARIAH-DE. Einer der Schwerpunkte von DARIAH-DE ist die Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses, unter anderem mit Veranstaltungen, Preisen und digitalen Diensten. Einige dieser Angebote werden wir euch in den kommenden Wochen in diesem Blog vorstellen.

Beginnen wollen wir heute mit frei verfügbaren Webangeboten von DARIAH-DE, mit denen ihr euch schnell und unkompliziert über die Digital Humanities informieren könnt.

Das erste Angebot nutzt ihr gerade: das DHd-Blog. Das DHd-Blog bietet in kurzen Artikeln Informationen über aktuelle Entwicklungen, Veranstaltungen sowie Stellen- und Informationsangebote der Digital Humanities. Ihr könnt kostenlos einen Account per E-Mail (an dhdblog@mpiwg-berlin.mpg.de) beantragen und dem freien Posten zu den Digital Humanities ist keine Grenzen gesetzt. Wenn ihr also aktuelle Infos sucht, über eine interessante Veranstaltung aus diesem Bereich berichten oder einfach nur eure eigenen Erfahrungen mit den Digital Humanities teilen wollt, dann seid ihr im DHd-Blog richtig – und jederzeit herzlich willkommen!

Die Digital Humanities haben viele Facetten. Sie befassen sich unter anderem mit dem digitalen Editieren und Präsentieren von Texten, der Analyse großer Textmengen, der Visualisierung komplexer Datenmengen und vielem mehr.  Auch in DARIAH-DE wird zu vielen unterschiedlichen Themenfeldern gearbeitet und geforscht. Einen guten Einblick in diese Aktivitäten bieten dir die DARIAH-DE Working Papers, eine kostenlos im Internet verfügbare Schriftenreihe, in der Studierende, Forschende und Lehrende aus dem Umfeld von DARIAH-DE ihre Erfahrungen und Forschungsergebnisse veröffentlichen. Thematisiert werden darin unter anderem methodische Fragen, technische Empfehlungen, Best-Practice-Beispiele, Konferenzbeiträge, Lehrmaterialien, Aspekte digitaler Infrastrukturen etc..

Screenshot: DARIAH-DE Working Papers

Wenn du also mehr über die verschiedenen Arbeitsfelder von DARIAH-DE erfahren willst, dann wirf einen Blick auf die Working Papers.

Natürlich finden Lehre und Forschung zu den Digital Humanities weder nur in Göttingen, noch nur bei DARIAH-DE statt. In den letzten Jahren ist eine internationale Community entstanden, die sich aus unterschiedlicher Perspektive und an unterschiedlichen Standorten mit der Thematik auseinandersetzt. Dies führt dazu, dass es mittlerweile eine kaum überschaubare Menge an Literatur und anderen Informationen zu den Digital Humanities gibt. Einen strukturierten Überblick über die Vielfalt der Forschungsbeiträge bietet die die Onlinebibliographie Doing Digital Humanities. Die Bibliographie basiert auf dem frei verfügbaren Literaturverwaltungsprogramm Zotero und verzeichnet Literatur aus den unterschiedlichen Bereichen der Digital Humanities und ist per Suchfunktion online recherchierbar. Um die Suche zu vereinfachen, wird jeder erfasste Titel außerdem in eine von acht Kategorien eingeordnet. Darüber hinaus werden jedem Titel sogenannte ‘tags’ (Schlagwörter) zugeordnet, nach denen per Mausklick gezielt gesucht werden kann.

Screenshot: Onlinebibliographie Doing Digital Humanities

Du suchst nach Literatur für ein Referat, eine Hausarbeit oder einfach aus Interesse Literatur zu den Digital Humanities? Dann bist du mit der Bibliographie Doing Digital Humanities an der richtigen Adresse. Hier geht es zur Bibliographie.

Digital Humanities könnt ihr an verschiedenen Orten in Deutschland, Europa und weltweit studieren. Jeder einzelne Studiengang setzt dabei eigene Schwerpunkte: Manche betrachten ein Studienfach aus digitaler Perspektive (etwa der Studiengang ‘Digital Archaeology’ in York, England), andere thematisieren einschlägige wissenschaftliche Methoden (unter anderem der Studiengang ‘Language Analysis and Processing’ der Universität Baskenland) und wieder andere behandeln die Digital Humanities allgemein (beispielsweise der Studiengang ‘Digital Humanities’ an der Universität Würzburg).

Die Digital Humanities Course Registry gibt euch Einblick in die unterschiedlichen Kurse und Studiengänge im Bereich Digital Humanities weltweit. Über eine interaktive Landkarte werden die einzelnen Standorte der Studiengänge zudem grafisch veranschaulicht.

Screenshot: Digital Humanities Course Registry

Wenn ihr euch also darüber informieren möchtet, wo ihr mit welchem Schwerpunkt Digital Humanities studieren könnt, dann werft einen Blick auf die Digital Humanities Course Registry.

Den nächsten Blogartikel zum Einstieg in die Digital Humanities findet ihr in der kommenden Woche im DHd-Blog. Bis dahin wünschen wir euch viel Spaß beim Stöbern in den DARIAH-DE Working Papers, der Bibliographie Doing Digital Humanities und der Digital Humanities Course Registry.

CfP: Panel „Digitale Transformation der Geisteswissenschaften? Theoretische und methodologische Provokationen durch die Digital Humanities“

dhd-blog - So, 10/27/2019 - 10:54

Im Rahmen des 16. Internationalen Kongresses 2020 der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (DGS) e.V. zum Thema „Transformationen: Zeichen und ihre Objekte im Wandel“, weche in Chemnitz vom 22. bis 26. September 2020 stattfinden wird, findet der oben genannte CfP statt.

Es handelt sich um eine Veranstaltung der Sektion Digital Humanities in der Deutschen Gesellschaft für Semiotik e.V.

Wir freuen uns über zahlreiche Einreichungen.

Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.semiotik.eu/transformationen-2020

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Kontakt

Mag. Dr. Ralph Knickmeier
Leitung Digitale Sammlungen
Österreichische Galerie Belvedere
Wissenschaftliche Anstalt öffentlichen Rechts
Prinz Eugen-Straße 27
1030 Wien

E-Mail: R.Knickmeier@belvedere.at

www.belvedere.at

DARIAH-DE Working Paper Nr. 39 veröffentlicht

dhd-blog - Fr, 10/25/2019 - 14:32

Ein weiteres DARIAH-DE Working Paper ist heute erschienen:

Tobias Gradl: „Dokumentation der Datenföderationsarchitektur„. DARIAH-DE Working Papers Nr. 39. Göttingen: DARIAH-DE, 2019. URN: urn:nbn:de:gbv:7-dariah-2019-11-7

Der Beitrag thematisiert die Dokumentation der DARIAH-DE Datenföderationsarchitektur (DFA).

Für die Komponenten der DFA wird mit der Veröffentlichung neuer Softwareversionen jeweils auch deren dedizierte Dokumentation generiert. Unter Anwendung der Prinzipien von Continuous Integration und Deployment wird dabei sichergestellt, dass Dokumentations-bausteine automatisiert erzeugt und verteilt werden. Hierdurch wird auch die Verwendung eines einheitli-ches Erscheinungsbildes erleichtert, welches für die Weiterentwicklung, aber auch die Implementierung ergänzender Komponenten nachgenutzt werden kann. Dieser Beitrag beschreibt die verwendete Techno-logie zur automatisierten Erstellung und Verteilung der Dokumentation und bietet Entwicklern dadurch entsprechende Anknüpfungspunkte. Zudem bietet der Beitrag einen thematischen Einstieg in die DFA und deren Komponenten und stellt insbesondere Verweise zu Source Code, eigentlicher Dokumentation und den primären Instanzen zusammen.

Möchtet auch ihr einen Beitrag als DARIAH-DE Working Paper zu veröffentlichen? Dann wendet euch gerne an dwp-redaktion@gwdg.de

Workshopbericht: DARIAH-DE Workshop Digital tools and methods for historical research, 25.09.19, Mainz

dhd-blog - Do, 10/24/2019 - 15:56

Am 25. September 2019 fand am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) in Mainz der DARIAH-DE Workshop Digital tools and methods for historical research statt.


Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) in Mainz, Bild: Anna Aschauer

Hierzu waren Studierende und Forschende der Geschichtswissenschaften eingeladen. Die rund 25 TeilnehmerInnen haben Einblicke in die Forschungsarbeiten der Vortragenden des IEG erhalten anhand derer ihnen grundlegende Methoden und Möglichkeiten der Digital Humanities demonstriert wurden:

Dr. Jaap Geraerts stellte zu Beginn des Workshoptages die digitale Datenbank AOR (Archaeology of Reading in Early Modern Europe) in der Nutzung vor. In diesem Zusammenhang erklärte er den Anwesenden – zumeist DH-Anfängern – Grundlegendes zu strukturierten Daten und Metadaten. In seinem zweiten Teil verglich Jaap Geraerts die digitalen Sammlungen DARIAH-DE Collection Registry und den Katalog digitaler Editionen der EADH (European Association for Digital Humanities).

Den zweiten Workshopteil zur quantitativen Textanalyse übernahm Dr. Demival Vasques Filho. Zu Beginn hieß es: Mitmachen statt nur Zuschauen. Er demonstrierte die vielfältigen Möglichkeiten der Textanalyse des Voyant Tools anhand des Beispieldatensatzes zu Jane Austens Romanen und lud die TeilnehmerInnen ein, die Schritte parallel an ihren Laptops nachzumachen. Anschließend zeigte er, wie er das Voyant Tool für eigene Datensätze genutzt und dadurch politische Reden analysiert hat. Kurz stellte er zudem das TextGridRep in Verbindung mit dem Voyant Tool vor sowie den DARIAH-DKPro-Wrapper vor.

Wie erstellt man digitale Karten aus Forschungsdaten? Diese Frage beantworteten Anna Aschauer und Monika Barget im letzten Teil des Workshops. Mit Palladio und dem DARIAH-DE Geo-Browser stellten sie Tools für den Bereich Geohumanities vor. Sie erklärten die einzelnen Schritte des Datenexports aus Excel in die jeweiligen Tools und gaben nötige Hinweise zur jeweiligen Datenstrukturierung für die verschiedenen Geoinformationssysteme. Außerdem verglichen sie die Datenvisualisierung von Palladio mit der des Geo-Browsers.

In kommunikativer Atmosphäre probierten die TeilnehmerInnen die Datenbanken und Tools selbst aus und hinterfragten deren Möglichkeiten und Grenzen. Außerdem wurden ihnen viele Quellen zum Weiterlesen und Vertiefen an die Hand gegeben.

Das IEG organisierte mit diesem Workshop in Kooperation mit DARIAH-DE einen Crashkurs in verschiedene Bereiche der digitalen Geschichtswissenschaften. Die Vortragenden haben durch die praktischen Beispiele aus ihrer eigenen Forschung, die Tools und Dienste greifbar gemacht. Der Workshop regte so zum kritischen Ausprobieren und Anwenden in eigenen Forschungsarbeiten an.

Wer nun bereut, nicht dabei gewesen zu sein: Es sind zwei weitere Workshops dieser Art geplant! Außerdem stehen die Workshopmaterialien bei GitHub zur Verfügung: https://github.com/ieg-dhr/ieg_workshops/tree/master/dariah_sep2019

Gerda Henkel Fellowship in Digital History at GHI Washington & Roy Rosenzweig Center for History and New Media at the George Mason University

dhd-blog - Mi, 10/23/2019 - 11:42

With the generous support of the Gerda Henkel Foundation, the German Historical Institute (GHI) and the Roy Rosenzweig Center for History and New Media at the George Mason University (RRCHNM) invite applications from postdoctoral scholars and advanced doctoral students based in Europe for a 12-month fellowship in digital history.

The fellowship will provide a unique opportunity for the recipient to work on his or her research project at RRCHNM, where she/he will be in residence for one year. We welcome applications from scholars who are seeking seed-funding in order to develop a thrilling idea into a new project and/or funding proposal as well as from scholars who wish to pursue fully-fledged research projects. While at the Center, the fellow will also have the opportunity to consult with the Center’s faculty and staff in order to develop the skills needed for his or her project, join teams working on projects in development at RRCHNM, and to sit in on graduate digital history classes at GMU. Depending upon qualifications and visa status, the fellow could teach or co-teach undergraduate courses involving digital history.

Starting at the beginning of the 2020 GMU fall semester, the successful applicant will be in residence at the RRCHNM and will also participate in GHI activities, events, and digital projects. Funding will be provided for a 12-month stay for postdoctoral scholars as well as advanced doctoral students, who are currently affiliated with a European research institution. The monthly stipend will be €3,400 for postdoctoral scholars or €2,000 for doctoral students. The fellow will also receive reimbursement for his or her round-trip economy airfare to the U.S. and a grant for travel to other North American institutions up to €5,000.

The deadline for applications is January 5, 2020. To apply, please send a cover letter, a CV, a copy of the certificate of your most recently earned degree, the names and contact details of two referees, and a research project proposal (5 pages or 2,000 words max.). The proposal should outline a research question, the main sources to be used, and ideas about what digital tools and methods could be used to analyze those sources. We can accept applications in electronic form only. Please submit your documents as a single PDF file to: fellowships@ghi-dc.org.

All candidates will be notified in February 2020 of the result of their application. For more information, please contact: Bryan Hart (hart@ghi-dc.org) at the GHI or Lincoln Mullen (lmullen@gmu.edu) at the RRCHNM.

Full text of the call for applications is available on the GHI website: https://www.ghi-dc.org/dh-fellowship

W3 Professur / Full Professorship Humanities Data Science and Methodology an der TU Darmstadt

dhd-blog - Di, 10/22/2019 - 14:17

(english version below)

Am Institut für Geschichte der Technischen Universität Darmstadt ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine

Professur (W3) für „Humanities Data Science and Methodology“

zu besetzen.

Die Stelleninhaberin bzw. der Stelleninhaber soll eine Schlüsselrolle bei der Weiterentwicklung der „Digital Humanities“ an der TU Darmstadt an der Schnittstelle zwischen den Fachbereichen 02 (Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften) und 20 (Informatik) übernehmen.

Die Professur ist der Erforschung der Datengrundlagen der Humanities gewidmet (textförmige Daten, aber auch Bild-, Objekt-, Geodaten, Meta- und Messdaten oder digital born data). Dies umfasst zum einen die Entwicklung von und die epistemologische Reflexion über Methoden zur Analyse dieser Daten, inklusive der Reflexion über die Entstehungs- und Nutzungsbedingungen der Daten. Zum anderen gehören die Entwicklung und die Anwendung algorithmischer Methoden zum Profil der Professur.

Eines oder mehrere der folgenden Forschungsgebiete bzw. -verfahren sollen im Fokus stehen: Informations-/Wissensmodellierung, Digitale Daten-/Quellenkritik, Research Software Engineering (z.B. Behaviour Driven Development), Visualisierung von Daten der Humanities/Visual Computing (z.B. GIS, Schnittstellen), Modellierung von Forschungsstrategien in den IT-basierten Humanities, inkl. multimodaler Korpora (z.B. Data Scopes), Qualitätsmanagement von Humanities-Forschungssoftware, Forschungsdaten und Forschungsinfrastrukturen; ferner auch Natural Language Processing, Texttechnologie, Korpus- und Computerlinguistik.

Zu den Aufgaben der Professur gehören zwei miteinander verbundene Bereiche: Zum einen die Fähigkeit zur Entwicklung und Anwendung algorithmischer Methoden, zum anderen die kritische Reflexion über die Voraussetzungen und Folgen der Produktion und Nutzung digitaler Daten in den Humanities. Beides soll beitragen zur Theorie- und Methodenbildung digitaler Wissenschaftspraxis. Dies setzt Vertrautheit sowohl mit algorithmischen Verfahren als auch mit den Verfahrensweisen geistes- und sozialwissenschaftlicher Interpretation voraus, inkl. hermeneutischer Ansätze.

In der Lehre widmet sich die Professur Verfahren, wie digitale Quellen mit digitalen Methoden unter verschiedenen fachlichen Perspektiven ausgewertet werden (z.B. politische Reden, Twitter-Nachrichten, Bildquellen u.a.). Konkret umfasst dies zentrale Anteile im institutsübergreifenden Master ‚Data and Discourse Studies‘. Darüber hinaus sollen Beiträge in den unterschiedlichen Studiengängen des FB 02 geleistet werden.

Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit allen im Fachbereich vertretenen Fächern sowie mit dem Fachbereich Informatik im Bereich Digital Humanities wird vorausgesetzt. Eine Zweitmitgliedschaft im Fachbereich Informatik wird angestrebt. Institutionell wird die Professur im Institut für Geschichte im FB 02 angesiedelt. Daher sind Befähigung und Bereitschaft zur konstruktiven Mitarbeit im Institut für Geschichte sowie seiner Weiterentwicklung in Forschung und Lehre erforderlich.

Einstellungsvoraussetzungen: Die Stelleninhaberin bzw. der Stelleninhaber verfügt über eine wissenschaftliche Ausbildung in den Humanities (in einem der am Fachbereich 02 vertretenen Fächer oder Bibliothekswissenschaft). Außerdem verfügt sie/er über ausgewiesene Expertise in den oben genannten Gebieten, insbesondere in der Entwicklung und Anwendung algorithmisch basierter digitaler Analysemethoden. Außer einer herausragenden Promotion und zusätzlichen wissenschaftlichen Leistungen (Habilitation oder äquivalenten Leistungen) sollen Bewerberinnen und Bewerber innovative Beiträge zur Forschung und Lehre im Schwerpunkt der Professur vorweisen.

Die Einstellung erfolgt im Beamtenverhältnis oder in einem außertariflichen Angestelltenverhältnis mit einer qualifikationsabhängigen Besoldung/Vergütung entsprechend der W-Besoldung. Diese wird zwischen Bewerberin oder Bewerber und Hochschulleitung verhandelt. Es gelten ferner die Einstellungsvoraussetzungen der §§ 61 und 62 Hessisches Hochschulgesetz.

Die Technische Universität Darmstadt strebt eine Erhöhung des Anteils der Frauen am Personal an und fordert deshalb besonders Frauen auf, sich zu bewerben. Bewerberinnen oder Bewerber mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 oder diesen Gleichgestellte werden bei gleicher Eignung bevorzugt.

Die Technische Universität Darmstadt ist als familiengerechte Hochschule zertifiziert und verfügt über ein Dual Career Programm.

Bewerbungen sind mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Schriftenverzeichnis, Übersicht über bisherige Lehrtätigkeiten und sonstige wissenschaftliche Aktivitäten, Drittmitteleinwerbungen, Urkunden) unter Angabe der Kenn-Nummer in elektronischer Form (als email-attachment, eine Datei, nicht größer als 6 MB) zu senden an die Dekanin des Fachbereichs Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften, Technische Universität Darmstadt, Dolivostraße 15, 64293 Darmstadt, brueckenprofessur@gugw.tu-darmstadt.de.

https://www.tu-darmstadt.de/universitaet/karriere_an_der_tu/stellenangebote/aktuelle_stellenangebote/stellenausschreibungen_detailansichten_1_337408.de.jsp

Altes Maschinenhaus, TU Darmstadt

The Institute of History at Technische Universität Darmstadt seeks to appoint a

Professor (W3) for Humanities Data Science and Methodology

The post holder is going to play a key role in the ongoing development of the „Digital Humanities“ at TU Darmstadt at the interface between the Department 02 – Social and Historical Sciences and Department 20 – Computer Science.

The focus of the professorship is on research on the data foundation of the humanities (textual data, but also image, object-, geodata, meta- and measurement data or born digital data). This entails, on the one hand, the development and epistemological reflection of methods for the analysis of these data types, including reflection on the origins of the data and their use. On the other hand, the profile of the professorship entails the development and application of algorithmic methods for the humanities.

One or more of the following research areas should be the expertise of the prospective post holder: information/knowledge modelling, digital data/source criticism, research software engineering (e.g. Behaviour Driven Development), visualisation of humanities data, visual computing (e.g. GIS, interfaces), modelling of research strategies in IT-based humanities including multimodal corpora (e.g. Data Scopes), quality management of humanities research software, research data and research infrastructures; also natural language processing, text technology, corpus and computational linguistics.

Required skills thus extend over two related areas: expertise in the development and application of algorithmic methods and critical reflection on the prerequisites and consequences of the production and use of digital data in the humanities. Both areas should contribute to the development of theory and methods for digital scientific practice. This requires familiarity both with algorithmic procedures and with the procedures of interpretation in the humanities and social sciences, including hermeneutical approaches.

In teaching, the post holder should cover procedures for evaluating digital sources with digital methods from different professional perspectives (e.g. analyses of political speeches, Twitter news, image sources, etc.). In concrete terms, this includes central parts of the inter-institutional master’s programme ‚Data and Discourse Studies‘. In addition, contributions are to be made to the various courses of the Department of Social and Historical Sciences.

Willingness to cooperate with all subjects represented in the Department of Social and Historical Sciences as well as with the Department of Computer Science in the field of Digital Humanities is expected. A co-membership („Zweitmitgliedschaft“) in the Department of Computer Science is planned. Institutionally, the professorship will be located in the Institute of History in Department 02. Therefore, the ability and willingness to work constructively in the Institute of History and its further development in research and teaching are required.

Recruitment requirements: The holder of the position has a scientific education in the Humanities (in one of the subjects represented at Faculty 02 or in library science). In addition, she/he has proven skills and experience in the above mentioned areas, in particular in the development and application of algorithmically based digital analysis methods. An outstanding doctoral degree and additional scientific qualifications (Habilitation or equivalent) are required; applicants should provide proof of innovative contributions to research and teaching in the main focus area of the professorship.

The position is tenured with a remuneration package commensurate with experience and qualifications, following the German „W-Besoldung“ and subject to negotiations between the applicant and the university directorate. The regulations for employment are specified under §§ 61 and 62 HHG (Hessisches Hochschulgesetz).

The Technische Universität Darmstadt intends to increase the number of female faculty members and encourages female candidates to apply. In case of equal qualifications applicants with a degree of disability of at least 50 or equal will be given preference.

The Technische Universität Darmstadt is certified as a family-friendly university and offers a dual career program.

Applications are to be sent with the usual documents (curriculum vitae, list of publications, overview of previous teaching activities and other scientific activities, third-party funding, certificates) and the identification number in electronic form (as email attachment, one file, not larger than 6 MB) to the Dean of the Department of Social and Historical Sciences, Technische Universität Darmstadt, Dolivostraße 15, 64293 Darmstadt, brueckenprofessur@gugw.tu-darmstadt.de.

Applications are to be sent with the usual documents (curriculum vitae, list of publications, overview of previous teaching activities and other scientific activities, third-party funding, certificates) and the identification number in electronic form (as email attachment, one file, not larger than 6 MB) to the Dean of the Department of Social and Historical Sciences, Technische Universität Darmstadt, Dolivostraße 15, 64293 Darmstadt, brueckenprofessur@gugw.tu-darmstadt.de.

https://www.tu-darmstadt.de/universitaet/karriere_an_der_tu/stellenangebote/aktuelle_stellenangebote/stellenausschreibungen_detailansichten_1_337408.en.jsp

KultSam-Workshop „Objekt-basierte Digital Humanities“: Dokumentation online

dhd-blog - Di, 10/22/2019 - 10:03

Die Dokumentation des Workshops „Objekt-basierte Digital Humanities“, durchgeführt vom 01.-03.04.2019 in der Göttinger Sternwarte, ist online. Sämtliche Vorarbeiten, Methoden, Ergebnisse sowie filmische Ausschnitte des Workshops sind hier einsehbar.

Ziel des Workshops war eine Ideensammlung zur Zusammenführung von digitalen Diensten und Tools im Bereich Text und Sprache mit den Digitalisaten materieller Objektbestände der Museen. Erreicht werden sollte dies durch den Einsatz von verschiedenen Kreativmethoden, vor allem aus dem Design Thinking.

Für den Workshop kamen u.a. Expert_innen aus den Themengebieten Digital Humanities, Informationswissenschaften und dem Sammlungsbereich zusammen, um ihre Expertise in der dreitägigen Veranstaltung anzapfen zu lassen.

Im Zuge der Nachbereitung wurden sämtliche Ergebnisse und Inhalte des Workshops aufbereitet und dokumentarisch erfasst. Der Prozess der Ideenfindung im Workshop und die Diversität der Ideen, die entwickelt wurden, sollten dabei ebenfalls hervorgehoben werden. Dementsprechend sollte nicht nur das Endergebnis in Form von Prototypen vorgstellt werden, sondern auch der Weg, der zu dieser Idee führte sowie andere Ideenstränge, die leider nicht weiterverfolgt werden konnten.

Wir möchten noch einmal allen Teilnehmer_innen danken und freuen uns über Rückmeldungen und Anmerkungen!

DH-Kolloquium @BBAW, 1.11.2019, F. Diehr und K. Glinka: Das Museum als Digitalwerkstatt

dhd-blog - Mo, 10/21/2019 - 13:34

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften möchten wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Freitag, den 1. November 2019, 17 Uhr s.t. bis 19 Uhr, einladen. Die Veranstaltung findet im Konferenzraum 1 (1. Stock) der BBAW, Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin statt. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir Sie um Anmeldung per E-Mail an: DH-Kolloquium@bbaw.de.

Franziska Diehr und Katrin Glinka (museum4punkt0. Digitale Strategien für das Museum der Zukunft):

Das Museum als Digitalwerkstatt – Impulse für (Digital-)Strategien, museale Forschung, Vermittlung und Dokumentation

Digitale Technologien und Formate eröffnen Museen neue Formate der Interaktion, Interpretation und Kommunikation. Im Vergleich zu objektbezogener Forschung im Museum, die durch den Einsatz digitaler Erschließungssysteme, der Nutzung und Publikation von digitalen Reproduktionen und der Integration von digital gestützten Untersuchungsmethoden eine methodische Erweiterung erfährt, wird die Entwicklung digitaler Kommunikations- und Vermittlungsformate bisher eher selten als transdisziplinärer Forschungsauftrag im Museum verstanden.

Mit museum4punkt0 wurde 2017 erstmals in Deutschland ein museales Forschungsprojekt initiiert, welches Kulturinstitutionen verschiedener Sparten, Größen und institutionellen Strukturen mit dem Ziel der Entwicklung und Beforschung digitaler Anwendungen in einem Verbund vereint. Zentrales Merkmal des Verbundes ist die Vernetzung und gegenseitige Unterstützung der beteiligten Institutionen bei der Entwicklung und Evaluation von digitalen Vermittlungs- und Kommunikationsangeboten. Untersucht wird, wie neueste digitale Technologien effektiv für die Aufgaben von Museen, insbesondere in der Wissensvermittlung, nutzbar gemacht werden können.

museum4punkt0 arbeitet dabei mit zwei Vorgehensweisen: In den Partnerprojekten wird fallspezifisch geforscht und entwickelt. Die museale Praxis der jeweiligen Institution bildet den Ausgangspunkt für die Entwicklung themenspezifischer, auf Publikumsgruppen und Vermittlungsziele zugeschnittener Angebote. Die bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz angesiedelte zentrale wissenschaftliche Steuerung des Gesamtprojekts hat, neben der Koordination und weiteren Vernetzung des Verbunds, die Aufgabe, dabei auch überspannende und übergeordnete Themen zu identifizieren und diese durch weitere Unterprojekte zu erforschen. Hier untersuchen wir u.a. webbasiertes Storytelling und Datenvisualisierung, objektzentrierte Mixed Reality Vermittlung, sowie spielerische Vermittlungsansätze in Augmented Reality und im Web.

Dabei interessiert uns nicht nur das Vermittlungsangebot an sich: die Prozesse, Methoden, Anforderungen an Infrastruktur und Kompetenzen und vor allem auch die Wirkung auf Nutzer*innen und Besucher*innen wird dokumentiert, wissenschaftlich erschlossen und für andere nachnutzbar bereitgestellt werden. Dazu erstellen wir auf Basis des Open-Source Wissensmanagementsystems ‘ResearchSpace’ einen Online-Katalog, der zum einen die in museum4punkt0 entstandenen Vermittlungsanwendungen dokumentiert, darüber hinaus aber auch als experimentelle Plattform dient. Hier erproben wir, welche bestehenden Tools und Frameworks sich an die Plattform anschließen lassen, um museale Daten nutzbar zu machen und sie mit anderen Wissensbereichen zu vernetzen. Dazu gehört auch der Transfer in weitere Bereiche der musealen Arbeit: Forschen, Vermitteln, Ausstellen, Bewahren und Sammeln.

Mit dem Katalog als Schnittstelle zwischen Forschungsmethoden und -werkzeugen der digitalen Geisteswissenschaften, digitalen Vermittlungsansätzen und den Daten des kulturellen Erbes wollen wir untersuchen, wie museale Datenbestände aufbereitet sein müssen, um als Forschungsdaten für (inter-)disziplinäre Fragestellungen nutzbar zu sein. Weiterhin möchten wir erproben, wie bereits entwickelte Methoden und Werkzeuge der digitalen Geisteswissenschaften z. B. Text- und Bildannotationen sowie algorithmische Bilderkennungsverfahren im Kontext musealer Fragestellungen eingesetzt werden können.

Links und Literatur:

  • Website des Verbundprojekts: https://www.museum4punkt0.de/ Partner im Verbundprojekt museum4punkt0 sind: die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und ihre Staatlichen Museen zu Berlin, die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven, das Deutsche Museum, die Fastnachtsmuseen Schloss Langenstein und Narrenschopf Bad Dürrheim mit weiteren Museen der schwäbisch-alemannischen Fastnacht und das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz.
  • Glinka, Katrin (2018): „The Process Is Part of the Solution: Insights from the German Collaborative Project museum4punkt0”, in: Museum International, Volume 70, Special Issue: Museums in a Digital World. International Council of Museums (ICOM) and Blackwell Publishing 90–103 https://doi.org/10.1111/muse.12195.
  • Diehr, F., & Glinka, K. (2019): ”Wie katalogisiert man eigentlich virtuelle Realität? Überlegungen zur Dokumentation und Vernetzung musealer Objekte und digitaler Vermittlungsformate.”, in: DHd 2019 Digital Humanities: multimedial & multimodal. Konferenzabstracts. P. Sahle (Hrsg.), 247–250 https://doi.org/10.5281/zenodo.2596095.
  • ResearchSpace: https://www.researchspace.org/

CfI: Die (hyper-)diplomatische Transkription und ihre Erkenntnispotentiale

dhd-blog - Mi, 10/16/2019 - 16:23


Call for Interest

Der material turn hat den editionswissenschaftlichen Diskurs in den Philologien und den umliegenden Fächern tief durchdrungen, was nicht zuletzt vom digital turn der letzten Jahrzehnte zusätzlich befeuert wurde. Die informationstechnologisch paradigmatische Trennung von Daten und Präsentation, und die scheinbar vollständige Entkörperlichung des Textes in einer Codierung, die zugleich der exzessiven Befundverzeichnung scheinbar keine Grenzen mehr setzt, lenkt den Blick zurück auf die Körperlichkeit des Textes und seine mediale Ausformung. 

Heute zeigt sich in vielen Editionsprojekten die Tendenz, immer überlieferungsnähere Transkriptionen zu erstellen. Derlei diplomatische oder gar hyperdiplomatische Repräsentationsformen können beispielsweise paläografisch, linguistisch oder literaturwissenschaftlich motiviert sein sowie in Intensität und Fokus auf makro- oder mikroskripturale Phänomene (Layout vs. Schriftgestaltung, u.ä.) variieren. Das Ziel der Methode scheint in digitalen Editionen aber oftmals das gleiche: Die visuelle Nachahmung der originalen Schriftspur bzw. Dokumenttopografie oder die Konstruktion einer modellgeleiteten Form als schließlich edierter und publizierter Text im WWW, wobei die diplomatische Befundaufnahme die Grundlage mehrerer (normalisierender) Präsentationsschichten sein kann. 

Was in der Transkription maschinenlesbar und prozessierbar erfasst wird, mündet also zunächst in einer primär menschen-orientierten Präsentation bzw. in einem typografischen Ausdruck, den man in ähnlicher Form auch in Druckeditionen erstellen und der Leserschaft darbieten kann. Die durch die Codierung des diplomatischen Befundes entstandenen informationsreichen Daten und ihre analytischen Potentiale bleiben damit aber untergenutzt und die Editionen hinter ihren ‘digitalen Möglichkeiten’ zurück. 

Einerseits liegen unausgeschöpfte Potentiale in quantitativen Analysen des diplomatischen Befundes, beispielsweise in statistischen Auswertungen und Visualisierungen textkritischer Phänomene (z. B. Streichungen, Ersetzungen, u. ä.) oder gestalterischen Ausdrucksformen (z. B. Schriftarten, Schriftformen), die möglicherweise zu neuen Erkenntnissen über die Überlieferung führen (z.B. Chronologie bzw. Genese von Dokumenten, Schreiberidentifikation, Datierung). Andererseits kann man aus quantitativ-qualitativer Perspektive Kookkurrenzen materiell-visueller Phänomene und anderer Dimensionen von Text analysieren wie etwa den Zusammenhang zwischen Gestaltung und Textgenres (z. B. typografische Dispositive und literarisches Genre) oder zwischen linguistischer Textdimension und materialer Ausdrucksform (z. B. Sprach- und Schriftwechsel). Jenseits dieser konkreten Ansätze wäre sogar an Untersuchungen und Analysen zu denken, die bisher noch nicht einmal in Grundzügen erkennbar sind. Vielleicht kann die systematische Untersuchung von skriptografischen Phänomenen, Strukturen und Mustern in Verbindung mit Textsorten, Produktionsweisen oder historischen Bedingungen neue Einblicke in die Genese und Transmission von Texten eröffnen und Korrelationen und Abhängigkeiten dieser Dimensionen aufdecken. Neben derlei Verfahren kann eine analytische Perspektive aber auch die Nutzung einer Edition bereichern, z. B. wenn der diplomatische Befund als Index oder Informationsvisualisierung fungiert, über den ein materialzentrierter Zugang zu den edierten Quellen entsteht. 

Der für 5.-7. Februar 2020 geplante Workshop zu Erkenntnispotentialen (hyper-)diplomatischer Transkriptionen wird an der Bergischen Universität Wuppertal im Rahmen des Graduiertenkollegs 2196 “Dokument – Text – Edition” in Kooperation mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und dem Institut für Dokumentologie und Editorik durchgeführt. Die Veranstaltung soll Expert/innen und Interessierte zusammenführen und den Themenkreis durch Präsentationen und Diskussionen zu allgemeinen theoretischen und methodischen Fragen sowie anhand von Fallbeispielen ausleuchten. Das Workshopformat wird durch gemeinsames praktisches Arbeiten an bereits bestehenden Daten in Form eines experimentell gestalteten Hackathons ergänzt.

Für den Workshop werden Beiträge der folgenden Arten gesucht:

  • Daten, d.h. detaillierte, quellennahe Transkriptionen
  • Analytische Fragestellungen an diplomatische Transkriptionen, die beispielsweise aus paläografischer, linguistischer, kulturwissenschaftlicher oder literaturwissenschaftlicher Perspektive kommen und algorithmisch zu operationalisieren wären 
  • Theoretische und methodische Ansätze, die nicht nur die Befundverzeichnung, sondern (vor allem) auch ihre Analysepotentiale betreffen
  • Fallbeispiele, d.h. konkrete Editionsprojekte, in denen das analytische Potential diplomatischer Transkriptionen fruchtbar gemacht werden soll

Interessierte werden gebeten, sich bis zum 6.11.2019 mit einer formlosen Mitteilung (½ Seite Beitragsbeschreibung) bei Frederike Neuber (neuber@bbaw.de) und/oder Patrick Sahle (sahle@uni-wuppertal.de) zu melden.



Stellenausschreibung: Doktorand (w/m/d), 100%

dhd-blog - Di, 10/15/2019 - 17:06

An der Digital Humanities-Professur am Walter Benjamin Kolleg der Universität Bern wird eine Doktorierendenstelle besetzt.
Das Kolleg ist eine inter- und transdisziplinäre Forschungs- und Lehreinrichtung an der Philosophisch-historischen Fakultät der Universität Bern.

Die Bewerbungsfrist endet am 12. November 2019.

Der vollständige Ausschreibungstext findet sich auf dem Stellenportal der Universität Bern bzw. hier als PDF-Datei.

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