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Einladung zur Verleihung des Berliner DH-Preises am 26. Juni 2018

dhd-blog - Mi, 05/23/2018 - 17:27

Bereits zum vierten Mal verleiht der Interdisziplinäre Forschungsverbund Digital Humanities in Berlin den Berliner DH-Preis für herausragende Projekte auf dem Gebiet der Digital Humanities.

Wir laden Sie herzlich ein zur Preisverleihung
am 26. Juni 2018 um 17:30
in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Einstein-Saal
Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin.

Nach einer Begrüßung durch den Präsidenten der BBAW, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Martin Grötschel, werden Jury-Mitglieder den bzw. die Preise verleihen.
Der diesjährigen Jury gehören an: Prof. Dr. Nicolas Apostolopoulos (FU Berlin), Prof. Dr. Anne Baillot (Université du Mans), Prof. Dr. Gerd Graßhoff (HU Berlin / Exzellenzcluster Topoi), Prof. Dr. Claudia Müller-Birn (FU Berlin), Prof. Dr. Heike Neuroth (FH Potsdam) sowie Dr. Markus Neuschäfer (Open Knowledge Foundation). Die PreisträgerInnen werden danach Gelegenheit haben, ihre nominierten Projekte vorzustellen. Im Anschluss daran laden wir alle TeilnehmerInnen zu einem Empfang in den Wintergarten.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich.
Bitte nutzen Sie dafür das Online-Formular unter
http://www.bbaw.de/veranstaltungen/2018/juni/digital-humanities-preis-2018
*Anmeldeschluss ist der 20.06.2018.*

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns sehr, Sie zur Verleihung des Berliner DH-Preises 2018
begrüßen zu dürfen!

Mit freundlichen Grüßen aus der Geschäftsstelle des if|DH|b,
Wolf-Hagen Krauth (Projektleitung)
Ulla Tschida und Marius Hug (Wissenschaftliche Koordinatoren)

Wiss. Mitarbeiter/in (100% E 13 TV-L) an der Professur für Digital Humanities in Trier

dhd-blog - Sa, 05/19/2018 - 10:38

Im Fachbereich Sprach- Literatur- und Medienwissenschaften der Universität Trier ist an der Professur für Digital Humanities eine Stelle als

Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Wissenschaftlicher Mitarbeiter (100% E 13 TV-L)

zu vergeben. Die Stelle ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen und zunächst auf drei Jahre befristet, ggf. mit der Möglichkeit der Verlängerung.

Ihre Aufgaben

  • Forschungstätigkeiten im Rahmen einer Qualifikationsarbeit (Promotion) im Bereich der Digital Humanities mit einer Schwerpunktsetzung in der quantitativen (bevorzugt der französischen) Literaturwissenschaft
  • Mitwirkung an den Forschungstätigkeiten der Professur sowie bei der Organisation von Veranstaltungen
  • Übernahme von Lehrveranstaltungen im Bereich Digital Humanities (4 Semesterwochenstunden)

Ihr Profil

  • Ein überdurchschnittlich abgeschlossenes Hochschulstudium (MA oder vergleichbarer Abschluss im Sinne von § 56 Abs. 2 Nr. 1 HochSchG) der Digital Humanities, Romanistik oder eines vergleichbaren Faches
  • Nachgewiesene Programmierkenntnisse (bspw. Java oder Python) und/oder Statistikkenntnisse sind von Vorteil, ebenso Kenntnisse der Englischen und einer romanischen Sprache (bevorzugt Französisch). Alternativ die Bereitschaft und Fähigkeit, sich entsprechende Kompetenzen anzueignen.

An der Professur für Digital Humanities werden u.a. aktuelle Methoden der computergestützten Analyse literarischer Texte angewandt, erprobt und entwickelt. Die Professur ist eng verbunden mit dem Trier Center for Digital Humanities (TCDH), an dem vielfältige Forschungsprojekte durchgeführt werden.

Wenn Sie in einem dynamischen Kontext und als Teil eines international orientierten Teams forschen und lehren möchten, dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung!

Die Universität ist bestrebt, die Zahl Ihrer Wissenschaftlerinnen zu erhöhen, und fordert diese nachdrücklich zu einer Bewerbung auf. Schwerbehinderte werden bei entsprechender Eignung bevorzugt eingestellt.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung (mit Motivationsschreiben, Lebenslauf und einseitiger Skizze eines möglichen Promotionsvorhabens) in einer PDF-Datei und bis zum 4.6.2018 an schoech@uni-trier.de sowie carlitz@uni-trier.de.

Gerne können Sie auch vor einer Bewerbung unverbindlich Kontakt mit Prof. Dr. Christof Schöch (schoech@uni-trier.de) aufnehmen.

Forschungsdatenadministrator/in (100 % TV-L EG 10) am IEG Mainz

dhd-blog - Do, 05/17/2018 - 18:12

via Karin Droste, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG)

Das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) in Mainz ist ein außeruniversitäres Forschungsinstitut in der Leibniz-Gemeinschaft. Es betreibt Forschungen zu den religiösen, politischen, sozialen und kulturellen Grundlagen Europas in der Neuzeit und unterhält ein internatio-
nales Stipendienprogramm (http://www.ieg-mainz.de). Als Mitglied des Mainzer Zentrums für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften (mainzed) setzt sich das IEG für Open-Access-Publikationen ein und beteiligt sich am Aufbau digitaler Forschungsinfrastrukturen. Für sein Digital Humanities Lab besetzt das IEG zum 1. Januar 2019 zunächst auf zwei Jahre befristet eine Stelle als Forschungsdatenadministrator/in (100 % TV-L EG 10).

Stellenprofil
Die Stelleninhaberin / der Stelleninhaber ist der Leitung des Digital Humanities Lab unterstellt. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in der Unterstützung des Auf- und Ausbaus einer integrierten Forschungsinfrastruktur für das IEG in Zusammenarbeit mit den Mitgliedseinrichtungen des mainzed und weiteren Partnern. Als Forschungsdaten werden hierbei sowohl Publikationen als auch die damit assozierten Primärdaten sowie deren Digitalisate verstanden. Die Stelleninhaberin / der Stelleninhaber arbeitet an der technischen Weiterentwicklung der Infrastruktur mit. Zudem unterstützt sie / er die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am IEG im Umgang mit ihren Forschungsdaten (Erhebung, Erschließung, Sicherung und Nachnutzung).
Einstellungsvoraussetzungen

  • mehrjährige Arbeitserfahrung im Bereich IT-Infrastruktur
  • fundierte Kenntnisse verschiedener Metadaten-Standards
  • fundierte Kenntnisse von Semantic Web und Linked Open Data
  • sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse.

Wünschenswert sind ferner Kenntnisse virtueller Forschungsumgebungen und Publikationsplattformen. Teamfähigkeit wird ebenso wie eine selbstständige Arbeitsweise vorausgesetzt.

Bewerbungen
Das Institut fördert die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern und setzt sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein. Deshalb werden Frauen besonders zur Bewerbung aufgefordert.
Die Stellen sind grundsätzlich teilbar. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Fragen richten Sie bitte an den Forschungskoordinator des IEG, Dr. Joachim Berger (berger@ieg-mainz.de).
Ihre Bewerbung senden Sie bitte (mit CV und Zeugnissen) unter Angabe der Kenn.-Nr. FDA-2018 bis zum 31.08.2018 per E-Mail an die Personalabteilung des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte (bewerbung@ieg-mainz.de); bitte fassen Sie alle Unterlagen in einem PDF zusammen.

Memorandum: Digitalisierung von Kulturgut

dhd-blog - Do, 05/17/2018 - 15:42

Trotz beträchtlicher Fortschritte liegt nach wie vor nur ein Bruchteil des in Deutschland verwahrten Kulturgutes in digitaler Form vor, so dass ein offener, medienadäquater und nachnutzbarer Zugang für große Teile nicht gegeben ist. Die Digitalisierung als ein Prozess der Transformation und damit Sicherung des Kulturgutes bleibt daher auf absehbare Zeit eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe all jener Einrichtungen, die kulturelles Erbe bewahren und bearbeiten: Bibliotheken, Archive, Museen, Forschungsinstitute, aber auch wissenschaftliche Sammlungen an Universitäten und Fachhochschulen. Allerdings reichen die bisherigen Bemühungen, so beispielsweise durch das Digitalisierungsprogramm der DFG und vereinzelte Aktivitäten auf Ebene der Bundesländer, nicht aus. Sie müssen nicht nur fortgesetzt, sondern intensiviert, ausgebaut und besser vernetzt werden. Nur mit der systematischen und umfassenden Umwandlung des kulturellen Erbes ist gewährleistet, dass der Forschungsstandort Deutschland gesichert bleibt und eine in Zukunft verstärkt digital arbeitende geistes- und kulturwissenschaftliche Forschung die Datengrundlage erhält, die für ihre Fragestellungen und Analysen unverzichtbar ist. Auch für die europäische und internationale Anschlussfähigkeit zukunftsweisender und innovativer Forschungs- und Transfervorhaben sind Digitalisate eine Voraussetzung. Zugleich wird nur durch eine systematische Digitalisierung aller Kulturgüter des Landes auch in Zukunft demokratische Teilhabe und freier Zugang zu ihnen möglich sein – als unverzichtbare Grundlage von Bildung, Wissenserwerb und letztlich Stiftung kultureller Identität.

Das Gremium Wissenschaftliche Sammlungen, das 2014 im Rahmen von DARIAH-DE initiiert wurde, hat eine erste Evaluation durchgeführt: Stand der Kulturgutdigitalisierung in Deutschland. Eine Analyse und Handlungsvorschläge des DARIAH-DE Stakeholdergremiums ‚Wissenschaftliche Sammlungen‘. Darin kommt es zu dem Schluss, dass die Daten erzeugenden Digitalisierungsanstrengungen von Kulturgütern einerseits mit den sich laufend weiterentwickelnden digitalen Methoden und Techniken der Wissenschaft, andererseits mit den Erwartungen der Bevölkerung an den Zugang zu ihren Kulturgütern nicht Schritt halten und beträchtliche Anstrengungen vonnöten sind, um die Situation zu verbessern:

Neben einer besseren Koordinierung von Digitalisierungsprogrammen auf Bundes- und Länderebene müssen vor allem die finanziellen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden, dass die Kulturgutbestände auf Basis wissenschaftlicher, archivarischer, bibliothekarischer und musealer Standards erschlossen und digitalisiert werden können, um sie in maschinenlesbarer und dauerhaft referenzierbarer Form unter offenen Lizenzen der Wissenschaft und interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung zu stellen.

Die Unterzeichnenden erklären sich bereit, die für die Umsetzung notwendigen Schritte mit zu prägen und zu gestalten. Wir bitten die Wissenschaftspolitik um Unterstützung in diesem Prozess, um insbesondere durch Koordinierung und Finanzierung folgende Maßnahmen zu ermöglichen:

  • Etablierung eines Verständnisses von Digitalisierungsaktivitäten als Langzeitaufgabe und Teil der Erschließungsaktivitäten von Gedächtniseinrichtungen
  • Koordination und dauerhafte Evaluation der Digitalisierungsaktivitäten und dies sowohl einrichtungs- als auch medienübergreifend durch ein interdisziplinär ausgerichtetes nationales Monitoringboard sowie Erarbeitung einer geeigneten Metrik für solide Kennzahlen
  • Erweiterung der DFG-Praxisempfehlungen zur Digitalisierung und Einbeziehung weiterer Medienformate und vor allem neuer Erschließungstiefen (z.B. Digitalisate – Volltexte – Annotationen und Normansetzungen)
  • Etablierung langfristiger Finanzierungen für Kulturgutdigitalisierung und Langzeitarchivierung – so beispielsweise in Höhe von 5 % von den entsprechenden Budgets als feste Kenngröße durch die Zuweisung von jährlichen Sondermitteln
  • Intensivierung der Ausschreibungen und Drittmittelförderung für Kulturgutdigitalisierung
  • Anstöße zur Entwicklung von Best-Practices und verbindlichen Empfehlungen für maschinenlesbare und offene Schnittstellen
  • Ermöglichung von informationswissenschaftlicher Forschung zur Nutzung von digitalen Beständen durch Initiierung geeigneter Ausschreibungen
  • Bekenntnis zu Open Access und Open Data sowie ggf. Novellierung der rechtlichen Rahmenbedingungen

Wenn Sie dieses Memorandum unterstützen möchten, senden Sie eine Mail mit Institution / Verband und Name oder Name und Affiliation an: memorandum@de.dariah.eu

Liste der Unterzeichnenden:

Institutionen / Verbände:

  • DARIAH-DE, Coordination Office, Mirjam Blümm und Regine Stein
  • Deutsches Literaturarchiv Marbach, Roland S. Kamzelak
  • Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung Göttingen, Ramin Yahyapour
  • Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, Peter Burschel
  • Landesarchiv Baden-Württemberg, Gerald Maier
  • Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG), Mainz, Joachim Berger
  • Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Wolfram Horstmann
  • Salomon L. Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen, Michael Brocke
  • Technische Universität Darmstadt, Fachgebiet Germanistik – Computerphilologie und Mediävistik, Andrea Rapp
  • Technische Universität Darmstadt, Vizepräsidentin für wissenschaftliche Infrastruktur, Andrea Rapp
  • Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt, Thomas Stäcker

Einzelunterzeichnende:

  • Sonja Asal, Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel
  • Bettina Bauer, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
  • Marcus Baumgarten, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
  • Jennifer Bunselmeier, University of Oxford
  • Kai-Christian Bruhn, Hochschule Mainz University of Applied Sciences
  • Fabian Cremer, Max Weber Stiftung
  • Ralf Forster, Filmmuseum Potsdam, Institut der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
  • Gudrun Gersmann, Universität zu Köln, Historisches Institut
  • Alexander Geyken, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
  • Peter Gietz, DAASI International
  • Michael Kaiser, Max Weber Stiftung
  • Lisa Klaffki, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
  • Ingo Kottsieper, Akademie der Wissenschaften zu Göttingen / Westfälische Wilhelms-Universität Münster
  • Harald Lordick, Sal. L. Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen
  • Beata Mache, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, DARIAH-DE
  • Hanna-Lena Meiners, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
  • Anna Neovesky, Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz
  • Andreas Neuburger, Landesarchiv Baden-Württemberg
  • Heike Neuroth, Hochschule Potsdam – University of Applied Sciences
  • Stefan Schmunk, Hochschule Darmstadt – University of Applied Sciences
  • Ulrich Schwardmann, Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung Göttingen
  • Timo Steyer, Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel / Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
  • Rainer Stotzka, Karlsruhe Institute of Technology (KIT) – Steinbuch Centre for Computing (SCC)
  • Christian Thomas, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
  • Cornelia Weber, Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland
  • Christina Wolf, Landesarchiv Baden-Württemberg
  • Thorsten Wübbena, Deutsches Forum für Kunstgeschichte Paris

RIDE-Preis für die beste Rezension in Band 7

dhd-blog - Fr, 05/11/2018 - 18:01

Das Institut für Dokumentologie und Editorik freut sich, die Gewinnerin des zweiten RIDE-Preises für die beste Rezension in „RIDE 7 – Digital Scholarly Editions“ bekannt zu geben (http://ride.i-d-e.de/issue-7/). Der Preis in Höhe von 250 Euro wird mit großzügiger Unterstützung der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Graz vergeben (mehr Informationen: http://ride.i-d-e.de/reviewers/ride-award-for-best-review/).

Die Jury der Preisvergabe, bestehend aus Dirk Van Hulle (Universität Antwerpen), Martina Scholger (Universität Graz), Ulrike Henny-Krahmer (Universität Würzburg) und Georg Vogeler (Universität Graz), verleiht den Preis an Tessa Gengnagel (a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities, Köln) für ihre Rezension „The ‘Beta Dilemma’ – A Review of the Faust Edition“ (https://ride.i-d-e.de/issue-7/faustedition/).

Begründung:

„In her detailed discussion of the Faust-Edition, Tessa Gengnagel surpasses the level of the local review and draws attention to a broader theme (the ‘beta dilemma’ between an edition’s updatability and its aspiration for authority) that is becoming a pressing issue in digital scholarly editing in general. Gengnagel’s thorough knowledge of the technical and the methodological aspects of digital editing coupled with her clear and focussed style make for an entertaining and instructive reading that should arouse not only the interest of the editors of the Faust-Edition, but of anyone grappling with the ‘beta dilemma’.“

Wir wünschen der Gewinnerin viel Vergnügen mit dem Preis und freuen uns auf weitere spannende Rezensionen digitaler Ressourcen in den nächsten RIDE-Ausgaben.

Seitens des IDEs geht außerdem besonderer Dank an das externe Jurymitglied Dirk van Hulle für die gute Zusammenarbeit bei der Auswahl der Preisträgerin.

Call for Papers / Call for Participation: Information+ 2018, 9-21 October, University of Applied Sciences Potsdam (FH Potsdam) / 21-26 October, IEEE VIS, Berlin

dhd-blog - Mo, 05/07/2018 - 09:37

via Prof. Dr. Marian Dörk, Potsdam

INFORMATION+ 2018
Interdisciplinary practices in information design & visualization
19–21 October 2018
University of Applied Sciences Potsdam
Potsdam, Germany

Following the success of the inaugural Information+ 2016 in Vancouver, the biennial conference brings together researchers and practitioners in information design and information visualization to discuss common questions and challenges in these rapidly changing fields. Unlike discipline-specific gatherings, Information+ seeks to foster productive exchanges amongst the variety of people involved in the theories, practices and pedagogies of analyzing and communicating information.

Information+ 2018 will include three events: a one-day hands-on workshop [19 Oct], a two-day conference [20–21 Oct], and an exhibition of historic information design [19 Oct – 14 Dec]. The events will take place at the University of Applied Sciences Potsdam (FH Potsdam), which was the first university to offer a study programme in interface design in Germany. It has since gained international reputation for their design-oriented visualization research.

Information+ 2018 is co-located with IEEE VIS, 21–26 October in Berlin. The conferences are separate events, requiring separate registration. By co-locating events, we encourage cross-disciplinary discourse, especially with regards to exchanges between the science and design ‘camps’ of the visualization community.

Keynote presentations will be held by Sandra Rendgen (independent art historian and researcher), Ron Morrison (University of Southern California), Fernanda Viégas & Martin Wattenberg (Google PAIR), and Chiqui Esteban (The Washington Post).

For further information and updates, please visit: http://informationplusconference.com/

CALL FOR PARTICIPATION
As an interdisciplinary event, we invite proposals from all fields of professional practice, research, and education in information design and visualization. We welcome submissions on such topics as (but not limited to): the environment, advocacy and law, health and medical applications, social and political issues, cultural analysis and collections, digital humanities, and projects in data journalism. Authors accepted for presentation at the conference will have an opportunity to submit articles for publication in a special issue of an academic journal (to be announced soon).

We encourage both academic and practice-based presentations for the following opportunities:
PAPER PRESENTATION (15 minutes): an abstract [500 Words] with one descriptive figure and 3 keywords.
LIGHTNING TALKS (5 minutes): short abstract [250 Words] with one descriptive figure and 3 keywords.

Submit proposals using Easy Chair: https://easychair.org/conferences/?conf=info2018
15 May: Submission deadline
02 July: Notification of Acceptance
    

DIVERSITY SCHOLARSHIP
The Information+ Conference welcomes and encourages participation by people of all backgrounds and identities. We are committed to fostering and sustaining an environment of respect and inclusivity. To increase participation at the Information+ by underrepresented or historically marginalized groups, we are offering up to 10 need-based diversity scholarships. Priority will be given to applicants who have their contributions accepted for presentation at the conference.

For more information and to apply use the form: https://goo.gl/forms/cDtPpVAMQlNN2GhH2
10 July: Application period closes
31 July: Notification sent
    

MORE INFORMATION: http://informationplusconference.com/

QUESTIONS: admin@informationplusconference.com

Stellenausschreibung: Wiss. Mitarbeiter/in Digitale Edition an der HAB Wolfenbüttel

dhd-blog - Fr, 05/04/2018 - 11:29

An der Herzog August Bibliothek ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine befristete Stelle (0,5) für eine/n wiss. Mitarbeiter/in zur technisch-editorischen Betreuung einer Edition zu besetzen. Es handelt sich um eine Stelle im Projekt „Kritische Gesamtausgabe der Schriften und Briefe Andreas Bodensteins von Karlstadt, Teil III“.

Die vollständige Ausschreibung findet sich unter:
http://www.hab.de/de/home/aktuelles/stellenangebote.html

Bewerbungsfrist ist der 25.05.2018.

DARIAH-DE Grand Tour 2018: Panels versprechen spannende Diskussionen

dhd-blog - Mi, 05/02/2018 - 17:33

Zum abwechslungsreichen Programm der DARIAH-DE Grand Tour 2018 (19. bis 21. September an der TU Darmstadt) gehören nicht nur zahlreiche Workshops und die Keynote von Prof. Marc Alexander (University of Glasgow), sondern ebenfalls zwei spannende Paneldiskussionen.

So werden die Teilnehmenden im Panel Geistes- und kulturwissenschaftliche Forschungsdaten: Konzepte und Infrastrukturen diskutieren, wie wissenschaftsgeleitete und Beteiligungsmöglichkeiten sichernde Forschungsinfrastrukturen gestaltet werden können, die gleichzeitig verteilte Kompetenzen und vielfältigen Spezialisierungen erfolgreich koordinieren.
Das Panel findet am Freitag, 21.09.2018 ab 09:00 Uhr statt.

Während im ersten Panel Forschungsdateninfrastrukturen im Vordergrund stehen, fokussiert das zweite die Chancen der Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler im DH-Bereich. Überlegungen zu wissenschaftlicher Anerkennung, Evaluierung und Förderung in einer digital(isiert)en Wissenschaftslandschaft stehen im Zentrum des Panels Autorschaft und wissenschaftliche Reputation in den Digital Humanities. Dabei wird es um die Frage gehen, wie insbesondere der DH-Nachwuchs in der Scientific Community reüssieren kann und wie passende akademische Strukturen für den wissenschaftlichen Nachwuchs geschaffen werden können.
Das Panel findet am Freitag, 21.09.2018 ab 11.30 Uhr statt.

Eingeleitet werden die Panels durch vier bis fünf thematische Impulsvorträge bzw. vorbereitete Statements. Anschließend diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst untereinander, bevor die Diskussion für Beiträge und Fragen aus dem Publikum geöffnet wird.

An diesem Tag werden auch Nachwuchsförderpreise DARIAH-DE DH-Award 2018 verliehen.

Weitere Informationen über die DARIAH-DE Grand Tour 2018 sind in diesem Blogbeitrag zu finden.

Eine Anmeldung als Teilnehmende und eine Postereinreichung kann hier erfolgen.

Workshopbericht „Reisewege in Raum und Zeit”, Köln, 27.02.2018

dhd-blog - Mi, 05/02/2018 - 16:10

Am 27.02.2018 fand der DARIAH-DE-Expertenworkshop „Reisewege in Raum und Zeit” im Rahmen der DHd-Jahrestagung in Köln statt. Der Workshop war dem Thema Reisewege historischer Akteure gewidmet und wurde gemeinsam vom Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (Anna Aschauer, Marco Büchler) und dem Lehrstuhl für Medieninformatik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Tobias Gradl, Andreas Henrich) organisiert.

Die Organisatoren des Workshops gingen von der Prämisse aus, dass Reisewege gut und genau zu kennen von großer Bedeutung für die Geschichtsforschung sei. Damit können persönliche Kontakte der Akteure reflektiert werden, sowie Verbreitungswege der Güter und Ideen nachvollzogen werden. Weiterhin zeigen Reisewege auf, über welches Ortswissen eine bestimmte Person verfügt hat.

Durch den Einsatz digitaler Werkzeuge ist es möglich, die Eigenschaften, die eine Gruppe auszeichnen, zusammenzufassen. Diese Aggregation zu Gruppenprofilen ermöglicht historisch Arbeitenden, ihre Hypothesen zu bilden oder zu stärken. Es würde beispielsweise ermöglichen, etablierte Thesen in der klassischen Geschichtswissenschaft bezüglich der Korrelation zwischen Konfessionalität bzw. Beruf und Mobilität auch mit Hilfe quanititativer Verfahren zu prüfen.

Der Gegenstand des Workshops war die geographische Darstellung von Reisewegen sowie deren technischen Anforderungen und wissenschaftlichen Implikationen für die Digital Humanities. Das Ziel des Workshops bestand neben der Präsentation des aktuellen Entwicklungsstandes insbesondere im Sammeln von Rückmeldungen und Anforderungen für die weitere Konzeptualisierung und Entwicklung des Werkzeugs.

Eine grundlegende Hypothese ist, dass ein Mehrwert durch die automatisierte Erstellung biographischer Profile entsteht. Die Gruppenprofile können anhand der von FachwissenschaftlerInnen erstellten Wortfelder aggregiert werden. So können Aggregationskriterien wie beispielsweise Berufsfelder oder Konfessions-/Religionsgruppen beschrieben werden.

Nach den einführenden Worten von Marco Büchler stellte Tobias Gradl das erste Impulsreferat „Analyse und Kombination forschungsspezifischer Methoden auf dem infrastrukturellen Fundament von DARIAH-DE“ vor. In dem Vortrag wurde die Funktionsweise der DARIAH-DE Datenföderationsarchitektur (DFA) in Bezug auf Integration der Webservices und Daten im Kontext des DARIAH-DE-Werkzeugs CosmoTool erläutert.

Im ersten Teil des Vortrags skizzierte der Redner, wie die Webservices „Chronontology“ und „Gazetteer“ des Deutschen Archäologischen Instituts  mit der DFA verbunden werden, um Zeitbegriffe mit Datierungen und Ortsnamen sowie Koordinaten zu verbinden. Der zweite Teil war der Integration und der sprachlichen Analyse der Wikipedia-Daten durch DARIAH-DE’s Werkzeug CosmoTool gewidmet. Das dritte Beispiel beschäftigte sich mit der Integration des kleinen Datenbestandes aus Controversia et Confessio (Projekt der digitalen Akademie (AdW – Mainz) und IEG, das Biographien der Theologen des 16. Jahrhunderts beinhaltet). In der darauffolgenden Hands-on Session wurde veranschaulicht, wie benannte Methoden im CosmoTool realisiert werden und welche Entwicklungsmöglichkeiten in Bezug auf geisteswissenschaftliche Fragestellungen noch möglich wären.

Ferner stellte Anna Aschauer die Reise und Reisewege in der Frühen Neuzeit vor. Die Referentin überblickte mit ihrem Impulsvortrag die Möglichkeiten eines Reisenden in der Vormoderne, eine Reise zu planen und durchzuführen. Erläutert wurde, welche Rolle die Heeres-, Handels- und Wasserwege spielten, und wie die Dörfer und Städte miteinander verbunden waren. Ein besonderes Augenmerk lag auf Orientierungs- und Planungshilfen der frühneuzeitlichen Reisenden wie Routenbücher, Kreuzsteine, Kapellen, Zollhäuser oder (einheimische) Begleiter. Zum Schluss präsentierte die Rednerin einige deutschsprachige Reiseberichte nach und in Russland aus dem frühen 18. Jahrhundert, die Reiserouten und Reisealltag beschrieben.

Nach der Vorstellung der Diskussionsthemen folgten Diskussionen zu den Themen ethische Aspekte, Unvollständigkeit der Daten und Visualisierung/Routing mit dem Ziel, das weitere Entwicklungsvorhaben mit den Experten und Interessierten zu besprechen und Rückmeldungen zu erhalten.

Bei der Problematik der unvollständigen bzw. lückenhaften Daten für die Modellierung der Reisewege (oder auch gesamter Biographien), wurden mehrere Teilaspekte und Lösungen besprochen. Zum einen kam die Frage auf, wie eine Lücke in der Informationserfassung identifiziert werden kann? Hilfreich wäre, eine „Daten-Legende“ anzulegen, die beleuchtet wie, wann und von wem die Daten aufgenommen wurden. Eine andere Lösung wäre, die Unsicherheiten der erfassten Daten zu annotieren. Darüber hinaus ist es auch sinnvoll, am Anfang eines Projekts den Grad der Detailliertheit festzulegen, um die Daten im nötigen Umfang und mit nötigen Metadaten zu erfassen. Bei der breiteren Datengrundlage könnte Unvollständigkeit durch Übereinanderlegen der unterschiedlichen Daten gelöst werden.

Bei der Besprechung der Visualisierungsproblematik, die darin besteht, dass bei der Visualisierung der Verbindung auf einer Karte ein nicht für die Vormoderne realistischer Weg anzeigt wird (zum Beispiel als eine „Fluglinie“). Welche Heuristiken wären denkbar, um diese Lücke der fehlenden Reiseinformationen (Routing) zu überwinden?

Routing auf Basis geographischer Marker wie Anstiege und Brücken oder auf Basis der Reisebeschreibungen in Biographien wären denkbar. Außerdem wurde  darüber diskutiert, welche Gruppenmerkmale (erschlossen aus den Biographien einer Gruppe) Aufschlüsse darüber geben können, wie eine Reise verlaufen sei. Die folgenden Merkmale wären möglich:

  • konfessionelle Zugehörigkeit
  • Reiseanlässe
  • Stand (adelig/nicht adelig)

Eine mögliche Lösung wäre eine Datenbank für historische Reisewege, die Informationen aus verschiedenen Quellen integriert: aus Kartenmaterial, Biographien, GIS.

Eine Realisierung gruppenspezifischer Reisewege würde ermöglichen, die Gewichtung/Wichtigkeit bestimmter Orte messen zu können (z. B. wenn viele aus einer Gruppe den bestimmten Ort besucht haben).

Im letzten Diskussionsteil zum Thema „ethischen Aspekte” erläuterte Marco Büchler die Problematiken, die sich aus dem Umgang mit Biographien ergeben. Wo lässt sich die Grenze zwischen historisch motivierter Forschung und Profilbildung ziehen? Wie schützt man Persönlichkeitsrechte der Familienangehörigen, wenn die Biographie der Verstorbenen mit digitalen Methoden erforscht wird? Aus der Diskussion während und nach dem Workshop kam es zu unterschiedlichen Vorschlägen. Möglich wäre, dass wissenschaftliche Institutionen digitale Biographien verstorbener Personen erstellen und damit den kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Informationen zeigen.

Der Workshop „Reisewege in Raum und Zeit” konnte mit seinem Schwerpunkt auf Diskussion und Austausch mit Interessenten und Experten aus digitalen und klassischen Geisteswissenschaften eine Reihe von wichtigen Problematiken rund um die Themen Reisen und Biographie ansprechen. Die Ausgangshypothese wurde bestätigt, dass ein Mehrwert durch die automatisierte Erstellung und Auswertung biographischer Profile entsteht. Da, zu einem, erlaubt die automatisierte Erstellung der Profile mehrere Datenquellen zu nutzen und damit fehlende Informationen zu füllen. Andererseits, würde es erlauben gruppenspezifische Reisewege und meist besuchte Orte für gegebene Gruppen zu erkennen.

Text und Data Mining – in Recht, Wissenschaft und Gesellschaft (Tagung in Trier)

dhd-blog - Fr, 04/27/2018 - 16:12

Text und Data Mining (TDM) ist ein Sammelbegriff für automatische Analyseverfahren, mit deren Hilfe große Mengen von Informationen durchsucht, in Beziehung zueinander gesetzt und so Trends und neue Zusammenhänge aufgezeigt werden können.

Bei dem Einsatz der Analyseverfahren sind viele verschiedene Interessen von Verlagen, Datenbankinhabern, Journalisten, Wissenschaftlern auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften, Unternehmern und der Allgemeinheit betroffen. Es ist Aufgabe von Recht, diese oft entgegengesetzten Interessen auszugleichen und durch klare Vorgaben Rechtssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen.

Aus Anlass des neuen Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetzes (UrhWissG), das am 1. März 2018 in Kraft getreten ist, möchte die Tagung das Problemfeld Text und Data Mining in Recht, Wissenschaft und Gesellschaft aus vielfältiger, interdisziplinärer Perspektive beleuchten und einen Dialog entstehen lassen, in dem die Beteiligten ihre Anforderungen formulieren können, um so auf eine produktive weitere Ausgestaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen des Text und Data Minings hinwirken zu können.

Keynote

Hannes Munzinger (Süddeutsche Zeitung, Redakteur Daten und digitale Investigation): „Panama und Paradise Papers – die Bedeutung von Text und Data Mining für den investigativen Journalismus“

Eckdaten

Termin: Donnerstag, 21. Juni 2018 (14:00-19:00 Uhr) bis Freitag, 22. Juni 2018 (9:00-15:30 Uhr)

Veranstaltungsort: Universität Trier, Campus II, Kapelle

Veranstalter

Prof. Dr. Benjamin Raue (Professur für Zivilrecht, insbesondere Recht der Informationsgesellschaft und des Geistigen Eigentums) und Prof. Dr. Christof Schöch (Professur für Digital Humanities) in Kooperation mit dem Trier Center for Digital Humanities.

Weitere Informationen

Weiterführende und aktuelle Informationen zu Konzept und Thema der Tagung, Referentinnen und Referenten, Programm und Anmeldung finden Sie unter http://text-und-data-mining.de/.

Einen Überblick über die neuen Regelungen im Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz (UrhWissG) finden Sie u.a. hier: https://irights.info/artikel/urhwissg-tritt-in-kraft/28994.

DH-Kolloquium an der BBAW (4.5.2018): Vortrag zur digitalen Kunstgeschichte und dem prometheus-Bildarchiv

dhd-blog - Mi, 04/25/2018 - 17:10

Wir möchten Sie herzlich zum nächsten Termin des DH-Kolloquiums an der BBAW am 4.5.2018, 17:00 Uhr – 19:00 Uhr (Konferenzraum 1) einladen:

Dr. Lisa Dieckmann (Universität zu Köln, Kunsthistorisches Institut) wird über „Entwicklungen und Herausforderungen der digitalen Kunstgeschichte am Beispiel des prometheus-Bildarchivs“ referieren.

Die digitale Kunstgeschichte ist ein Forschungsgebiet, das sich mit der Entwicklung, Anwendung und Theorie digitaler Methoden und Verfahren in Bezug auf kunsthistorische Inhalte und Aufgabenstellungen befasst. U.a. am Beispiel des digitalen Bildarchivs prometheus wird der Vortrag bild- und textbasierte Verfahren zur Erschließung von Bildern, Motiven und Metadaten in sowohl qualitativer als auch quantitativer Hinsicht vorstellen und die damit verbundenen Herausforderungen thematisieren.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, möchten wir Sie um *Anmeldung per E-Mail unter DH-Kolloquium@bbaw.de* bitten.

Schließlich möchten wir Sie noch auf den im Anschluss an das Kolloquium stattfindenden Digital-Humanities-Stammtisch auf dem Restaurantschiff »Deckshaus« hinweisen, bei dem die Diskussion in formloser Atmosphäre fortgesetzt werden kann.

Fristverlängerung Berliner DH-Preis 2018 – Einsendeschluss 13. Mai 2018

dhd-blog - Do, 04/19/2018 - 15:29

Als Reaktion auf mehrfache Nachfrage hat sich der if|DH|b entschieden, die Frist für die Einreichung zum Berliner DH-Preis 2018 – die in diesem Jahr in die erste Woche des Sommersemesters gefallen ist – bis zum *13. Mai 2018* zu verlängern.

Zur Teilnahme berechtigt sind alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in einem DH-Projekt aktiv mitwirken.
NachwuchswissenschaftlerInnen, einschließlich Bachelor-, Master und Promotionsstudierende, werden besonders ermutigt, sich zu bewerben. Bedingung ist, dass das Projekt (mit mindestens einem Principal Investigator/einer Projektleitung) an einer Berliner Forschungseinrichtung, Gedächtnis- oder Kulturinstitution angesiedelt ist.

Die Preisverleihung, zu der wir Sie bereits heute herzlich einladen, findet am 26. Juni 2018 im Rahmen einer Festveranstaltung an der BBAW statt.
Alle Informationen zur Jury, Teilnahmebedingungen, Fristen und Terminen finden Sie unter http://www.ifdhberlin.de/dh-preis/ und im PDF zum Download.

Schöner Grüßen mit quoteSalute!

dhd-blog - Mi, 04/18/2018 - 14:59

Verfasser*innen: Stefan Dumont, Frederike Neuber, Lou Klappenbach

Von “MfG”, “LG”, “GLG” oder “VLG” zum etwas moderneren Netzjargon wie “ttyl”, “cu” oder gar “cul8ter” bis hin zum etwas herzlicheren SMS-Gruß “xoxo” – Nein, hier handelt es sich nicht um Abkürzungen für DH-Infrastrukturprojekte, sondern um Grußformeln wie sie in der täglichen digitalen Kommunikation innerhalb und außerhalb der Wissenschaft verwendet werden. Derlei Grußformeln sind oft ziemlich unpersönlich, hastig und langweilig, dabei waren Grußformeln der schriftlichen Kommunikation in der Vergangenheit nicht immer so, wie aus zahlreichen digitalen Briefeditionen hervorgeht. Wilhelm von Humboldt etwa verabschiedet sich am 5. März 1826 mit folgenden Worten bei August Wilhelm von Schlegel:

»Mein Brief ist aber von einer übermäßigen Länge geworden. Der Inhalt des Ihrigen hatte mich aber so angezogen, daß es mir unmöglich gewesen wäre, nicht auf jede einzelne Stelle desselben wieder einzugehen. Erhalten Sie mir Ihr wohlwollendes Andenken u. Ihre Freundschaft, und nehmen Sie die Versichrung meiner ausgezeichnetesten Hochachtung u. Ergebenheit an.«

Aber auch in der Kürze kann die Würze liegen und so belässt es Heinrich Graf von Lehndorff in seinem Brief vom 7. November 1873 an Joseph Maria von Radowitz bei einem einfachen:

»Wenig aber herzlich!«

Solche und andere Schätze bergen Editionen historischer Briefe. Aus wissenschaftlicher Perspektive sind Grußformeln außerdem wichtige Indikatoren für die Beziehung zwischen Briefschreiber*in- und Empfänger*in.  Freundschaft, Liebe, Distanz oder Hierarchie – derlei Verhältnisse werden oft implizit oder auch explizit mit Grußworten vermittelt.

Um die heutige digitale Kommunikation mit einem Hauch der längst vergangenen Briefkultur zu bereichern, gibt es nun quoteSalute mit inspirierenden Grußformeln für Ihre eigene Korrespondenz. quoteSalute aggregiert Grußformeln aus verschiedenen frei verfügbaren digitalen Briefeditionen und stellt diese über eine Webseite bereit, wo sie per Knopfdruck in die Zwischenablage und von dort aus in die E-Mail, die man gerade verfasst, kopiert werden können (ein Thunderbird-Add-On ist in Entwicklung).

Für quoteSalute wurden Grußformeln aus TEI-XML-kodieren Briefeditionen extrahiert, wobei die Verwendung des TEI-Elements <salute> in den Ursprungsdaten Voraussetzung ist. In einem weiteren Schritt wurden die Grußformeln manuell kuratiert und mit einem zusätzlichen Tagging aufbereitet. Letzteres sorgt dafür, dass nach sprechendem bzw. angesprochenem Geschlecht, formalem oder freundschaftlichem Gruß sowie Sprache gefiltert werden kann.

quotesalute Startseite: https://correspsearch.net/quotesalute/

Mit quoteSalute wird die editorische Arbeit an digitalen Briefeditionen über den wissenschaftlichen Diskurs hinaus spielerisch in den Alltagskontext des Emailing integrierbar. Darüber hinaus dürften sich bei einer breiteren Verwendung der Applikation auch die Editionen selbst einer größeren Bekanntheit, über die Grenzen der Geisteswissenschaften hinaus, erfreuen, denn jedes Zitat ist mit einem Link auf den Brief der jeweiligen Edition versehen.

Das Korpus von quoteSalute besteht bisher aus rund 750 Grußformeln aus folgenden digitalen Briefeditionen:

  • Aloys Hirt – Briefwechsel 1787–1837, ed. by Uta Motschmann. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://aloys-hirt.bbaw.de
  • August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition hrsg. Von Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://iffland.bbaw.de
  • Briefe und Texte aus dem intellektuellen Berlin um 1800“. Hrsg. v. Anne Baillot. Berlin: Humboldt-Universität zu Berlin. URL: www.berliner-intellektuelle.eu/
  • Briefwechsel Daniel Sanders im Deutschen Textarchiv, hg. v. Sebastian Göttel. Berlin 2017-2018. URL: http://www.deutschestextarchiv.de/sanders-briefe
  • Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe, Digitale Edition. URL: http://www.weber-gesamtausgabe.de
  • Digitale Edition der Briefe Erdmuthe Benignas von Reuß-Ebersdorf (1670-1732), hg. V. Prell, Martin u. Schmidt-Funke, Julia. Jena 2017 [Work in Progress]. URL: http://erdmuthe.thulb.uni-jena.de
  • edition humboldt digital, hg. v. Ottmar Ette. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL.http://edition-humboldt.de
  • Jean Paul Briefwechsel, Digitale Edition (basierend auf der III. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe, hg. v. Eduard Berend), Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin 2018 [Veröffentlichung demnächst].
  • Lebenswelten, Erfahrungsräume und politische Horizonte der ostpreußischen           Adelsfamilie Lehndorff vom 18. bis in das 20.Jahrhundert, ed. by Gaby Huch. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://lebenswelten-lehndorff.bbaw.de/
  • Marx-Engels-Gesamtausgabe digital, hg. von der Internationalen Marx-Engels-Stiftung. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: http://megadigital.bbaw.de/
  • Wilhelm von Humboldt – Sprachwissenschaftliche Korrespondenz. Hg. von der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://wvh-briefe.bbaw.de

Digitale Briefeditionen, die noch nicht in quoteSalute vertreten sind, sind herzlich eingeladen eine entsprechende Datei mit Grußformeln bereitzustellen. Alle Informationen zum Mitmachen bei quoteSalute (Dokumentation, Templates und Beispieltransformationen) finden sich auf der Website sowie im GitHub-Repository des Projekts.

Entstanden ist quoteSalute durch ein studentisches Projekt von Lou Klappenbach, Marvin Kullick und Louisa Philipp, betreut von Stefan Dumont, Frederike Neuber und Oliver Pohl im Rahmen der DH-Arbeitsgruppe TELOTA und dem Projekt “correspSearch – Briefeditionen vernetzen” an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

»Ich will Sie aber nicht länger ermüden und bitte Sie, liebster Freund, nur noch die Versicherung anzunehmen, daß ich, auch entfernt, Sie und Ihre so schön fortschreitenden wissenschaftlichen Arbeiten mit dem lebhaftesten und freundschaftlichsten Antheile begleite.«

Wilhelm von Humboldt an Friedrich August Rosen, 16.02.1833
Wilhelm von Humboldt – Sprachwissenschaftliche Korrespondenz
https://wvh-briefe.bbaw.de/Brief?section=all&id=1015

powered by https://correspsearch.net/quotesalute/

 

 

Call for Papers: 25. Jahrestagung der ITUG mit dem Rahmenthema „Von der Textdatenverarbeitung zu den Digitalen Geisteswissenschaften: Herausforderungen, Werkzeuge und Entwicklungstendenzen“

dhd-blog - Mi, 04/18/2018 - 13:45

via Ute Recker-Hamm, Trier

 

Kennen Sie eine Software, die seit 50 Jahren in geisteswissenschaftlichen Projekten erfolgreich eingesetzt wird? Eine Nutzergemeinschaft, die seit 25 Jahren allgemeine Fragen der Digitalen Geisteswissenschaften diskutiert und die Entwicklung der Software aktiv begleitet?

Die International TUSTEP User Group (ITUG) e.V. feiert ihr 25-jähriges Bestehen vom 3. bis 6. Oktober 2018 in Potsdam mit einer Tagung zum Rahmenthema “Von der Textdatenverarbeitung zu den Digitalen Geisteswissenschaften: Herausforderungen, Werkzeuge und Entwicklungstendenzen”. Gastgeberin der Tagung ist die Leibniz-Editionsstelle Potsdam der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Auch die Jubiläumstagung der ITUG soll wieder ein offenes Forum für den Austausch und die Diskussion der verschiedenen Aspekte des Rahmenthemas bieten. Präsentationen konkreter Vorhaben und Projekt sind daher ebenso willkommen wie Darstellungen methodischer Fragen oder die Erörterung forschungsgeschichtlicher oder -politischer Gesichtspunkte. TUSTEP-Bezug der Beiträge kann, muss aber nicht gegeben sein.  Für Vorträge sind 30 Minuten plus 10 Minuten Diskussion vorgesehen. Die Veranstalter sind jedoch auch offen für andere Formate (Workshop, Poster, Panel, Diskussionsrunde) oder andere zeitliche Vorstellungen. Wir laden Sie herzlich ein, sich aktiv an der Tagung mit einem Beitrag zu beteiligen. Bitte senden Sie Ihren (Arbeits-)Titel sowie eine kurze Zusammenfassung bis zum 1. Juli 2018 an Ute Recker-Hamm (recker@uni-trier.de). Weitere aktuelle Informationen zur Jahrestagung insbesondere auch zu geplanten TUSTEP-Workshops für Anfänger und Fortgeschrittene und über das Festprogramm finden Sie auf der Homepage (http://itug.de/ITUG2018.html).

Die ITUG schreibt auch in diesem Jahr wieder Reisestipendien für die Tagungsteilnahme aus. Das Angebot richtet sich vornehmlich, aber nicht ausschließlich an Studierende, die einen aktiven Tagungsbeitrag leisten. Bitte vermerken Sie bei der Einreichung eines Themas, ob Sie sich gleichzeitig um ein Reisestipendium bewerben und fügen Sie ggf. einen kurzen Lebenslauf bei.

Kontakt und Organisation:

Dr. Stefan Luckscheiter (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften): luckscheiter@bbaw.de

Ute Recker-Hamm M.A. (Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz): recker@uni-trier.de

Stellenausschreibung: Wiss. Mitarbeiter/in DH an der HAB Wolfenbüttel

dhd-blog - Di, 04/17/2018 - 10:51

An der Herzog August Bibliothek ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine befristete Stelle (0,5) für eine/n wiss. Mitarbeiter/in im DH-Bereich zu besetzen. Es handelt sich um eine Stelle im Projekt „Kupferstichkabinett online“ im Themenfeld Metadata Assessment / Enrichment.

Die vollständige Ausschreibung findet sich unter:
http://www.hab.de/de/home/aktuelles/stellenangebote.html

Bewerbungsfrist ist der 11.05.2018.

Nachlese zum Panel „Alles ist im Fluss – Ressourcen und Rezensionen in den Digital Humanities“ #dhd2018

dhd-blog - Mo, 04/16/2018 - 11:49

VerfasserInnen: Ulrike Henny-Krahmer, Frederike Neuber, Patrick Sahle und Franz Fischer.

Auf der Jahreskonferenz der Digital Humanities im deutschsprachigen Raum organisierte das Institut für Dokumentologie und Editorik (IDE) ein Panel mit dem Titel „Alles ist im Fluss – Ressourcen und Rezensionen in den Digital Humanities“. Angeregt durch das Tagungsthema „Kritik der digitalen Vernunft“  wurden dabei Mittel und Möglichkeiten von Rezensionen als Form der Kritik an digitalen Ressourcen als Grundlage und Ergebnis geisteswissenschaftlicher Forschung diskutiert.

Rezensionen als traditionelle Form der Kritik und des Diskurses in den Wissenschaften beziehen sich in aller Regel auf Forschungsergebnisse, die in gedruckter Form (z.B. Monografien und Textausgaben) publiziert sind. Bei den Forschungsergebnissen und -objekten der Digital Humanities handelt es sich dagegen um oftmals komplexe und vielschichtig konzipierte digitale Ressourcen, die etwa als digitalen Editionen und Textsammlungen, Bilddatenbanken und/oder spezifische Software (oft) kollaborativ erstellt werden und prinzipiell offen und erweiterbar sind. Bisher zeichnen sich die Digital Humanities nicht gerade durch ein besonders reges Rezensionswesen aus. Wenn digitale Forschung diskutiert wird, dann meist aus der Perspektive der einzelnen (,traditionellen’) Fächer. Zu den ersten Ansätzen, die digitale Ressourcen auch explizit aus der Perspektive der Digital Humanities in den Blick nehmen, zählen die Aktivitäten des IDE, das mit den Kriterienkatalogen zur Bewertung digitaler Ressourcen sowohl Richtlinien der Rezension vorschlägt als auch mit RIDE ein entsprechendes Publikationsorgan für die Besprechung digitaler Ressourcen gegründet hat. Im Kontext dieser Aktivitäten entstand die Idee, Errungenschaften, Desiderate und Problemfelder eines spezifisch digitalen Rezensionswesens im Rahmen eines Panels bei der DHd2018 in Köln in breiterer Runde zur Diskussion zu stellen.

Die PanelistInnen des Rezensions-Panels.

Die Einreichung das Panels organisierten Ulrike Henny-Krahmer (Moderation), Frederike Neuber, Patrick Sahle und Franz Fischer als Mitglieder des IDE und Mit-HerausgeberInnen von RIDE. Als PanelistInnen diskutierten Rüdiger Hohls (Humboldt-Universität Berlin), Anne Baillot (Université Le Mans), Christof Schöch (Universität Trier), Jürgen Hermes (Universität zu Köln) sowie Frederike Neuber (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften) und Patrick Sahle (Universität zu Köln). Die Gruppe der DiskutantInnen auf dem Podium war also bunt gemischt, sowohl was den disziplinspezifischen Hintergrund der PanelistInnen (von Philologien und Geschichtswissenschaften bis hin zu Computerlinguistik) als auch was ihren Erfahrungsschatz im ‚Rezension-Herausgeben‘ und/oder ‚-Schreiben‘ angeht. Entsprechend verschieden waren die Perspektiven auf das Thema des Panels, die im folgenden einzeln dargestellt werden, bevor wesentliche Aspekte der anschließenden Diskussion zusammengefasst werden.

Panel-Beiträge

Als erster Panelist der Runde vertrat RÜDIGER HOHLS mit seinem Beitrag „Die Rezension analoger und digitaler Medien bei H-Soz-Kult“ das eher ‚traditionelle‘ Rezensionswesen. Auf H-Soz-Kult wurden seit 2003 mehr als 14.000 gedruckte Bücher rezensiert. Demgegenüber sind digitale Ressourcen als Rezensionsobjekte wesentlich weniger vertreten: Seit 2003 wurden rund 173 Webseiten rezensiert, seit 1999 insgesamt rund 200 digitale Veröffentlichungen, womit vor allem CD-ROMs gemeint sind. Insgesamt machen Rezensionen in H-Soz-Kult rund 10-20% aller Beiträge aus, wobei in den letzten Jahren ein leichter Rückgang zu beobachten sei, so Hohls. Gleichzeitig sei die Sparte „Rezensionen“ aber immer noch die populärste bei den Lesern von H-Soz-Kult, wie Nutzerstatistiken der Webseite nahelegen (und dabei sind diejenigen NutzerInnen, die Rezensionen über die Mailingliste beziehen und lesen, noch nicht einmal erfasst). Für den geringen Anteil von Rezensionen digitaler Forschungs(ergebnisse) gab Hohls verschiedene Gründe an: Zum einen fehle eine entsprechende Fachredaktion bei H-Soz-Kult, zum anderen sei aber auch die Doppelanforderung an die RezensentInnen ein Problem, da man sich sowohl mit Inhalt als auch mit Technik der Ressource auskennen müsse. Eine Handreichung für Web-Rezensionen zur Unterstützung der RezensentInnen habe mit 7,5 Seiten außerdem mittlerweile „das Ausmaß eines Ehevertrags angenommen“. Ein weiterer Grund für die geringe Anzahl von Rezensionen sei das fehlende Anreiz- und Belohnungssystem, denn schließlich könne man nicht wie bei Rezensionen von Büchern üblich ein Rezensionsexemplar an die RezensentInnen aushändigen. Abschließend nannte Hohls als Grund für die geringe Betrachtung digitaler Ressourcen auch die fehlende Reputation digitaler Ressourcen selbst.

Ebenfalls aus der herausgeberischen Praxis mit Rezensionen berichtete FREDERIKE NEUBER mit „RIDE und die Herausforderungen der Digitalität“. RIDE (A Review Journal for Digital Editions and Resources) wird seit 2014 vom IDE herausgegeben und zählt derzeit 45 Rezensionen zu digitalen wissenschaftlichen Editionen und digitalen Textsammlungen. Zum methodischen Rahmen von RIDE zählen Kriterienkataloge als Handreichungen für die RezensentInnen und formalisierte Fragebögen zur stichhaltigen Zusammenfassung der Ressourceneigenschaften. Bisher sind vom IDE zwei ‚ressourcenspezifische‘ Kriterienkataloge und Fragebögen – für digitale wissenschaftliche Editionen und digitale Textsammlungen – erarbeitet worden. Außerdem durchläuft jede Rezension einen Peer Review-Prozess. Laut Neuber haben die Rezensionen in RIDE durch Umfang und methodischer Reflexionstiefe eher den Charakter von Forschungsaufsätzen als von ‚handelsübliche Rezensionen‘. Als Hauptherausforderung für RezensentInnen und HerausgeberInnen in RIDE stellte Neuber die Veränderbarkeit digitaler Ressourcen heraus, denn Datengrundlage, User Interface, Features und Mitarbeiter seien variabel. Trotz dokumentarischer ‚Vorbeugungsmaßnahmen‘ (genauer Ausweis der Temporalität, Linkarchivierung und Screenshots) würde oftmals die „Ressource die Rezension überholen“, so Neuber. Dabei erläuterte sie beispielhaft Fälle in RIDE, bei denen die Rezensionen vor oder kurz nach der Veröffentlichung bereits ‚historisch‘ geworden waren, da die Ressourcen sich veränderten (z.B. Relaunch der Website). Neuber stellte die These zur Diskussion, dass die Rezensionen in RIDE und allgemein noch nicht ausreichend ‚digital gedacht‘ seien und verwies dabei auf die methodische Lücke zwischen Ressource und Rezension (z.B. die Ressource als prinzipiell erweiterbar, die Rezension als abgeschlossen). Sie schloss ihren Beitrag mit der Frage, ob denn die Rezension im digitalen Zeitalter mehr sein könne und müsse als eine Momentaufnahme und wenn ja, wie dies konkret umsetzbar sei. Zur Diskussion stellte sie dabei dialogisch-kontinuierliche Rezensionsformen, kollaborativ erstellte Rezensionen sowie den Einbezug der RessourcenbetreiberInnen, die möglicherweise durch eine offene Kommentarfunktion und/oder ‚kontrollierte‘ Updateberichte die Rezensionen ‚auf dem neuesten Stand‘ halten könnten.

Um „Daten als Rezensionsobjekte“ drehte sich der Beitrag von ANNE BAILLOT. Daten können Teil und Basis einer digitalen Ressource sein, aber auch eigenständig veröffentlicht werden. Als ‚neue Publikationsform‘ der digitalen Geisteswissenschaften folgen Daten bestimmten Erwartungsstandards, darunter etwa Nachnutzbarkeit, Überprüfbarkeit und Langzeitverfügbarkeit. Die Erhebung und Modellierung von Datensätzen werden in den Naturwissenschaften bereits in Data Papers diskutiert und auch die Digital Humanities nähern sich dieser Form der Veröffentlichung an (das Journal of the Text Encoding Initiative (jTEI) wird demnächst das erste Data Paper veröffentlichen). Wie bei der Rezension von digitalen Ressourcen im Allgemeinen stellt sich auch nach einer Evaluation von Daten die Frage, inwieweit Datensätze in der Folge überarbeitet werden und ob sie dann nicht auch erneut evaluiert werden müssten. Eine Möglichkeit, zu signalisieren, das ein Datensatz eine bestimmte Qualität erreicht hat, könnte z.B. die Ausweisung durch ein „Data Seal of Approval“ sein. Auch für Datensätze ist zu diskutieren, welche Begutachtungskriterien angesetzt werden sollten. Das jTEI hat für die Bewertung von Beiträgen, die als Data Paper eingereicht werden, entsprechende Kriterien erarbeitet. Die Idee, für eine Begutachtung von Daten das Einreichen eines Data Papers vorauszusetzen, hat mehrere positive Effekte: So wird ein Anreiz geschaffen, Daten zu veröffentlichen und zu dokumentieren. Außerdem wird dem Erstellen von Datensätzen selbst ein wissenschaftlicher Wert zugesprochen. Auf der anderen Seite führen die Data Papers dazu, dass neben den Daten an sich dann auch deren Beschreibung in Form des Aufsatzes begutachtet wird. Sowohl das Format der Data Paper als auch die Kriterien für deren Begutachtung befinden sich im Moment noch in einer Testphase.

Als vierter Referent thematisierte CHRISTOF SCHÖCH das „Spannungsfeld von (individuellen und kontextgebundenen) Projektzielen und best practise-Anforderungen“ und Erwartungsstandards an Ressourcen. Letztere werden etwa durch Kriterienkataloge etabliert. Schöch beschreibt die individuellen Projektgegebenheiten als nicht kodifizierbar und oft nicht in den besprochenen Ressourcen selbst transparent. Es stellt sich also die Frage, ob man überhaupt an Ressourcen, die aus unterschiedlichen Kontexten entspringen und sich beispielsweise auf verschiedene finanzielle und personelle Mittel stützen können, immer die gleichen technischen Maßstäbe (z.B. Verwendung von Standards, Usability, Langzeitverfügbarkeit) anlegen sollte. Laut Schöch bilde das fehlende Wissen über Hintergründe und Kontexte eines Projekts großes Potential für Fehlkommunikation zwischen Rezensent und Projekt, denn die Ressourcen werden nicht für die RezensentInnen gemacht, sondern folgen bestimmten Projektzielen. Unter anderem stellte Schöch die Frage zur Diskussion, inwiefern die Asymmetrie zwischen Projektzielen und Erwartungsstandards nicht auch auf die Rezension analoger Ressourcen zuträfe. Speziell in Bezug auf digitale Ressourcen schloss er seinen Beitrag mit Verweis auf das von Tessa Gengnagel in ihrem RIDE-Beitrag aufgeworfene ‚Beta-Dilemma‘ mit der Frage, wie Rezensionen mit der prinzipiellen ‚Unfertigkeit‘ digitaler Ressourcen umzugehen haben und wie sich Rezensionen und Kriterienkataloge auf die kontinuierliche Veränderung des state-of-the-art der technischen Realisierung digitaler Ressourcen in den DH einstellen könnten.

JÜRGEN HERMES zog in seinem Beitrag „Die Rezension als Prozess“ eine Verbindung zwischen Rezensionen und internen Peer Review-Prozessen. Beides seien Bewertungsprozesse, von denen der eine (Peer Review) in der überwiegenden Zahl der Fälle intern, nicht öffentlich und vor der Publikation stattfinde, der andere (Rezension) öffentlich und nach Veröffentlichung der entsprechenden Ressource. In beiden Fällen sprach sich Hermes für eine offene und konstruktive Kommunikation aus. Die Vorteile eines feingranularen, zeitnahen und barrierefreien intensiven Austauschs zwischen Rezensentin und Rezensierter seien nicht von der Hand zu weisen, bedürften allerdings eines gewissen Wandels der in den Geisteswissenschaften herrschenden Umgangsformen. Die digitalen Geisteswissenschaften könnten hier durchaus eine Vorreiterrolle spielen.

PATRICK SAHLE versuchte unter dem Beitragstitel „Prinzipien der Digitalität“ schließlich eine Art Vorzusammenfassung der im Panel thematisierten Aspekte unter Bezugnahme auf allgemeine Entwicklungstendenzen, wie sie auch in anderen Bereichen der Digitalisierung der Forschung zu beobachten sind. Er ging dazu auf drei Kernfragen ein. Zunächst waren die besonderen Aspekte digitaler Ressourcen als ‚moving targets‘ mit schlechter ‚Fassbarkeit‘ zu systematisieren. Hier müssen Rezensionen z.B. das Problem des ‚Status‘ einer Veröffentlichung (Entwurf, reif, unter Veränderung, abgeschlossen) und bei kollaborativen Arbeiten die verschiedenen Beiträge (Urheberschaften) berücksichtigen. Rezension ist schließlich auch eine Form der Kreditierung! Zu den Schwierigkeiten in der Beschreibung digitaler Ressourcen gehört dann aber auch die Bestimmung der wesentlichen Inhalte, die Unterscheidung zwischen Daten und Publikationsformen, der Abgleich mit allgemeinen Erwartungen und projektspezifischen Zielstellungen und Rahmenbedingungen, das Zusammenspiel zwische Inhalten, Methoden und technischen Lösungen sowie ggf. Ungleichmäßige Bearbeitungsstände aufgrund inkrementeller Vorgehensweisen. Es stellt sich auf dieser Befundlage die zweite Frage, ob wir es mit Funktionsverschiebungen bei Rezensionen digitaler Ressourcen zu tun haben? Als Teilfunktionen benannte Sahle die ‚Hinweisfunktion‘ (Bekanntmachung), den bibliografischen Nachweis, den Diskussionsbeitrag, die Aufgabe der Kanonisierung von best Practices, die Bekanntmachung von Innovation und die Dokumentation der Entwicklung der Forschung. Diese Teilfunktionen fallen bei näherer Betrachtung für die Besprechung von gedruckten Werken und von digitalen Ressourcen in ihrer Umsetzung und Bedeutung sehr unterschiedlich aus. Es sei deshalb als drittes zu fragen, ob „die Rezension“ nicht insgesamt neu zu denken sei.Hier wäre dann z.B. zu überlegen, ob sich ihr Charakter nicht von der ‚wissenschaftlichen Kleinform‘ zu echten Forschungsbeiträgen verändern müsse – mit entsprechenden Konsequenzen für die Kreditierung solcher Besprechungen für die Rezensenten. Dabei wäre zu diskutieren, ob eine Rezension eine Momentaufnahme oder ein fortlaufender Dialog sein sollte und wie Anreizsysteme geschaffen werden könnten, um das digitale Rezensionswesen zu beleben.

Diskussion

Im Anschluss an die Vorträge wurden auf dem Podium und mit dem Publikum diskutiert. Wesentliche Aspekte der Diskussion werden hier aufgegriffen:

Digitale Ressourcen zwischen Produzenten, Rezensenten und Rezipienten

Ein Diskussionspunkt auf dem Podium war die Frage, wer denn nun die primären Adressaten von Rezensionen sind oder – anders formuliert – wem es Rezensionen „recht machen“ sollen. In diesem Zusammenhang warf Neuber zu Schöchs ‚Asymmetriethese‘ ein, dass die Schuld für intransparente Projektkontexte einzig bei den Ressourcenbetreibern selbst läge, die diese in der Dokumentation einer Ressource oft nur unvollständig oder gar nicht explizit machen. Hingegen würden bestehende Handreichungen wie etwa die Kriterienkataloge des IDE bereits auf die Relativität zu Projektzielen und -ressourcen hinweisen. Hohls brachte einen weiteren Einwand ein, der die Berücksichtigung der Projektkontexte ausschließt: Rezensionen seien keine Dienstleistung für Produzenten, sondern in erster Linie eine für die Leserinnen und Leser. Während also Schöch hervorhob, dass Ressourcen nicht für Rezensionen, sondern für Projektziele entstehen und dadurch eine Asymmetrie zwischen allgemein formulierten Anforderungen und ‚Projektrealitäten‘ entstehe, setzte Hohls entgegen, Rezensionen hätten ausschließlich das ‚Produkt‘ zu bewerten und damit die Perspektive der Benutzung einer Ressource zu vertreten. Wie von Neuber hervorgehoben, zielt das IDE mit den Kriterienkatalogen auf eine mittlere Position: Diese sind vor allem auch als mögliches Spektrum von Aspekten aufzufassen, die bei einer Rezension besprochen werden können. Eine digitale Ressource soll dabei möglichst aus verschiedenen Perspektiven bewertet werden, z.B. neben der Präsentation von Inhalten auch der sonst schnell vernachlässigte Aspekt der Nachhaltigkeit in den Blick genommen werden. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass der Kontext der Entstehung einer Ressource in eine Besprechung einfließen sollte (siehe bspw. den Abschnitt „Rahmenbedingungen“ im Kriterienkatalog für die Besprechung digitaler Editionen).

Grundsätzlich müsse laut Hohls die Leserperspektive stärker in den Blick genommen werden, denn „wer soll 20 Seiten Rezension lesen?“. Da Hohls sich damit auf die Länge der Beiträge in RIDE bezog, führte Henny-Krahmer an, es gäbe schließlich Kurzabstracts der Beiträge und den Questionnaire als Zusammenfassung, um den LeserInnen den Zugang zu längeren Rezensionen zu erleichtern. Sahle argumentierte weiter, eine zu kurze Rezension sei kein echter Forschungsbeitrag und die ausführlichen Beiträge in RIDE würden über die Beschreibung der Ressourcen hinaus auch der Sichtung und Diskussion der Entwicklungen und Best-Practices in den DH dienen. Weiter plädierte Sahle für eine entsprechende Kreditierung von tiefgehenden Rezensionen. Im Zuge der weiteren Diskussion auf dem Podium kristallisierte sich heraus, dass eine stärkere Unterscheidung von „Review“ als Kurzbeitrag und „Review-Essay“ als Forschungsartikel sowohl für die Kreditierung der Beiträge für die AutorInnen als auch für die Erwartungen der LeserInnen dienlich sein könnte.

Begutachtung von Daten

Das Thema der Begutachtung von Daten war ein weiterer Punkt, der in der Diskussion vom Publikum und den PanelistInnen mehrfach aufgegriffen wurde. So wurde grundsätzlich gefragt, warum Daten überhaupt begutachtet werden sollten. Wichtig sei es, zwischen einer Evaluation von Daten vor deren Veröffentlichung und einer Rezension nach einer Veröffentlichung zu unterscheiden. Dieser Hinweis aus dem Publikum deutet auf die Schwierigkeiten hin, die durch das ‚in den Fluss‘ geratene Rezensions- aber auch Publikationswesen entstehen. Bevor über angemessene Rezensionsformen von digitalen Ressourcen diskutiert werden kann, muss erst einmal geklärt werden, ab wann diese als publiziert und rezensionsreif gelten können. Andernfalls wäre eine Auflösung klarer Bereiche vor und nach der Publikation zu verzeichnen, die dann mit einem kontinuierlichen Prozess der Bereitstellung von digitalen Ressourcen und einer kontinuierlichen begleitenden Bewertung einhergehen würde, wobei nicht mehr klar zwischen einem Peer Review und einem klassischen Review nach der Veröffentlichung unterschieden werden könnte. Ein Open Peer Review etwa würde sich in einem solchen ‚Korridor‘ zwischen der Erarbeitung und der Besprechung digitaler Ressourcen abspielen.

Weiterhin wurde diskutiert, ob statt der Daten selbst nicht deren Dokumentation begutachtet werden sollte oder auch das Datenmodell oder -schema, welches den eigentlichen Datensätzen zugrunde liegt, also für TEI z.B. die Kodierungsrichtlinien oder eine ODD-Datei. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Daten selbst aus diversen Gründen nicht immer dem intendierten Schema entsprechen müssen oder können. Baillot bemerkte dazu, dass beide Aspekte wichtig seien, sowohl eine Bewertung der Qualität der Datensätze selbst als auch des Datenschemas.

Fazit

Einige der Thesen und Ideen, die in den Beiträgen skizziert wurden, konnten auf Grund der zeitlichen Begrenzung nicht mehr innerhalb des Panels besprochen werden. War die ursprüngliche Idee des Panels, über den Stand der Dinge und die mögliche Gestalt eines Rezensionswesens in den DH zu diskutieren, so zeigte sich in der Diskussion, dass zunächst grundlegende Fragen geklärt werden müssen, bevor über die konkrete Ausgestaltung eines Rezensionswesens überhaupt debattiert werden kann. Zu diesen grundlegenden Fragen zählt z.B. die Abgrenzung von Forschungsdaten und umfassenderen digitalen Publikationen sowie von verschiedenen Bewertungsformen wie Peer Review vs. Rezension.

So blieben im Hinblick auf ein Rezensionswesen der DH einige Fragen offen, die von den PanelistInnen aufgeworfen worden waren. Beispielsweise ist immer noch nicht klar, wie traditionelle Rezensionsorgane wie H-Soz-Kult mehr RezensentInnen auch für digitale Ressourcen gewinnen können. Im Besonderen müsste dabei auch eruiert werden, inwiefern digitale Forschungsergebnisse tatsächlich immer noch weniger akkreditiert sind als die klassische Monografie und ob die ungleiche Gewichtung die analoge Ressource für die Rezension möglicherweise ‚attraktiver‘ macht (Hohls). Ebenfalls nicht mehr im Panel zur Sprache gebracht werden konnten dynamische bzw. ‚digitalere‘ Formen der Rezension und ihre Sinn- oder Unsinnhaftigkeit für das Genre „Rezension“ (Neuber). Eine Gegenposition zu einer dynamischeren Ausgestaltung von Rezensionen besteht in der Auffassung von Rezensionen als Momentaufnahmen, mit denen punktuelle Zustände einer Ressource dokumentiert werden (Sahle). Diese sind dann vor allem als einzelner Diskussionsbeitrag zu einer Ressource zu verstehen, die Rezension würde die Ressource dann aber nicht zeitlebens begleiten und eben nur eine ‚momentane‘ Gültigkeit haben. Die grundsätzliche Frage, ob die Rezension weiterhin eine Momentaufnahme eines bestimmten Status einer digitalen Ressource sein kann oder ob sie sich in ihrer medialen Konzeption an die digitalen Rezensionsobjekte ‚angleichen‘ muss, steht also weiterhin zur Diskussion.

Das Panel hat gezeigt, dass das Thema der Rezension digitaler Ressourcen komplex ist, was auch an der Zusammensetzung des Podiums deutlich wurde. Die PanelistInnen vereinten zwar viele verschiedene Perspektiven auf das Thema, diese waren jedoch in ihrer Vielseitigkeit nicht immer leicht zu bündeln und füllten darüber hinaus den zeitlichen Rahmen der Session schon weitgehend aus. Es ist daher wünschenswert, den Dialog über Ressourcen und Rezensionen in den Digital Humanities in anderen Zusammenhängen fortzusetzen.

Weitere Informationen:
Abstract und Folien zum Panel.
– Kürzlich erschienen in der ZfdG: Henny, Ulrike: “Reviewing von digitalen Editionen im Kontext der Evaluation digitaler Forschungsergebnisse.” In: Digitale Metamorphose: Digital Humanities und Editionswissenschaft. Hg. von Roland S. Kamzelak / Timo Steyer. 2018 (= Sonderband der Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften, 2). text/html Format. DOI: 10.17175/sb002_006.

Fristverlängerung: Mitarbeiterin/Mitarbeiter für die technische Konzeption und Entwicklung im Projekt „Fontanes Notizbücher“

dhd-blog - Mo, 04/16/2018 - 09:15

Die genetisch-kritische und kommentierte Hybrid-Edition von Theodor Fontanes Notizbüchern ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Projekt mit dem Ziel eine kommentierte Gesamtedition von Fontanes 67 Notizbüchern zu erstellen. Sie entsteht an der Theodor Fontane-Arbeitsstelle der Universität Göttingen und an der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB Göttingen)

Zur Verstärkung unserer Teams suchen wir an der SUB Göttingen eine/einen

Mitarbeiterin/Mitarbeiter für die technische Konzeption und Entwicklung
(Teilzeit 29,85 WStd., befristet, E 13 TV-L)

Die Stelle ist ab dem 01.06.2018 bis zum Projektende 31.05.2019 zu besetzen.

Ihre Aufgaben:
• Erstellung / Satz von Druckdaten aus XML/TEI-Quelldaten
• konzeptionelle Begleitung der Portal-Entwicklung und die technische Umsetzung
• projektspezifische Anpassung der virtuellen Forschungsumgebung „TextGrid“ (www.textgrid.de)
• Support bei der Arbeit im „TextGridLab“ und dem Daten-Ingest in das Repository

Erforderlich:
• abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium im Bereich Informatik oder in den Geisteswissenschaften mit nachgewiesener technologischer Ausbildung und Erfahrung
• Kenntnisse in Webtechnologien (HTML5, CSS, JavaScript)
• Kenntnisse in XML-Technologien (v.a. XSLT, XQuery und XPath)
• sicherer Umgang mit dem Satzprogramm TeX und dem Version Control System git
• Linux-Kenntnisse (bevorzugt in der Server-Administration)

Wünschenswert:
• Erfahrungen im Bereich Digital Humanities, insbesondere in der Abbildung digitaler Forschungsprozesse sowie Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit editionswissenschaftlichen Fragestellungen und
• Kenntnisse in der Programmiersprache Java und Semantic Web (RDF / RDFS, SPARQL)

Fragen zu dem Projekt beantworten Ihnen Frau Dr. Mirjam Blümm (bluemm@sub.uni-goettingen.de).

Die Universität Göttingen strebt in den Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert daher qualifizierte Frauen nachdrücklich zur Bewerbung auf. Sie versteht sich zudem als familienfreundliche Hochschule und fördert die Vereinbarkeit von Wissenschaft / Beruf und Familie. Die Universität hat sich zum Ziel gesetzt, mehr schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Bewerbungen Schwerbehinderter erhalten bei gleicher Qualifikation den Vorzug.

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung mit allen wichtigen Unterlagen in einem Dokument zusammengefasst bis zum 20.04.2018 ausschließlich über das Bewerbungsportal https://lotus2.gwdg.de/uni/uzdv/perso/knr_100333.nsf ein.

Im begründeten Ausnahmefall können Sie Ihre Unterlagen an die Direktion der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Platz der Göttinger Sieben 1, 37073 Göttingen senden.

Die Summe geisteswissenschaftlicher Methoden? Fachspezifisches Datenmanagement als Voraussetzung zukunftsorientierten Forschens (Bericht Panel AG Datenzentren, DHd 2018, Köln)

dhd-blog - Sa, 04/14/2018 - 12:54

Autorin: Ulrike Wuttke für die DHd-AG Datenzentren

Am 1. März 2018 hielt die DHd-AG Datenzentren im Rahmen der DHd 2018 Köln (Kritik der digitalen Vernunft, 26.02.-02-03.2018, Universität zu Köln) ein Panel unter dem Titel “Die Summe geisteswissenschaftlicher Methoden? Fachspezifisches Datenmanagement als Voraussetzung zukunftsorientierten Forschens” ab (Start Download des Book of Abstracts, PDF). Organisiert wurde das Panel von Katrin Moeller, Historisches Datenzentrum Sachsen Anhalt (Hist-Data) und moderiert von Ulrike Wuttke (Stellvertretende Vorsitzende der AG Datenzentren des DHd, Fachhochschule Potsdam, Fachbereich Informationswissenschaften) und Jörg Wettlaufer (Göttingen Centre for Digital Humanities, Georg-August Universität Göttingen). Als PanelteilnehmerInnen nahmen neben Katrin Moeller teil: Marina Lemaire, Servicezentrum eSciences, Universität Trier, Matej Ďurčo, Austrian Center for Digital Humanities, Österreichische Akademie der Wissenschaften, und Patrick Sahle, Data Center for the Humanities (DCH), Universität zu Köln. Barbara Ebert, Leiterin der Göttinger Geschäftsstelle des Rats für Informationsinfrastrukturen (RfII), und Lukas Rosenthaler, Data and Service Center for the Humanities DaSCH, Universität Basel (DHLab) und Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften, die ebenfalls angekündigt waren, mussten sich leider entschuldigen. Die Ziele des Panels waren die Darstellung der fachspezifischen Dienste der an der AG Datenzentren beteiligten Datenzentren und eine kritische Diskussion der Herausforderungen fachbezogenen Datenmanagements mit besonderem Fokus auf die Implementierung und Pflege von Standards in den (digitalen) Geisteswissenschaften.

Foto des Panels, CC BY 4.0 Vanessa Hannenschläger

Nach einer kurzen Einleitung des Panels und einer Kurzvorstellung der AG Datenzentren durch die beiden ModeratorInnen, stellte zunächst Katrin Moeller die vorläufigen Ergebnisse der Umfrage zu den Diensten und Services der an der AG beteiligten Datenzentren vor. Patrick Helling (CCeH, Universität zu Köln), der die Umfrage für die AG organisiert hat, konnte am Panel aufgrund seiner Verpflichtungen im Organisationskommitee der DHd 2018 nicht persönlich teilnehmen. Katrin Moeller fasste die Ergebnisse der Umfrage zusammen und unterstrich hierbei besonders die fachspezifischen Angebote der einzelnen in der AG vertretenen Infrastrukturen, die von Anwendungskonservierung digitaler Projekte, Datenrettung und Sicherung, Virtuellen Forschungsumgebungen, mandantenfähigen Forschungsumgebungen, über Softwareentwicklung und Schnittstellen reichen, bis hin zur Spezialisierung auf bestimmte Datentypen wie audio- und audiovisuelle Daten, qualitative Daten, Textmining und Wörterbücher, Corpora, Annotationen und Editionen, X-Technologien, Objekt- und Bilddaten, Semantic Web-Technologien und Personendaten, um nur einige herauszugreifen. Es ist vorgesehen, die Ergebnisse der Umfrage weiter aufzuarbeiten und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, die hierdurch eine gute Übersicht in die bislang bestehenden Angebote zum geisteswissenschaftlichen Forschungsdatenmanagement im deutschsprachigen Raum gewinnen kann.

Der zweite Teil des Panels war der Diskussion zwischen den PanelistInnen und dem zahlreich erschienenen Publikum gewidmet. Die PanelistInnen hatten Kurzstatements zu drei Fragekomplexen vorbereitet, in deren Mittelpunkt die kritische Diskussion der Frage stand, was die Summe geisteswissenschaftlicher Bedürfnisse ausmacht, um Daten tatsächlich interdisziplinär und langfristig nachnutzbar zu machen, eines der zentralen Anliegen der digitalen Geisteswissenschaften:

  1. Welche informatisch-geisteswissenschaftlichen Standards brauchen wir im Rahmen von DH? Welche Vor- und Nachteile bringen uns solche Standards? Kann es überhaupt Standards für „die Geisteswissenschaften“ geben?
  2. Wie gelingt die Integration von Standards in die Fachwissenschaften bzw. haben wir schon die richtigen Standards für unsere Community?
  3. Wer sollte Standards herausgeben und wie sind diese überhaupt „betreibbar“?

Die lebhafte Diskussion drehte sich vor allem um den Begriff des Standards an sich (Was ist überhaupt ein Standard?), ob und wie Standards Mehrwerte für die geisteswissenschaftliche Forschung haben, und wer entscheidet, welche Standards allgemeingültig sind (oder es werden sollen) und wann dann doch neue Wege gegangen werden müssen, um das Innovationspotential der digitalen Geisteswissenschaften nicht zu strangulieren. Unter anderem wurde betont, dass Standards sowohl eine wichtige Rolle für die Verständigung zwischen Mensch und Maschine haben, als auch zwischen verschiedenen Menschen, da bei zuviel Idiosynkrasie, die (maschinelle) Verarbeitung und Nachnutzung gefährdet sind. Eine schichtweise Abstufung zwischen allgemeinen (und teilweise kaum bewussten) Standards zu domain-spezifischen Standards scheint hier ein möglicher Ansatz.

Betont wurde auch die Wichtigkeit der inhaltlichen Dokumentation (neben beschreibenden Standards), ein bislang breites (Minen-)feld, bei dem nicht zuletzt fehlende Anreizmechanismen und praktikable Workflows für den doch nicht geringen Aufwand einer beispielhaften qualitativ anspruchsvollen Dokumentation eine Rolle spielen. Auch der Bereich der Aus- und Weiterbildung wurde diskutiert, da mit den zunehmenden Anforderungen an das Forschungsdatenmanagement auch die Anforderungen an die FachwissenschaftlerInnen steigen. Sie müssen jedoch zunächst das Problembewusstsein und die Bereitschaft entwickeln, sich in diese bislang eher peripheren (technischen) Wissensgebiete einzuarbeiten und die notwendigen Kompetenzen zu erwerben. Hier besteht Handlungsbedarf für die Weiterentwicklung fachlicher Curricula, in denen derartige Kompetenzen bislang kaum vermittelt werden. Doch wie weit muss die Ausbildung der FachwissenschaftlerInnen gehen? Ab wann sind spezielle “DH-Kompetenzen” notwendig, und sollten die Aufgaben von dafür entsprechend ausgebildeten SpezialistInnen der Informationsinfrastrukturen übernommen werden?

Last but not least, wurde kontrovers diskutiert, von wem und wie Standards idealtypisch betrieben werden sollen. Sind hier eher Top-Down- oder Bottom-Up-Prozesse zu favorisieren, offene Community-betriebene Plattformen oder institutionalisierte Organisationsformen wie ISO oder DIN? Einig waren sich die Diskutierenden darüber, dass nur ein Standard, der von der Community auch als ein solcher angenommen wird, einen wissenschaftlichen Mehrwert und Chancen auf eine breite Etablierung und damit “Überleben” hat.

Es ist vorgesehen, die Ergebnisse des Panels in einer Publikation zusammenzufassen. Eine Videoaufzeichnung des Panels ist auf der Webseite der Konferenz verfügbar.

Gerne möchte ich in diesem Rahmen auch auf das Grundsatzpapier der AG Datenzentren unter dem Titel “Geisteswissenschaftliche Datenzentren im deutschsprachigen Raum. Grundsatzpapier zur Sicherung der langfristigen Verfügbarkeit von Forschungsdaten” hinweisen, dass während der DHd 2018 in Druckform verteilt wurde. In dem Grundsatzpapier werden Potenziale und Perspektiven der an der AG beteiligten Datenzentren sowie der AG Datenzentren beleuchtet und mit einigen Narrativen ergänzt, die einen Einblick in den Themenkomplex geben. Das Grundsatzpapier steht als PDF-Version auf Zenodo zum Download bereit. Eine gedruckte Version verschicken wir gerne auf Anfrage. Bitten wenden Sie sich hierfür an den Convenor der AG Datenzentren, Kai Wörner.

Informationen zur DHd-AG Datenzentren:


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Stellenausschreibung am Center for Digital Humanities der WWU Münster

dhd-blog - Do, 04/12/2018 - 10:53

via Dr. Marc Schutzeichel

Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster hat im Juli 2017 ein Center for Digital Humanities (CDH) gegründet, das alle Aktivitäten in den digitalen Geisteswissenschaften zusammenführt und begleitet. Das CDH wird durch den Servicepunkt Digital Humanities unterstützt, der am eScience-Center der Universitäts-und Landesbibliothek Münster angesiedelt ist. Für das neu aufzubauende Team des Servicepunkts sind zum nächstmöglichen Zeitpunkt 4 unbefristete Vollzeitstellen für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter zu besetzen. Wir suchen

  • eine Koordinatorin / einen Koordinator Digital Humanities
  • eine Entwicklungskoordinatorin / einen Entwicklungskoordinator
    Digital Humanities
  • zwei Softwareentwicklerinnen / Softwareentwickler

Zu den Aufgaben des Servicepunkts Digital Humanities gehören unter anderem die Bereitstellung standardisierter Werkzeuge, die Konzeption modellhafter Problemlösungen sowie die Unterstützung bei DH-Schulungen. Im Mittelpunkt steht die Beratung und Begleitung von DH-Projekten sowie die Unterstützung bei der Antragserstellung für Forschungsprojekte. Vernetzung und Community­aufgaben sind weitere Schwerpunkte.

Der Servicepunkt hat das Ziel ein Serviceportfolio aufzubauen und fortzuführen, dabei geht es beispielsweise um Themen aus den Bereichen Digitale Editionen und Korpora, Wissenschaftliche Datenbanken oder Digitales Bild.

Die vollständigen Stellenausschreibungen mit den Anforderungsprofilen und weiterführende Informationen finden Sie unter https://go.wwu.de/dh.

Die ULB Münster freut sich auf Ihre aussagekräftige Bewerbung bis zum 11.05.2018.

Ringvorlesung in Mainz: Transdisziplinäre Aspekte digitaler Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften

dhd-blog - Mi, 04/11/2018 - 09:56

Wie genau hängt digitale Musikforschung und Renaissance zusammen? Welche Mittel und Wege gibt es Textanalyse zu betreiben? Was ist HistStadt 4D und wie unterstützt es stadt- und baugeschichtliche Forschung? Welche urheberrechtlichen Grenzen haben Text und Data Mining? Was haben Big Data und Ethik miteinander zu tun? Wie wird mit den Methoden der Digital Humanities am Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris gearbeitet? Wie kann das Pelagios Tool helfen in den Altertumswissenschaften Linked Data einzusetzen? Was passiert, wenn Kulturdaten öffentlich zur Verfügung stehen? Und wie digital sind die Filmwissenschaften?

An neun Terminen berichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aktuellen Forschungsvorhaben, neuen Anwendungsbereichen und Zukunftsperspektiven in den Digital Humanities. Sie greifen dabei unterschiedliche fachliche, nationale und institutionelle Perspektiven auf.

So sind in der Vorlesung vertreten: außeruniversitäre Forschungseinrichtungen aus Deutschland (Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaft, GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften), Österreich (Austrian Institute of Technology) und Frankreich (Deutsches Forum für Kunstgeschichte Paris), Universitäten aus Deutschland und den USA (Haverford College, Universität Trier, Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg) und eine gemeinnützige Organisation (Wikimedia e. V.).

Die Einladung der renommierten Referentinnen und Referenten wird ermöglicht durch die Unterstützung der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, der Hochschule Mainz, des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte und des Mainzer Zentrums für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften (mainzed).

Die Vorlesung findet auf Ein­ladung des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte in der Mainzer Innenstadt statt.
Daneben gibt es zwei Termine, die an anderen Orten stattfinden:

Musiksaal Raum 01.153 im Philosophicum der Universität Mainz, Jakob-Welder-Weg 18, 55128 Mainz.
Museum für Antike Schifffahrt, Neutorstraße 2b, 55116 Mainz.

Sommersemester 2018
mittwochs 18:15–19:45 Uhr

Konferenzraum (1. Stock)
Leibniz-Institut für Europäische Geschichte,
Domus Universitatis,
Alte Universitätsstraße 19,
55116 Mainz

Programm Ringvorlesung mainzed (.pdf)

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