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Wie geht Open Access in Europa? Chancen und Herausforderungen gemeinsam meistern

dhd-blog - vor 1 Stunde 53 Minuten

Die Anmeldung zur Veranstaltung ist nun offen

Liebe Kolleg:innen, sehr geehrte Damen und Herren,

an dieser Stelle wollen wir noch einmal auf unseren am 26.10.2022 stattfindenden Workshop hinweisen. Das Event wird gemeinsam mit ENABLE! virtuell auf Deutsch und Englisch veranstaltet werden und befasst sich mit der offenen europaweiten wissenschaftlichen Kommunikation in den Geistes- und Sozialwissenschaften, mit einem Augenmerk auf der Bedeutung von Open Access.

26. Oktober 2022, 09:00 bis 14:00 Uhr via Zoom

Das Programm folgt in Kürze.

Offene wissenschaftliche Kommunikation macht nicht an Ländergrenzen halt. Vielmehr ist der vereinfachte Austausch über nationale Grenzen hinweg eine große Chance für eine offene Wissenschaftslandschaft, besonders in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Gleichzeitig liegt in der Vielzahl verschiedener Wissenschafts- und Publikationskulturen eine Herausforderung für die Open-Access-Transformation: Wie können diese zusammenarbeiten, ohne ihre jeweilige Einzigartigkeit zu verlieren?

Im Rahmen eines gemeinsamen Workshops, veranstaltet von ENABLE! und dem deutschen National Node von OPERAS, wollen wir deshalb einen Austausch zwischen der deutschen Open-Access-Gemeinschaft im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften und weiteren Initiativen aus Europa ermöglichen. Dazu laden wir Sie und Vertreter:innen aus dem europäischen OPERAS- und Open-Access-Umfeld ein, während der internationalen Open-Access-Week gemeinsam die folgenden Punkte zu diskutieren:

  • Wie stark ist der Open-Access-Gedanke bereits in der Forschungsgemeinschaft verankert?
  • Wie wird die Open-Access-Transformation europaweit in den verschiedenen Forschungsdisziplinen gestaltet?
  • Wie wirkt sich die Open-Access-Transformation auf die Bedarfe der Community aus?
  • Welche Akteure werden dabei einbezogen und dienen diese als Multiplikatoren oder sind sie eigenständige Handlungsträger?
  • Was wird benötigt, um die Transformation voranzutreiben?

Bei dem Workshop werden besonders Mittlerorganisationen wie Verlage und Bibliotheken im Fokus stehen. Ein genaueres Programm folgt. Das Event wird gemeinsam mit ENABLE! virtuell auf Deutsch und Englisch als Workshop veranstaltet und voraussichtlich bis 14 Uhr dauern. Wir wollen uns hier zu zentralen Fragen der Open-Access-Transformation und der offenen wissenschaftlichen Kommunikation im europäischen Kontext austauschen und dabei insbesondere über die Bedarfe der Community diskutieren. Über Teilnehmer:innen aus allen Bereichen (z.B. wissenschaftliche Einrichtungen und Forschende, Verlagswesen oder Bibliotheken) würden wir uns sehr freuen.

Die Anmeldung zur Veranstaltung ist nun offen

Bei Fragen oder Anregungen wenden Sie sich gerne jederzeit an operas-ger@maxweberstiftung.de

Mit besten Grüßen,

das Veranstaltungsteam von ENABLE! und OPERAS-GER

Stellenausschreibung: 2 Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen (m/w/d) (PostDoc, 100%) am IDS Mannheim

dhd-blog - Mi, 09/21/2022 - 16:12

Am Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim sind zum nächstmöglichen Zeitpunkt folgende Stellen zu besetzen:

2 Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen (m/w/d)
(PostDoc, 100%, Kennziffer 30/2022)

Ihr Aufgabenbereich umfasst die Mitarbeit im BMBF-geförderten Projekt „LernGrammis“ im Rahmen der Nationalen Bildungsplattform. Das Projekt implementiert ein thematisch und medial vielfältiges Lernangebot für Sprachwissen. Es führt in die Systematik der deutschen Grammatik ein und verfolgt hierfür einen adaptiv niederschwelligen Ansatz. Arbeitsschwerpunkte sind:

  • Konzeption modularer Lernbausteine und Lernpfade im grammatischen Informationssystem grammis (grammis.ids-mannheim.de)
  • Fach- und mediendidaktische Planung des Angebots

Das bringen Sie mit:

  • Promotion in germanistischer Sprachwissenschaft (oder eines verwandten Faches)
  • fundierte Kenntnisse der Grammatik des Deutschen und/oder didaktische Kompetenzen
  • Teamfähigkeit, Kreativität, Freude am wissenschaftlichen Arbeiten

Wir bieten Ihnen ein interessantes Arbeitsfeld in einem renommierten wissenschaftlichen Forschungsinstitut, in dem vielfältige Möglichkeiten zur Zusammenarbeit bestehen – projektintern, projektübergreifend und mit zahlreichen (internationalen) Kooperationspartnern. Das IDS bietet ein Forschungsumfeld mit hervorragender Expertise in der linguistischen Forschung und engen Verbindungen zu den Universitäten Mannheim und Heidelberg. Wir unterstützen unsere Mitarbeiter/-innen bei der Weiterqualifikation.

Wir bieten flexible Arbeitszeitregelungen sowie die Möglichkeit, teilweise mobil zu arbeiten, eine attraktive Altersvorsorge, Kostenzuschuss zur Kinderbetreuung und eine leistungsgerechte Vergütung nach dem Tarifvertrag der Länder. Das IDS verfolgt das Ziel der beruflichen Gleichstellung von Frauen und Männern und ist bestrebt, den Anteil von Frauen in den Bereichen zu erhöhen, in denen sie unterrepräsentiert sind. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird vom IDS in besonderem Maße gefördert. Das IDS begrüßt Bewerbungen schwerbehinderter Personen.

Die Arbeitsverhältnisse sind bis Herbst 2024 befristet. Die Vergütung erfolgt in Abhängigkeit von Ihrer Qualifikation und Ihren Erfahrungen bis zur Entgeltgruppe 13 TV-L.

Ihre aussagekräftige schriftliche Bewerbung mit Lebenslauf und Zeugnissen in einem PDF-Dokument richten Sie bitte unter Angabe der o. a. Kennziffer per E-Mail an:

Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS)
Personalstelle
E-Mail: bewerbungen@ids-mannheim.de

Kompletter Ausschreibungstext:
https://www.ids-mannheim.de/org/karriere/stellen/stelle4/

Für Auskünfte steht Herr PD Dr. Roman Schneider (schneider@ids-mannheim.de) gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Virtuelles DH-Kolloquium an der BBAW, 26.09.2022: „About linguistic resources in the Linked Data framework“

dhd-blog - Mo, 09/19/2022 - 13:16

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW laden wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Montag, den 26. September 2022, 16 Uhr c.t., ein (virtueller Raum: https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b):

Thierry Declerck (DFKI GmbH)
About linguistic resources in the Linked Data framework

In this talk I will present some aspects of the current state of the Linguistic Linked Open Data (LLOD) initiative. I will first briefly introduce the formal background needed to establish a Linked Data cloud, with a focus on the Resource Description Framework (RDF). This will be followed by the description of a de-facto standard for encoding linguistic resources in a Linked Data compliant fashion: The Ontolex-Lemon model, and some of its extensions. I will then also present some RDF-based linguistic vocabularies/ontologies, like LexInfo or OLiA, that are used in combination with OntoLex-Lemon. Finally, I will introduce some large lexical resources that are making use of (elements of) Ontolex-Lemon and related vocabularies, like the Open English WordNet, Wikidata or the Dictionnaire des francophones.

***

Die Veranstaltung findet virtuell statt; eine Anmeldung ist nicht notwendig. Zum Termin ist der virtuelle Konferenzrraum über den Link https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b erreichbar. Wir möchten Sie bitten, bei Eintritt in den Raum Mikrofon und Kamera zu deaktivieren. Nach Beginn der Diskussion können Wortmeldungen durch das Aktivieren der Kamera signalisiert werden.

Der Fokus der Veranstaltung liegt sowohl auf praxisnahen Themen und konkreten Anwendungsbeispielen als auch auf der kritischen Reflexion digitaler geisteswissenschaftlicher Forschung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der BBAW.

Stellenausschreibung: Datenmodellierung in 2 DH-Projekten eine/n Mitarbeiter/in mit Kenntnissen und Erfahrungen im Metadatenbereich

dhd-blog - Mi, 09/14/2022 - 09:38

An der Georg-August-Universität Göttingen Stiftung Öffentlichen Rechts – Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als

Mitarbeiter*in im Bereich Metadaten (w/m/d)
– Entgeltgruppe 13 TV-L –

in Teilzeit mit 65% der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit zu besetzen. Die Stelle ist befristet bis 30.04.2025.

Sie werden für die informationswissenschaftlichen, insbesondere auf das Metadatenmanagement bezogenen Arbeitspakete zweier geisteswissenschaflticher Forschungsprojekte zuständig sein, die wir gemeinsam mit Forschenden aus Israel durchführen.

Im Projekt „Networked Texts and Images in Early Modern Jewish Mystical Cosmographs“ werden kabbalistische Darstellungen der physischen und spirituellen Welt (sogenannte Ilanot Sefirot) digital ediert. Diese Darstellungen verbinden diagrammhafte Wissensrepräsentation und diskursive Texte miteinander. Dieses Projekt schließt an ein Vorgängerprojekt zur Erschließung mittelalterlicher kabbalistischer Diagramme an.

Das Projekt „The Star and its Universe: Franz Rosenzweig between Past and Future“ untersucht Aspekte der Intertextualität des Hauptwerks des deutsch-jüdischen Philosophen Franz Rosenzweig „Der Stern der Erlösung“ (1921) und erschließt diese in Form eines Wissensgraphen. Dieser Wissensgraph soll an bereits existierende externe Knowledge Graphen wie zum Beispiel Wikidata anschließen und so neue Zugänge zu Recherche und Wissensexploration ermöglichen.

Ihre Aufgaben:

  • Sie entwickeln projektspezifische Ontologien inklusive der zugehörigen Dokumentation und formulieren Validierungsvorgaben für die zu erfassenden Daten.
  • Sie entwickeln Konzepte für Darstellung, Retrieval und Navigation der edierten Materialien in einem Webportal.
  • Sie erstellen konzeptuelle Mappings zwischen verschiedenen Metadatenstandards beziehungsweise -anwendungsprofilen.

Diese Aufgaben erfordern hohe Flexibilität bei der Einstellung auf wechselnde Anforderungen, gute Kommunikationsfähigkeit und die Bereitschaft, die genannten Aufgaben im Team und in ständigem Austausch mit externen, internationalen Partner*innen durchzuführen.

Erforderlich:

  • wissenschaftlicher Hochschulabschluss
  • Kenntnisse im Bereich der Entwicklung von Datenmodellen und ihrer Darstellung in RDFS und OWL sowie der Entwicklung und Dokumentation von Beschreibungsstandards und der Formulierung konzeptueller Mappings
  • Kenntnisse einschlägiger Metadaten- und Beschreibungsstandards, unter anderem: Marc21, BIBFRAME, Web Annotation Data Model, TEI
  • sehr gute Englischkenntnisse

Wünschenswert:

  • Erfahrungen in der Erstellung digitaler Editionen
  • Kenntnisse hinsichtlich der Validierung von RDF-Graphen unter Verwendung von SHACL oder ShEx

Auskunft erteilt Herr Alexander Jahnke (E-Mail), +49 551 39-29869 (Tel.).

Die Universität Göttingen strebt in den Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert daher qualifizierte Frauen nachdrücklich zur Bewerbung auf. Sie versteht sich zudem als familienfreundliche Hochschule und fördert die Vereinbarkeit von Wissenschaft / Beruf und Familie. Die Universität hat sich zum Ziel gesetzt, mehr schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Bewerbungen Schwerbehinderter erhalten bei gleicher Qualifikation den Vorzug.

Bitte reichen Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung mit allen wichtigen Unterlagen bis zum 05.10.2022 ausschließlich über das Bewerbungsportal ein. Auskunft erteilt Herr Alexander Jahnke (E-Mail), +49 551 39-29869 (Tel.).

Den vollständigen Ausschreibungstext finden Sie hier: https://www.sub.uni-goettingen.de/wir-ueber-uns/stellenangebote-ausbildung/stellenangebot/mitarbeiterin-im-bereich-metadaten-wmd-e-13-tv-l-teilzeit-befristet/ 

Stellenausschreibung Wiss. Mitarbeiter_in / Postdoc (w/m/d) im Labor für empirische Rezeptionsforschung (LitLab – Prof. Dr. Thomas Weitin) an der Technischen Universität Darmstadt

dhd-blog - Do, 09/08/2022 - 11:16

Im Rahmen des Exzellenzprogrammes des Landes Hessen (LOEWE) ist am Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften zum nächstmöglichen Zeitpunkt im Labor für empirische Rezeptionsforschung (LitLab – Prof. Dr. Thomas Weitin, Fachgebiet Germanistik – Digitale Literaturwissenschaft) eine Stelle als

Wiss. Mitarbeiter_in/Postdoc (w/m/d), Kenn-Nr. 594

in einem für die Dauer von zwei Jahren befristeten Arbeitsverhältnis zu besetzen. Gesucht wird ein_e Mitarbeiter_in für die Durchführung des LOEWE-Projekts „Evidenzbasiertes Literaturverstehen im Deutschunterricht“.

Projektbeschreibung

 Der Deutschunterricht soll für Literatur begeistern und Schüler_innen beibringen, eigenständig zu urteilen und einfühlsam zu sein. Allerdings sind empirische Belege für derartige literarische Wirkungen strittig. Das Projekt will prüfen, ob es ein Maß an Emotionalität gibt, das für das Verständnis literarischer Texte optimal ist. Es verbindet emotionsorientierte Methoden der Textanalyse mit der Messung emotionaler Reaktionen beim Lesen. Ziel sind konkrete Orientierungshilfen für den Deutschunterricht der gymnasialen Oberstufe.

Qualifikation

  •  Sie haben ein abgeschlossenes universitäres Masterstudium in der empirischen Literaturwissenschaft, empirischen Ästhetik, experimentellen Linguistik oder Cognitive Science
  • Sie verfügen über Erfahrung bei der Konzeption und Durchführung von Experimenten, z.B. mit einem Setup aus Eye-Tracking und Peripherphysiologie oder mit EEG
  • Sie haben Erfahrung in der Erstellung und Auswertung von Fragebögen mit einer statistischen Analysesoftware wie R, Python, MATLAB oder einem vergleichbaren Programm
  • Sie arbeiten gerne in einem Forschungsteam
  • Sie haben großes Interesse an interdisziplinären Fragestellungen

Ihre Aufgaben:

  •  Mitarbeit bei der Konzeption, Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Experimente zum Literaturverstehen im Deutschunterricht
  • Mitarbeit bei der Datenanalyse und Modellierung
  • Unterstützung der projektrelevanten Labor-Administration

Wir bieten

  •  Abwechslungsreiche Arbeit in einem engagierten Forschungsteam
  • Teilnahme an nationalen und internationalen Tagungen
  • Co-Autorschaft bei projektrelevanten Publikationen in internationalen Zeitschriften
  • Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung eines eigenen Forschungsprofils im Anschluss an die bearbeiteten Forschungsaufgaben
  • Ein interdisziplinäres Umfeld und Gelegenheit zum Austausch

Das Erbringen der Dienstleistung dient zugleich der wissenschaftlichen Qualifizierung.

Die Technische Universität Darmstadt strebt eine Erhöhung des Anteils der Frauen am Personal an und fordert deshalb besonders

Frauen auf, sich zu bewerben. Bewerber_innen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 oder diesen Gleichgestellte

werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Die Vergütung erfolgt nach dem Tarifvertrag für die Technische Universität Darmstadt (TV – TU Darmstadt). Teilzeitbeschäftigung ist grundsätzlich möglich.

Für inhaltliche Rückfragen wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Thomas Weitin: thomas.weitin@tu-darmstadt.de

Schicken Sie bitte Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen in Form einer pdf-Datei (maximal 5 MB) unter Angabe der Kenn-Nummer an: sprachli@linglit.tu-darmstadt.de

Bewerbungsfrist: 20. September 2022

Stellenausschreibung Wiss. Mitarbeiter_in (w/m/d) im Labor für empirische Rezeptionsforschung (LitLab – Prof. Dr. Thomas Weitin) an der Technischen Universität Darmstadt

dhd-blog - Do, 09/08/2022 - 11:04

Im Rahmen des Exzellenzprogrammes des Landes Hessen (LOEWE) ist am Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften zum nächstmöglichen Zeitpunkt im Labor für empirische Rezeptionsforschung (LitLab – Prof. Dr. Thomas Weitin, Fachgebiet Germanistik – Digitale Literaturwissenschaft) eine Stelle als

Wiss. Mitarbeiter_in (w/m/d), Kenn-Nr. 593

in einem für die Dauer von zwei Jahren befristeten Arbeitsverhältnis zu besetzen. Gesucht wird ein_e Mitarbeiter_in für die Durchführung des LOEWE-Projekts „Evidenzbasiertes Literaturverstehen im Deutschunterricht“.

Projektbeschreibung

 Der Deutschunterricht soll für Literatur begeistern und Schüler_innen beibringen, eigenständig zu urteilen und einfühlsam zu sein. Allerdings sind empirische Belege für derartige literarische Wirkungen strittig. Das Projekt will prüfen, ob es ein Maß an Emotionalität gibt, das für das Verständnis literarischer Texte optimal ist. Es verbindet emotionsorientierte Methoden der Textanalyse mit der Messung emotionaler Reaktionen beim Lesen. Ziel sind konkrete Orientierungshilfen für den Deutschunterricht der gymnasialen Oberstufe.

Qualifikation

  •  Sie haben ein abgeschlossenes universitäres Masterstudium in der empirischen Literaturwissenschaft, empirischen Ästhetik, experimentellen Linguistik oder Cognitive Science
  • Sie verfügen über Erfahrung bei der Konzeption und Durchführung von Experimenten, z.B. mit einem Setup aus Eye-Tracking und Peripherphysiologie oder mit EEG
  • Sie haben Erfahrung in der Erstellung und Auswertung von Fragebögen mit einer statistischen Analysesoftware wie R, Python, MATLAB oder einem vergleichbaren Programm
  • Sie arbeiten gerne in einem Forschungsteam
  • Sie haben großes Interesse an interdisziplinären Fragestellungen

Ihre Aufgaben:

  •  Mitarbeit bei der Konzeption, Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Experimente zum Literaturverstehen im Deutschunterricht
  • Mitarbeit bei der Datenanalyse und Modellierung
  • Unterstützung der projektrelevanten Labor-Administration

Wir bieten

  •  Abwechslungsreiche Arbeit in einem engagierten Forschungsteam
  • Teilnahme an nationalen und internationalen Tagungen
  • Co-Autorschaft bei projektrelevanten Publikationen in internationalen Zeitschriften
  • Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung eines eigenen Forschungsprofils im Anschluss an die bearbeiteten Forschungsaufgaben
  • Ein interdisziplinäres Umfeld und Gelegenheit zum Austausch

Das Erbringen der Dienstleistung dient zugleich der wissenschaftlichen Qualifizierung.

Die Technische Universität Darmstadt strebt eine Erhöhung des Anteils der Frauen am Personal an und fordert deshalb besonders

Frauen auf, sich zu bewerben. Bewerber_innen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 oder diesen Gleichgestellte

werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Die Vergütung erfolgt nach dem Tarifvertrag für die Technische Universität Darmstadt (TV – TU Darmstadt). Teilzeitbeschäftigung ist grundsätzlich möglich.

Für inhaltliche Rückfragen wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Thomas Weitin: thomas.weitin@tu-darmstadt.de

Schicken Sie bitte Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen in Form einer pdf-Datei (maximal 5 MB) unter Angabe der Kenn-Nummer an: sprachli@linglit.tu-darmstadt.de

Bewerbungsfrist: 20. September 2022

 

Save the Date: 3D HACKATHON | Berlin 2022 – Creating new dimensions

dhd-blog - Mi, 09/07/2022 - 18:26

NFDI4Culture und NFDI4Biodiversity schließen sich mit der AG3D zum ersten Cross-NFDI-Hackathon zusammen. Der Blick soll speziell auf digitale 3D-Kultur-und Forschungsdaten gerichtet werden.

Dabei müssen jedoch nicht zwangsläufig 3D-Datensets als Grundlage, sondern können ebenso das Endprodukt eines kreativen Transformationsprozesses sein.

Als Veranstaltungsort wird Berlin fungieren. Unser 3D-Hackathon startet am 24./25. September 2022 mit einem Kick Off-Event in der Berliner Staatsbibliothek. Nach einer vierwöchigen Sprintphase verkünden wir am – Achtung, neu! – 24. Oktober 2022 die Gewinner des Hackathons beim Final-Event.

Neugierig? Dann tragt euch auf unserer xNFDI-Hackathon-Mailingliste ein, um keine Updates zu verpassen. Gebt das Save the Date gern auch an interessierte Fachkolleg*innen weiter.

Für weitere Informationen besucht unsere brandneue Webseite creating-new-dimensions.org. Dort findet ihr alle wichtigen Informationen zum Hackathon, inklusive der Informationsveranstaltungen für Datengeber. Schaut vorbei, wir freuen uns auf eure Teilnahme.

Mit herzlichen Grüßen, das Organisationsteam

Lambert Heller (NFDI4Culture), Christin Keller (NFDI4Objects), Robert Päßler (AG3D), Berenike Rensinghoff (NFDI4Culture), Juliane Röder (NFDI4Biodiversity), Zoe Schubert (NFDI4Culture), Katja Sternitzke (NFDI4Culture), Martin Stricker (AG3D), Nadja Tata (Museum für Naturkunde) und Judith Weber (NFDI4Biodiversity)

CfP: Literature Data and Digital Literature. International Summer School 2023

dhd-blog - Mi, 09/07/2022 - 12:38

— German version below — 

Location: German Literature Archive Marbach

Date: July 31–August 11, 2023

Submission deadline: January 31, 2023

Website: https://www.mww-forschung.de/en/summerschool/2023 

Literature Data and Digital Literature An international summer school
of the Marbach Weimar Wolfenbüttel Research Association
in partnership with the project textklang (University of Stuttgart)

31 July to 11 August 2023
German Literature Archive Marbach

Digital Literature and Literature Data

As early as the middle of the 20th century it was Roberto Busa’s intention in the Index Thomisticus project to work with large digital (literary) corpora using scientific methods. Building on the foundation provided by, for example, Project Gutenberg, this has now been possible on a much larger scale for over 50 years – and since the 1990s this has been complemented by Projekt-GutenbergDE in Germany. In the last 20 years, there has also been enormous progress in digitization. Thanks to large-scale enterprises such as the commercial Google Books project, numerous texts (primarily old prints) are now available to literary research in digital form – in open access projects such as Textgrid or the Deutschen Textarchiv (German Text Archive) as machine-readable digital copies. At the same time, digital editions are now increasingly striving to meet scholarly demands as well, as in the Edview project of the DLA Marbach.

Furthermore, as a result of major international digitization initiatives, an increasing number of locally preserved manuscripts are not only becoming globally accessible, but they can also be digitally networked. In addition to the digital full texts, the activities of numerous GLAM institutions are increasing the significance of metadata and the ways in which they are networked. Anyone interested in Stefan Zweig’s (DLA et al), Else Lasker-Schüler’s (DLA/NLI), or Heinrich Mann’s (AdK) scattered archives, for example, can study them in better context now that they have been consolidated in virtual form. In Goethe Digital, an author’s private library can be explored virtually and in its entirety, and in Arthur Schnitzler Briefe (Arthur Schnitzler’s Letters), entire correspondences can be studied digitally. In projects such as the Getty Provenance Index, numerous provenance data for visual arts are recorded digitally. At the same time, the amount of data on born-digitals, i.e. genuinely digital holdings such as hard disks, computer games, or net literature, is growing rapidly in the archives (see, for example, the DLA’s Netzliteratur project). Dealing with such material poses new challenges for institutions, which is one of the reasons why research is being conducted into how artificial intelligence can support the work of archives, for example. 

This data universe is supplemented by the many digital catalogues, most of which still refer to analogue collections, but whose metadata (increasingly in Linked Open Data projects, such as the DLA’s catalogue) in turn make research data available that, when interlinked with digital approaches, open up entirely new research perspectives. Particularly relevant are thus topics such as: Data provenance, metadata, data quality, data curation, data analytics, user-driven approaches, development of digital catalogues, interweaving of catalogues with digital approaches, and thus overall the further development of the concept of literature. Provenance research in literary studies in particular has shown in recent years that data issues cannot be dealt with in isolation, but must be considered in a highly research-led way. The question of generating, storing, curating, and networking data is closely linked to the question of the object and interest of research in literature studies. 

The summer school offers a framework for exploring the potential of digital approaches for one’s own research questions and discussing them with experts. In the summer school seminars, for example, metadata collections will be examined and interrogated for their research potential. For future (digital) provenance research in particular, the focus will be on how metadata are selected and generated. What knowledge is considered relevant in this context and what is not? Following on from this, the technical questions of long-term archiving will be addressed (see, for example, the SDC4Lit project). What can/should be archived? How do digital catalogues work with regard to such questions? What do data life cycles look like? How is the processing of data documented? The area of data curation in particular is increasingly elementary for philology as well. What does data provenance for genuinely digital literature, known as born-digital literature, look like? 

Cooperation with the textklang research project

Through the research project textklang, conducted in cooperation with the University of Stuttgart (Institute for Machine Language Processing, Institute for Literature Studies/Digital Humanities) and DLA Marbach, a current interdisciplinary, theoretically grounded and hypothesis-guided research area will be integrated into the summer school, which deals with concrete questions of digitization, metadata acquisition, machine readability, digital speech and sound analysis, and the provision or networking of research data in the course of systematic research into the sonority of literary texts (Romantic poetry). Specifically, a multimodal corpus of texts, sound recordings (recitations and settings) and digitized printed music, which is fed from the DLA’s holdings, is being examined for interrelationships between text (interpretations) and prosodic language features with the help of a specially developed DH mixed-methods workflow. 

The summer school is taking place within the framework of the Marbach Weimar Wolfenbüttel Research Association, funded by the Federal Ministry of Education and Research, and in cooperation with textklang, a joint project of DLA Marbach and the University of Stuttgart.  

Programme and Speakers

The programme details and international speakers at the summer school will be announced shortly.
Among the confirmed speakers are:

Tobias Blanke, Kathrin Bode, Lukas Diestel, Frank Fischer, Matthew Handelman, Jan Hess, Lise Jaillant, Roland Kamzelak, Ines Kolbe, John Mark Ockerbloom, Allison Parrish, Andrea Rapp, Annika Rockenberger, Karin Schmidgall, and Melanie Wald-Fuhrmann.

Applications

Over the course of the two-week summer school, 20 doctoral candidates will have the opportunity to work with academics from around the world on digital literature and literature data, using the collections of the DLA’s archive, library, and museums as a foundation for their work. The interdisciplinary and international summer school is aimed at doctoral candidates in relevant research fields, especially literature studies, music studies, sound studies,  library studies and information science, digital humanities and computer sciences. 

Dissertation topics may fall within the scope of the themes of the summer school; however, those who do not will also be considered. Applicants must clearly demonstrate how participation in the summer school and the accompanying archive stay makes a significant contribution to their dissertation project. Graduate students from emerging countries are strongly encouraged to apply. 

International participants who travel significant distances (transcontinental) and who wish to pursue specific research interests in the archival holdings, may make an informal request to extend their stay for an extra week to work in the archive in the cover letter accompanying the application. The cost of accommodation for the week-long extension will be covered. 

The application should include:

  1. Application form 

  2. Cover letter of no more than two pages detailing reasons for the application (interest in summer school topic and relevant archival holdings; if applicable: proposal for one-week archive stay following the summer school/application for an exemption from the registration fee) 

  3. CV

  4. Copies of certificates and transcripts

  5. Outline of the dissertation project (max. 5 pages)

  6. Letter of recommendation from the applicant’s home university

Application deadline

Applications must be submitted via the online application portal by 31 January 2023. Applications sent by post or via email will not be considered.

Applicants will be informed about the outcome of their application in March 2023. International participants will receive an invitation to apply for visas required for them to participate in the summer school. Participation in the summer school does not constitute any legal entitlement to an extended stay in Germany. There is no legal entitlement to participation.  

Accommodation and Travel Costs

Participants will be offered free accommodation at the Collegienhaus of the German Literature Archive. Travel costs will be reimbursed to the value of the allowances set by the DAAD.

Summer School Fee

The participation fee is 150 Euros. Participants may be eligible for a fee waiver, subject to inclusion of any relevant financial circumstances in the cover letter. 

COVID-19

The summer school will take place in compliance with the COVID-19 pandemic measures in force at the time. 

Selected Bibliography

  • Barnert, Arno/Dietrich, Elisabeth/Kolbe, Ines/Schmidgall, Karin: Vom Nutzen Vernetzter Werke. Das Kooperationsprojekt „Werktitel Als Wissensraum“ des Deutschen Literaturarchivs Marbach und Der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar. In: Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie 68/3 (15.06.2021), S. 138–151. (https://doi.org/10.3196/186429502068327
  • Baum, Constanze / Stäcker, Thomas: Grenzen und Möglichkeiten der Digital Humanities. Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften 1 (2016). (http://dx.doi.org/10.17175/sb01)
  • Bernhart, Toni/Willand, Marcus/Richter, Sandra Richter/Albrecht, Andrea (Hg.): Quantitative Ansätze in den Literatur- und Geisteswissenschaften. Systematische und historische Perspektiven. Berlin/Boston 2018. (https://doi.org/10.1515/9783110523300)
  • Binczek, Natalie/Wirth, Uwe (Hg.): Handbuch Literatur & Audiokultur. Handbücher zur kulturwissenschaftlichen Philologie 10. Berlin/Boston 2020. 
  • Johanna Drucker: The Digital Humanities Coursebook. An Introduction to Digital Methods for Research and Scholarship. Abingdon, Oxon/New York 2021.
  • Eve, Martin Paul: The Digital Humanities and Literary Studies. Oxford 2022.
  • Flanders, Julia/Jannidis, Fotis (Hg.): The Shape of Data in the Digital Humanities. Modeling Texts and Text-Based Resources. London/New York 2020.
  • Gold, Matthew K./Klein, Lauren: Debates in the Digital Humanities. Minnesota 2016.
  • Horstmann, Jan/Fischer, Frank (Hg.): Digitale Verfahren in der Literaturwissenschaft. Text Praxis – Digitales Journal für Philologie. Sonderausgabe 6 (2022).
  • Jaillant, Lise (Hg.): Archives, Access and Artificial Intelligence: Working with Born-Digital and Digitised Archival Collections. Bielefeld 2022.(https://doi.org/10.14361/9783839455845
  • Jannidis, Fotis/Kohle, Hubertus/Rehbein, Malte (Hg.): Digital Humanities. Eine Einführung. Stuttgart 2017.(https://doi.org/10.5282/o-bib/2017H3S142-148
  • Jannidis, Fotis: Digitale Geisteswissenschaften: Offene Fragen – schöne Aussichten. In: Zeitschrift für Medien- und Kulturforschung 10/1 (2019), S. 63-70.
  • Karsdorp, Folgert/Kestemont, Mike/Riddell, Allen: Humanities data analysis. Case studies with Python. Princeton 2021.(https://doi.org/10.5281/zenodo.891264
  • Morat, Daniel/Ziemer, Hansjakob/Rutz, Rainer (Hg.): Handbuch Sound. Geschichte – Begriffe – Ansätze. Stuttgart 2018.
  • O’Sullivan, James Christopher/Siemens,Raymond George (Hg.): Digital Humanities for Literary Studies. Methods, Tools, and Practices. Texas 2021.
  • Pinch, Trevor/Bijsterveld, Karin (Hg.): The Oxford Handbook of Sound Studies. New York 2013. 
  • Piper, Andrew: Enumerations. Data and Literary Study. Chicago 2018.
  • Reiter, Nils/Pichler, Axel/Kuhn, Jonas (Hg.): Reflektierte algorithmische Textanalyse
  • Interdisziplinäre(s) Arbeiten in der CRETA-Werkstatt. Berlin/Boston 2020. (https://doi.org/10.1515/9783110693973)
  • Rippl, Gabriele (Hg.): Handbook of Intermediality. Literature – Image – Sound – Music. Berlin/Boston 2015.   
  • Schuster, Kristen/Dunn, Stuart E. (Hg.): Routledge International Handbook of Research Methods in Digital Humanities. Routledge International Handbooks. London, New York 2021. 
  • Schöch, Christof/Schneider, Lars (Hg.): Literaturwissenschaft im digitalen Medienwechsel. Beihefte von PhiN – Philologie im Netz 7 (2014).
  • Terras ,Melissa/Nyhan, Julianne/Vanhoutte, Edward (Hg.): Defining Digital Humanities. A Reader. Farnham 2013.
  • Underwood, Ted: Distant Horizons. Digital Evidence and Literary Change. Chicago/London 2019.
  • Weitin, Thomas: Digitale Literaturgeschichte. Eine Versuchsreihe mit sieben Experimenten. Berlin/ Heidelberg 2021.

Concept

Dîlan Canan Çakir – Research Associate MWW – German Literature Archive Marbach
Anna Kinder – Head of Research – German Literature Archive Marbach
Felix Dieterle – Research Associate “textklang” – German Literature Archive Marbach

Organization und Coordination

Birgit Wollgarten – Research Secretariat – German Literature Archive Marbach – Tel.: +49 (0)7144 – 848 – 175 – Fax: +49 (0)7144 – 848 – 179 – Email: forschung@dla-marbach.de 
Marie Limbourg – Coordinator MWW Research Association – German Literature Archive Marbach – Tel.: +49 (0)7144 – 848 – 227 – Email: marie.limbourg@dla-marbach.de 

Contact

Email: forschung@dla-marbach.de

 

Literaturdaten und digitale Literatur  Internationale Sommerschule des Forschungsverbunds Marbach Weimar Wolfenbüttel
In Verbindung mit dem Projekt textklang (Universität Stuttgart)

31. Juli bis 11. August 2023 
Deutsches Literaturarchiv Marbach

Literaturdaten und digitale Literatur

Mit digitalen großen (literarischen) Korpora wissenschaftlich zu arbeiten, war schon ab der Mitte des 20. Jahrhunderts im Projekt Index Thomisticus Roberto Busas Vorhaben. Mit Hilfe von etwa Project Gutenberg wird das seit über 50 Jahren in wesentlich größeren Dimensionen konkretisierbar – ab den 1990er Jahren auch im deutschen Projekt-GutenbergDE. In den letzten 20 Jahren lässt sich überdies ein enormer Digitalisierungsfortschritt verzeichnen. Durch Großunternehmungen wie vor allem dem kommerziellen Google Books-Projekt stehen der literaturwissenschaftlichen Forschung inzwischen zahlreiche Texte (vornehmlich alte Drucke) in digitaler Form zur Verfügung – in Open Access-Projekten wie etwa Textgrid oder dem Deutschen Textarchiv zudem als maschinenlesbare Digitalisate. Dabei wird bei digitalen Editionen nun immer mehr danach gestrebt, auch wissenschaftlichen Ansprüchen gerechter zu werden, wie im Projekt Edview des DLA Marbach.

Dank großer internationaler Digitalisierungsinitiativen werden ferner immer mehr lokal bewahrte Handschriften nicht nur global abrufbar, sondern auch digital verknüpfbar. Neben den digitalen Volltexten werden durch die Aktivitäten zahlreicher GLAM-Institutionen die Metadaten und deren Verknüpfung bedeutend. Wer sich etwa für Stefan Zweigs (DLA et al), Else Lasker-Schülers (DLA/NLI) oder Heinrich Manns (AdK) verstreute Archive interessiert, kann diese mittlerweile in einer virtuellen Zusammenführung studieren. In Goethe Digital wird eine ganze private Autor*innenbibliothek virtuell erforschbar und in Arthur Schnitzler Briefe können ganze Briefkorrespondenzen digital studiert werden. In Projekten wie dem Getty Provenance Index sind digital zahlreiche Provenienz-Daten für visuelle Künste verzeichnet. Gleichzeitig wächst in den Archiven die Datenmenge an Born-digitals, also an genuin digitalen Beständen wie etwa Festplatten, Computerspiele oder Netzliteratur rapide an (vgl. z.B. das Projekt Netzliteratur des DLA). Der Umgang mit solchem Material stellt die Institutionen vor neue Herausforderungen, unter anderem wird aus diesem Grund erforscht, wie etwa künstliche Intelligenz die Arbeit von beispielsweise Archiven unterstützen kann. 

Ergänzt wird dieses Datenuniversum durch die zahlreichen digitalen Kataloge, die selbst zwar in der Mehrzahl noch auf analoge Sammlungen verweisen, mit ihren Metadaten (zunehmend in Linked Open-Data-Projekten wie dem Katalog des DLA) aber selbst wiederum Forschungsdaten zur Verfügung stellen, die in Verschränkung mit digitalen Ansätzen ganz neue Forschungsperspektiven eröffnen. Besonders relevant werden damit Themen wie: Datenprovenienz, Metadaten, Datenqualität, Data curation, Data analytics, User driven approaches, Entwicklung digitaler Kataloge, Verschränkung von Katalogen mit digitalen Ansätzen und damit insgesamt die Weiterentwicklung des Literaturbegriffs. Gerade die literaturwissenschaftliche Provenienzforschung hat in den letzten Jahren gezeigt, dass Datenfragen nicht isoliert behandelt werden können, sondern in hohem Maße forschungsgeleitet zu denken sind. Die Frage nach der Generierung, Speicherung, Kuratierung und Vernetzung von Daten ist eng verknüpft mit der Frage nach dem literaturwissenschaftlichen Forschungsgegenstand und Forschungsinteresse. 

Die Sommerschule bietet einen Rahmen, um explorativ das Potential digitaler Ansätze für eigene Forschungsfragen auszuloten und mit Expertinnen und Experten zu diskutieren. In den Seminaren der Sommerschule sollen beispielsweise Metadatensammlungen untersucht und auf ihr Forschungspotential befragt werden. Insbesondere für die zukünftige (digitale) Provenienzforschung ist der Fokus darauf zu richten, wie Metadaten ausgewählt und erzeugt werden. Welches Wissen gilt in diesem Zusammenhang als relevant und welches nicht? Daran anschließend sollen auch die technischen Fragen nach der Langzeitarchivierung thematisiert werden (vgl. z.B. das Projekt SDC4Lit). Was kann/soll archiviert werden? Wie arbeiten digitale Kataloge im Hinblick auf solche Fragen? Wie sehen Datenlebenszyklen aus? Wie wird die Verarbeitung von Daten dokumentiert? Gerade der Bereich der Data curation ist zunehmend auch für die Philologie elementar. Wie sieht eine Datenprovenienz für genuin digitale Literatur, sogenannte Born-digitals, aus? 

Kooperation mit dem Forschungsprojekt textklang 

Durch das in Kooperation mit dem von der Universität Stuttgart (Institut für Maschinelle Sprachverarbeitung, Institut für Literaturwissenschaft/Digital Humanities) und dem DLA Marbach durchgeführten Forschungsprojekt textklang wird ein aktueller interdisziplinärer, theoretisch fundierter und hypothesengeleiteter Forschungsbereich in die Sommerschule integriert, der im Zuge der systematischen Erforschung von Klanglichkeit literarischer Texte (Lyrik der Romantik) mit konkreten Fragen der Digitalisierung, Metadatenerfassung, Maschinenlesbarkeit, digitalen Sprach- und Klanganalyse und Bereitstellung bzw. Vernetzung von Forschungsdaten umgeht. Konkret wird ein multimodales Korpus aus Texten, Tonaufnahmen (Rezitationen und Vertonungen) und digitalisierten Notendrucken, das sich aus den Beständen des DLA speist, mithilfe eines speziell entwickelten DH-Mixed-Methods-Workflows auf Wechselbeziehungen zwischen Text(be)deutungen und prosodischen Sprachmerkmalen hin untersucht. 

Die Sommerschule findet im Rahmen des durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsverbunds Marbach Weimar Wolfenbüttel in Kooperation mit dem Verbundprojekt textklang des DLA Marbach und der Universität Stuttgart statt.

Programm, Dozent*innen

Details zum genauen Programm und zu den internationalen Dozent*innen folgen in Kürze.
Zu den zugesagten Referent*innen und Dozent*innen gehören unter anderem:

Tobias Blanke, Kathrin Bode, Lukas Diestel, Frank Fischer, Matthew Handelman, Jan Hess, Lise Jaillant, Roland Kamzelak, Ines Kolbe, John Mark Ockerbloom, Allison Parrish, Andrea Rapp, Annika Rockenberger, Karin Schmidgall und Melanie Wald-Fuhrmann.

Bewerbung

Im Rahmen der Sommerschule werden sich 20 Doktorand*innen zwei Wochen lang – vor dem Hintergrund der Sammlungen des DLA Marbach in Archiv, Bibliothek und Museum – gemeinsam mit internationalen Dozent*innen mit Literaturdaten und digitaler Literatur auseinandersetzen. Die interdisziplinäre und internationale Sommerschule richtet sich an Doktorand*innen aus einschlägigen Fachgebieten, insbesondere aus der Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft, Sound Studies, der Bibliotheks- und Informationswissenschaft, den Digital Humanities und der Informatik. 

Das Thema der Dissertation kann, muss aber nicht in einem unmittelbaren Zusammenhang zum Sommerschulthema stehen. In jedem Fall sollte aus den Bewerbungsunterlagen hervorgehen, warum die Teilnahme an der Sommerschule und der Aufenthalt im Archiv für die Arbeit an der Dissertation gewinnbringend wären. Explizit zur Erwerbung ermutigt werden Doktorand*innen aus Schwellenländern. 

Internationale Teilnehmer*innen mit weiter Anreise (transkontinental), die explizite Bestandsinteressen verfolgen, können bei der Bewerbung im Anschreiben einen formlosen Antrag auf eine einwöchige Archivarbeitszeit im Anschluss an die Sommerschule stellen. Für diese Zeit werden die Kosten für die Unterkunft im Collegienhaus übernommen. 

Die Bewerbung enthält

  1. Formular (personen- und stipendienbezogene Daten) 

  2. Anschreiben mit kurzer Begründung der Bewerbung (thematische Bezüge und relevante Archivbestände, max. 2 Seiten, ggf. Antrag auf einwöchigen Archivaufenthalt nach der Sommerschule, ggf. Antrag auf Befreiung von der Teilnahmegebühr)

  3. Lebenslauf

  4. Kopie des Abschlusszeugnisses

  5. Kurze Darstellung des Dissertationsprojekts (max. 5 Seiten)

  6. Universitäres Empfehlungsschreiben

Bewerbungsfrist

Bewerbungen ausschließlich über das Bewerbungsportal bis zum 31. Januar 2023. Bewerbungen per Post oder E-Mail werden nicht berücksichtigt.

Die Teilnehmenden werden voraussichtlich im März 2023 benachrichtigt. Internationale Teilnehmer*innen erhalten Einladungen für die Beantragung des Visums. Die Sommerschulteilnahme impliziert keinen Anspruch auf einen längeren Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland. Ein Rechtsanspruch auf Teilnahme besteht nicht. 

Unterbringung/Reisekosten

Die Teilnehmer*innen werden im Collegienhaus des DLA Marbach kostenfrei untergebracht. Die Reisekosten werden maximal nach den Pauschalen des DAAD erstattet.

Teilnahmebeitrag

Es wird ein Teilnahmebeitrag in Höhe von 150 Euro erhoben. Bei Vorlage eines formlosen Antrags, in dem die Teilnehmer*innen ihre wirtschaftliche Situation darlegen, besteht die Möglichkeit einer Befreiung von dieser Gebühr.

COVID-19

Die Sommerschule findet unter Einhaltung der zu dem Zeitpunkt geltenden COVID-19-Maßnahmen statt.

Bibliografie

  • Barnert, Arno/Dietrich, Elisabeth/Kolbe, Ines/Schmidgall, Karin: Vom Nutzen Vernetzter Werke. Das Kooperationsprojekt „Werktitel Als Wissensraum“ des Deutschen Literaturarchivs Marbach und Der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar. In: Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie 68/3 (15.06.2021), S. 138–151. (https://doi.org/10.3196/186429502068327
  • Baum, Constanze / Stäcker, Thomas: Grenzen und Möglichkeiten der Digital Humanities. Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften 1 (2016). (http://dx.doi.org/10.17175/sb01)
  • Bernhart, Toni/Willand, Marcus/Richter, Sandra Richter/Albrecht, Andrea (Hg.): Quantitative Ansätze in den Literatur- und Geisteswissenschaften. Systematische und historische Perspektiven. Berlin/Boston 2018. (https://doi.org/10.1515/9783110523300)
  • Binczek, Natalie/Wirth, Uwe (Hg.): Handbuch Literatur & Audiokultur. Handbücher zur kulturwissenschaftlichen Philologie 10. Berlin/Boston 2020. 
  • Johanna Drucker: The Digital Humanities Coursebook. An Introduction to Digital Methods for Research and Scholarship. Abingdon, Oxon/New York 2021.
  • Eve, Martin Paul: The Digital Humanities and Literary Studies. Oxford 2022.
  • Flanders, Julia/Jannidis, Fotis (Hg.): The Shape of Data in the Digital Humanities. Modeling Texts and Text-Based Resources. London/New York 2020.
  • Gold, Matthew K./Klein, Lauren: Debates in the Digital Humanities. Minnesota 2016.
  • Horstmann, Jan/Fischer, Frank (Hg.): Digitale Verfahren in der Literaturwissenschaft. Text Praxis – Digitales Journal für Philologie. Sonderausgabe 6 (2022).
  • Jaillant, Lise (Hg.): Archives, Access and Artificial Intelligence: Working with Born-Digital and Digitised Archival Collections. Bielefeld 2022.(https://doi.org/10.14361/9783839455845
  • Jannidis, Fotis/Kohle, Hubertus/Rehbein, Malte (Hg.): Digital Humanities. Eine Einführung. Stuttgart 2017.(https://doi.org/10.5282/o-bib/2017H3S142-148
  • Jannidis, Fotis: Digitale Geisteswissenschaften: Offene Fragen – schöne Aussichten. In: Zeitschrift für Medien- und Kulturforschung 10/1 (2019), S. 63-70.
  • Karsdorp, Folgert/Kestemont, Mike/Riddell, Allen: Humanities data analysis. Case studies with Python. Princeton 2021.(https://doi.org/10.5281/zenodo.891264
  • Morat, Daniel/Ziemer, Hansjakob/Rutz, Rainer (Hg.): Handbuch Sound. Geschichte – Begriffe – Ansätze. Stuttgart 2018.
  • O’Sullivan, James Christopher/Siemens,Raymond George (Hg.): Digital Humanities for Literary Studies. Methods, Tools, and Practices. Texas 2021.
  • Pinch, Trevor/Bijsterveld, Karin (Hg.): The Oxford Handbook of Sound Studies. New York 2013. 
  • Piper, Andrew: Enumerations. Data and Literary Study. Chicago 2018.
  • Reiter, Nils/Pichler, Axel/Kuhn, Jonas (Hg.): Reflektierte algorithmische Textanalyse
  • Interdisziplinäre(s) Arbeiten in der CRETA-Werkstatt. Berlin/Boston 2020. (https://doi.org/10.1515/9783110693973)
  • Rippl, Gabriele (Hg.): Handbook of Intermediality. Literature – Image – Sound – Music. Berlin/Boston 2015.   
  • Schuster, Kristen/Dunn, Stuart E. (Hg.): Routledge International Handbook of Research Methods in Digital Humanities. Routledge International Handbooks. London, New York 2021. 
  • Schöch, Christof/Schneider, Lars (Hg.): Literaturwissenschaft im digitalen Medienwechsel. Beihefte von PhiN – Philologie im Netz 7 (2014).
  • Terras, Melissa/Nyhan, Julianne/Vanhoutte, Edward (Hg.): Defining Digital Humanities. A Reader. Farnham 2013.
  • Underwood, Ted: Distant Horizons. Digital Evidence and Literary Change. Chicago/London 2019.
  • Weitin,Thomas: Digitale Literaturgeschichte. Eine Versuchsreihe mit sieben Experimenten. Berlin/ Heidelberg 2021

Konzeption

Dîlan Canan Çakir – Wiss. Mitarbeiterin MWW – Deutsches Literaturarchiv Marbach
Anna Kinder – Leitung Forschungsreferat – Deutsches Literaturarchiv Marbach
Felix Dieterle – Wiss. Mitarbeiter „textklang“ – Deutsches Literaturarchiv Marbach

Organisation und Koordination

Birgit Wollgarten – Sekretariat Forschung – Deutsches Literaturarchiv Marbach – Tel.: 07144 – 848 – 175 – Fax: 07144 – 848 – 179 – E-Mail: forschung@dla-marbach.de 
Marie Limbourg – Koordination Forschungsverbund MWW – Deutsches Literaturarchiv Marbach – Tel.: 07144 – 848 – 227 – E-Mail: marie.limbourg@dla-marbach.de 

Kontakt

E-Mail: forschung@dla-marbach.de

CFP: Conference ‚The Art Museum in the Digital Age – 2023‘

dhd-blog - Di, 09/06/2022 - 16:55

[ —– German version below —– ]

Location: Belvedere, Vienna (online)

Date: 16–20 January 2023

Submission deadline: 16 October 2022

Website: https://www.belvedere.at/en/digitalmuseum2023

 

The Art Museum in the Digital Age – 2023

The Belvedere Research Center continues its conference series on digital transformation of art museums with its fifth anniversary event on this crucial subject. The focus of this event is on the metaverse, an embodied virtual-reality experience, and its connection to cultural institutions. The term ‘metaverse’, coined by Neal Stephenson in his sci-fi novel Snow Crash (1992), came into wider consciousness when Mark Zuckerberg renamed Facebook as Meta in 2021 and proclaimed that he wished to focus on developing the metaverse. According to experts, the development of the metaverse is still decades away due to the lack of technological capacity. Definitions of the metaverse are therefore diverse, ranging from “collective space in virtuality” to an “embodied internet”, as well as a “place of simulation and collaboration”. What all these definitions have in common, however, the increasing demand for immersive experience between virtuality and reality, as well as the merging of networks. While some understand the metaverse as a mere buzzword, a marketing gimmick, and a way of merchandising a 1990s idea, others call it “one of the key trends of the future” that will revolutionize everything (Matthew Ball), and claim its adoption as “necessary”.

The technologization of everyday life, catalyzed by the global COVID-19 pandemic was instrumental in shifting the metaverse debate from the pioneers of industry (gaming, crypto, fashion) to the cultural realm. The Belvedere itself proclaimed a “successful entry into the metaverse” with the launch of the NFT of Gustav Klimt’s The Kiss, while Sotheby’s created a virtual gallery in Decentraland to exhibit and sell NFTs. However, these isolated projects remain detached from the sparse research studies to date. The aim of our forthcoming conference is to give an initial impetus for critical examination of the metaverse in the cultural field. We seek to stimulate discussion about the position of cultural institutions in the metaverse. What should an art museum in the metaverse look like? What role should it play? Which aspects of the metaverse, such as augmented, virtual reality and NFTs, should be pursued as a priority in the cultural sector? And how will these developments affect the social role of museums in the coming years?

As with any innovation, there are both challenges and opportunities related to the metaverse. Its development is driven primarily by powerful, profit-oriented technological corporations such as Meta (formerly Facebook), Alphabet (Google) and Microsoft. The interests of cultural institutions have received little attention, which raises questions about the advantages and disadvantages of working with corporate giants and the search for (non-profit) alternatives. The gaming industry, for example, could serve as a fruitful source of inspiration which could initiate new riveting aspects in museum digital art education. Meanwhile, companies like Nike and Balenciaga have already recognized the potential of such games and are making high profits from the sale of digital goods. Should museums follow such examples and prioritize selling their own digital products? How would such a step affect the growing tension between e-commerce and open-access movements? Such costly but long-term crucial innovations could also exacerbate the existing digitization gap between larger and smaller museums. In other words, how can we ensure that the diversity of the cultural scene in the real world is preserved in the digital world?

Over four evenings, our forthcoming online conference will present interdisciplinary contributions to broader questions relating to the metaverse which primarily – but not exclusively – reflect critically on the following issues:

  • The construction and deconstruction of the term metaverse and the associated value discussion, especially in relation to the cultural sphere;
  • The relationship between e-commerce and open-access movements;
  • VR/AR/XR applications in the museum;
  • overcoming digital boundaries and interoperability, Linked Open Data;
  • interactive art education in the digital world and in the metaverse, gamification;
  • NFTs and the role of museums in the digital art market;
  • innovative forms of immersion, participation;
  • artificial intelligence and machine learning; and
  • digitization opportunities for smaller institutions.

We look forward to receiving your proposals in the fields of museum/ museology, art and cultural history, media studies and the digital humanities. Please send your abstracts for a 20- to 25-minute presentation in German or English (max. 250 words), including a short biography with complete contact information as one PDF document by 16 October 2022 to a.kroupova@belvedere.at.

We are delighted that Prof Johanna Drucker (University of California, Los Angeles) will be our keynote speaker.

Conference committee: Johanna Aufreiter, Christian Huemer, Anna-Marie Kroupová (Belvedere, Vienna), Johanna Drucker (University of California, Los Angeles), Sonja Gasser (University of Bern), Harald Klinke (Ludwig Maximilian University of Munich).

Conference languages: English and German

Conference partners: ICOM Austria, Austrian Museums Association

All presentations will be online. The keynote lecture and the panel discussion, as well as an additional workshop for registered participants (Friday) will be held on site in the Belvedere, Vienna. Participation in the conference is free of charge.

 

Das Kunstmuseum im digitalen Zeitalter – 2023

Das Belvedere Research Center setzt seine Konferenzreihe zur digitalen Transformation von Kunstmuseen mit der Ausgabe zum fünfjährigen Jubiläum fort. Der Fokus liegt diesmal auf dem Metaversum – einer verkörperten Virtual-Reality-Erfahrung – und dessen Verbindung zu Kulturinstitutionen. Der von Neal Stephenson in seinem Science-Fiction-Roman Snow Crash (1992) geprägte Begriff gelangte spätestens 2021 ins allgemeine Bewusstsein, als Mark Zuckerberg Facebook in Meta umbenannte und proklamierte, sich auf die Entwicklung des Metaverse konzentrieren zu wollen. Expert*innen zufolge ist die Entwicklung des Metaverse aufgrund fehlender Technologien noch Jahrzehnte entfernt. Dementsprechend vielfältig sind daher dessen Definitionen, die von „Kollektivraum in der Virtualität“ über „verkörpertes Internet“ bis hin zu „Ort der Simulation und Kollaboration“ reichen. Allen gemeinsam ist jedoch die zunehmende Nachfrage nach immersiven Erfahrungen zwischen Virtualität und Realität und das Zusammenwachsen von Netzwerken. Während einige Metaverse als leeres Buzzword, Marketinggag und Vermarktung einer Idee aus den 1990er-Jahren betrachten, nennen es andere „einen der wichtigsten Trends der Zukunft“, der alles revolutionieren wird (Matthew Ball), und sehen den Einstieg von Firmen und Institutionen als „notwendig“ an.

Die von der globalen COVID-19-Pandemie ausgehende Technologisierung des Alltags trug wesentlich dazu bei, die Metaverse-Debatte von den Markführern der Industrie (Gaming, Krypto, Mode) auch in den kulturellen Bereich zu verlagern. Das Belvedere selbst verkündete mit der Einführung des NFTs von Gustav Klimts Kuss einen „erfolgreichen Einstieg ins Metaverse“, während Sotheby’s in Decentraland eine virtuelle Galerie für die Ausstellung und den Verkauf von NFTs erstellte. Diese isolierten Projekte sind jedoch abseits der bisher eher spärlichen Forschung angesiedelt. Ziel dieser Tagung ist, einen ersten Anstoß zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Metaverse im kulturellen Feld zu geben. Der damit verbundene Wertediskurs soll die Diskussion über die Position von Kulturinstitutionen im Metaverse anregen. Wie sieht ein Kunstmuseum im Metaversum aus? Welche Rolle soll es spielen? Welche Aspekte des Metaverse wie Augmented und Virtual Reality oder NFTs sollten im Kulturbereich prioritär verfolgt werden? Und wie werden sich diese Entwicklungen in den kommenden Jahren auf die gesellschaftliche Rolle von Museen auswirken?

Wie bei jeder Innovation gibt es im Zusammenhang mit Metaverse verschiedene Herausforderungen und Möglichkeiten. Seine Entwicklung wird vor allem von mächtigen, profitorientierten Technologiekonzernen wie Meta (vormals Facebook), Alphabet (Google) und Microsoft vorangetrieben. Die Interessen von Kulturinstitutionen finden bisher wenig Beachtung, was Fragen zu Vor- und Nachteilen der Zusammenarbeit mit Konzerngiganten und zur Suche nach (gemeinnützigen) Alternativen aufwirft. Als fruchtbare Inspirationsquelle, um neue, spannende Aspekte in der musealen digitalen Kunstvermittlung anzustoßen, könnte beispielsweise die Gaming-Industrie dienen. Mittlerweile haben Unternehmen wie Nike oder Balenciaga das Potenzial solcher Spiele erkannt und erzielen mit dem Verkauf ihrer digitalen Güter hohe Gewinne. Sollten Museen diesen Beispielen folgen und den Verkauf ihrer eigenen digitalen Produkte priorisieren? Wie würde sich ein solcher Schritt auf die wachsende Spannung zwischen E-Commerce- und Open-Access-Bewegungen auswirken? Mit derlei kostspieligen, aber langfristig erforderlichen Innovationen könnte auch die bestehende Digitalisierungsschere zwischen größeren und kleineren Museen weiter auseinandergehen. Mit anderen Worten: Wie können wir sicherstellen, dass die in der realen Welt vorhandene Vielfalt der Kulturszene auch in der digitalen Welt erhalten bleibt?

Die Online-Konferenz präsentiert an vier Abenden interdisziplinäre Beiträge zu weiter gefassten Fragestellungen rund um das Metaverse, die vor allem – aber nicht ausschließlich – folgende Themenbereiche kritisch reflektieren:

  • Konstruktion und Dekonstruktion des Begriffs Metaverse und die damit verbundene Wertediskussion, insbesondere in Bezug auf den kulturellen Bereich
  • Beziehung zwischen E-Commerce- und Open-Access-Bewegungen
  • VR/AR/XR-Anwendungen im Museum
  • Abbau digitaler Grenzen und Interoperabilität, Linked Open Data
  • interaktive Kunstvermittlung in der digitalen Welt und im Metaversum, Gamifizierung
  • NFTs und die Rolle von Museen im digitalen Kunstmarkt
  • innovative Formen der Immersion, Partizipation
  • künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen
  • Digitalisierungsmöglichkeiten für kleinere Institutionen

Wir freuen uns über Ihre Themenvorschläge aus den Bereichen Museum/Museologie, Kunst- und Kulturgeschichte, Medien- und Bildwissenschaft sowie Digital Humanities. Bitte senden Sie Ihr Abstract für einen 20- bis 25-minütigen Vortrag in deutscher oder englischer Sprache (max. 250 Wörter) einschließlich einer kurzen Biografie inklusive vollständiger Kontaktinformationen zusammengefasst als ein PDF-Dokument bis 16. Oktober 2022 an: a.kroupova@belvedere.at

Als Keynote-Speaker konnte Prof. Johanna Drucker (University of California, Los Angeles) gewonnen werden.

Konferenzkomitee: Johanna Aufreiter, Christian Huemer, Anna-Marie Kroupová (Belvedere, Wien), Johanna Drucker (University of California, Los Angeles), Sonja Gasser (Universität Bern), Harald Klinke (Ludwig-Maximilians-Universität München)

Konferenzsprachen: Deutsch & Englisch

Konferenzpartner: Museumsbund Österreich, ICOM Österreich

Hashtags: #digitalmuseum #belvederemuseum

Alle Vorträge werden online abgehalten. Die Keynote-Lecture und die Podiumsdiskussion sowie ein Workshop für angemeldete Teilnehmer*innen (Freitag) finden zusätzlich vor Ort im Belvedere, Wien, statt. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos.

Call für den Sammelband „Zusammenarbeit klug gestalten: Projektmanagement und Digital Humanities“

dhd-blog - Mo, 09/05/2022 - 16:22
Thema und Hintergrund

In den fächer- und institutionsübergreifenden Forschungsvorhaben der Digital Humanities (DH) zeigt sich immer wieder eine sehr hohe Komplexität und ein erhöhter Kommunikationsbedarf, um über unterschiedliche Grenzen hinweg Projekte zu realisieren. Ein zentrales Instrument zur Bewältigung dieser verschiedenen Herausforderungen, das Projektmanagement, spielt daher eine zunehmend wichtige Rolle in der Forschungs- und Lehrpraxis der DH. Je größer und breiter DH-Vorhaben angelegt sind, desto höher wird der Bedarf und Aufwand die Projekte zu gestalten, da neben unterschiedlichen Disziplinen und Institutionen auch die damit verbundenen theoretischen Fundamente, Methoden, Praktiken und Fachkulturen koordiniert werden müssen.

Aus diesen Abstimmungs- und Aushandlungsprozessen in der Zusammenarbeit und in der Konfrontation mit technologischen Zwängen und Vorgaben entstehen Reibungsverluste und Konfliktpotential. Die bloße Übertragung eines Konzepts von Projektmanagement auf DH-Vorhaben reicht daher nicht aus, denn erfolgreiche interdisziplinäre Projekte basieren in der Regel auf einem gemeinsam entwickelten Modell der wissenschaftlichen Zusammenarbeit. Dieses sollte bestenfalls nicht nur Theorien, sondern auch die Arbeitspraktiken der Beteiligten integrieren.

Unklar ist auch, welche Fähigkeiten und Kompetenzen nötig sind, und wo diese erlernt oder erfahren werden, um die Herausforderungen des Projektmanagement zu meistern. Diese Fragen weisen auch darauf hin, dass ein Konzept eines fachspezifischen Projektmanagements in den DH nicht etabliert ist. Fachkenntnisse aus den Geisteswissenschaften und der Informatik zu kombinieren, reichen nicht aus, um Projekte in den DH moderieren zu können. Bisher wird der Kompetenzerwerb scheinbar in die Studienphase verortet, aber ist das überhaupt leistbar und erwartbar oder entziehen sich hier Forschungsorganisationen und Verbundvorhaben der Verantwortung, eigenes Personal auch zu entwickeln?

Mit Blick auf die Auseinandersetzung in wissenschaftlichen Beiträgen wird deutlich, dass sich bisher vorrangig Artikel und Sammelbände aus dem anglo-amerikanischen Raum der Digital Humanities dem Themenkomplex widmen. Mit diesem Sammelband zum Projektmanagement in den Digital Humanities soll diese Lücke in der deutschsprachigen Community geschlossen werden und eine breite Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex erfolgen. Begrüßt werden Beiträge zu folgenden Fragen und darüber hinaus:

  • Welche Fähigkeiten und Kompetenzen sind für das Projektmanagement in den DH entscheidend? Welche theoretischen und praktischen Auseinandersetzungen müssen dem zu Grunde gelegt werden?
  • Wie gelingt ein Projektmanagement, das die Selbstorganisation und Selbstbestimmung der Wissenschaft produktiv aufnimmt und nicht der Projektsteuerung unterwirft?
  • Welche Rollen und Rollenverständnisse bilden die Grundlage für erfolgreiches Projektmanagement?
  • Wie schafft man Anerkennung und Reputation im bestehenden Wissenschaftssystem für (unsichtbare) Aufgaben des Projektmanagements?
  • Wie werden Kompetenzen und Fähigkeiten für das Management von DH-Projekten erlernt und erfahren?
  • Welche Berechtigung erhalten spezifische Lehrinhalte zu Projektmanagement angesichts steigender Anforderungen aus anderen grundlegenden Bereichen wie die Data Literacy?
  • Welche Software-Lösungen können bei der Realisierung eines professionellen Projektmanagements eingesetzt werden?
  • Wie entsteht eine gemeinsame Wissensbasis zur Durchführung von DH-Projekten und wie kann die Community voneinander profitieren?
Beiträge

Das Publikationskonzept dieses Sammelbandes geht auf verschiedene Erfahrungen zurück und will versuchen, die bestehenden Lücken beginnen zu füllen. Die Herausgeber*innen begrüßen Einreichungen, die sich dem Thema „Projektmanagement in den Digital Humanities“ in Form von Artikeln, Fallstudien, Konzepten, Berichten oder Beobachtungen nähern.

Vorstellbar sind längere Beiträge, die Vergleiche und Analysen der theoretischen Konzeption und der praktischen Umsetzung des Projektmanagements wagen. Auch die Übertragung methodischer Impulse außerhalb der Disziplinen und der Wissenschaft kann die theoretische Reflexion befördern und Erkenntnisse für die Praxis liefern. Übersichtsartikel können einzelne Themenkomplexe aus einer übergeordneten Perspektive diskutieren, während in Fallstudien die Erkenntnisse aus den spezifischen Rahmenbedingungen gewonnen werden können. Beiträge, die mit einem vergleichenden Ansatz mehrere Perspektiven verbinden, werden besonders begrüßt.

Außerdem werden Vorschläge für kürzere Beiträge gerne aufgenommen, die den fachlichen Austausch anregen, den Diskurs mit individuellen Perspektiven und durch praxisbezogene Erfahrungen bereichern und die Vernetzung der Akteur*innen dieses Gebiets stärken. Beiträge zur Lehre und Weiterbildung, wie Veranstaltungskonzepte oder Open Educational Resources, sind ebenso willkommen wie Einblicke in institutionelle Arbeitsfelder und das Management in Forschungsvorhaben oder die Besprechung thematischer Ressourcen zu Projektmanagement.

Formalia

Der Sammelband erscheint Open Access in der Reihe „Digital Humanities Research“ bei Bielefeld University Press (BiUP) und wird herausgegeben von Fabian Cremer, Swantje Dogunke, Anna Maria Neubert und Thorsten Wübbena. Herausgeber der Reihe sind Silke Schwandt, Anne Baillot, Andreas Fickers, Tobias Hodel und Peter Stadler.

Interessierte Autor*innen, die einen Beitrag einreichen möchten, werden bis zum 09.11.2022 um ein Abstract (max. 3.000 Zeichen inkl. Leerzeichen, zzgl. einer ersten Bibliografie und wissenschaftlichen Kurzvita der Autor*innen) gebeten. Über die Annahme der Beitragsvorschläge wird im Dezember informiert und die weitere inhaltliche und formale Gestaltung der Beiträge wird gemeinsam besprochen. Das Abstract und weitere erforderliche Angaben senden Sie bitte als ein PDF an mail@pm4dh.net. Alle Rückfragen beantworten die Herausgeber*innen sehr gerne ebenfalls unter dieser Adresse.

Die ausgearbeiteten Beiträge werden im Rahmen eines Double-blind-Review-Verfahrens begutachtet und werden schnellstmöglich nach der Fertigstellung publiziert. Hierfür erarbeiten wir gemeinsam mit BiUP und dem transcript Verlag einen kontinuierlichen Veröffentlichungsprozess. Die vorgesehene Lizenz für die Beiträge und den Band ist CC-BY (Creative Commons Attribution 4.0 International). Es wird keine Veröffentlichungsgebühr von den Autor*innen erhoben. Den Call und aktuell gehaltene Informationen sind jederzeit unter https://pm4dh.net/ zu finden.

Die Herausgeber*innen
Fabian Cremer, Swantje Dogunke, Anna Maria Neubert und Thorsten Wübbena

Winter School: A beginner’s guide to historical network research (November 28-December 1, 2022)

dhd-blog - Mi, 08/31/2022 - 10:18

The DH Lab of the Leibniz Institute of European History (IEG) in Mainz is hosting a winter school on HNR. Click here or see below for more information.

Monday, November 28 – Thursday, December 1, 2022

This winter school is designed to provide a guide for graduate students and early career researchers interested in the study of social networks with a special focus on historical research questions. This four day course will cover a range of sessions, offering hands-on exercises in Python using Jupyter Notebooks, and providing room for discussing your own datasets. Our keynote speaker Prof. Dr. David Zbíral (Masaryk University) will elaborate on his work on the DISSINET project.

Syllabus

Day 1 (9:00 – 12:00 and 14:00 – 17:00 CET):

  • Fundamentals of social network analysis
  • Conceptualizing a network research design

Day 2 (9:00 – 12:00 and 14:00 – 16:30 CET):

  • History of network research
  • Network theories
  • Network visualization

Public Keynote (17:00 – 18:30 CET)

Day 3 (9:00 – 12:00 and 14:00 – 17:00 CET):

  • Network models and dynamics
  • Epistemological implications of networks
  • Mentoring and free exercises

Day 4 (9:00 – 12:00 CET)

  • Wrap up and critical perspectives

How to apply

For the winter school, a familiarity with the basics of Python is required. Before the school starts, we will provide tutorials so everyone can have the basic understanding necessary for following the sessions.

The winter school is designed as hands-on sessions with tutoring (virtual; working language in English), therefore we can only admit up to 25 participants. The winter school is free of charge. Admission is possible until September 30, 2022.

In order to apply, sent a short letter of interest specifying your motivation for attending this school (1/2 page max) with the subject “HNR winter school” to digital@ieg-mainz.de. Further queries can be sent to vasquesfilho@ieg-mainz.de and petz@ieg-mainz.de.

Organizers

Stellenausschreibung: Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas: Korpuslinguistik und Forschungsdaten

dhd-blog - Mi, 08/31/2022 - 07:37
Für das Akademieprojekt Regionalsprache.de sucht das Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas in Marburg zum 01.01.2023 eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in (PostDoc-Stelle, Vollzeit, E13 TV-H) mit dem Schwerpunkt Korpuslinguistik und Forschungsdatenmanagement, befristet bis 31.12.2026 (4 Jahre). Die Bewerbungsfrist endet am 02.10.2022.   Das ausführliche Stellenangebot findet sich hier:  https://stellenangebote.uni-marburg.de/jobpostin/0264c9591bbd545fda9aad0242f01cea46329c430

#AvH2022 | Einladung zum Alexander-von-Humboldt-Tag 2022: „Zwischen Aufbruch und Rückkehr“, 16.09.2022, BBAW, Berlin

dhd-blog - Di, 08/30/2022 - 17:22
Alexander von Humboldt-Tag 2022: Zwischen Aufbruch und Rückkehr – Alexander von Humboldt in Amerika und Italien

Der Alexander-von-Humboldt-Tag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am 16. September 2022 steht erneut im Zeichen von Humboldts Reisen. Und er zeigt das gesamte Spektrum der Hybrid-Edition: Digital und Print.

Zunächst stellt Tobias Kraft die neue, im Mai erschienene Lieferung der edition humboldt digital vor und führt in die Funktionen und Angebote der digitalen Edition ein.

Anschließend präsentiert Herausgeberin Cettina Rapisarda das Tagebuch der Italien-Reise, zu der Humboldt im März 1805 von Paris aus aufbricht. Die Aufzeichnungen der mit Joseph-Louis Gay-Lussac, Leopold von Buch und Franz August O’Etzel unternommenen Reise zeigen die Vielseitigkeit Humboldt’scher Wissenschaft: In den Museen und Kunstsammlungen Roms vergleicht er die Zeugnisse indigener Kulturen mit jenen der europäischen Antike. Neben vulkanologischen Untersuchungen am Vesuv betreibt er chemische Studien zur Zusammensetzung des Meerwassers und der Atmosphäre sowie zum Einfluss verschiedener Gesteine auf den Erdmagnetismus. Über Neapel und Rom reist Humboldt Mitte September zurück nach Berlin, wo er am 16. November 1805 nach mehr als neunjähriger Abwesenheit eintrifft.

Zum Abschluss stellt Carmen Götz den von ihr herausgegebenen ersten Band der Reihe „Tagebücher der Amerikanischen Reise“ vor. Der Band „Von Spanien nach Cumaná (1799/1800)“ aus der edition humboldt print bietet erstmals die vollständige Edition von Band 1 der amerikanischen Tagebücher in einer umfassend kommentierten Leseausgabe und gibt faszinierende Einblicke in Humboldts erste Reiseetappe. Der Vortrag zeigt, wie sich diese Ausgabe aus einer Rekonstruktion der Praktiken des Tagebuchschreibens entwickelte.

Programm

18:00 Uhr
Begrüßung
Ottmar Ette, Akademiemitglied, Universität Potsdam

18:15 Uhr
ehd – explained. Eine Einführung in die Benutzung der edition humboldt digital
Tobias Kraft, BBAW

18:45 Uhr
Das Italientagebuch in der edition humboldt digital. Einblicke in Alexander von Humboldts Recherchen, Kontakte und Lektüren
Cettina Rapisarda, Berlin

19:15 Uhr
Von Digital zu Print. Der erste Tagebuchband der amerikanischen Reise Alexander von Humboldts als Buchausgabe
Carmen Götz, BBAW

Moderation: Florian Schnee, BBAW

Veranstalter

Eine Veranstaltung des Akademienvorhabens „Alexander von Humboldt auf Reisen – Wissenschaft aus der Bewegung“ im Zentrum „Preußen – Berlin“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Veranstaltungsort

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Akademiegebäude am Gendarmenmarkt
Einstein-Saal
Jägerstraße 22/23
10117 Berlin

Anmeldung

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung bis zum 11.09.2022 unter https://bit.ly/3zv9XgX wird gebeten.

Kontakt

Franziska Urban, Tel.: +49 (0)30 20370 529, E-Mail: franziska.urban@bbaw.de

Programmflyer „Alexander von Humboldt-Tag 2022“ (PDF)

2 Stellenausschreibungen bei der Kulturstiftung des Bundes

dhd-blog - Di, 08/30/2022 - 09:15

Die Kulturstiftung des Bundes in Halle an der Saale hat uns gebeten auf zwei Stellen aufmerksam zu machen:
1) Fremdprachenassistenz im Vorzimmer (m/w/d)
2) Wissenschaftliches Volontariat (m/w/d, Vollzeit)
Mehr Informationen finden Sie unter: https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/stiftung/stellenangebote.html

Stellenausschreibung Koordination mainzed

dhd-blog - Mo, 08/29/2022 - 14:39
Wiss. Mitarbeiterin / Wiss. Mitarbeiter (w/m/d), 100%, 13 TV-L

Erschienen am 29.8.2022 unter: Link zur Stellenausschreibung an der Hochschule Mainz

An der Hochschule Mainz – University of Applied Sciences – ist im mainzed, Mainzer Zentrum für
Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle zu
besetzen als

Wiss. Mitarbeiterin / Wiss. Mitarbeiter (w/m/d)

Vollzeitbeschäftigung (z.Zt. 39,0 h/Woche); Entgeltgruppe 13 TV-L

Die Stelle ist zunächst für drei Jahre befristet und eine Teilung ist grundsätzlich möglich. Eine anschließende Entfristung ist vorgesehen.

Der Stelleninhaberin / dem Stelleninhaber wird auch die Leitung der Geschäftsstelle des mainzed übertragen.

Das mainzed, Mainzer Zentrum für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften ist ein Zusammenschluss von sechs Forschungsinstitutionen, in dem die Kompetenzen in den digitalen Geistes-und Kulturwissenschaften am Wissenschaftsstandort Mainz gebündelt sind.

Zu den Aufgaben des Zentrums zählen neben der Steigerung des Forschungspotentials in bereits ausgeprägten Schwerpunkten auch die Fortentwicklung eines spezifischen Profils in den digitalen Geistes- und Kulturwissenschaften. Das Zentrum begleitet zudem federführend die inhaltliche Ausarbeitung und Weiterentwicklung relevanter Studien- und Qualifizierungsangebote für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Gleichzeitig dient es als Koordinations-Einrichtung für die beteiligten Forschungsinstitutionen und initialisiert und unterstützt Forschungs- und Transfermaßnahmen.

Ihre Aufgabengebiete (gem. § 57 Abs. 6 HochSchG) umfassen insbesondere:

  • Konzeption und Etablierung von Maßnahmen zur Wahrnehmung der Aufgaben des Zentrums in Forschung, Qualifikation und Transfer
  • wissenschaftliche und organisatorische Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Workshops, Konferenzen, öffentlichen Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit den Partnerinstitutionen des Zentrums
  • inhaltliche Weiterentwicklung von Qualifikationsangeboten im Bereich der digitalen Geistes- und Kulturwissenschaften,
  • Verfassen von wissenschaftlichen Publikationen, Positionspapieren, Leitlinien und Arbeitsvorlagen
  • Unterstützung des Direktors des Mainzer Zentrums für Digitale Geisteswissenschaften in organisatorischer, fachlicher, konzeptioneller, strategischer und administrativer Sicht
  • Koordinierung und Überwachung der Entwicklung des Zentrums und Erstellung von Jahres- und Finanzberichten
  • inhaltliche Vorbereitung und Begleitung der Beirats- und Direktions-Sitzungen

Ihr Profil:

  • Abgeschlossenes Studium in einem geistes- oder kulturwissenschaftlichen oder informationstechnischen Fach mit Bezug zu dem kulturellen Erbe, Promotion ist erwünscht
  • Professionelles Auftreten und hervorragende kommunikative Kompetenz sowie Teamfähigkeit und Nachweis sehr guter organisatorischer Fähigkeiten
  • strukturierte und eigenverantwortliche Arbeitsweise, Flexibilität und Engagement
  • breites Interesse an geistes- und kulturwissenschaftlichen Problemstellungen in internationalem Kontext auch außerhalb des eigenen Fachgebiets und am Einsatz digitaler Technologie in der Wissenschaft und im Forschungsmanagement
  • Nachweis von Erfahrungen in der Initiierung, Durchführung und Koordination von Forschungs-Projekten mit Bezug zu IT-gestützten Verfahren in den Geistes- und Kulturwissenschaften
  • Umfangreiche Erfahrung in Wissenschaftsmanagement, Forschungsförderung sowie Antragskoordination und -formulierung
  • Nachweis erfolgreicher interdisziplinäre Arbeitsweise, ausgeprägter Networking-Kompetenz, idealerweise in unterschiedlichen Kontexten akademischer und nicht akademischer Gremien
  • Erfahrungen in der Konzeption und Organisation internationaler wissenschaftlicher Veranstaltungen und Publikationsvorhaben sowie öffentlichkeitsorientierter Aktivitäten
  • Kenntnisse der Organisationsstrukturen, Verfahrens- und Prozessabläufe in Hochschulen und Forschungsinstitutionen
  • Sehr gute Kenntnisse von Englisch in Wort und Schrift (weitere Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil)
  • Aufgeschlossenheit gegenüber den Prinzipien der „Offenen Wissenschaft (Open Science)“

Neben der Anstellung im öffentlichen Dienst bieten wir Ihnen umfängliche zusätzliche Leistungen wie zum Beispiel:

  • Zahlung einer Jahressonderzahlung
  • Möglichkeit zum Erwerb eines Jobtickets
  • Teilnahme an der zusätzlichen Altersvorsorge im öffentlichen Dienst (VBL)
  • Umfangreiche Personalentwicklungsangebote

Als zertifizierte familienfreundliche Hochschule wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf großgeschrieben. Wir bieten Ihnen familienfreundliche Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel die Tele- Heimarbeit oder flexible Arbeitszeitenregelungen. Die Hochschule Mainz tritt für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ein und fordert daher Frauen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Schwerbehinderte werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen älterer Menschen sind ebenso erwünscht.

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte, bis zum 02.10.2022 an die

Hochschule Mainz
Prof. Dr. phil. Kai-Christian Bruhn
Lucy-Hillebrand-Straße 2
55128 Mainz.

Übermitteln Sie bitte Ihre Bewerbung über folgendem Upload-Link:
https://seafile.rlp.net/u/d/ff60fdf566ae4986ab05/

Bei Rückfragen zur Ausschreibung wenden Sie sich bitte an folgende Ansprechpartner

Fachliche Fragen:
Fachbereich Technik
Herr Prof. Dr. phil. Kai-Christian Bruhn
Tel: 06131-628 1433
kai-christian.bruhn@hs-mainz.de


Organisatorische Fragen:
Personalabteilung der HS Mainz
Frau Ann-Kathrin Krämer
Tel: 06131-628 7305
stellenausschreibungen@hs-mainz.de

Bitte beachten Sie folgende Hinweise:
– Erstellen Sie aus Ihren Unterlagen (inklusive Anschreiben) eine Gesamtdatei im pdf Format
– Benennen Sie die Dateien bitte in folgendem Format Nachname Vorname gesamtbewerbung.pdf
– Das Hochladen Ihrer Dateien erfolgt derzeit ohne eine automatisierte Bestätigung

Ihre Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgesandt, sondern stattdessen nach Beendigung des Besetzungsverfahrens gemäß den Anforderungen des Datenschutzes zeitnah vernichtet bzw. gelöscht. Bitte beachten Sie vor der Übermittlung Ihrer Unterlagen unsere Hinweise zum Datenschutz. Wir weisen darauf hin, dass wir keine Eingangsbestätigung versenden.

Stellenausschreibung: Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d) am CCeH

dhd-blog - Fr, 08/26/2022 - 16:07

Am Cologne Center für eHumanities (CCeH) ist zum 01.11.2022 oder später eine für drei Jahre befristete Stelle als

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in Digital Humanities
(50%, TV-L E13)

zu besetzen. Vorbehaltlich ausstehender Bewilligung kann der Stellenumfang auf 65% erhöht werden.

Die Stelle ist im DFG-geförderten Forschungsprojekt „Materi-A-Net: Material als Akteur in den transkulturellen Netzwerken zwischen Frankreich und Deutschland im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit“ angesiedelt. Die Projektleitung liegt bei Frau Prof. Dr. Aleksandra Lipińska (Kunsthistorisches Institut, Universität zu Köln). Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie unter:
https://cceh.uni-koeln.de/portfolio/materi-a-net/.

Alle weiteren Informationen zur Ausschreibung (Anforderungsprofil, Aufgaben, Bewerbungsverfahren) finden Sie unter: https://uni.koeln/ENYLH.

Die Bewerbungsfrist endet am 09.09.2022.

Wir freuen uns auf alle Interessent*innen! Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an Jonathan Blumtritt (jonathan.blumtritt@uni-koeln.de).

Von Daten zu Wissen: Workshop zu ausgewählten DH-Tools

dhd-blog - Mo, 08/22/2022 - 15:28

veranstaltet durch das DFG-Langfristvorhaben „Kommentierte digitale Edition der Reise- und Sammlungsbeschreibungen Philipp Hainhofers (1578–1647)“ an der Herzog August Bibliothek

Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, 29.–30. September 2022

Ort: Seminarraum im Meißnerhaus

Organisation: Martin de la Iglesia (HAB), Timo Steyer (TU Braunschweig) und Michael Wenzel (HAB)

Der eineinhalbtägige Workshop soll eine Einführung in das Arbeiten mit ausgewählten Technologien bieten, die hochrelevant für eine Vielzahl verschiedener geisteswissenschaftlicher Forschungsfelder sind. In praxisorientierten Sessions erlernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Anwendung einiger Tools und wie diese in ihrem wissenschaftlichen Arbeitsalltag eingesetzt werden können. Zugleich soll die kritische Reflexion und Evaluierung dieser Arbeitsmittel angeregt werden. Verbindendes Element dieser Software-Lösungen ist ihre Unterstützung der geisteswissenschaftlich Forschenden in der Kette der Aktivitäten aus Datenerhebung, Datenverarbeitung und Datenauswertung, an deren Ende schließlich die Gewinnung neuen Wissens steht.

Ursprünglich für 2020 vorgesehen, musste die Veranstaltung damals aufgrund der Pandemie ausfallen und kann nun mit leicht verändertem Programm nachgeholt werden.

Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos; um Anmeldung per Mail an iglesia@hab.de oder t.steyer@tu-braunschweig.de wird gebeten.

Programm

Donnerstag, 29.9.2022

17.00 Uhr

Begrüßung
Prof. Dr. Peter Burschel (Direktor der Herzog August Bibliothek)

17.15 Uhr

Keynote: Digitale Tools in geisteswissenschaftlicher Forschung – Textanalyse, Interpretation und Visualisierung
Jan Horstmann (Münster)

Viele Tools in den Digital Humanities setzen entweder eine umfangreiche Einarbeitung in technische Abläufe und Befehle voraus, sodass sie nur von Personen mit entsprechender IT-Expertise bedient werden können, oder sie bieten eine Bedienoberfläche an, welche einen tieferen Einblick in die zugrunde liegenden Prozesse und Datenstrukturen – und damit eine Kritik derselben – nicht ermöglicht. Zudem orientieren sich Tools häufig nicht an genuin geisteswissenschaftlichen Arbeits- und Erkenntnisprozessen und werfen somit in der Regel neue Fragestellungen auf – und führen damit zu durchaus interessanten, in der Regel methodologisch oder technologisch ausgerichteten Diskussionen –, statt die ursprünglichen (geisteswissenschaftlichen) Fragestellungen zu beantworten. Im Vortrag soll beispielhaft demonstriert werden, wie bereits die Konzeption von DH-Tools vor dem Horizont einer geisteswissenschaftlichen Nutzung und unter Rückbezug auf theoretische Grundlagen geisteswissenschaftlicher Erkenntnisprozesse ablaufen kann, sodass Nutzende in die Lage versetzt werden, sowohl ihre ursprüngliche Fragestellung mithilfe digitaler Verfahren zu bearbeiten, als auch einen tiefergehenden digital-methodologischen Diskurs zu führen.

18.00 Uhr

Keynote: Toolkritik und Rezensionen geisteswissenschaftlicher Forschungssoftware am Beispiel NTEE
Ulrike Henny-Krahmer (Rostock)

DH-Tools ermöglichen, erleichtern und beschleunigen den Umgang mit digitalen Forschungsdaten und können ein wesentliches methodologisches Element im Forschungsprozess sein. Die durch sie ausgelöste zunehmende Formalisierung, Automatisierung und auch Effektivität geisteswissenschaftlicher Forschungsaktivitäten erfordert auf der anderen Seite aber auch eine kritische Einordnung und Auseinandersetzung mit den Werkzeugen, damit die Forschung transparent und nachvollziehbar bleibt und ihre Wissenschaftlichkeit gesichert werden kann. Erfolgt eine solche Kritik digitaler Tools in einem wissenschaftlichen Rahmen, trägt sie außerdem dazu bei, Tool-Entwicklung als Teil des wissenschaftlichen Arbeitens zu verstehen, zu würdigen und in den wissenschaftlichen Diskurs einzubinden. Der Vortrag greift Rezensionen von geisteswissenschaftlicher Forschungssoftware, wie sie z.B. in der Zeitschrift RIDE und künftig in dem Journal CKIT publiziert werden, als eine solche mögliche Form der Toolkritik auf. Am Beispiel des Tools NEISS TEI Entity Enricher (NTEE), einem Werkzeug zur automatischen Erkennung von Entitäten in TEI-Dokumenten mithilfe von Machine Learning-Verfahren, wird illustriert, in welcher Weise Software-Rezensionen zum wissenschaftlichen Einsatz von DH-Tools beitragen können.

Freitag, 30.9.2022

9.30–11.00 Uhr

Einführung in OpenRefine mit praktischer Übung
Hanna Varachkina (Göttingen)

Teilnehmende bekommen einen Einblick in OpenRefine, ein leistungsstarkes Werkzeug für die Arbeit mit unordentlichen Daten. Sie lernen einige Funktionen von OpenRefine kennen, die sie zur Bearbeitung eines Datensatzes verwenden werden. Die Lektion basiert auf dem Lehrmaterial von Library Carpentry.

11.00–11.30 Uhr: Kaffeepause

11.30–13.00 Uhr

ResearchSpace und CIDOC-CRM: Knowledge Graph als Datenbank
Robert Casties (Berlin)

ResearchSpace ist ein Baukasten mit dem sich flexible Oberflächen für die Bearbeitung von semantisch strukturierten Daten schaffen lassen. In der Präsentation wird eine sehr kurze Einführung in RDF und CIDOC-CRM als Basistechnologien von Knowledge-Graphs und Linked-Data im Geisteswissenschaftlichen Bereich gegeben und dann anhand des Beispiels der ISMI Manuskript-Datenbank einen Überblick über die Vorteile und Herausforderungen dieser Technik. Für die Teilnehmer*innen wird ein online-Zugang zu einer Test-Datenbank zum Ausprobieren bereitgestellt.

13.00–14.00 Uhr: Mittagspause

14.00–15.30 Uhr

Einführung in Structure from Motion
Astrid Schmölzer (Bamberg)

Structure from Motion (SfM) ist eine Technik der photogrammetrischen Entfernungsbildgebung. Aus zweidimensionalen Bildsequenzen werden dreidimensionale Modelle erstellt. Diese 3D-Modelle erlauben besonders in der Epigraphik das genaue Studieren eines Objektes, dessen Verfügbarkeit stark eingeschränkt ist. Als virtuelles Modell kann es verschiedenen Personen zugänglich gemacht werden und erlaubt anhand der existierenden Möglichkeiten eine eingehende Analyse der Inschrift aber auch der übrigen Oberfläche. So können z.B. Neulesungen und -interpretationen von Inschriften festgestellt werden. In der kurzen Einführung soll ein einfacher Arbeitsablauf unter der Verwendung des Programmes Agisoft Photoscan/Metashape vorgestellt werden. Diese Software ist kostenpflichtig; eine kostenlose 30-Tage-Testversion ist unter https://www.agisoft.com/downloads/request-trial/ erhältlich. Diese sollte vor Beginn des Workshops bereits installiert werden. Testdaten werden zum Download bereitgestellt.

15.30–16.00 Uhr: Kaffeepause

16.00–17.30 Uhr

Klassifikationsschema vom Entwurf bis zum Einsatz
Andreas Wagner (Frankfurt)

Die Session thematisiert, wie Klassifikationsschemata als Linked Data im Projektkontext entwickelt und eingesetzt werden können. Um beim Data Cleaning und in Annotationsprozessen ein dem Projektbedarf entsprechendes kontrolliertes Vokabular verwenden zu können, muss dieses nicht nur konzeptuell entwickelt werden, sondern es muss auch formal kodiert, in einer technischen Infrastruktur vorgehalten und in Arbeitswerkzeuge integriert werden. Mit SKOS, der Reconciliation API, GitHub, SkoHub, TEI Publisher und OpenRefine werden Standards, Plattformen, Tools und ein Workflow vorgestellt, in denen diese Anforderungen umgesetzt und das Vokabular zugleich als Ressource eigenen Rechts publizert und nutzbar gemacht werden kann.

OPERAS Open Chat am 15.09.2022 11 Uhr zum Thema geisteswissenschaftliche Publikationen und Editionen

dhd-blog - Mo, 08/22/2022 - 11:30

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

nachdem wir uns im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „OPERAS Open Chats“ bereits mit verschiedenen Stakeholdern der Open Access und Open Science Transformation ausgetauscht haben, wollen wir im nächsten Schritt gezielt die Themen beleuchten, die für die Geistes- und Sozialwissenschaften und für die OPERAS Infrastruktur von besonderer Bedeutung sind.

Dabei werden wir einerseits die Angebote von OPERAS zu diesen Themen vorstellen und möchten andererseits Ihre Bedarfe in diesem Bereich mit aufnehmen.

OPERAS-GER lädt Sie daher herzlich zum nächsten Termin, via Zoom, am 15.09.2022 ein. Wir wollen uns dabei mit den Themen geisteswissenschaftliche Publikationen und Editionen befassen und freuen uns über eine inhaltliche Einführung durch die Kolleg:innen von Text+. Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

Sie können sich vorab unter https://operas-ger.hypotheses.org/operas-open-chats anmelden und Sie erhalten dann in der Veranstaltungswoche die entsprechenden Zugangsdaten.

Bei Rückfragen kontaktieren Sie mich gerne unter operas-ger@maxwerberstiftung.de

Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen!

Mit herzlichen Grüßen,

Pattrick Piel

CfP: Digital ist besser? Sammlungsforschung im digitalen Zeitalter

dhd-blog - Fr, 08/19/2022 - 15:57

Endterm-Tagung
16. u. 17. Februar 2023
Klassik Stiftung Weimar

Im Deutschen Literaturarchiv Marbach, der Klassik Stiftung Weimar und der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel befindet sich mehr als ein halbes Jahrtausend deutscher und europäischer Kulturgeschichte. 2013 haben sich die Einrichtungen in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsverbund (MWW) zusammengeschlossen. Von Beginn an beschäftigt den MWW die digitale Sammlungsforschung, die seit 2019 mit der gezielten Entwicklung bedarfsgerechter digitaler Angebote und Modelllösungen im Mittelpunkt steht. Nach zehn Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit schließt der Verbund im Februar 2024 seine zweite Förderphase ab. Diese Zäsur soll genutzt werden, um über die Bedeutung des Digitalen für die Erschließung, Erforschung und Vermittlung kulturhistorischer Objekte und deren Kontextualisierung durch Sammlungszusammenhänge zu reflektieren und gemeinsam den Blick in die Zukunft zu richten.

Die Aufgabe von Kulturinstitutionen, Museen, Bibliotheken und Archiven ist es, ihre Bestände dauerhaft zu bewahren und nach zeitgemäßen Standards zu erfassen, das Wissen über ihre historisch gewachsenen, analogen und digitalen Sammlungen zu erweitern und zu vertiefen sowie diese Sammlungen und die darüber gewonnenen Erkenntnisse an ein vielfältiges Publikum zu vermitteln. Dabei spielen digitale Methoden, Werkzeuge und Anwendungen eine immer größere Rolle, zumal sich die Kulturinstitutionen gegenwärtig in einem rasanten Prozess der digitalen Transformation befinden, der durch die Corona-Pandemie unlängst noch beschleunigt wurde. Vor diesem Hintergrund möchte die Tagung »Digital ist besser? Sammlungsforschung im digitalen Zeitalter« einen interdisziplinären Dialog über Ziele, Wirkungsweisen, Potentiale und Grenzen der digitalen Sammlungsforschung und -präsentation anstoßen. Die Beiträge sollen in einem oder in beiden der folgenden Themenfelder angesiedelt sein:

Reflexion

  • Wie hat sich die digitale Sammlungsforschung in den letzten zehn Jahren entwickelt? Was waren Veränderungen, die das Feld grundlegend umgestaltet haben? Welche Auswirkungen haben beispielsweise die Empfehlungen des Rats für Informationsinfrastrukturen auf nationaler Ebene und die Arbeit des Standard Resource Description and Access Steering Committee auf internationalem Terrain? Welche Trends haben sich nicht durchgesetzt und warum?
  • Wo kann das Digitale das Erkenntnisstreben unterstützen, erweitern oder gar über die Kapazitäten eines analogen Ansatzes hinaus Denkanstöße liefern und Ergebnisse produzieren, beispielsweise durch die Visualisierung verschiedener Zeitschichten, die Analyse großer Datenmengen oder die digitale Zusammenführung geografisch getrennter Bestände, die nicht mehr, oder nur eingeschränkt zugänglich sind?
  • Die Nachlässe von born digitals sind längst in den Archiven angekommen und das Sammeln von rein digitalen Daten gehört heute zur Realität von Kulturinstitutionen. Welche praktischen Fragen beispielweise nach Speicherplatz, Langzeitarchivierung oder im Umgang mit born digital-Nachlässen stellen sich hier?
  • Was sind die Wirkungsweisen digitaler Tools und Anwendungen? Wie wirken virtuelle Ausstellungen bzw. Virtual- und Augmented-Reality-Angebote auf die Wissenschaft und das breite Publikum?
  • Was sind die Grenzen digitaler Methoden und Herangehensweisen, wo können sie klassische hermeneutische Verfahren der analogen Welt nicht ersetzen? Wie ist grundsätzlich das Mit- und Nebeneinander tradierter und digitaler Methoden zu denken?
  • Wo liegen die Potenziale und Grenzen der Nutzung kommerzieller digitaler Programme und Infrastrukturen für die Erforschung und Präsentation institutioneller kulturhistorischer Sammlungen?
  • Welche Herausforderungen gibt es aktuell in der digitalen Sammlungsforschung? Welche Probleme sind ungelöst?

Zukunftsvisionen

  • Was sind neuartige, experimentelle Ansätze und Zukunftsvisionen für die digitale Sammlungsforschung?
  • Wie können Desiderate aufgelöst werden? Was wünscht sich die Forschung als digitale Utopie für das kommende Jahrzehnt?
  • Wo liegen Potenziale, wo vielleicht auch Gefahren der digitalen Transformation für sammlungsführende Kulturinstitutionen?
  • Mit welchen theoretischen Fragen, etwa nach Authentizität – man denke an den zunehmenden Einsatz von KI-Anwendungen und -Rekonstruktionen, Materialität, Nähe und Distanz oder zur digitalen Verdopplung der Welt wird sich die digitale Sammlungsforschung vermehrt auseinandersetzen müssen? Wie verändert umgekehrt die Praxis der digitalen Sammlungsforschung unsere Auffassung dieser Begriffe?
  • Wie zukunftsfähig und nachhaltig sind digitale Datensätze, Datenträger und Projekte? Was lässt sich tun, um deren Nachhaltigkeit zu verbessern?
  • Welche Auswirkungen hat die zunehmend normierte semantische Erschließung des Sammlungsguts (Normdaten, Vokabulare, Ontologien)? Wie flexibel sind diese Klassifikationen mit Blick auf ›Nicht-Wissen‹, neues Wissen und die fortlaufende Revision des Kanons?

Eingeladen sind Vortragende aller geistes- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen, insbesondere auch aus sammlungsführenden Institutionen. Bitte reichen Sie bis zum 15. September 2022 ein Abstract von maximal 300 Wörtern für einen Beitrag von 20 Minuten ein. Die Konferenz findet vom 16.–17. Februar 2023 in Präsenz an der Klassik Stiftung Weimar statt.

Die Publikation der Beiträge in einem Tagungsband ist für Ende 2023 im Rahmen einer bestehenden Kooperation mit dem Wallstein Verlag sowie im Open Access auf der MWW-Publikationsplattform PoP geplant. Wir bitten die für einen Vortrag Eingeladenen, uns bis zum Datum der Konferenz einen Entwurf ihres Papers zuzusenden. Deadline für die Abgabe der Endfassung ist der 15. Mai 2023. Die Veranstalter übernehmen die Fahrt- und Hotelkosten der Sprecher*innen.

Kontakt

Dr. Katharina Günther
E-Mail: katharina.guenther@mww-forschung.de

Florian Hellbach
E-Mail: Florian.Hellbach@klassik-stiftung.de

Zum CfP geht es hier: https://www.mww-forschung.de/endterm-tagung

Stellenangebot: Referent*in (w/m/d) für die Projektgruppe Digitales Wissensmanagement (Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde oder Koblenz)

dhd-blog - Mi, 08/17/2022 - 11:38

Das Bundesarchiv sucht am Standort Berlin-Lichterfelde oder Koblenz

eine Referentin / einen Referenten (w/m/d)

in der Abteilung B (Bundesrepublik Deutschland) für das Referat B 4 für die Projektgruppe Digitales Wissensmanagement zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet für eine Dauer von 5 Jahren.

  • Status: Tarifbeschäftigte/r (w/m/d)
  • Bewerbungsfrist: 29.08.2022
  • Wertigkeit: EG 13 TVöD

Das ausführliche Stellenangebot findet sich hier: https://interamt.de/koop/app/stelle?0&id=838219

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