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Digital Humanities im deutschsprachigen Raum
Aktualisiert: vor 1 Stunde 40 Minuten

„schleiermacher digital“ erlebt einen Relaunch!

Do, 03/12/2020 - 14:05

Von Lou Klappenbach, Frederike Neuber und Jan Wierzoch

Startseite von schleiermacher digital.

Der Philosoph und Theologe Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher (1768–1834) ist eine der bedeutendsten intellektuellen Persönlichkeiten der Zeit um 1800. Mit schleiermacher digital verfügt die Schleiermacherforschung seit April 2016 über eine frei zugängliche digitale Edition, die drei Quellentypen zusammenbringt: Briefwechsel, Tageskalender und Vorlesungen. Die digitale Edition wird seit 2012 von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Akademievorhabens „Schleiermacher in Berlin 1808–1834“ in enger Kooperation mit der TELOTA-Abteilung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften erarbeitet. Seit dem Launch 2016 wird die digitale Edition sukzessive um Daten und Funktionalitäten erweitert. Im Februar 2020 erlebt schleiermacher digital nun den ersten größeren Relaunch, der sich über einen Zeitraum von rund zwei Jahren vollzog und Aktualisierungen der Daten, eine Neugestaltung des User Interfaces sowie die Verfügbarmachung neuer Inhalte umfasst.

Tageskalender 1827 in ediarum.

Der Beginn der Entwicklung an schleiermacher digital war 2012 gleichzeitig der Startschuss für die prototypische Konzeption und Entwicklung der Forschungssoftware ediarum, einer oXygen-basierten Eingabeoberfläche zur Kodierung von Quellen in TEI-XML. Seitdem wurde ediarum auch in anderen Projekten weiterentwickelt, die zugrundeliegenden Datenmodelle und Komponenten ediarum.BASE und ediarum.REGISTER in den letzten Jahren vermehrt generalisiert und, in enger Anlehnung an das Basisformat des Deutschen Textarchivs, standardisiert. Anfang letzten Jahres konnte die Übertragung der ehemals projektspezifischen TEI-Dialekte der Schleiermacher-Edition in diese standardisierten Datenmodelle abgeschlossen werden, wodurch die Datenbasis der digitalen Edition langfristig besser kuratier- und dokumentierbar ist.

Neben den Aktualisierungen der Daten zeigt sich die Webseite mit dem Relaunch in einem frischeren Design. Die neue Startseite, auf der eine Vitrine der Ausstellung „Schleiermacher und die Sprache“ zu sehen ist, lädt zum Entdecken der Briefe, Tageskalender und Vorlesungen ein. Die quellenspezifischen Unterseiten sind ebenfalls bildlich ausgeschmückt. Zusätzlich zum User Interface verfügt die Edition aber auch über technische Schnittstellen (CMIF, BEACON). Seit dem Relaunch sind außerdem die TEI-XML-Daten – soweit nicht anders vermerkt – unter den Bedingungen der Creative Commons-Lizenz CC BY-SA 4.0 per Download nachnutzbar.

Schließlich wurden mit dem Relaunch neben Daten und Interface auch die bestehenden Funktionalitäten, wie das Bibelstellenregister oder die Verlinkung zwischen den einzelnen Dokumenten und Quellentypen überarbeitet, die Inhalte der digitalen Edition aktualisiert und das Register um neue Einträge erweitert. Ein neuer Tageskalender (1828) wird in Kürze freigeschaltet, weitere Kalender werden im Laufe der nächsten Monate sukzessive folgen.

schleiermacher digital demonstriert das Potential digitaler Editionen, Inhalte inkrementell zu veröffentlichen und die Funktionalitäten der Edition schrittweise weiterzuentwickeln. Dieses Potential birgt aber auch Herausforderungen wie die Sichtbarmachung der Editionsgenese und des Bearbeitungsprozesses. Um transparenter zu machen, wer wo, wann und was zu dieser komplexen und stetig wachsenden Edition beigetragen hat, sind die Bearbeiterinnen und Bearbeiter der Quellen nun in den Daten unter Angabe entsprechender tei:respStmt-Elemente dokumentiert. Zum anderen sind unter Projektteam auch alle Beteiligungen an der digitalen Edition offengelegt, d. h. nicht nur die Editoren und Editorinnen, sondern auch die der digitalen Konzeption und Entwicklung.

Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern und Lesen auf schleiermacher digital und freuen uns über Feedback!


Was ist ein Modell und wozu brauchen wir es?

Do, 03/12/2020 - 12:14
Über interdisziplinäre Missverständnisse auf der DHd 2020

Modelle sind mathematische Formeln, mithilfe derer ich Zusammenhänge in meinen Daten testen kann. Mit diesem einfachen Modellbegriff bin ich als quantitative Sozialwissenschaftlerin ohne große Kontroversen gross geworden. Bis zur diesjährigen DHd 2020, der 7. Jahrestagung des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum.

Die Konferenz beginnt mit zweitägigen Praxis-Sessions, bei denen ich den Workshop „Bias in Datensätzen und Machine Learning Modellen“ besuche. Wir testen Null-Hypothesen mit statistischen Modellen und alternative Hypothesen mithilfe von Simulationen in berechnenden (computational) Modellen. Die Modelle sind mathematisch formalisiert und passen daher wunderbar zu meinem eigenen Modellbegriff. Ich bleibe in meiner Komfortzone.

In der Pause komme ich mit Teilnehmenden anderer Workshops ins Gespräch. Plötzlich fallen Sätze wie: „Wir modellieren unsere Daten mit TEI.“, oder „Unser Modell ist eine neo4j Datenbank.“
„Annotationsstandards und Datenbanken sind doch keine Modelle.“, denke ich mir, „Wo sind denn da die Berechnungen?“. Und vor allem: „Wo sind die Forschungsfragen aufgrund derer wir bestimmte Berechnungen durchführen und andere sein lassen?“. Bei mir herrscht leichte Verwirrung.

Am Dienstag Abend sitze ich im Heinz Nixdorf MuseumsForum und lausche Julia Flanders‘ Keynote Vortrag über die Erstellung von Modellen in den Digital Humanities (DHs). Und plötzlich fällt der Groschen. Kann es sein, dass wir aneinander vorbei reden? Dass wir „Modell“ unterschiedlich definieren? Für mich ist ein Modell ein mathematisches Modell. Für Julia Flanders und viele andere DHd-ler hingegen scheint es ein Datenmodell zu sein. Das heißt, Standards zur Datenvorverarbeitung (z.B. Annotation) und Repräsentation (Datenbank).

Obwohl mein Missverständnis aus der Welt geschafft ist, stimmen mich viele Vorträge in den folgenden Tagen nachdenklich. Ich habe den Eindruck, dass der Erstellung von Modellen sehr viel Zeit und Ressourcen gewidmet werden, die Beantwortung von inhaltlichen Forschungsfragen jedoch in den Hintergrund rückt. Dabei sind es doch genau jene inhaltlichen Zusammenhänge, für die wir uns als WissenschaftlerInnen interessieren. Wie verhalten sich literarische Figuren zueinander? Was hat das eine historische Ereignis mit dem anderen zu tun? Warum verändern sich Theateraufführungen über die Zeit? Warum verwendet der Komponist in diesem Stück das eine Motiv und nicht das andere?
Unsere Daten- und mathematischen Modelle sind lediglich Handwerkszeug, um inhaltliche Forschungsfragen zu beantworten. Unsere Forschungsfragen sollten demnach verstärkt bei der Entwicklung von Modellen berücksichtigt werden.

Drei Punkte möchte ich hervorheben, die mir zur Modellhandhabung auf der DHd 2020 ins Auge gesprungen sind.
(1) Warum wird der Modellbegriff so selten differenziert? Bin ich die einzige, die von den verschiedenen Modelldefinitionen verwirrt ist oder geht es anderen genau so?
(2) Warum bauen wir riesige Datenmodelle deren Fertigstellung sehr lange dauert? Wir müssen daher lange warten bis wir endlich unsere Forschungsfragen beantworten können.
(3) Warum bauen wir riesige Datenmodelle mit dem Anspruch universell nutzbar zu sein? Wir wissen nicht, ob der große Aufwand wirklich nötig ist, um unsere Forschungsfragen zu beantworten.

Was wäre also zu tun? Hier meine kleine subjektive, provisorische Wunschliste.
(1) Wir sollten spezifisch sein, wenn wir den Modellbegriff benutzen und genau sagen, welcher Modelltyp gemeint ist. Das erleichtert die Kommunikation in einem interdisziplinären Feld wie den DHs.
(2) Wir sollten kleine anwendungsspezifische Datenmodelle bauen, bevor wir uns an riesige, universelle Datenmodelle machen. Erste Forschungsfragen können so zeitnah bereits mit einer abgespeckten Version des Datenmodells adressiert werden.
(3) Wir sollten Daten- und mathematische Modelle inkrementell und iterativ entwickeln anstatt sie in einem Rutsch zu bauen (Wasserfallprinzip). Nach jeder Iteration kann das Modell verwendet werden, um eine spezielle Forschungsfrage zu beantworten. Je nachdem wie gut das gelingt, wird das Modell stetig angepasst. So beugen wir vor, dass ein riesiges, aufwendig erstelltes Modell am Ende für die Beantwortung einer Forschungsfrage nutzlos ist.

Fazit:
Erstens, die DHs sind ein interdisziplinäres Feld, wo verschiedene Modellbegriffe kursieren. Wir sollten daher zwischen Daten- und mathematischen Modellen differenzieren.
Zweitens, wir sind WissenschaftlerInnen, weil wir uns für inhaltliche Zusammenhänge interessieren. Würde unser Fokus auf der Erstellung von Datenmodellen liegen, wären wir Software-Entwickler oder Datenbankmanager geworden. Die Erstellung von Modellen ist kein Zweck an sich, sondern sollte ein Mittel sein, um Forschungsfragen zu beantworten.

„Ich kenn‘ dich von Twitter“ // #DHd2020

Do, 03/12/2020 - 09:13

Nadine Sutor (27), Bergische Universität Wuppertal (MA Editions- und Dokumentwissenschaft)

Montag. 12.15 h. Grade registriert. Geschenk: Beutel, Stift und Block. Zu perfekt für manche. Kaffee? Noch etwas warten. 12.30 h. Bedient euch! Imbiss: Süßes, Herzhaftes, Gesundes – #Gönnjamin. Ankommen. Zurechtfinden. Wo findet mein Workshop statt? Genug Zeit. Genug Zeit um das Umhängeschild gefühlt 457.938.290 x umzudrehen, damit der zu klein gedruckte Name sichtbar bleibt.

Ich stand mit meinen Kommilitonen Randi Tank und Malte Windrath an einem der Stehtische. Austausch. Warum waren wir hier? Was erhofften wir uns? Ich merkte, wie ich gedanklich abschweifte. Nicht mehr ganz zuhörte. Lächelte und nickte in der Hoffnung es richtig verstanden zu haben. Stattdessen richtete sich mein Blick auf die Eingangstür. Gebäude Q, Haupteingang. Hell. Sauber. Neu? Glasfassade. Nicht wie Wuppertal. In freudiger Erwartung darüber, welche Big Player der DH-Community hereintraten. Academics, von denen ich schon etwas gelesen hatte und ungefähr weiß, was ihr Spezialgebiet ist. Wer machte sich von wo aus auf den Weg nach Paderborn? Wer hält einen Vortrag? Wer ist in ein Panel involviert? Wer leitet einen Workshop? Klar, einfach das Programm lesen. Trotzdem war ich aufgeregt. Ich hatte den Eindruck, viele TeilnehmerInnen kennen sich bereits, arbeiten sogar zusammen, sind gut miteinander vernetzt, befreundet und sonst voll auf einer Wellenlänge. Das hätte ich auch gerne. Einfach ansprechen und sich vorstellen? JA! Aber eins nach dem anderen. Vorher noch einen Kaffee ..

Es hat nicht lange gedauert. Da hat Jemand seinen ganzen Mut zusammen genommen. So mein Gedanke im Nachhinein. Mir (MIR!) wurde die Hand gereicht. „Hey .. Ich kenn‘ dich von Twitter.“ WOW. Meine Reaktion. Ich hätte sie gerne selbst gesehen. So von außen. Gut schmunzeln musste ich. Und ein wenig lachen. Sophie Schneider (@BibWiss) aus Berlin stellte sich mit diesen Worten vor. DAS kam überraschend. Es schmeichelte mir. Leider fiel mir in diesem Moment nicht ein, wer sie war. Konnte sie nicht zuordnen. Peinlo. Gut, dass sie mir Kontext gab und noch mehr von sich erzählte. Zur Not musste ich nur die App mit dem Vogel öffnen. Wie ich feststellte hatten wir uns beide abonniert .. warm up.

Wir (Sophie, Randi, Malte und ich) verbrachten die komplette Woche zusammen. Was mich sehr freute: Es kam zu einem Wiedersehen mit Selina Foltinek (@SFoltinek) aus Bayreuth. Wir lernten uns vergangenen Oktober bei der Summer School in Mainz kennen. Kurz vor knapp erreichte sie Workshop 4, organisiert von Mareike Schumacher (@M_K_Schumacher) und Jan Horstmann (@JanHorstmannn) von der Universität Hamburg. Mit CATMA 6 annotierten wir in Partnerarbeit erfolgreich (!) Kafkas „Erstes Leid“. Erzählte, zitierte, transponierte Rede? 17 Uhr. Schluss für heute. Das ging schnell. Vielleicht bewusst so geplant um smooth in die Tagung reinzukommen.

Schon vor der Tagung wurde mir klar, dass die #digitalhumanities eine lebhafte #community haben, die sich nicht nur in Verbänden, Zentren, AG’s, Stammtischen und Professuren ausdrückt, sondern ihr Potenzial auch und vor allem im digitalen Medium, Stichwort #socialmedia sieht. Sowohl die Institutionen selbst als auch die dort aktiven Akteure profitieren von der Vernetzung im World Wide Web, sind dort in verschiedenen Formen präsent. Man könnte ahnen auf welches #medium ich hier anspiele. Wie ich aus eigener Erfahrung immer wieder feststelle, erhält man über den Mikroblogging-Dienst Twitter[1] (hat übrigens selbst einen Account @Twitter, wie überraschend) kurz und prägnant News über das, was in der Welt passiert. Der content abhängig von der bubble, in der man sich befindet. Und in der man sich wohlfühlt, natürlich.
Dass diese Filterblase problematisch ist und immer noch kontrovers diskutiert wird, Stichwort: Abschottung, erläuterten Dennis Demmer (@DemmerDennis) und Jürgen Hermes (@spinfocl) einleitend bei ihrer Vorstellung der selbst entwickelten Software autoChirp (@auto_chirp), mit der tabellarische Daten hochgeladen und automatisch auf spezifizierte Veröffentlichungszeitpunkte gesetzt werden können.[2]

Spaß mit Torsten Roeder. #like

Für ein Twitterexperiment[3] übernahm Dennis zeitweise den offiziellen Account des DHd-Verbandes (@DHDInfo) um autoChirp zu testen, erkennbar an #autoChirp. Mit Dennis, den ich während einer zweiwöchigen Hospitation am Cologne Center for eHumanities (CCeH (@CCeHum)) im Juli 2019 kennenlernte, verbrachte ich den Mittwochabend mit Wein und Snacks im Rathaus. In übersichtlicher Personenzahl und entspannter Atmosphäre nahmen wir unsere Urkunden plus Trinkbecher, sponsored by @unipb entgegen. Dennis erhielt eine Auszeichnung für autoChirp, eingereicht unter dem Thema „Public Humanities Tools: Der Bedarf an niederschwelligen Services“. Ich durfte mich als Studierende über eine Urkunde freuen. Ein gemeinsames Foto mit Michael Dreier, dem Bürgermeister, ließen wir uns zum feierlichen Abschluss nicht nehmen. Gemeinsam mit den anderen DH’lerInnen aus Köln (neben CCeH auch IDH (@IdhTweets) und DCH (@dch_cologne)) verbrachten wir den Rest des Abends in der „Tuba“. #socialevent. #beer.

Mir bringt meine stetig wachsende DH-Twitter-Bubble sehr viel! Durch die konkret ausgewählten Informationen der abonnierten User bleibe ich nicht nur bzgl. neuer Termine (Schools? Workshops? Konferenzen?) up to date, sondern erkenne auch welche Institution in welcher Disziplin mit welchen Forschungsschwerpunkten und Projekten angesiedelt ist und welche Entwicklungen sie durchlaufen. Mit dem Wissen darüber, einer ausführlichen Lektüre des Programms und selbst erstelltem Timetable bin ich in meine erste Tagung reingegangen. Der Plan: Meine Abonnenten f2f treffen, sich vorstellen, sprechen, diskutieren, networken. „Ich kenn‘ dich von Twitter!“

Das hat gut geklappt, hätte aber noch besser laufen können. Sowohl bei der Postersession als auch anderswo: Mareike Schumacher, Georg Vogeler (@GVogeler) + Martina Scholger (@MartinaScholger), beide Graz, Alex Czmiel (@alexczmiel), Berlin, Torsten Roeder (@torstenroeder), Halle, Peter Stadler (@ps_tadler, danke für die Sticker) Paderborn und @wpippich aus München. Um nur einige zu nennen. Leider hat die Zeit nicht ganz gereicht. @umblaetterer, @peertrilcke und @felwert müssen sich noch gedulden (bzw. ich mich). #dhd2021.

Ich selbst habe durchgehend getwittert. Herausgekommen ist ein #blackwhite-Thread. Gelegentlich hat sich ein buntes Bild eingeschlichen. Meine Woche auf der #DHd2020 ist also virtuell nachvollziehbar. Scheinbar war ich so überzeugend, dass ich Ben Sulzbacher (seit kurzem @Ben_Slzbchr) am vorletzten Tag dazu bringen konnte, sich einen Account anzulegen. Er reiste nach Paderborn, um zusammen mit Julia Nantke (@JuliaNantke) und Nils Reiter (@nilsreiter) sein erstes Panel zum Thema „Intertextualität“ durchzuführen. Er war aufgeregt.Mehrstufige Annotation literarischer Intertextualität jenseits der Textoberfläche“. Aber das merkte man ihm nicht an. Ab nächster Woche arbeiten wir wieder gemeinsam im Büro. Als Forschungsstudierende des Graduiertenkollegs „Dokument – Text – Edition“ (@Grk2196) der Uni Wuppertal.

Zurück zum #reallife. Erstmals konnte ich die Atmosphäre, das Flair so einer Tagung miterleben. Den DH-Spirit! Wie ich schnell begriff spielen die Social Events eine große Rolle. Als Ausgleich zum offiziellen Tagungsprogramm würde ich das nicht bezeichnen. Derartige Veranstaltungen runden die Konferenz ab, ergänzen sie und lassen den Standort für das, was er kulturell und wissenschaftlich steht, zur Geltung kommen (Wie cool ist bitte eine Physikshow?). Social Events anderer Art, eher so abends um das brain wieder neu zu kalibrieren, sind ebenso wichtig. Sich mitteilen, Standpunkte erläutern, diskutieren und nach 3 – 5 Bier philosophieren.

Ich habe DH nicht studiert. Halbe Quereinsteigerin. Mit meinem Masterstudium der Editions- und Dokumentwissenschaft, den integrierten philologischen und medientechnologischen Profilen habe ich jedoch gute Voraussetzungen, um das Forschungsfeld der Digital Humanities als Brückenfach zwischen der Informatik und den Geisteswissenschaften schnell zu begreifen und zu kontextualisieren. Als beginner bin ich vor allem an praktischen Umsetzungen interessiert. Welche computergestützten Verfahren gibt es und für welchen Zweck eignet sich welche Technologie am besten? Besonders aufschlussreich war in diesem Zusammenhang der Erfahrungsbericht zur „Digitalen Edition der Protokolle des Bayerischen Ministerrats.“[4] Sowohl die konkret formulierten Fragestellungen und Anforderungen, die die Editionsrichtlinien einerseits und die Arbeitsschritte in der Praxis andererseits, wie auch die verwendeten Werkzeuge betreffen, waren interessant, die Synthese beider Komponenten, Theorie und Praxis nachvollziehbar. Dank meiner Vorkenntnisse aus dem Studium und der in meiner Masterarbeit eingesetzten Technologien war der Vortrag für mich durchweg verständlich, der rote Faden stets erkennbar. oXygen als Arbeitsumgebung, Verwendung diverser X-Technologien (XML/TEI, XPath, XSLT, CSS). Daily Business auch in meinem Projekt: Eine virtuelle Rekonstruktion einer mittelalterlichen Bibliothek aus METS/MODS-Metadaten. Transformation nach TEI, <msDesc> + ODD, TEI-Publisher, eXist-db, IIIF, dies das. Umso interessanter ist die Verwendung in anderen Kontexten und die Aufdeckung weiterer Herausforderungen und Problemstellungen

Dennoch fehlt mir etwas. Die Theoriebildung. Und die Reflexion über das, was ich da eigentlich mache. Die Dinge befragen, in Beziehung zueinander setzen, zu kontextualisieren. Das nötige Handwerkszeug zum Diskutieren. Zum Streitgespräch. Noch bin ich dabei alles aufzunehmen, zu verstehen, zu differenzieren und zu evaluieren. Was gibt es noch? Was verstehe ich bereits und was kann ich für mich wie einordnen? Muss ich das verstehen? Interessiert mich das überhaupt? Mir fehlt noch die nötige Profilierung. Aber welcher Ort eignet sich dafür besser als eine Konferenz? Ich bin offen in die Tagung reingegangen, habe mir einiges vorgenommen, vieles geplant, mich aber auch überraschen lassen. Flexibilität. Spontanität. Am Ende war es eine gute Mischung. Hatte ich Erwartungen? Ja. Sowohl an mich selbst als auch an die fünf Tage in Ostwestfalen. Und ich bin zufrieden. Mit allem. Ich bin dankbar, dabei gewesen zu sein. Dankbar für das Reisestipendium, das mir die Teilnahme an dieser ereignisreichen Woche aus Workshops, Vorträgen, einem tollen Posterslam mit anschließender Postersession, fruchtbaren Gesprächen, neuen Kontakten und einfach guter Laune ermöglicht hat. Ich bin erschöpft. Es war viel. Für den Anfang sicher normal. Und auch gut so. Denn es zeigt irgendwo auch das eigene Engagement, das alles verstehen und aufnehmen zu wollen! Ob man jemals Routine in so etwas bekommt? Ich weiß es nicht.

Sophie Schneider aus Berlin werde ich in wenigen Tagen wiedersehen. Die Brandenburgische Akademie der Wissenschaft (@bbaw_dh) veranstaltet vom 9.- 11.3.2020 einen Entwicklerworkshop zu ediarum (@telotadh). Im Sommer gehe ich als Intern[5] für drei Monate nach Wien zu Georg Vogeler am Austrian Center for Digital Humanities and Cultural Heritage (@ACDH_OeAW ) und NER / Prosopographie.

Ich freue mich auf alles was noch kommt!

Hier geht’s zum vollständigen Thread

Tag 1/5, Paderborn, meine erste Konferenz, #digitalhumanities #dhd2020. Dank eines Reisestipendiums ist es für mich möglich geworden abseits der Uni theoretisch wie praktisch neue Erkenntnisse zu gewinnen, WissenschaftlerInnen f2f kennenzulernen und zu 'Networken'. Ein Thread: pic.twitter.com/R56TcyX5ZV

— Nadine Sutor (@da_vinci1992) March 2, 2020

[1] In meinem Blogpost soll Twitter nicht beworben oder in den Himmel gelobt werden. Vielmehr geht es darum aufzuzeigen, wie ertragreich dieses Medium sowohl vor als auch während der Konferenz für mich war und immer noch ist.

[2] autoChirp. Webservice für die Durchführung von TwHistory-Projekten. Erstellt am: 14. März 2018, zuletzt geändert am: 26. Februar 2019. Online verfügbar unter: http://dh.phil-fak.uni-koeln.de/forschung/autochirp. Zuletzt geprüft am 6.3.2020.

[3] Test von autoChirp auf Twitter während der #DHd2020. Online verfügbar unter: https://twitter.com/DHDInfo/status/1234735256730820608. Zuletzt geprüft am 7.3.2020.

[4] Die Protokolle des Bayerischen Ministerrats 1945-1962 Online. Eine historisch-kritische Quellenedition der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Online verfügbar unter: http://www.bayerischer-ministerrat.de/. Zuletzt geprüft am 6.3.2020.

[5] Auf das Internship, bzw. die Bewerbung bin ich (natürlich) durch Twitter aufmerksam geworden. Der Account des Austrian Center for DigitalHumanities and Cultural Heritage(@ACDH_OeAW) veröffentlichte im November letzten Jahres einen Tweet mit Link zum Bewerbungsformular.

Stellenausschreibung im DFG-Projekt „Was ist wichtig? Schlüsselstellen in der Literatur“

Mi, 03/11/2020 - 13:13

DR/220/19 – wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (100%) mit dem Ziel der Promotion

Die Professur Information Processing and Analytics der Humboldt-Universität zu Berlin befasst sich mit der Extraktion von Wissen aus großen Datenmengen und nutzt dabei Technologien und Verfahren aus den Bereichen Data Mining & Machine Learning, Linked Data, Information Extraction und Natural Language Processing.

Im Rahmen des DFG-Projekts “Was ist wichtig? Schlüsselstellen in der Literatur” (https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/424207720) sollen Verfahren zur Identifikation und Charakterisierung literarischer Schlüsselstellen entwickelt werden. Dies umfasst beispielsweise Methoden zur Extraktion und Verlinkung von (direkten und indirekten) Zitationen in wissenschaftlichen Aufsätzen, zur Charakterisierung literarischer Werke und Textpassagen (Stil, Sentiment, Handlung, etc.) und zur bibliographischen Analyse. Dies ist ein gemeinsames Projekt mit der Professur für neuere deutsche Literatur von Prof. Steffen Martus.

Wir suchen für dieses Projekt Sie als wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (100%)

Das Entgelt erfolgt nach E 13 TV-L. Die Stelle hat einen Umfang von 40 Stunden/Woche. Die Stelle ist gem. § 2 Absatz 2 Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) entsprechend der Projektdauer bis 31.03.2023 befristet. Es besteht die Möglichkeit zu einer Promotion im Fach Informatik oder Informationswissenschaft.

Ihre Aufgaben:

  • Erforschung und Anwendung von Methoden und Algorithmen in den Bereichen Informationsextraktion, Text Reuse Detection, Stilometrie sowie Bibliometrie
  • Verarbeitung großer, heterogener Daten, insbesondere Texte und Bibliographien
  • Anwendung innovativer Technologien beispielsweise zum Aufbau einer Such- und Analyseinfrastruktur
  • Austausch mit Fachcommunities und Aufbau eines Netzwerkes mit Forschenden
  • wissenschaftliche Dokumentation und Präsentation von Entwicklungen und Ergebnissen

Ihr Profil:

Erforderlich sind:

  • guter Universitätsabschluss bevorzugt in Informatik, Mathematik, Physik, Computational Linguistics oder Digital Humanities (Abschlussarbeit muss mindestens eingereicht sein)
  • gute Kenntnisse in mindestens einem der folgenden Bereiche: Informationsextraktion, Natural Language Processing, Named Entity Recognition and Linking, Maschinelles Lernen
  • sehr gute Programmierkenntnisse und Erfahrung im Umgang mit modernen Softwareentwicklungs-Werkzeugen
  • sehr gute Deutsch- und gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift

Erwünscht sind:

  • Interesse an teamorientierter Forschungsarbeit auf internationalem Niveau in einem interdisziplinären Team von Informatikern*innen und Literaturwissenschaftlern*innen
  • Interesse an der Verarbeitung und Analyse von literarischen und fachwissenschaftlichen Daten
  • Kenntnisse im Bereich Bibliometrie, Linked Data, Stochastik, Text Reuse Detection
  • gute Kenntnisse von Ansätzen und Verfahren der Digital Humanities
  • sehr gute Organisationsfähigkeit, Belastbarkeit und soziale Kompetenz
  • sehr gute Kommunikationsfähigkeit

Die Bereitschaft zu gelegentlichen Dienstreisen aus Anlass von Projekttreffen oder Tagungen wird erwartet.

Unser Angebot:

  • eine abwechslungsreiche Tätigkeit in einem dynamischen und spannenden Forschungsumfeld, in dem Teamarbeit, Transparenz, offene Innovationsprozesse und ständige Weiterbildung unverzichtbar sind
  • leistungsorientiertes und forschungsstarkes Team
  • die Altersvorsorge für den öffentlichen Dienst (VBL)
  • ein Arbeitsplatz in Berlin Mitte
  • Austausch und Kooperation mit den Mitarbeiter*innen und Doktorand*innen des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft sowie des Instituts für deutsche Literatur
  • Chancengleichheit und Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • die Möglichkeit, ausgiebig Erfahrung im Umgang mit großen Datenmengen sowie der geeigneten Infrastruktur (Cluster-System) und aktuellen Technologien (z.B. Apache Spark) zu sammeln

Sie fühlen sich angesprochen?

Dann machen Sie jetzt den nächsten Schritt und bewerben Sie sich:

Bewerbungsschluss ist der 1. April 2020, die Vorstellungsgespräche werden Mitte April 2020 stattfinden. Die Humboldt-Universität zu Berlin ist bestrebt, den Anteil an Frauen zu erhöhen, und begrüßt deshalb besonders die Bewerbung von Frauen. Schwerbehinderte Bewerber/innen werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bitte senden Sie uns Ihre aussagekräftige Bewerbung mit Anschreiben, Lebenslauf, Universitätsabschlusszeugnis, und eine informative Kurzzusammenfassung der letzten Abschlussarbeit (max. eine Seite) unter Angabe der Kennziffer DR/220/19 an die Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät, Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Prof. Robert Jäschke (Sitz: Dorotheenstraße 26), Unter den Linden 6, 10099 Berlin oder bevorzugt per E-Mail in einer PDF-Datei an robert.jaeschke@hu-berlin.de. Auf die Vorlage von Lichtbildern/Bewerbungsfotos verzichten wir ausdrücklich und bitten daher hiervon abzusehen.

Sie haben Fragen? Dann wenden Sie sich gern an Prof. Dr. Robert Jäschke (robert.jaeschke@hu-berlin.de), Tel. 030 2093-70960.

Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen!

https://www.personalabteilung.hu-berlin.de/de/stellenausschreibungen/wissenschaftlicher-mitarbeiter-m-w-d-mit-vorauss-vollzeit-e-13-tv-l-hu-drittmittelfinanzierung-befristet-bis-31-03-2023

Stellenausschreibung BBAW: Forschungsdatenmanagement

Di, 03/10/2020 - 16:30

ich möchte auf folgende Stellenausschreibung hinweisen, die allerdings schon in ein paar Tagen ausläuft:

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Berlin. Ihr wissenschaftliches Profil ist vor allem geprägt durch langfristig orientierte Grundlagenforschung der Geistes- und Kulturwissenschaften. Die Akademie beschäftigt etwa 350 Mitarbeiter/innen, ihr Jahresbudget beträgt rund 25 Mio. Euro.
Die Akademie sucht für die Initiative Forschungsdatenmanagement zum nächstmöglichen Zeitpunkt

zwei wissenschaftliche Mitarbeiter/innen (m/w/d)

im Umfang von 100 % der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit (Stellenumfang gegebenenfalls teilbar), befristet auf maximal 24 Monate
Das Projekt: Ziel der Initiative ist es, Konzepte, Workflows und Maßnahmen für ein nachhaltiges Management der in der BBAW existierenden und zukünftig generierten, heterogenen Forschungsdaten zu entwickeln, insbesondere vor dem Hintergrund der im Rahmen der NFDI-Initiative zu erwartenden Anforderungen an eine deutlich stärkere Standardisierung geisteswissenschaftlicher Forschungsdaten. Darüber hinaus sollen die erarbeiteten Konzepte, Workflows und Maßnahmen praktisch im Rahmen der wissenschaftlichen Kuration aller Forschungsdaten der BBAW umgesetzt werden.
Ihre Aufgaben:
– Überarbeitung von Datenmanagementplänen und Durchführung einer Bestandserhebung über die an der BBAW existierenden Forschungsdaten
– Mitarbeit bei der Konzeption und Implementierung von generalisierbaren Richtlinien für das Forschungsdatenmanagement an der BBAW
– aktive Mitarbeit an nationalen und internationalen Initiativen bei der Erstellung und Dokumentation von standardisierten (Meta-)Datenformate
– Pflege und Anpassungen des bestehenden Datenbestands und praktische Migration von Daten und Metadaten in die standardisierten Formate
– Aufbau und Dokumentation eines wissenschaftlichen Prozesses für die Sicherung (Backups) und Langzeitarchivierung von Forschungsdaten der BBAW
– Mitarbeit an der Konzeption und Aufbau bzw. Anpassung eines institutionellen Repositoriums für die Publikation und Langzeitverfügbarkeit von Forschungsdaten
– Durchführung regelmäßiger Schulungen zum Forschungsdatenmanagement für die Mitarbeiter/innen der BBAW
– Dissemination, Organisation und Durchführung von Workshops zu Forschungsdaten
– Präsentation der Forschungsergebnisse auf einschlägigen Workshops und Konferenzen.

Voraussetzungen:
– abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium der Informationswissenschaften, Informatik, Geisteswissenschaften oder in einem vergleichbaren Fach
– nachgewiesene Erfahrungen im Forschungsdatenmanagement geisteswissenschaftlicher Forschungsdaten und mit der praktischen Migration von Forschungsdaten
– vertiefte Kenntnisse der einschlägigen Daten- und Metadatenformate
– Erfahrungen mit der Installation, Konfiguration und Nutzung einschlägiger FDM-Werkzeuge (z.B. Repositoriensoftware)
– Erfahrung mit mindestens einer Programmiersprache
– mehrjährige Erfahrungen in den Digital Humanities, der Informationstechnologie oder der
Informationswissenschaft
– Erfahrung in der Beantragung und Durchführung von Drittmittelprojekten (erwünscht) – Fähigkeit zum selbstständigen, strukturierten und ergebnisorientierten Arbeiten
– Teamfähigkeit und ausgezeichnete Kommunikations- und Organisationsfähigkeiten
– Belastbarkeit, Selbständigkeit und Flexibilität.

Die Vergütung erfolgt nach der Entgeltgruppe E13 TV-L Berlin. Der Dienstort ist Berlin.
Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften ist bestrebt, den Anteil von Frauen in Bereichen, in denen sie unterrepräsentiert sind, nach Maßgabe des Landesgleichstellungsgesetzes und des Frauenförderplanes zu erhöhen; daher sind Bewerbungen von Frauen ausdrücklich erwünscht. Bewerbungen von Personen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht. Bewerbungen von Schwerbehinderten werden bei gleicher Eignung vorrangig berücksichtigt.
Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte möglichst als PDF in einer Datei (max. 5 MB) unter der Kennziffer IAG/02/2020 bis zum 15.03.2020 an:
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Referat Personal und Recht
Frau Ines Hanke
Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin
personalstelle@bbaw.de
Aus Kostengründen können Bewerbungsunterlagen nur zurückgeschickt werden, wenn ein Freiumschlag beigefügt wird.

TaDiRAH goes Linked Open Data

Di, 03/10/2020 - 12:40
von Luise Borek, Canan Hastik und Vera Khramova.

Mit der Etablierung und Verstetigung der Digital Humanities (DH) als eigenständige Disziplin wuchs der Bedarf der Wissenschaftsgemeinschaft, die Forschungsaktivitäten in diesem Bereich zu definieren und darüber hinaus zu kategorisieren und zu klassifizieren. Mit TaDiRAH, der Taxonomie digitaler Forschungsaktivitäten in den Geisteswissenschaften (Taxonomy of Digital Research Activities in the Humanities), ist eine praxisnahe Taxonomie entwickelt worden mit der sich DH-Projekte, -Webseiten, -Bibliographien und -Werkzeuge strukturieren lassen und somit über die traditionellen Disziplingrenzen hinweg sichtbar und zugänglich gemacht werden. TaDiRAH kann aber auch zum Einsatz kommen, um beispielsweise die Planungsphase von Drittmittelprojekten der digitalen Geisteswissenschaften zu unterstützen, siehe hierzu den Beitrag Partizipatives Design in Digital Humanities Projekten: Checklist, Maßnahmenkatalog und Use-Case von Swantje Dogunke auf der diesjährigen DHd-Konferenz „Spielräume. Digital Humanities zwischen Modellierung und Interpretation“.

TaDiRAH wurde gemeinsam mit der DH-Community entworfen, um Forschung und Aktivitäten in den Geisteswissenschaften und angrenzenden Bereichen verständlich, zugänglich und besser sichtbar zu machen. Für weiterführende Information zum Entstehungskontext von TaDiRAH und zu den Vorbildern der Taxonomie siehe TaDiRAH: a Case Study in Pragmatic Classification. In vielen unterschiedlichen Anwendungskontexten wurde das Vokabular bereits weiterentwickelt und angepasst. Als praxisorientierte Taxonomie ist TaDiRAH in engem Austausch mit der Community entwickelt worden, was dazu führte, dass TaDiRAH bisher neben dem Englischen ins Französische, Deutsche, Spanische und Serbische übersetzt wurde.

Im Zuge der strategischen Bemühungen zum nachhaltigen Umgang mit Forschungsdaten, fachspezifischen Werkzeugen und Infrastrukturen, insbesondere im Rahmen der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) Initiative sowie aufgrund eines gesteigerten Interesses der Geisteswissenschaften an Linked Open Data (LOD) verzeichnet TaDiRAH zurzeit eine exponentiell steigende Nachfrage. Eine wichtige Aufgabe der Geisteswissenschaften besteht darin, diese Forschungsdaten interoperabel in maschinenlesbarer Form verfügbar zu machen, um die Suche nach relevanten Informationen durch die semantischen Verknüpfungen zwischen diesen Daten zu vereinfachen. Mit der Motivation und dem Interesse, Informationen im Bereich der Geisteswissenschaften digital abzubilden und in Form von Linked Data zur freien Verfügung zu stellen, werden in verschiedenen Fachdisziplinen neue Werkzeuge und Standards entwickelt, um die semantische Integration multimodaler Daten herzustellen und Informationen für Nutzer und Nutzerinnen frei verfügbar zu machen. Als formale, auf dem Resource Description Framework (RDF) beruhende Sprache bietet sich SKOS (Simple Knowledge Organization System) als generisches System an. Mit seiner übersichtlichen Struktur und einem niedrigen Detaillierungsgrad, können Anpassungen und Erweiterungen des Modells leichter durchgeführt werden. Das Modell wurde gezielt für die Repräsentation von Daten aus kontrollierten Vokabularen und Taxonomien entwickelt. SKOS kann in das Semantic Web integriert werden und die modellierten Daten können als Linked Data gespeichert und mit externen Quellen verknüpft werden. Auf diese Weise können nicht nur die Verfügbarkeit und Sichtbarkeit von Wissen im Bereich der Geisteswissenschaften verbessert werden,  sondern es kann gleichzeitig Interoperabilität zu angrenzenden Fachdisziplinen hergestellt werden.

Das zunehmende Interesse an TaDiRAH wird zudem durch Aktivitäten in CLARIAH-DE befördert, wo die Taxonomie zur Herstellung der Interoperabilität von Werkzeugen und Infrastrukturen, die in den Vorgängerprojekten CLARIN-D und DARIAH-DE entwickelt wurden, in ein formalisiertes SKOS-Modell überführt wird, um den Bedarf der Community zur Entwicklung von fachspezifischen Verarbeitungspipelines über das Language Ressource Switschboard (LRS) besser unterstützen zu können. Der Trgleichzeiansformationsprozess umfasst die Konzeptualisierung und Semantifizierung der bestehenden Summe an Begriffen. Bei den vorliegenden Daten handelt es sich um verschiedene Forschungsaktivitäten (Research Activities), die im Bereich der Geisteswissenschaften angewendet werden. Das top concept “Capturing” (siehe Abbildung 1) wurde bereits inhaltlich vollständig überarbeitet und  mit Beispielen aus TAPoR, Dighumlab, SSK und DARIAH-DE versehen. Anhand der vorhandenen Beispiele wurden die Narrower Terms (NT) und die Related Terms (RT) definiert, und damit das SKOS-Modell erweitert. Im Rahmen der Konzeptualisierung wurde eine Mindmap entworfen, die eine bessere visuelle Übersicht über die hierarchischen Beziehungen zwischen den Konzepten geben kann.

Abbildung 1: Mindmap TaDiRAH top concept „Capturing“

Um den Interpretationsspielraum und gleichzeitig die semantische Heterogenität des Vokabulars zu reduzieren, ist es notwendig, einen konsistenten gemeinsamen ontologischen Nenner festzulegen und für jedes Konzept eine eindeutige Referenz zu verwenden. Mit diesem entsprechenden eindeutigen, konsistenten und kohärenten Vokabular können dann Wissensbereiche strukturiert und gezielt Suchanfragen durchgeführt werden. Zur Gewährleistung der Wiederverwendbarkeit von TaDiRAH muss somit die Bedeutung der Konzepte klar definiert sein. Vollständigkeit hingegen muss dabei nicht zwingend angestrebt werden. Vielmehr soll ein Weg gefunden werden, die Taxonomie so auszurichten und für bestimmte Anwendungsfälle zu optimieren, dass sie für Erweiterungen offen bleibt, ohne dass eine Revision der existierenden Definitionen notwendig wird.

Die Dokumentation von TaDiRAH findet sich auf GitHub wobei die bisherige mittels TemaTres dargestellte Variante des Modells künftig unter eigenem Namensraum von einer Instanz abgelöst und in die Vocabs Services von DARIAH-EU integriert wird. Aktuelle Entwicklungen können auf Twitter mitverfolgt werden: @tadirah_dh.

Von Daten zu Wissen: Workshop zu ausgewählten DH-Tools

Mo, 03/09/2020 - 19:06

veranstaltet durch das DFG-Langfristvorhaben „Kommentierte digitale Edition der Reise- und Sammlungsbeschreibungen Philipp Hainhofers (1578–1647)“ an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, 11.-12. Mai 2020

Ort: Seminarraum im Meißnerhaus

Organisation: Martin de la Iglesia (HAB), Timo Steyer (TU Braunschweig) und Michael Wenzel (HAB)

Der eineinhalbtägige Workshop soll eine Einführung in das Arbeiten mit ausgewählten Technologien bieten, die hochrelevant für eine Vielzahl verschiedener geisteswissenschaftlicher Forschungsfelder sind. In praxisorientierten Sessions erlernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Anwendung einiger Tools und wie diese in ihrem wissenschaftlichen Arbeitsalltag eingesetzt werden können. Zugleich soll die kritische Reflexion und Evaluierung dieser Arbeitsmittel angeregt werden. Verbindendes Element dieser Software-Lösungen ist ihre Unterstützung der geisteswissenschaftlich Forschenden in der Kette der Aktivitäten aus Datenerhebung, Datenverarbeitung und Datenauswertung, an deren Ende schließlich die Gewinnung neuen Wissens steht.

Die Potentiale und Voraussetzungen des toolbasierten digitalen Forschens und den damit verbundenen Erwartungen für die Forschung thematisiert Jan Horstmann in einem Eröffnungsvortrag am Beispiel der Textanalyse und -visualisierung.

Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos; um Anmeldung per Mail an iglesia@hab.de wird gebeten.

Programm

Montag, 11.5.2020

18.00 Uhr

Begrüßung: Johannes Mangei (stellv. Direktor der Herzog August Bibliothek)

Eröffnungsvortrag: Digitale Tools in geisteswissenschaftlicher Forschung – Textanalyse, Interpretation und Visualisierung
Jan Horstmann (Weimar)

Dienstag, 12.5.2020

9.30–11.00 Uhr

APIS – A Prosopographical Information System
Peter Andorfer (Wien)

11.00–11.30 Uhr: Kaffeepause

11.30–13.00 Uhr

ResearchSpace und CIDOC-CRM: Knowledge Graph als Datenbank
Robert Casties (Berlin)

13.00–14.00 Uhr: Mittagspause

14.00–15.30 Uhr

Einführung in Structure from Motion
Astrid Schmölzer (Bamberg)

15.30–16.00 Uhr: Kaffeepause

16.00–17.30 Uhr

Einführung in das Text Mining mit R
Najko Jahn (Göttingen)

Call for Papers: Digital Humanities Austria 2020

Mo, 03/09/2020 - 15:09

Der Call for Papers ist bis 4. Mai 2020 geöffnet. Einreichungen erfolgen über Easychair.

Die Digitalen Geisteswissenschaften sind ein Feld innovativer Methoden, deren Entwicklung selbst Teil kreativer Prozesse ist. Die Digitalen Geisteswissenschaften in Österreich waren schon immer vom reichen Kulturerbe des Landes geprägt, das weit über das häufig auf einen engen Textbegriff reduzierte Verständnis ihrer möglichen Untersuchungsgegenstände hinausgeht:

Sprach- und Videomaterial, Bilder, Artefakte, Konkrete Poesie, Code-Poetry oder Born-Digital-Material sind ebenfalls Untersuchungsgegenstände der Digitalen Geisteswissenschaften, denn sie alle sind Produkte der Gegenwartskultur wie als Dokumentation von vergangenem Kulturschaffen. Es ist also an der Zeit, auch die österreichische Community zum „großen Zelt“ der Digitalen Geisteswissenschaften weiterzuentwickeln und die Entwicklungen in digitaler Kunstgeschichte, Visualisierung, digitaler Archäologie, Simulation, digitaler Musikwissenschaft, Gamification, Public Engagement, Digital Heritage Science, digitaler Zeitgeschichte, digitaler Sprachverarbeitung, digitaler Literaturwissenschaft und vielem anderen mehr zu präsentieren. Das „Big Tent“ aufrecht zu halten, ist jedoch keine Aufgabe, die mit etablierten Forschungsmethoden alleine lösbar ist. All die genannten Ansätze produktiv zusammenzubringen erfordert kreative Theorien, Methoden und Verfahren, wie sie von der lebendigen DH-Community in Österreich entwickelt werden. Die DHA2020 will deshalb ihren Blick besonders auf die Künste richten. Dort sind bereits Methoden entstanden, die einen produktiven Blick auf digitale Methoden und digitale Objekte richten: Video-, Medien- und Digitale Kunst durchforsten Archive, arbeiten sich durch Big Data und nutzen Artefakte der Digitalen Kultur, um neue künstlerische Räume zu kreieren, Ästhetiken zu befragen und sinnliche Erfahrungen zu schaffen.

Die DHA2020 will also erstens ein Abbild der regen österreichischen DH-Community sein, die dazu eingeladen ist, ihre Arbeit zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen. Sie will sich zweitens aber auch anregenden Beiträgen aus der ganzen Welt öffnen, die in Kooperation mit österreichischen Forscherinnen und Forschern und in Reaktion auf ihre Forschungsergebnisse entstanden sind oder die sich mit Schöpfungen und Handeln der Menschen in Österreich in Vergangenheit und Gegenwart auseinandersetzen.

Die Konferenz erweitert sich drittens auch auf das künstlerische Schaffen im Bereich des Digitalen. Künstlerinnen und Künstler sind eingeladen, Arbeiten zu zeigen, ihren Zugang zu und ihre digitale Bearbeitung von (digitalen) Archiven zu präsentieren sowie ihre Verortung in der Diskussion um künstlerische Forschung darzulegen. Der Ort der Konferenz – die Universität für angewandte Kunst Wien – ermöglicht es, Beispiele in innovativer Form zu präsentieren. Die DHA will deshalb auch eine Mischform analog-digitalen Ausstellens für die Call-basiert identifizierten Projekte ermöglichen.

Gleichzeitig mit der Konferenz werden die Projekte des von der ÖAW ausgeschriebenen Forschungsförderungsprogramms go!digital Next Generation (2019–2020) vorgestellt. Auch die Gewinner*innen des ACDH-CH hackathons 2020 werden im Rahmen der Preisverleihung Gelegenheit haben, ihre Projekte vorzustellen.

Modalitäten

Die Konferenz sieht folgende Formate vor:

  • Ein Vortrag stellt Forschungsergebnisse vor, die in einem Zeitraum von 20 Minuten dem Publikum präsentiert werden. Ein Vorschlag für einen Vortrag hat ca. 2000 Zeichen (ohne Leerzeichen) und eine Bibliographie.
  • Ein Poster dokumentiert laufende Forschungsarbeiten, die noch zu keinen finalen Ergebnissen gekommen sind. Der Postersession geht ein Poster-Slam voraus, in dem jedes Poster in je 1 min dem Publikum persönlich vorgestellt wird. Ein Vorschlag für ein Poster hat ca. 1000–1500 Zeichen (ohne Leerzeichen).
  • Ein künstlerischer Beitrag ist eine innovative Form der Präsentation von Kunst oder künstlerischer Forschung. Sie ist eine Mischung analog-digitaler Formen, in der sich künstlerische Arbeiten, Forschungsvorhaben und -ergebnisse treffen, die sich nicht im Vortrags- oder Posterformat abbilden lassen. Der Vorschlag für einen künstlerischen Beitrag beschreibt neben dem Projekt (rund 1500 Zeichen ohne Leerzeichen) auch das Format (nicht mehr als 1000 Zeichen ohne Leerzeichen) und benennt die für den Beitrag notwendige Technik, wobei explizit darauf hinzuweisen ist, wenn die Technik nicht von den Vorschlagenden selbst beigesteuert werden kann. Künstlerische Beiträge können unter anderem sein: Performance Lecture, Artist talk, Code Poetry/ Executed Code, oder ein Ausstellungsbeitrag.
  • Ein Panel versammelt mehrere Forscherinnen und Forscher, Künstlerinnen und Künstler, die einleitend in kurzen Statements (nicht mehr als 5 min) zu einem gemeinsamen Thema Stellung nehmen und die Möglichkeit geben, das Thema mit dem Publikum zu diskutieren. Ein Panel ist keine Vortragsserie. Ein Vorschlag für ein Panel hat ca. 2000–2500 Zeichen (ohne Leerzeichen).
  • Ein Workshop ist eine Veranstaltung, an der das Publikum aktiv beteiligt ist. Ein Workshop ist keine Minikonferenz. Ein Workshop braucht mindestens einen halben Tag. Ein Workshop-Vorschlag enthält einen groben Zeitplan. Der Vorschlag hat ca. 2000 Zeichen (ohne Leerzeichen). Es gibt zwei Formen des Workshops:
  • Ein Einführungs-Workshop führt praktisch in eine spezifische Technologie oder Problemlösung ein. Der Vorschlag beschreibt die Technologie bzw. Problemlösung, skizziert ein didaktisches Konzept des Workshops und benennt die DozentInnen.
  • Ein interaktiver Workshop ist eine Veranstaltungsform, in der die OrganisatorInnen mit den TeilnehmerInnen interagieren, z.B. in Form eines gemeinsamen Hacks, einer Data-Challenge oder anderer kreativer Formen. Der Vorschlag beschreibt den Datensatz bzw. die Zielstellung und die gewählte Interaktionsform.

Die Vorschläge für die Konferenz werden direkt im Konferenzsystem Easychair erfasst, d.h. es sind keine PDF-Anhänge vorgesehen.

Konferenzsprachen sind Englisch und Deutsch. Die Einreichungen der Beiträge können ebenfalls auf Deutsch oder Englisch verfasst sein.

Reminder: EURISE Workshop on Software Quality

Mo, 03/09/2020 - 10:22

The EURISE Workshop on software quality will take place in Utrecht, NL, on 26 March 2020. There are still a few places left.

The topics to be addressed range from quality measures and criteria to implementation through automation and continuous integration and how their adoption towards ‘business as usual’ can be enabled.

The registration is open on this page: https://euriseworkshop.sciencesconf.org/registration

More information about the workshop can be found on the DHd-Blog and on the event page: https://euriseworkshop.sciencesconf.org/

As things stand at present, the workshop will take place despite the spread of the corona virus.

DHd2020-Rückschau im DH-Kolloquium@BBAW, 13.3.2020

Fr, 03/06/2020 - 15:18

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW möchten wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Freitag, den 13. März 2020, 17 Uhr s.t. bis 19 Uhr (Konferenzraum 1), einladen

Der März-Termin des Kolloquiums bietet eine Rückschau auf die 7. Jahrestagung des Verbands „Digital Humanities im deutschsprachigen Raum“ (DHd) zum Thema „Spielräume – Digital Humanities zwischen Modellierung und Interpretation“, die von 2. bis 6. März 2020 in Paderborn stattfindet (https://dhd2020.de/). Die Auswertung der DHd 2020 übernehmen Alexander Czmiel, Sascha Grabsch, Gregor Middell, Frederike Neuber und Sophie Schneider in reger Diskussion mit der Zuhörerschaft.

Zunächst geben die Referentinnen und Referenten einen knappen Überblick der Konferenzbeiträge der Digital Humanities an der BBAW (siehe dazu auch das Book of Abstracts, https://zenodo.org/record/3666690). Im Anschluss formulieren die Vortragenden die wesentlichen Beobachtungen und Eindrücke der Tagung, zum einen in Bezug auf die Auseinandersetzung mit dem Tagungsthema „Spielräume“ und zum anderen hinsichtlich der Frage, welche Trends sich derzeit in der digitalen Forschungscommunity abzeichnen. Dabei wird sowohl auf die Workshops zu Beginn der Konferenz als auch auf die Vorträge eingegangen. Einzelne Aspekte, die auf der Mitgliederversammlung des DHd thematisiert wurden, und die über den Verein hinaus von allgemeinem Interesse scheinen, werden ebenfalls angesprochen. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wird dann in einen Dialog mit der Zuhörerschaft übergangen, um Meinungen und Eindrücke zur Tagung auszutauschen.

Im DH-Kolloquium an der BBAW werden aktuelle Themen der Digital Humanities zur Diskussion gebracht. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der BBAW unter http://www.bbaw.de/telota/dh-kolloquiumDie Veranstaltung findet im Konferenzraum 1 der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin statt. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, möchten wir Sie um Anmeldung per E-Mail unter DH-Kolloquium@bbaw.de bitten.

Reisestipendiatinnen und -stipendiaten der DHd 2020 – Übersicht und Beiträge

Do, 03/05/2020 - 13:12

Gruppenbild aller Reisestipendiatinnen und -stipendiaten nach der Übergabe der Urkunden im Alten Rathaus in Paderborn

Hier sind sie: die Namen der Reisestipendiatinnen und -stipendiaten zur DHd 2020 nach Paderborn sowie der Link zu ihren Beiträgen. Ausgelobt wurden neun Stipendien gemeinsam vergeben vom DHd-Verband und CLARIAH-DE für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, deren Tagungs-Einreichung begutachtet und angenommen wurde. Und in diesem Jahr gab es darüber hinaus fünf Stipendien der Universität Paderborn für Studierende der Geisteswissenschaften, die auch ohne eigenen Beitrag an der DHd-Tagung teilnehmen möchten (zum Call).

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten werden über ihre Erfahrungen bei der Tagung in Blogbeiträgen hier im Blog, im Blog von CLARIAH oder auf Twitter berichten. Die Beiträge werden in der Übersicht unten verlinkt und laufend ergänzt. Wir freuen uns schon auf die Artikel und Aktionen und gratulieren herzlich!

Reisestipendien Studierende (alphabetische Reihenfolge mit Twitteraccount, sofern vorhanden und bekannt)

Sonja Heinze (Univ. Leipzig) – @SonjaHeinze_

Lena Hoffmann (Univ. und FH Mainz) – @lenaforfox

Marlene Kirsten (Univ. Bonn)

Sophie Schneider (HU Berlin) – @BibWiss

Nadine Sutor (Bergische Universität Wuppertal) – @da_vinci1992

Reisetipendien Nachwuchswissenschaftler*innen mit eigenem Beitrag
(alphabetische Reihenfolge mit Twitteraccount, sofern vorhanden und bekannt)

Hannah Busch (Huygens ING, Utrecht)

Dennis Demmer (Univ. Köln) – @DemmerDennis
Automatisierte Ankündigung der DHd2020-Veranstaltungen auf Twitter, in: DHd Blog, 3.3.2020, https://dhd-blog.org/?p=13058.

Linda Freyberg (FH Potsdam) – @dielindada

Jonathan D. Geiger – @jodageiger

Barbara Heinisch (Univ. Wien)

Maximilian Noichl (Univ. Wien) – @MaxNoichl
Eine Karte der Digital Humanities, in: DHd Blog, 4.3.2020, https://dhd-blog.org/?p=13061.

Anna-Maria Ortloff (Univ. Regensburg)

Janis Pagel (Univ. Stuttgart) – @janispagel

Nina Claudia Rastinger (Univ. Wien)

Ramona Roller (ETH Zürich)

Thomas Schmidt (Univ. Regensburg)

Nathalie Wiedmer (Univ. Stuttgart)

Eine Karte der Digital Humanities

Mi, 03/04/2020 - 10:55
Klicken, um zur interaktiven Version zu kommen! Was ist das?

Eine Karte der Digital Humanities anhand aktueller Journalartikel. Jeder Punkt entspricht einem Zeitschriftenaufsatz, ähnliche Artikel sind zusammen gruppiert. Artikel von Personen, die auf der DHD2020 in Paderborn vortragen, sind blau hervorgehoben. Die Karte hat eine rudimentäre Suchfunktion, die auch eine Suche nach Personennamen erlaubt. Hier geht’s zur interaktiven Version!

Wo kommen die Daten her?

Die Daten sind nach Reuters Web of Science-Datenbank gesampelt worden. Die Abfrage beinhaltet alle in Zeitschriften erschienenen Artikel aus dem Bereich Arts & Humanities welche im Titel, Abstract oder den Schlagwörtern die Zeichenfolgen ‘digit’ oder ‘comput’ enthielten, sowie die Artikel aus einer Liste von Zeitschriften die von Tang, Cheng, and Chen (2017) als Journals im Bereich der Digital Humanities identifiziert wurden:

  • Digital Humanities Quarterly
  • Digital Scholarship in the Humanities
  • Literary and Linguistic Computing
  • Debates in the Digital Humanities
  • Journal of Digital Humanities
  • International Journal of Humanities and Arts Computing
  • Digital Medievalist
  • Digital Studies
  • Dhs
  • Digital Literary Studies
  • Journal of Cultural Analytics
  • Journal of Interactive Technology and Pedagogy
  • Journal of the Text Encoding Initiative
  • Dhcommons
  • Kairos
  • Journal of Digital and Media Literacy

Diese Anfrage resultierte Anfang Februar 2020 in 5,759 Treffern, deren bibliographische Daten ich heruntergeladen habe.

Diese Strategie der Stichprobenerstellung ist relativ breit angelegt. Das ist durchaus beabsichtigt, da für diese Karte keine scharfe Grenzziehung um die Digital Humanities (insofern eine solche überhaupt möglich oder wünschenswert ist) erfolgen sollte. Eventuelle Ausreißer verteilen sich entweder als Hintergrundgeräusch über die Karte, oder werden, wenn es mehrere von ihnen gibt, als kleine Cluster an den Rand gedrängt.

Anschließend habe ich die Namen aller auf der Website der DHd2020 als vortragend verzeichneten TeilnehmerInnen im Web-of-Science gesucht, die Ergebnisse authentifiziert und heruntergeladen. Insgesamt habe ich so 570 Artikel von 101 der Vortragenden ausfindig machen können. Dabei wurden für alle AutorInnen maximal dreißig Artikel heruntergeladen. Wenn Artikel ausgewählt werden mussten, wurde aktuellen, häufig zitierten und ‚DH-nahen‘ Artikeln der Vorzug gegeben.

Wie wurden die Daten bearbeitet?

Die Karte wurde mit uniform manifold approximation and projection (UMAP, McInnes, Healy, and Melville (2018)) aus einer gewichteten Kombination von bibliographischen Kopplungs-Daten und Text-Daten erstellt. Die Distanz zwischen zwei Artikeln ergibt sich einerseits aus der Cosinus-Ähnlichkeit zwischen den von ihnen zitierten Quellen, und andererseits aus der Cosinus-Ähnlichkeit der Text-Einbettungen, die ich mit dem Universal-Sentence-Encoder (Cer et al. (2018)) aus dem Text der Titel und Abstracts erstellt habe. Dabei, so ist zumindest die Idee, wird die Makro-Struktur hauptsächlich von den Zitationsdaten abgebildet, die Mikrostruktur hingegen von den Text-Daten aufgefangen. Die resultierende Karte wurde anschließend mit hDBSCAN (McInnes, Healy, and Astels (2017)) geclustert. Für jedes Cluster wurden die häufigsten Schlüsselwörter mit YAKE (Campos et al. (2020)) extrahiert, und die Ergebnisse mit FAERUN interaktiv dargestellt. Ich habe die Methode ein wenig detaillierter in (Noichl (2019)) dargelegt, wer mehr Details erfahren möchte, kann sich gerne das assoziierte Jupyter-Notebook auf GitHub anschauen, mich auf der Konferenz ansprechen oder mir eine Nachricht schreiben.

Warum kann ich meine eigenen Arbeiten auf der Karte nicht finden?

Das kann einige Gründe haben. Erstens kann es sein, das irgendwo ein Fehler passiert ist: Vielleicht habe ich einen Namen falsch übertragen, vielleicht wurde ein Name im Web of Science falsch archiviert (das ist mir mehr als einmal aufgefallen), und wurde deshalb entweder von mir nicht gefunden, oder ist über die Suchfunktion der Karte schwer zu finden (Deshalb am besten immer mehrere Schreibweisen ausprobieren!). Aber der Umfang der Karte ist unabhängig davon beschränkt. Entsprechend der Ausrichtung des Web of Science hat sie einen offensichtlichen anglophonen bias, weswegen viele für die DH zentralen, in deutschen Fachzeitschriften erschienen Artikel leider nicht vorkommen. Weiterhin konnten in diesem Projekt nur in Zeitschriften publizierte Artikel berücksichtigt werden, was in einigen Fällen dazu geführt hat, dass wichtige DH-Online-Projekte von TeilnehmerInnen der DHd-Tagung nicht vorkamen, was ich sehr schade finde.

Was kann uns die Karte also sagen?

Die Karte, wie ich sie momentan veröffentlicht habe, ist eine von vielen möglichen Darstellungen von Publikationen der Digital Humanities. Ich hoffe, dass sie sich auf der Konferenz als anregend erweisen wird. Allgemein scheinen sich die Digital Humanities durchaus als zusammenhängendes Feld darzustellen – zum Vergleich mag es hilfreich sein, sich mit ähnlichen Methoden produzierte Karten von Philosophie und Ökonomie anzusehen. Sie trennen sich (zumindest auf Grundlage der verwendeten Daten) nicht klar von den Medien-Studien, von denen vieles ihren Weg in das Sample gefunden haben, und die den oberen Teil der Karte dominieren. Allgemein stehen aus meiner Sicht die Trennungen innerhalb des Samples, weniger an Fachgrenzen. Stattdessen strukturieren eher methodische Paradigmen das Feld. Abgesehen von dem Bereich der Medien-Studien scheinen sich die Beiträge der Konferenzvortragenden über den größten Teil der Karte zu verteilen, was ich als Zeichen für die Breite und Vielfalt der Konferenz werten würde.

Wer hats gemacht?

Die Karte wurde von Maximilian Noichl, von der Universität Wien, erstellt. Wer mehr von meinen Projekten sehen will, kann sich gerne meine Website anschauen.

Ich möchte mich sehr herzlich bei CLARIAH und dem DHd-Verband bedanken, welche mich bei dem Projekt mit einem Reise-Stipendium unterstützt haben.

Weiterhin bedanke ich mich bei Mareike König, die mich bei der Erstellung der Karte von Seiten der DHd2020 geholfen hat, Dario Rodighiero, dem ich die Idee zu einer Konferenz-Karte verdanke, und Daniel Probst und Leland McInnes, die mir beide sehr bei der Verwendung der von ihnen geschriebenen Software geholfen haben.

Verwendete Literatur

Campos, Ricardo, Vítor Mangaravite, Arian Pasquali, Alípio Jorge, Célia Nunes, and Adam Jatowt. 2020. “YAKE! Keyword Extraction from Single Documents Using Multiple Local Features.” Information Sciences 509 (January): 257–89. https://doi.org/10.1016/j.ins.2019.09.013.

Cer, Daniel, Yinfei Yang, Sheng-yi Kong, Nan Hua, Nicole Limtiaco, Rhomni St John, Noah Constant, et al. 2018. “Universal Sentence Encoder.” arXiv:1803.11175 [Cs], April. http://arxiv.org/abs/1803.11175.

McInnes, Leland, John Healy, and Steve Astels. 2017. “Hdbscan: Hierarchical Density Based Clustering.” The Journal of Open Source Software 2 (11): 205. https://doi.org/10.21105/joss.00205.

McInnes, Leland, John Healy, and James Melville. 2018. “UMAP: Uniform Manifold Approximation and Projection for Dimension Reduction.” arXiv:1802.03426 [Cs, Stat], February. http://arxiv.org/abs/1802.03426.

Noichl, Maximilian. 2019. “Modeling the Structure of Recent Philosophy.” Synthese, October. https://doi.org/10.1007/s11229-019-02390-8.

Tang, Muh-Chyun, Yun Jen Cheng, and Kuang Hua Chen. 2017. “A Longitudinal Study of Intellectual Cohesion in Digital Humanities Using Bibliometric Analyses.” Scientometrics 113 (2): 985–1008. https://doi.org/10.1007/s11192-017-2496-6.

Automatisierte Ankündigung der DHd2020-Veranstaltungen auf Twitter

Di, 03/03/2020 - 16:02

Auf dem Twitter Account des DHd Verbandes (@DHDInfo) wird vom 02.03.2020 bis zum Freitag, dem 06.03.2020, automatisiert getwittert. Die Veranstaltungen der DHd2020 werden jeweils eine halbe Stunde vor Beginn mit Ort, Titel und Vortragenden angekündigt. Dazu wird das freie Twitter-Zeitplanungstool autoChirp des Instituts für Digital Humanities der Universität zu Köln verwendet, was wir auch in unserem Vortrag auf der DHd2020 (“Public Humanities Tools”, Mi. 14:00, H 2) thematisieren werden.

Die Tweets wurden alle automatisch durch ein Script generiert und als Tabellendatei gespeichert, die in unsere Web Applikation autoChirp hochgeladen werden kann.

Dieses kleine Twitter-Projekt erfolgt im Rahmen meines Reise-Stipendiums zur DHd2020 in Paderborn, zur medialen Unterstützung der Jahrestagung.

Weitere autoChirp-Projekte werden z.B. hier und hier vorgestellt.

autoChirp – https://autochirp.spinfo.uni-koeln.de/home

Stellenausschreibung: Wiss. Mitarbeiter*in, Digitalisierung, Erfassung und Online-Publikation des ›Bildindex zur Politischen Ikonographie‹, Hamburg

Di, 03/03/2020 - 14:50

Die Universität Hamburg ist als Exzellenzuniversität eine der forschungsstärksten Universitäten Deutschlands. Mit ihrem Konzept der „Flagship University“ in der Metropolregion Hamburg pflegt sie innovative und kooperative Verbindungen zu wissenschaftlichen und außerwissenschaftlichen Partnern. Sie produziert für den Standort – aber auch national und international – die zukunftsgerichteten gesellschaftlichen Güter Bildung, Erkenntnis und Austausch von Wissen unter dem Leitziel der Nachhaltigkeit.

In der Fakultät für Geisteswissenschaften, Fachbereich Kulturgeschichte und Kulturkunde, Kunstgeschichtliches Seminar ist gemäß § 28 Abs. 3 HmbHG* ab dem 01.06.2020 vorbehaltlich der Bewilligung der Drittmittel in dem Projekt „Digitalisierung, Erfassung und Online-Publikation des ›Bildindex zur Politischen Ikonographie‹“ eine Stelle als

WISSENSCHAFTLICHE MITARBEITERIN BZW. WISSENSCHAFTLICHER MITARBEITER (M/W/D) EGR. 13 TV-L –

befristet auf der Grundlage von § 2 Wissenschaftszeitvertragsgesetz zu besetzen. Die Befristung ist vorgesehen für die Dauer von 30 Monaten. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 50 % der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit**.

Aufgaben:
Die Aufgaben umfassen wissenschaftliche Dienstleistungen im o. g. Projekt. Außerhalb der Dienstaufgaben besteht Gelegenheit zur wissenschaftlichen Weiterbildung.

Aufgabengebiet:
Das Drittmittelprojekt beschäftigt sich mit der Digitalisierung, Erfassung und OnlinePublikation des »Bildindex zur Politischen Ikonographie« im Warburg-Haus Hamburg.

Im Rahmen des Projekts wird die Möglichkeit zu projektbezogener wissenschaftlicher Arbeit geboten. Mittels einer Betreuungsvereinbarung kann gegebenenfalls gewährleistet werden, dass die erarbeiteten Ergebnisse für die eigene wissenschaftliche Qualifizierung außerhalb der
Arbeitszeit zu Verfügung stehen.

Zu den Aufgaben gehören die Teil-Projektkoordination in Rücksprache mit der Gesamtprojektkoordination an der Philipps-Universität Marburg und wissenschaftliche Mitarbeit im Projekt des Bildindex zur Politischen Ikonographie (BPI) nach Weisung des Leiters der Hamburger Arbeitsstelle in Rücksprache mit der wissenschaftlichen Koordination des Warburg-Hauses sowie die Kommunikation mit den Marburger und Jenaer Arbeitsstellen des gemeinsamen Projektes.

Das Aufgabengebiet umfasst die Fehlerkontrolle im Bestand, Vorbereitung und redaktionelle Betreuung der Erfassung und Digitalisierung der Bildkarten des BPI. Hierzu zählt die Anleitung von studentischen Hilfskräften. Zu den Aufgaben zählen weiterhin die Mitwirkung an der
Konzeption einer geeigneten Datenbank und die datenbankgestützte dokumentarische Erfassung des Bestandes. Die Teilprojektkoordination schließt die Unterstützung bei der inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitung von Arbeitstreffen, einer Fachtagung, Veranstaltungen und Publikationen ein sowie Mitwirkung an der Vermittlung des Bildindex an die interessierte Öffentlichkeit.

Einstellungsvoraussetzungen:
Abschluss eines den Aufgaben entsprechenden Hochschulstudiums. Vorausgesetzt werden ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Diplom, Master oder vergleichbar) im Fach Kunstgeschichte oder einer verwandten Disziplin aus dem Bereich der Sozial-, Geschichts-oder Politikwissenschaften mit einschlägigem Arbeitsgebiet im Bereich der Politischen Ikonographie. Wünschenswert sind Erfahrungen mit wissenschaftlichen Datenbanken und Regelwerken zur kunsthistorischen Dokumentation sowie Erfahrungen im Umgang und in der Erfassung von historischem Bildmaterial. Für die redaktionelle Tätigkeit sind sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache unerlässlich, erforderlich sind außerdem gute Kenntnisse des Englischen und einer weiteren europäischen Sprache. Erfahrungen in der Organisation und Koordination von Projekten oder Veranstaltungen sind ebenso von Vorteil. Erwartet wird die Bereitschaft, ein Promotionsprojekt im einschlägigen weiteren Themenfeld des Projektes zu beginnen oder fortzuführen. Bitte reichen Sie hierzu ein Exposé (ca. 5 Seiten) ein.

Schwerbehinderte und ihnen gleichgestellte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung im Bewerbungsverfahren vorrangig berücksichtigt.

Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Uwe Fleckner oder Dr. Benjamin Fellmann, Warburg-Haus Hamburg, oder schauen Sie im Internet unter www.warburg-haus.de nach.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen (Bewerbungsschreiben, tabellarischer Lebenslauf, Hochschulabschluss) bis zum 31.03.2020 an: Frau Eva Landmann, WarburgHaus Hamburg, eva.landmann@uni-hamburg.de.

Bitte beachten Sie, dass wir Bewerbungsunterlagen nicht zurücksenden können. Reichen Sie daher bitte keine Originale ein. Wir werden Ihre Unterlagen nach Beendigung des Verfahrens vernichten. Weitere Informationen zum Datenschutz bei Auswahlverfahren erhalten Sie hier.

*Hamburgisches Hochschulgesetz

** Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt derzeit 39 Stunden

Stellenausschreibung: Wiss. Mitarbeiter/in als Softwareentwickler/in, Arabistik, Münster

Di, 03/03/2020 - 13:42

[English version is below]

Am Institut für Arabistik und Islamwissenschaft der WWU Münster in Zusammenarbeit mit der ULB/Service Center Digital Humanities ist im Rahmen eines DFG-Langfristvorhabens zur „Edition des Gesamtwerkes von Ibn Nubatah al-Misri (1287-1366)“ zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine auf die Dauer von 3 Jahren befristete Vollzeitstelle mit der Option auf eine Weiterbeschäftigung von mindestens 7 Jahren für

eine wissenschaftliche Mitarbeiterin / einen wissenschaftlichen Mitarbeiter
als Softwareentwicklerin / Softwareentwickler

zu besetzen.
Am Institut für Arabistik und Islamwissenschaft arbeitet die Leibnizpreis-Forschungsstelle Arabische Literatur und Rhetorik Elfhundert bis Achtzehnhundert unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Bauer. Der Fokus der ausgeschriebenen Stelle liegt auf der Unterstützung des DFG Langfristvorhabens „Edition des Gesamtwerkes von Ibn Nubatah al-Misri (1287-1366)“. Das literarische Schaffen Ibn Nubatahs galt bis ins 19. Jahrhundert als Stilideal und dennoch fehlt eine kritische Edition seines Werkes. Über einen Zeitraum von 12 Jahren sollen die einzelnen Werke sowohl gedruckt als auch in einer digitalen Edition erscheinen. Um diese Arbeit technisch verwirklichen zu können, ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Team des Service Center Digital Humanities der WWU Münster vorgesehen, in dem auch Ihr Arbeitsplatz sein wird.

Wir suchen eine engagierte Persönlichkeit mit eigenverantwortlichem, lösungsorientierten Arbeitsstil, guten konzeptionellen Fähigkeiten und ausgeprägter Teamfähigkeit. Sie zeichnen sich darüber hinaus durch Flexibilität und Belastbarkeit sowie gute Kommunikationsfähigkeit aus und erfüllen folgendes Profil:
 Abgeschlossenes Universitätsstudium der Informatik oder verwandter Fachrichtungen oder eine in der Praxis erworbene vergleichbare Qualifikation
 Erfahrungen im Umgang mit modernen Webtechnologien und -frameworks
 Programmierkenntnisse in einer modernen Programmiersprache, z.B. Java oder Python

 Nachgewiesene Erfahrungen mit X-Technologien (XML, XSLT, X-Query)
 Sehr gute Deutsch- oder sehr gute Englischkenntnisse
 Bereitschaft sich bis zu einem geringen Umfang Grundkenntnisse der arabischen Sprache anzueignen

Wünschenswert sind:
 Erste Vorkenntnisse der arabischen Sprache oder Schrift
 Ein Bezug zu einer geistes- und kulturwissenschaftlichen Disziplin, insbesondere im Bereich der Arabistik oder Literaturwissenschaft
 Erfahrung mit dem oXygen-XML-Editor oder vergleichbaren Editoren

Ihre Aufgaben für die ausgeschriebenen Stelle werden wie folgt aussehen:
 Einrichtung des XML-Editors nach den Bedürfnissen des Projektes und seiner Mitarbeiter*innen und dessen fortlaufende Anpassung im Projektverlauf
 Standardkonforme Erstellung, Weiterentwicklung sowie Dokumentation des Annotationsschemas
 Umsetzung des gesamten Workflows im Projekt mit den ausgewählten Technologien
 Entwicklung, Programmierung und Pflege eines Frontends für die digitale Edition
 Aufbereitung der XML-Dateien zur Übermittlung an den Verlag für die Erstellung der Printausgabe der Editionen
 Erstellung, Anpassung und Pflege adäquater Analysewerkzeuge und
Visualisierungstechniken in enger Kooperation mit den Forschenden
 Fortlaufende Dokumentation der Daten und des entwickelten Programmcodes
 Entwicklung von Erweiterungen für den oXygen-XML-Editor in Java

Was wir bieten:
 Verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Aufgaben in einem agilen Team und dem Aktionsfeld der Digital Humanities
 Flexible und familienfreundliche Arbeitszeiten
 Eine attraktive Stadt mit hohem Freizeitwert


Die Eingruppierung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 TV-L. Die Arbeitszeit beträgt zurzeit 39 Stunden 50 Minuten in der Woche. Stellenbesetzungen werden grundsätzlich auch in Teilzeit vorgenommen, sofern nicht im Einzelfall zwingende dienstliche Gründe entgegenstehen.
Die WWU Münster tritt für die Geschlechtergerechtigkeit ein und strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an. Bewerbungen von Frauen sind daher ausdrücklich erwünscht; Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Schwerbehinderte werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt.
Die Universität bietet vielfältige Arbeitszeitmodelle für alle Beschäftigten an. Eine Stellenbesetzung in Teilzeit ist grundsätzlich möglich.
Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige und vollständige Bewerbung. Senden Sie ihre Bewerbung ausschließlich per E-Mail unter in deutscher Sprache und in einer PDF Datei von maximal 25 MB Größe bis zum 22.03.2020 an: yasar@uni-muenster.de

English Version

The Institute for Arabic and Islamic Studies of the WWU Münster in cooperation with the ULB (University Library)/Service Center Digital Humanities is offering a full-time position of 3 years (with the option of at least a further 7 years) at the earliest possible date as

Software developer (wissenschaftliche Mitarbeiterin / wissenschaftlicher Mitarbeiter, salary level 13 TV-L, 100%)

The Leibniz Prize Research Unit ALEA (Arabische Literatur Elftes bis Achtzehntes Jahrhundert) directed by Prof. Dr. Thomas Bauer currently prepares an edition of the complete works of Ibn Nubatah al-Misri (1287-1366), one of the most famous poets of premodern Arab literature. The literary work of Ibn Nubatah was considered a stylistic ideal until the 19th century.
Over a period of 12 years the individual works will be edited and published both in print and as a digital edition. The main task of the advertised position is to support the researchers in the preparation of the digital edition. The task requires close cooperation with the team of the Service Center Digital Humanities of the WWU Münster. This is also where your workplace will be.
We are looking for a highly motivated personality with an independent, solution-oriented approach, with good conceptual skills and strong team player qualities. You are flexible and able to work under pressure, you have good communication skills and meet the following profile:
 Completed university studies in computer science or related fields or a comparable qualification acquired in practice
 Experience in dealing with modern web technologies and frameworks
 Programming skills in a modern programming language, e.g. Java or Python
 Proven experience with X technologies (XML, XSLT, X query)
 Very good knowledge of German OR English
 Willingness to acquire a minimal knowledge of the Arabic language

Ideally, you have:
 Notions of the Arabic language or script
 Familiarity with a discipline of the humanities and cultural studies, preferably in the field of Arabic studies
 Experience with the oXygen-XML-Editor or comparable editors

Your tasks for the advertised position will be as follows:
 Setting up the XML editor according to the needs of the project and its staff and adapting it continuously throughout the project
 Standard-compliant creation, development and documentation of the annotation scheme
 Implementation of the entire workflow in the project with the selected technologies
 Development, programming and maintenance of a frontend for the digital edition
 Preparation of the XML files for the production of the print edition
 Creation, adaptation and maintenance of adequate analysis tools and visualization techniques in close cooperation with the ALEA research team
 Continuous documentation of the data and the developed program code
 Development of extensions for the oXygen-XML-Editor in Java

What we offer:
 Diverse tasks in an agile team within the field of Digital Humanities
 Flexible and family-friendly working hours
 An attractive city with high recreational value

Salary will be according to group 13 of the collective labor agreement TV-L. The university offers a wide range of working time models for all employees. The working time is currently 39 hours 50 minutes per week. As a rule, positions are also filled on a part-time basis, unless there are compelling reasons against it.
The University of Münster is an equal opportunity employer and is committed to increasing the proportion of women academics. Consequently, we actively encourage applications by women. Female candidates with equivalent qualifications and academic achievements will be preferentially considered within the framework of the legal possibilities. We also welcome applications from candidates with severe disabilities. Physically challenged candidates with equivalent qualifications will be preferentially considered.
We look forward to receiving your detailed and complete application. Please send your application exclusively by e-mail in German or English in one PDF file with a maximum size of 25 MB until 22.03.2020 to: yasar@uni-muenster.de

Das zugängliche Archiv: Geschichtliche Familienforschung als digitale Bürgerwissenschaft

Di, 03/03/2020 - 13:35

Tagung Halle (Saale), 3.-5.4.2020
Ort: Steintorcampus – Emil-Abderhalden-Str. 25-27, 06108 Halle

Beschreibung

Die Tagung an der Universität Halle wird anlässlich des dreißigjährigen Bestehens der größten bürgerwissenschaftlichen Vereinigung im Bereich der deutschsprachigen Geschichtswissenschaft angeboten, des Vereins für Computergenealogie, sowie des zehn- bzw. fünfjährigen Bestehens der Online-Kirchenbuchportale des überkonfessionellen Archivverbunds Icarus (Matricula) und der Evangelischen Kirche (Archion).

Die Tagung soll die Arbeitsbereiche von Archiv, Digital Humanities, Bürgerwissenschaft (Citizen Science) und historischer Kulturwissenschaft zusammenbringen. Sie soll zugleich den Kontakt zwischen privat motivierter geschichtlicher Familienforschung zur Ortsgeschichte und zur sozialwissenschaftlichen Biographieforschung (klassisch etwa der BOLSA-Studie) eröffnen und setzt die Arbeit des Arbeitskreises Historische Demographie in neuer Form fort.

Wir gehen aus von der Beobachtung, dass die Masse der Archivbenutzer(innen) nicht aus studierten Historiker(inne)n besteht, sondern aus Menschen, die aus privatem Interesse die Biographie einzelner Personen und Familien erforschen. In den letzten Jahrzehnten hat sich die privat motivierte Praxis der „Ahnenforschung“ in weiten Bereichen zu einer kooperativen, digitalen Praxis der „Computergenealogie“ gewandelt. Über Crowdsourcing-Projekte ist die Computergenealogie zu einem gewichtigen Partner der Archive geworden und generiert Massendaten von hohem historisch-sozialwissenschaftlichem Interesse.

Das Format der Tagung verbindet unterschiedliche Angebote, die sich an ein Publikum aus privaten Familienforscher(inne)n, an Ortsgeschichte interessierten Menschen, Fachhistoriker(inne)n und Ethnolog(inn)en, Archivar(inn)en und Informatiker(inne)n richten. Daher werden unterschiedliche Formate angeboten, von der Schulung in der virtuellen Forschungsumgebung FuD über Vorträge und Diskussionen bis hin zum Barcamp zu laufenden Crowdsourcing-Projekten.

Eine Online-Anmeldung unter https://vo.genealogy.net/CompGen/?veranstaltunganmelden=632 ist zu Zwecken der Raumplanung bis zum 15.3.2020 erbeten (bei der Anmeldung bitte ca. 30 Sekunden Geduld; bei Fragen zur Anmeldung bitte E-Mail an ireinhardt@compgen.de).

Veranstalter und Jubilare:

  • Archion GmbH (Kirchenbuchportal der Evangelischen Kirche in Deutschland, anlässlich seines 5jährigen Bestehens)
  • International Centre for Archival Research ICARUS (anlässlich des 10jährigen Bestehens des Kirchenbuchportals Matricula)
  • CompGen e.V. (Verein für Computergenealogie, anlässlich seines 30jährigen Bestehens)

Mitveranstalter:

  • Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Prof. Dr. Georg Fertig)
  • Deutsches Historisches Institut London (Prof. Dr. Christina von Hodenberg)
  • Historisches Datenzentrum Sachsen-Anhalt, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Dr. Katrin Moeller)
  • Arbeitskreis Historische Demographie
  • Hallische Familienforscher Ekkehard (Altbischof Prof. Axel Noack)
  • Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e.V.
Programm:

Das Programm beginnt mit einem Vortagesprogramm zum Auftakt am Freitag. Es folgen ein in vier Zweige gegliedertes Hauptprogramm am Sonnabend, ein Festabend sowie die Mitgliederversammlung von CompGen am Sonntag. Für Details zum Hauptprogramm bitte den Links zu den vier Zweigen folgen.

Link zum Programm: https://www.compgen.de/das-zugaengliche-archiv/

Vortagesprogramm (Freitag, 3.4.2020)

Führungen:

  • 14:30 – 15:30 Himmelsscheibe von Nebra im Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte (Eintritt vor Ort)
  • 14:30 – 16:30 Marienbibliothek und Schulzeugnis-Sammlung der Franckeschen Stiftungen (Führung angeboten von: Hallische Familienforscher „Ekkehard“ e.V., Treffpunkt: An der Marienkirche 1, 06108 Halle)
  • 15:00 – 17:00 Sächsisches Staatsarchiv Leipzig, Deutsche Zentralstelle für Genealogie

16:30 – 18:00 Open Data für die Ortsgeschichte (Susanne Nicola, Ingrid Reinhardt, Horst Reinhardt, Dr. Jesper Zedlitz, Dr. Katrin Moeller, Ort: Steintorcampus)

19:00 – 24:00 Gemütlicher Abend: Nur mit Anmeldung für Selbstzahler

Hauptprogramm (Sonnabend, 4.4.2020)

10:00 – 10:30 Begrüßung durch Veranstalter(innen), Universität und Stadt.

Erster Zweig: Die Schulung

Schulung in FuD – Forschungsnetzwerk und Datenbanksystem (virtuelle Forschungsumgebung für die Geistes- und Sozialwissenschaften), Computerpool SR 15 (Emil-Abderhalden-Str. 25), Veranstaltung im Rahmen des Programms „Heimatforscher. Qualifizierung von Engagierten“, Dozentin: Marina Lemaire, Servicecentrum eScience Universität Trier, organisiert vom Datenzentrum Sachsen-Anhalt am Institut für Geschichte der MLU und Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e.V.

  • 10:00 – 13:00: Gruppe 1: Ortschronist(inn)en aus Sachsen-Anhalt (ausgebucht)
  • 14:00 – 17:00: Gruppe 2: Genealog(inn)en

Zweiter Zweig: Die Vorträge

  • 14:00 – 14:30 Prof. Dr. Ernst Hafen: DNA-Genealogie im Spannungsfeld zwischen Kommerz und Gesundheit
  • 14:30 – 15:00 Dr. Herbert Wurster: Matricula – traditionelle Erschließung, Internet und neue Forschungsmöglichkeiten
  • 15:00 – 15:30 Mag. Dr. Günter Mühlberger: Transkribus, oder wie sich die automatisierte Handschriftenerkennung für familiengeschichtliche Forschungen nützen lässt

Pause

  • 16:00 – 16:30 Harald Müller-Baur: 5 Jahre Archion
  • 16:30 – 17:00 Dr. Günter Junkers: 30 Jahre Verein für Computergenealogie
  • 17:00 – 17:30 Kristina Ruppel: Wegwerfen, Ordnen, Bewahren: Der private Nachlass aus Sicht des Archivs

17:00 – 18:00 Festveranstaltung zum Launch des Digitalen Archivs der Bonner Längsschnittstudie des Alterns (BOLSA). Öffentlicher Vortrag in diesem Rahmen:

  • Prof. Dr. Christina von Hodenberg (DHI London): Das Potential der BOLSA für die Familiengeschichte Deutschlands nach 1945

Dritter Zweig: Die Diskussionen

10:45 – 12:30 Historisch-anthropologische Session: Doing kinship, finding kin

  • Prof. Dr. Elisabeth Timm (Institut für Kulturanthropologie / Europäische Ethnologie, Münster): Verification by serendipity. How genealogists transform archival heritage
  • Fenella Cannell, PhD (London School of Economics): Kinship as Plot. Doing Genealogy in ‘Religious’ and ‘Secular’ Settings
  • Inna Leykin, PhD (The Open University of Israel, Ra’anana): ‘Who do you think you are’: Genealogical imagination in contemporary Russia
  • Patrick Heady, PhD (MPI for Social Anthropology, Halle), ‘Patterned Relationships’: a cognitive approach to the observable co-variation of terminology, genealogical awareness, and mutual involvement in European kinship practice

Zentrales Thema dieser englischsprachigen, fachlich in der Ethnologie und Soziologie angesiedelten Diskussionsrunde ist die Frage nach der Vielfältigkeit von Motiven, durch genealogische Praktiken Verwandtschaft zu stiften, im Vergleich mehrerer Kulturen und unterschiedlicher sozialer Milieus.

14:00 – 15:30 Familienforschung für die Familie

  • Genealogie in der Jackentasche: Familienforschung mit Spielkarten haptisch präsentieren (Torsten Wehlmann, Projekt Altes Leipzig)
  • Wilde Jugend? Biografien von Jugendlichen des 19./20. Jahrhunderts als Schüler(innen)projekt (Dr. Katrin Moeller, Historisches Datenzentrum Sachsen-Anhalt, Halle)
  • Archivpädagogik für die ganze Familie (Dr. Jens Murken, Bielefeld)

Familienforschung wird von vielen in der Hoffnung betrieben, nicht nur den Menschen näherzukommen, die uns und unsere Vorfahren in der Vergangenheit geprägt haben, sondern auch, dieses Wissen an die nächste Generation weiterzugeben. In dieser Runde sollen drei Ansätze vorgestellt werden, wie dies gelingen kann: In der pädagogischen Arbeit von Archiven, in einem Schulprojekt, und im genealogischen Familienspiel.

16:00 – 17:30 Podiumsdiskussion: Was ist unser Wissen wert? Historische Personen- und Familienforschung zwischen Open Data und Big Business. Diskussionsleitung: Hans-Christian Scherzer (CompGen e.V.)

  • Dr. Thomas Aigner (ICARUS, St. Pölten)
  • Dr. Isabelle Bartram (Gen-ethisches Netzwerk, Berlin)
  • Renate Ell (CompGen e.V.)
  • Prof. Dr. Ernst Hafen (ETH Zürich / Datengenossenschaft MIDATA, Basel)
  • Lars Thiele (Berufsgenealoge / Archivbegleiter, Dresden)
  • Dr. Jesper Zedlitz (CompGen e.V. und Ministerium für Digitalisierung Schleswig-Holstein, Kiel)

In der Podiumsdiskussion geht es um die unterschiedlichen Organisationsformen, die zwischen zwei Extremen liegen: hier der/die einsam auf Papier nur den persönlichen Interessen nachgehende traditionelle Genealoge/in, dort die großen kommerziellen Big-Data- und DNA-Firmen.
Wir erleben eine Explosion des Wissens über konkrete Personen und ihre Familien in der Vergangenheit, stammend sowohl aus den klassischen (Papier‑)Archiven als auch aus dem „Körper“-Archiv in unserer DNA. Wie soll dieses Wissen bewirtschaftet werden? Welche Kosten und Risiken (finanzieller und gesellschaftlicher Art) wollen wir für dieses Wissen aufbringen – was wollen wir überhaupt wissen und was nicht? Was macht Wissen mit uns und anderen? Wer kann für die Qualität von genealogischem Wissen und für den dafür (in Geld, Zeit, vielleicht auch: Verlust an Privatheit) zu zahlenden Preis einstehen: Staatliche und kirchliche Archive, große genealogische Firmen, Verbände der Archivnutzer(innen), Berufsgenealog(inn)en – oder ganz neue Modelle wie Datengenossenschaften und Kooperationen zwischen Archiv, Digital Humanities und Wirtschaft?

Vierter Zweig: Das Barcamp und der Workshop

10:45 – 12:30 (mit Fortsetzung am Nachmittag nach Bedarf): Archivpraktisches Barcamp: Neue Wege der Datenerschließung

Erfassungsprojekte innerhalb und außerhalb von CompGen entwickeln sich rasch. Das Barcamp soll die Gelegenheit bieten, möglichst viele Organisator(inn)en solcher Projekte zusammenzubringen und ihre Vorhaben und Zugangsweisen untereinander diskutieren zu lassen, aber auch die einzelnen Projekte potentiellen Mitmacher(inne)n vorzustellen. Wir schlagen drei Schwerpunkte vor:

  • Lokale Time Machine-Projekte
  • Daten-Eingabe-System- (DES-)Projekte
  • Die Anderen und wir – neue Kooperationsmöglichkeiten

10:45 – 11:45: Workshop: Ortschroniken digital

Der Workshop richtet sich an BürgerwissenschaftlerInnen, die Heimats- und Ortsgeschichten im Open Access publizieren möchten. Er wird angeboten von Dr. Katrin Moeller (Historisches Datenzentrum Sachsen-Anhalt) und John Palatini (Landesheimatbund Sachsen-Anhalt).

Festabend

Festabend: 30 Jahre CompGen – 10 Jahre Matricula – 5 Jahre Archion (mit Launch des BOLSA-Portals). Beginn: 19:00. Anmeldung bis 16.3. möglich (Buffet im Preis von 32 € enthalten, Getränke Selbstzahler, vorherige Überweisung erforderlich).

Sonntag, 5.4.2020

10:00 – 12:00 Uhr: Mitgliederversammlung CompGen e.V.

Kontakt

Prof. Dr. Georg Fertig
Institut für Geschichte
Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
06099 Halle (Saale)
Fragen zur Anmeldung bitte richten an: Ingrid Reinhardt, ireinhardt@compgen.de

                

                 

                 

11. Europäische Sommeruniversität in Digitalen Geisteswissenschaften „Kulturen & Technologien“ (28.07.-07.08.2020, Universität Leipzig)

Di, 03/03/2020 - 10:11

Die Europäische Sommeruniversität in Digitalen Geisteswissenschaften „Kulturen & Technologien“ (ESU) findet nun zum 11. Mal an der Universität Leipzig statt. Sie wird dieses Jahr zum ersten Mal vom Forum for Digital Humanities Leipzig (FDHL) ausgerichtet.

Interesse an der ESU DH C&T kann ab sofort durch das Anlegen eines Accounts im ConfTool der ESU ​https://www.conftool.org/esu2020/ bekundet werden. Die Bewerbungsphase beginnt am 10. März 2020 und endet am 30. April 2020. Informationen zur Bewerbung finden Sie hier: http://esu.culintec.de/?q=node/1304

Die Sommeruniversität dauert volle 11 Tage. Ihr intensives Programm setzt sich aus Workshops, Schnupperkursen, hochschulöffentlichen Vorlesungen, regelmäßig stattfindenden Projektpräsentationen, einer Postersession und einer Podiumsdiskussion zusammen.

Die folgenden Workshops werden angeboten (für nähere Informationen siehe: http://esu.culintec.de/?q=node/1216)

  1. Michael Dahnke (München, Germany) / Florian Langhanki (Universität Würzburg, Germany): OCR4all – An Open Source Tool Providing a Full OCR Workflow For Creating Digital Corpus From Printed Sources (2 x 1 Woche)
  2. Alex Bia (Universidad Miguel Hernández, Elche, Spanien): XML-TEI document encoding, structuring, rendering and transformation (2 Wochen)
  3. Carol Chiodo (Harvard University, USA) / Lauren Tilton (University of Richmond, USA): Hands on Humanities Data Workshop – Creation, Discovery and Analysis (2 Wochen)
  4. Christoph Draxler / Jeannine Beeken / Khiet Truong: Working with Interview Data – Recording, Transcription and Analysis of Spoken Language Data (2 Wochen)
  5. Jan Horstmann (Universität Hamburg, Deutschland) / Mareike Schumacher (Universität Hamburg, Deutschland): Digital Annotation and Analysis of Literary Texts with CATMA 6 (2 Wochen)
  6. Bernhard Fisseni (Leibniz-Institut für Deutsche Sprache Mannheim, Deutschland) / Andreas Witt (Universität Mannheim, Deutschland): Corpus Linguistics for Digital Humanities. Introduction to Methods and Tools (2 Wochen)
  7. Kristin Bührig (Universität Hamburg, Deutschland) / Juliane Schopf (Universität Hamburg, Deutschland): Institutional Communication: Corpora, Analysis, Application (1 Woche)
  8. Janos Borst (Universität Leipzig, Deutschland) / Felix Helfer (Universität Leipzig, Deutschland): Neural Networks for Natural Language Processing – An Introduction (1 Woche)
  9. Maciej Eder (Polnische Akademie der Wissenschaften / Pädagogische Universität, Krakau, Polen) / Jeremi Ochab (Jagiellonen-Universität, Krakau, Polen): Stylometry (2 Wochen)
  10. Simone Rebora (Universität Basel, Schweiz) / Giovanni Pietro Vitali (University College Cork, Irland): Distant Reading in R. Analyse the text & visualize the Data (2 Wochen)
  11. Peter Bell (Universität Erlangen-Nürnberg, Deutschland) / Fabian Offert (Universität Erlangen-Nürnberg, Deutschland): Image Processing and Machine Learning for the Digital Humanities (2 Wochen)
  12. David Joseph Wrisley (New York University Abu Dhab, UAE) / Giovanni Pietro Vitali (University College Cork, Irland) / Randa El Khatib (University of Victoria, Kanada): Humanities Data and Mapping Environments (2 Wochen)
  13. Katarzyna Anna Kapitan (Museum of National History, Frederiksborg Castle, Hillerød, Dänemark) / N. Kıvılcım Yavuz (Kenneth Spencer Research Library, University of Kansas, USA): Manuscripts in the Digital Age: XML-Based Catalogues and Editions (2 Wochen)
  14. Yael Netzer (Ben Gurion University, Israel) / Renana Keydar (Hebrew University of Jerusalem, Israel): Digital Archives: Reading and Manipulating Large-Scale Catalogues, Curating and Creating Small-Scale Archives (2 Wochen)
  15. Barbara Bordalejo (University of Saskatchewan, Kanada) / Peter Robinson (University of Saskatchewan, Kanada): Making an edition of a text in many versions (2 Wochen)

Jeder Workshop umfasst insgesamt 18 Sitzungen oder 36 SWS. Die Zahl der Teilnehmer_innen eines Workshops ist auf 10 begrenzt. Die Workshops sind so strukturiert, dass entweder beide Blöcke eines Workshops oder zwei Blöcke verschiedener Workshops besucht werden können.

Der „Workload“ einer aktiven Teilnahme an der Europäischen Sommeruniversität entspricht 6 ETCS Punkten.

Wie in den letzten Jahren können wir wieder eine ganze Reihe von Stipendien an Teilnehmer_innen der Sommeruniversität vergeben. So unterstützt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) auch dieses Jahr großzügig die Teilnahme von bis zu 23 Alumni / Alumnae deutscher Universitäten an der Europäischen Sommeruniversität. Des Weiteren stellt das Akademische Auslandsamt der Universität Leipzig eine ganze Reihe Förderungen bereit. Zudem erlaubt eine großzügige Unterstützung durch DARIAH-EU die Vergabe von 10 Lehrstipendien. Alle Informationen zu den Stipendien, auch zu eventuell später noch verfügbar werdenden, sind hier zu finden: http://esu.culintec.de/?q=node/1303.

Die vier von CLARIN-D / CLARIAH-DE gesponserten Workshops tragen übrigens dazu bei, dass wir die Teilnahmegebühren auch dieses Jahr niedrig halten können (siehe http://esu.culintec.de/?q=node/1305.

Die Sommeruniversität richtet sich an 60 Teilnehmer_innen aus ganz Europa und darüber hinaus. Sie will Studierende, Doktorand_innen und (Nachwuchs-) Wissenschaftler_innen aus den Geisteswissenschaften, den Bibliothekswissenschaften, den Sozialwissenschaften, den Kunstwissenschaften, den technischen Wissenschaften und der Informatik als gleichwertige Partner_innen zu einem wirklich interdisziplinären Wissens- und Erfahrungsaustausch in einem mehrsprachigen und mehrkulturellen Kontext zusammenführen und so die Voraussetzungen für künftige projektorientierte Kooperationen schaffen.

Die ESU zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht nur einen Raum zum Diskutieren, Erwerben und Ausbauen von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten in Methoden und Technologien schaffen will, die im Bereich des Humanities Computing eine zentrale Rolle spielen und immer mehr die Arbeit in den Geistes- und Kulturwissenschaften, in Verlagen, Bibliotheken, Archiven, Museen und ähnlichen Bereichen bestimmen, sondern dass sie insbesondere auch die Sprachwissenschaft mit den Digitalen Geisteswissenschaften, die nach den Konsequenzen und Implikationen der Anwendung computationeller Methoden und Tools auf Artefakten aller Art fragen, integrieren will.

Sie zeichnet sich zudem dadurch aus, dass sie sich das Ziel setzt, dem sogenannten Gender Divide zu begegnen, das heißt der Unterrepräsentation von Frauen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Deutschland, Europa und vielen Teilen der Welt, indem sie auf die Herausforderung, die die Geisteswissenschaften im weitesten Sinne mit ihren überaus komplexen Daten und ihrem Reichtum an Frauen für die Informatik und die Ingenieurwissenschaften und deren Weiterentwicklung bieten, auf die Überwindung der Grenzen zwischen den sogenannten Hard und Soft Sciences sowie auf die Integration von Geisteswissenschaften, Informatik und Ingenieurwissenschaften setzt.

Alle wichtigen Informationen sind im neuen Web-Portal (https://esu.fdhl.info) der Europäischen Sommeruniversität in Digitalen Geisteswissenschaften „Kulturen & Technologien“zu finden. Das Portal wird fortwährend aktualisiert und mit weiteren Informationen angereichert. Vorübergehend sind Informationen auch noch auf dem bisherigen Webportal (http://esu.culintec.de/) zu finden.

Mit einem herzlichen Gruß
Elisabeth Burr in Vertretung des FDHL

Prof. Dr. Elisabeth Burr
Co-Director of the European Summer University
http://esu.culintec.de/

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Hinweis:

https://esu.fdhl.info (neues Webportal). Vorübergehend werden Informationen auch noch auf dem bisherigen Webportal http://esu.culintec.de/ zur Verfügung gestellt.

***

Call for Papers Ästhetik – Digitalität – Macht Neue Forschungsperspektiven im Schnittfeld von kultureller Bildung und Medienpädagogik

Mo, 03/02/2020 - 14:25

Call for Papers
Ästhetik – Digitalität – Macht
Neue Forschungsperspektiven im Schnittfeld von kultureller Bildung
und Medienpädagogik

Joint Conference:

11. Tagung des ›Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung‹ und Herbsttagung der ›Sektion Medienpädagogik‹ der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft veranstaltet von:
›Digitalisierung in der kulturellen Bildung – ein Metaprojekt (Teilprojekt 1)‹ des Lehrstuhls für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur und ästhetische Bildung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
24.-26. September 2020 · Akademie für Schultheater und performative Bildung · Kulturwerkstatt auf AEG, Nürnberg


Digitalisierung verändert Selbstverhältnisse, Gemeinschaftsformen und Demokratieverständnisse. Die gegenwärtige post-digitale Kultur und ihre ästhetischen Erfahrungsräume können ohne Kenntnis digitaler Medialität und digitaler Designs – verstanden als machtgeladene ästhetische Prozesse (Mareis 2016, von Borries 2016) – nicht mehr verstanden werden. Umgekehrt ist die Ausbreitung digitaler Medialität in der ästhetisierten Gesellschaft (Reckwitz 2012, Böhme 2016) nur mehr unter Bezug auf ästhetisch-kulturelle Praxen entschlüsselbar. Ästhetische, kulturelle und mediale Wissensfelder sind daher für pädagogische Handlungsfähigkeit wie auch für eine zukunftsgerichtete Entwicklung der Forschung zur kulturellen Bildung und Medienpädagogik unumgänglich.

Die gemeinsame Tagung des ›Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung‹, der DGfE-Sektion ›Medienpädagogik‹ und des Forschungsprojektes ›DiKuBi-Meta‹ (BMBF, 2018-2022) möchte Forschende zur ästhetisch-kulturellen Bildung und Forschende im Feld der Medienpädagogik zusammenbringen, gegenseitig Einsichten erkunden, Kooperationsmöglichkeiten sondieren und gemeinsam neue Perspektiven für Forschung und Praxis diskutieren.

Wir bitten um Einreichungen, die insbesondere Schnittfelder von ästhetischen, künstlerischen, medialen, (post-)digitalen und designbezogenen Phänomenen und Praktiken in pädagogischer bzw. bildungstheoretischer / bildungsbezogener Perspektive in den Blick nehmen. Dabei können beispielsweise folgende Fragenkomplexe (direkt oder indirekt) adressiert werden:


• Welche Beiträge können kulturelle Bildung und Medienpädagogik im Hinblick auf ein nicht technologisch verengtes Verständnis von ›Digitalisierung‹ im Bildungsbereich leisten? Welche spezifischen Aspekte im Hinblick auf non-formale, formale und informelle Bildungsprozesse lassen sich theoretisch oder empirisch aufzeigen?


• Wie verändern sich ästhetische Praxis und (auch informelle) kreativ-künstlerische Lern- und Bildungsprozesse? Wie lassen sich kommunikative Praxen im Kontext digital basierter Ästhetisierungsprozesse (z.B. auf TIKTOK) verstehen und beforschen? Welche Bedeutung kommt der gleichzeitigen Mediatisierung und Ästhetisierung von Lernen und Bildung im Kontext digitaler Onlineplattformen (z.B. Tutorials, Influencer) zu?

• Wo liegen die Beiträge und Perspektiven der Forschung zur kulturellen Bildung und Medienbildung im Hinblick auf Subjektivität, Handlungsfähigkeit und die Suche nach Aspekten ›digitaler Souveränität‹ in einer zunehmend digital designten Welt? Wie lassen sich diese Potenziale in der Forschung aufweisen und heben?

• Welche Bedeutung hat ›Design‹ – als Gegenstand und Bezugsfeld, im Kontext von Forschungsmethoden (design based research), als paradigmatisches Bezugsfeld (design studies) oder auch als pädagogisch-didaktisches Prinzip (instructional design) – für Digitalisierung in Bildungsbereichen?

• Welche Bedeutung haben Digitalisierungsprozesse für Handlungsbereiche der kulturellen Bildung und der Medienpädagogik? Wie verändern sich Klientel(-anforderungen), Themenbezüge, Arbeitsbedingungen? Wie steht Digitalisierung zu anderen gesellschaftlichen Transformationsprozessen, die für die kulturelle Bildung von Bedeutung sind (etwa im Kontext von Globalisierung, Migration, Klimawandel oder Nachhaltigkeit)?

• Wie verändern digitale und post-digitale Entgrenzungen kreativer Arbeitsfelder und künstlerischer Praxen – z.B. in den creative industries – die Bezugsfelder der kulturellen Bildung und der Medienpädagogik? Welche Potenziale, Transformationen oder veränderte institutionelle
Bedingungsgefüge ergeben sich daraus?


• Wie kann der Transfer von Forschungserkenntnissen in die Praxis gelingen? Welche Forschungszugänge und -themen bieten geeignete Anschlüsse? Was sind Bedingungen und Probleme einer (aus pädagogischen Logiken heraus) selbstbestimmten ›digitalen‹ Professionalisierung und Organisationsentwicklung innerhalb der kulturellen Bildung?

EINREICHUNGEN
Die Tagung bietet unterschiedliche Formate an, um eine differenzierte Auseinandersetzung und Analysen in Theorie und Praxis zu ermöglichen. Wir laden Sie herzlich ein, Abstracts für Panelbeiträge (Einzelvorträge), künstlerisch-praktische und / oder forschungsmethodische
Labore und Poster einzureichen.

I. PANELBEITRÄGE (20 min)
Die Vorträge zu konkreten Forschungsprojekten sind als Panelbeiträge (Einzelvorträge) mit einer Dauer von 20 Minuten mit anschließender Diskussion geplant. Die Vorträge können sich mit theoretischen Fragestellungen, der Darstellung von Forschungsdesigns und / oder empirischen Ergebnissen beschäftigen, eine Bezugnahme zu den oben genannten Themen ist gewünscht.
• Titel und Kurzbeschreibung des Beitrags (ca. 500 Zeichen inkl. Leerzeichen)
• Zentrale Fragestellung / Ergebnis des Beitrags inkl. Relevanz für die Tagungsthematik (max. 1500 Zeichen inkl. Leerzeichen, exkl. Literaturangaben)
• Kurz-Vita (max. 500 Zeichen inkl. Leerzeichen)

II. LABORE (120 min)
Die Labore sind auf 120 Minuten angelegt und finden mit einer begrenzten Anzahl an Tagungsteilnehmer*innen statt. Mit ihrem interaktiven Charakter bieten sie die Möglichkeit, Themen explorativ und praktisch-experimentell, ästhetisch und / oder forschend zu erproben
und aktiv zu gestalten. Für die Realisierung ist eine Aufwandsentschädigung vorgesehen. Bitte
geben Sie bei der Einreichung Ihre technischen Bedarfe, Ausstattungsanforderungen etc. an und wenden Sie sich bei Fragen gerne direkt an uns.
• Titel und Kurzbeschreibung des Labors (max. 500 Zeichen inkl. Leerzeichen)
• Ausführliche Beschreibung des Beitrags inkl. Relevanz für die Tagungsthematik (max. 1500 Zeichen inkl. Leerzeichen)
• Kurz-Vita (max. 500 Zeichen inkl. Leerzeichen)
• Angabe zur benötigten technischen Ausstattung, Anforderungen an die Räumlichkeiten, ggf. Material und dessen Verfügbarkeit

III. POSTER (5 min Präsentation)
Poster zur Vorstellung laufender Forschungsarbeiten und -vorhaben, die im weitesten Sinne an das Tagungsthema anschließen und dieses graphisch zugänglich machen, können im Rahmen einer Postersession vorgestellt werden. Im moderierten Rahmen werden die einzelnen Poster von den Autorinnen präsentiert (ca. 5 min). Im Anschluss sind die Tagungsteilnehmer*innen eingeladen, in individuellen Gesprächen die Arbeiten mit den Autor*innen zu vertiefen. Die Poster sind zur Tagung im Format A0 mitzubringen und vorab als PDF-Datei einzureichen.
• Titel und Kurzbeschreibung des Vorhabens (max. 500 Zeichen inkl. Leerzeichen)
• Zentrale Fragestellung / Ergebnis des Beitrages inkl. Relevanz des Beitrags für die Tagungsthematik (max. 1500 Zeichen inkl. Leerzeichen, exkl. Literaturangaben)
• Kurz-Vita (max. 500 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Bitte reichen Sie Ihre Vorschläge und Unterlagen bis zum 26. April 2020 elektronisch über ConfTool (https://www.conftool.org/joint-conference-11-netzwerktagung) ein.Über die Annahme des Beitrags entscheidet das Scientific Committee bis zum 31. Mai 2020. Die Benachrichtigung erfolgt im Anschluss.

HINWEIS ZUR PUBLIKATIONSPLANUNG
Im Anschluss an die Tagung ist eine Publikation der Beiträge im Jahrbuch Medienpädagogik als Print on Demand (PoD) auf der Onlineplattform der ZEITSCHRIFT MEDIENPÄDAGOGIK (onlinefirst auf medienpaed.com als CC4.0), sowie auf der Plattform kubi-online.de geplant.

SCIENTIFIC COMMITTEE
Sandra Aßmann · Patrick Bettinger · Andreas Brenne · Benjamin Jörissen · Joachim Ludwig · Kiwi Menrath · Elke Möller · Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss · Claudia Rosskopf · Klaus Rummler · Lisa Unterberg · Manuel Zahn

TAGUNGSWEBSITE
https://www.dikubi-meta.fau.de/veranstaltungen/joint-conference-11-netzwerktagung/

TWITTER & INSTAGRAM #kubimpaed20

WEITERE INFORMATIONEN
https://www.forschung-kulturelle-bildung.de
https://www.dgfe.de/sektionen-kommissionen-ag/sektion-12-medienpaedagogik.html
https://www.medienpaed.com/

KONTAKT
Elke Möller tagung-digitalitaet2020@fau.de
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur und ästhetische Bildung
Bismarckstraße 1a · D-91054 Erlangen
+49 (0) 9131 85 25887

Neue DHd-AG „Digital Humanities Theorie“ gegründet

Fr, 02/28/2020 - 17:40

Wir freuen uns sehr über die Gründung einer neuen DHd-AG „Digital Humanities Theorie

Die AG „Digital Humanities Theorie“ beschäftigt sich mit Formen, Verfahren und Zugängen von Theoriebildung und -arbeit in den DH. In den Fokus rücken unter anderem Objekte, Methoden, Werkzeuge der DH, ebenso wie das Verhältnis von Medialität und Digitalität, sowie wissenschaftstheoretische Ansätze für die DH als Disziplin bzw. Forschungsfeld.

Weitere Informationen über die DHd-AG „Digital Humanities Theorie“ finden sich hier:

https://dhtheorien.hypotheses.org/

Zudem wird die neue DHd-AG auf der DHd2020, der 7. Jahrestagung des Verbandes Digital Humanities im deutschprachigen Raum, vorgestellt.

Beste Grüße und bis nächste Woche bei der DHd2020 in Paderborn.


Simone Kronenwett MA LIS
Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd)

Communications Fellow
Email: info@dig-hum.de
Twitter: @DHDInfo
www.dig-hum.de

NFDI4Memory-Community-Treffen in Halle am 24. April

Fr, 02/28/2020 - 12:02

Das Historische Datenzentrum Sachsen-Anhalt und das Servicezentrum eSciences organisieren das NFDI4Memory-Community-Treffen in Halle am 24. April.

Es wird darum gehen allgemein über NFDI und konkret über die 4Memory-Initiative zu informieren und die Bedarfe und Angebote aus der Community der historisch arbeitenden Geisteswissenschaften zu erfassen und Mitstreiter*innen zu gewinnen.

Man kann sich über diesen Link < https://www.esciences.uni-trier.de/events/event/nfdi4memory-community-treffen-am-24-april-2020-in-halle-saale/> anmelden.

Wenn der Termin nicht passt oder die Anreise zu weit ist, es gibt weitere Treffen in anderen Regionen. Die Termine sind auf dem 4Memory-Blog zu finden: https://4memory.de/blog/ !

Wir würden uns freuen, wenn die Ankündigung weiter verbreitet wird.

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