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Digital Humanities im deutschsprachigen Raum
Aktualisiert: vor 9 Stunden 47 Minuten

CFP: Digital Classicist Seminar Berlin 2022

Mi, 07/06/2022 - 14:47

Wir freuen uns, hiermit den Call for Papers für die achte Reihe des Digital Classicist Seminar Berlin im Wintersemester 2022/23 bekannt geben zu können. Diese Seminarreihe wird vom Zentrum Grundlagenforschung Alte Welt an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Zusammenarbeit mit dem Berliner Antike-Kolleg durchgeführt.

Sie sind herzlich dazu eingeladen, Beiträge einzureichen, welche die innovative Anwendung moderner digitaler Methoden, Ressourcen und Techniken in den verschiedensten Bereichen einer weitgefassten Altertumswissenschaft thematisieren. Wir begrüßen insbesondere Vorschläge, aus denen hervorgeht, wie dank der Anwendung computergestützter Technologien sowohl fachimmanente als auch fachübergreifende Fragen beantwortet werden können.

Die Vorträge können beispielsweise folgende Themenbereiche zur Erschließung und dem vertieften Verständnis des kulturellen Erbes behandeln: Maschinelles Lernen, Linked Open Data und Semantic Web, Raum- und Netzwerk-Analyse, Techniken für Open Science, Bildverarbeitung und Visualisierung, 3D-Entwicklungen, moderne Editionstechniken, maschinelle Sprachverarbeitung etc. Weitere, neue Ideen sind sehr willkommen! Mit diesem Call for Papers möchten wir nicht nur postdocs ansprechen, sondern auch Nachwuchswissenschaftler:innen.

Vorschläge im Umfang von 300-500 Wörtern (bibliographische Angaben ausgenommen) können bis spätestens Mitternacht (MESZ) am 31. Juli 2022 unter https://nubes.bbaw.de/s/KaQRXRi23oBgEx6 im PDF-Format eingereicht werden. Bitte notieren Sie Ihre Kontaktdaten auf der (sonst leeren) ersten Seite. Ihre Zusammenfassung des geplanten Vortrages kann in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden, die beiden Sprachen sind auch die Arbeitssprachen im Seminar. Bitte teilen Sie uns mit, ob der gleiche Vortrag bereits bei anderen Veranstaltungsreihen oder Konferenzen eingereicht wurde.

Die Seminare werden von Oktober 2022 bis Februar 2023 wöchentlich jeweils dienstags um 16.15-17.45 Uhr stattfinden. Das vollständige Programm wird im August bekannt gegeben werden. Die Vortragenden werden so weit wie möglich bei der Finanzierung ihrer Reise- und Unterkunftskosten unterstützt. Nähere Informationen dazu werden bei der Veröffentlichung des Programms mitgeteilt. Wir bevorzugen nach Möglichkeit eine physische Präsenz der Vortragenden, aber selbstverständlich ist auch ein digital gehaltener Vortrag möglich. Sofern nicht zwingend grundsätzlich auf Präsenz verzichtet werden muss, wird das Seminar stets in Hybridform stattfinden.

Jetzt bewerben: Das CRETA-Coaching für Doktorand*innen!

Mo, 07/04/2022 - 12:32

Du arbeitest an einem geisteswissenschaftlichen Dissertationsprojekt und möchtest Methoden aus den Digital Humanities, der Korpus- oder Computerlinguistik verwenden? Du wünschst dir zusätzlichen Austausch mit Expert*innen zum reflektierten und zielgerichteten Einsatz dieser Methoden oder der Interpretation ihrer Ergebnisse? Dann bist du beim CRETA-Coaching genau richtig!

Unser Angebot

  • Ein Kick-Off-Workshop (Freitag, 02.09.2022, ganztägig, digital) bietet Input rund um die Operationalisierung geisteswissenschaftlicher Konzepte und die reflektierte Textanalyse. Außerdem gibt es die Möglichkeit, dich mit unseren Coaches und den anderen Coachees zu vernetzen.
  • In drei individuellen Coachingsitzungen mit jeweils zwei für dich ausgewählten Personen aus unserem Coaching-Team erörtern wir verschiedene Optionen zur Operationalisierung deiner Forschungsfragen. Das Ziel ist, gemeinsam einen konkreten Plan für dein Forschungsvorhaben (weiter) zu entwickeln, mit dem du direkt loslegen kannst.
  • Bei der zweitägigen CRETA-Werkstatt (19.+20.09.2022, ganztägig, in Stuttgart) kannst du als Coachee vom Feedback aller Coaches und dem gesamten interdisziplinär aufgestellten CRETA-Verein profitieren. Im Fokus steht der informelle Austausch über konkrete Forschungsvorhaben und Daten in Form von Vorträgen und Diskussionen in Arbeitsgruppen. Neben den Coachees sind auch mehrere Projekte aus dem CRETA-Verein mit ihren Daten und Forschungsfragen vertreten.

Bewerbung

Du kannst dich bis zum 29. Juli 2022 mit folgenden Unterlagen für das CRETA-Coaching per E-Mail an melanie.andresen@ims.uni-stuttgart.de bewerben:

  • Lebenslauf
  • Eine maximal zweiseitige Skizze des Forschungsvorhabens

Team

Unser breit aufgestelltes Coaching-Team besteht in diesem Jahr aus:

  • Melanie Andresen, Korpuslinguistik/Digital Humanities, Universität Stuttgart
  • Evelyn Gius, Digital Philology/Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, TU Darmstadt
  • Benjamin Krautter, Literaturwissenschaft/Digital Humanities, Universität zu Köln
  • Jonas Kuhn, Computerlinguistik, Universität Stuttgart
  • Claes Neuefeind, Digital Humanities/Computerlinguistik, Universität zu Köln
  • Janis Pagel, Computerlinguistik/Digital Humanities, Universität zu Köln
  • Axel Pichler, Philosophie/Literaturwissenschaft, Universität Stuttgart
  • Nils Reiter, Sprachliche Informationsverarbeitung/Digital Humanities, Universität zu Köln
  • Mareike Schumacher, Literaturwissenschaft/Digital Humanities, TU Darmstadt
  • Gabriel Viehhauser, Digital Humanities, Universität Stuttgart

Alle Informationen zum Coaching findest du auf unserer Webseite: https://www.cretaverein.de/coaching/. Bei Fragen kannst du dich jederzeit gerne per E-Mail bei Melanie Andresen melden (melanie.andresen@ims.uni-stuttgart.de).

Summer School „Visual Data Literacy“ (19.-21.9.22, LMU München)

Mi, 06/29/2022 - 21:15

Summer School „Visual Data Literacy“ (Carl Friedrich von Siemens Stiftung, Schloss Nymphenburg)

Die Summer School richtet sich an Promovierende, Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende der Geisteswissenschaften mit bildwissenschaftlichem Schwerpunkt, die sich in den Digital Humanities weiterbilden möchten.

Wie lassen sich Objekte visueller Kultur erforschen? Neben traditionellen geisteswissenschaftlichen Wegen zum Verständnis von Bildern bieten digitale Methoden und Werkzeuge neue Möglichkeiten in Forschungsprojekten und Seminararbeiten – und auch außeruniversitär wird ihre Anwendung zunehmend zum Regelfall. Der planvolle und reflektierte Umgang mit digital en masse vorliegenden Daten wird so immer mehr zu einer Kernkompetenz angehender Geisteswissenschaftler:innen. Eine erste vertiefende Auseinandersetzung mit diesem Themenbereich kann Perspektiven eröffnen und Spezialisierung vorantreiben. Die Summer School „Visual Data Literacy“ möchte Teilnehmer:innen in einem intensiven Austausch mit Workshops, Lehreinheiten und Vorträgen eine hinreichende Grundlage für weitere Vorhaben bieten. Ziel ist nicht nur der Erwerb digitaler Kompetenzen, sondern auch, einen Raum zu schaffen, in dem Projektideen gegenseitig verzahnt und diskutiert werden können.

Im Fokus der dreitägigen Summer School stehen folgende Schwerpunktthemen:

  • Datenaufnahme und -modellierung
  • Datenbereinigung und -standardisierung
  • Datenexploration und -visualisierung
  • Datenadressierung und Künstliche Intelligenz
  • Datentransfer und -nachnutzung

Für die Keynote Lecture konnte Prof. Dr. Ralph Ewerth von der Technischen Informationsbibliothek Hannover gewonnen werden. Neben dem wissenschaftlichen Lehrprogramm erwartet Sie ein Hands-on-Workshop in Schloss Nymphenburg, der durch eine Gondelfahrt im Schlosskanal begleitet wird.

Die Summer School findet vom 19. September 2022, 11:45 Uhr, bis 21. September 2022, 14:15 Uhr, in der Carl Friedrich von Siemens Stiftung bei Schloss Nymphenburg in München statt.

Bewerbungsfrist: 31. Juli 2022

Weitere Informationen zur Summer School gibt es hier:
https://www.kunstgeschichte.uni-muenchen.de/veranstaltungen/summer-school-data-literacy/index.html

Save the Date: Am 17.07.2022 wird der DHd 10 Jahre!

Di, 06/28/2022 - 21:21

Am 17. Juli 2022 jährt sich die Gründung des DHd-Verbands zum 10. Mal!

Wir wollen zu diesem freudigen Anlass die Community dazu einzuladen, ihre Erinnerungen an die Gründung oder besondere DHd-Momente der letzten 10 Jahre in Text oder Bild unter dem Motto „Der DHd-Verband feiert sein 10. Jubiläum – Ich feiere mit!“ zu teilen.

Mehr Informationen dazu folgen in Kürze.

Wir freuen uns!

Simone Kronenwett für den DHd-Verband
DHd-Communication Fellow
Email: info@dig-hum.de

„Ich hätte in keinem anderen Fach die große Interdisziplinarität meiner Herkunftsfächer behalten können“ – Sarah Langs Weg in die Forschung

So, 06/26/2022 - 12:00

Eine Karriere in der Wissenschaft? Zu unsicher, zu kompetitiv, denken viele Studierende. Besonders in stark interdisziplinären Fächern wie den Digital Humanities kommt der Zweifel über die eigenen Fähigkeiten hinzu: Kenne ich mich wirklich gut genug in meinen Fachgebieten aus? Und wie komme ich eigentlich in die Forschung? Fragen, die auch mich als Erstsemester der Digital Humanities an der Universität Bamberg umtreiben. Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, habe ich über Zoom einige Interviews mit Wissenschaftler:innen am Rande der DHd2022 über ihren Weg in die Forschung geführt, die nun hier im DHd-Blog gepostet werden. Die Interviews sind zugleich mein Medienbeitrag als Reisestipendiat der DHd.

Dies ist das fünfte Interview der Reihe und wurde am 14.03.2022 geführt.

 

Wie bist Du bei den Digital Humanities gelandet?

Ich habe angefangen, im Lehramt Latein und Geschichte zu studieren, und bin dann an unterschiedlichen Instituten herumgewandert, weil ich gemerkt habe, dass ich eigentlich nicht unterrichten möchte. Ich war dann an der Religionswissenschaft und an der Philosophie mal studentische Mitarbeiterin. Aber diese Stellen waren meistens so auf ein Jahr befristet oder solange man noch kein abgeschlossenes Studium hatte. Nach dem Master ging es nicht weiter. Und dann habe ich einfach geschaut, welche gratis Zertifikate gibt es denn? Dann habe ich ein Zertifikat zur Informationsmodellierung in den Geisteswissenschaften gefunden. Was mich dann tatsächlich dazu bewogen hat, die DH vor der Philosophie oder der Religionswissenschaft zu bevorzugen: Ich hätte in keinem anderen Fach die große Interdisziplinarität meiner ganzen Herkunftsfächer behalten können. In den DH habe ich die Möglichkeit, mir diese Türen offenzuhalten.

Was gefällt Dir am meisten an der Arbeit in der Forschung? Siehst Du auch Nachteile im Vergleich zur freien Wirtschaft?

In der Wissenschaft ist der Vorteil, dass ich da genau das machen kann, was mich interessiert. Ich kann in der freien Wirtschaft einen Job finden, für den ich mich begeistere und vielleicht schöne Aufgaben bekommen, aber in der Wissenschaft kann ich mir eben selbst definieren, was ich machen will und genau das dann machen. Ich habe sehr viel Gestaltungsfreiraum. Aber natürlich ist das auch nicht immer der Fall in der Forschung. Ich glaube, es kommt drauf an, wie man angestellt ist. Ich zum Beispiel bin an einem DH-Institut, das ist ein traumhaftes Umfeld. An einer geisteswissenschaftlichen Institution stelle ich mir das schwieriger vor, wenn ich die einzige Person bin, die DH macht, weil man dann noch für viele andere Leute Dienstleistungen erbringen muss.

Was fasziniert Dich an Deinem Forschungsgebiet am meisten?

Mein konkretes Forschungsgebiet ist die Wissenschaftsgeschichte, und dort speziell die Alchemieforschung. Das ist eine sehr spannende Epoche und am meisten fasziniert mich daran, wie die Leute früher gedacht haben. Alchemie ist auch sehr schlecht erforscht, weil das bis in die 90er mit Esoterik assoziiert wurde und die Wissenschaft sich deshalb nicht damit beschäftigt hat. Deshalb haben wir da einen riesigen blinden Fleck, an dem es noch viel Forschungsbedarf gibt.

Woran arbeitest Du im Moment oder was ist Dein nächstes Projekt?

Ich habe jetzt nach meiner Dissertation natürlich erstmal viele Altlasten aufzuarbeiten, die auch mit der Entschlüsselung von alchemischen Texten zu tun haben. Für meine Habilitation möchte ich inhaltlich im selben Bereich bleiben, aber mich jetzt vermehrt mit Computer Vision beschäftigen.

 

Sarah Lang hat in Digital Humanities promoviert und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Informationsmodellierung der Karl-Franzens-Universität Graz. Auf der DHd2022 hielt sie den Vortrag „Mithilfe von Machine Reasoning alchemische Decknamen entschlüsseln“.

„Man ist auch Dolmetscherin für die verschiedenen Disziplinen“ – Katrin Moellers Weg in die Forschung

Do, 06/23/2022 - 12:00

Eine Karriere in der Wissenschaft? Zu unsicher, zu kompetitiv, denken viele Studierende. Besonders in stark interdisziplinären Fächern wie den Digital Humanities kommt der Zweifel über die eigenen Fähigkeiten hinzu: Kenne ich mich wirklich gut genug in meinen Fachgebieten aus? Und wie komme ich eigentlich in die Forschung? Fragen, die auch mich als Erstsemester der Digital Humanities an der Universität Bamberg umtreiben. Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, habe ich über Zoom einige Interviews mit Wissenschaftler:innen am Rande der DHd2022 über ihren Weg in die Forschung geführt, die nun hier im DHd-Blog gepostet werden. Die Interviews sind zugleich mein Medienbeitrag als Reisestipendiat der DHd.

Dies ist das vierte Interview der Reihe und wurde am 14.03.2022 geführt.

 

Wie bist Du bei den Digital Humanities gelandet?

Das kam eigentlich tatsächlich durch meine persönlichen Interessen, auf die ich mich dann im Studium nochmal konzentriert habe. Als ich angefangen habe, zu studieren, habe ich auch Vorlesungen und auch Lehrveranstaltungen besucht, in denen es um technische Dinge ging. Ich hatte Glück, weil mein Professor Kersten Krüger in Rostock noch einer von denen war, die in den 70er Jahren ganz viel mit großen statistischen Analysen gemacht haben, die dann in den 90er-Jahren nicht mehr so beliebt in der Geschichtswissenschaft waren. Aber er hat uns das trotzdem nahegebracht und hat mit uns dann tatsächlich auch SPSS-Kurse gemacht. In meiner Dissertation hatte ich vor, eine Tabelle über die Hexenprozesse in Mecklenburg anzufangen, woraus dann eine ziemlich komplexe Datenbank entstanden ist mit den über 4000 Hexenprozessen, die es in Mecklenburg gab. Das hätte ich ohne quantitative Auswertungen auch nicht so analysieren können.

Was gefällt Dir am meisten an der Arbeit in der Forschung? Siehst Du auch Nachteile im Vergleich zur freien Wirtschaft?

Ich fand die Forschung schon immer total lebendig und spannend, weil man eben viele Dinge miteinander verbinden kann, die man sonst nicht auf einem Ort hat. Ich kann meine Forschungsziele und Projekte selbst bestimmen und selbst mit festlegen, was ich eigentlich erforschen möchte. Und ich kann auch an viele Orte gehen, um das zu realisieren, angefangen vom Archiv über die Bibliotheken bis hin zu großen forschungsbasierten Datenbeständen. Diese Freiheit, tatsächlich auch zu bestimmen, was ich mache, fasziniert mich bis heute. Ein Nachteil zur Wirtschaft ist natürlich, dass man auch überrannt wird mit Ideen und Wünschen, gerade auch, wenn man wie ich Schnittstelle für viele verschiedene Projekte ist. Das ist nicht immer ganz einfach, weil man sich auch immer wieder abgrenzen und klarstellen muss, wohin man will, um sich nicht in tausenden von Projekten zu verlieren. Die Informatik hat ja auch einen Servicecharakter für viele. Niemand kommt mehr ohne digitale Ansätze und Techniken aus, aber gleichzeitig hat niemand Zugriff auf Ressourcen oder die Manpower, um solche Dinge dann auch wirklich adäquat umzusetzen. Deshalb ist man auch Dolmetscherin für die unterschiedlichen Disziplinen.

Was fasziniert Dich an Deinem Forschungsgebiet am meisten?

Ich habe einfach totalen Spaß an Geschichtswissenschaft. Ich arbeite gerne im Archiv, wo man neue Dinge entdecken kann und ich arbeite gerne in Digital Humanities, weil man lange an Daten poliert, bastelt, schraubt, bis sie so weit sind, dass man sie auswerten kann. Dann ist man echt gespannt, was da eigentlich rauskommt. Und das ist immer wieder total spannend.

Woran arbeitest Du im Moment oder was ist Dein nächstes Projekt?

Hier am Historischen Datenzentrum Sachsen-Anhalt wollen wir für die Regionalgeschichte Dinge im digitalen Bereich voranbringen. Unter anderem möchten wir ein biographisches Lexikon einrichten. Wir haben uns jetzt große Datenbestände mit Biografien vorgenommen, um diese über Eigennamenerkennung und andere Techniken zu erschließen. Auf der größeren Ebene hoffe ich, dass jetzt 4Memory in der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur gefördert wird, um in dem großen Netzwerk der NFDI auch etwas für die Geschichtswissenschaft aufzubauen. Da drücke ich ganz fest die Daumen, dass das klappt.

 

Katrin Moeller ist promovierte Historikerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und seit 2008 Leiterin des Historischen Datenzentrums Sachsen-Anhalt. Auf der DHd2022 war sie am Workshop „Die CARE-Prinzipien und ihre Implikationen für geisteswissenschaftliche FDM-Services“ beteiligt und hielt zusammen mit Jan Michael Goldberg den Vortrag „Automatisierte Extraktion und Klassifikation von Variantenschreibungen historischer Berufsbezeichnungen in seriellen Quellen des 16. bis 20. Jahrhunderts“.

Virtuelles DH-Kolloquium an der BBAW, 27.06.2022: „Transkribus – Erkennung handschriftlicher Dokumente mit Deep Learning“

Mi, 06/22/2022 - 13:16

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW laden wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Montag, den 27. Juni 2022, 16 Uhr c.t., ein (virtueller Raum: https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b):

Günter Mühlberger (Universität Innsbruck, Forschungszentrum Digital Humanities)
Transkribus – Erkennung handschriftlicher Dokumente mit Deep Learning

Transkribus ist eine offene Plattform für die Erkennung von handschriftlichen historischen Dokumenten. Mehr als 85.000 Nutzer sind auf der Plattform registriert, mehrere hundert von ihnen arbeiten täglich mit der Software. Als einzige Plattform weltweit können die Nutzer neuronale Netze zur Texterkennung und Layoutanalyse in der Plattform trainieren und so die Erkennung handschriftlicher Dokumente für ihre spezifischen Dokumente optimieren.

Transkribus basiert auf Deep Learning und arbeitet unabhängig von Sprache und Alphabet. Mittelalterliche Dokumente in Latein können genauso verarbeitet werden wie Briefe aus dem Ersten Weltkrieg in Englisch und Deutsch oder Hebräisch und Arabisch. Mehr als 13.000 Modelle wurden bereits von den Nutzern trainiert. Insgesamt wurden über 30 Millionen Dokumente zur Verarbeitung in Transkribus hochgeladen.

Transkribus wurde im Rahmen eines EU-Forschungsprojekts unter der Leitung der Universität Innsbruck entwickelt. Im Anschluss an das Projekt wurde 2019 die europäische Genossenschaft READ-COOP SCE gegründet. READ-COOP hat mittlerweile fast 120 Mitglieder, darunter renommierte Archive, Bibliotheken und Universitäten aus der ganzen Welt.

In diesem Vortrag werden wir die Möglichkeiten diskutieren, die Transkribus allen bietet, die sich für die Erkennung historischer Dokumente interessieren. Dazu gehören nicht nur die Texterkennung und das Training von neuronalen Netzen, sondern auch die Suche in Sammlungen über die read&search-Anwendung und Crowd-Sourcing-Lösungen für Katasterdokumente. Schließlich berichten wir über neue Entwicklungen zur maschinellen Layoutanalyse auch für historische Zeitungen.

***

Die Veranstaltung findet virtuell statt; eine Anmeldung ist nicht notwendig. Zum Termin ist der virtuelle Konferenzrraum über den Link https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b erreichbar. Wir möchten Sie bitten, bei Eintritt in den Raum Mikrofon und Kamera zu deaktivieren. Nach Beginn der Diskussion können Wortmeldungen durch das Aktivieren der Kamera signalisiert werden.

Der Fokus der Veranstaltung liegt sowohl auf praxisnahen Themen und konkreten Anwendungsbeispielen als auch auf der kritischen Reflexion digitaler geisteswissenschaftlicher Forschung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der BBAW.

Games sammeln, archivieren und bereitstellen (virtuell, 24.&25.6.2022)

Mo, 06/20/2022 - 21:20

Fr. 24.6.2022 – Sa. 25.6.2022, Zoom

Virtueller Workshop in Verbindung mit der Stiftung Digitale Spielekultur

Das Sammeln, Archivieren und Bereitstellen des digitalen Mediums Computerspiel stellt GLAM-Institutionen vor zahlreiche Herausforderungen, die es möglichst homogen, aber auch mit Rücksicht auf unterschiedliche Institutionen und deren Kapazitäten und Ansprüche individuell zu lösen gilt. In diesem virtuellen Workshop mit internationalen Expert/-innen werden vier wesentliche Themenschwerpunkte fokussiert: Es werden Sammlungskonzepte und -kriterien unterschiedlicher Einrichtungen vorgestellt und verglichen. Neben technischen Aspekten des Archivierens wird man sich auch über juristische Aspekte, der Präsentation oder des Bereitstellens und Zitierens von Computerspielen austauschen. Gerade im Hinblick auf das wachsende Datenuniversum digitaler Kataloge und Linked Open-Data-Projekte sind auch die Vereinheitlichung und Optimierung der Metadaten für Computerspiele von Bedeutung und werden in einer Sektion des Workshops thematisiert. Zu jedem Themenschwerpunkt werden zwei bis drei Personen eingeladen, die nach kurzen Impulsvorträgen im Panel ins Gespräch kommen.

Es diskutieren unter anderem Tracy Arndt, Winfried Bergmeyer Henner Hentsch, Andreas Kozlik, Heinz-Werner Kramski, Henry Lowood, Adrienne Shaw, Klaus Rechert, Malina Riedl und Tobias Steinke.

Die Tagungssprache ist Englisch.

Zoom-Link: https://zoom.us/j/98566541579?pwd=R0NWZnFqWTFUeTVuSkVicys1S3RXQT09
Meeting-ID: 985 6654 1579
Kenncode: 153545

Weitere Details zur Veranstaltung finden sich hier: https://bit.ly/3xF79f8

„Anders als in anderen Berufen sieht in der Forschung kein Tag aus wie der andere“ – Melanie Althages Weg in die Forschung

So, 06/19/2022 - 12:00

Eine Karriere in der Wissenschaft? Zu unsicher, zu kompetitiv, denken viele Studierende. Besonders in stark interdisziplinären Fächern wie den Digital Humanities kommt der Zweifel über die eigenen Fähigkeiten hinzu: Kenne ich mich wirklich gut genug in meinen Fachgebieten aus? Und wie komme ich eigentlich in die Forschung? Fragen, die auch mich als Erstsemester der Digital Humanities an der Universität Bamberg umtreiben. Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, habe ich über Zoom einige Interviews mit Wissenschaftler:innen am Rande der DHd2022 über ihren Weg in die Forschung geführt, die nun hier im DHd-Blog gepostet werden. Die Interviews sind zugleich mein Medienbeitrag als Reisestipendiat der DHd.

Dies ist das dritte Interview der Reihe und wurde am 11.03.2022 geführt.

 

Wie bist Du bei den Digital Humanities gelandet?

Im Bachelor habe ich Geschichte und Philosophie studiert, im Master dann nur noch Geschichtswissenschaften, beides an der WWU in Münster. Mein erster Berührungspunkt mit den Digital Humanities war eine Übung zum Thema Semantic Web. Das war einfach etwas völlig anderes als das, was ich bisher so im Studium gemacht hatte. Im nächsten Semester habe ich dann eine Einführung in die Digital Humanities belegt und dann war‘s um mich geschehen. Ich habe Digital Humanities dann auch zu meinem Schwerpunkt im Masterstudium gemacht, weil das einfach ein unglaublich spannendes und dynamisches Forschungsfeld ist, in dem man auch selbst viel mitgestalten kann.

Was gefällt Dir am meisten an der Arbeit in der Forschung? Siehst Du auch Nachteile im Vergleich zur freien Wirtschaft?

Was ich an der Forschung sehr schätze, ist das hohe Maß an Eigenverantwortlichkeit, das man hat und das Vertrauen und die Wertschätzung, das einem für seine Arbeit entgegengebracht wird. Das finde ich unglaublich bereichernd und erfüllend. Anders als in anderen Berufen sieht in der Forschung kein Tag aus wie der andere. Klar, es gibt immer wiederkehrende Aufgaben, aber man lernt ständig dazu und wird ständig mit neuen Herausforderungen konfrontiert, aus denen man lernen kann. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter ist man außerdem auch in der Lehre aktiv und kann mitgestalten, wie die Studieninhalte für Studierende aussehen. Außerdem wirkt man an Tagungen, Konferenzen, Vortragsprogrammen oder schreibt an Forschungsanträgen mit. Du hast einfach sehr viele unterschiedliche Tätigkeitsbereiche und bist da sehr selbstständig. Das macht den Arbeitsalltag wahnsinnig vielfältig und spannend. Du hattest auch nach Nachteilen gefragt: Vor dem Hintergrund von #IchbinHanna oder #IchbinReyhan muss man natürlich auch erwähnen, dass zu dieser Selbstständigkeit und Eigenverantwortung auch gehört, dass man seine eigenen Arbeitszeiten kontrollieren sollte, dass man vielleicht nicht zu viel arbeitet. Und auch Befristungen sind natürlich ein großes Thema. Aber ich finde es auf jeden Fall ein unglaubliches Privileg, dass ich frei und unabhängig forschen darf. Vielleicht ist es auch ein Glücksgriff, dass mein Forschungsinteresse sich mit dem Profil unserer Professur deckt.

Was fasziniert Dich an Deinem Forschungsgebiet am meisten?

Das ist tatsächlich eine richtig spannende Frage und ich weiß gar nicht, ob ich für mich schon eine ausschöpfende Antwort gefunden habe. Wenn man sich die Frage stellt, wie der Werkzeugkasten der Historiker*innen um digitale Methoden erweitert werden kann, setzt man sich nochmal ganz anders mit dem eigenen Forschungsprozess auseinander und denkt auch über die Quellen nochmal aus einer anderen Perspektive nach. Es gibt ja das Bild vom hermeneutischen Zirkel: Ich gehe an meine Quelle schon mit einem Vorwissen heran und während ich diese Quelle durcharbeite, entwickelt sich mein Wissen immer weiter und so auch die Kriterien, die ich an sie anlege. Im digitalen Workflow muss man das alles sehr viel stärker explizieren und anderen transparent machen, wie man da vorgegangen ist. Bei traditionellen Forschungsarbeiten erklärt man auch immer die Methode, aber wie genau und in welcher Reihenfolge man vorgegangen ist, welche Entscheidungen getroffen hat auf dem Weg zu dem Forschungsergebnis, das wird jetzt im digitalen Arbeitsprozess sehr viel strukturierter, systematisierter. Ich fand, dass Amalia Levi in der Opening Keynote sehr prägnant hervorgehoben hat, dass der Computer aktuell vorwiegend auf der Textoberfläche arbeitet. Damit können wir vor allem untersuchen und auswerten, was tatsächlich gesagt wird, aber alles andere, das, was ungesagt bleibt oder nur angedeutet wird, das bleibt ein Stück weit unberücksichtigt. Und es stellt sich die Frage: Wie können wir das eigentlich operationalisieren? Und was heißt das für die Geschichtswissenschaften? Generell finde ich, dass die Geschichtswissenschaften mit ihrem quellenkritischen Ansatz ein gutes Instrumentarium an die Hand geben, um mit digitalen Werkzeugen, aber auch mit aktuellen Medien umzugehen, Stichwort Fake News. Aber das muss eben noch bereit gemacht werden für das digitale Zeitalter. Da hoffe ich einfach mit meiner Arbeit einen kleinen Beitrag leisten zu können.

Woran arbeitest Du im Moment oder was ist Dein nächstes Projekt?

Ich arbeite gerade an meiner Dissertation, in der ich mich methodenkritisch mit der Adaptierbarkeit digitaler Textanalysemethoden für den Werkzeugkasten der Historiker*innen auseinandersetze. Ganz konkret bin ich aktuell noch dabei, verschiedene Verfahren für Topic Modeling miteinander zu vergleichen, und zu schauen, inwiefern die für historische Fragestellungen anwendbar sind. Andere Projekte sind Aufsätze zum Thema Algorithmenkritik, an denen ich gerade beteiligt bin, und ich schreibe für ein Studienbuch gerade an einer Einführung für Data Mining. Und ansonsten steht bald wieder Lehre an. Das ist auch immer ein Projekt, wie ich finde.

 

Melanie Althage ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Digital History an der Humboldt-Universität zu Berlin. Auf der DHd2022 präsentierte sie im Doctoral Consortium ihr Dissertationsprojekt zu „Digitale Methodenkritik – Die Integration computergestützter Textanalyseverfahren in den Werkzeugkasten der Historiker:innen“.

„Ich gehöre zu denen, die Sachen möglich machen“ – David Maus‘ Weg in die Forschung

Do, 06/16/2022 - 12:00

Eine Karriere in der Wissenschaft? Zu unsicher, zu kompetitiv, denken viele Studierende. Besonders in stark interdisziplinären Fächern wie den Digital Humanities kommt der Zweifel über die eigenen Fähigkeiten hinzu: Kenne ich mich wirklich gut genug in meinen Fachgebieten aus? Und wie komme ich eigentlich in die Forschung? Fragen, die auch mich als Erstsemester der Digital Humanities an der Universität Bamberg umtreiben. Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, habe ich über Zoom einige Interviews mit Wissenschaftler:innen am Rande der DHd2022 über ihren Weg in die Forschung geführt, die nun hier im DHd-Blog gepostet werden. Die Interviews sind zugleich mein Medienbeitrag als Reisestipendiat der DHd.

Dies ist das zweite Interview der Reihe und wurde am 11.03.2022 geführt.

 

Wie bist Du bei den Digital Humanities gelandet?

Ich habe Soziologie an der Uni Jena studiert. Neben dem Studium habe ich mich immer für IT interessiert und war ziemlich lang Systemadministrator für den AStA. In die „Bibliotheksszene“ bin ich über eine Stelle an der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel hineingerutscht. Da stand Programmieren im Mittelpunkt, Webanwendungen entwickeln, kollaborativ Katalogisieren, was für mich ganz neu war. Im Anschluss bin ich dann gleich in einem DH-Projekt gelandet, das war der Digital Humanities Forschungsverbund. Das war ein ziemlich groß aufgezogenes Programm mit verschiedenen Playern aus Göttingen, von Archäologen bis zu den Politikwissenschaftlern, wo wir auch relativ frei mit Technologien aus dem Bereich Semantic Web, Named Entity Recognition und Layout-Analyse experimentieren konnten.

Was gefällt Dir am meisten an der Arbeit in der Forschung? Siehst Du auch Nachteile im Vergleich zur freien Wirtschaft?

Ich bin im Dunstkreis der Forschung, forsche aber selbst nicht. Ich gehöre zu denen, die Sachen möglich machen, mit Spezialisierung in den XML-Technologien. Mir gefällt, dass es intellektuell herausfordernd ist. Den Vergleich zur freien Wirtschaft kann ich schlecht ziehen – ich habe das Glück, dass ich sehr früh entfristet worden bin, was eine super Erleichterung war. Dass ich in einigen Gebieten so gut bin, wie ich bin, liegt daran, dass ich diesen Druck nicht mehr hatte und mich relativ frei entfalten konnte. Ich muss nicht darüber nachdenken, wo ich mich nächstes Jahr bewerben muss, und ich muss nicht am laufenden Meter Papers publizieren. Was mich an der freien Wirtschaft reizen würde, ist, dass man sich dort sehr viel stärker spezialisieren kann und sich aussuchen kann, was man macht. Ich mache viele Sachen, weil sie dazugehören.

Was fasziniert Dich an Deinem Arbeitsgebiet am meisten?

Wenn Du mit Markuptechnologie arbeitest, kannst du auf Technologien und eine Community zurückgreifen, die bis in die 70er zurückreichen. Die Leute, die an SGML, HTML, XML beteiligt waren, die gibt es immer noch, und es ist einfach super, wenn Du auf eine Konferenz fährst und diese Leute triffst, die dir erzählen können, was für eine Befreiung Markupsprachen damals gewesen sind. Du schilderst ein Problem aus dem Bereich Markup und Du weißt, die Leute haben das alles schon gesehen und Du kannst Feedback einholen über mögliche Lösungsmöglichkeiten für Dein Problem.

Woran arbeitest Du im Moment oder was ist Dein nächstes Projekt?

Das große Projekt, das ich im Moment habe, ist in Hamburg den DH-Bereich in der Staatsbibliothek stärker auszubauen. Im Rahmen von Dehmel Digital arbeiten wir gerade an einem Antrag, diese 35000 Briefe zu erschließen. Im Moment arbeite ich außerdem an einem Paper für eine Konferenz in Prag im Juni, in dem ich Möglichkeiten untersuche, wie man ISO Schematron in XSLT implementieren kann. Da gibt es mindestens drei Varianten und die schaue ich mir gerade an.

 

David Maus ist Leiter der Abteilung für Forschung und Entwicklung an der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg „Carl von Ossietzky“. Auf der DHd2022 hielt er gemeinsam mit Julia Nantke den Vortrag „Best of Both Worlds: Zur Kombination algorithmischer und manueller Verfahren bei der Erschließung großer Handschriftenkorpora“.

ediarum.MEETUP – erste virtuelle Veranstaltung am 4.7.2022

Do, 06/16/2022 - 11:33

Das ediarum-Team lädt im Rahmen des Konsortiums Text+ der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und im Namen der DH-Abteilung TELOTA der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften zum ersten virtuellen ediarum.MEETUP am Montag, den 4. Juli 2022 von 11:00 bis 13:00 Uhr c.t. Die Anmeldung erfolgt über nadine.arndt@bbaw.de. Der Link zum virtuellen Raum wird nach Anmeldung zeitnah verschickt.

Die digitale Arbeits- und Publikationsumgebung ediarum ist eine von TELOTA seit 2012 aus mehreren Softwarekomponenten entwickelte Lösung, die es Wissenschaftler:innen erlaubt, Transkriptionen von Manuskripten in TEI-konformem XML zu bearbeiten, mit einem Text- und Sachapparat zu versehen und anschließend im Druck und im Web zu veröffentlichen.

Ziel der ediarum.MEETUPs, die in einem regelmäßigen Abstand von einigen Monaten stattfinden werden, ist es, ediarum-Entwickler:innen einen Raum zu geben, um Fragen und Problemstellungen in der Entwicklung zu diskutieren, Lösungen vorzustellen und einen Austausch zwischen den Entwickelnden zu ermöglichen.

Das Format sieht vor, dass nach einer kurzen Präsentation (20-30 Minuten) des jeweiligen Themas oder Projekts eine offene Diskussion hierüber stattfindet. Die Sitzungen sind für 90 Minuten angesetzt.

Kommen Sie mit uns und anderen ediarum-Entwickler:innen regelmäßig in den Dialog!

Programmskizze für das erste ediarum.MEETUP:

  • Begrüßung
  • Präsentation: Werkstattbericht der BBAW
  • Diskussion & Fragen
  • Dialog mit der Community zum Aufbau weiterer ediarum.MEETUPs
    • Wünsche, Anregungen
    • Häufigkeit der Treffen (nächstes ediarum.MEETUP derzeit für 4. Quartal geplant)

Die Programmgestaltung der folgenden ediarum.MEETUPs ist grundsätzlich offen für Vorschläge der Community:

  • Möchten Sie von Ihren Erfahrungen mit ediarum berichten? Erzählen Sie der Community davon!
  • Haben Sie ein besonderes Feature mit ediarum umgesetzt? Stellen Sie es vor!
  • Haben Sie eine Frage oder ein Problem im Kontext von ediarum, das Sie gerne mit der Community diskutieren möchten? Hier ist der richtige Ort dafür!

Wir freuen uns über alle Beiträge, die für die ediarum-Community von Interesse sein könnten. Wir laden Sie herzlich ein, per E-Mail (nadine.arndt@bbaw.de) Kurzvorträge für die folgenden Termine abzustimmen.

Das ediarum.MEETUP ist primär für DH-Entwickler:innen gedacht, die sich zu spezifischen ediarum-Entwicklungsfragen austauschen wollen, jedoch sind auch ediarum-Nutzer:innen und Interessierte herzlich willkommen.

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen!

Stellenausschreibung für Stud. Hilfskraft (80 oder 2×40 MoStd.), Research Area 5 des Exzellenzclusters „Temporal Communities“, FU Berlin

Mi, 06/15/2022 - 09:45

Die Research Area 5 „Building Digital Communities“ des Exzellenzclusters 2020 „Temporal Communities – Doing Literature in a Global Perspective“ der Freien Universität Berlin sucht studentische Unterstützung (80 bzw. 2×40 MoStd., befristet auf 2 Jahre). Zu den zentralen Tätigkeiten, die mit dieser Stelle verbunden sind, zählen die Unterstützung bei der Aufbereitung, Modellierung und Analyse digital vorliegender Daten, zugeschnitten auf literaturwissenschaftliche Fragestellungen.

Über Bewerbungen aus der Informatik, der Computerlinguistik, der Bibliotheks- oder Informationswissenschaften (oder ähnliches) würden wir uns sehr freuen. Inhaltlich geht es vor allem um Wissens-/Datenmodellierung für die digitalen Geisteswissenschaften.

Technisch ist Expertise in diesen Bereichen gefragt (muss nicht alles zutreffen): Wikibase, APIs (OAI-PMH, REST), RDF, SPARQL, XML-Technologien (XSLT, XQuery, XPath), CIDOC-CRM, FRBR, SKOS, nachgewiesene praktische Kenntnis mindestens einer Programmiersprache (bevorzugt Python oder R).

Studierende mit Interesse an der Arbeit mit verschiedenen Korpora und Datenbanken, mit Linked Open Data, digitalen bibliografischen und anderen Metadaten sind herzlich eingeladen, sich bis zum Montag, den 4. Juli 2022 zu bewerben.

Weitere Informationen und Bewerbungsmodalitäten finden Sie im Stellenanzeiger der FU Berlin:
https://www.fu-berlin.de/universitaet/beruf-karriere/jobs/stud/05_exzellenzausschreibungen/EXZ-EXC-2020-SHK-RA5_02.html

Studentische Bewerber*innen für die SHK-Ausschreibung müssen nicht unbedingt an der FU Berlin immatrikuliert sein, sondern können auch an einer anderen Berliner Hochschule oder in Potsdam studieren.

Verbreiten Sie die Ausschreibung gern weiter!

Stellenangebot: Koordinator (m/w/d) Klassik Stiftung Weimar

Di, 06/14/2022 - 21:00

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach (DLA), die Klassik Stiftung Weimar (KSW) und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (HAB) erforschen mehr als ein halbes Jahrtausend deutscher und europäischer Kulturgeschichte. Um die bereits seit mehreren Jahren praktizierte Kooperation zu intensivieren, haben sich die drei Einrichtungen in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsverbund zusammengeschlossen. In dessen Rahmen werden gemeinsame Forschungsprojekte realisiert und digitale Forschungsinfrastrukturen ausgebaut.

Der Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt, mit einem Beschäftigungsumfang von 75 %, eine projekterfahrene Persönlichkeit, in deren Verantwortung die organisatorisch-administrative Koordination aller Verbundaktivitäten am Standort Weimar liegt.

Koordinator (m/w/d)

E 11 TV-L, Kennziffer: 31/2022

Die Stelle ist bis zum 28. Februar 2023 befristet. Vorbehaltlich der Bewilligung weiterer Projektmittel ist eine Verlängerung bis zum 29. Februar 2024 vorgesehen.

Bewerbungsfrist: 26.06.2022

Das detaillierte Stellenangebot finden Sie hier: http://www.klassik-stiftung.de/stellenangebote/

   

Task Force: “Ausführbare Publikationen” (Call-for-Participation)

Di, 06/14/2022 - 15:57

Ausführbare Publikationen sind ein aktuelles und innovatives Thema an der Schnittstelle von digitalem Publizieren und Informatik. Viele damit verbundenen Initiativen und Aktivitäten fanden den Weg in die Öffentlichkeit; nicht zuletzt auch im Bereich der (deutschsprachigen) Digital Humanities. Jüngere Beispiele sind der Start des Journal for Digital History, oder die Sektion Code Experimente im Begleitband zur vDHd’21. Dennoch ist diese Form der Publikation nach wie vor mit vielen Herausforderungen und Ungewissheiten verbunden. Hierzu gehören beispielsweise Langzeitverfügbarkeit und -archivierung, effiziente Produktion, oder auch generell die Frage nach dem Mehrwert. Die Erfahrungen, die die bisherigen Projekte mit ausführbaren Publikationen gemacht haben, bekräftigen dies. Um den Faden der Auseinandersetzung mit dem Thema nicht abreißen zu lassen, und um sich im besten Falle als Katalysator potenzieller Lösungen und Best-Practices zwischen relevanten Akteursgruppen im Publikationsumfeld eines solchen Formats anzubieten, hat die DHd-AG Digitales Publizieren auf ihrem letzten Treffen beschlossen, die Bildung einer Task Force “ausführbare Publikationen in den Geisteswissenschaften” anzustoßen. Eine derartige Task Force könnte Fragen nachgehen wie etwa: 

  • Welche Praktiken der Erstellung ausführbarer Publikationen gibt es und welche Werkzeuge könn(t)en dabei helfen? 
  • Welche IT-sicherheits-relevanten Aspekte begleiten die Publikation ausführbarer Publikationen und wie kann mit ihnen umgegangen werden? 
  • Welche Möglichkeiten und Grenzen ausführbarer Publikationen ergeben sich bei der Arbeit mit sensiblen oder rechtlich geschützten Daten? 
  • Wie lassen sich ausführbare Publikationen als eigenständiges akademisches Genre beschreiben und welche „Textsorten“ lassen sich erkennen? 
  • Welche Fähigkeiten des multi-modalen Erzählens/Schreibens/Lesens sind bei der Arbeit mit ausführbaren Publikationen – verstanden als multimodale Kompositionen – relevant und wie lassen sie sich vermitteln?
  • Was zeichnet gut lesbare, ausführbare Publikationen aus? 
  • Was sind die Herausforderungen beim Review von ausführbaren Publikationen und welche Begutachtungskriterien sichern qualitativ hochwertige, ausführbarer Publikationen? 
  • Welches sind die infrastrukturellen Herausforderungen bei der Publikation ausführbarer Publikationen und welche Angebote gibt/braucht es, um ihnen zu begegnen? 
  • Welche Standards spielen bei der Publikation ausführbarer Publikationen eine Rolle und welche Aspekte ausführbarer Publikationen eignen sich überhaupt für weitergehende Standardisierungsprozesse? 
  • Welche für dieses Format typischen Metadaten beschreiben und bestimmen den Workflow und die Infrastruktur der Publikation einer ausführbaren Publikation? 
  • Wie sieht ein effizienter Publikationsworkflow ausführbarer Publikationen aus und worin unterscheidet er sich von herkömmlichen Publikationsworkflows? 
  • Wie lassen sich ausführbare Publikationen langzeitarchivieren? 
  • Was ist der kommunikative Nutzen ausführbarer Publikationen in der Wissenschaftskommunikation? 
  • Was ist die zu erwartende ökologische Belastung, die durch eine Etablierung ausführbarer Publikationen zu erwarten ist? 
  • Welche Aktivitäten und Angebote könnten dabei helfen die Vertrautheit der Wissenschaftscommunity im Umgang mit ausführbaren Publikationen zu steigern? 
  • Welche Möglichkeiten gibt es den hohen Aufwand bei der Erstellung ausführbarer Publikationen zu reduzieren? 
  • Welche Akteursgruppen sollten in welcher Rolle Bestandteil einer tragfähigen Publikationsökologie ausführbarer Publikationen sein und wie ließe sich eine solche Ökologie stärken? 

Wenn Sie Interesse an dem Publikationsformat der ausführbaren Publikationen haben, oder einer der genannten Themenkomplexe auf ihre Expertise trifft, würden wir uns freuen, wenn Sie sich für eine Mitarbeit in der zu bildenden Task Force begeistern könnten. Dabei spielt es ausdrücklicher Weise keine Rolle, ob Sie bereits Mitglied der DHd-AG Digitales Publizieren sind oder werden möchten. Aufgrund der Komplexität dieses neuen Formats und der Breite der mit ihm verbundenen Themen ist dieser Call-for-Participation offen für alle, die das Gefühl haben einen Beitrag leisten zu können oder zu wollen. Freuen würden wir uns darüber, könnte die Task Force ihre Arbeit mit Teilnehmerinnen aus den Reihen von Bibliotheken, Daten- und Rechenzentren, Digital Humanities, Medienwissenschaften, anderen Fachdisziplinen sowie dem Publikationssektor beginnen. Interessierte wenden sich bitte mit Betreff Task Force „Executable Paper“ an niels-oliver.walkowski@uni.lu. In den nächsten Wochen werden wir im Rahmen von Rundmails Informationen zum weiteren Vorgehen verschicken. Geplant ist unter anderem ein erstes, gemeinsames Treffen, um Potenziale und Strategien für die Task Force auszuloten.

DARIAH-DE Working Papers erhalten jetzt DOIs: Paper 44 und 45 erschienen

Di, 06/14/2022 - 09:53

Die DARIAH-DE Working Papers erhalten jetzt Crossref DOIs und werden im Service Göttingen Research Online (GRO.publications) nachgewiesen.

Den Anfang machen zwei neue  DARIAH-DE Working Papers:

Viel Spaß beim Lesen.

Alle bisher erschienenen Working Papers sind unter https://de.dariah.eu/working-papers zu finden.

Haben auch Sie Interesse daran, einen Beitrag als DARIAH-DE Working Paper zu veröffentlichen? Dann melden Sie sich gerne unter dwp-redaktion@gwdg.de

„Die Fragestellungen, die mich am meisten interessieren, zielen meistens auf quantitative Aspekte ab“ – Mareike Schumachers Weg in die Forschung

So, 06/12/2022 - 11:42

Eine Karriere in der Wissenschaft? Zu unsicher, zu kompetitiv, denken viele Studierende. Besonders in stark interdisziplinären Fächern wie den Digital Humanities kommt der Zweifel über die eigenen Fähigkeiten hinzu: Kenne ich mich wirklich gut genug in meinen Fachgebieten aus? Und wie komme ich eigentlich in die Forschung? Fragen, die auch mich als Erstsemester der Digital Humanities an der Universität Bamberg) umtreiben. Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, habe ich über Zoom einige Interviews mit Wissenschaftler:innen am Rande der DHd2022 über ihren Weg in die Forschung geführt, die nun hier im DHd-Blog gepostet werden. Die Interviews sind zugleich mein Medienbeitrag als Reisestipendiat der DHd.

Dies ist das erste Interview der Reihe und wurde am 10.03.2022 geführt.

Wie bist Du bei den Digital Humanities gelandet?

Ich bin eigentlich ganz klassisch ausgebildete Kultur- und Literaturwissenschaftlerin. Ich habe im Bachelor komplett „undigital“ Kulturwissenschaften in Lüneburg studiert und bin dann für den Master nach Hamburg. Im Master habe ich dann relativ spät, im 3. oder 4. Semester, mein erstes Seminar mit digitalen Methoden belegt und habe dann als studentische Hilfskraft bei der DHd2012 das erste Mal Kontakt gehabt zu der Digital Humanities-Community. In meiner Doktorarbeit habe ich dann auch digitale Methoden verwendet. Da war bei mir aber auch ganz viel autodidaktisches Ausprobieren dabei, und zum Glück ist die DH-Community ja eine sehr offene Community, in die man sehr schnell hineinfindet.

Was gefällt Dir am meisten an der Arbeit in der Forschung? Siehst Du auch Nachteile im Vergleich zur freien Wirtschaft?

Ich habe vor meinem Studium eine Ausbildung zur Buchhändlerin gemacht und habe auch eine ganze Zeit lang im Einzelhandel gearbeitet. Die Forschung ist natürlich eine sehr freie Form der Arbeit. Man hat das Privileg, sich mit Dingen zu beschäftigen, die einen so richtig interessieren. Ein großer Faktor ist meiner Meinung nach wie gesagt auch, dass die Community sehr offen ist. Außerdem fasziniert mich, dass man bei jedem Projekt mindestens zwei Perspektiven hat – es gibt immer jemanden, der inhaltlich am Thema interessiert ist, und jemanden, der eher einen Softwareblick hat und sagen kann, wie man das operationalisieren könnte. Klar, es ist ein sehr kompetitives Feld, es gibt Befristungen und das System ist nicht immer sehr angenehm, aber für mich überwiegen klar die Vorteile.

Was fasziniert Dich an Deinem Forschungsgebiet am meisten?

Gerade in den Kulturwissenschaften hat man einen sehr weiten Blick. Man betrachtet Phänomene sehr vielfältig, sehr komplex und ein bisschen zerfasert. Was ich hier bei den Digital Humanities interessant finde, ist die Komplexität im Auge zu behalten, aber mit einer gewissen Pragmatik im Hinblick auf Operationalisierung schauen zu können, wie man diese Phänomene zu fassen bekommt. Ich selbst beschäftige mich viel mit literarischem Raum. Sobald man versucht, der Software zu erklären, was man meint, damit sie die Phänomene automatisch erkennen kann, merkt man, dass das noch nicht genug ausdifferenziert ist. Man wird dadurch ein bisschen gezwungen, sehr sorgfältig, sehr genau zu arbeiten und kann diese Konzepte nachschärfen. Außerdem fehlt mir in den klassischen Literaturwissenschaften häufig der quantitative Blick. Die Fragestellungen, die mir in den Sinn kommen und mich am meisten interessieren, zielen meistens irgendwie auf quantitative Aspekte ab.

Woran arbeitest Du im Moment oder was ist Dein nächstes Projekt?

Ich arbeite an der TU Darmstadt inzwischen an einem Disseminationsprojekt namens forTEXT. Wir haben es uns da zur Aufgabe gemacht, zwischen traditionellen und digitalen Literaturwissenschaften zu vermitteln und Leuten mit Interesse für DH-Methoden den Einstieg zu erleichtern. Das andere große Projekt ist die Publikation meiner Dissertation, die ich im letzten Jahr eingereicht und verteidigt habe. Dann habe ich noch ein Nebenprojekt mit einer Kollegin zusammen aus Hamburg, Marie Flüh, da geht’s um Genderstereotype und Emotionen in der Literatur im Wandel der Zeit vom 18. – 21. Jahrhundert.

Mareike Schumacher ist promovierte Literaturwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Digital Humanities und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sprach- und Literaturwissenschaften der Technischen Universität Darmstadt. Auf der DHd2022 war sie am Workshop „GitMA oder CATMA für Fortgeschrittene“ beteiligt und hielt den Vortrag „‘Wie Wölkchen im Morgenlicht‘ – zur automatisierten Metaphern-Erkennung und der Datenbank literarischer Raummetaphern laRa“.

Call for Papers: Konferenz „Digital Diplomatics 2022: From Digital to Distant Diplomatics“, Graz, 28.-30.9.2022

Fr, 06/10/2022 - 11:42

Das ERC Advanced Grant Projekt “From Digital to Distant Diplomatics” möchte eine Bestandsaufnahme des aktuellen Stands im Bereich der “digitalen Diplomatik“ machen und damit die Reihe der Konferenzen zum Thema 2007, 2011 und 2013 wieder aufgreifen. Diese Konferenz wird unter dem Titel “Digital Diplomatics 2022: From Digital to Distant Diplomatics?” i Graz, 28–30 September 2022 stattfinden.

Die internationale Konferenz ist offen für alle Forscherinnen und Forscher, die sich für den Einsatz digitaler Methoden für Erforschung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Urkunden interessieren oder an der Verfügbarkeit digitaler Repräsentationen für diese Urkunden arbeiten. Wir freuen uns auf Vorschläge für Vorträge und Poster die von Fragen der digitalen Unterstützung bei der formalen und inhaltlichen Analyse von Urkunden über die Planung und Durchführung von Digitalisierungsprojekten in Archiven und Bibliotheken bis hin zur zukünftigen Ausrichtung des Forschungsfeldes reichen können.

Einreichungsfrist ist der 3. Juli 2022.

Weitere Informationen gibt es im offiziellen: Call for Papers

3. NFDI4Culture Expert:innen-Forum „Nachhaltige Softwareentwicklung“: Beurteilung von Forschungssoftware

Do, 06/02/2022 - 17:18

verfasst von: Aleksander Marcic, Daniel Jettka (ORCID), Lisa Dieckmann (ORCID), Daniel Röwenstrunk (ORCID), Anne Ferger (ORCID) und Franziska Fritzsche (ORCID)

Das NFDI4Culture Expert:innenforum zum Thema Nachhaltige Softwareentwicklung kam am 27. April 2022 zu seinem dritten virtuellen Treffen zusammen. Das Treffen wird in halbjährlichem Rhythmus organisiert vom Arbeitsbereich „Research Tools and Data Services“ des NFDI4Culture-Konsortiums. Die eingeladenen Expert:innen und NFDI4Culture-Mitarbeiter:innen diskutieren im Rahmen des Forums, wie das Thema der Nachhaltigkeit von Forschungssoftware vorangebracht und weiter etabliert werden kann.

Im Fokus des dritten Treffens stand die Beurteilung von Forschungssoftware, speziell ging es einerseits um die Diskussion von Kriterien für Einreichungen im CKIT Rezensionsjournal und zum anderen um die Frage, ob und in welcher Form die Nachhaltigkeit von Forschungssoftware im Rahmen von und durch NFDI4Culture zertifiziert werden soll.

Kriterien für das CKIT Rezensionsjournal

Zu Beginn gab Anne Klammt mit Ergänzungen von Lisa Dieckmann und Daniel Röwenstrunk (als Initiator:innen und Herausgeber:innen, zusammen mit Maria Effinger und Fabian Offert) eine kurze Einführung zum CKIT Rezensionsjournal und dessen Motivation. Rahmen für die folgenden Diskussionen war die Kontextualisierung des Journals (inkl. der Kriterien für Einreichungen) im Umfeld weiterer NFDI4Culture Initiativen, wie der sich im Aufbau befindenden domänenspezifischen Registry für Forschungssoftware und Datendienste, der Beratungsangebote und der Guidelines zu nachhaltiger Entwicklung von Software.

Dass gerade die Verknüpfung und gegenseitige Ergänzung der verschiedenen Maßnahmen wichtig ist, wurde im Gespräch mehrfach hervorgehoben und vor diesem Hintergrund erörtert, wie sich die verschiedenen Formate konkret unterstützen können. Beispielsweise könnte im Zuge der intensiven Auseinandersetzung mit einer Software im Reviewprozess des CKIT Journals das Anlegen eines Eintrags in die NFDI4Culture Registry (sofern noch nicht vorhanden) vorgeschlagen, empfohlen oder sogar obligatorisch gemacht werden. In der Registry wiederum könnten Reviews in CKIT verlinkt werden. Ein anderer Vorschlag zur Integration zielte darauf ab, Informationen zu einer bestimmten Software aus der Registry in einer Info-Box bei dem entsprechenden Review anzuzeigen. Eine solche wechselseitige Einbindung von Informationen könnte dabei helfen, veraltete Angaben als solche erkennbar werden zu lassen (was in verschiedenen Beiträgen als eine zentrale Herausforderung bestimmt wurde).

Eine Frage nach den Domänen vom CKIT Journal und der Software Registry verdeutlichte, dass der Gegenstandsbereich des Journals im Allgemeinen weiter gefasst ist als der der Registry, insofern darin auch Forschungssoftware, die in die Domäne anderer NFDI-Konsortien (die mitunter jeweils eine eigene Software Registry planen) fällt, besprochen und rezensiert werden soll. Eine Koordination hinsichtlich der verschiedenen domänenspezifischen Registrys zwischen den NFDI-Konsortien ist bereits geplant und wird von der Arbeitsgruppe Research Software der NFDI Sektion Common Infrastructures diskutiert, in welcher Daniel Jettka und Daniel Röwenstrunk Mitglieder sind. Die Integration der Services und Angebote sollte zum einen innerhalb von NFDI4Culture erfolgen, zum anderen aber auch NFDI-weit. Dabei gilt es, das richtige Maß zwischen dem Abbilden bestimmter Eigenheiten einer Domäne und dem Vermeiden von Parallelentwicklungen zu finden.

Nach diesen Überlegungen zur Position und zur Einbindung des CKIT Journals im Kontext von NFDI4Culture und der NFDI allgemein, wurde der Reviewprozess selbst diskutiert, der auch ein Peer-Review des Gutachtens vorsieht. Für weitere Regulierungen des Prozesses will man sich an den Erfahrungen mit den ersten Reviews orientieren. Ausführlich wurde die Frage eruiert, wie mit möglichen Befangenheiten bei der Beurteilung von Forschungssoftware umzugehen sei bzw. wie solche Befangenheiten zu bestimmen und zu bewerten sind. Denkbar ist z. B. eine Regelung, wer unter welchen Bedingungen Reviews für eine Software schreiben darf; damit soll verhindert werden, dass fehlende Distanz zum Projekt (und mögliche Voreingenommenheit) zu weniger kritischen Reviews führt. Als problematisch wurde herausgestellt, bei einer relativ kleinen Community (und großer Vielfalt verwendeter Technologien und Methoden) Befangenheitskriterien festzulegen, ohne die Menge der Kandidat:innen so weit einzuschränken, dass Reviews hierdurch verhindert werden. Es wurde darauf hingewiesen, dass sich die Befangenheitsfrage auch bei der Beurteilung von Artikeln/Büchern stellt, die Problematik sich aber insofern unterscheidet, als bei der (iterativen) Entwicklung von Software über viele Jahre, Versionen und Komponenten hinweg, eine sehr große Anzahl von Personen direkt beteiligt sein kann. Außerdem besteht das Dilemma, dass den besten Einblick in die Implementation einer Software diejenigen Personen haben, die in die Entwicklung involviert waren und dass der Aufwand technische Details nachzuvollziehen für jemanden, der in keiner Weise beteiligt gewesen ist, unverhältnismäßig größer sein muss.

Die Beurteilung von Forschungssoftware stellt auch insofern besondere Anforderungen, da sowohl fachlich als auch technologisch hochspezifische Kompetenzen erforderlich sind. Mit Rücksicht auf diesen Sachverhalt ist bereits vorgesehen, dass im CKIT Journal „Tandem“-Reviews ermöglicht werden sollen, bei denen sowohl Fachwissenschaftler:innen als auch Research Software Engineers zu einem Review beitragen. Durch den Hinweis, dass Rezensionen von Forschungssoftware noch nicht sehr verbreitet und außerdem noch nicht in das Anreizsystem der Wissenschaften integriert sind, ging die Diskussion dazu über Möglichkeiten auszuloten, mit denen CKIT einen Beitrag zu einem allgemeineren Kulturwandel leisten kann. Wenn man auch nicht direkt Einfluss darauf nehmen kann, ob Betreuer:innen von Dissertationen Reviews als relevante Veröffentlichung werten, so stellt das Journal als Publikationsplattform doch den dafür notwendigen Rahmen bereit. Daraus ergibt sich, dass man zum aktuellen Zeitpunkt die Anerkennung solcher Rezensionen als wissenschaftliche Publikation vor allem dadurch fördern kann, dass man für ein hohes Niveau sorgt; zum einen durch die Kriterien für Einreichungen, des Weiteren aber auch durch DOI-Vergabe, Peer-to-Peer-Verfahren und Zitation von Reviews.

Bei der anschließenden Abstimmung wurden die vorgeschlagenen Kriterien für Einreichungen im CKIT Rezensionsjournal ohne Gegenstimmen bestätigt.

Zertifizierung von Forschungssoftware

Im weiteren Verlauf des Treffens ging es um Möglichkeiten der Zertifizierung von Forschungssoftware und deren Nachhaltigkeit, also konkret um die Frage, ob und in welcher Form NFDI4Culture wissenschaftliche Software evaluieren und zertifizieren sollte.

Zunächst stellten Aleksander Marcic und Daniel Jettka in einem kurzen Vortrag (Jettka/Marcic, 2022) verschiedene existierende Ansätze für Softwarezertifikate und weitergehende Überlegungen zu Softwarezertifizierung vor. Die hierbei berücksichtigten Aspekte umfassten u.a. Nutzer:innenperspektiven (Stakeholder), Kriterien zur Beurteilung, Verantwortlichkeiten für die Durchführung und Organisation von Zertifizierungsprozessen sowie weitere zeitliche und organisatorische Zusammenhänge, wie die institutionelle Verankerung (Einzelpersonen, Projekte, Communities) einer Zertifizierung. Auch eine generelle Bewusstmachung, was Zertifikate überhaupt sind und zu welchem Zweck sie eingesetzt werden, wurde forciert. In diesem Zusammenhang wurde auf eine generelle Definition für Zertifizierung nach ISO/IEC 17000:2020 verwiesen:

„Maßnahme durch einen unparteiischen Dritten, die aufzeigt, dass ein angemessenes Vertrauen besteht, dass ein ordnungsgemäß bezeichnetes Erzeugnis, Verfahren oder eine ordnungsgemäß bezeichnete Dienstleistung in Übereinstimmung mit einer bestimmten Norm oder einem bestimmten anderen normativen Dokument ist.“ 

Naheliegende Bezüge zu bereits in der Umsetzung befindlichen Maßnahmen wie dem CKIT Journal, den NFDI4Culture Guidelines zu nachhaltiger Softwareentwicklung und der NFDI4Culture Registry fanden ebenfalls Beachtung, da es dort durchaus Überschneidungen hinsichtlich der verfolgten Ziele und zugrundeliegenden Überlegungen gibt. So beinhalten sie bspw. jeweils für sich bestimmte Grundannahmen, unter welchen Bedingungen Forschungssoftware als mehr oder weniger nachhaltig beurteilt werden kann.

Durch die Verortung verschiedener Zertifizierungsansätze und konkreter Zertifikate auf einer Skala zwischen den zwei Polen „implizite Beurteilung“ und „normierte Zertifizierung“ wurde gezeigt, dass verschiedene Möglichkeiten der Explizierung von Beurteilung bzw. Zertifizierung denkbar sind und in der Praxis angewendet werden. So können Beurteilungen, die durch die Angabe obligatorischer Metadaten vorgenommen werden, bspw. als sehr implizit angesehen werden, während Zertifizierungen z. B. nach Vorgaben von DIN- oder ISO-Normen (etwa DIN, 2014 oder Normenreihe 250xx) oder des Blauen Engels als sehr explizit gewertet werden können. Als vielversprechender modularer Ansatz wurde das Konzept von Badges, deren Verwendung z. B. in GitHub und GitLab gängige Praxis ist, näher betrachtet. Exemplarisch wurde das OpenSSF Best Practices Badge Program aufgeführt, das es Free/Libre and Open Source Software (FLOSS) ermöglicht zu demonstrieren, dass sie Best Practices verfolgt und anwendet.

Die anschließende Diskussion zielte darauf ab, zu einer gemeinsamen Einschätzung zu finden, wie Zertifizierungsprozesse und -mechanismen in NFDI4Culture ausgestaltet werden können und sollten. Hierbei wurde deutlich, dass umfassende Zertifizierungsprozesse (in Anlehnung an DIN und ISO) als zu aufwendig und nicht praktikabel angesehen werden. Die NFDI und viele der einzelnen Bausteine der Konsortien (wie die NFDI4Culture Registry und Guidelines, aber z. B. auch das CKIT Rezensionsjournal) befinden sich derzeit noch im Aufbau und es ist aktuell nicht absehbar, von welcher Institution ein eventueller Zertifizierungsprozess langfristig gepflegt und betreut werden könnte. Zudem bedeutet das Durchlaufen eines ausführlichen formalen Zertifizierungsprozesses selbst erheblichen Ressourcenaufwand, der unter den aktuellen Förder- und Finanzierungsbedingungen für die Entwicklung von Forschungssoftware noch nicht gerechtfertigt werden kann.

Vor diesem Hintergrund kam das Expert:innenforum zu der Empfehlung, aktuell keinen formalen Zertifizierungsprozess – im Sinne umfassender, normierter, Review-gestützter Zertifizierung – für Forschungssoftware in NFDI4Culture umzusetzen. Stattdessen sollte der Fokus auf die Umsetzung der bereits geplanten und in der Umsetzung befindlichen Komponenten gelegt werden (z. B. Registry, Guidelines, Beratung). Diese ermöglichen und unterstützen die Beurteilung von Forschungssoftware bereits auf unterschiedliche Weise.  Als Kandidat für ein geeignetes, flexibles Mittel zur übergreifenden Darstellung von Beurteilungen einerseits und modular aufgebauten Umsetzung andererseits wurde das bereits erwähnte Konzept von Badges festgehalten.

Damit ergeben sich eine Reihe von Fragen, denen im Anschluss an das Treffen nachgegangen werden soll:

  1. Welche existierenden Badges sind von Interesse und wie stehen sie zu den Informationsquellen und Nachhaltigkeitskriterien in NFDI4Culture?
  2. Gibt es Kooperations- oder Beteiligungsperspektiven mit Blick auf bereits existierende Initiativen?
  3. In welcher Form können und sollen existierende Badges einbezogen werden? Gibt es Entwicklungsbedarf für eigene Badges?
  4. Wie können Badges über Systeme/Komponenten hinweg genutzt werden bzw. wie erfolgt die Verbindung von Systemen/Komponenten mit Hilfe von Badges?
  5. Welche Granularität sollten Badges abbilden – Low-level (Badges für einzelne Kriterien), High-level (Badge für Gesamtnachhaltigkeit) oder beides?
Referenzen

DIN (2014). ISO/IEC 25000 System und Software-Engineering – Qualitätskriterien und Bewertung von System- und Softwareprodukten (SQuaRE) – Leitfaden für SQuaRE. Online: https://www.din.de/de/mitwirken/normenausschuesse/nia/veroeffentlichungen/wdc-beuth:din21:204260933

Jettka, Daniel & Marcic, Aleksander (2022). Beurteilung von Forschungssoftware in NFDI4Culture. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.6536372 

Stellenausschreibung: Community Manager – OA eBook Usage (OAeBU) Data Trust

Di, 05/31/2022 - 10:53

OPERAS is the Research Infrastructure supporting open scholarly communication in the social sciences and humanities (SSH) in the European Research Area. Its mission is to coordinate and federate resources in Europe to efficiently address the scholarly communication needs of
European researchers in the field of SSH. The European landscape of scholarly communication in the SSH is currently patchy, fragmented and not organized enough to be efficient, particularly to address the challenge of transitioning to Open Science. This is due to several factors, such as the small size of resource providers, the variety of technical skills and resources across the community. The nature of the SSH disciplines also adds specific challenges which are not correctly addressed at scale,
such as the diversity of publication languages, the entrenchment in diverse cultural backgrounds and the need for specific forms of scholarly communication (monographs, critical editions, and edited bibliographies, amongst others). By fulfilling its mission, OPERAS provides the research community with the missing brick it needs to find, access, create, edit, disseminate and easily and efficiently validate SSH outputs across Europe. In one word, OPERAS unlocks scholarly communication resources and
enables the whole field to reinvent itself in the new Open Science paradigm.
The OPERAS AISBL was established in 2020 and we are now seeking to recruit a Communication Manager for the OAeBU Data Trust project.

Job Description

This position is responsible for facilitating community consultation and engagement for the international Open Access eBook Usage (OAeBU) Data Trust effort, funded initially through the Andrew W. Mellon Foundation-funded project, “OAeBU Data Trust: Advancing to Launch
by Developing IDS Governance Building Blocks.” This project is a collaboration led by the University of North Texas, with co-PIs from OPERAS, OpenAIRE, and Educopia Institute. This position will work under the supervision of the Canadian-American Executive Director of the OAeBU Data Trust effort to develop and manage mechanisms to engage community partners and solicit community input for the work-packages and projects related to the global OAeBU Data Trust effort. Based in Europe to provide the Data Trust with increased staff capacity to attend meetings within the Eastern Hemisphere, the position will be staffed through the OPERAS international not-for-profit association (AISBL).

As the second of two full-time positions working for the Data Trust, this individual will be responsible for developing and managing engagement strategies for OA book usage metrics stakeholder constituencies. This position is highly international and interdisciplinary in scope; the manager must have a positive record of communicating and engaging professionally with commercial, academic, and non-profit audiences worldwide. The individual recruited for this position must also have professional experience in scholarly communication and must be a
reliable, independent worker that appreciates the importance of open access policies to global knowledge distribution.

Primary Job Responsibilities

Partner Outreach and Engagement
• Develop, implement, and manage global engagement strategies for diverse
stakeholder groups, including commercial and not-for-profit publishers, publishing platforms and services, and libraries. Existing strategies that will be transitioned from the ED to the Community Manager for ongoing stewardship include stakeholder communities of practice listservs, working group listservs, and social media.
• Prepare, present or distribute, and manage outreach and engagement
communications, including slide decks, info-graphics, and regular listserv, web, and social media posts
• Support the Executive Director in building strategic community relationships with partner organizations
• Regularly communicate with community groups to foster interaction in support of project activities Manage Community Consultation Processes
• Facilitate virtual and potential in-person community consultation sessions to inform project outputs and forward project goals
• Develop and implement online feedback mechanisms (e.g. online surveys, groupmap boards) in support of community consultation Manage Community Engagement and Outreach
• Generate reports of summative Data Trust engagement trends for stakeholder communities, grant work packages, social media, and project deliverables; work with Executive Director to adjust approaches as necessary given engagement trends.
• Manage the database of OAeBU Data Trust contacts
• Manage a calendar of conference and event proposal submissions, to ensure representation of the Data Trust work at key conferences
• Attend and monitor conferences or other events as needed to raise Data Trust awareness and bring back information about related efforts to the OAeBU Data Trust communities.

Qualifications

Required
• Exceptional written and oral communication skills with cross-cultural awareness
• Facilitation experience with international stakeholders
• Written and spoken fluency in English
• Presentation and collaboration experience in multiple countries, with English speaking and English as a second language audiences
• Proven ability to produce presentations and reports in English
• Experience with facilitating virtual discussions via listservs, social media, etc.
• Ability to work under pressure, to adjust to change, to handle multiple tasks, and to coordinate the work of extended groups of project partners
• Working knowledge of existing standards bodies and emerging interoperability frameworks and standards adoption efforts for research and scholarly communications including but not limited to EOSC, the Research Data Alliance, NISO and COUNTER

Preferred
• Degree with at least five years of community management and communications experience
• Direct experience with data entry and report generation

Work Environment
The OAeBU Data Trust is a distributed team, with leadership and staff members working in multiple timezones. Success in working in a geographically distributed, collaborative, and research-intensive environment requires a demonstrated ability to accomplish timely, high-
quality work, handle a variety of duties, adapt to changing priorities, work successfully in a team, and communicate effectively with all segments of an extended community.

Relationships
Supervisor: Yannick Legré
Takes direction from: OAeBU Data Trust Executive Director, Christina Drummond

Offer
The position will be offered for a period of 3 years, contingent on receipt of grant award funding.
• This is a full-time position based in Brussels.
• Remote working opportunities in Europe can be considered.
Salary depends upon the experience of the successful candidate.

Full package may vary depending on the country of living, if working from a different country than Belgium.

Displaced qualified Ukrainian people are strongly encouraged to apply

Equal opportunities
The OPERAS AISBL and the OA Book Usage (OAeBU) Data Trust are committed to creating a diverse environment and are proud to be an equal opportunities employer. All qualified applicants will receive consideration for employment without regard to race, colour, religion, gender, gender identity or expression, sexual orientation, national origin, genetics, disability, age or veteran status.

Process and timescale (provisional)
Closing date for applications 17 June 2022, 5:00 PM CEST
Interviews & Short-listing 27 – 30 June 2022
Expected Starting Date 01 September 2022

Information

For additional information about this position, you may contact OPERAS’ Secretary-General
at yannick.legre@operas-eu.org
An assessment may be part of the selection process.

To apply
Please send a cover letter and your CV to yannick.legre@operas-eu.org.
Only direct applications from candidates are taken into account. OPERAS AISBL does not appreciate any acquisition by third parties regarding this position.

Original Posting findet sich hier: https://www.operas-eu.org/wp-content/uploads/2022/05/CM_OAeBU_202200504_Final.pdf

OPERAS Open Chat am 23.06.2022 11 Uhr zum Thema Citizen Science in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und dem Projekt COESO

Di, 05/31/2022 - 09:24

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

nachdem wir uns im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „OPERAS Open Chats“ bereits mit verschiedenen Stakeholdern der Open Access und Open Science Transformation ausgetauscht haben, wollen wir im nächsten Schritt gezielt die Themen beleuchten, die für die Geistes- und Sozialwissenschaften und für die OPERAS Infrastruktur von besonderer Bedeutung sind.

Dabei werden wir einerseits die Angebote von OPERAS zu diesen Themen vorstellen und möchten andererseits Ihre Bedarfe in diesem Bereich mit aufnehmen.

Wir laden Sie daher herzlich zum nächsten Termin, via Zoom, am 23.06.2022 ein. Wir wollen uns dabei mit dem Thema Citizen Science in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und dem Projekt COESO befassen und freuen uns über eine inhaltliche Einführung durch Kelly Achenbach, die im Projekt COESO an der Max Weber Stiftung arbeitet. Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt.

Sie können sich vorab unter https://operas-ger.hypotheses.org/operas-open-chats anmelden. Wir senden Ihnen dann die Zugangsdaten.

Bei Rückfragen kontaktieren Sie uns gerne unter operas-ger@maxwerberstiftung.de

Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

Mit herzlichen Grüßen,

Larissa Saar und Pattrick Piel

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