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Digital Humanities im deutschsprachigen Raum
Aktualisiert: vor 1 Stunde 57 Minuten

DHd 2019 – Der Film!

vor 6 Stunden 28 Minuten

We proudly present the multi-medial & multimodal film of the DHd 2019.

Wir präsentieren stolz den multimedialen & multimodalen Erinnerungsfilm zur DHd 2019:

Hier abspielen.

Zum Film gibt es das gesamte Interview mit dem Vorsitzenden des DHd Verbandes Prof. Dr. Christof Schöch als gesonderten Blog-Post hier.

DHd 2019 – Das Interview

vor 6 Stunden 30 Minuten

Am Donnerstag, den 28.03.2019 hat sich Prof. Dr. Christof Schöch, Vorsitzender des Verbandes Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd) anlässlich der Jahreskonferenz auf dieser bereit erklärt, ein kurzes Interview zur Verwertung in einem kurzen Film zur Konferenz zu geben. Da im Konferenzfilm nur Ausschnitte davon gezeigt werden, möchten wir hier das Interview als Transkript (bei dem Satzzeichen eingefügt und kleine Änderungen, wie das Weglassen von Interjektionen zur besseren Lesbarkeit vorgenommen wurden) zur Verfügung stellen.

Alle Daten stehen unter CC BY Lizenz. Zur Zitation geben Sie bitte den DHd-Blog an.

Frage 1: Was verbirgt sich für Sie hinter dem Begriff Digitale Geisteswissenschaften?

Die Frage nach dem Begriff oder der Definition der digitalen Geisteswissenschaften ist ein Klassiker des Diskurses über die Digital Humanities und deswegen würde ich auch gern mit einer klassischen Antwort beginnen, nämlich: Die digitalen Geisteswissenschaften sind ein Arbeitsfeld an der Schnittstelle von Informatik und Geisteswissenschaften. Man kann aber sehr viele Antworten auf diese Frage geben, auch weniger klassische; ich empfehle immer gerne die Webseite whatisdigitalhumanities.com bei der man zufällig ausgewählte Definitionen sehen kann. Jedes Mal wenn man die Seite neu lädt, bekommt man eine andere aus einer Auswahl von 817 Definitionen angezeigt. Vor allem aber ist mir wichtig zu betonen, dass die digitalen Geisteswissenschaften eine Chance sind für die Geisteswissenschaften ihr Methodenrepertoire zu erweitern und eine Chance sind für die Informatik ihren Gegenstandsbereich sozusagen zu erweitern und neue komplexe vieldeutige Gegenstände aus den Geisteswissenschaften zu entdecken und mit ihren Methoden zu analysieren.

Frage 2: Wie wichtig sind solche Konferenzen, besonders im Bereich der Digitalen Geisteswissenschaften und sehen Sie Unterschiede zu anderen internationalen Konferenzen und Tagungen?

Ich glaube die Bedeutung der Konferenz für die Community der digitalen Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum ist tatsächlich kaum zu unterschätzen [Anm. der Red.: gemeint war natürlich ‚kaum zu überschätzen‘]. Die Konferenz ist ein Kristallisationspunkt für solche Community-Building Effekte auch durch die Regelmäßigkeit: jetzt schon zum sechsten Mal. Sie ist gleichzeitig auch ein Schaufenster für die Community sowohl intern, also an andere Kollegen die sich auch schon als Teil der Community verstehen, als auch eben an neue Kolleginnen und Kollegen, die vielleicht noch nicht Mitglied im DHD Verband sind, aber neugierig sind auf das was hier passiert und sich das einmal anschauen können.

Wichtig ist mir beim Thema Community-Building aber auch, dass die Konferenz nicht die einzige Aktivität des DHd Verbands ist, die für diese Community zentral ist, sondern dass ganz wichtig auch die Arbeitsgruppen des DHD Verbands sind, wo sich spezifischere speziellere Communities, Sub-Communities finden und bilden können. Es gibt ungefähr zehn solcher Arbeitsgruppen zu Themen wie digitale Rekonstruktion, Curriculums-Debatten zu Film und Video als Analysegegenstand oder auch zu Datenzentren.

Frage 3: Welcher Bereich innerhalb der Digital Humanities interessiert Sie persönlich am meisten?

Mein größtes persönliches Interesse im Bereich der Digital Humanities liegt ziemlich klar im Bereich der quantitativen Verfahren der Textanalyse für literaturwissenschaftliche und literaturhistorische Fragestellungen. Das hat auch etwas mit meinem Hintergrund zu tun. Ich bin Literaturwissenschaftler und verstehe mich eben auch als digitaler Literaturwissenschaftler, was aber nicht bedeutet, dass ich nicht neugierig bin auf andere Ansätze, die außerhalb dieses Bereichs stehen und gerade dafür ist die DHD Konferenz eine ganz wunderbare Gelegenheit zu sehen was sich in anderen Bereichen tut.

Frage 4: Haben Sie hierzu bereits Veranstaltungen auf der DHd besucht bzw. sich vernetzen können oder werden Sie dies tun?

Ja, ich habe bereits heute Vormittag Veranstaltungen besucht, Sessions besucht, die für dieses Thema relevant sind. Eine Session zu Corpus-Building in den Digital Humanities sowohl aus linguistischer als auch aus literaturwissenschaftlicher Perspektive und eine Session, die sich methodisch an Dinge anschließt, die mir sehr vertraut sind, aber das auf neue nicht textuelle Gegenstände anwendet: eine Session zur visuellen Stilometrie, die also genau dieses multimodale multimediale Thema aufgenommen hat.

Frage 5: Wie beurteilen Sie das diesjährige Konferenzthema multimedial & multimodal in Bezug auf die momentane gesellschaftliche Entwicklung im Bereich Digitalisierung?

Ich halte das Rahmenthema der Konferenz multimedial & multimodal für sehr relevant und sehr zeitgemäß. Wir haben uns sehr gefreut, dass dieses Thema vorgeschlagen wurde, weil wir eben sehen, dass die Digitalisierung sowohl in der Wissenschaft als auch in der Gesellschaft sich längst nicht mehr nur auf Text bezieht, sondern eben andere Medien, andere Modalitäten des kulturellen Ausdrucks einschließt: Bilder, Filme, Audiobjekte und dass das hier programmatisch in den Vordergrund gestellt wird finde ich sehr schön und sehr richtig.

Frage 6: Gegeben eine relativ geringe Beteiligung von Wissenschaftlern aus dem nur in Minderheitengebieten deutschsprachigen Ausland und der Schweiz, was könnte man tun, um die DHd in Zukunft für diese Teilnehmergruppen noch attraktiver zu gestalten und Beitragszahlen wie die aus Österreich zu erreichen?

Die Frage nach den Digital Humanities Communities in Ländern oder Regionen, in denen Deutsch keine Mehrheitssprache oder nicht die dominante Sprache ist, ist natürlich durchaus eine Herausforderung auch für den Verband und für die Community. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass man die DHd Konferenz eben auch mal in Kooperation mit einem Land wie Belgien, Luxemburg oder einer Region wie Südtirol organisiert und so die Konferenz in diese Gebiete trägt. Gleichzeitig glaube ich, dass wir mit der aktuellen Sprachpolitik bei der Konferenz gut aufgestellt sind, die eben vorsieht, dass man Beiträge auch auf Englisch einreichen kann oder auch auf anderen Sprachen, dass aber erwartet wird, dass der Vortrag auf Deutsch gehalten wird, weil eben die Mehrheit der Anwesenden doch Deutsch als erste Sprache sprechen. Gleichzeitig kann man durch den englischen Abstract, der ja veröffentlicht wird trotzdem die internationale Sichtbarkeit für sein Thema und für seine Arbeiten herstellen.

Frage 7: und zum Schluss:

Wenn Sie 3 Eigenschaften nennen müssten, die Digitale Geisteswissenschaftler positiv von anderen Forschenden abgrenzen, oder die sie sogar mitbringen sollten, um in diesem Bereich erfolgreich zu sein — sofern es solche Eigenschaften gibt — welche wären das?

Ich denke schon, dass es Eigenschaften gibt, die für Forschende in den Digital Humanities nützlich sind und die uns auch bis zu einem gewissen Punkt auszeichnen. Gleichzeitig würde ich sagen, dass man natürlich nie fertig ist mit der Arbeit an sich, an diesen Eigenschaften, sondern immer an sich arbeiten kann. Diese Eigenschaften sind meiner Meinung nach mindestens die folgenden 3, nämlich Offenheit. Damit meine ich sowohl Open, im Sinne von Open Access, Open Source, Open Data als auch Offenheit in der Kommunikation, Offenheit der Community, Durchlässigkeit der Community, eben Offenheit für neue Ideen, für neue Personen. Außerdem glaube ich, dass Neugier eine ganz wesentliche Eigenschaft von digitalen Geisteswissenschaftlern sein sollte und im Übrigen von Wissenschaftlern allgemein, hier würde ich also nicht sagen, dass das etwas Besonderes ist, aber über den Tellerrand zu schauen, in andere Disziplinen reinzuschauen, eben auch als Informatikerin oder Informatiker in die Geisteswissenschaften zu schauen, als Geisteswissenschaftlerin oder Geisteswissenschaftler in die Informatik zu schauen, das sind glaube ich schon wichtige Eigenschaften und zuletzt, das ist dann doch etwas Spezifisches für die Digital Humanities: die Lust auf Teamarbeit, auf arbeitsteilige Arbeitsprozesse in denen verschiedene Team-Mitglieder verschiedene Aspekte beitragen und dann gemeinsam zu einer Lösung kommen, die man alleine in einer Person nicht hätte leisten können. Diese 3 Eigenschaften Offenheit, Neugier, Teamfähigkeit, die halte ich für wichtig und für wünschenswert und für auch durchaus entwickelt in unserem Feld, aber eben auch immer für verbesserungsfähig.

CfP: Handbuch Resonanz (Deadline: 30.09.2019)

vor 8 Stunden 17 Minuten

Die Beschäftigung mit Resonanz ist wieder neu in den Fokus des sozialwissenschaftlichen Interesses gerückt: Waren Arbeiten zu Resonanz, Sonanz und Insonanz im 18. und 19. Jahrhundert noch ein fester Bestandteil physiologischer und naturphilosophischer Studien, so wurden sie im Zuge einer zunehmend kognitiven Ausrichtung humanwissenschaftlicher Forschungszweige im 20sten Jahrhundert vehement gemieden. Mit einem neuen Interesse an den emotionalen, affektiven und leiblichen Grundlagen des menschlichen Lebens zeigt sich auch ein neues theoretisches und insbesondere empirisches Interesse an Resonanz bzw. den sich manifestierenden Resonanzphänomenen. Resonanz als „Weltbezug“, „Affektabstimmung‘, „Spiegelneuron“, „Resonanzkörper“, „Resonanzmedium“, als „intrapsychische Kommunikationsaktivität“ oder – in (multi)medialen Feldern –als „digitale Dynamik“ sind nur eine Auswahl der Begriffe, die sich derzeit -zum Beispiel – in den Disziplinen Soziologie, Psychologie, Neurobiologie, Phänomenologie, Kulturwissenschaften, Gesundheitswissenschaften, Pädagogik oder Linguistik formieren.

Die vielen Hinweise auf das wachsende Interesse an Resonanz oder ihrer Phänomene zeigen bei näherer Betrachtung, dass es sich häufig um unverbundene Einzelforschungen handelt, die voneinander selten Notiz nehmen. Mit dem vorliegenden Buchvorhaben sollen daher zum Einen theoretische Ansätze aufgezeigt werden, um den aktuellen Stand der Resonanzforschung gebündelt darzulegen (Teil I); Zum Anderen soll – dies als ein Fokus – Raum gegeben werden für eine method(olog)isch differenzierte Darstellung empirischer Forschungsansätze und -ergebnisse (Teil II), die dem weiten Fächerkreis sozialwissenschaftlicher Forschungs- und Praxisfelder entstammen.

Das Call for Paper richtet sich an Forschende aus dem deutschsprachigen und dem internationalen Raum. Beiträge sollen nach Möglichkeit in deutscher Sprache, in Ausnahmefällen in englischer Sprache eingereicht werden. Das Handbuch öffnet sich in seiner Publikationsweise innovativen Darstellungsweisen: Multimediale Formate und/oder online-Präsentationsmethoden sowie innovative Formate zur Ergebnisdarstellung theoretischer und empirischer sozialwissenschaftlicher Forschungsergebnisse unter Berücksichtigung von Forschungs- und/oder Anschauungsmaterial wie z.B. Video-/Filmmaterial aus der Forschungs- und Handlungspraxis sind ausdrücklich erwünscht.

Verlag

Das Handbuch Resonanz wird voraussichtlich in der Verlagsgruppe Beltz (Weinheim) erscheinen.

Zeitplan
  • Einreichung des Exposees dt/en (max. 2000 Zeichen) bis 30.09.2019
  • Begutachtung und Rückmeldung zu Annahme oder Ablehnung des Beitragsvorschlags bis 18.10.2019
  • Erstellung des Manuskripts durch die Autor*innenbis 31.02.2020
  • Peer Review (Annahme/Annahme mit Überarbeitung/Ablehnung) bis 29.05.2020
  • Überarbeitung bis 31.07.2020
  • Satz, Korrekturfahne, Druck bis 30.11.2020

Einreichung des Exposés
  • Angaben zu den Autor*innen (Kurzbiographie im Umfang ca. 10 Zeilen mit Kontaktdaten)
  • (Vorläufiger) Arbeitstitel mit Beschreibung der geplanten Beitragsinhalte
  • Angabe der Disziplin sowie der Arbeits-/Forschungsmethode(n)
  • Geltungsbegründung/erwarteter Erkenntnisgewinn
  • Bei empirischen Zugängen: Angabe der Datensorte(n) und der gewünschten Publikationsformate
  • Literaturverzeichnis einschlägiger Literatur

Bitte senden Sie das Exposee per E-Mail an: Dr. Christine Moritz (info@christine-moritz.de)

Kontakt

Stellenausschreibung: wiss. Mitarbeiter/in in Information Retrieval (m/w/d) (100%, TV-L 13)

vor 8 Stunden 25 Minuten

An der Universität Trier ist im Rahmen des von der Forschungsinitiative Rheinland-Pfalz geförderten Projektes „MiMoText – Mining and Modeling Text“ zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als

wissenschaftliche Mitarbeiterin/wissenschaftlicher Mitarbeiter in Information Retrieval (m/w/d) (100%, TV-L 13)

befristet bis zum 30. Juni 2022 zu besetzen. Die Stelle ist organisatorisch am Trier Center for Digital Humanities angesiedelt, inhaltlich aber eng mit der Professur für Datenbanken und Informationssysteme verbunden.

Ziel des Projektes ist es, den Bereich der quantitativen Methoden zur Extraktion, Modellierung und Analyse geisteswissenschaftlich relevanter Informationen aus umfangreichen Textsammlungen konsequent weiterzuentwickeln und aus interdisziplinärer (geistes-, informatik- und rechtswissenschaftlicher) Perspektive zu erforschen. Kernanliegen ist es, die konzeptuellen, analytischen, rechtlichen und infrastrukturellen Herausforderungen für die Entwicklung eines neuartigen Zugangs zu fachwissenschaftlichen Informationen in einem aus verschiedenen Quellen gespeisten Wissensnetzwerk zu adressieren und damit die Arbeitsweisen der geisteswissenschaftlichen Forschung auf eine neue, datenbasierte Grundlage zu stellen.

Die Aufgaben der ausgeschriebenen Stelle umfassen die Entwicklung und Anwendung von Methoden zur Erschließung von Texten, zur semantischen Annotation, zur Extraktion faktischer Information sowie zur Einbettung dieser Information in existierende Linked-Data-Datenquellen. Diese Aufgaben werden in enger Kooperation zwischen der Professur für Digital Humanities, dem Trier Center for Digital Humanities (TCDH) und der Professur für Datenbanken und Informationssysteme wahrgenommen. Die Möglichkeit zur Promotion ist gegeben.

Wir erwarten einen sehr guten Masterabschluss in Informatik oder einem ähnlichen Fach sowie sehr gute Kenntnisse in deutscher und englischer Sprache in Wort und Schrift. Kenntnisse in französischer Sprache sind im Projektkontext vorteilhaft, aber keine Voraussetzung. Erfahrungen mit Methoden des Information Retrieval, der künstlichen Intelligenz oder des maschinellen Lernens sind wünschenswert.

Die Universität Trier ist bestrebt, die Zahl ihrer Wissenschaftlerinnen zu erhöhen und fordert diese nachdrücklich zu einer Bewerbung auf. Schwerbehinderte Menschen werden bei entsprechender Eignung bevorzugt eingestellt (bitte Nachweis beifügen).

Senden Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung bis zum 8. Juli 2019 als ein einzelnes PDF-Dokument an schenkel@uni-trier.de. Rückfragen beantwortet Ihnen gerne Prof. Dr.-Ing. Ralf Schenkel unter der gleichen Mailadresse oder unter 0651/201-2040.

Siehe auch: https://www.uni-trier.de/fileadmin/organisation/ABT3/Stellen_WissMitarbeiter/a22_19_WissMA_Informatik_MiMoText_Retrieval.pdf

DH-Kolloquium an der BBAW, 5.7.2019: Wie (stark) beeinflusst Typografie die Leserlichkeit? Blickbewegungen als digitales Forschungsfeld

Mo, 06/24/2019 - 15:26

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW möchten wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Freitag, den 5. Juli 2019, 17 Uhr s.t. bis 19 Uhr (Konferenzraum 1), einladen:

Julian Jarosch (Johannes Gutenberg-Universität Mainz / Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz)
Wie (stark) beeinflusst Typografie die Leserlichkeit? Blickbewegungen als digitales Forschungsfeld

Während Leserlichkeit als (häufigstes) Ziel von Textsatz und Typografie Konsens ist (Willberg & Forssman 1997), beruhen die Bewertungen der Leserlichkeit überwiegend auf Konventionen und Intuitionen von professionellen Typograf*innen. Obwohl auch von Typograf*innen als Desideratum identifiziert (Willberg 1997), ist die Forschungsaktivität auf dem Gebiet der empirischen Typografie aber bisher noch begrenzt (Lonsdale 2014).

Im Kolloquium werden Blickbewegungsexperimente zu ausgewählten typografischen Variablen vorgestellt, wie z.B. Blocksatz, der durch die Digitalisierung des Lesens zumindest zeitweilig (bis zur Implementierung von Silbentrennung beispielsweise in Browsern und E-Readern) einen Rückschritt hinter im Druck etablierte Standards erfahren hat. Die neuen technologischen Rahmenbedingungen im digitalen Textsatz sind hier der Anlass für eine Re-evaluierung der traditionellen typografischen Richtlinien mit aktuellen experimentellen Messmethoden.

Blickbewegungsmessungen sind eine sehr geeignete Methode für dieses Forschungsfeld, da sie in der Experimentalsituation freies Lesen erlauben. Für die Auswertung kann auf mehrere Jahrzehnte Grundlagenforschung zurückgegriffen werden, die im Leseprozess die enge Abhängigkeit zwischen Augensteuerung und Sprachverarbeitung (d.h. auch Leserlichkeit und Textverständnis) belegen (Rayner 1998).

Der Vortrag möchte einerseits Einblick in empirische Forschungsergebnisse zur Typografie geben, andererseits einen Eindruck von den Möglichkeiten der Blickbewegungsmessung vermitteln.

  • Lonsdale, M. (2014). Typographic features of text: Outcomes from research and practice. Visible Language, 48(3), 29–67.
  • Rayner, K. (1998). Eye movements in reading and information processing: 20 years of research. Psychological Bulletin, 124(3), 372.
  • Willberg, H. P. (1977). Buchform und Lesen: Eine Beispielreihe zu Problemen der Buchgestaltung unter dem Aspekt des Lesens. Frankfurt a.M.
  • Willberg, H. P., & Forssman, F. (1997). Lesetypografie (1st ed.). Mainz: Hermann Schmidt.

Im DH-Kolloquium an der BBAW werden aktuelle Themen der Digital Humanities praxisnah und anwendungsorientiert zur Diskussion gebracht, um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beim Einsatz digitaler Methoden in der geisteswissenschaftlichen Forschung zu unterstützen. Weitere Informationen finden Sie auf der Wesbite der BBAW.

Die Veranstaltung findet im Konferenzraum 1 (1. Stock) der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin statt.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, möchten wir Sie um Anmeldung per E-Mail unter DH-Kolloquium@bbaw.de bitten.

Geschützt: Digital Humanities “from Scratch”

Mo, 06/24/2019 - 14:46

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Stellenausschreibung: Koordinator (m/w/d) für Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel, E 11

Mo, 06/24/2019 - 14:11

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach, die Klassik Stiftung Weimar und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (HAB) erforschen mehr als ein halbes Jahrtausend deutscher und europäischer Kulturgeschichte. Um die bereits seit mehreren Jahren praktizierte Kooperation zu intensivieren, haben sich die drei Einrichtungen in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsverbund zusammengeschlossen. In dessen Rahmen werden gemeinsame Forschungsprojekte realisiert und digitale Forschungsinfrastrukturen ausgebaut.

Für den Forschungsverbund ist an der HAB zum nächstmöglichen Termin die zunächst auf den 28.02.2023 befristete Teilzeitstelle einer / eines

Koordinatorin / Koordinators

(0,75 Entgeltgruppe 11 TV-L)
zu besetzen.

Der Arbeitsort ist Wolfenbüttel. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 30 Stunden. Weitere Informationen zum Forschungsverbund finden Sie unter: www.mww-forschung.de

Aufgaben:

  • organisatorische und verwaltende Unterstützung der an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel angesiedelten Teilprojekte
  • Zusammenarbeit mit dem Direktor der Herzog August Bibliothek und den Koordinationsstellen in Marbach und Weimar
  • Koordination der Veranstaltungsplanung des Verbunds, Durchführung von Tagungen und Workshops
  • organisatorische Betreuung des MWW-Stipendienprogramms sowie die Planung und Durchführung der Sommerschule
  • Finanzkoordination, Abrechnungs- und Berichtswesen in Abstimmung mit der Verwaltung der Herzog August Bibliothek und dem Projektträger (DLR)

Voraussetzungen:

  • Hochschulabschluss in einem geistes- oder kulturwissenschaftlichen Fach
  • hohe soziale Kompetenz
  • organisatorische Erfahrung und Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten
  • sehr gute Englischkenntnisse
  • gute Kenntnisse im Umgang mit Software (Excel, Word, Power Point usw)
  • buchhalterische Grundkenntnisse erwünscht

Die Herzog August Bibliothek strebt an, Unterrepräsentanzen i. S. des NGG in allen Bereichen und Positionen abzubauen. Die Gleichstellung von Frauen und Män-nern wird gefördert. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt behandelt. Ein Nachweis ist beizufügen.

Bewerbungen mit aussagefähigen Unterlagen sind bis zum 20.07.2019 unter Angabe des Kennwortes „Koordination“ möglichst per E-Mail (PDF-Dokument) zu richten an die

Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
Verwaltung
Lessingplatz 1
38304 Wolfenbüttel
E-Mail: verwaltung@hab.de

Stellenausschreibung: IT-Bibliothekar (m/w/d) für Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel, E 9

Mo, 06/24/2019 - 14:01

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach, die Klassik Stiftung Weimar und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel erforschen mehr als ein halbes Jahrtausend deutscher und europäischer Kulturgeschichte. Um die bereits seit mehreren Jahren praktizierte Kooperation zu intensivieren, haben sich die drei Einrichtungen in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsverbund zusammengeschlossen. In dessen Rahmen werden gemeinsame Forschungsprojekte realisiert und digitale Forschungsinfrastrukturen ausgebaut

Born-digitals aus digitalen Nachlässen bilden zunehmend einen wichtigen Teil der kulturellen Überlieferung. In einer ersten Phase ab 2003 wurden im Deutschen Literaturarchiv ca. 290 digitale Vor- und Nachlässe mit rund 26.500 Dateien gesichert und aufbereitet. Der digitale Nachlass von Friedrich Kittler stellt demgegenüber mit aktuell 3,3 Mio. Dateien einen qualitativen und quantitativen Sonderfall dar. An ihm werden modellhaft Verfahren entwickelt die helfen sollen, den aktuellen und künftigen Zustrom auch generell zu bewältigen

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt für das Forschungsprojekt „Friedrich Kittlers digitaler Nachlass. Archivierung und Erschließung von Born-digitals“ eine

IT-Bibliothekar (m/w/d)

(TV-L E 9, 100 %, befristet bis zum 28. Februar 2023)
Kennziffer: 19-31

Aufgaben:

  • Bestandserhaltung, Charakterisierung, Migration und Erschließung von Born-digitals aus dem Nachlass von Friedrich Kittler
  • Erstellung und Verwaltung von technischen und bibliographischen Metadaten sowie deren Verzeichnung in den Nachweissystemen des DLA
  • Mitarbeit bei der Weiterentwicklung von Softwarewerkzeugen für Analyse- und Präsentation von Born-digitals sowie deren technische Dokumentation

Anforderungsprofil:

  • Dipl.-Bibl., B.A. oder gleichwertiger Abschluss in einer für den Aufgabenbereich einschlägigen Fachrichtung (Archiv, Bibliothek, Dokumentation, Informationswissenschaft, digitale Bestandserhaltung)
  • Sehr gute allgemeine IT-Kenntnisse und praktische Erfahrungen mit digitaler Langzeitarchivierung und technischer Dokumentation
  • Qualifizierte Praxiserfahrung in der Katalogisierung und im Umgang mit Normdaten in der GND
  • Organisatorische Fähigkeiten, selbstständige und strukturierte Arbeitsweise, sehr gute Ausdrucksfähigkeit
  • Eigeninitiative, Flexibilität, Verantwortungsbewusstsein, Belastbarkeit und Teamfähigkeit
  • Erwünscht sind Erfahrungen mit PC-Systemen ab etwa 1984

Weitere Informationen zum Forschungsverbund finden Sie unter: www.mww-forschung.de

Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.
Bitte bewerben Sie sich bis zum 30.06.2019 über das Bewerbungsformular unter: www.dla-marbach.de/ueber-uns/stellenangebote

Nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens werden sämtliche Unterlagen vernichtet.

Stellenausschreibung: Wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w/d) für Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel, E 13

Mo, 06/24/2019 - 13:56

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach, die Klassik Stiftung Weimar und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel erforschen mehr als ein halbes Jahrtausend deutscher und europäischer Kulturgeschichte. Um die bereits seit mehreren Jahren praktizierte Kooperation zu intensivieren, haben sich die drei Einrichtungen in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsverbund zusammengeschlossen. In dessen Rahmen werden gemeinsame Forschungsprojekte realisiert und digitale Forschungsinfrastrukturen ausgebaut.

Born-digitals aus digitalen Nachlässen bilden zunehmend einen wichtigen Teil der kulturellen Überlieferung. In einer ersten Phase ab 2003 wurden im Deutschen Literaturarchiv ca. 290 digitale Vor- und Nachlässe mit rund 26.500 Dateien gesichert und aufbereitet. Der digitale Nachlass von Friedrich Kittler stellt demgegenüber mit aktuell 3,3 Mio. Dateien einen qualitativen und quantitativen Sonderfall dar. An ihm werden modellhaft Verfahren entwickelt die helfen sollen, den aktuellen und künftigen Zustrom auch generell zu bewältigen.

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt für das Forschungsprojekt „Friedrich Kittlers digitaler Nachlass. Archivierung und Erschließung von Born-digitals“ einen

Wissenschaftlichen Mitarbeiter (m/w/d)

(TV-L E 13, 100 %, befristet bis zum 28. Februar 2023)
Kennziffer: 19-32

Aufgaben:

  • Konzeption und Implementierung eines forschungsgeleiteten, forensisch korrekten und rechtssicheren Modells für den Umgang mit großen Mengen von Born-digitals
  • Rekonstruktion des Verhältnisses von Kittlers Theorie digitaler Speichermedien und seiner experimentellen Praxis, die auch die überlieferten Hardware-Komponenten und die Relation von konventionellem Papierbestand und Born-digitals integriert
  • Aufbereitung der Kontexte und Provenienzen der überlieferten Dateien von Kittlers und von dritter Hand sowie deren bewertende Klassifikation
  • Kooperative Weiterentwicklung der bestehenden Softwarewerkzeuge für Analyse- und Präsentation von Born-digitals
  • Publikationen zu Kittlers Spätwerk und zur medientheoretischen Analyse des digitalen Nachlasses
  • Abstimmung und Zusammenarbeit mit relevanten Projekten des Verbundes und mit bestehenden Strukturen des DLA

Anforderungsprofil:

  • Ein für den Aufgabenbereich einschlägiges wissenschaftliches Hochschulstudium
  • Nachgewiesene sehr gute Kenntnisse der Informatik und praktische Erfahrungen mit aktuellen Server- und Softwaresystemen (LAMP, SOLR) sowie mit gängigen Programmier- und Skriptsprachen
  • Praktische Erfahrungen mit literaturwissenschaftlichen Forschungsprojekten
  • Organisatorische Fähigkeiten, selbstständige und strukturierte Arbeitsweise, sehr gute Ausdrucksfähigkeit
  • Eigeninitiative, Flexibilität, Verantwortungsbewusstsein, Belastbarkeit und Teamfähigkeit
  • Erwünscht sind Erfahrungen mit Konzepten und Werkzeugen der digitalen Langzeitarchivierung und mit PC-Systemen ab etwa 1984

Weitere Informationen zum Forschungsverbund finden Sie unter: www.mww-forschung.de.

Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.
Bitte bewerben Sie sich bis zum 30.06.2019 über das Bewerbungsformular unter: www.dla-marbach.de/ueber-uns/stellenangebote.

Nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens werden sämtliche Unterlagen vernichtet.

Graphik im digitalen Raum (1/3): Institutionen und Inhaltserschließung

Mo, 06/24/2019 - 12:03

von Martin de la Iglesia und Julia Rössel

Diese dreiteilige Serie von Blogposts präsentiert Gedanken und Thesen, die wir für eine Session im Rahmen des #arthistoCamp am 26. 3. 2019 in Göttingen im Vorfeld des Kunsthistorikertags zusammengetragen und dort diskutiert haben. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieser Session sei an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt. Ziel dieser Beiträge ist es, die angesprochenen Themen noch etwas zu vertiefen.

Im ersten Teil befassen wir uns mit dem institutionellen Kontext, in dem Graphik digitalisiert wird, und mit Iconclass als Werkzeug der Sacherschließung.

Digitalisierung als institutionelles Problem

Über Graphik im digitalen Raum sollte nicht losgelöst von ihrem Kontext in der materiellen Welt nachgedacht werden. Als Bildobjekte auf Papier, die mithilfe so unterschiedlicher Technologien wie Zeichnung, Kupferstich oder Fotografie ihre Umsetzung gefunden haben, wurden und werden sie in graphischen Sammlungen von Museen, Bibliotheken o.ä. versammelt und geordnet. Dort haben auch die auf Graphik basierenden digitalen Objekte, um die es im Folgenden gehen wird, in der Regel ihren Ursprung. Natürlich unterliegen solche Institutionen selbst dem historischen und konzeptionellen Wandel, der sich nicht zuletzt in der Herangehensweise an die Aufgabe der Digitalisierung niederschlägt.

Ein wichtiger Punkt im Konzept der Institution Museum seit dem 20. Jahrhundert ist seine Konzeption als Ort, an dem alles auf das Erleben des Originals ausgerichtet ist. Graphische Sammlungen verfügen über Studiensäle, in denen interessierte Personen papiernen Kunstwerken näher kommen können als den Gemälden in den Galerieräumen. Sollte nicht dieses Erleben gepflegt und befördert werden? Die meisten Sammlungen können ohnehin nicht vollständig digitalisiert werden. Reicht es also nicht, wenn die Institution Besucherinnen und Besucher mit einer schönen Website und einer Auswahl ihrer Glanzstücke an ihren physischen Standort lockt? Eingehendere Recherche ist schließlich vor Ort noch immer am besten möglich, in Katalogen und im Austausch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Beispielprodukt solcher Ideen wäre etwa das Euploos-Projekt (http://euploos.uffizi.it/catalogo-euploos.php) der Uffizien, bei dem es sich eigentlich um einen klassischen Sammlungskatalog handelt. Eine hohe Erschließungstiefe versteht sich hier von selbst, man möchte möglichst alle zum Zeitpunkt der Erstellung der Datensätze vorhandenen Informationen präsentieren – besser recherchierbar werden sie dadurch leider nicht: Davon abgesehen, dass die Recherche nur auf Italienisch möglich ist, stehen mit Hersteller (“Autore”), Inventarnummer und Darstellung/Motiv (“Soggetto Opera”) lediglich drei für die Suche indexierte Felder zur Verfügung. Als Nutzerin oder Nutzer muss mir eine dieser Informationen also bekannt sein, die richtige Schreibweise wird dank Indexlisten, aus denen Autovervollständigungsvorschläge generiert werden, gewährleistet. Zum Beispiel finde ich die Vorzeichnung für den Tondo Bartolini von Filippo Lippi auch über das Stichwort “Tondo Bartolini” oder “Madonna” (http://euploos.uffizi.it/scheda-catalogo.php?invn=191+E).


Screenshot des erwähnten Datensatzes im euploos-Katalog

Wenn ich mich aber allgemeiner für Silberstiftzeichnungen interessiere, werde ich mit der Suche “punta d’argento” nicht fündig, obwohl die Angabe in exakt dieser Schreibweise im Datensatz vorhanden ist. Ebenso erfolglos ist die Suche nach Lugt-Nummern, welche Sammlermarken verzeichnen und somit ein Hilfsmittel für Fragen der Provenienzforschung wären. Im Anschluss an einen längeren deskriptiven Text sind Ausstellungspräsenzen und Literaturangaben zu der Zeichnung aufgelistet – auch sie sind leider nicht recherchierbar. Die Bilder sind bedauerlicherweise mit einem großen Wasserzeichen versehen und sind dadurch kaum mehr als Platzhalter, sodass der/die Nutzer/-in die im Text gemachten Angaben nicht oder nur schwer nachvollziehen kann.

Im Grunde haben wir es hier mit einer Remediation im Sinne Bolter/Grusins (Jay David Bolter / Richard Grusin: Remediation – Understanding New Media, 1999) zu tun, welche die statische mediale Struktur eines gedruckten Sammlungskatalogs auf den Bildschirm projiziert. Jedoch kommt der digitalen Repräsentation dabei der Vorzug des gedruckten Katalogs abhanden, als vertrauenswürdige, belastbare Quelle zu gelten. Eine Online-Datenbank ist stets dem Verdacht der vergleichsweise geringeren Datentransparenz (wer hat welche Aussagen getroffen?) und Datenintegrität (wurden die angezeigten Daten jemals geändert?) ausgesetzt.

Mit einer solchen Remediation geht die Vorstellung einher, einmal erstellte Datensätze eigentlich nicht mehr oder nur geringfügig modifizieren oder pflegen zu müssen. “Do it once and do it right” (Peter Fuhring in seiner Keynote auf der Tagung “Das Sammeln von Graphik in historischer Perspektive”, Wolfenbüttel 2016). Man produziert lieber wenige, aber dafür qualitätvolle Daten. Aber Datenqualität aus Sicht von Forscherinnen und Forschern ist nicht gleich Datenqualität aus Sicht von Computern. Eine der Qualitätsdimensionen für Daten ist z.B. die Korrektheit. Eine Graphikforscherin oder ein Graphikforscher erkennt über die Ansicht der Reproduktion, wenn ein Kupferstich fälschlicherweise im Datensatz mit dem Objekttyp Zeichnung beschrieben ist. Für den Computer ist diese Angabe formal korrekt, weil das Feld mit einem zulässigen im Vokabular hinterlegten String belegt ist.

Seit dem Einzug von Computern in Museumsgebäude trat neben die Vorstellung des Museums als Erlebnisort die Vorstellung des Museums als Datenbank und des musealen Objektes als Informationsobjekt. Die vollständige elektronische Verzeichnung oder Katalogisierung der Objekte würde also auch eine umfassende Nutzung der in der Institution versammelten Informationen bedeuten.

Für den Anfang hieße hier die Devise gerade nicht “do it once and do it right”, sondern im Gegenteil “quick and dirty” – idealerweise durchlaufen die erzeugten Daten ohnehin immer wieder Qualitätssicherungsprozesse, bei denen sie aktualisiert und angereichert werden können. Das Museum als Datenbank implementiert digitale Infrastrukturen in möglichst alle seine Arbeitsprozesse und digitalisiert nicht nur zum Zwecke der Publikation. Publikation bedeutet dann, dass Informationen im Internet in ihren verschiedenen Facetten abrufbar sein müssen (s.u. “Metadaten als Forschungsgrundlage?”). Digitale Objekte würden von den Museen als institutionelle Produkte verstanden, welche vielfältig genutzt werden können und gepflegt werden müssen, um auch eine zukünftige Nutzung zu gewährleisten. Wenn das Museum eine Datenbank sein soll, multiplizieren sich seine Zugänge, es verlängert sich in den digitalen Raum.

Wenn sich also Institutionen für die Digitalisierung ihrer Bestände entscheiden, so sollten sie diesen Vorgang aus unserer Sicht nicht als ein oder mehrere Projekte, sondern als langfristigen und umfassenden Transformationsprozess begreifen, der auch eine Veränderung von Denkweisen und Arbeitsprozessen mit sich bringt, die über das bislang Übliche hinausreichen oder womöglich mit ihm brechen.

Zu den Museen und ähnlichen datenerzeugenden Institutionen gesellt sich im Feld der Graphik im digitalen Raum eine weitere Art von Akteur, die vor andere institutionelle Herausforderungen gestellt ist, nämlich Portale, Meta-Suchmaschinen und Aggregatoren. Für den deutschsprachigen Raum ist hier in erster Linie das Graphikportal (https://www.graphikportal.org) zu nennen, aber auch weniger graphikspezifische Angebote wie Europeana (https://www.europeana.eu) oder die Deutsche Digitale Bibliothek (https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/) zählen zu dieser Kategorie. Diese Portale bieten eine Suche über mehrere verschiedene Graphikbestände zugleich an und präsentieren die Treffer in einer einheitlichen Ansicht. Um diese Einheitlichkeit zu gewährleisten, wird eine von zwei Strategien (oder eine Kombination aus beiden) verfolgt: Entweder werden die heterogenen Daten aus den einzelnen datengebenden Institutionen durch Mappings in ein einheitliches Format überführt, oder es werden von vorneherein nur standardkonforme Daten akzeptiert. Beides hat im besten Fall eine standardisierende Wirkung auf die Erschließungspraxis an den datenliefernden Einrichtungen. Die Zusammenarbeit zwischen Datengeberin und Aggregator kann dabei unterschiedlichste Formen annehmen, von einem eng vernetzten Konsortium bis hin zu einem einseitigen Harvesting der Daten (Pull- statt Push-Mechanismus).

Die Standardisierung von digitalen Prozessen und Informationen ist nach wie vor problematisch und hat für Mitarbeiter/-innen wie Nutzer/-innen sehr praktische Auswirkungen bei der Recherche nach Informationen zur Druckgraphik, wie im Folgenden zu zeigen sein wird. Dies zeigt sich im Bereich der inhaltlichen Erschließung an dem schon seit Langem bestehenden Mittel Iconclass.

“I saw an angel, of that I’m sure” – Inhaltserschließung per Iconclass

In vielleicht noch höherem Maße als andere Bildkünste neigt die Graphik – vor allem die Druckgraphik, aber auch z.B. skizzierende oder dokumentierende Handzeichnung – zu einer dichten Akkumulation von distinkten Elementen innerhalb eines Bildes. Man denke etwa an naturwissenschaftliche Illustrationen, die auf engem Raum eine Vielzahl z.B. verschiedener Tierarten abbilden; oder aber an das vielleicht berühmteste druckgraphische “Wimmelbild”, Albrecht Dürers Kupferstich “Melencolia I” mit seiner rätselhaften Zusammenstellung von Gegenständen und Figuren. Gerade weil die Interpretation solcher Objektkonfigurationen als Ganzes oft uneindeutig ist, kommt zunächst einmal der bloßen Aufzählung der einzelnen Bildelemente eine besondere Bedeutung bei der Inhaltserschließung im Rahmen der Graphikinventarisierung zu. Schließlich ist auch die Beschäftigung mit einzelnen Gegenständen und ihrer bildlichen Repräsentationen, (zunächst) unabhängig von ihrem Bildzusammenhang, ein legitimes Forschungsanliegen.

Iconclass (http://www.iconclass.nl) ist ein Klassifikationssystem, durch das Bildinhalte mittels Notationen erfasst werden können. Als in der Kunstgeschichte verwurzeltes  System ist Iconclass allgemein bekannt, wenn auch in der Erschließungspraxis nicht allzu weit verbreitet. Es besteht aus 10 Hauptklassen wie “1 · Religion and Magic”, die sich in weiteren Ebenen auffächern, so dass Notationen vergeben werden können wie etwa die siebenstellige – also 7 Hierarchieebenen tiefe – “11F2412” (“Mary pierced by seven swords”). Diese Notation kann durch weitere Qualifikatoren oder Freitextzeichenketten (z.B. Personennamen) noch erweitert werden. Aber auch weniger spezifische (also kürzere) Notationen sind legitim. Üblicherweise werden für ein Bild mehrere Iconclass-Notationen vergeben, um zumindest die wichtigsten Bildelemente zu erfassen.

In der Praxis zeigen sich große Unterschiede in der Anwendung von Iconclass. Betrachten wir als Beispiel erneut Dürers Melencolia. Im Datensatz der Fotothek der Bibliotheca Hertziana (http://foto.biblhertz.it/exist/foto/obj08006572) sind diesem Bild 4 Iconclass-Notationen zugeordnet:

  • 11 G [angels]
  • 23 U 22 [hourglass]
  • 46 B 33 11 [scales]
  • 46 E 52 1 [bell ~ acoustic signalling]

Für dasselbe Bild sind jedoch im Virtuellen Kupferstichkabinett (VKK, http://kk.haum-bs.de/?id=a-duerer-wb3-0122) ganze 8 Notationen angegeben:

  • 92D1916 Amoretten, Putten; amores, amoretti, putti;
  • 46B3311 Waage (mit Waagschalen);
  • 34B11 Hund;
  • 47D8(HAMMER) Werkzeuge, Hilfsmittel, Geräte für Handwerk und Industrie: Hammer;
  • 49D5111 Zirkel;
  • 47D8(PLANE) Werkzeuge, Hilfsmittel, Geräte für Gewerbe und Industrie: Hobel;
  • 47D8(SAW) Werkzeuge, Hilfsmittel, Geräte für Handwerk und Industrie: Säge;
  • 32A140 Ripa: Malenconico (per la terra), Malinconia

Albrecht Dürers “Melencolia I” aus dem Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig.

Dabei wurden im Falle des Braunschweiger Exemplars nicht einfach lediglich mehr Bildinhalte beschrieben als im römischen: So erfasst das letztere die Sanduhr und die Glocke, welche in ersterem unberücksichtigt bleiben. Unklar ist, ob mit “11G” (Hertziana) nur die rechte und mit “92D1916” (VKK) nur die linke der beiden geflügelten humanoiden Gestalten gemeint ist. Hier zeigt sich eine besondere Herausforderung von Iconclass: Es ist so aufgebaut, dass ähnlich aussehende Bildelemente (so wie hier die beiden menschenähnlichen Wesen mit Flügeln) zwei ganz unterschiedlichen Klassen zugeordnet werden können – je nachdem ob sie der christlichen (Klasse 11) oder der griechisch-antiken Mythologie (Klasse 9) zugehörig sind – und der/die Iconclass-Anwender/-in sich für eine davon entscheiden muss.

Eine Alternative zu Iconclass und anderen Klassifikationen ist die (freie) Verschlagwortung, welche interessanterweise auch im VKK angewendet wird. Im Datensatz der “Melencolia” finden sich hier die folgenden Schlagwörter:

„Allegorie; Buch; Fledermaus; Flügel; Frau; Hobel; Hund; Kugel; Melancholie; Polyeder; Putto; Sägewerk; Schlüssel; Sanduhr; Temperament; Waage; Zahlentafel; Zirkel“

Das Problem der Unsicherheit, ob es sich bei der rechten geflügelten Figur um einen (christlichen) Engel handelt, ist hier durch die Vergabe der beiden Schlagwörter “Flügel” und “Frau” gelöst worden. Auch sind durch die Schlagwörter Elemente erfasst, die von den 8 Iconclass-Notationen nicht berücksichtigt werden, wie z.B. der Polyeder oder die Zahlentafel. Umgekehrt sind hingegen, mit Ausnahme des Hammers, alle 8 durch Iconclass erfassten Bildinhalte auch durch Schlagwörter repräsentiert. Es drängen sich also geradezu die Fragen auf, warum im VKK die Arbeit der Inhaltserschließung doppelt geleistet wurde, und ob man nicht gänzlich auf Iconclass zugunsten einer freien Verschlagwortung verzichten könnte.

Dafür spricht die bereits angedeutete Komplexität von Iconclass. Durch dessen insgesamt ca. 1,3 Millionen Notationen (http://www.iconclass.org/help/lod) ist es für die Anwenderinnen und Anwender stets eine anspruchsvolle Aufgabe, durch die Hierarchieebenen zu navigieren und die jeweils passendste Klasse zu ermitteln. Es ist also im Vergleich zur freien Verschlagwortung ein aufwändiges Erschließungsverfahren. Aber auch für die Datenbanknutzerinnen und -nutzer kämen natürlichsprachliche Schlagwörter eher deren Sprachgebrauch nahe als die Iconclass-Notationen, so dass der Recherchevorgang durch eine derartige Schlagwortsuche intuitiver wäre.

Bei dieser Gegenüberstellung von Iconclass und freier Verschlagwortung ist jedoch zu beachten, dass Iconclass mitnichten ein reines Klassifikationssystem ist, sondern, wie bereits erwähnt, die Möglichkeit der Kombination von Notationen mit Freitextkomponenten vorsieht. In unserem Beispieldatensatz gibt es mehrere dieser Hybridnotationen, z.B. “47D8(PLANE)”. Der vordere Teil “47D8” steht dabei für die Klasse “tools, aids, implements ~ crafts and industries”, und “PLANE” für den Namen des betreffenden Werkzeugs, hier also den Hobel. Durch solche Klammerzusätze werden die Vorteile eines Klassifikationssystems geradezu wieder zunichtegemacht, denn für die Suche nach z.B. Abbildungen eines bestimmten Werkzeugs muss die oder der Recherchierende die genaue Form des in der jeweiligen Datenbank vergebenen Zusatzes vorausahnen und wissen, dass in diesem Fall die englische Sprache verwendet wird und “Hobel” auf Englisch “plane” heißt. Ein gutes Retrievalsystem könnte diese Sprachabhängigkeit durch z.B. Synonymlisten umgehen. Im VKK führt eine Suche nach “47d8 hobel” zu den gewünschten Ergebnissen (allerdings nur solange man nicht die Suche explizit auf das Iconclass-Feld einschränkt), da die deutsche Übersetzung den Notationen beigegeben ist; z.B. “47D8(PLANE) Werkzeuge, Hilfsmittel, Geräte für Gewerbe und Industrie: Hobel”.

Bei aller Kritik ist jedoch nicht von der Hand zu weisen, dass die Iconclass-Notationen (abgesehen von den Klammerzusätzen) grundsätzlich den Vorteil der Sprachunabhängigkeit haben. Als Nutzerin oder Nutzer muss ich nicht wissen, was “Werkzeug” auf z.B. Englisch oder Niederländisch heißt, sobald ich erst einmal den alphanumerischen Code für die Klasse der Werkzeuge (47D8) ermittelt habe. Iconclass ist also international sowohl in der Erschließung als auch in der Recherche anwendbar.  Entsprechend existieren z.B. auch englisch- (http://www.emblems.arts.gla.ac.uk/french/iconclass-browse.php) oder französischsprachige (http://www.bvh.univ-tours.fr/Iconclass_browse.asp) Iconclass-Implementierungen.

Darüber hinaus sind Notationen umso vorteilhafter gegenüber natürlichsprachlichen Benennungen, je abstrakter und umfangreicher das gesuchte Konzept ist. Im Melencolia-Beispiel ist die Notation “92D1916” leichter handhabbar als die verbale Umschreibung “cupids: ‚amores‘, ‚amoretti‘, ‚putti’”: Die Suche nach bildlichen Repräsentationen dieses Konzepts gestaltet sich mit Iconclass komfortabler, da man nicht mit einer Kombination aus mehreren Suchwörtern wie ‘cupids + amores + amoretti + putti’ suchen muss, ganz zu schweigen von möglichen Synonymen und sprachlichen Varianten.

Iconclass kann also durchaus für Graphikdatenbanken ein sinnvolles Inhaltserschließungs- und Recherchewerkzeug sein. Die in der Praxis auftretenden Probleme mit Iconclass, die hier skizziert wurden, liegen nicht am Klassifikationssystem an sich, sondern zum einen an der unterschiedlichen Anwendung des Regelwerks an unterschiedlichen Institutionen, und zum anderen an den oft mangelhaften Retrievalsystemen. Ein verstärkter Austausch zwischen den Anwenderinstitutionen könnte in beiden Punkten Abhilfe schaffen. Durch einen höheren Grad an Standardisierung könnte das Potenzial besser ausgeschöpft werden, das Iconclass durch seine Vormachtstellung als Klassifikation zur kunsthistorischen Inhaltserschließung innehat.

Teil 2 erscheint am Mittwoch, 26. Juni.

Martin de la Iglesia ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt “Kommentierte digitale Edition der Reise- und Sammlungsbeschreibungen Philipp Hainhofers (1578-1647)” an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel sowie Promotionsstudent im Fach Kunstgeschichte an der Universität Heidelberg.

Julia Rössel ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt “Kupferstichkabinett Online”, das ebenfalls an der HAB angesiedelt ist, und befasst sich im Rahmen ihrer Promotion mit Transformationsprozessen bei der Digitalisierung von Graphischen Sammlungen.

Vollzeit-Job: Full-Stack Entwicklung (m/w/d), Digital Humanities, UB/Center für Digitale Systeme, FU Berlin

Fr, 06/21/2019 - 16:24

Das Center für Digitale Systeme (CeDiS) der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin schreibt die Stelle für ein*e IT-Spezialist*in, befristet auf 5 Jahre, aus. Die ausgeschriebene Stelle befindet sich an der Schnittstelle zwischen Software-Entwicklung und den angewandten Digital Humanities und ist auf die Unterstützung der Research Area 5 „Building Digital Communities“ (RA 5) des Exzellenzclusters EXC 2020 „Temporal Communities“ ausgerichtet. Die RA 5 erforscht die Übersetzbarkeit des Community-Begriffs des Clusters in Datenmodelle und -visualisierungen und entwickelt das Living Handbook of Temporal Communities als ein qualitätsgesichtertes open access Referenzwerk für den EXC 2020.

Als Software-Entwickler*in setzen Sie das Back- und Front-End des Living Handbook of Temporal Communities (LHTC) mit dem Open Encyclopedia System (OES) um, unterstützen die Wissenschaftler*innen bei der Verwendung digitaler Technologien und Methoden und entwickeln Anwendungen gemäß den Anforderungen des Exzellenzclusters. Hierbei arbeiten Sie eng mit dem IT-Researcher und den Wissenschaftler*innen der RA 5 zusammen.

Die detaillierte Stellenausschreibung finden Sie im Stellenanzeiger der Freien Universität Berlin vom 17. Juni 2019 unter der Kennung CeDiS_ER_EXC2020_2019_01. Die Bewerbungsfrist endet am Montag, den 8. Juli 2019.

Bewerbungen sind mit aussagekräftigen Unterlagen unter Angabe der Kennung im Format PDF (vorzugsweise als ein PDF-Dokument) elektronisch per E-Mail zu richten an Herrn Dr. Albert Geukes (cedis@fu-berlin.de) oder per Post an die

Freie Universität Berlin
Universitätsbibliothek
Center für Digitale Systeme (CeDiS)
Herrn Dr. Albert Geukes
Ihnestr. 24
14195 Berlin (Dahlem)

Wie es Euch gefällt? Perspektiven wissenschaftsgeleiteter Organisationsformen des Datenmanagements für die Geisteswissenschaften (Bericht vom Panel der AG Datenzentren während der DHd 2019, Mainz & Frankfurt am Main)

Do, 06/20/2019 - 18:43
Hintergrund des Panels

Am 27. März 2019 hielt die DHd-AG Datenzentren im Rahmen der DHd 2019 Mainz & Frankfurt am Main (multimedial & multimodal, 25.-29.03.2019, Johannes-Gutenberg Universität Mainz, Akademie der Wissenschaften und Literatur, Mainz, Goethe-Universität, Frankfurt am Main) ein Panel unter dem Titel “Wie es Euch gefällt? Perspektiven wissenschaftsgeleiteter Organisationsformen des Datenmanagements für die Geisteswissenschaften” ab (Link zum Book of Abstract auf Zenodo, dort S. 75-78: http://doi.org/10.5281/zenodo.2600812). Organisiert wurde das Panel von Ulrike Wuttke (Stellvertretende Vorsitzende der AG Datenzentren des DHd, Fachhochschule Potsdam, RDMO), Patrick Helling und Jonathan Blumtritt (beide Data Center for the Humanities, Universität zu Köln). Neben Kai Wörner (Vorsitzender der AG Datenzentren des DHd, Zentrum für Nachhaltiges Forschungsdatenmanagement, Universität Hamburg) als zweitem Moderator, nahmen die folgenden Expert*innen als Panelteilnehmer*innen teil: Alexander Czmiel, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW), Katrin Moeller, Historisches Datenzentrum Sachsen-Anhalt (Hist-Data), Peter Gietz, DAASI & DARIAH-DE, Cosima Wagner, Universitätsbibliothek/Campusbibliothek der Freien Universität Berlin, Barbara Ebert, Leiterin der Göttinger Geschäftsstelle des Rats für Informationsinfrastrukturen (RfII).

Jetzt im Panel der #DHdDatenzentren #dhd2019
Ich bin gespannt, wie es [uns denn] gefällt. pic.twitter.com/M0fHJRgiHY

— Melanie S. (@msiemund) March 27, 2019

Im Mittelpunkt des Panels standen die Perspektiven wissenschaftsgeleiteter Organisationsformen des Datenmanagements für die Geisteswissenschaften vor dem Hintergrund der Anforderungen aus der Praxis, insbesondere den Digital Humanities, und den aktuellen Entwicklungen zum Aufbau einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Einen der Hintergründe des Panels bildete neben den verschiedenen aktuellen Entwicklungen auf dem Weg zur NFDI, insbesondere aus den verschiedenen Workshops der Stakeholder im Bereich der Geisteswissenschaften, der Vorschlag der AG Datenzentren für ein geisteswissenschaftliches Gesamtkonsortium (Link zu einer Sammlung der Positionspapiere). Inzwischen hat sich auch das Geisteswissenschaftliche Forum NFDI mit dem Ziel des Austauschs zwischen den geisteswissenschaftlichen Fachverbänden gegründet. Im Vorfeld des Panels hatten die Organisator*innen über das DHdBlog einen Diskussionsaufruf an die Community gestartet und die Leitfragen des Panels einer breiteren Öffentlichkeit zur Diskussion gestellt. Zentral standen die Rolle von disziplinären Grenzen und disziplinspezifischen Fragestellungen im Spannungsfeld zwischen der Adressierung der Bedarfe kleiner Fächer und den Anforderungen interdisziplinärer Forschung. Auch wenn die “Ausbeute” auf den öffentlichen Diskussionsaufruf zum Panel zahlenmäßig etwas mager war (was vielleicht Mareike Königs Feststellung während ihres Beitrags bei der DHd bestätigt, dass relativ wenig Kommentare zu Blogbeiträgen geschrieben werden), war der Versuch aus Sicht der Organisator*innen die Mühe wert und brachte mit Frederik Elwerts Beitrag einige interessante Erkenntnisse, die er sogar persönlich während des Panels näher beleuchten konnte (mehr dazu weiter unten). 

Eingeleitet wurde die Paneldiskussion von der Vorstellung des Stands des Projekts “Dienstekatalog der AG Datenzentren” durch Patrick Helling.

Vorstellung des Stands des Projekts “Dienstekatalog der AG Datenzentren”

Mittlerweile verfügt die AG Datenzentren über insgesamt 25 Mitgliedsinstitutionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, wovon 18 Einrichtungen mit Infrastrukturen ausgestattet sind. Das Angebot aller Datenzentren der AG in ihrer Gesamtheit weist eine hohe fachliche und institutionelle Diversität auf. Die einzelnen AG-Mitglieder verfügen über unterschiedliche Expertisen in speziellen Forschungsdatenmanagementbereichen und sind in institutionellen oder fachspezifischen Kontexten verortet. Dabei sind sie entweder lokal in einer Institution verankert, agieren auf regionaler oder Verbundsebene oder sind national ausgerichtet.

Vorstellung Projekt "Dienstekatalog", Erhebung per Interviews unter 25 Partner der AG #dhddate
nzentren pic.twitter.com/2z35FO69l6

— Dr. Anne Klammt (@archaeoklammt) March 27, 2019

Mit dem Projekt „Dienstekatalog“ möchte die AG ein gemeinsames FDM-Diensteportfolio entwickeln, welches online zugänglich und entsprechend durchsuchbar sein soll. Auf diese Weise soll das Diensteangebot der einzelnen Zentren gebündelt zugänglich gemacht werden. Zu diesem Zweck wurden semistrukturierte Interviews per Skype oder Telefon durchgeführt (bisher befragte Zentren: 16). Der Fragebogen orientiert sich dabei an einer bereits im Vorfeld durchgeführten, internen Umfrage der AG, sowie an bereits existierenden FDM-Diensteportfolios. Nachdem Katrin Moeller vom Historischen Datenzentrum Sachsen-Anhalt (Hist-Data) auf der DHd 2018 in Köln im Panel der AG Datenzentren „Die Summe geisteswissenschaftlicher Methoden? Fachspezifisches Datenmanagement als Voraussetzung zukunftsorientierten Forschens?“ die speziellen Dienste und Expertisen der einzelnen Mitgliedsinstitutionen präsentiert hat, lag der Fokus in diesem Jahr auf der Breite der generischen Dienste innerhalb der AG.

Im Rahmen der Umfrage wurden insgesamt acht Servicebereiche geisteswissenschaftlicher Datenzentren identifiziert:

1.   Beratungsangebote → Klärung von allgemeinen FDM-Fragen

2.   Technische Infrastrukturen → Bereitstellung/Vermittlung von Servern, Netzwerken und virtuellen Maschinen

3.   Konsolidierung von Services → Service-Level-Agreements, Dokumentationsprozesse und Kuratierungsplanung

4.   Speicherung und Archivierung → Langzeitarchivierung von Forschungsdaten

5.   Repositoriums-Lösungen → generische/fachspezifische Lösungen

6.   Datenkuration → bspw. persistente Identifier, Metadaten, Versionierung

7.   Softwarekuratierung → Pflege und Betrieb lebender Systeme

8.   Softwareentwicklung → Entwicklung von Tools

Der Auswertung der geführten Interview-Protokolle folgend bieten nahezu alle befragten Datenzentren Beratung zu FDM-Fragen in der Breite an. Insbesondere bei rechtlichen Fragestellungen vermitteln jedoch viele Einrichtungen Forscher*innen an entsprechende Anlaufstellen, da in diesem Bereich häufig keine rechtsverbindliche Expertise vorhanden ist.

Technische Infrastrukturen werden von 15 Datenzentren angeboten, allerdings gab über die Hälfte an, Infrastrukturen nicht selbst zu betreiben. In der Regel wird IT-Infrastruktur von zentralen Einrichtungen wie beispielsweise universitären Rechenzentren vermittelt und auch für eigene Zwecke in Anspruch genommen.

Im Bereich der Übernahmeprozesse und Dokumentation befinden sich viele Datenzentren noch in einer Entwicklungsphase. Service-Level-Agreements und Verträge werden lediglich von neun Zentren, Kuratierungsplanung von 10 Zentren angeboten. Allgemeinere Dokumentationsprozesse werden von 12 Einrichtungen gepflegt.

Ein wichtiger Kern geisteswissenschaftlichen Forschungsdatenmanagements, die Speicherung von Forschungsdaten, wird von allen befragten Datenzentren der AG angeboten. 12 Befragte gaben an, eine Langzeitarchivierung von 10 Jahren und/oder darüber hinaus gewährleisten zu können. Aktuell werden von den Mitgliedern der AG Datenzentren 16 Repositorien betrieben, wovon 11 fachspezifisch und 5 generisch ausgerichtet sind. Insgesamt vier der Repositorien sind aktuell zertifiziert, alle anderen streben eine Zertifizierung an.

Alle Datenzentren bieten die langfristige Kuratierung von Forschungsdaten an. Der jeweilige Umfang der Kuratierung unterscheidet sich allerdings zwischen den verschiedenen Zentren: Beispielsweise bieten nur acht Zentren eine Versionierung an und 10 Einrichtungen gaben an, die Anlage bzw. Extraktion von Metadaten zu übernehmen. 12 der Befragten vergeben persistente Identifier.

Die Entwicklung von Services im Bereich der Softwarekuratierung ist in den meisten Zentren noch nicht umfassend entwickelt. Lediglich ein Zentrum gab an, lebende Systeme zu hosten und/oder in den Dauerbetrieb zu übernehmen. Neun weitere Einrichtungen würden dies lediglich für eigene, oder für mit der eigenen Infrastruktur kompatible lebende Systeme anbieten.

Mit der Softwareentwicklung unterstützen einige Datenzentren direkt digitale geisteswissenschaftliche Forschung: 11 der Befragten gaben an, Tools für die Forschung zu entwickeln. Jeweils neun Zentren arbeiten an der Entwicklung von Schnittstellen und Portalen. Eine der befragten Einrichtungen gab an, Repositorien für Forscher*innen aufsetzen und einrichten zu können.

Die AG funktioniert als etablierter, kollaborativer und forschungsnaher Verbund geisteswissenschaftlicher Datenzentren. An den unterschiedlichen Standorten decken die einzelnen Datenzentren der AG in unterschiedlichsten Ausprägungen geisteswissenschaftliche FDM-Bedarfe in der Breite ab. Zusammen mit den jeweiligen Schwerpunktbereichen in Forschung und Services stellt die AG auf Zentrumsebene die Gesamtheit notwendiger Service- und Dienstestrukturen, auch oder gerade insbesondere im Hinblick auf die Entwicklungen einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) zur Verfügung.

Die Zusammenführung der gewonnenen Informationen aus den geführten Interviews ist aktuell weiter im Prozess und soll bis Ende 2019 in einem Online-Format präsentiert werden.

Paneldiskussion

Mit kurzen Referaten von jeweils 4 Minuten und den jeweils anschließenden Gelegenheiten zur direkten Nachfragen und Kommentaren stellten die Panelisten ihre Sicht auf Organisationsformen des Datenmanagements dar. Als Impuls hatten die Einreichenden folgende Leitfragen formuliert:

  • Welche Rollen spielen disziplinäre Grenzen und disziplinspezifische Fragestellungen für die Etablierung einer Forschungsdatenkultur und ihre Organisationsform in den Geistes- und Kulturwissenschaften?
  • Welche Auswirkungen hat die jeweilige Organisationsform des Datenmanagements auf multimediale, interdisziplinäre Forschungsprojekte? Welche besonderen Herausforderungen und Bedarfe stellen sich hier?
  • Wie können wir sicherstellen, dass auch kleinere Fachdisziplinen beteiligt und ihre Bedarfe adressiert werden?
  • Wie erreichen wir, dass wir uns nicht zu weit vom Forschungsalltag der Wissenschaftler*innen entfernen?
  • Wo sind spezifische Angebote notwendig, wo reichen generische Dienste?
  • Was können wir von anderen Disziplinen lernen, in denen sich schon eine gemeinsame Forschungsdatenkultur etabliert hat?

Alexander Czmiel, Leiter Informationstechnologie und Digital Humanities an der BBAW, machte sich mit seinem Beitrag stark dafür, Digital Humanities und Forschungsdatenmanagement nicht getrennt zu denken. In einer wissenschaftsgeleiteten Infrastruktur müsse die (nur digital zu beantwortende) Forschungsfrage vor der Entwicklung von Forschungssoftware stehen, nicht umgekehrt.

.@alexczmiel: Digital Humanities sind eigentlich Forschungsdatenmanagement, Fragen und Methoden müssen aus den Fächern kommen. Digitales Arbeiten kann man nicht outsourcen, sondern muss man verinnerlichen. #dhd2019

— Frederik Elwert (@felwert) March 27, 2019

Die notwendigen Konzepte, Standards und die entsprechenden Datenzentren existierten bereits weitgehend, allerdings fehle es an verbindlichen Richtlinien, Standards, Werkzeugen und Technologien. Die Aufgabe der DH sei es, Standards und Methoden in die Fächer zu diffundieren, während die Fachwissenschaftler*innen die Bedarfe zur Beantwortung ihrer Forschungsfragen klar formulieren müssten. Alexander Czmiel machte auf die Frage der Qualifikation und der Personalentwicklung im Bereich der dringend benötigten Fachkräfte, wissenschaftliche Softwareentwickler (Research Software Engineers), aufmerksam. Es sei zum einen schwer, qualifiziertes Personal zu finden, auf der anderen Seite bestünden kaum etablierte Karrierewege für Entwickler*innen im Wissenschaftsbetrieb, noch sei eine dauerhafte Finanzierung der Stellen gegeben.

Katrin Moeller vom Historisches Datenzentrum Sachsen-Anhalt (Hist-Data) in Halle betonte die Unterschiede in der Digitalität der Arbeitsweise, die häufig noch zwischen Digital Humanities und Fachwissenschaften – hier vor allem im Bereich der Geisteswissenschaften –  bestünden. Während in den Digital Humanities in der Regel die Forschungsfragen auf einer bestehenden Datengrundlage aufgebaut werden, müssten in den Fachwissenschaften die Forschungsdaten zur Beantwortung aktueller Forschungsfragen erst noch generiert werden. Der zusätzliche Aufwand, der durch Anforderungen des Forschungsdatenmanagement in den Fachwissenschaften entstünde, könne aber nicht unendlich ausgedehnt werden.

Eine „Datenkultur“ müsse langsam von unten und gemeinsam mit den Fachdisziplinen und Bibliotheken aufgebaut werden. Im Aufbau einer Datenkultur sei ein disziplinärer Ansatz wichtig. Bislang mangele es vor allem an Infrastrukturen und Ressourcen, insbesondere an qualifizierten Datenkurator*innen.

Datenkultur muss entwickelt werden – Katrin Moeller #dhd2019 #datamanagement

— Julia Rössel (@JuliaR2Punkt0) March 27, 2019

Peter Gietz, Geschäftsführer der DAASI International GmbH, Partner in der DARIAH-DE Betriebskooperation und Mitglied im DHd-Vorstand, kommentierte den Prozess hin zu einer NFDI mit Rückblick auf vorangegangene durch das BMBF geförderte Initiativen in den Digital Humanities (DARIAH, CLARIN, eHumanities-Zentren, …). Trotz guter Ansätze in den vergangenen Jahren, hätten diese jedoch keine Lösung der Nachhaltigkeitsproblematik herbeiführen können, da diese nur politisch bzw. förderpolitisch erreicht werden könne. Auf diesem Hintergrund mahnte er an, die NFDI nicht in den Formen klassischer “Projektforschungsförderungstrukturen” zu gestalten und zu begreifen. Kritisch betrachtete er auch die sich abzeichnende Ausbildung verschiedener Konsortien in den Geisteswissenschaften begünstigt durch das kompetitive Verfahren. Peter Gietz stellte die Frage, ob diese Struktur geeignet sei, das bisher Erreichte und zukünftige Entwicklungen den Geisteswissenschaften in der Breite zu Gute kommen zu lassen. Ideal wäre, wenn alle Institutionen, die über wichtige geisteswissenschaftliche Forschungsdaten oder entsprechende Dienste verfügen, am NFDI-Prozess – ob mit oder ohne Finanzierung – beteiligt werden könnten. Weiterhin appellierte er an die im Prozess beteiligten Vertreter der Geisteswissenschaften, ihre Probleme nicht isoliert zu betrachten, sondern geschlossen zu agieren und betonte die Rolle, die die DHd und das Forum “geisteswissenschaftliche NFDI” der DHd bei der Vernetzung spielen könne.

Cosima Wagner[vertrat auf dem Panel die Perspektive von Regionalstudienfächern (hier: Ostasienwissenschaften) und anderen Fächern, die auf der Basis von Quellen in nicht-lateinischen Schriften (NLS) forschen, lehren und publizieren sowie durch eine große Bandbreite an Methoden und Gegenständen gekennzeichnet sind. Obwohl diese Fächer einen wichtigen Beitrag zur Internationalisierung der Forschung in Deutschland leisteten, seien ihre Bedürfnisse bislang in den lokalen ebenso wie den überregionalen Infrastrukturen systematisch unterrepräsentiert. Zwar könnten Forschungsdaten in NLS in den meisten Repositorien gesichert, jedoch nicht in den Metadaten in NLS beschrieben werden. Ebenso mangele es an multilingual optimierten FD-Discovery-Systemen, so dass Forschungsdaten in NLS bislang nicht aufgefunden werden könnten. Hier wäre eine Unterstützung durch die DHd AG Datenzentren wünschenswert (Multilingualität als Teil eines DINI-Zertifikats!).

Für die Ausgestaltung der NFDI aus der Sicht dieser Fächer sei die Formulierung von NLS Daten-use cases und ein offenes Auge für internationale Kooperationen (FDM best practices in NLS Ländern) grundlegend.

Cosima Wagner betont die besonderen Anforderungen nicht-lateinischer Schriften, die auch im Jahr 2019(!) noch nicht selbstverständlich von #FDM-Tools unterstützt werden. #dhd2019

— Frederik Elwert (@felwert) March 27, 2019

Barbara Ebert berichtete über den NFDI-Prozess aus der Perspektive der Geschäftsstelle des RfII. Die NFDI sei als übergreifende Struktur ausgelegt, die nicht zentralistisch oder direktiv Formen vorgeben solle, sondern die Gelegenheit biete, Gewachsenes zu ordnen und zu konsolidieren und für eine nationale Nutzung geeignete Modelle auszuwählen. Die Basis hierfür bilden Partnerschaften zwischen wissenschaftlichen Communities und Diensteanbietern. Mit einer langen Planungs- bzw. Einstiegsphase, einem nicht primär kompetitiv angelegten Verfahren und der auf 10 Jahre angelegten Förderperiode wird das Ziel verfolgt, alle Akteure einzubinden und die Bedingungen für auf Dauer angelegte Lösungen jenseits projektförmiger Infrastrukturförderung zu schaffen. Gleichzeitig sei die NFDI jedoch ein “Realexperiment”, der gewählte Ansatz müsse sich zunächst bewähren. Bund und Länder hätten die Finanzierung daher zunächst auf 10 Jahre vereinbart. Die GWK wolle die NFDI vor Ablauf dieser Zeit evaluieren, um über eine Weiterfinanzierung zu entscheiden.

B. Ebert entwickelt für #rfii Bild von NFDI als Partnerschaft zw. Communities & Dienstanbieter pic.twitter.com/axrTxQS8iu

— Dr. Anne Klammt (@archaeoklammt) March 27, 2019 Zusammenfassung und Ausblick

Die Diskussion mit allen Teilnehmer*innen wurde von einer näheren Erläuterung von Frederik Elwert zu seinem Kommentar zum Diskussionsaufruf zum Panel im DHd-Blog eingeläutet (in voller Länge hier nachzulesen). Er skizzierte aus Sicht der Religionswissenschaft einige Bedenken zu einer “Sortierung” der NFDI nach Materialsorten, eine Option, die im Vorfeld verschiedentlich aufgetaucht war. Er betonte die Wichtigkeit vernetzter Organisationskriterien, die gerade für interdisziplinäre Forschung sehr wichtig ist. Außerdem thematisierte er, dass es für kleinere Fächer nicht einfach ist, sich für eines der Konsortien zu entscheiden, dass sie am besten vertritt. Dieser Punkt wurde dann in der weiteren Diskussion unter anderem unter dem Gesichtspunkt aufgenommen, wie es sichergestellt werden kann, dass die kleineren Fächer zu Wort kommen, ob in mehreren geisteswissenschaftlichen NFDI-Konsortien oder einem geisteswissenschaftlichen Gesamtkonsortium.

Insgesamt wurde der NFDI-Prozess in der Diskussion positiv bewertet, weil hierdurch ein Prozess zur lange notwendigen Konsolidierung in Gang gesetzt wurde, um einen Weg zu verlässlichen Infrastrukturen zu finden, da diese für die Wissenschaft unerlässlich sind. Es wurde auch deutlich, dass man irgendwo anfangen muss und die NFDI durchaus als eine Art “Realexperiment” betrachtet werden muss. Zum einen, weil sich erst zeigen muss, welche Lösung mehrheitlich praktikabel erscheint und zum anderen sich diese dann auch in der Praxis behaupten muss. Bei allen Diskussionen um mögliche Konsortien sollte auch nicht vergessen werden, dass es im Endeffekt um EINE NFDI geht, deren Konsortien gut untereinander vernetzt sein sollen. Im Rahmen dieses Prozesses müssen Governance- und Kommunikationsstrukturen entwickelt werden, um eine gute Balance zwischen den Bedarfen großer Fächer bzw. generischen Diensten, die vielen etwas nützen, und “exotischen” Bedarfen, wie die im Panel mehrmals thematisierten nicht-lateinischen Schriften, zu finden.  

Informationen zur DHd-AG Datenzentren:

Convenorin: Katrin Moeller (katrin.moeller[@]geschichte.uni-halle.de)

Stellvertreterin: Ulrike Wuttke (ulrike.wuttke[@]gmx.net)

AG-Webseite: http://dig-hum.de/ag-datenzentren

BBAW sucht: 2 studentische Mitarbeiter*innen (m/w/d) für den Bereich Historische Korpora

Do, 06/20/2019 - 11:42

An der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) sind momentan zwei Stellen für studentische Mitarbeiter*innen (m/w/d) ausgeschrieben, u. a. mit Aufgaben im Bereich des Aufbaus und der Pflege historischer Korpora. Projektkontexte sind die BMBF-geförderten Projekte „Zentrum für digitale Lexikographie der deutschen Sprache – Aufbauphase“ (ZDL) sowie CLARIAH-DE.

  • SHK im Umfang von 41 Stunden/Monat,
  • zunächst befristet für mindestens sechs Monate,
  • die Vergütung erfolgt nach TV Stud II Berlin,
  • der Dienstort ist Berlin

Den Link zur Stellenausschreibung finden Sie unter:
http://www.bbaw.de/stellenangebote/ausschreibungen-2019/IAG-04-2019_ZDL_CLARIAH-DE_ 2 Stellen_SHK_PR2.pdf

Bewerbungsschluss ist der 30. Juni 2019. Bewerbungen unter der Kennziffer „IAG/04/2019“ bitte an personalstelle@bbaw.de.

Inhaltliche Fragen zu den Aufgaben und den in der Ausschreibung beschriebenen Anforderungen gerne an Christian Thomas, thomas@bbaw.de.

Bitte leiten Sie die Ausschreibung ggf. an potentiell Interessierte weiter – herzlichen Dank!

DARIAH Code Sprint 2019, Berlin 24.-26.9.2019: Registration open

Do, 06/20/2019 - 10:23

You are invited to join the DARIAH Code Sprint 2019! It is an opportunity to bring together interested developers and DH-affiliated people, not only from the wide DARIAH community. For this purpose we would like to cordially invite you to spend three days in Berlin working on topics related to bibliographical metadata. The registration is now open and can be found here.

Although this is already our second DARIAH code sprint it is not exclusively addressed to participants of the first code sprint. Everyone is welcome! An affiliation to coding in the Digital Humanities or general in technological discussions would although be helpful.

The code sprint will take place from September 24th to September 26th 2019 in Berlin in a relaxed and productive environment. The exact location will be announced on the code sprint page.

We will have three tracks approaching the wider topic of bibliographical metadata from three angles: extraction of data from PDFs (GROBID), the import and processing of data applying Bibsonomy and the visualisation of this data.

The code sprint is organised by the DESIR project (DARIAH ERIC Sustainability Refined), an offspring of DARIAH-EU.

Wie prototypisch sind die Digital Humanities?

Mi, 06/19/2019 - 23:51

Erfahrungsbericht über Softwareprototypen auf der DHd 2019
von Rabea Kleymann (Universität Hamburg) erschienen.

Der ganze Beitrag findet sich auf dem CLARIN-Blog: https://t.co/h8D6rZBXbf

Call for Applications for the third Distant Reading Training School: Budapest, 23-25 September 2019

Mi, 06/19/2019 - 17:23

The COST Action Distant Reading for European Literary History is issuing a Call for Applications for its third Training School, hosted by the Centre for Digital Humanities – Eötvös Loránd University in Budapest from September 23 to 25, and co-located with the DH_Budapest 2019 conference.

Note that participation is free of charge! Applicants may apply for one of the grants for participation in one of the 3 parallel tracks:

  • TRACK 1: Corpus design and text contribution for ELTeC
  • TRACK 2: Natural Language Processing for Distant Reading
  • TRACK 3: Canonization in Distant Reading Research

To apply, please see the information and instructions in the full Call for Applications. Applications will be sent to Roxana Patras (roxanapatras82@gmail.com) and Christof Schöch (schoech@uni-trier.de) before June 25th, 2019. In case you have questions regarding the call, the application process or the Training School, please contact Roxana Patras, the Action’s Training School Coordinator (roxanapatras82@gmail.com).

Beside the participation in one of the 3 parallel tracks, there are also opportunities for all Training School participants to register for and participate in the DH_BUDAPEST 2019 conference, held in Budapest and directly following the Training School, from September 25 to 27, 2019! Information will be available on the conference page.

More details regarding the programme of the Training School are forthcoming. Please watch the page dedicated to the Training School on the Action’s website at: https://www.distant-reading.net/events/budapest-training/.

Early Career Investigators (ECI) from Inclusiveness Target Countries (ITC) (see: http://www.cost.eu/about_cost/strategy/excellence-inclusiveness) are strongly encouraged to apply!

Please feel free to disseminate this message within your own research communities.

 

RIDE 10 veröffentlicht – Rezensionen digitaler Briefeditionen

Mi, 06/19/2019 - 13:09

Wir freuen uns, die zehnte Ausgabe des Rezensionsjournal RIDE, das seit 2014 vom Institut für Dokumentologie und Editorik (IDE) herausgegeben wird, ankündigen zu können. Die aktuelle Ausgabe widmet sich einem Editionstyp, der sich in den letzten beiden Jahrzehntenstetig wachsender Beliebtheit erfreut: der digitalen Briefedition.

Band 10 enthält folgende fünf Rezensionen (zwei auf Englisch, drei auf Deutsch):

Alle Rezensionen sind abrufbar unter http://ride.i-d-e.de/issue-10. Herausgeber dieser Ausgabe ist Stefan Dumont.

Der Schwerpunkt “Digitale Briefedition” wird mit einer weiteren Ausgabe von RIDE, die voraussichtlich im Herbst/Winter dieses Jahres erscheinen wird, fortgesetzt.

Wissenschaftlichen Mitarbeiter (w/m/d) befristet für die Dauer von vier Jahren

Mo, 06/17/2019 - 17:44

Als moderne Dienstleistungseinrichtung für Öffentlichkeit, Forschung und Verwaltung sichert das Bundesarchiv Zeugnisse zur neueren und neuesten Geschichte als Archivgut und macht sie zugänglich. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.bundesarchiv.de.        

Im Referat GW 4 (Kabinettsprotokolle der Bundesregierung, Kabinettsausschüsse) am Dienstort Koblenz sucht das Bundesarchiv für die Einführung eines Redaktionssystems sowie einer neuen Online-Präsentation für die Editionen des Bundesarchivs in Zusammenarbeit mit einem externen Kooperationspartner zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen

Wissenschaftlichen Mitarbeiter (w/m/d)

befristet für die Dauer von vier Jahren

Zu den Aufgaben zählen – in enger Abstimmung mit dem Kooperationspartner – insbesondere:

  • Mitarbeit bei der Erarbeitung eines Feinkonzepts für das neue System
  • Mitarbeit bei der Entwicklung eines Datenmodells für die Editionen des Bundesarchivs
  • fachliche Begleitung der Anpassungsarbeiten einschließlich der Konvertierung der Altdaten der Kabinettsprotokolle
  • Zusammenarbeit mit den für IT-Steuerung und Ressourcenplanung im Bundesarchiv zuständigen Referaten
  • Begleitung der Einführung des neuen Systems in den Echtbetrieb einschließlich der Schulung von Editionsmitarbeitern
  • Konzeption einer Präsentationsumgebung sowie Planung und Organisation der Integration weiterer Editionen

Anforderungen:

  • eine mindestens mit der Gesamtnote „gut“ abgeschlossene wissenschaftliche Hochschulausbildung (gemäß § 7 EntgO Bund) im Fach Digital Humanities, Historische Fachinformatik, Informationswissenschaft bzw. Computerlinguistik

oder

  • eine mindestens mit der Gesamtnote „gut“ abgeschlossene wissenschaftliche Hochschulausbildung  (gemäß § 7 EntgO Bund) der Geschichtswissenschaften

sowie

  • nachgewiesene fundierte Kenntnisse auf dem Gebiet der Datenmodellierung und -verarbeitung mit XML und XSLT
  • substantielle Kenntnisse internationaler Standards in der Auszeichnung von (Meta)Daten, z. B. TEI
  • substantielle Kenntnisse einer Programmiersprache, z. B. Java
  • nachgewiesene Erfahrungen in Projektarbeit
  • gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen

Für die Stellenbesetzung wird eine überdurchschnittlich engagierte, fachlich qualifizierte, tatkräftige und ideenreiche Persönlichkeit gesucht. Es werden ein hohes Maß an Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Organisationskompetenz sowie die Fähigkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit und eine ausgeprägte Teamfähigkeit erwartet.

Die Tätigkeiten sind der Entgeltgruppe 13 TVöD zugeordnet.

Die Ausübung einer Teilzeitbeschäftigung ist grundsätzlich möglich.

Das Bundesarchiv hat sich die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern zum Ziel gesetzt. Bei gleicher Eignung werden Frauen nach dem Bundesgleichstellungsgesetz, schwerbehinderte Menschen nach Maßgabe des SGB IX besonders berücksichtigt.

Die Bewerbung von Menschen aller Nationalitäten wird begrüßt.

Sofern Sie einen ausländischen Studienabschluss erworben haben, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass dieser nur berücksichtigt werden kann, wenn nachgewiesen wird, dass der Abschluss dem deutschen Hochschulabschluss gleichgestellt ist. Eine entsprechende Einstufung „Gleichwertig“ kann grundsätzlich durch die Datenbank ANABIN ( www.anabin.de ) festgestellt werden. Besteht keine ordentliche Zuordnung, können Sie einen Nachweis bei der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) beantragen.

Wir bitten Sie, die geforderten Nachweise samt einer Übersetzung des ausländischen Abschlusszeugnisses (inkl. Note) Ihrer Bewerbung beizufügen.

Sofern für  Ihren  Abschluss  eine  Akkreditierung  vorliegt,  bitten  wir  die  entsprechenden  Nachweise  Ihrer Bewerbung beizufügen.

Fehlende Unterlagen (Lebenslauf, Abschlusszeugnisse inkl. Abschlussnote, Arbeitszeugnisse sowie in der Stellenausschreibung geforderte Nachweise) gelten als unvollständige Bewerbungsunterlagen und können keine weitere Berücksichtigung finden.

Bewerben Sie  sich bitte mit vollständigen Bewerbungsunterlagen (insbesondere Ausbildungsabschlusszeugnis mit Abschlussnote)  bis zum 05.07.2019  online unter www.interamt.de mit der Stellen ID: 518254.

CFP: Workshop: Forschungsdatenmanagement praktikabel gestalten, Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung (Marburg)

Fr, 06/14/2019 - 16:28

Seit 2017 führen wir am Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung ein BMBF-gefördertes Projekt zur Weiterentwicklung unseres institutionellen Forschungsdatenmanagements (FDM) durch. Nun wollen wir am 20./21. August 2019 in einem Workshop in Marburg unsere Erkenntnisse mit der Fachcommunity teilen. Ähnlich wie vermutlich viele von Ihnen standen und stehen wir vor der Frage, wie wir an einem geisteswissenschaftlichen, vorrangig qualitativ arbeitenden Institut ein sinnvolles Forschungsdatenmanagement einführen können und die Entwicklung einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur nutzen und mitgestalten können. Während in manchen Disziplinen die Standardisierung weiter vorangeschritten scheint, mangelt es in der Geschichte und Kunstgeschichte weitgehend an FDM-Standards und eingespielten Workflows.

Wir haben in den letzten zwei Jahren den FDM-Bedarf im Haus erfasst, laufende Forschungsvorhaben und Projektentwicklungen exemplarisch in Fragen des FDM unterstützt und einen Maßnahmenkatalog erarbeitet, mit dem wir das FDM nachhaltig im Haus verankern wollen. Wir möchten unsere Projektergebnisse gerne diskutieren und erfahren, wo ähnlich arbeitende Institutionen im Bereich des FDM stehen und wie wir ggf. voneinander lernen und miteinander aktiv werden können:

Welche Maßnahmen zur Verbesserung des institutionellen FDM haben Sie bereits ergriffen?
Neben der Erarbeitung von Policies und Konzepten interessieren uns dabei vor allem die ganz praktischen Schritte der Umsetzung.

Welche konkreten Maßnahmen z. B. bzgl. des Datenmanagements, der Einführung oder Anbindung an Repositorien und Archive, der Einführung von Workflows in Projektberatung (von der Entwicklung bis über den Abschluss hinaus), der Klärung und Dokumentation von Rechten und der Durchführung von Qualifizierungsageboten haben sich als gut umsetzbar erwiesen?

Wir wollen Beitragende einladen, zu diesen und weiteren hier nicht aufgeführten Themen vorzutragen, wobei vor allem Praxiserfahrungen im FDM und den damit verbundenen Veränderungen für individuelle Arbeitsweisen und institutionelle Prozesse interessieren. Insbesondere willkommen sind Beiträge, die speziell geisteswissenschaftliche Belange und das FDM an außeruniversitären Forschungsinstituten betreffen. Die Beiträge sollten sich im Rahmen von 5-15 Minuten bewegen. Pro Person können auch mehrere Beiträge eingereicht werden.
Bitte melden Sie sich bei Interesse bis zum 16.06.2019 mit einem informellen Abstract (ca. 60-120 Wörter) und einem Titelvorschlag bei uns über das Anmeldeformular an: https://www.herder-institut.de/htdocs/limesurvey/index.php/767865
Rückfragen können Sie an fdm@herder-institut.de richten.

Sie sind auch willkommen, wenn Sie den Workshop „nur“ für den eigenen Erkenntnisgewinn und den Austausch mit Kolleg/innen nutzen möchten.
Um das Interesse einschätzen zu können, bitten wir auch hier bis zum 16.06.2019 um eine informelle Meldung unter https://www.herder-institut.de/htdocs/limesurvey/index.php/767865, falls Sie am Workshop teilnehmen möchten.

Kontakt

Bibliothekar (m/w/d), unter anderem zur Mitarbeit bei der Erschließung von Retro-Digitalisaten und Born-digital-Objekten in der Digitalen Sammlung der Hochschule für Musik und Theater München (HMTM)

Di, 06/11/2019 - 14:29

Die Hochschule für Musik und Theater München (HMTM) zählt zu den bedeutendsten und vielfältigsten Ausbildungsstätten für Musik‐, Tanz‐ und Theaterberufe in Europa.

Zum 15. Oktober 2019 ist zunächst für die Dauer der Mutterschutzfrist befristet, mit der Option der Verlängerung für die Dauer der Elternzeit, folgende Stelle zu besetzen:

Zum 15. Oktober 2019 ist zunächst für die Dauer der Mutterschutzfrist befristet, mit der Option der Verlängerung für die Dauer der Elternzeit, folgende Stelle zu besetzen:

Bibliothekar (m/w/d)
Ihre Aufgaben
  • Betreuung der Zeitschriftenabteilung (Akzessionierung, Lokaldatenpflege in der ZDB und dem angeschlossenem Lokalsystem OCLC-SISIS)
  • Formal- und Sacherschließung von Musikalien und AV-Daten nach den RDA im Bayerischen Verbundkatalog sowie Lokaldatenerfassung im angeschlossenem Lokalsystem OCLC-SISIS
  • Mitarbeit im Benutzungsbereich der Bibliothek (Ausleihe/Fachauskunft)
  • Mitarbeit bei der Erschließung von Retro-Digitalisaten und Born-digital-Objekten in der Digitalen Sammlung der HMTM
Ihr Profil
  • Ein abgeschlossenes Studium im Bereich Bibliotheks- und Informationsmanagement (Diplom, Bachelor, Master oder gleichwertige Qualifikation)
  • Ein musikbibliothekarisches Zusatzstudium oder Zusatzqualifikationen im Bereich Musikinformationsmanagement, mindestens jedoch Erfahrungen in der Nutzung bibliographischer Fachdatenbanken und Normdaten
  • Sichere Kenntnis des internationalen Standards RDA
  • Praktische Erfahrungen in der Verbundkatalogisierung, vorzugsweise Exlibris-Aleph (BVB) und WinIBW (ZDB)
  • Sichere Beherrschung der gängigen MS-Office-Anwendungen
  • Selbstständige und präzise Arbeitsweise sowie flexible Einsatzbereitschaft
  • Gute Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • Ausgeprägte Kunden- und Dienstleistungsorientierung
Wir bieten
  • Vergütung bis zur Entgeltgruppe 9 TV-L mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40,1 Stunden
  • Die Mitarbeit in einem engagierten Team und einem lebendigen künstlerischen Umfeld
  • Schwerbehinderte werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. 

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung über unser Online-Portal bis spätestens 30. Juni 2019 ein.

Die Hochschule übernimmt keine Reisekosten im Rahmen des Vorstellungsverfahrens.

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