DHd Newsfeed

Fristverlängerung Berliner DH-Preis 2018 – Einsendeschluss 13. Mai 2018

dhd-blog - Do, 04/19/2018 - 15:29

Als Reaktion auf mehrfache Nachfrage hat sich der if|DH|b entschieden, die Frist für die Einreichung zum Berliner DH-Preis 2018 – die in diesem Jahr in die erste Woche des Sommersemesters gefallen ist – bis zum *13. Mai 2018* zu verlängern.

Zur Teilnahme berechtigt sind alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in einem DH-Projekt aktiv mitwirken.
NachwuchswissenschaftlerInnen, einschließlich Bachelor-, Master und Promotionsstudierende, werden besonders ermutigt, sich zu bewerben. Bedingung ist, dass das Projekt (mit mindestens einem Principal Investigator/einer Projektleitung) an einer Berliner Forschungseinrichtung, Gedächtnis- oder Kulturinstitution angesiedelt ist.

Die Preisverleihung, zu der wir Sie bereits heute herzlich einladen, findet am 26. Juni 2018 im Rahmen einer Festveranstaltung an der BBAW statt.
Alle Informationen zur Jury, Teilnahmebedingungen, Fristen und Terminen finden Sie unter http://www.ifdhberlin.de/dh-preis/ und im PDF zum Download.

Schöner Grüßen mit quoteSalute!

dhd-blog - Mi, 04/18/2018 - 14:59

Verfasser*innen: Stefan Dumont, Frederike Neuber, Lou Klappenbach

Von “MfG”, “LG”, “GLG” oder “VLG” zum etwas moderneren Netzjargon wie “ttyl”, “cu” oder gar “cul8ter” bis hin zum etwas herzlicheren SMS-Gruß “xoxo” – Nein, hier handelt es sich nicht um Abkürzungen für DH-Infrastrukturprojekte, sondern um Grußformeln wie sie in der täglichen digitalen Kommunikation innerhalb und außerhalb der Wissenschaft verwendet werden. Derlei Grußformeln sind oft ziemlich unpersönlich, hastig und langweilig, dabei waren Grußformeln der schriftlichen Kommunikation in der Vergangenheit nicht immer so, wie aus zahlreichen digitalen Briefeditionen hervorgeht. Wilhelm von Humboldt etwa verabschiedet sich am 5. März 1826 mit folgenden Worten bei August Wilhelm von Schlegel:

»Mein Brief ist aber von einer übermäßigen Länge geworden. Der Inhalt des Ihrigen hatte mich aber so angezogen, daß es mir unmöglich gewesen wäre, nicht auf jede einzelne Stelle desselben wieder einzugehen. Erhalten Sie mir Ihr wohlwollendes Andenken u. Ihre Freundschaft, und nehmen Sie die Versichrung meiner ausgezeichnetesten Hochachtung u. Ergebenheit an.«

Aber auch in der Kürze kann die Würze liegen und so belässt es Heinrich Graf von Lehndorff in seinem Brief vom 7. November 1873 an Joseph Maria von Radowitz bei einem einfachen:

»Wenig aber herzlich!«

Solche und andere Schätze bergen Editionen historischer Briefe. Aus wissenschaftlicher Perspektive sind Grußformeln außerdem wichtige Indikatoren für die Beziehung zwischen Briefschreiber*in- und Empfänger*in.  Freundschaft, Liebe, Distanz oder Hierarchie – derlei Verhältnisse werden oft implizit oder auch explizit mit Grußworten vermittelt.

Um die heutige digitale Kommunikation mit einem Hauch der längst vergangenen Briefkultur zu bereichern, gibt es nun quoteSalute mit inspirierenden Grußformeln für Ihre eigene Korrespondenz. quoteSalute aggregiert Grußformeln aus verschiedenen frei verfügbaren digitalen Briefeditionen und stellt diese über eine Webseite bereit, wo sie per Knopfdruck in die Zwischenablage und von dort aus in die E-Mail, die man gerade verfasst, kopiert werden können (ein Thunderbird-Add-On ist in Entwicklung).

Für quoteSalute wurden Grußformeln aus TEI-XML-kodieren Briefeditionen extrahiert, wobei die Verwendung des TEI-Elements <salute> in den Ursprungsdaten Voraussetzung ist. In einem weiteren Schritt wurden die Grußformeln manuell kuratiert und mit einem zusätzlichen Tagging aufbereitet. Letzteres sorgt dafür, dass nach sprechendem bzw. angesprochenem Geschlecht, formalem oder freundschaftlichem Gruß sowie Sprache gefiltert werden kann.

quotesalute Startseite: https://correspsearch.net/quotesalute/

Mit quoteSalute wird die editorische Arbeit an digitalen Briefeditionen über den wissenschaftlichen Diskurs hinaus spielerisch in den Alltagskontext des Emailing integrierbar. Darüber hinaus dürften sich bei einer breiteren Verwendung der Applikation auch die Editionen selbst einer größeren Bekanntheit, über die Grenzen der Geisteswissenschaften hinaus, erfreuen, denn jedes Zitat ist mit einem Link auf den Brief der jeweiligen Edition versehen.

Das Korpus von quoteSalute besteht bisher aus rund 750 Grußformeln aus folgenden digitalen Briefeditionen:

  • Aloys Hirt – Briefwechsel 1787–1837, ed. by Uta Motschmann. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://aloys-hirt.bbaw.de
  • August Wilhelm Ifflands dramaturgisches und administratives Archiv. Digitale Edition hrsg. Von Klaus Gerlach. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://iffland.bbaw.de
  • Briefe und Texte aus dem intellektuellen Berlin um 1800“. Hrsg. v. Anne Baillot. Berlin: Humboldt-Universität zu Berlin. URL: www.berliner-intellektuelle.eu/
  • Briefwechsel Daniel Sanders im Deutschen Textarchiv, hg. v. Sebastian Göttel. Berlin 2017-2018. URL: http://www.deutschestextarchiv.de/sanders-briefe
  • Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe, Digitale Edition. URL: http://www.weber-gesamtausgabe.de
  • Digitale Edition der Briefe Erdmuthe Benignas von Reuß-Ebersdorf (1670-1732), hg. V. Prell, Martin u. Schmidt-Funke, Julia. Jena 2017 [Work in Progress]. URL: http://erdmuthe.thulb.uni-jena.de
  • edition humboldt digital, hg. v. Ottmar Ette. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL.http://edition-humboldt.de
  • Jean Paul Briefwechsel, Digitale Edition (basierend auf der III. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe, hg. v. Eduard Berend), Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin 2018 [Veröffentlichung demnächst].
  • Lebenswelten, Erfahrungsräume und politische Horizonte der ostpreußischen           Adelsfamilie Lehndorff vom 18. bis in das 20.Jahrhundert, ed. by Gaby Huch. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://lebenswelten-lehndorff.bbaw.de/
  • Marx-Engels-Gesamtausgabe digital, hg. von der Internationalen Marx-Engels-Stiftung. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: http://megadigital.bbaw.de/
  • Wilhelm von Humboldt – Sprachwissenschaftliche Korrespondenz. Hg. von der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://wvh-briefe.bbaw.de

Digitale Briefeditionen, die noch nicht in quoteSalute vertreten sind, sind herzlich eingeladen eine entsprechende Datei mit Grußformeln bereitzustellen. Alle Informationen zum Mitmachen bei quoteSalute (Dokumentation, Templates und Beispieltransformationen) finden sich auf der Website sowie im GitHub-Repository des Projekts.

Entstanden ist quoteSalute durch ein studentisches Projekt von Lou Klappenbach, Marvin Kullick und Louisa Philipp, betreut von Stefan Dumont, Frederike Neuber und Oliver Pohl im Rahmen der DH-Arbeitsgruppe TELOTA und dem Projekt “correspSearch – Briefeditionen vernetzen” an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

»Ich will Sie aber nicht länger ermüden und bitte Sie, liebster Freund, nur noch die Versicherung anzunehmen, daß ich, auch entfernt, Sie und Ihre so schön fortschreitenden wissenschaftlichen Arbeiten mit dem lebhaftesten und freundschaftlichsten Antheile begleite.«

Wilhelm von Humboldt an Friedrich August Rosen, 16.02.1833
Wilhelm von Humboldt – Sprachwissenschaftliche Korrespondenz
https://wvh-briefe.bbaw.de/Brief?section=all&id=1015

powered by https://correspsearch.net/quotesalute/

 

 

Call for Papers: 25. Jahrestagung der ITUG mit dem Rahmenthema „Von der Textdatenverarbeitung zu den Digitalen Geisteswissenschaften: Herausforderungen, Werkzeuge und Entwicklungstendenzen“

dhd-blog - Mi, 04/18/2018 - 13:45

via Ute Recker-Hamm, Trier

 

Kennen Sie eine Software, die seit 50 Jahren in geisteswissenschaftlichen Projekten erfolgreich eingesetzt wird? Eine Nutzergemeinschaft, die seit 25 Jahren allgemeine Fragen der Digitalen Geisteswissenschaften diskutiert und die Entwicklung der Software aktiv begleitet?

Die International TUSTEP User Group (ITUG) e.V. feiert ihr 25-jähriges Bestehen vom 3. bis 6. Oktober 2018 in Potsdam mit einer Tagung zum Rahmenthema “Von der Textdatenverarbeitung zu den Digitalen Geisteswissenschaften: Herausforderungen, Werkzeuge und Entwicklungstendenzen”. Gastgeberin der Tagung ist die Leibniz-Editionsstelle Potsdam der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Auch die Jubiläumstagung der ITUG soll wieder ein offenes Forum für den Austausch und die Diskussion der verschiedenen Aspekte des Rahmenthemas bieten. Präsentationen konkreter Vorhaben und Projekt sind daher ebenso willkommen wie Darstellungen methodischer Fragen oder die Erörterung forschungsgeschichtlicher oder -politischer Gesichtspunkte. TUSTEP-Bezug der Beiträge kann, muss aber nicht gegeben sein.  Für Vorträge sind 30 Minuten plus 10 Minuten Diskussion vorgesehen. Die Veranstalter sind jedoch auch offen für andere Formate (Workshop, Poster, Panel, Diskussionsrunde) oder andere zeitliche Vorstellungen. Wir laden Sie herzlich ein, sich aktiv an der Tagung mit einem Beitrag zu beteiligen. Bitte senden Sie Ihren (Arbeits-)Titel sowie eine kurze Zusammenfassung bis zum 1. Juli 2018 an Ute Recker-Hamm (recker@uni-trier.de). Weitere aktuelle Informationen zur Jahrestagung insbesondere auch zu geplanten TUSTEP-Workshops für Anfänger und Fortgeschrittene und über das Festprogramm finden Sie auf der Homepage (http://itug.de/ITUG2018.html).

Die ITUG schreibt auch in diesem Jahr wieder Reisestipendien für die Tagungsteilnahme aus. Das Angebot richtet sich vornehmlich, aber nicht ausschließlich an Studierende, die einen aktiven Tagungsbeitrag leisten. Bitte vermerken Sie bei der Einreichung eines Themas, ob Sie sich gleichzeitig um ein Reisestipendium bewerben und fügen Sie ggf. einen kurzen Lebenslauf bei.

Kontakt und Organisation:

Dr. Stefan Luckscheiter (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften): luckscheiter@bbaw.de

Ute Recker-Hamm M.A. (Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz): recker@uni-trier.de

Stellenausschreibung: Wiss. Mitarbeiter/in DH an der HAB Wolfenbüttel

dhd-blog - Di, 04/17/2018 - 10:51

An der Herzog August Bibliothek ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine befristete Stelle (0,5) für eine/n wiss. Mitarbeiter/in im DH-Bereich zu besetzen. Es handelt sich um eine Stelle im Projekt „Kupferstichkabinett online“ im Themenfeld Metadata Assessment / Enrichment.

Die vollständige Ausschreibung findet sich unter:
http://www.hab.de/de/home/aktuelles/stellenangebote.html

Bewerbungsfrist ist der 11.05.2018.

Nachlese zum Panel „Alles ist im Fluss – Ressourcen und Rezensionen in den Digital Humanities“ #dhd2018

dhd-blog - Mo, 04/16/2018 - 11:49

VerfasserInnen: Ulrike Henny-Krahmer, Frederike Neuber, Patrick Sahle und Franz Fischer.

Auf der Jahreskonferenz der Digital Humanities im deutschsprachigen Raum organisierte das Institut für Dokumentologie und Editorik (IDE) ein Panel mit dem Titel „Alles ist im Fluss – Ressourcen und Rezensionen in den Digital Humanities“. Angeregt durch das Tagungsthema „Kritik der digitalen Vernunft“  wurden dabei Mittel und Möglichkeiten von Rezensionen als Form der Kritik an digitalen Ressourcen als Grundlage und Ergebnis geisteswissenschaftlicher Forschung diskutiert.

Rezensionen als traditionelle Form der Kritik und des Diskurses in den Wissenschaften beziehen sich in aller Regel auf Forschungsergebnisse, die in gedruckter Form (z.B. Monografien und Textausgaben) publiziert sind. Bei den Forschungsergebnissen und -objekten der Digital Humanities handelt es sich dagegen um oftmals komplexe und vielschichtig konzipierte digitale Ressourcen, die etwa als digitalen Editionen und Textsammlungen, Bilddatenbanken und/oder spezifische Software (oft) kollaborativ erstellt werden und prinzipiell offen und erweiterbar sind. Bisher zeichnen sich die Digital Humanities nicht gerade durch ein besonders reges Rezensionswesen aus. Wenn digitale Forschung diskutiert wird, dann meist aus der Perspektive der einzelnen (,traditionellen’) Fächer. Zu den ersten Ansätzen, die digitale Ressourcen auch explizit aus der Perspektive der Digital Humanities in den Blick nehmen, zählen die Aktivitäten des IDE, das mit den Kriterienkatalogen zur Bewertung digitaler Ressourcen sowohl Richtlinien der Rezension vorschlägt als auch mit RIDE ein entsprechendes Publikationsorgan für die Besprechung digitaler Ressourcen gegründet hat. Im Kontext dieser Aktivitäten entstand die Idee, Errungenschaften, Desiderate und Problemfelder eines spezifisch digitalen Rezensionswesens im Rahmen eines Panels bei der DHd2018 in Köln in breiterer Runde zur Diskussion zu stellen.

Die PanelistInnen des Rezensions-Panels.

Die Einreichung das Panels organisierten Ulrike Henny-Krahmer (Moderation), Frederike Neuber, Patrick Sahle und Franz Fischer als Mitglieder des IDE und Mit-HerausgeberInnen von RIDE. Als PanelistInnen diskutierten Rüdiger Hohls (Humboldt-Universität Berlin), Anne Baillot (Université Le Mans), Christof Schöch (Universität Trier), Jürgen Hermes (Universität zu Köln) sowie Frederike Neuber (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften) und Patrick Sahle (Universität zu Köln). Die Gruppe der DiskutantInnen auf dem Podium war also bunt gemischt, sowohl was den disziplinspezifischen Hintergrund der PanelistInnen (von Philologien und Geschichtswissenschaften bis hin zu Computerlinguistik) als auch was ihren Erfahrungsschatz im ‚Rezension-Herausgeben‘ und/oder ‚-Schreiben‘ angeht. Entsprechend verschieden waren die Perspektiven auf das Thema des Panels, die im folgenden einzeln dargestellt werden, bevor wesentliche Aspekte der anschließenden Diskussion zusammengefasst werden.

Panel-Beiträge

Als erster Panelist der Runde vertrat RÜDIGER HOHLS mit seinem Beitrag „Die Rezension analoger und digitaler Medien bei H-Soz-Kult“ das eher ‚traditionelle‘ Rezensionswesen. Auf H-Soz-Kult wurden seit 2003 mehr als 14.000 gedruckte Bücher rezensiert. Demgegenüber sind digitale Ressourcen als Rezensionsobjekte wesentlich weniger vertreten: Seit 2003 wurden rund 173 Webseiten rezensiert, seit 1999 insgesamt rund 200 digitale Veröffentlichungen, womit vor allem CD-ROMs gemeint sind. Insgesamt machen Rezensionen in H-Soz-Kult rund 10-20% aller Beiträge aus, wobei in den letzten Jahren ein leichter Rückgang zu beobachten sei, so Hohls. Gleichzeitig sei die Sparte „Rezensionen“ aber immer noch die populärste bei den Lesern von H-Soz-Kult, wie Nutzerstatistiken der Webseite nahelegen (und dabei sind diejenigen NutzerInnen, die Rezensionen über die Mailingliste beziehen und lesen, noch nicht einmal erfasst). Für den geringen Anteil von Rezensionen digitaler Forschungs(ergebnisse) gab Hohls verschiedene Gründe an: Zum einen fehle eine entsprechende Fachredaktion bei H-Soz-Kult, zum anderen sei aber auch die Doppelanforderung an die RezensentInnen ein Problem, da man sich sowohl mit Inhalt als auch mit Technik der Ressource auskennen müsse. Eine Handreichung für Web-Rezensionen zur Unterstützung der RezensentInnen habe mit 7,5 Seiten außerdem mittlerweile „das Ausmaß eines Ehevertrags angenommen“. Ein weiterer Grund für die geringe Anzahl von Rezensionen sei das fehlende Anreiz- und Belohnungssystem, denn schließlich könne man nicht wie bei Rezensionen von Büchern üblich ein Rezensionsexemplar an die RezensentInnen aushändigen. Abschließend nannte Hohls als Grund für die geringe Betrachtung digitaler Ressourcen auch die fehlende Reputation digitaler Ressourcen selbst.

Ebenfalls aus der herausgeberischen Praxis mit Rezensionen berichtete FREDERIKE NEUBER mit „RIDE und die Herausforderungen der Digitalität“. RIDE (A Review Journal for Digital Editions and Resources) wird seit 2014 vom IDE herausgegeben und zählt derzeit 45 Rezensionen zu digitalen wissenschaftlichen Editionen und digitalen Textsammlungen. Zum methodischen Rahmen von RIDE zählen Kriterienkataloge als Handreichungen für die RezensentInnen und formalisierte Fragebögen zur stichhaltigen Zusammenfassung der Ressourceneigenschaften. Bisher sind vom IDE zwei ‚ressourcenspezifische‘ Kriterienkataloge und Fragebögen – für digitale wissenschaftliche Editionen und digitale Textsammlungen – erarbeitet worden. Außerdem durchläuft jede Rezension einen Peer Review-Prozess. Laut Neuber haben die Rezensionen in RIDE durch Umfang und methodischer Reflexionstiefe eher den Charakter von Forschungsaufsätzen als von ‚handelsübliche Rezensionen‘. Als Hauptherausforderung für RezensentInnen und HerausgeberInnen in RIDE stellte Neuber die Veränderbarkeit digitaler Ressourcen heraus, denn Datengrundlage, User Interface, Features und Mitarbeiter seien variabel. Trotz dokumentarischer ‚Vorbeugungsmaßnahmen‘ (genauer Ausweis der Temporalität, Linkarchivierung und Screenshots) würde oftmals die „Ressource die Rezension überholen“, so Neuber. Dabei erläuterte sie beispielhaft Fälle in RIDE, bei denen die Rezensionen vor oder kurz nach der Veröffentlichung bereits ‚historisch‘ geworden waren, da die Ressourcen sich veränderten (z.B. Relaunch der Website). Neuber stellte die These zur Diskussion, dass die Rezensionen in RIDE und allgemein noch nicht ausreichend ‚digital gedacht‘ seien und verwies dabei auf die methodische Lücke zwischen Ressource und Rezension (z.B. die Ressource als prinzipiell erweiterbar, die Rezension als abgeschlossen). Sie schloss ihren Beitrag mit der Frage, ob denn die Rezension im digitalen Zeitalter mehr sein könne und müsse als eine Momentaufnahme und wenn ja, wie dies konkret umsetzbar sei. Zur Diskussion stellte sie dabei dialogisch-kontinuierliche Rezensionsformen, kollaborativ erstellte Rezensionen sowie den Einbezug der RessourcenbetreiberInnen, die möglicherweise durch eine offene Kommentarfunktion und/oder ‚kontrollierte‘ Updateberichte die Rezensionen ‚auf dem neuesten Stand‘ halten könnten.

Um „Daten als Rezensionsobjekte“ drehte sich der Beitrag von ANNE BAILLOT. Daten können Teil und Basis einer digitalen Ressource sein, aber auch eigenständig veröffentlicht werden. Als ‚neue Publikationsform‘ der digitalen Geisteswissenschaften folgen Daten bestimmten Erwartungsstandards, darunter etwa Nachnutzbarkeit, Überprüfbarkeit und Langzeitverfügbarkeit. Die Erhebung und Modellierung von Datensätzen werden in den Naturwissenschaften bereits in Data Papers diskutiert und auch die Digital Humanities nähern sich dieser Form der Veröffentlichung an (das Journal of the Text Encoding Initiative (jTEI) wird demnächst das erste Data Paper veröffentlichen). Wie bei der Rezension von digitalen Ressourcen im Allgemeinen stellt sich auch nach einer Evaluation von Daten die Frage, inwieweit Datensätze in der Folge überarbeitet werden und ob sie dann nicht auch erneut evaluiert werden müssten. Eine Möglichkeit, zu signalisieren, das ein Datensatz eine bestimmte Qualität erreicht hat, könnte z.B. die Ausweisung durch ein „Data Seal of Approval“ sein. Auch für Datensätze ist zu diskutieren, welche Begutachtungskriterien angesetzt werden sollten. Das jTEI hat für die Bewertung von Beiträgen, die als Data Paper eingereicht werden, entsprechende Kriterien erarbeitet. Die Idee, für eine Begutachtung von Daten das Einreichen eines Data Papers vorauszusetzen, hat mehrere positive Effekte: So wird ein Anreiz geschaffen, Daten zu veröffentlichen und zu dokumentieren. Außerdem wird dem Erstellen von Datensätzen selbst ein wissenschaftlicher Wert zugesprochen. Auf der anderen Seite führen die Data Papers dazu, dass neben den Daten an sich dann auch deren Beschreibung in Form des Aufsatzes begutachtet wird. Sowohl das Format der Data Paper als auch die Kriterien für deren Begutachtung befinden sich im Moment noch in einer Testphase.

Als vierter Referent thematisierte CHRISTOF SCHÖCH das „Spannungsfeld von (individuellen und kontextgebundenen) Projektzielen und best practise-Anforderungen“ und Erwartungsstandards an Ressourcen. Letztere werden etwa durch Kriterienkataloge etabliert. Schöch beschreibt die individuellen Projektgegebenheiten als nicht kodifizierbar und oft nicht in den besprochenen Ressourcen selbst transparent. Es stellt sich also die Frage, ob man überhaupt an Ressourcen, die aus unterschiedlichen Kontexten entspringen und sich beispielsweise auf verschiedene finanzielle und personelle Mittel stützen können, immer die gleichen technischen Maßstäbe (z.B. Verwendung von Standards, Usability, Langzeitverfügbarkeit) anlegen sollte. Laut Schöch bilde das fehlende Wissen über Hintergründe und Kontexte eines Projekts großes Potential für Fehlkommunikation zwischen Rezensent und Projekt, denn die Ressourcen werden nicht für die RezensentInnen gemacht, sondern folgen bestimmten Projektzielen. Unter anderem stellte Schöch die Frage zur Diskussion, inwiefern die Asymmetrie zwischen Projektzielen und Erwartungsstandards nicht auch auf die Rezension analoger Ressourcen zuträfe. Speziell in Bezug auf digitale Ressourcen schloss er seinen Beitrag mit Verweis auf das von Tessa Gengnagel in ihrem RIDE-Beitrag aufgeworfene ‚Beta-Dilemma‘ mit der Frage, wie Rezensionen mit der prinzipiellen ‚Unfertigkeit‘ digitaler Ressourcen umzugehen haben und wie sich Rezensionen und Kriterienkataloge auf die kontinuierliche Veränderung des state-of-the-art der technischen Realisierung digitaler Ressourcen in den DH einstellen könnten.

JÜRGEN HERMES zog in seinem Beitrag „Die Rezension als Prozess“ eine Verbindung zwischen Rezensionen und internen Peer Review-Prozessen. Beides seien Bewertungsprozesse, von denen der eine (Peer Review) in der überwiegenden Zahl der Fälle intern, nicht öffentlich und vor der Publikation stattfinde, der andere (Rezension) öffentlich und nach Veröffentlichung der entsprechenden Ressource. In beiden Fällen sprach sich Hermes für eine offene und konstruktive Kommunikation aus. Die Vorteile eines feingranularen, zeitnahen und barrierefreien intensiven Austauschs zwischen Rezensentin und Rezensierter seien nicht von der Hand zu weisen, bedürften allerdings eines gewissen Wandels der in den Geisteswissenschaften herrschenden Umgangsformen. Die digitalen Geisteswissenschaften könnten hier durchaus eine Vorreiterrolle spielen.

PATRICK SAHLE versuchte unter dem Beitragstitel „Prinzipien der Digitalität“ schließlich eine Art Vorzusammenfassung der im Panel thematisierten Aspekte unter Bezugnahme auf allgemeine Entwicklungstendenzen, wie sie auch in anderen Bereichen der Digitalisierung der Forschung zu beobachten sind. Er ging dazu auf drei Kernfragen ein. Zunächst waren die besonderen Aspekte digitaler Ressourcen als ‚moving targets‘ mit schlechter ‚Fassbarkeit‘ zu systematisieren. Hier müssen Rezensionen z.B. das Problem des ‚Status‘ einer Veröffentlichung (Entwurf, reif, unter Veränderung, abgeschlossen) und bei kollaborativen Arbeiten die verschiedenen Beiträge (Urheberschaften) berücksichtigen. Rezension ist schließlich auch eine Form der Kreditierung! Zu den Schwierigkeiten in der Beschreibung digitaler Ressourcen gehört dann aber auch die Bestimmung der wesentlichen Inhalte, die Unterscheidung zwischen Daten und Publikationsformen, der Abgleich mit allgemeinen Erwartungen und projektspezifischen Zielstellungen und Rahmenbedingungen, das Zusammenspiel zwische Inhalten, Methoden und technischen Lösungen sowie ggf. Ungleichmäßige Bearbeitungsstände aufgrund inkrementeller Vorgehensweisen. Es stellt sich auf dieser Befundlage die zweite Frage, ob wir es mit Funktionsverschiebungen bei Rezensionen digitaler Ressourcen zu tun haben? Als Teilfunktionen benannte Sahle die ‚Hinweisfunktion‘ (Bekanntmachung), den bibliografischen Nachweis, den Diskussionsbeitrag, die Aufgabe der Kanonisierung von best Practices, die Bekanntmachung von Innovation und die Dokumentation der Entwicklung der Forschung. Diese Teilfunktionen fallen bei näherer Betrachtung für die Besprechung von gedruckten Werken und von digitalen Ressourcen in ihrer Umsetzung und Bedeutung sehr unterschiedlich aus. Es sei deshalb als drittes zu fragen, ob „die Rezension“ nicht insgesamt neu zu denken sei.Hier wäre dann z.B. zu überlegen, ob sich ihr Charakter nicht von der ‚wissenschaftlichen Kleinform‘ zu echten Forschungsbeiträgen verändern müsse – mit entsprechenden Konsequenzen für die Kreditierung solcher Besprechungen für die Rezensenten. Dabei wäre zu diskutieren, ob eine Rezension eine Momentaufnahme oder ein fortlaufender Dialog sein sollte und wie Anreizsysteme geschaffen werden könnten, um das digitale Rezensionswesen zu beleben.

Diskussion

Im Anschluss an die Vorträge wurden auf dem Podium und mit dem Publikum diskutiert. Wesentliche Aspekte der Diskussion werden hier aufgegriffen:

Digitale Ressourcen zwischen Produzenten, Rezensenten und Rezipienten

Ein Diskussionspunkt auf dem Podium war die Frage, wer denn nun die primären Adressaten von Rezensionen sind oder – anders formuliert – wem es Rezensionen „recht machen“ sollen. In diesem Zusammenhang warf Neuber zu Schöchs ‚Asymmetriethese‘ ein, dass die Schuld für intransparente Projektkontexte einzig bei den Ressourcenbetreibern selbst läge, die diese in der Dokumentation einer Ressource oft nur unvollständig oder gar nicht explizit machen. Hingegen würden bestehende Handreichungen wie etwa die Kriterienkataloge des IDE bereits auf die Relativität zu Projektzielen und -ressourcen hinweisen. Hohls brachte einen weiteren Einwand ein, der die Berücksichtigung der Projektkontexte ausschließt: Rezensionen seien keine Dienstleistung für Produzenten, sondern in erster Linie eine für die Leserinnen und Leser. Während also Schöch hervorhob, dass Ressourcen nicht für Rezensionen, sondern für Projektziele entstehen und dadurch eine Asymmetrie zwischen allgemein formulierten Anforderungen und ‚Projektrealitäten‘ entstehe, setzte Hohls entgegen, Rezensionen hätten ausschließlich das ‚Produkt‘ zu bewerten und damit die Perspektive der Benutzung einer Ressource zu vertreten. Wie von Neuber hervorgehoben, zielt das IDE mit den Kriterienkatalogen auf eine mittlere Position: Diese sind vor allem auch als mögliches Spektrum von Aspekten aufzufassen, die bei einer Rezension besprochen werden können. Eine digitale Ressource soll dabei möglichst aus verschiedenen Perspektiven bewertet werden, z.B. neben der Präsentation von Inhalten auch der sonst schnell vernachlässigte Aspekt der Nachhaltigkeit in den Blick genommen werden. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass der Kontext der Entstehung einer Ressource in eine Besprechung einfließen sollte (siehe bspw. den Abschnitt „Rahmenbedingungen“ im Kriterienkatalog für die Besprechung digitaler Editionen).

Grundsätzlich müsse laut Hohls die Leserperspektive stärker in den Blick genommen werden, denn „wer soll 20 Seiten Rezension lesen?“. Da Hohls sich damit auf die Länge der Beiträge in RIDE bezog, führte Henny-Krahmer an, es gäbe schließlich Kurzabstracts der Beiträge und den Questionnaire als Zusammenfassung, um den LeserInnen den Zugang zu längeren Rezensionen zu erleichtern. Sahle argumentierte weiter, eine zu kurze Rezension sei kein echter Forschungsbeitrag und die ausführlichen Beiträge in RIDE würden über die Beschreibung der Ressourcen hinaus auch der Sichtung und Diskussion der Entwicklungen und Best-Practices in den DH dienen. Weiter plädierte Sahle für eine entsprechende Kreditierung von tiefgehenden Rezensionen. Im Zuge der weiteren Diskussion auf dem Podium kristallisierte sich heraus, dass eine stärkere Unterscheidung von „Review“ als Kurzbeitrag und „Review-Essay“ als Forschungsartikel sowohl für die Kreditierung der Beiträge für die AutorInnen als auch für die Erwartungen der LeserInnen dienlich sein könnte.

Begutachtung von Daten

Das Thema der Begutachtung von Daten war ein weiterer Punkt, der in der Diskussion vom Publikum und den PanelistInnen mehrfach aufgegriffen wurde. So wurde grundsätzlich gefragt, warum Daten überhaupt begutachtet werden sollten. Wichtig sei es, zwischen einer Evaluation von Daten vor deren Veröffentlichung und einer Rezension nach einer Veröffentlichung zu unterscheiden. Dieser Hinweis aus dem Publikum deutet auf die Schwierigkeiten hin, die durch das ‚in den Fluss‘ geratene Rezensions- aber auch Publikationswesen entstehen. Bevor über angemessene Rezensionsformen von digitalen Ressourcen diskutiert werden kann, muss erst einmal geklärt werden, ab wann diese als publiziert und rezensionsreif gelten können. Andernfalls wäre eine Auflösung klarer Bereiche vor und nach der Publikation zu verzeichnen, die dann mit einem kontinuierlichen Prozess der Bereitstellung von digitalen Ressourcen und einer kontinuierlichen begleitenden Bewertung einhergehen würde, wobei nicht mehr klar zwischen einem Peer Review und einem klassischen Review nach der Veröffentlichung unterschieden werden könnte. Ein Open Peer Review etwa würde sich in einem solchen ‚Korridor‘ zwischen der Erarbeitung und der Besprechung digitaler Ressourcen abspielen.

Weiterhin wurde diskutiert, ob statt der Daten selbst nicht deren Dokumentation begutachtet werden sollte oder auch das Datenmodell oder -schema, welches den eigentlichen Datensätzen zugrunde liegt, also für TEI z.B. die Kodierungsrichtlinien oder eine ODD-Datei. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Daten selbst aus diversen Gründen nicht immer dem intendierten Schema entsprechen müssen oder können. Baillot bemerkte dazu, dass beide Aspekte wichtig seien, sowohl eine Bewertung der Qualität der Datensätze selbst als auch des Datenschemas.

Fazit

Einige der Thesen und Ideen, die in den Beiträgen skizziert wurden, konnten auf Grund der zeitlichen Begrenzung nicht mehr innerhalb des Panels besprochen werden. War die ursprüngliche Idee des Panels, über den Stand der Dinge und die mögliche Gestalt eines Rezensionswesens in den DH zu diskutieren, so zeigte sich in der Diskussion, dass zunächst grundlegende Fragen geklärt werden müssen, bevor über die konkrete Ausgestaltung eines Rezensionswesens überhaupt debattiert werden kann. Zu diesen grundlegenden Fragen zählt z.B. die Abgrenzung von Forschungsdaten und umfassenderen digitalen Publikationen sowie von verschiedenen Bewertungsformen wie Peer Review vs. Rezension.

So blieben im Hinblick auf ein Rezensionswesen der DH einige Fragen offen, die von den PanelistInnen aufgeworfen worden waren. Beispielsweise ist immer noch nicht klar, wie traditionelle Rezensionsorgane wie H-Soz-Kult mehr RezensentInnen auch für digitale Ressourcen gewinnen können. Im Besonderen müsste dabei auch eruiert werden, inwiefern digitale Forschungsergebnisse tatsächlich immer noch weniger akkreditiert sind als die klassische Monografie und ob die ungleiche Gewichtung die analoge Ressource für die Rezension möglicherweise ‚attraktiver‘ macht (Hohls). Ebenfalls nicht mehr im Panel zur Sprache gebracht werden konnten dynamische bzw. ‚digitalere‘ Formen der Rezension und ihre Sinn- oder Unsinnhaftigkeit für das Genre „Rezension“ (Neuber). Eine Gegenposition zu einer dynamischeren Ausgestaltung von Rezensionen besteht in der Auffassung von Rezensionen als Momentaufnahmen, mit denen punktuelle Zustände einer Ressource dokumentiert werden (Sahle). Diese sind dann vor allem als einzelner Diskussionsbeitrag zu einer Ressource zu verstehen, die Rezension würde die Ressource dann aber nicht zeitlebens begleiten und eben nur eine ‚momentane‘ Gültigkeit haben. Die grundsätzliche Frage, ob die Rezension weiterhin eine Momentaufnahme eines bestimmten Status einer digitalen Ressource sein kann oder ob sie sich in ihrer medialen Konzeption an die digitalen Rezensionsobjekte ‚angleichen‘ muss, steht also weiterhin zur Diskussion.

Das Panel hat gezeigt, dass das Thema der Rezension digitaler Ressourcen komplex ist, was auch an der Zusammensetzung des Podiums deutlich wurde. Die PanelistInnen vereinten zwar viele verschiedene Perspektiven auf das Thema, diese waren jedoch in ihrer Vielseitigkeit nicht immer leicht zu bündeln und füllten darüber hinaus den zeitlichen Rahmen der Session schon weitgehend aus. Es ist daher wünschenswert, den Dialog über Ressourcen und Rezensionen in den Digital Humanities in anderen Zusammenhängen fortzusetzen.

Weitere Informationen:
Abstract und Folien zum Panel.
– Kürzlich erschienen in der ZfdG: Henny, Ulrike: “Reviewing von digitalen Editionen im Kontext der Evaluation digitaler Forschungsergebnisse.” In: Digitale Metamorphose: Digital Humanities und Editionswissenschaft. Hg. von Roland S. Kamzelak / Timo Steyer. 2018 (= Sonderband der Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften, 2). text/html Format. DOI: 10.17175/sb002_006.

Fristverlängerung: Mitarbeiterin/Mitarbeiter für die technische Konzeption und Entwicklung im Projekt „Fontanes Notizbücher“

dhd-blog - Mo, 04/16/2018 - 09:15

Die genetisch-kritische und kommentierte Hybrid-Edition von Theodor Fontanes Notizbüchern ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Projekt mit dem Ziel eine kommentierte Gesamtedition von Fontanes 67 Notizbüchern zu erstellen. Sie entsteht an der Theodor Fontane-Arbeitsstelle der Universität Göttingen und an der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB Göttingen)

Zur Verstärkung unserer Teams suchen wir an der SUB Göttingen eine/einen

Mitarbeiterin/Mitarbeiter für die technische Konzeption und Entwicklung
(Teilzeit 29,85 WStd., befristet, E 13 TV-L)

Die Stelle ist ab dem 01.06.2018 bis zum Projektende 31.05.2019 zu besetzen.

Ihre Aufgaben:
• Erstellung / Satz von Druckdaten aus XML/TEI-Quelldaten
• konzeptionelle Begleitung der Portal-Entwicklung und die technische Umsetzung
• projektspezifische Anpassung der virtuellen Forschungsumgebung „TextGrid“ (www.textgrid.de)
• Support bei der Arbeit im „TextGridLab“ und dem Daten-Ingest in das Repository

Erforderlich:
• abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium im Bereich Informatik oder in den Geisteswissenschaften mit nachgewiesener technologischer Ausbildung und Erfahrung
• Kenntnisse in Webtechnologien (HTML5, CSS, JavaScript)
• Kenntnisse in XML-Technologien (v.a. XSLT, XQuery und XPath)
• sicherer Umgang mit dem Satzprogramm TeX und dem Version Control System git
• Linux-Kenntnisse (bevorzugt in der Server-Administration)

Wünschenswert:
• Erfahrungen im Bereich Digital Humanities, insbesondere in der Abbildung digitaler Forschungsprozesse sowie Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit editionswissenschaftlichen Fragestellungen und
• Kenntnisse in der Programmiersprache Java und Semantic Web (RDF / RDFS, SPARQL)

Fragen zu dem Projekt beantworten Ihnen Frau Dr. Mirjam Blümm (bluemm@sub.uni-goettingen.de).

Die Universität Göttingen strebt in den Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert daher qualifizierte Frauen nachdrücklich zur Bewerbung auf. Sie versteht sich zudem als familienfreundliche Hochschule und fördert die Vereinbarkeit von Wissenschaft / Beruf und Familie. Die Universität hat sich zum Ziel gesetzt, mehr schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Bewerbungen Schwerbehinderter erhalten bei gleicher Qualifikation den Vorzug.

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung mit allen wichtigen Unterlagen in einem Dokument zusammengefasst bis zum 20.04.2018 ausschließlich über das Bewerbungsportal https://lotus2.gwdg.de/uni/uzdv/perso/knr_100333.nsf ein.

Im begründeten Ausnahmefall können Sie Ihre Unterlagen an die Direktion der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Platz der Göttinger Sieben 1, 37073 Göttingen senden.

Die Summe geisteswissenschaftlicher Methoden? Fachspezifisches Datenmanagement als Voraussetzung zukunftsorientierten Forschens (Bericht Panel AG Datenzentren, DHd 2018, Köln)

dhd-blog - Sa, 04/14/2018 - 12:54

Autorin: Ulrike Wuttke für die DHd-AG Datenzentren

Am 1. März 2018 hielt die DHd-AG Datenzentren im Rahmen der DHd 2018 Köln (Kritik der digitalen Vernunft, 26.02.-02-03.2018, Universität zu Köln) ein Panel unter dem Titel “Die Summe geisteswissenschaftlicher Methoden? Fachspezifisches Datenmanagement als Voraussetzung zukunftsorientierten Forschens” ab (Start Download des Book of Abstracts, PDF). Organisiert wurde das Panel von Katrin Moeller, Historisches Datenzentrum Sachsen Anhalt (Hist-Data) und moderiert von Ulrike Wuttke (Stellvertretende Vorsitzende der AG Datenzentren des DHd, Fachhochschule Potsdam, Fachbereich Informationswissenschaften) und Jörg Wettlaufer (Göttingen Centre for Digital Humanities, Georg-August Universität Göttingen). Als PanelteilnehmerInnen nahmen neben Katrin Moeller teil: Marina Lemaire, Servicezentrum eSciences, Universität Trier, Matej Ďurčo, Austrian Center for Digital Humanities, Österreichische Akademie der Wissenschaften, und Patrick Sahle, Data Center for the Humanities (DCH), Universität zu Köln. Barbara Ebert, Leiterin der Göttinger Geschäftsstelle des Rats für Informationsinfrastrukturen (RfII), und Lukas Rosenthaler, Data and Service Center for the Humanities DaSCH, Universität Basel (DHLab) und Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften, die ebenfalls angekündigt waren, mussten sich leider entschuldigen. Die Ziele des Panels waren die Darstellung der fachspezifischen Dienste der an der AG Datenzentren beteiligten Datenzentren und eine kritische Diskussion der Herausforderungen fachbezogenen Datenmanagements mit besonderem Fokus auf die Implementierung und Pflege von Standards in den (digitalen) Geisteswissenschaften.

Foto des Panels, CC BY 4.0 Vanessa Hannenschläger

Nach einer kurzen Einleitung des Panels und einer Kurzvorstellung der AG Datenzentren durch die beiden ModeratorInnen, stellte zunächst Katrin Moeller die vorläufigen Ergebnisse der Umfrage zu den Diensten und Services der an der AG beteiligten Datenzentren vor. Patrick Helling (CCeH, Universität zu Köln), der die Umfrage für die AG organisiert hat, konnte am Panel aufgrund seiner Verpflichtungen im Organisationskommitee der DHd 2018 nicht persönlich teilnehmen. Katrin Moeller fasste die Ergebnisse der Umfrage zusammen und unterstrich hierbei besonders die fachspezifischen Angebote der einzelnen in der AG vertretenen Infrastrukturen, die von Anwendungskonservierung digitaler Projekte, Datenrettung und Sicherung, Virtuellen Forschungsumgebungen, mandantenfähigen Forschungsumgebungen, über Softwareentwicklung und Schnittstellen reichen, bis hin zur Spezialisierung auf bestimmte Datentypen wie audio- und audiovisuelle Daten, qualitative Daten, Textmining und Wörterbücher, Corpora, Annotationen und Editionen, X-Technologien, Objekt- und Bilddaten, Semantic Web-Technologien und Personendaten, um nur einige herauszugreifen. Es ist vorgesehen, die Ergebnisse der Umfrage weiter aufzuarbeiten und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, die hierdurch eine gute Übersicht in die bislang bestehenden Angebote zum geisteswissenschaftlichen Forschungsdatenmanagement im deutschsprachigen Raum gewinnen kann.

Der zweite Teil des Panels war der Diskussion zwischen den PanelistInnen und dem zahlreich erschienenen Publikum gewidmet. Die PanelistInnen hatten Kurzstatements zu drei Fragekomplexen vorbereitet, in deren Mittelpunkt die kritische Diskussion der Frage stand, was die Summe geisteswissenschaftlicher Bedürfnisse ausmacht, um Daten tatsächlich interdisziplinär und langfristig nachnutzbar zu machen, eines der zentralen Anliegen der digitalen Geisteswissenschaften:

  1. Welche informatisch-geisteswissenschaftlichen Standards brauchen wir im Rahmen von DH? Welche Vor- und Nachteile bringen uns solche Standards? Kann es überhaupt Standards für „die Geisteswissenschaften“ geben?
  2. Wie gelingt die Integration von Standards in die Fachwissenschaften bzw. haben wir schon die richtigen Standards für unsere Community?
  3. Wer sollte Standards herausgeben und wie sind diese überhaupt „betreibbar“?

Die lebhafte Diskussion drehte sich vor allem um den Begriff des Standards an sich (Was ist überhaupt ein Standard?), ob und wie Standards Mehrwerte für die geisteswissenschaftliche Forschung haben, und wer entscheidet, welche Standards allgemeingültig sind (oder es werden sollen) und wann dann doch neue Wege gegangen werden müssen, um das Innovationspotential der digitalen Geisteswissenschaften nicht zu strangulieren. Unter anderem wurde betont, dass Standards sowohl eine wichtige Rolle für die Verständigung zwischen Mensch und Maschine haben, als auch zwischen verschiedenen Menschen, da bei zuviel Idiosynkrasie, die (maschinelle) Verarbeitung und Nachnutzung gefährdet sind. Eine schichtweise Abstufung zwischen allgemeinen (und teilweise kaum bewussten) Standards zu domain-spezifischen Standards scheint hier ein möglicher Ansatz.

Betont wurde auch die Wichtigkeit der inhaltlichen Dokumentation (neben beschreibenden Standards), ein bislang breites (Minen-)feld, bei dem nicht zuletzt fehlende Anreizmechanismen und praktikable Workflows für den doch nicht geringen Aufwand einer beispielhaften qualitativ anspruchsvollen Dokumentation eine Rolle spielen. Auch der Bereich der Aus- und Weiterbildung wurde diskutiert, da mit den zunehmenden Anforderungen an das Forschungsdatenmanagement auch die Anforderungen an die FachwissenschaftlerInnen steigen. Sie müssen jedoch zunächst das Problembewusstsein und die Bereitschaft entwickeln, sich in diese bislang eher peripheren (technischen) Wissensgebiete einzuarbeiten und die notwendigen Kompetenzen zu erwerben. Hier besteht Handlungsbedarf für die Weiterentwicklung fachlicher Curricula, in denen derartige Kompetenzen bislang kaum vermittelt werden. Doch wie weit muss die Ausbildung der FachwissenschaftlerInnen gehen? Ab wann sind spezielle “DH-Kompetenzen” notwendig, und sollten die Aufgaben von dafür entsprechend ausgebildeten SpezialistInnen der Informationsinfrastrukturen übernommen werden?

Last but not least, wurde kontrovers diskutiert, von wem und wie Standards idealtypisch betrieben werden sollen. Sind hier eher Top-Down- oder Bottom-Up-Prozesse zu favorisieren, offene Community-betriebene Plattformen oder institutionalisierte Organisationsformen wie ISO oder DIN? Einig waren sich die Diskutierenden darüber, dass nur ein Standard, der von der Community auch als ein solcher angenommen wird, einen wissenschaftlichen Mehrwert und Chancen auf eine breite Etablierung und damit “Überleben” hat.

Es ist vorgesehen, die Ergebnisse des Panels in einer Publikation zusammenzufassen. Eine Videoaufzeichnung des Panels ist auf der Webseite der Konferenz verfügbar.

Gerne möchte ich in diesem Rahmen auch auf das Grundsatzpapier der AG Datenzentren unter dem Titel “Geisteswissenschaftliche Datenzentren im deutschsprachigen Raum. Grundsatzpapier zur Sicherung der langfristigen Verfügbarkeit von Forschungsdaten” hinweisen, dass während der DHd 2018 in Druckform verteilt wurde. In dem Grundsatzpapier werden Potenziale und Perspektiven der an der AG beteiligten Datenzentren sowie der AG Datenzentren beleuchtet und mit einigen Narrativen ergänzt, die einen Einblick in den Themenkomplex geben. Das Grundsatzpapier steht als PDF-Version auf Zenodo zum Download bereit. Eine gedruckte Version verschicken wir gerne auf Anfrage. Bitten wenden Sie sich hierfür an den Convenor der AG Datenzentren, Kai Wörner.

Informationen zur DHd-AG Datenzentren:


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Stellenausschreibung am Center for Digital Humanities der WWU Münster

dhd-blog - Do, 04/12/2018 - 10:53

via Dr. Marc Schutzeichel

Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster hat im Juli 2017 ein Center for Digital Humanities (CDH) gegründet, das alle Aktivitäten in den digitalen Geisteswissenschaften zusammenführt und begleitet. Das CDH wird durch den Servicepunkt Digital Humanities unterstützt, der am eScience-Center der Universitäts-und Landesbibliothek Münster angesiedelt ist. Für das neu aufzubauende Team des Servicepunkts sind zum nächstmöglichen Zeitpunkt 4 unbefristete Vollzeitstellen für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter zu besetzen. Wir suchen

  • eine Koordinatorin / einen Koordinator Digital Humanities
  • eine Entwicklungskoordinatorin / einen Entwicklungskoordinator
    Digital Humanities
  • zwei Softwareentwicklerinnen / Softwareentwickler

Zu den Aufgaben des Servicepunkts Digital Humanities gehören unter anderem die Bereitstellung standardisierter Werkzeuge, die Konzeption modellhafter Problemlösungen sowie die Unterstützung bei DH-Schulungen. Im Mittelpunkt steht die Beratung und Begleitung von DH-Projekten sowie die Unterstützung bei der Antragserstellung für Forschungsprojekte. Vernetzung und Community­aufgaben sind weitere Schwerpunkte.

Der Servicepunkt hat das Ziel ein Serviceportfolio aufzubauen und fortzuführen, dabei geht es beispielsweise um Themen aus den Bereichen Digitale Editionen und Korpora, Wissenschaftliche Datenbanken oder Digitales Bild.

Die vollständigen Stellenausschreibungen mit den Anforderungsprofilen und weiterführende Informationen finden Sie unter https://go.wwu.de/dh.

Die ULB Münster freut sich auf Ihre aussagekräftige Bewerbung bis zum 11.05.2018.

Ringvorlesung in Mainz: Transdisziplinäre Aspekte digitaler Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften

dhd-blog - Mi, 04/11/2018 - 09:56

Wie genau hängt digitale Musikforschung und Renaissance zusammen? Welche Mittel und Wege gibt es Textanalyse zu betreiben? Was ist HistStadt 4D und wie unterstützt es stadt- und baugeschichtliche Forschung? Welche urheberrechtlichen Grenzen haben Text und Data Mining? Was haben Big Data und Ethik miteinander zu tun? Wie wird mit den Methoden der Digital Humanities am Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris gearbeitet? Wie kann das Pelagios Tool helfen in den Altertumswissenschaften Linked Data einzusetzen? Was passiert, wenn Kulturdaten öffentlich zur Verfügung stehen? Und wie digital sind die Filmwissenschaften?

An neun Terminen berichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aktuellen Forschungsvorhaben, neuen Anwendungsbereichen und Zukunftsperspektiven in den Digital Humanities. Sie greifen dabei unterschiedliche fachliche, nationale und institutionelle Perspektiven auf.

So sind in der Vorlesung vertreten: außeruniversitäre Forschungseinrichtungen aus Deutschland (Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaft, GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften), Österreich (Austrian Institute of Technology) und Frankreich (Deutsches Forum für Kunstgeschichte Paris), Universitäten aus Deutschland und den USA (Haverford College, Universität Trier, Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg) und eine gemeinnützige Organisation (Wikimedia e. V.).

Die Einladung der renommierten Referentinnen und Referenten wird ermöglicht durch die Unterstützung der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, der Hochschule Mainz, des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte und des Mainzer Zentrums für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften (mainzed).

Die Vorlesung findet auf Ein­ladung des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte in der Mainzer Innenstadt statt.
Daneben gibt es zwei Termine, die an anderen Orten stattfinden:

Musiksaal Raum 01.153 im Philosophicum der Universität Mainz, Jakob-Welder-Weg 18, 55128 Mainz.
Museum für Antike Schifffahrt, Neutorstraße 2b, 55116 Mainz.

Sommersemester 2018
mittwochs 18:15–19:45 Uhr

Konferenzraum (1. Stock)
Leibniz-Institut für Europäische Geschichte,
Domus Universitatis,
Alte Universitätsstraße 19,
55116 Mainz

Programm Ringvorlesung mainzed (.pdf)

DARIAH-DE Grand Tour: Reproduzierbare Forschung und Erweitertes Publizieren mit Jupyter Notebooks

dhd-blog - Di, 04/10/2018 - 11:21

Digitale Methoden entwickeln sich zunehmend zur alltäglichen Praxis in den Geisteswissenschaften. Von der Erstellung einer Sammlung, über Bildanalysen, Text-Annotierung, bis hin zu Netzwerk-Analysen für die Ideengeschichte, keiner dieser Bereiche wird heutzutage noch ohne Computer angegangen.

Durch diese wachsende Bedeutung treten Themen, die ursprünglich in der Software-Entwicklung angesiedelt waren, in den Fokus der Geisteswissenschaften. So stellt sich zum Beispiel die Frage der Nachhaltigkeit einer Software-Entwicklung für ein geisteswissenschaftliches Forschungsvorhaben oder welchen Best-Practice-Maßstäbe dabei verfolgt werden sollten.

Notebook zu DARIAH-DE Topics

Eine relativ neue Entwicklung im Bereich der Software-Entwicklung ist das sogenannte „literate programming“, wobei ein Programm eher narrativ mit starkem Fokus auf die Lesbarkeit des Codes geschrieben wird. Dieses Paradigma ist besonders für wissenschaftliche Fragestellungen in der Lehre interessant.

Ein Vorreiter in diesem Gebiet sind Jupyter Notebooks, oder kurz Notebooks, in denen neben Q uellcode auch Markdown- oder Latex-Texte erlaubt sind. Die grundlegende Idee einer Notebook-Veröffentlichung ist die enge Verzahnung von Code, der meistens in Python, Julia, oder R geschrieben wurde, mit zugehörigen Erklärungen und Motivierungen. In einer interaktiven Ansicht können die LeserInnen des Textes dann zum einen den Code ausführen, zum anderen diesen aber auch anpassen um beispielsweise statistische Behauptungen durch eine andere Parameterwahl zu überprüfen oder eine Berechnung mit anderen Start-Werten noch einmal auszuführen. Ebenso kann eine Wissenschaftlerin die Erstellung eines Referenzdatensatzes mit allen Schritten der Daten-Akquise und Selektion sowie Bereinigung dokumentieren. Kombiniert mit öffentlich verfügbaren Forschungsdaten können Jupyter Notebooks einen wichtigen Beitrag zu reproduzierbarer Forschung leisten.

Durch eine einfache Gliederungsstruktur mit Kapiteln oder Absätzen kann um einen Programm-Code eine vollwertige Veröffentlichung samt Bibliographie geschrieben werden. Bereits 2014 wurde dies durch einen Nature Artikel beispielhaft gezeigt. Inzwischen wird die Umgebung zum Beispiel auch von Verlagen wie O‘Reilly unterstützt. Eine kuratierte Sammlung von Notebooks zu wissenschaftlichen Fragestellungen findet man zum Beispiel auf Github.

Für eine größere Akzeptanz dieser Veröffentlichungsart sind zwei wichtige Aufgaben von Forschungsinfrastrukturen zu lösen. Zum einen muss um die Unterstützung von Jupyter Notebook-Publikationen geworben werden, bspw. müssen eigene Darstellungsplattformen in den Einrichtungen für Wissenschaftler bereitgestellt werden. Zum anderen sollten Forschungseinrichtungen für Mitglieder eine Editierumgebung für Notebooks anbieten, die das Teilen von Programm-Beispielen oder Datensätzen erlaubt. Eindrucksvolle Beispiele hierfür findet man zum Beispiel am Cern oder bei der GWDG.

Notebook von Fundortverteilung, basierend auf Leaflet

Ein Ansatz um den Einstieg in erweitertes Publizieren mit Jupyter Notebooks für Forschungseinrichtungen zu erleichtern, ist die Bereitstellung von „Publikations-Bausätzen“ für die Darstellung von Notebooks, zum Beispiel basierend auf Container-Technologie, durch Infrastruktur-Initiativen wie DARIAH-DE. Auf ähnliche Weise könnte ein „Editier-Bausatz“ für WissenschaftlerInnen angeboten werden, der einen möglichst barrierefreien Einstieg in das „literate programming“ ermöglicht.

Ein Prototyp einer solchen Umgebung wird bei einem Workshop zu Jupyter Notebooks während der DARIAH-DE Grand Tour 2018 präsentiert und genutzt werden. Die Idee ist eine einfache Bereitstellung einer Editier-Umgebung für alle DARIAH-DE-NutzerInnen, bei der automatisch eine Sammlung von Beispiel-Notebooks zur Verfügung stehen wird, die als Grundlage für eigene Forschungsarbeiten dienen kann. Dabei werden typische Themen der DH abgedeckt sein, wie etwa das Laden von Webressourcen, mit anschließender Datenbank-Erstellung, Textklassifizierung, und Expertensuche mittels regulärer Ausdrücke, Netzwerk-Erstellung und Analyse für Netzwerke historischer Persönlichkeiten oder das Visualisieren von Fundort-Datenbanken auf Landkarten.

Erster internationaler Modellathon „3D-Rekonstruktion“ – Ergebnisse

dhd-blog - Mo, 04/09/2018 - 18:37

Die Arbeitsgruppe „Digitale Rekonstruktion“ (AGDR) des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd) hat im Rahmen des Kongresses „Kritik der Digitalen Vernunft“ im März 2018 in Köln den ersten internationalen Modellathon veranstaltet. In dieser Spielart des Hackathons haben sich Studierende eine Woche lang mit der digitale Rekonstruktionsaufgabe „Vermitteln Sie den Teilnehmern der DHd-Jahrestagung eine Vorstellung von der Hofburg in Wien im Bauzustand um 1850“ befasst.

Der Modellathon wurde von verschiedenen Workshops begleitet, bei denen sowohl den studentischen Arbeitsteams als auch interessierten Besuchern eine Einführung in den Gegenstand sowie Grundlagen wissenschaftlicher 3D-Rekonstruktion geboten wurde. Am eigentlich Wettbewerb nahmen 13 Studierende aus Deutschland und der Schweiz teil. Inhaltlich betreut wurde dies durch Dr. Richard Kurdiovsky von der österreichischen Akademie der Wissenschaften, Quellen wurden freundlicherweise durch die Architektursammlung der Albertina, Wien zur Verfügung gestellt. Der Modellathon wurde von Dr. Sander Münster (TU Dresden), Jonas Christen von der Zürcher Hochschule der Künste sowie Dr. Mieke Pfarr-Harfst von der TU Darmstadt organisiert.

Die Ergebnisse des Modellathons wurden durch die Teams am letzten Tag der Jahrestagung der DHd vorgestellt und durch eine Expertenjury hinsichtlich von Kriterien wie beispielsweise Recherche, Quellentreue, technische Umsetzung, und Vermittlung bewertet. Als Sachpreis wurde eine Maxon Cinema 4D Studio Lizenz im Wert von 3.500 EUR (gestiftet durch die Maxon Computer GmbH) vergeben. Die Jury setzte sich aus Mitgliedern des DHd-Vorstands, der AGDR sowie der österreichischen Akademie der Wissenschaften als inhaltlichem Schirmherren zusammen.

Der DHd-Verband hat freundlicherweise 10 Stipendien á 250 EUR für studentische Teilnehmer vergeben, um die Teilnahmekosten zu decken.

Erster Preis: Beste Umsetzung
Marleen De Kramer, Magdalena März, Anna Schuller

  © Marleen De Kramer, Magdalena März, Anna Schuller

Special Mention: Herausragende Gestaltung
Simon Oster und Dennis Noki

  © Simon Oster, Dennis Noki

Weitere Bilder unter:

https://tu-dresden.de/gsw/der-bereich/news/erster-internationaler-modellathon-3d-rekonstruktion

Web – Programmierung, UX/UI – Design und Usability (Berlin, E 13 TV-L, 50%)

dhd-blog - Mo, 04/09/2018 - 15:04

Die BBAW sucht für ihr Projekt „Kulturerbe als Linked Open Data – Pilotprojekt für den Census“ zum frühestmöglichen Zeitpunkt eine/einen Wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in in Teilzeit (50 %) mit Erfahrungen mit Web-Programmierung, UX/UI-Design und Usability (befristet bis zum 31.12.2020).
Der Census of Antique Works of Art and Architecture Known in the Renaissance enthält ca. 250.000 Datensätze mit Abbildungen und Informationen zu antiken Monumenten, nachantiken Dokumenten, Orten und Personen. Im Rahmen des Projekts sollen ein geeignetes graphbasiertes Datenbanksystem gefunden und anhand eines Testdatensatzes einzelne prototypische, zeitgemäße, benutzungsfreundliche und nachhaltige Web-Module für die Visualisierung und Exploration von Forschungsdaten entwickelt werden.
Ihr Profil:

  • Einschlägiges abgeschlossenes Hochschulstudium
  • Erfahrung mit UX/UI-Design und Usability
  • Erfahrung mit Frontend-Entwicklung (z.B. mit PHP, Python und/oder JavaScript) und dem Einsatz von Frameworks
  • Wünschenswert sind Kenntnisse von Bibliotheken für Graph-/RDF-Datenabfrage
  • Fähigkeit zum selbständigen, strukturierten und ergebnisorientierten Arbeiten
  • Erfahrung in der Projektdokumentation
  • Teamfähigkeit und ausgezeichnete Kommunikations- und Organisationsfähigkeit

Bewerbungsende ist am 20.4.2018. Der gesamte Ausschreibungstext kann hier nachgelesen werden: http://www.bbaw.de/stellenangebote/ausschreibungen-2018/AV-07-2018_Ausschreibungstext_Census_LOD_%2020180323.pdf

Ankündigung PARTHENOS Workshop @ESU 2018 und Freie Plätze PARTHENOS Webinar zur Entwicklung von Forschungsfragen

dhd-blog - Mo, 04/09/2018 - 14:24

Lost in Isolation?
Dann bewerben Sie sich bis zum 01.05.2018 für den PARTHENOS-Workshop How Research Infrastructures empower eHumanities and eHeritage Research(ers) und lernen Sie, wie Sie mit Hilfe von Forschungsinfrastrukturen Wissen, Daten, Methoden und Tools geisteswissenschaftlicher Forschungsgemeinschaften für Ihre Forschungsprojekte nutzbar machen können.
Binnen 5 Tagen vermittelt Ihnen der Workshop wichtige theoretische Grundlagen zum Forschen mit (digitalen) Forschungsinfrastrukturen im Digital Humanities und Cultural Heritage Bereich. Darüber hinaus bietet er Ihnen die Gelegenheit, zur praktischen Anwendung und Übertragung dieser Grundlagen auf Ihre Forschungsprojekte. Sie lernen, wie Sie während jeder Etappe des Forschungsprozesses (Research Lifecycle) von Forschungsinfrastrukturen profitieren können: bei der Entwicklung von Forschungsfragen, der Planung Ihres Forschungsprojektes, der Datenanalyse und dem Publizieren Ihrer Ergebnisse.
Der einwöchige Workshop findet im Rahmen der Europäischen Sommeruniversität in Digitalen Geisteswissenschaften: Kulturen und Technologien 2018 (ESU 2018), zwischen dem 17.07.-27.07.2018 statt (erste Woche).
Besuchen Sie die Internetpräsenz der Sommeruniversität und erfahren Sie mehr über die Inhalte des Workshops, weitere Workshopangebote, Bewerbungsmodalitäten und Förderungsmöglichkeiten.
AdressatInnen: Studierende am Ende des Hauptstudiums oder von Masterstudiengängen, Graduierte, DoktorandInnen, PostdoktorandInnen, Lehrende, BibliothekarInnen und technische AssistentInnen, die sich für digitale Geisteswissenschaften und/oder Cultural Heritage Forschung interessieren. Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie diese Ankündigung an potentielle Teilnehmerinnen (Ihre StudentInnen, KollegInnen) weiterleiten würden.
Datum: 17.07.-27.07.2018 (erste Woche)
Bewerbung: Bis 01.05.2018 über die Webseite der ESU 2018
Organisation: Der Workshop wurde gemeinsam von der FH Potsdam und der Universität Leipzig für PARTHENOS (Pooling Activities, Resources and Tools for Heritage E-research Networking, Optimization and Synergies) konzipiert.

Gleichzeitig möchten wir Sie gerne auf das nächste PARTHENOS eHumanities and eHeritage Webinar aufmerksam machen, das ganz im Zeichen der Entwicklung von Forschungsfragen im Digital Humanities und Cultural Heritage Bereich im Zusammenspiel mit Forschungsinfrastrukturen steht:
Webinartitel: “Boost your eHumanities and eHeritage research with Research Infrastructures”, Trainer: Darja Fišer (University of Ljubljana) & Ulrike Wuttke (University of Applied Sciences Potsdam, Germany)
Datum und Zeit: Dienstag, 24.04.2018, 13:00-14:00 Uhr CEST

Aus dem Inhalt: This webinar is dedicated to the phase of the research life cycle “Develop Research Questions”. It will dive into details of the topic of developing research questions with RIs, especially on finding, working with and contributing data to RI collections, using Virtual Research Environments, and tools. Read more…

Die Teilnahme ist kostenlos, es ist einzig eine Registrierung via Eventbrite erforderlich.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen, für die Organisation,

Ulrike Wuttke und Rebecca Sierig

Digitalisierungsexperten (m/w) (Entgeltgruppe 13 TV-L, Vollzeit)

dhd-blog - Mo, 04/09/2018 - 12:50

Die Zentralkustodie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet bis 29.02.2020 für die Abteilung H – Haushalt und Liegenschaften Digitalisierungsexperten (m/w) (Entgeltgruppe 13 TV-L, Vollzeit) für den Aufbau und die Weiterentwicklung einer digitalen Infrastruktur zur Erfassung und Vernetzung universitärer Sammlungen in Zusammenarbeit mit dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg.

Das Aufgabengebiet umfasst u.a.:

Sie sind primär mit den IT-nahen Aufgaben des Projekts „Objekte im Netz“ betraut. Diese umfassen die Weiterentwicklung und Wartung der Erfassungs- und Präsentationssoftware auf Basis von WissKI (http://wiss-ki.eu/). Der innovative Einsatz von Techniken des Semantic Web und des Web Engineering sind hier von zentraler Bedeutung.

Weitere Aufgaben betreffen die Mitarbeit bei der Konzeption und Durchführung von Workshops sowie Lehrveranstaltungen im Rahmen des Projekts.

„Objekte im Netz“ bietet die Chance, Meilensteine und Standards bei der Digitalisierung universitärer Sammlungen zu setzen, sowohl innerhalb als auch außerhalb der FAU. Gleichzeitig vereint die Stelle ein freundliches und aufgeschlossenes Arbeitsumfeld mit Einblicken in die vielfältigen und spannenden Sammlungen und dem Einsatz innovativer Technologien.

Notwendige Qualifikation:

Gesucht werden Personen mit einem erfolgreich abgeschlossenen wissenschaftlichen Hochschulstudium vorzugsweise der Informatik oder Digital Humanities und besonderer Expertise im Bereich der digitalen Innovation mit vertieften Informatikkenntnissen. Kenntnisse in Content Management Systemen (insb. Drupal) und in der Web-Programmierung (Apache, PHP, JavaScript) sind von Vorteil.

Die Mobilität im Raum Erlangen-Nürnberg wird vorausgesetzt.

Telefonische Auskünfte sind unter Tel.-Nr. 09131/85-20745 (Herr Andraschke) erhältlich.

Die Universität Erlangen-Nürnberg ist seit 2016 Mitglied des Best Practice Clubs „Familie in der Hochschule“. Sie fördert die berufliche Gleichstellung von Frauen und bittet deshalb Frauen nachdrücklich um ihre Bewerbung.

Die Stelle ist für schwerbehinderte Menschen geeignet. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.

Bewerbungen mit vollständigen Unterlagen (tab. Lebenslauf, Kopien der Schul-, Berufsausbildungs- und Arbeitszeugnisse) werden bis 20.04.2018 an das Referat P 5 der Zentralen Universitätsverwaltung, Schlossplatz 4, 91054 Erlangen erbeten.

Fristverlängerung: Stellenausschreibung IT-Leiter / IT-Leiterin, Philipps-Universität Marburg, Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg, bis E 14

dhd-blog - Fr, 04/06/2018 - 09:00

Die Bewerbungsfrist für folgende Ausschreibung ist bis zum 20.04.2018 verlängert worden:

 

Am Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg (Philipps-Universität Marburg) suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine / einen

IT-Leiter / IT-Leiterin (bis E 14 TV-L, Vollzeit, unbefristet)

Zu den Aufgaben gehören die verantwortliche Leitung der IT-Abteilung, die Planung, Aufbau und Betreuung von technisch innovativen Software-Applikationen, die Mitarbeit in Fachgremien sowie die Vertretung des Deutschen Dokumentationszentrums im Aufgabengebiet der kulturwissenschaftlichen Forschungsdateninfrastrukturen nach innen und außen.

Es handelt sich um eine unbefristete Vollzeitanstellung. Es erwartet Sie eine vielseitige und spannende Aufgabe in einem engagierten Team in kooperativer Arbeitsatmosphäre.

Den vollständigen Ausschreibungstext finden Sie unter: https://www.uni-marburg.de/administration/verwaltung/dez2/personalabteilung/bewerber/stellen/oeffentlich/nichtwiss/ze-0028-bild-itleiter-060418.pdf

Entwicklerin/Entwickler Web-Applikation (Angular 5)

dhd-blog - Mi, 04/04/2018 - 10:05
via Vera Chiquet, Universität Basel Vollzeit, auf Wunsch 80% Anfangsdatum: so bald wie möglich.
Dauer: Ein Jahr. Eine Verlängerung ist nicht ausgeschlossen.

Das Digital Humanities Lab ist eine technologisch ausgerichtete Institution an der Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Basel mit mehr als 20 Jahren Praxiserfahrung in der interdisziplinären Forschung. Ihre Aufgaben
Knora, unsere webbasierte virtuelle Forschungsumgebung, ermöglicht es Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftlern, mit verschiedenen Arten von Primär- und Sekundärquellen kollaborativ zu arbeiten und gleichzeitig ihre Forschungsdaten zu bewahren und zugänglich zu machen, damit sie zitiert und wiederverwendet werden können. Wir entwickeln eine neue grafische Benutzerschnittstelle Salsah
für Knora, basierend auf Angular 5. Sie wird es den Forschenden ermöglichen, Datenmodelle für ihre Forschungsdaten festzulegen sowie Eingabeformulare, Abfragen und Präsentationsformate zu erzeugen und einfache Visualisierungen hervorzubringen. Ihr Profil

  • Sie haben eine solide Ausbildung in der Programmierung und sind mit Angular 5 (TypeScript, SCSS, etc.) und RESTful APIs (JSON, JSON-LD) vertraut.
  • Sie arbeiten gerne mit Menschen aus verschiedenen akademischen Disziplinen zusammen, erlernen gerne neue Technologien und erproben neue Formen ihrer Verwendung.
  • Kenntnisse der Semantic Web-Technologien (RDF, SPARQL) sind wünschenswert, aber nicht erforderlich.
Wir bieten Ihnen
Sie werden in einem kleinen, kreativen Team arbeiten, das aus Menschen mit technischer und geisteswissenschaftlicher Ausbildung besteht. Wir fördern das Experimentieren mit neuen Ideen, bieten ein freundliches Arbeitsumfeld und haben Sinn für Humor. Bewerbung / Kontakt
Bewerbungsfrist: offen bis zur Auswahl einer Kandidatin oder eines Kandidaten.

Ihre Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, relevante Zertifikate) senden Sie bitte zusammengefügt in einer einzigen PDF-Datei an Vera Chiquet, vera.chiquet@unibas.ch Gerne beantwortet sie auch Ihre Fragen zu dieser Stellenausschreibung.

Die Universität Basel steht für Exzellenz und setzt sich für Diversität, Chancengleichheit und Familienfreundlichkeit ein. Bewerbungen von Frauen und von Menschen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht.

www.unibas.ch

24. Berliner DH-Rundgang: Archiv des Ministeriums für Staatssicherheit der ehemaligen DDR

dhd-blog - Di, 04/03/2018 - 10:55

Termin: Mittwoch, 11. April 2018, 14:30-16 Uhr

Ort: Archiv der Zentralstelle des BStU, Treffpunkt: Magdalenenstraße 9, 10365 Berlin (U5 Magdalenenstraße)

Wir werden den Arbeitsbereich „Digialisierung archivischer Unterlagen“ im Archiv der Zentralstelle des BStU besuchen und zusätzlich zu der regulären Archivführung u.a. Einblick in die Überlieferung der maschinenlesbaren Daten des MfS erhalten sowie die Digitalisierungswerkstätten für AV-Medien besuchen können.

Bitte beachten Sie, dass eine Anmeldung unbedingt erforderlich ist. Detaillierte Informationen sowie das Anmeldeformular finden Sie auf der if|DH|b-Webseite.

DH-Kolloquium an der BBAW, 6.4.2018: »IIIF: Offene und entwicklerfreundliche APIs für digitales Kulturerbe«

dhd-blog - Di, 04/03/2018 - 10:39

Wir möchten herzlich zum nächsten Termin des DH-Kolloquiums an der
BBAW am 06.04.2018, 17:00 Uhr – 19:00 Uhr (Konferenzraum 1) einladen:

Johannes Baiter von der Bayerischen Staatsbibliothek spricht zum Thema
»IIIF: Offene und entwicklerfreundliche APIs für digitales Kulturerbe«
und hat uns folgendes Abstract zur Verfügung gestellt:

Immer mehr Bibliotheken, Archive und Museen weltweit stellen ihre
Daten – ganz im Sinne von Open Data – über frei verfügbare
Schnittstellen basierend auf den offenen IIIF (International Image
Interoperability Framework) Spezifikationen bereit. Mit ihnen können
Forscher und Nutzer Daten verschiedenster Quellen für ihre Arbeit
nutzen und zusammenstellen, sowie Entwickler ihre Anwendungen
unabhängig von den Eigenheiten der verschiedenen Datenlieferanten
entwickeln. Der Vortrag will eine Einführung in die gängigsten IIIF
APIs geben, zeigen welche konkreten Vorteile für verschiedenste
Nutzergruppen aus ihnen entwachsen und wie sie sich von bereits
verbreiteten Standards wie METS abgrenzen. Auch praktischere Aspekte
sollen behandelt werden: Wie aufwendig ist es, die eigenen Daten über
IIIF bereitzustellen? Welche Viewer gibt es, um die Daten
benutzerfreundlich zu präsentieren? Wer stellt bereits seine Daten
über IIIF zur Verfügung?

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, möchten wir Sie um Anmeldung per
E-Mail unter DH-Kolloquium@bbaw.de bitten.

Schließlich möchten wir Sie noch auf den im Anschluss an das
Kolloquium stattfindenden Digital-Humanities-Stammtisch auf dem
Restaurantschiff »Deckshaus« hinweisen, bei dem die Diskussion in
formloser Atmosphäre fortgesetzt werden kann.

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