DHd Newsfeed

CIPA Workshop on Research and Education in Urban History in the Age of Digital Libraries 2019 in Dresden

dhd-blog - Do, 05/02/2019 - 10:42

The CIPA Workshop on Research and Education in Urban History in the Age of Digital Libraries takes place on October 10-11, 2019 at the Deutsches Hygiene-Museum in Dresden, Germany. It is co-located with the Time Machine Conference 2019. The workshop is an international event for the professionals of multiple disciplines and scholars working in the Digital Cultural Heritage domain. The aim of the workshop is to bring together experts, stakeholders and researchers from the cultural domain, starting a dialogue that will lay out the foundation for the creation of a multidisciplinary community of practice.

Urban history, drawing on architectural heritage and cultural history, is one of the key areas in digital humanities. Regarding to that research interest, digital libraries play an important role, especially for visual media like photographs, paintings, or drawings, but also for physical and digital 3D models. Due to the wide field of possible research, different approaches, methods and technologies have emerged – and are still emerging. We aim to discuss crucial challenges for further research and encourage debate on the state of the art and future work. We would like to invite contributions on theoretical and methodological issues, application scenarios and projects, as well as novel approaches and tools. This includes the following five areas

  • Research on Architectural and Urban Cultural Heritage
  • Technologies, Computing and Data
  • Theory and Systematization
  • Education in Urban History
  • Infrastructures and Governance

To this cause, we are seeking for original and innovative contributions in theoretical and practical applications on Digital Cultural Heritage.

Please submit an extended abstract of 1500-1700 words in PDF format by June 30th, 2019 via the electronic upload submission procedure on EasyChair. The conference adopts a double blind reviewing process. The authors must ensure that any information such as affiliations, contact details, e-mails or other type of information that can help identify the authors of the papers are removed from the submitted version.

Please use the Springer LaTeX2e, Microsoft Word 2003 or Microsoft Word 2007 templates and guidelines for formatting your extended abstract.

All submissions will be peer reviewed for their originality, validity, methodology, writing quality and overall contribution to the research fields of the conference.

Proceedings

Selected submissions will be invited for journal publication. Accepted full papers from last year’s workshop have been published as Springer CCIS 817 Digital Research and Education in Architectural Heritage.

We look forward to welcoming you to an exciting conference and workshop in Dresden!

Workshop Organizers

Florian Niebling, University of Würzburg

Heike Messemer, University of Würzburg

Sander Münster, TU Dresden

IIIF-Jahreskonferenz 2019 in Göttingen: Programm und Registrierung

dhd-blog - Mo, 04/29/2019 - 08:48

Die International Image Interoperability Framework (IIIF) Conference 2019 findet vom 24. bis 28. Juni in Göttingen statt und wird von der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen ausgerichtet.

Die Veranstaltung richtet sich an ein breites Spektrum von Aktiven und Interessierten aus Technik, Wissenschaft und Kultur, die mit digitalen Bildern und audiovisuellen Materialien arbeiten. Sie findet in englischer Sprache statt, sofern nicht anders angegeben.

IIIF für Einsteiger

Besonders hinweisen möchten wir auf den kostenlosen (englischsprachigen) Showcase am Montag und den eigens für die deutschsprachige Community aufgenommenen Workshop am Dienstag „IIIF für Einsteiger, eine deutschsprachige Einführung„, der den Einstieg in IIIF erleichtern soll. Alle, die wenig oder keine Erfahrung mit IIIF haben, finden hier einen niedrigschwelligen Zugang. Die Teilnahme am Workshop-Tag kann separat zum reduzierten Beitrag von 70 Euro gebucht werden.

Den Programmentwurf sowie Informationen zu Anreise, Hotel und Veranstaltungsort finden Sie auf unserer Konferenzseite: https://iiif.io/event/2019/goettingen/

Registrierung: https://www.eventbrite.co.uk/e/2019-iiif-annual-conference-tickets-58796011453

Für Fragen wenden Sie sich gerne an iiif2019@sub.uni-goettingen.de

Stellenausschreibung: DDK – Bildarchiv Foto Marburg, 2 wiss. Mitarbeiter/innen, 100% und 50%, E 13, befristet

dhd-blog - Fr, 04/26/2019 - 14:48

Das Deutsche Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg an der Philipps-Universität Marburg sucht für das BMBF-Projekt „Kontinuierliches Qualitätsmanagement von dynamischen Forschungsdaten der materiellen Kultur (KONDA)“ zum 1.7.2019 (vorbehaltlich der Mittelbewilligung), befristet auf 3 Jahre

eine / einen

wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in (bis E 13, 100%)

Aufgaben: Mitarbeit an der Erfassung domänenspezifischer Anforderungen sowie Instanziierung eines zu entwickelnden Qualitätsmanagementprozesses für Erschließungsdaten von materiellen Kulturgütern, Einbringung der Anforderungen in die Weiterentwicklung von LIDO und Erstellung von bzw. Mitwirkung an Handbuch-Publikationen mit LIDO-Thematik.

und eine / einen

wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in (bis E 13, 50%)


Aufgaben: Projektkoordination, Mitarbeit an der Erfassung domänenspezifischer Anforderungen für einen zu entwickelnden Qualitätsmanagementprozess für Erschließungsdaten von materiellen Kulturgütern, Durchführung von Fachveranstaltungen zur LIDO-Weiterentwicklung, Kommunikations- und Informationsarbeit, Mitwirkung an Handbuch-Publikationen mit LIDO-Thematik.


Es erwartet Sie eine vielseitige und spannende Aufgabe in einem
engagierten Team in kooperativer Arbeitsatmosphäre.


Bewerbungsschluss ist der 24.5.2019.

Die vollständigen Ausschreibungstexte finden Sie unter:
https://www.uni-marburg.de/de/fotomarburg/ueberuns/stellenangebote

Die DHd2019 als Treffen der EntdeckerInnen

dhd-blog - Di, 04/23/2019 - 18:01

Es wäre nicht ungerecht zu sagen, dass die Digital Humanities zuweilen einen ausgeprägten projektorientierten Charakter aufweisen. In ihrem Arbeitsalltag arbeiten die Digital HumanistInnen oft in eigenen Projektinseln. Sie beschäftigen sich mit fach- und projektspezifischen Fragestellungen und versuchen, Lösungs- und Forschungsansätze für die jeweiligen Projekte zu entwickeln und zu implementieren. Häufiger werden diese Projektinseln in einemgeisteswissenschaftlichen Fach verortet. Während immer mehr Digital Humanities Zentren gegründet werden, um die unterschiedlichen Lösungs- und Forschungsansätze zu bündeln, arbeiten viele Digital HumanistInnen auf ihrer Insel dennoch in der Isolation. Es gibt ein gewisses Selbstverständnis, eine unausgesprochene Übereinkunft darüber, dass die geisteswissenschaftlichen Fragestellungen fachspezifisch sind und daher jeweils eigener Methoden zur Lösung erfordern; unabhängig davon, dass oft ähnliche Technologien benutzt werden.

Abgesehen von der Diskussion, ob Digital Humanities Aktivitäten immer auf bestimmten Inseln stattfinden sollten, muss man verstehen, dass das Arbeiten in der Isolation für Digital HumanistInnen gewisse Konsequenzen hat. Zum einen erzeugen die Projektorientierung und die engen Rahmbedingungen eine Situation der definitorischen Problematik, die der Identitätsbildung des Faches entgegensteht. Zum anderen kommt es häufiger vor, dass mehrere Digital HumanistInnen auf die gleichen Probleme in unterschiedlichen Fachkontexten stoßen, ohne zu wissen, dass das Problem nicht nur sie allein betrifft, und dass die Lösungen, wenn auch nicht generalisierbar und spiegelbildlich implementierbar, möglicherweise in pragmatisch-philosophischer Form auf einer anderen Insel schon erarbeitet worden sind (Thaller 2012).

Am Anfang meiner Forschung als Digital Humanist war es zumindest so, dass ich mich häufiger isoliert gefühlt habe, und das, obwohl ich an der Universität zu Köln studiere, die für sich eine eHumanities-Tradition etabliert hat. Während man versucht, seine eigene Insel zu entschlüsseln, aber sich dabei auch bemüht, andere Inseln zu erforschen und deren Probleme, Herausforderungen und Lösungen zu verstehen, und man wiederum von anderen Digital HumanistInnen erwartet, dass sie das gleiche mit der eigenen Insel tun, ist das Gefühl auf einer Insel zu arbeiten nicht trivial.

Die Insel-Metapher mag in diesem Kontext melancholisch klingen, aber sie versetzt uns gleichzeitig in die Lage, die Digital Humanities in einem heroischen Zusammenhang zu definieren. Die Insel-Metapher muss nicht unbedingt im Sinne eines auf-einer-Insel-Stecken-Bleiben verstanden werden, sondern eher in einem explorativen Kontext, wie ihn z. B. Willard McCarty als „archipelago“ imaginiert hat. Mit diesem Twist werden Digital HumanistInnen nicht als Herren einer bestimmten Insel verstanden, sondern als maritime EntdeckerInnen, die die Segel hissen und in See stechen (McCarty 2005, 2013).

Von dieser Perspektive ausgehend war die 6. Jahrestagung des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum für mich überwältigend und inspirierend zugleich. Stellen Sie sich das einmal vor: Mit über 500 Teilnehmern und 135 Beiträgen ist das schon eine Menge erfahrener EntdeckerInnen, die gut strukturierte aber auch sehr exotische Geschichten von ihren Abenteuern erzählen. Ich als Nachwuchswissenschaftler konnte meine Nervosität darüber nicht unterdrücken, vor so vielen Forschenden vorzutragen. Ist meine Entdeckungsreise interessant genug? Macht das, worauf ich in der „Isolation“ gestoßen bin, für die anderen Forschenden Sinn? Darf ich mich überhaupt Entdecker nennen?

Interessant ist, dass der Begriff der Isolation im Rahmen der Tagung für mich abgeschwächt wurde. Nach jeder Session, an der ich teilnahm, ließ die Nervosität nach. Obwohl die Themen sehr divers waren, konnte man den gemeinsamen Nenner spüren. Ich behaupte, dass ich im Laufe dieser Sessions verstanden habe, warum „archipelago“ so eine schöne Metapher für DH-Aktivitäten ist. Unabhängig davon, welche Ufer besucht werden, ist ein gemeinsames Interesse ein neues Weltverständnis, das durch die Entdeckungsprozesse entsteht. Neue Ufer, neue Prozesse, ständig aktualisierte Weltverständnisse…

ULB Bonn sucht Wissenschaftlichen Mitarbeiter (m/w/d) im FID Romanistik

dhd-blog - Di, 04/23/2019 - 13:41

Die Universitäts- und Landesbibliothek Bonn sucht für den FID Romanistik im Bereich Forschungsdatenmanagement einen Wissenschaftlichen Mitarbeiter (m/w/d) für die Dauer des Mutterschutzes und der sich voraussichtlich bis 31.12.2021 anschließenden Elternzeit (bis 31.7.2020 in Vollzeit, danach in Teilzeit mit 50 %)

Ihre Aufgaben:

  • Mitarbeit im Fachinformationsdienst Romanistik
  • Entwicklung von Serviceangeboten im Bereich Forschungsdatenmanagement
  • Vor-und Nachbereitung von fachspezifischen Tagungen

Die vollständige Stellenausschreibung finden Sie unter: https://www.uni-bonn.de/die-universitaet/stellenangebote/abt.-3.2/wissenschaftlicher-mitarbeiter-m-w-d-ulb

Uni Bonn sucht Koordinator (m/w/d) des Bonn Center of Digital Humanities

dhd-blog - Di, 04/23/2019 - 12:18

Die Philosophische Fakultät der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt unbefristet einen

Koordinator (m/w/d) des Bonn Center of Digital Humanities.

Um die an der Universität Bonn vorhandenen Kompetenzen im Bereich Digital Humanities zu bündeln und auszubauen, gründet die Philosophische Fakultät in nächster Zeit das Bonn Center of Digital Humanities (BCDH). Hintergrund ist die erfolgreiche Einwerbung des Clusters „Beyond Slavery. Beyond Slavery and Freedom: Asymmetrische Abhängigkeiten in vormodernen Gesellschaften“ im Rahmen der Exzellenzstrategie. Das BCDH wird sowohl den Mitgliedern des Clusters als auch allen Geisteswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern der Universität Bonn ein breites, bedarfsorientiertes Portfolio an Services im Bereich der Digital Humanities anbieten. Ziel des BCDH ist es, in enger Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) und dem Hochschulrechenzentrum (HRZ) eine langfristig stabile Forschungsinfrastruktur für die Geisteswissenschaften an der Universität Bonn zu errichten und zu unterhalten.

Ihre Aufgaben:

  • Koordination und Aufbau des BCDH,
  • Planung, Einwerbung und Durchführung von Digital Humanities-Projekten,
  • universitätsinterne Gremienarbeit,
  • außeruniversitäre Kommunikation und PR/Marketing

Ihr Profil:

  • abgeschlossenes Hochschulstudium (mindestens M.A.), vorzugsweise eines geisteswissenschaftlichen Faches oder der Digital Humanities-
  • sehr gute IT-Kenntnisse und ausgeprägtes Interesse an IT-basierten Dienstleistungen im Umfeld der Digital Humanities; alternativ abgeschlossenes Hochschulstudium der Informatik (mindestens M.A. oder vergleichbar) mit nachgewiesenem Bezug zu den Geisteswissenschaften,
  • nachgewiesene Erfahrung im Bereich der digitalen Geisteswissenschaften,
  • möglichst Erfahrung in einer verantwortlichen organisatorischen Tätigkeit im wissenschaftlichen Bereich, vorzugsweise an einem universitären Digital Humanities-Zentrum im In- oder Ausland,
  • Erfahrungen in Personalorganisation, -führung und -entwicklung,
  • Basiskenntnisse der Instrumente von Haushaltsführung und Controlling,
  • sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift,
  • aufgeschlossene, kommunikationsstarke Persönlichkeit mit ausgeprägter Teamorientierung und hoher sozialer Kompetenz.

Wir bieten:

  • eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Tätigkeit bei einem der größten Arbeitgeber
    der Region, Arbeitsplatzsicherheit und Standorttreue,
  • eine sehr gute Verkehrsanbindung bzw. die Möglichkeit, ein VRS-Großkundenticket zu erwerben oder kostengünstige Parkangebote zu nutzen,
  • Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten,
  • betriebliche Altersversorgung (VBL),
  • Entgelt nach Entgeltgruppe TV-L 13.

Die Universität Bonn setzt sich für Diversität und Chancengleichheit ein. Sie ist als familiengerechte Hochschule zertifiziert. Ihr Ziel ist es, den Anteil von Frauen in Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, zu erhöhen und deren Karrieren besonders zu fördern. Sie fordert deshalb einschlägig qualifizierte Frauen nachdrücklich zur Bewerbung auf. Bewerbungen werden in Übereinstimmung mit dem Landesgleichstellungsgesetz behandelt. Die Bewerbung geeigneter Menschen mit nachgewiesener Schwerbehinderung und diesen gleichgestellter Personen ist besonders willkommen.

Wenn Sie sich für diese Position interessieren, senden Sie bitte Ihre vollständigen und aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen in digitaler Form (in einem PDF-Dokument) bis zum 15.05.2019 unter Angabe der Kennziffer 13/19/3.202 an Frau Jeannine Bischoff, Geschäftsführerin des Clusters „Beyond Slavery and Freedom: Asymmetrische Abhängigkeiten in vormodernen Gesellschaften“, apply@dependency.uni-bonn.de (Betreff: Bewerbung BCDH).

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Bischoff (E-Mail: dependency@uni-bonn.de; Tel.: 0049 / 228/7362444).

Die vollständige Stellenausschreibung finden Sie auch unter: https://www.uni-bonn.de/die-universitaet/stellenangebote/abt.-3.2/koordinator-m-w-d-des-bonn-center-of-digital-humanities

DHd 2019: ein Bericht (von Carsten Klaus)

dhd-blog - Do, 04/18/2019 - 19:21

Die 6. Jahrestagung des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e. V. (DHd) begann für mich schon in Mainz. Im Philosophicum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz nahm ich am Workshop „Automatic Text and Feature Recognition: Mit READ Werkzeugen Texte erkennen“ teil. Hier wurde vor allem im Rahmen von READ (Recognition and Enrichment of Archival Documents) das Tool Transkribus vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein Programm zur Erkennung von Texten in Bilddateien.  Jedem der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops war ein Dokumentausschnitt in Form von solchen Dateien zugeordnet worden. Transkribus unterstützte nun die Erkennung der einzelnen Zeilen, des Layouts und anschließend der einzelnen handschriftlichen Wörter (s. Abbildung: Transkribus).

Transkribus

Dieser Prozess basiert auf Methoden des maschinellen Lernens, genauer Convolutional Neural Networks und Recurrent Neural Networks. Besonders spannend fand ich das Training eigener Modelle. Hierbei wurden Bilddateien mit den zugehörigen Textdateien, der sogenannten Ground Truth, verknüpft. Diese Daten dienten als Lehrmaterial für das Netzwerk. Theoretisch könnte man hiermit ein Modell entwerfen, welches explizit die eigene Handschrift erkennt, sodass man eigens aufgeschriebene Texte transkribieren kann, und das spielend einfach.

Nach dem Workshop hieß es „Leinen Los!“. Die Teilnehmer versammelten sich am Anleger Fort Malakof, zu einer gemeinsamen Schiffstour nach Frankfurt. In einem gemütlichen Tempo ging es vom Rhein in den Main. Hierbei wurde bei etwas teuren aber schmackhaften Getränken die Rhein-Main Region genossen. Vor allem die im Sonnenuntergang schimmernde Skyline Frankfurts war ein Hingucker. Am Eisernen Steg machte das Schiff schließlich halt.

Leinen los!

Erwähnenswert ist die hervorragende Organisation des Ablaufs. Es standen am Steg direkt Busse bereit, die uns zur Goethe-Universität Frankfurt brachten. Hier wurde im Zuge einer Einführungsveranstaltung die eigentliche Tagung im Hörsaalzentrum eröffnet. Im Anschluss gab es Häppchen und Getränke für die „ausgehungerten“ Teilnehmer.

Donnerstag war für mich der wichtigste Tag, denn ich war aktiver Teilnehmer an der nachmittäglichen Postersession. Mein persönliches Highlight dabei war der vorangehende Posterslam. Dabei bekam jede und jeder Vortragende eine Minute Zeit das eigene Thema in wenigen Worten zu präsentieren. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt, sodass auch ausgefallene Präsentationen dargeboten wurden. Wie gut die Vorträge bei den Anwesenden ankamen, wurde durch ein Applausometer erfasst. Die Gewinnerinnen und Gewinner wurden durch Sachpreise belohnt. Der Slam ging direkt in die eigentliche Postersession über, die im Foyer des Hörsaalzentrums stattfand. Als angenehm empfand ich dabei die lockere Atmosphäre, in der über die wissenschaftlichen Themen gesprochen wurde.

Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich für das Reisestipendium bedanken. Es ist großartig, dass Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler darin unterstützt werden, Ihre Arbeit vorzustellen. Mit der diesjährigen Tagung des DHd habe ich persönlich das erste Mal eine wissenschaftliche Tagung besucht. Deshalb wusste ich nicht, was mich erwartet. Die netten Bekanntschaften auf der Tagung und die wissenschaftlichen Diskussionen auf Augenhöhe haben die Tagung zu einer tollen Erfahrung gemacht, die ich gerne nächstes Jahr wiederholen möchte.

Erfolgreicher Start von neuem Verbundprojekt CLARIAH-DE

dhd-blog - Do, 04/18/2019 - 16:48
Das Team von CLARIAH-DE beim Kickoff am 8. April in Mannheim (Foto: Dr. A. Trabold für das IDS Mannheim; Lizenz CC BY-SA 4.0)

Zum 1. März 2019 haben die beiden für die Digital Humanities sehr bedeutenden Forschungsinfrastrukturverbünde CLARIN-D und DARIAH-DE die Zusammenarbeit am gemeinsamen Projekt CLARIN-DE aufgenommen. Im Rahmen des Projekts sollen über zwei Jahre hinweg bis 2021 die beiden etablierten Forschungsinfrastrukturen zusammengeführt werden. Auf diese Weise soll Forscherinnen und Forscher aus den Geistes- und Kulturwissenschaften die wissenschaftliche Arbeit mit komplexen digitalen Werkzeugen und speziellen Datenbeständen wesentlich erleichtert werden. Das Projekt wird vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und möchte einen Beitrag zur Weiterentwicklung der nationalen Forschungsinfrastrukturen leisten.

Am Kickoff am 8. und 9. April 2019 in den Räumen des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache (IDS), Mannheim, nahmen insgesamt über 30 Vertreterinnen und Vertreter der zwölf am Verbundprojekt beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen teil. Am ersten Tag haben die Forscherinnen und Forscher zunächst gemeinsam die ersten Ergebnisse und den aktuellen Stand der Arbeiten im Projekt besprochen, um anschließend intensiv die Perspektiven von CLARIAH-DE im Rahmen der Initiative zur Nationalen Forschungsdateninfrastruktur und die Einbettung im europäischen Kontext zur Entwicklung von Forschungsinfrastrukturen für die Geisteswissenschaften zu diskutieren. Am folgenden Tag tagten dann die verschiedenen Teilbereiche des Projekts in ihren Arbeitsgruppen. Diese Teilbereiche widmen sich der Harmonisierung von Forschungsdaten und der eingesetzten Standards, der Verschmelzung von Diensten, der Entwicklung von Angeboten zur gemeinsamen Nachwuchsförderung und der Integration der verschiedenen Angebote zum Outreach von CLARIN-D und DARIAH-DE.

CLARIN-D und DARIAH-DE verbindet ein gemeinsames Interesse an der digitalen Erforschung textlicher und sprachlicher Quellen aus Sicht der Geistes- und Kulturwissenschaften. Dabei haben sich die beiden Verbünde über jeweils gut ein Jahrzehnt auf bestimmte Forschungsbereiche spezialisiert. Das Ziel von CLARIN-D ist der Aufbau eines mit ausgewählten Fachdisziplinen eng verbundenen Zentrenverbunds als Rückgrat einer Forschungsinfrastruktur insbesondere für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Disziplinen decken ein breites Spektrum der Geisteswissenschaften ab, für die Sprachressourcen eine zentrale Rolle in der Forschung spielen. DARIAH-DE unterstützt die mit digitalen Methoden und Verfahren arbeitende Forschung in den Geistes- und Kulturwissenschaften mit einer breit angelegten Forschungsinfrastruktur aus den vier Säulen Lehre, Forschung, Forschungsdaten und Technische Komponenten. Der von 2011-2019 vom BMBF geförderte Verbund wird seit März 2019 allein durch die Eigenmittel von 16 Partnern in einer Betriebskooperation getragen. Die Zusammenführung der Infrastrukturen beider Verbünde zu CLARIAH-DE ist eine wichtige Wegmarke hin zu einem gemeinsamen Raum zur kooperativen digital gestützten Forschung in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften in Deutschland und Europa.

CLARIAH-DE wird von der Eberhard Karls Universität Tübingen und der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen gemeinsam koordiniert und inhaltlich begleitet. Involviert sind darüber hinaus als Partner die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen, die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, das Institut für Deutsche Sprache Mannheim, das Hamburger Zentrum für Sprachkorpora, die Otto-Friedrich-Universität Bamberg, die Technische Universität Darmstadt, die Universität Leipzig und die Julius-Maximilians-Universität Würzburg sowie alle in den Verbünden von CLARIN-D und DARIAH-DE beteiligten Institutionen.

Kontakt
clariah-de-office@forschungsinfrastrukturen.de

Dr. Anne Klammt
DARIAH-DE Coordination Office
Georg-August-Universität Göttingen
Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek
Papendiek 14
D-37070 Göttingen
+49 551 39-9061

Roberta Toscano
CLARIN-D Coordination Office
Eberhard Karls Universität Tübingen
Seminar für Sprachwissenschaft
Wilhelmstraße
1972074 Tübingen
+49 7071 29-74967

Nominierungen für den „Rahtz Prize for TEI Ingenuity“ noch bis 30. April möglich

dhd-blog - Do, 04/18/2019 - 10:58

Der Rahtz Prize for TEI Ingenuity wird von einer Jury der Text Encoding Initiative (TEI) an eine Person oder ein Team vergeben, die insbesondere durch nicht-kommerzielle bzw. offen verfügbare Projekte oder Initiativen einen wesentlichen Beitrag zur Mission des TEI-Konsortiums geleistet hat. Viele Mitglieder der TEI-Gemeinschaft befassen sich mit der Erforschung neuer Wege zur Umsetzung und Erweiterung der TEI-Richtlinien. Es ist zu hoffen, dass dieser Preis nicht nur hervorragende, bereits geleistete Arbeit würdigt, sondern auch neue Projekte und neue Ansätze fördert.

Das TEI-Konsortium hat den Rahtz Prize for TEI Ingenuity in Erinnerung an Sebastian Rahtz (13. Februar 1955 – 15. März 2016) ins Leben gerufen. Die Auszeichnung soll Sebastians wichtige technische und philosophische Beiträge zum TEI würdigen und die TEI-Innovation durch die TEI-Gemeinschaft fördern.

Noch bis zum 30. April 2019 können Nominierungen von jedermann eingereicht werden. Auch Selbstnominierungen sind möglich.

Mehr Informationen zum Preis und zur Nominierung auf der Website des TEI-Konsortiums

Bisherige Preisträger*innen

2018: Stefan Dumont, Sascha Grabsch, Marcel Illetschko, Jonas Müller-Laackman, Sabine Seifert, und Peter Stadler für correspDesc, CMIF & correspSearch
Lobende Erwähnung von Wolfgang Meier und Magdalena Turska für den TEI Publisher

2017: Raffaele Viglianti für coreBuilder

Lobende Erwähnung von Roberto Rosselli Del Turco, Chiara Di Pietro, Chiara Martignano, Giulia Cacioli, Raffaele Masotti für Edition Visualization Technology (EVT)

RIDE-Preis für die beste Rezension in Band 9

dhd-blog - Di, 04/16/2019 - 17:44

Das Institut für Dokumentologie und Editorik (IDE) freut sich, die Gewinnerin des vierten RIDE-Preises für die beste Rezension in „RIDE 9 – Digital Text Collections“ bekannt zu geben (http://ride.i-d-e.de/issue-9/). Der Preis in Höhe von 250 Euro wird mit großzügiger Unterstützung der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Graz vergeben (mehr Informationen: http://ride.i-d-e.de/reviewers/ride-award-for-best-review/).

Die Jury der Preisvergabe, bestehend aus Claudia Resch (Österreichische Akademie der Wissenschaften), Stefan Dumont (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften), Roman Bleier (Universität Graz) und Martina Scholger (Universität Graz) – verleiht den Preis diesmal an Lucia Vannini (University of London) für ihr „Review of Papyri.info“ (https://ride.i-d-e.de/issues/issue-9/papyri-info/).

Begründung:

In her outstanding review of the complex and historically grown platform Papyri.info, Lucia Vannini registers its strengths and weaknesses comprehensively and critically, showing her familiarity with the resource and the materials it comprises. The resource is contextualized in that scenarios for reuse and other projects making use of the materials are described. The jury especially highlighted that in the review article, not only the usage experiences of the reviewer herself are described but also the results of interviews conducted with other users. User expectations and potential misunderstandings are set out in a constructive way and sound suggestions for improvement are made by the reviewer.

Wir wünschen der Gewinnerin viel Vergnügen mit dem Preis und freuen uns auf weitere spannende Rezensionen digitaler Ressourcen in den nächsten RIDE-Ausgaben.

Besonderer Dank geht an das externe Jurymitglied Claudia Resch für die gute Zusammenarbeit bei der Auswahl der Preisträgerin.

CfP: Wozu Digitale Geisteswissenschaften? Innovationen, Revisionen, Binnenkonflikte

dhd-blog - Di, 04/16/2019 - 10:05

1. Allgemeine Informationen

Im Rahmen der DFG-geförderten Symposienreihe Digitalität in den Geisteswissenschaften findet vom 20. bis 22. November 2019 unter der Leitung von Martin Huber, Sybille Krämer und Claus Pias ein Symposium zum Thema »Wozu digitale Geisteswissenschaften: Methoden, Revisionen, Binnenkonflikte« an der Leuphana Universität Lüneburg statt. Vorangegangen sind bereits vier Veranstaltungen, die sich 1. dem status quo der Digitalität in einzelnen Fächern; 2. neuen Forschungsgegenständen und Methoden digitaler Geisteswissenschaften; 3. ihren Infrastrukturen; sowie 4. der Erörterung und Revision von Grundbegriffen widmeten.

2. Zum Thema

Die fünfte Veranstaltung der Symposienreihe widmet sich nun der Frage nach dem Verhältnis zwischen Geisteswissenschaften und Digital Humanities und fragt insbesondere nach dem bislang unklaren Status der emergierenden Digital Humanities zwischen Autonomie und Integration. Bilden die auf der Verbindung von Informatik und Geisteswissenschaften beruhenden Digital Humanities eine eigene Form von Fachlichkeit aus und konsolidieren sich damit ›neben‹ den geisteswissenschaftlichen Fächern? Oder werden sie deren integraler Bestandteil, indem sie die geisteswissenschaftliche Forschungsagenda um solche Fragen ergänzen, die nur mit digitalen Methoden zu bearbeiten sind? Was versprechen die Digital Humanities, was verspricht die Digitalisierung für die Geisteswissenschaften und wie verhalten sich diese beiden Versprechen zueinander?

Das Symposium will Geisteswissenschaften und Digital Humanities in einen produktiven Dialog bringen.

Dabei soll es erstens darum gehen, durch welche Innovationsaussichten und genuin neuen Erkenntnisse sich digitale Forschungsmethoden legitimieren. Welche Fortschrittsrhetoriken (etwa der Verwissenschaftlichung) werden in Anschlag gebracht? An welche unterschiedlichen Öffentlichkeiten wenden sich diese Innovationen?

Zweitens soll es um das Verhältnis von Revisionsbedarf und Revisionsanspruch gehen, das sich aus der wechselseitigen Beobachtung von Digital Humanities und Geisteswissenschaften ergibt. Was bedeutet der Anspruch kraft computationaler Analysemethoden geisteswissenschaftlich empirisch arbeiten zu können? Inwieweit ist das Verhältnis von Quantität und Qualität neu zu denken? Warum soll das Konzept der Reproduzierbarkeit von Forschungsergebnissen auch in den Geisteswissenschaften an Bedeutung gewinnen? Gewinnen tradierte Grundbegriffe wie »Text«, »Bedeutung«, »Lesen« eine neue Kontur? Können blinde Flecken hermeneutisch verfahrender Geisteswissenschaften aufgedeckt werden? Was geht hinsichtlich der geisteswissenschaftlichen Befähigung zu Interpretation und Kritik verloren welche Befähigungen werden aufgrund der Fokussierung auf informatikgestützte Methoden beansprucht? Wer spricht überhaupt in welcher Hinsicht und zu welchem Zweck von »Revision«?

Drittens und zuletzt sollen jene Binnenkonflikte thematisiert werden, die dadurch entstehen, dass Digital Humanities sich als Forschungsparadigma eigenen Rechts konstituieren. Warum werden Forschungsergebnisse wechselseitig nicht zur Kenntnis genommen? Warum werden bestimmte Fragen (und Antworten) als sinnlos oder sinnhaft ausgeschlossen oder integriert? Welche Rolle spielt dabei das Förderhandeln und die Art und Weise der Institutionalisierung?

3. Einreichungen

Bitte bewerben Sie sich mit einer Skizze Ihres Themenvorschlags in der Länge von max. 400 Wörtern sowie einem kurzen wissenschaftlichen Lebenslauf bis zum 31.05.2019 per Mail an digitalitaet.dfg@uni-bayreuth.de. Der Themenvorschlag sollte sich mit mindestens einem der drei thematischen Bereiche des Symposiums (Innovationen, Revisionen, Binnenkonflikte) beschäftigen.

4. Kontakt

Für weitere Informationen steht Julia Menzel gerne zur Verfügung:

Digitalität in den Geisteswissenschaften
Geschäftsstelle
Universität Bayreuth
Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Julia Menzel
GW I, Zi. 0.14
95447 Bayreuth

Tel.: 0921/55-3629
digitalitaet.dfg@uni-bayreuth.de

DH-Kolloquium an der BBAW, 3.5.2019: Enes Türkoğlu: „Vom Digitalisat zum Kontextualisat – einige Gedanken zu digitalen Objekten“

dhd-blog - Mo, 04/15/2019 - 13:52

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW möchten wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Freitag, den 3. Mai 2019, 17 Uhr s.t. bis 19 Uhr (BBAW, Konferenzraum 1), einladen:

Enes Türkoğlu: „Vom Digitalisat zum Kontextualisat – einige Gedanken zu digitalen Objekten“

Der Vortrag handelt von der Erarbeitung einer Form von Digitalisierung und Bereitstellung, die entsprechend den Anforderungen der Geisteswissenschaften die kulturelle Praxis zugänglich macht, welche in Objekten ruht und ihren Quellenwert mitbestimmt.

Um die Relevanz solcher Anwendungen für die Forschung zu demonstrieren, werden türkische Schattentheaterfiguren in interaktiver Form virtualisiert. Von hier aus führen Überlegungen weiter zu prävalierenden Problemen der gängigen Digitalisierungsstrategien, die im Ergebnis häufig zu unengagierten Datenbanken führen, die blind gegenüber der Zentralität von Interpretation und kulturellem Kontext bleiben. Eine Diskussion zur Verfasstheit von materiellen und digitalen Objekten, deren Potential und ihrer Beziehung zueinander schließt sich an und stellt sich als wahrer Fundus für spannende theoretische Fragenstellungen heraus, aus deren Weiterverfolgung sich Impulse für eine inspirierte Interdisziplinarität ergeben können.

Im DH-Kolloquium an der BBAW werden aktuelle Themen der Digital Humanities praxisnah und anwendungsorientiert zur Diskussion gebracht, um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beim Einsatz digitaler Methoden in der geisteswissenschaftlichen Forschung zu unterstützen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der BBAW.

Die Veranstaltung findet im Konferenzraum 1 (1. Stock) der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin statt. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, möchten wir Sie um Anmeldung per E-Mail unter DH-Kolloquium@bbaw.de bitten.

Die nächsten Termine des DH-Kolloquiums sind der 7. Juni und der 5. Juli 2019, wie immer um 17 Uhr s.t. Die Themen werden ca. zwei Wochen vor dem jeweiligen Termin bekannt gegeben.

So war’s auf der #DHd2019 in Mainz und Frankfurt: Berichte der Reisestipendiat*innen

dhd-blog - Mo, 04/15/2019 - 10:00

Auch dieses Jahr sind neun Nachwuchswissenschaftler*innen wieder in den Genuss eines Reisestipendiums gekommen, die der DHd-Verband gemeinsam mit CLARIN-D und DARIAH-DE ausloben und die Forschenden mit herausragenden Beiträgen die Teilnahme an den jährlichen Digital Humanities-Tagungen im deutschsprachigen Raum ermöglichen. Eine Übersicht mit den Namen der diesjährigen Stipendiatinnen und Stipendiaten ist hier publiziert: https://dhd-blog.org/?p=11339

Zu den Bedingungen bei Annahme eines Reisestipendiums gehört es, hinterher einen kurzen Blogbeitrag über die Erfahrungen während der Tagung zu schreiben. Diese Beiträge veröffentlichen wir hier im DHd-Blog sowie auf dem Blog von CLARIN-D. Um alles wieder an einem Ort zusammenzuführen, publizieren wir dies als Beitragsübersicht, die laufend ergänzt wird (in der Reihenfolge des Veröffentlichungsdatums):

Melanie Seltmann, Über den Sinn und Unsinn von Konferenzen. Ein DHd2019-Bericht, in: DHd-Blog, 9.4.2019, https://dhd-blog.org/?p=11513.

Svenja Guhr, Zum ersten Mal auf einer Tagung – Meine Eindrücke der DHd 2019, in: DHd-Blog, 12.4.2019, https://dhd-blog.org/?p=11544.

… stay tuned…

DHd 2019: Multimedial – Multimodal – Multilokal

dhd-blog - Fr, 04/12/2019 - 17:05
Spannende Workshops und Vorträge abgerundet durch eine entschleunigende Schifffahrt

Vom 24. bis zum 29.03.2019 durfte ich als Reisestipendiatin an der 6. Jahrestagung der DHd in Mainz und Frankfurt teilnehmen.
Am größten war die Vorfreude auf die in Mainz stattfindenden Workshops. Abwechslungsreich hatte ich meine Auswahl getroffen und wurde nicht enttäuscht: Im ersten Workshop, angeleitet von Wissenschaftlern der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, wurden praktische Visualisierungstools wie Neo4J, XTriples und Intergraph vorgestellt, die zur Illustration von Datenbanken verwendet werden und neue Blinkwinkel auf Forschungsdaten ermöglichen. Im zweiten Workshop wurde in die Annotations- und Analyseplattform CATMA von der Universität Hamburg eingeführt. CATMA ermöglicht es nicht nur, parallele Annotationen von Forschungsgruppen zu visualisieren und diese somit leichter vergleichbar zu machen, sondern auch eigene Annotations-Tag Sets zu erstellen und diese im Team auszutauschen, was für meine weitere Forschung sehr nützlich sein wird. Außerdem profitierte ich von dem fächerübergreifenden Austausch und den Ideen der anderen Workshop-Teilnehmenden.

Im Anschluss an die Workshoptage fand eines der Highlights der Woche statt: die gemeinsame Schifffahrt von Mainz nach Frankfurt. Auf den Wogen des Mains verlief die vierstündige Fahrt offline und informell, was nach den zwei informationsgeladenen Workshoptagen eine entschleunigende Wirkung auf die Tagungsteilnehmenden hatte. Als dann auch noch die Sonne durch die hessische Wolkendecke brach und das Wasser des Mains in ein gold-schimmerndes Licht tauchte, standen viele staunend am Heck des Schiffes, während andere am Bug die Einfahrt in den zweiten Tagungsort Frankfurt genossen.

Nach zahlreichen vielfältigen Vorträgen in Frankfurt bildete die Keynote von Jana Diesner (Computational Social Science) aus Illinois über das Messbarmachen des Einflusses von Wissenschaft auf die Gesellschaft einen gelungenen Abschluss der Jahrestagung. In ihrem Beitrag schilderte sie neue Ansätze zur Sentimentanalyse und zum Messen von Emotionalität mit Bezug zu realen Alltagssituationen. Sie stellte Methoden vor, durch die anhand von Textdaten sozialwissenschaftliche Theorien überprüft werden könnten. Diese könnten als Ansatz dienen, um umfangreiche Probandenbefragungen zu ersetzen, für deren Durchführung häufig nicht genug Ressourcen zur Verfügung stehen würden.
Durch ihren lockeren Umgang mit niederschlagenden Forschungsergebnissen wurde deutlich, dass sich niemand entmutigen lassen sollte, zur Ergebnisverbesserung weiter an einem Projekt zu arbeiten. Des Weiteren zeigte ihr Vortrag, dass auch im professionellen Kontext mit viel Arbeitserfahrung nicht immer alle erhaltenen Ergebnisse den Erwartungen entsprechen würden. Zudem wurde auf den vielseitigen Nutzen einer gut vernetzten Forschungscommunity hingewiesen, die Möglichkeiten gibt, sich auszutauschen und sich durch Fragen und Diskussionen gegenseitig Anregungen zu geben.

Gerade den letzten Punkt durfte auch ich bei der diesjährigen DHd19 persönlich miterleben.
Das Vorstellen unseres Poster-Beitrages forderte mich heraus, mich intensiv mit dem Projektthema auseinanderzusetzen und Fragen zu beantworten, die ich mir aufgrund meiner Fokussierung auf unseren Forschungsansatz zuvor nie gestellt hatte. Diese interfachlichen Auseinandersetzungen öffneten mir neue Blickwinkel und führten zu kreativen Ideen zur Weiterführung unseres Projektes.

Alles in allem war die DHd19 für mich eine großartige Erfahrung, aus der ich nicht nur Knowledge zu meinen eigenen Schwerpunkten, sondern auch über meinen Forschungsbereich hinaus neues Wissen generieren konnte. Auch freue ich mich über die vielen neuen Kontakte aus der Forschungscommunity, die ich auf der Jahrestagung knüpfen konnte und mit denen ich für den weiteren Informations- und Ideenaustausch in Verbindung bleiben werde.

Mein Dank gilt dem DHd-/CLARIN-D-/DARIAH-DE-Reisestipendienteam, das mir die Teilnahme an der Tagung ermöglicht hat.

Call for Papers: Digital Methods and Research Data Management in the Humanities and Social Sciences, Workshop, 7-8 October 2019, Moscow

dhd-blog - Fr, 04/12/2019 - 14:54

Call for Papers: Digital Methods and Research Data Management in the
Humanities and Social Sciences

Workshop, 7-8 October 2019, at the German Historical Institute in Moscow (DHI Moskau) organized by the Discuss Data project, the DHI Moskau and the Centre for Digital Humanities at the National Research University Higher School of Economics.

Deadline for Applications: 21 April 2019.

Digital methods and data are increasingly shaping research in the social sciences and the humanities. Research activity is evolving and increasingly incorporates digital tools and methods. As a result, the demands on the management of the digital data material and software tools used and created in the research process are also increasing. Researchers have to meet requirements for long-term archiving, transparency, open access, and re-use of data as well as for the protection of the privacy of respondents, intellectual property of data creators, and copyright restrictions. The diversity of methods and research questions in the humanities and social sciences renders “one-fits-all“ approaches impossible, but rather requires tailor-made solutions for research data management.

To discuss these and related issues, we invite interested scholars to a workshop which will take place from 7 to 8 October 2019 in Moscow. Travel expenses and accommodation costs of invited participants will be covered by the organisers.

The major aim of the workshop is to facilitate an exchange about problems and solutions in research data management and regarding the application of digital methods in the humanities and social sciences with an emphasis on research about the post-Soviet region. The workshop is being organised by the Discuss Data project (https://www.discuss-data.net/) (a collaboration between the Research Centre for East European Studies at the University of Bremen and the State and University Library, Göttingen, funded by the German Research Foundation DFG) in cooperation with the German Historical Institute, Moscow (www.dhi-moskau.org), and the Centre for Digital Humanities at the National Research University Higher School of Economics, Moscow (https://hum.hse.ru/en/digital/).

In particular, we are looking for presentations on the following topics:

  1. Research projects on the post-Soviet region from humanities or social sciences disciplines using innovative digital approaches
  2. Best practices, solutions and open questions concerning the creation, openness, and reusability of humanities and social sciences research data and respective software tools
  3. Implications of using digital tools and data driven methods for research in the humanities and social sciences with an emphasis on the post-Soviet region

Please submit an abstract of your proposed workshop presentation (max. 300 words) and a brief CV by 21 April 2019 to: felix.herrmann@uni-bremen.de

Participants are not expected to prepare full papers in addition to their workshop presentations.

Stellenausschreibung: Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (13 TV-L, 100%) im Bereich Digital Humanities an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

dhd-blog - Fr, 04/12/2019 - 12:15

Am Interdisziplinären Zentrum für Digitale Geistes- und Sozialwissenschaften ist zur Unterstützung der Lehre und Forschung zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (13 TV-L, 100%)

zu besetzen. Die Stelle ist bis zum 30. September 2020 befristet.

Wir suchen eine selbstständige Forscherpersönlichkeit, die in einer interdisziplinären und international vernetzten Digital Humanities Gruppe ihre fortgeschrittenen technischen Fähigkeiten in Forschung und Lehre einbringt.

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg bietet Digitale Geistes- und Sozialwissenschaften als Bachelorstudiengang und ab dem Wintersemester 2019/20 Digital Humanities als Masterstudiengang an.

Aufgaben

  • 5 SWS Lehre
  • Entwicklung neuer Lehrkonzepte im Bereich der Digital Humanities
  • Forschung in den Digital Humanities

Erforderlich sind Programmierkenntnisse (bevorzugt Python und/oder Java), Erfahrungen im Umgang mit DH-Tools und Mark-up-languages sowie erste Lehrerfahrungen (bevorzugt in Digital Humanities). Einstellungsvoraussetzungen sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium in den Geistes- oder Sozialwissenschaften oder der Informatik; die sichere Beherrschung von Deutsch und Englisch in Wort und Schrift.

Erwünscht sind Kenntnisse in der Bild- und Datenverarbeitung, Graphendatenbank oder UI und UX Design sowie Interesse an Bildkünsten und kulturellem Erbe. Wir erwarten von Bewerber/innen ein eigenes Promotions- bzw. Post-Doc-Projekt, das systematisch Verfahren und Methoden der Digitalen Geistes- und/oder Sozialwissenschaften anwendet.

Die FAU verfolgt eine Politik der Chancengleichheit unter Ausschluss jeder Form von Diskriminierung. Bewerbungen von Wissenschaftlerinnen werden ausdrücklich begrüßt. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt eingestellt. Die FAU trägt das Zertifikat audit familiengerechte Hochschule.

Die Bewerbung ist schriftlich oder als Online-Bewerbung (max. 15 MB) bis zum 30. April 2018 an die unten genannte Adresse zu senden. Fügen Sie bitte den Unterlagen neben Anschreiben, tabellarischem Lebenslauf, Zeugnissen auch eine kurze Skizze des Forschungsvorhabens bei.

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Interdisziplinäres Zentrum für Digitale Geistes- und Sozialwissenschaften

Jacqueline Klusik-Eckert

c/o Institut für Kunstgeschichte

Schlossgarten 1 – Orangerie

91054 Erlangen

Online-Bewerbung: izdigital-kontakt@fau.de

Für weitere Auskünfte stehen wir ihnen gerne zur Verfügung.

Stellenausschreibung: Universitätsassistent/in Digitale Linguistik, Universität Wien

dhd-blog - Di, 04/09/2019 - 19:42

Am Institut für Germanistik der Universität Wien wird im Arbeitsteam von Prof. Lenz u.a. im Rahmen des SFB-Projekts „Deutsch in Österreich“ eine prae-doc Forschungskraft gesucht.

Dauer der Befristung: 4 Jahre

Beschäftigungsausmaß: 30 Stunden/Woche

Einstufung gemäß Kollektivvertrag: §48 VwGr. B1 Grundstufe (praedoc)
Darüber hinaus können anrechenbare Berufserfahrungen die Einstufung und damit das Entgelt bestimmen.

Ihre Aufgaben:

Mitarbeit in Forschung: Mitwirkung bei der Durchführung von Forschungsprojekten (v. a. auch im SFB „Deutsch in Österreich: Variation – Kontakt – Perzeption“ (FWF)), insbesondere im Bereich der „digitalen Linguistik“ (digitale Sprachverarbeitung, Korpuserstellung und -pflege, Metadatenanreicherung, Digitalisierung) – Mitwirkung bei wissenschaftlichen Publikationen – Mitwirkung bei der Organisation von Tagungen, Konferenzen, Symposien – Mitarbeit in der Instituts-, Lehr- und Forschungsadministration – Selbständige Abhaltung von Lehrveranstaltungen im Ausmaß der kollektivvertraglichen Bestimmungen. – Abschluss einer Dissertationsvereinbarung binnen 12-18 Monaten wird erwartet

Ihr Profil:

Abgeschlossenes sprachwissenschaftliches Diplom-, Lehramt-, Master- oder Magisterstudium der Deutschen oder einer anderen Philologie

  • Gewünschte Forschungsschwerpunkte (belegbar durch Projekterfahrungen, Studienabschlussarbeiten, bisherige Publikationen, Dissertationsprojekt o. a.): „Digitale Linguistik“ (z. B. Korpuslinguistik, Computerlinguistik, digitale Sprachverarbeitung, Sprachtechnologien), vorzugsweise in Verbindung mit Variationslinguistik, Dialektologie, Soziolinguistik (des Deutschen)
  • Gute EDV-Kenntnisse (insbes. Erfahrungen im Bereich Software für Linguist*innen, Korpuslinguistik, Sprachdatenbanken und/oder digitale Sprachverarbeitung)
  • Hohes Interesse am Einsatz digitaler Technologien
  • Hohe schriftliche und mündliche Ausdrucksfähigkeit (im Deutschen)
  • Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
  • Teamfähigkeit

Wünschenswert sind Lehrerfahrung / Erfahrung mit E-Learning; Kenntnis universitärer Abläufe und Strukturen; Auslandserfahrungen; Erste Erfahrungen im wissenschaftlichen Arbeiten

Einzureichende Unterlagen:

Motivationsschreiben
Wissenschaftlicher Lebenslauf 
Beschreibung der Erfahrungen im IT-Bereich 
Abschlusszeugnisse 
Studienabschlussarbeit (pdf) 
Publikationsliste (falls vorhanden) 
Nachweis Lehrerfahrung (falls vorhanden) 
Kurzkonzept für ein Dissertationsprojekt

Weitere Information im Jobcenter der Universität Wien: Ausschreibung im Jobcenter der Universität Wien. Bewerbungen werden über das Jobcenter der Universität Wien bis zum 15.4.2019 (Fristverlängerung) erbeten.

Über den Sinn und Unsinn von Konferenzen – Ein DHd2019-Bericht

dhd-blog - Di, 04/09/2019 - 19:12

Seit ich mit meiner Dissertation begonnen habe, konnte ich schon häufiger mein Thema bzw. einen Aspekt daraus bei einer Tagung vorstellen. Eigentlich lief das ganze immer gleich ab: Ich erzählte Aspekte meines Dissertationsthemas und es gab hinterher entweder überhaupt keine Wortmeldungen dazu oder solche, die mich nicht wirklich im Nachdenken über mein Thema weiterbrachten. Ich hatte es schon fast aufgegeben, auf hilfreiches Feedback nach einer Präsentation zu hoffen.

Vom Sinn und Zweck von Konferenzen

Da stellt sich (nicht nur) mir die Frage, wozu sind Tagungen, Konferenzen und Workshops eigentlich da? Auch während der diesjährigen DHd-Konferenz wurde viel auf Twitter darüber diskutiert, welche Art von Vorträgen denn gewünscht seien. Viel zu wenig kritische Fragestellungen oder überhaupt Forschungsfragen würden präsentiert, eigentlich gehe es nur um Projekt- und Toolvorstellungen.

Und auch wenn ich zurückblicke auf die Vorträge, die ich besucht habe, und deren Output für mich, stelle ich fest, dass es vor allem diejenigen sind, die über eine Projektpräsentation hinaus gehen, die mich nachhaltig beschäftigen. Vielleicht liegt dies aber auch ein wenig daran, dass ich keinen Vortrag im Programm gefunden habe, der sich mit den Fragestellungen beschäftigt, die mich tagtäglich begleiten. Denn es ist eben keine Linguistik-Tagung, sondern eine DH-Tagung. Und man merkt nach meinem Empfinden recht deutlich, dass ein Schwerpunkt der DH auf digitalen Editionen liegt; was keinesfalls uninteressant ist, aber man muss sich irgendwann entscheiden, wofür noch Platz im eigenen Hirn ist und welchen Platz man für seine eigene Forschung und Arbeit reservieren muss.

Bis zur Konferenz und noch viel weiter

Doch außer in den Sektionen auf der DHd wird auch auf Twitter über die Themen diskutiert, wie auf keiner anderen Konferenz in meinem Bereich. Ich finde es jedes Jahr aufs Neue erstaunlich, welche Diskussionen hier geführt werden und mit wem man nicht alles ins Gespräch kommt (was durchaus auch Auswirkungen ins reale Leben hat). Besonders beschäftigen werden mich wohl auch nach der Konferenz noch (oder gerade da) die Fragen:

  1. Welchen Stellenwert Blogposts (und -kommentare) in unseren Literaturlisten im CV haben (sollten)? Der Aspekt kam im Vortrag von Mareike König über die hypotheses-Umfrage auf. Siehe hierzu: https://twitter.com/msiemund/status/1111545454548914176
  2. Welche Rolle ein DH-Mitarbeiter/Koordinator (u.a. im Projekt, im Verhältnis mit anderen Disziplinen) hat? Und viele weitere Fragen, die sich im Panel #DHFromScratch entwickelt haben. Siehe dazu: https://twitter.com/search?q=%23DHfromScratch

Eine Woche nach der Konferenz hat mich allerdings der Arbeitsalltag voll geschluckt und ich konnte noch nicht genauer darüber nachdenken. Also zumindest nicht allein. Für zweite Frage hat sich ein ziemlich umfangreicher Twitter-Thread entwickelt, an dem ich teilweise ein bisschen mitwirken konnte. Vielleicht ergibt sich daraus sogar ein eigener Workshop oder ein AG-Kickoff o.ä., da wäre dann auch noch mal Zeit zum Nachdenken gegeben. Ich denke mir gerade während ich diesen Blogpost schreibe, dass man eigentlich nach guten Konferenzen noch ein paar Tage „frei“ haben müsste, in denen man die ganzen Eindrücke und Ideen nach-denken und verarbeiten kann.

Nachwirkungen der DHd

Zeit zum Nach-denken braucht es definitiv auch für die Reaktionen auf meinen eigenen Vortrag. Denn endlich einmal habe ich eine wirklich hilfreiche und inspirierende Rückmeldung erhalten. Diese war zwar kritisch, aber vielleicht ist es genau das, was ich benötige: kritische Rückmeldungen, die mich dazu anregen, über Aspekte nachzudenken und sie zu hinterfragen, die ich sonst für gesetzt gesehen hätte, Erfahrungen von anderen bekommen, die an ganz ähnlichen Stellen bereits standen. Dafür sind schließlich Konferenzen da, oder? Nicht ein „Ich-zeig-Euch-wie-toll-ich-bin“, sondern ein „Helft-mir-wo-Ihr-schon-weiter-gedacht-habt-als-ich“.

Ich bedanke mich noch einmal herzlich dafür, dass mir diese Erfahrung finanziell durch ein Reisestipendium unterstützt wurde!

Stellenausschreibung: wiss. Mitarbeiter/in Koordination OCR-D, HAB Wolfenbüttel

dhd-blog - Di, 04/09/2019 - 11:44

An der Herzog August Bibliothek ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt im Rahmen des von der DFG geförderten Projektes „Koordinierte Förderinitiative zur Weiterentwicklung von Verfahren für die Optical-Character-Recognition“ (OCR-D) die auf 12 Monate befristete Stelle einer/eines wissenschaftlichen Mitarbeiterin / Mitarbeiters (Entgeltgruppe 13 TV-L) zu besetzen.
Die Förderinitiative hat zum Ziel, einerseits Verfahren und Richtlinien für einen optimalen Workflow zu beschreiben sowie eine möglichst weitreichende Standardisierung von OCR-bezogenen Prozessen und Metadaten zu erarbeiten, andererseits die vollständige Transformation des schriftlichen deutschen Kulturerbes in eine maschinenlesbare Form (strukturierter Volltext) konzeptionell vorzubereiten (Masterplan). Das Vorhaben wird in Kooperation mit der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und dem Steinbuch Centre for Computing des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) durchgeführt.
In der abschließenden Projektphase steht insbesondere die Kommunikation mit den Kooperationspartnern, den Modulprojekten sowie externen Interessierten im Fokus.

Ihre Aufgaben:
• Projektmanagement und Projektkoordination mit besonderem Fokus auf den Schnittstellen zwischen den einzelnen Arbeitspaketen
• Kommunikation mit Experten und dem wissenschaftlichen Beirat
• Dokumentation der Projektergebnisse
• Vorbereitung und Durchführung von Workshops
• Mitarbeit an der Überarbeitung der DFG-Praxisregeln „Digitalisierung“
• Mitarbeit bei der Erarbeitung von Qualitätsstandards und Empfehlungen zur Nachnutzbarkeit

Sie bringen mit:
• Abgeschlossenes informationswissenschaftliches, geisteswissenschaftliches oder sozialwissenschaftliches Hochschulstudium
• Erfahrung in der Projektorganisation und ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit
• Gute Kenntnisse zum Thema OCR und Digitalisierungsprozessen in Kultureinrichtungen
• Gute allgemeine informationsfachliche Kenntnisse
• Vertrautheit mit Drittmittelprojekten bzw. dem Antrags- und Berichtswesen der DFG
• Teamfähigkeit und soziale Kompetenz
• Sehr gute Englischkenntnisse
• Einsatzbereitschaft und Eigeninitiative

Von Vorteil sind:
• Kompetenzen in der Öffentlichkeitsarbeit, (Webauftritt u.a.)
• Gute Kenntnisse in der XML-Familie (XML, XSLT, etc.)

Die Herzog August Bibliothek strebt an, Unterrepräsentanzen i. S. des NGG in allen Bereichen und Positionen abzubauen. Die Gleichstellung von Frauen und Männern wird gefördert. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt behandelt. Ein Nachweis ist beizufügen. Bewerbungen mit aussagefähigen Unterlagen sind bis zum 26.04.2019 unter Angabe des Kennwortes „OCR“ zu richten an die

Herzog August Bibliothek
– Verwaltung –
Lessingplatz 1
38304 Wolfenbüttel
E-Mail: Verwaltung@hab.de

Bewerbungsunterlagen werden grundsätzlich nicht zurückgesandt, sondern datenschutzgerecht vernichtet. Sollte eine Rücksendung gewünscht sein, bitten wir um Beilage eines adressierten und ausreichend frankierten Rückumschlags.

Lou Burnard eröffnet Ringvorlesung „Wissensmodellierung durch Markup“

dhd-blog - Mo, 04/08/2019 - 22:02

Am Dienstag, den 9. April 2019, um 16 Uhr eröffnet Lou Burnard (Oxford) mit einem Vortrag zu Modelling meaning: a short history of text markup die diessemestrige DH-Ringvorlesung im Hörsaal H7 an der Universität Paderborn, die unter dem Titel Wissensmodellierung durch Markup steht und von Peter Stadler (ViFE/WeGA) und Daniel Röwenstrunk (ZenMEM) organisiert wird.

Weitere ReferentInnen dieser Ringvorlesung sind Johannes Kepper (Paderborn), Christian Olesen (Amsterdam), Martina Scholger (Graz), Lisa Dieckmann (Köln) und Laurent Romary (Berlin). Nähere Informationen und die weiteren Termine sind unter go.upb.de/wissendh zu finden. Herzliche Einladung!

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