DHd Newsfeed

Vorstellung der DARIAH DH-Award-PreisträgerInnen 2018: quoteSalute

dhd-blog - Mo, 10/22/2018 - 15:19

Mit einem DARIAH-DE DH-Award wurde dieses Jahr die Gruppe quoteSalute ausgezeichnet. Der DARIAH-DE DH-AWARD fördert NachwuchswissenschaftlerInnen, die in ihren Forschungsvorhaben innovative digitale Ansätze und Methoden einsetzen und so einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Digital Humanities leisten. Im DHd-Blog stellen wir PreisträgerInnen und Projekte in den nächsten Wochen vor.

Foto: Dennis Aquila Beckmann

Worum geht es in Ihrem Projekt?

quoteSalute aggregiert Grußformeln aus verschiedenen frei verfügbaren digitalen Briefeditionen und stellt diese über eine Webseite bereit, von wo aus sie per Knopfdruck in eine E-Mail kopiert werden können. So können inspirierende Grußformeln von historisch interessanten Persönlichkeiten, wie zum Beispiel von Alexander von Humboldt, Fanny Lewald und Jean Paul, ganz einfach für die eigene Korrespondenz genutzt werden. Mit quoteSalutewird daher die editorische Arbeit an digitalen Briefeditionen über den wissenschaftlichen Diskurs hinaus spielerisch in den Alltagskontext des E-Mail-Schreibens integrierbar. Damit wollen wir auch die öffentliche Präsenz von digitalen Briefeditionen fördern. Außerdem möchten wir interessierte Editionsvorhaben dazu einladen, selbst Datensätze für quoteSalute beizusteuern. Daten, Code und Dokumentation stehen über ein GitHub-Repositorium unter freien Lizenzen bereit.

Mit welchen Materialien und Daten arbeiten Sie?

Wir arbeiten mit einem Korpus aus Grußformeln, die aus TEI-XML‑kodierten digitalen Briefeditionen extrahiert wurden. Dieses Korpus wird in einem manuellen Kuratierungsprozess von unpassenden Inhalten bereinigt und mit semantischer Information angereichert, sodass eine spätere Filterung in der Webanwendung nach beispielsweise Geschlecht von Empfänger*in und Absender*in, oder die Unterscheidung zwischen formell bzw. informell formulierten Grußformeln, ermöglicht wird.

Gibt es Methoden, Theorien und Tools, welche für diese Aufgabe besonders interessant sind?

Voraussetzung  für die Realisierung des Projektes ist zum einen, dass digitalen Briefeditionen ihre Daten unter freien Lizenzen zur Verfügung stellen. Zum anderen müssen diese Daten für den Extraktionsprozess der Grußformeln in TEI-XML kodiert sein, und zwar mit den in der TEI vorgesehenen briefspezifischen Elementen <salute> und/oder <closer>.  Sind diese beiden Voraussetzungen erfüllt, können wir Briefe aus verschiedenen Editionen beziehen und die Grußformeln einheitlich und automatisiert extrahieren.

Aus rein technischer Perspektive war außerdem bei der  Programmierung der Website die Verwendung des Frontend-Frameworks vue.js besonders hilfreich, da dadurch das dynamisch Laden von Inhalten ermöglicht wird, ohne dass die gesamte Seite neu geladen werden muss.

Wie haben Sie begonnen, sich mit digitalen Geisteswissenschaften zu beschäftigen?

Wir alle drei sind studentische Hilfskräfte bei der TELOTA-Initiative an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und haben ganz unterschiedliche Zugänge zu den DH. Lou studiert europäische Ethnologie und entdeckte ihr Interesse für digitale Geisteswissenschaften über einen Kurs zu Webentwicklung an der Universität. Als studentische Hilfskraft im Projekt “Jean Paul – Sämtliche Briefe digital” vertiefte sie dieses Interesse und entdeckte bei der Arbeit mit der Korrespondenz, dass historische Grußformeln eine Bereicherung für heutige Kommunikation darstellen könnten. Luisa und Marvin studieren Medieninformatik und haben daher bereits technische Fertigkeiten während des Studiums erworben, die sie nun bei der TELOTA-Initiative einbringen.

Welche Angebote der digitalen Geisteswissenschaften fänden Sie für Ihre Forschungsprojekte in Zukunft besonders hilfreich?

Grundsätzlich würden wir uns wünschen, dass noch mehr digitale Briefeditionen neben dem freien Zugang zur Web-Edition, auch Zugang zu den Daten bieten und sie mit freien Lizenzen versehen. Derzeit gibt es sehr viele Briefeditionen im WWW, nur wenige stellen jedoch die zugrunde liegenden Daten zur Verfügung. Für die Zukunft wünschen wir uns also, dass sich die Mit-Veröffentlichung von Daten als best-practice im Feld der digitalen Briefeditionen etabliert, damit wir den Datenbestand von quoteSalute kontinuierlich erweitern können.

 

Lou Klappenbach studiert Europäische Ethnologie (M.A.) an der Humboldt-Universität zu Berlin. Bei TELOTA arbeitet sie als studentische Hilfskraft seit Januar 2017, vorrangig im Bereich Datenmodellierung und Webentwicklung.

Marvin Kullick studiert seit 2014 Medieninformatik (B.Sc.) an der Beuth-Hochschule für Technik. Seit Mitte Januar arbeitet er bei TELOTA als studentische Hilfskraft, vorrangig im Bereich Wartung und Webentwicklung.

Luisa Philippstudiert seit 2014 Medieninformatik (B.Sc.) an der Beuth-Hochschule für Technik. Sie schloss 2017 ein dreimonatiges Praktikum bei TELOTA ab und arbeitet dort seit Januar 2018 als studentische Hilfskraft vorrangig im Bereich Webentwicklung.

Weitere Informationen:

DARIAH-DE unterstützt mit digitalen Ressourcen und Methoden arbeitende Geistes- und KulturwissenschaftlerInnen in Forschung und Lehre. Dafür baut das Projekt eine digitale Forschungsinfrastruktur für Werkzeuge und Forschungsdaten auf und entwickelt Materialien für Lehre und Weiterbildung im Bereich der Digital Humanities (DH). DARIAH-DE ist der deutsche Beitrag von DARIAH-EU und arbeitet in diesem Kontext mit einer Vielzahl von europäischen Partnern und Projektverbündeten zusammen.

BBAW sucht eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in „Dissemination“ (100%, TV-L E 13)

dhd-blog - So, 10/21/2018 - 22:33

Im Zentrum Sprache der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften sucht das „Zentrum für digitale Lexikographie“ zum 1. Januar 2019 eine/n Mitarbeiter/in für die Dissemination von Projektergebnissen und den Betrieb eines Helpdesks.

Weitere Informationen zum „Zentrum für digitale Lexikographie“ und zu der ausgeschriebenen Stelle finden Sie unter https://www.dwds.de/stellenausschreibungen.

Bewerbungsfrist ist der 2. November 2018.

correspSearch: Neue Tools, neue Daten – und eine Auszeichnung

dhd-blog - Fr, 10/19/2018 - 14:20

Briefeditonen vernetzen – das geht nun noch leichter mit den neuen Tools von correspSearch: Das Javascript-Widget csLink vernetzt Briefeditionen auf ganz neue Art und Weise untereinander. Mit Hilfe des umfassend überarbeiteten CMIF Creator 2 lassen sich digitale Briefverzeichnisse gedruckter Editionen einfach und schnell erstellen. Und auch sonst hat sich bei correspSearch wieder einiges getan.

csLink: Erweiterten Korrespondenzkontext anzeigen

Screenshot der edition humboldt digital mit eingebautem Javascript-Widget csLink (oben rechts)

Das JavaScript-Widget csLink weist zu einem edierten Brief in der eigenen digitalen Edition auf zeitlich benachbarte Briefe der Korrespondenzpartner aus anderen Editionen hin. Dabei fragt das Widget automatisiert die correspSearch API auf Briefe aus demselben Zeitraum mit demselben Absender oder Empfänger ab. Letzteres geschieht unter Angabe einer Normdaten-ID, wie z.B. GND oder VIAF. Das Widget lässt sich konfigurieren, etwa wie groß der abgefragte Zeitraum sein soll oder wie viele Briefe maximal angezeigt werden sollen. Interessierte können sich  in der edition humboldt digital ein Bild von der Funktionsweise machen (z.B. beim Brief an Soemmerring vom 5.12.1793, Link “Briefnetz erkunden” oben rechts). Als Javascript-Widget und auf dem HMTL/CSS-Framework Bootstrap basierend lässt sich csLink mit wenigen Handgriffen in jede digitale Edition integrieren. Es steht frei lizenziert (LGPL) auf https://github.com/correspSearch zum Download und Nachnutzung zur Verfügung.

CMIF Creator 2: Digitale Briefverzeichnisse erstellen

Der CMIF Creator ermöglicht das bequeme, formularbasierte Erstellen von digitalen Briefverzeichnissen gedruckter Editionen im „Corresponence Metadata Interchange Format“ (CMIF) – auch ohne technische Kenntnisse. Der CMIF Creator liegt nun in einer komplett überarbeiteten Version 2 vor. Neben vielen kleineren Verbesserungen in der Oberfläche und einer optimierten Performance, wurden auch zwei größere Features neu hinzugefügt: Zum einen ist es nun möglich, direkt im Formular die zu einer Person oder Körperschaft passende ID aus der Gemeinsamen Normdatei auszuwählen. Hierbei greift der CMIF Creator 2 auf die von lobid.org bereitgestellte GND-API zurück. Zum anderen validiert der CMIF Creator 2 nun die Eingaben und gibt sowohl während der Eingabe als auch beim Speichern detaillierte Informationen zu Fehlern. Der CMIF Creator steht auf https://correspsearch.net/ zur sofortigen Verwendung bereit; dort findet sich auch eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Neue Daten

Neben den neuen Werkzeugen sind in den letzten Monaten auch viele neue Briefmetadaten von verschiedenen Editionsvorhaben und Institutionen als CMIF bereitgestellt und in correspSearch aggregiert worden: so z.B. die digitale Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels, die Briefe von Jean Paul oder Briefe aus der digitalen Quellenedition “DER STURM” – um nur einige zu nennen. Ganz neu hinzugekommen ist auch die Korrespondenz der norwegischen Schriftstellerin Camilla Collet zwischen 1841 und 1851. Das CMIF dieser Briefedition ist die erste Lieferung des Projekts “Norske Korrespondanser – Norwegian Correspondences” (NorKorr) das kürzlich an der Norwegischen Nationalbibliothek von Annika Rockenberger initiiert wurde und zum Ziel hat, norwegische Korrespondenzen zu erschließen.

Mittlerweile sind im Webservice über 44.500 edierte Briefe nachgewiesen. Der Webservice ist auf digitale Briefverzeichnisse angewiesen, daher sind neue Metadaten aus digitalen oder gedruckten Briefeditionen herzlich willkommen.

Last but not least: eine Auszeichnung

Auf der Konferenz der Text Encoding Initiative (TEI) in Tokio wurde im September der  Projektverbund von correspDesc, CMIF und correspSearch mit dem „Rahtz Prize for TEI Ingenuity 2018“ ausgezeichnet. Dieser wird – in Erinnerung an das TEI-Mitglied Sebastian Rahtz (1955–2016) – vom Konsortium der TEI verliehen und zeichnet Einzelpersonen oder Gruppen aus, die durch nichtkommerzielle und öffentlich zugängliche Projekte und Initiativen einen bedeutenden Beitrag zur TEI leisten.

Aus der Begründung der Jury: “Given the significance of letters as important historical sources for many disciplines, the work on correspDesc, CMIF & correspSearch has over the last couple of years contributed significantly to pushing forward the TEI regarding the encoding of letters, but also digital scholarly editing of primary sources in general. The project follows an open, standards-based, TEI-aware web development strategy, provides excellent documentation and has great potential for use in cultural heritage institutions, especially those with limited resources to spare on detailed descriptions of their primary sources.”

Das Projekt correspSearch freut sich – zusammen mit seinen Partnern – sehr über diese Auszeichnung!

Bildnachweis zum Teaserbild dieses Beitrags: „Sorting Mail in Front Royal“. USMC Archives, Quantico. CC BY 2.0 https://www.flickr.com/photos/usmcarchives/9524920862

Bericht: Workshop „Text Reuse und distributionelle Semantik“

dhd-blog - Di, 10/16/2018 - 14:42

Am 16. Und 17. Juli 2018 fand im Kloster Jakobsberg bei Mainz ein Methodenworkshop zum Thema Text Reuse und distributionelle Semantik statt. Am Methodenworkshop nahmen Studierende des Masterstudiengangs „Digitale Methodik in den Geistes- und Kultuwissenschaften“ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, teil, um ihr Wissen im Bereich der NLP zu vertiefen. Der Schwerpunkt des 1,5-tägigen Workshops lag auf dem Ausprobieren und Vergleichen zweier textanalytischen Werkzeuge: TRACER (https://www.etrap.eu/research/tracer/) und DARIAH-DE Topics Explorer (https://dariah-de.github.io/TopicsExplorer/). TRACER ist ein textanalytisches Programm, entwickelt von Marco Büchler innerhalb des eTRAP-Projekts, das es ermöglicht die Verwendung von (auch paraphrasierten) Textpassagen/Sätzen in fremden Texten festzustellen. Das Programm Topics Explorer, das an der Universität Würzburg, Lehrstuhl für Computherphilogie im Rahmen des DARIAH-DE-Projekts entwickelt wurde, ist in der Lage die Themen innerhalb großer Textsammlungen zu bestimmen.

Studierende bereiteten im Voraus eigene Datensätze und dazu passende Fragestellungen vor, mit denen sie an die digitalen Werkzeuge herantraten. Wichtig war dabei, den vollständigen Prozess –angefangen von der Datenvorbereitung bis zur Anwendung der Programme – selbständig in Gruppen durchzuführen und abschließend in Kurzvorträgen vorzustellen.

Die Themen Text Reuse, Zipfisches Gesetz und das Funktionieren des Programms TRACER wurden von Marco Büchler vorgestellt und erläutert . Nach dem Installieren des Programms, der Überprüfung der aktuellen Java–Versions und der Normalisierung der Daten konnten Studierende eigene Analysen durchführen. Die sehr heterogenen Datengrundlagen reichten von modernen Song- bis zu Bibeltexten und so war es wichtig für jede Gruppe zu verstehen welche Einstellungen der Parameter die Textreuse Ergebnisse beeinflussen.

Steffen Pielström, Michael Huber und Stefan Krywinski stellten das Thema Topic Modeling und das dazugehörige Tool DARIAH-DE Topics Explorer vor. Der Topics Explorer ist ein Textmining Programm, das vorgegebene Anzahl der Themen innerhalb eines Textkorpus bestimmen kann. Auch beim Topics Explorer konnten Studierende die Stufen von der Datenvorbereitung hin zur Modellerstellung durchgehen und sich Visualisierungen der Themen in jeweiligen Textkorpora anzeigen lassen. In abschließenden Diskussionen wurde auch das Thema Tool Kritik angesprochen und die Stärken und Schwächen beider Verfahren abgewogen.

Vorstellung der DARIAH DH-Award-PreisträgerInnen 2018: Linda Brandt

dhd-blog - Mo, 10/15/2018 - 09:02

Mit einem DARIAH-DE DH-Award wurde dieses Jahr Linda Brandt ausgezeichnet. Der DARIAH-DE DH-AWARD fördert NachwuchswissenschaftlerInnen, die in ihren Forschungsvorhaben innovative digitale Ansätze und Methoden einsetzen und so einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Digital Humanities leisten. Im DHd-Blog stellen wir PreisträgerInnen und Projekte in den nächsten Wochen vor.

Quelle: privat

Linda Brandt begann nach ihrem Abitur zunächst ein Praktikum bei einem Zeitungsverlag in ihrer Heimatstadt und arbeitete später für diesen auf freier Basis redaktionell. Danach machte sie eine Ausbildung als PR-Diplom-Kauffrau in Düsseldorf und arbeitete für verschiedene Agenturen in Köln und Hamburg. Im Anschluss daran entschied sie sich an die Universität Göttingen zu gehen, um dort im Bachelor Deutsche Philologie und Geschichte zu studieren. Seit Februar 2018 ist sie Masterstudentin an der Universität Basel für „Sprache und Kommunikation“.

Worum geht es in Ihrer Arbeit?

In Zusammenarbeit mit der Informatik und hier mit Georg Roth-Kleyer haben wir Daten aus dem deutschen Psychologieforum erhoben, um mit dem sprachanalytischen Tool LIWC Indikatoren für Depressionen und deren Reliabilität zu finden. Unsere gewonnenen Kerndaten des Forums bestehen aus insgesamt 368.746 Beiträgen, wobei sich für die empirische Analyse der Arbeit auf den Thread Depressionen des Psychologieforums beschränkt werden musste, um das Verfahren LIWC anzuwenden.

Das Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit war es, die wichtigsten linguistischen Konzepte (Demjén 2011/2014 und Pennebaker 2011/2014) zum Sprachgebrauch von psychischen Erkrankungen theoretisch einzuordnen und empirisch zu überprüfen. Wir möchten wissen: Welche sprachlichen Indikatoren gibt es für Depressionen? Ergänzend hierzu war es interessant zu beobachten, wer diese Foren nutzt, dort interagiert und was genau der sprachliche Inhalt der User ist. Die Ergebnisse bestätigen überwiegend die Annahmen von Pennebaker und Demjén. Es konnten Assoziationen zwischen dem Gebrauch von Pronomen und Depressionserkrankten teilweise bestätigt werden. Mithilfe der absoluten Worthäufigkeit konnte festgestellt werden, dass Funktionswörter („functions“) und Pronomen („pronouns“) sowie Personalpronomen („ppron“) häufiger vorkommen als alle anderen Wörter. Auch die 1. Person Plural („I“) kann einige Nennungen verzeichnen. Wie immer in den Wissenschaften sind Ergebnisse wie die mit einer gewissen Vor- und Umsicht zu betrachten.

Gibt es Methoden, Theorien und Tools, welche für diese Aufgabe besonders interessant sind?

Besonders interessante Methoden für diese Aufgabe ist die Sentimentanalyse, welche eine automatische Auswertung von Texten verfolgt mit dem Ziel, die Texte in positive oder negative Aussagen zu einzuteilen. Zumeist wird diese Forschung anhand von englischen Texten unternommen. Für eine solche Kategorisierung ist das Programm LIWC konzipiert, welches von dem amerikanischen Psychologen James W. Pennebaker und seinem Team entwickelt wurde.

LIWC kann Wörter in mehr als 80 Stimmungskategorien klassifizieren, welche zuvor von Psychologen in aufwändigen Testverfahren in positive und negative Wortlisten eingestuft wurden. Die deutsche Version hat der in Zürich ansässige Psychologe Markus Wolf entwickelt, der auch in das Projekt involviert ist. Daher sind außer den Arbeiten von James W. Pennebakers auch die von Markus Wolf und nicht zuletzt auch die von der Linguistin Zsofia Demjén für meine Arbeit von Bedeutung. Demjén arbeitet im Bereich der Medical Humanities, welches besonders im angelsächsischen Raum vertreten ist.

Darüber hinaus ist Machine Learning ein vielversprechendes Verfahren, um zum Beispiel einzelne, sehr aktive User über einen längeren Zeitraum zu betrachten. Daraus könnte ersichtlich werden, inwiefern sich dessen Sprache verändert. Ebenso interessant sind statistische Matchingverfahren, um über jede Variable Mittelwerte zu errechnen. Aber da sind wir noch in den Anfängen.

Wie haben Sie begonnen, sich mit digitalen Geisteswissenschaften zu beschäftigen?

Mein erster Kontakt mit den digitalen Geisteswissenschaften habe ich in einem frühen Stadium meines Bachelorstudiums erhalten. Ich war im dritten Semester und begann als Hilfskraft bei der jungen Forschungsgruppe eTRAP von Marco Büchler zu arbeiten. Gemeinsam haben wir insbesondere an dem Projekt „Brother Grimm“ gearbeitet. Anknüpfend an dieser Tätigkeit begann ich mich für Kurse im Bereich der digitalen Geisteswissenschaften an der Universität Göttingen zu interessieren und so wuchs auch mein Forschungsinteresse daran kontinuierlich. Danach habe ich gemeinsam mit der Literaturwissenschaftlerin Simone Winko an ihrem Lyrik Projekt „Emotionen in Lyrik-Anthologien um 1900“ gearbeitet. Für meinen Master bin ich an die Universität Basel gewechselt, weil es für ein solches Interesse dort ein besseres Angebot für mich gibt.

Welche Angebote der digitalen Geisteswissenschaften fänden Sie für Ihre Forschungsprojekte in Zukunft besonders hilfreich?

Ich glaube, dass es vor allem darum geht, sich besser untereinander zu vernetzten, sodass verschiedene Fachrichtungen zusammenarbeiten können. In meiner Vorstellung wären gemeinsame „Working Spaces“ an Universitäten eine ideale Basis, um sich austauschen zu können. Es wäre zudem hilfreich, wenn es an den Universitäten ein breiter aufgestelltes Lehrangebot seitens der Digital Humanities gibt. Vor allem fehlen Kurse für die Erlernung von (statistischen) Methoden, um digitale Projekte verwirklichen zu können. Auch wäre es großartig, wenn es unter (digitalen) StundentInnen eine bessere Vernetzung gäbe, sodass wir uns gegenseitig bei (technischen) Schwierigkeiten unterstützen können. Eine tolle Gelegenheit um solche Kontakte zu knüpfen ist beispielsweise die internationale Summer School in Leipzig, die es uns ermöglicht Menschen mit ähnlichen Interessen zu treffen und gemeinsam Neues zu lernen.

 

DARIAH-DE unterstützt mit digitalen Ressourcen und Methoden arbeitende Geistes- und KulturwissenschaftlerInnen in Forschung und Lehre. Dafür baut das Projekt eine digitale Forschungsinfrastruktur für Werkzeuge und Forschungsdaten auf und entwickelt Materialien für Lehre und Weiterbildung im Bereich der Digital Humanities (DH). DARIAH-DE ist der deutsche Beitrag von DARIAH-EU und arbeitet in diesem Kontext mit einer Vielzahl von europäischen Partnern und Projektverbündeten zusammen.

Postdoc-Stelle als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in für digitale historische Forschung am IEG Mainz

dhd-blog - Fr, 10/12/2018 - 08:45

via Karin Droste, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz

Das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) in Mainz ist ein außeruniversitäres Forschungsinstitut in der Leibniz-Gemeinschaft. Es betreibt Forschungen zu den religiösen, politischen, sozialen und kulturellen Grundlagen Europas in der Neuzeit und unterhält ein internationales Stipendienprogramm (http://www.ieg-mainz.de). Als Mitglied des Mainzer Zentrums für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften (mainzed) setzt sich das IEG für Open-Access-Publikationen ein und beteiligt sich am Aufbau digitaler Forschungsinfrastrukturen. Für sein Digital Humanities Lab besetzt das IEG zum 1. Januar 2019 auf fünf Jahre befristet

1 Postdoc-Stelle als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in für digitale historische Forschung (100% TV-L EG 13).

Stellenprofil

  1. Der/die Stelleninhaber/in führt ein eigenes Forschungsprojekt durch, das eine Fragestellung des Forschungsprogramms des IEG zum »Umgang mit Differenz im Europa der Neuzeit« (https://tinyurl.com/yakktn2f) mit Methoden der Digital Humanities modellhaft bearbeitet.
  2. Mit seinem/ihrem Forschungsprojekt bringt sich der/die Stelleninhaber/in in einen der drei Forschungsbereiche des IEG ein und unterstützt die Forschenden (der Religionsgeschichte und der Geschichtswissenschaft) bei der Anwendung digitaler Werkzeuge und Verfahren.
  3. Im Digital Humanities Lab des IEG und im mainzed arbeitet der/die Stelleninhaber/in an der kooperativen Weiterentwicklung innovativer Verfahren zur formalen Modellierung geisteswissenschaftlicher Fragen mit und beteiligt sich aktiv am Mainzer Masterstudiengang »Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften«.
  4. Der/die Stelleninhaber/in wirkt am Auf- und Ausbau digitaler Forschungsinfrastrukturen in regionalen, nationalen und europäischen Verbünden mit.

Einstellungsvoraussetzungen

  • abgeschlossenes Hochschulstudium der Digital Humanities oder der Informatik mit nachgewiesener geisteswissenschaftlicher (v.a. religionshistorischer oder geschichtswissenschaftlicher) Kompetenz
  • (bis zum Stellenantritt) abgeschlossene Promotion
  • durch Publikationen und Projekterfahrung nachgewiesene DH-Spezialkenntnisse in Natural Language Processing (mit Semantic Web-Technologien) oder Semantic Web-Technologien (mit Netzwerkanalysen) oder Historischen Geoinformationssystemen (GIS)
  • internationale Forschungsorientierung
  • nachgewiesene Kooperations- und Teamfähigkeit
  • gute Deutsch- und Englischkenntnisse, ggf. weitere projektbezogene Sprachkenntnisse

Das Institut fördert die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern und setzt sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein. Deshalb werden Frauen besonders zur Bewerbung aufgefordert.

Die Stelle ist grundsätzlich teilbar. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Fragen richten Sie bitte an den Forschungskoordinator des IEG, Dr. Joachim Berger (berger@ieg-mainz.de).

Bewerbungen

Ihre Bewerbung (mit CV, Zeugnissen, einer 1-seitigen Projektskizze, Verzeichnis der Publikationen und Programmierleistungen) senden Sie bitte unter Angabe der Kenn.-Nr. WM-DHF-2019 bis zum 31.10.2018 per E-Mail an die Personalabteilung des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte bewerbung@ieg-mainz.de); bitte fassen Sie alle Unterlagen in einem PDF zusammen.

Data Science, Philology and Society

dhd-blog - Do, 10/11/2018 - 17:38

Philology has always focused on textual evidence and is positioned to flourish in a world where the analysis of data plays a fundamental role. But if philologists have always been – and pride themselves on being – in some sense “data-driven”, the rise of quantitative methods challenges them to reimagine how they think and which skills they develop. Much of the most promising research over the coming generation will be built upon texts that have been automatically generated from images of writing. Billions and billions of words will be generated this way, making correction impossible. It is essential to understand what one can and cannot do with varying error rates in such texts. But even with traditional resources, such as critical editions, we need quantifiable measures about where, how often and how different versions of a text differ. This talk frames questions about how philology can move forward.

Gregory Ralph Crane is an American classical philologist and computer scientist. He completed his doctorate in classical philology at Harvard University and subsequently worked there as an assistant professor. For his work on Digital Humanities he has received many high-profile awards. In 2013, he was appointed Alexander von Humboldt Professor of Digital Humanities at the Institute of Computer Science at the University of Leipzig.

Der Vortrag findet am 16.10.2018, 18:00-20:00, in Berlin an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Einstein-Saal, Jägerstrasse 22/23, 10117 Berlin, statt.

Der Flyer zur Veranstaltung kann hier geladen werden: BBAW_Einladung_DataScience_Crane

Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Anmeldung finden Sie hier: http://www.bbaw.de/veranstaltungen/2018/oktober/data-science-phlilology-and-society

BBAW sucht sechs wissenschaftliche Mitarbeiter/innen (100%, TV-L E 13)

dhd-blog - Do, 10/11/2018 - 10:34

Im Zentrum Sprache der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften suchen das „Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache“ und das „Zentrum für digitale Lexikographie“ zum 1. Januar 2019 sechs Mitarbeiter/innen im Bereich der gegenwartssprachlichen Lexikographie des Deutschen.

Weitere Informationen zum „Zentrum für digitale Lexikographie“ und zu den ausgeschriebenen Stellen finden Sie auf der Webseite des „Digitalen Wörterbuchs der deutschen Sprache“ unter https://www.dwds.de/stellenausschreibungen.

Bewerbungsfrist ist der 29. Oktober 2018.

CfP: Wovon sprechen wir, wenn wir von Digitalisierung sprechen? Gehalte und Revisionen zentraler Begriffe des Digitalen

dhd-blog - Do, 10/11/2018 - 10:30
  1. Allgemeine Informationen

Im Rahmen der DFG-geförderten Symposienreihe Digitalität in den Geisteswissenschaften findet vom 13. bis 15. Februar 2019 unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Huber, Prof. Dr. Sybille Krämer und Prof. Dr. Claus Pias ein Symposium zum Thema „Begriffe“ an der Universität Bayreuth statt. Nach dem ersten Symposium im Mai 2016, das dem Status Quo der Digitalität in den einzelnen Fächern der Geisteswissenschaften gewidmet war (Ergebnisse unter digigeist.hypotheses.org), einem weiteren Workshop zu neuen Forschungsgegenständen und Methoden digitaler Geisteswissenschaften (Ergebnisse unter http://www.zfdg.de), sowie einem Symposium zu Infrastrukturen in den digitalen Geisteswissenschaften, ist nun ein viertes Symposion geplant, das sich in begriffskritischer Arbeit der Erörterung und Revision wichtiger Grundbegriffe des Digitalen sowie zentraler Termini innerhalb der Digitalen Geisteswissenschaften widmet.

Begriffe sind sprachlich benannte Konzepte, die unersetzliche Erkenntniswerkzeuge bilden, die über eine Geschichte verfügen und die sich zugleich – abhängig vom kulturhistorischen Wissensstand – beständig verändern. Die Frage, wie wir die gegenwärtig erlebten Veränderungen in verschiedensten Wissens- und Wissenschafts­bereichen erkennen können, beginnt bei den Begriffen, mit denen wir diese beschreiben und klassifizieren. Das Wortfeld des Digitalen ist besiedelt von Termini, die häufig gebraucht, ebenso häufig jedoch unklar und infolge technologischer Entwicklungen auch ‚in beständiger Bewegung‘ sind. Die infragestehenden Begriffe können grob in zwei Felder eingeteilt werden:

  • Einerseits sind dies Konzepte, die mit digitalen Kulturen grundlegend verbunden sind wie: Algorithmus, digital, Digitalisat, Code, Datum, Big Data, Dokument, Datenbank, Interface, Protokoll, Netzwerk, Maschinelles Lernen etc. Insofern die Geisteswissenschaften immer auch eine Selbstaufklärung der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Bedingungen von Kulturen anstreben, ist die kritische Verständigung über diese Begriffe von genereller geisteswissenschaftlicher Bedeutung.
  • Andererseits geht es um Begriffe, die sich auf Methoden, Formate und Praktiken beziehen, die für die Digitalen Geisteswissenschaften von Relevanz sind wie: Annotation, Digitale Modellierung, Markup Languages, Information Retrieval, Korpusbildung, Konkordanz, Semantic Web, Netzwerkanalyse, Text Encoding Initiative, Tagging, Transkription, Visual Analytics, Visual Literacy, Distant Reading, Text Mining oder Audio Mining.

Das Thema der Konferenz ist die kritische Erörterung und Revision bestehender Begriffe sowie der Entwurf und Ausarbeitung neuer Begriffe, die als angemessene Denkzeuge und Erkenntnismittel für die Beschreibung und das Verständnis digitaler Kulturen und ihrer historischen Wurzeln sowie für die Analyse der Forschungspraktiken digitaler Geisteswissenschaften dienen können. Dabei geht es um eine konzeptionelle – dadurch aber keineswegs geschichtsvergessene – Aufarbeitung begrifflicher Relationen zur Beschreibung der digitalen Gegenwart.

Durch die Erörterung einschlägiger Begriffe soll das Thema in drei Hinsichten entfaltet und diskutiert werden:

  1. Dynamiken: Welches sind zentrale Begriffe zur Beschreibung der epistemologischen Dynamiken, die durch Digitalität in den Geisteswissenschaften entstehen?
  2. Genese: Wie verändern sich tradierte Begriffe der Geistes­wissenschaften durch Digitalität und welche älteren Begriffe können erkenntnisfördernd reaktiviert werden?
  3. Konsequenzen: Welche methodologischen und wissenschaftspolitischen Konsequenzen entstehen durch die Wahl und Benutzung bestimmter Begriffe in den – nicht nur digitalen – Geistes­wissenschaften?

 

  1. Bewerbung

Bitte bewerben Sie sich mit einer Skizze Ihres Themenvorschlags in der Länge von max.  400 Wörtern (sowie einem CV) bis zum 10.12.2018 per Mail an digitalitaet.dfg@uni-bayreuth.de.

Der Themenvorschlag sollte sich mit mindestens einem der oben genannten Begriffe  beschäftigen, kann aber gerne weitere Begriffe diskutieren, die grundlegend im Zusammenhang mit den Veränderungen in Forschung und Lehre sind.

 

  1. Kontakt

Für weitere Informationen steht Dr. Julia Menzel gerne zur Verfügung:

Digitalität in den Geisteswissenschaften
Geschäftsstelle
Universität Bayreuth
Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Dr. Julia Menzel
GW I, Zi. 0.14
95447 Bayreuth

Tel.: 0921/55-3629
digitalitaet.dfg@uni-bayreuth.de

Bitte beachten Sie auch unsere Website digitalitaet-geisteswissenschaften.de sowie
den Online-Tagungsband zum ersten Symposium digigeist.hypotheses.org und das Sonderheft der Zeitschrift für Digitale Geisteswissenschaft (http://www.zfdg.de), in dem Beiträge der zweiten Veranstaltung publiziert sind.

Programm online: HAASDZ18 Workshop zur Analyse von Alten Schriften im Digitalen Zeitalter

dhd-blog - Di, 10/09/2018 - 18:55

Am 29. & 30. Oktober findet in Heidelberg im Rahmen des Maßnahme 5.4. des Zukunftskonzepts der Exzellenzinitiative ein Workshop zu den

Herausforderungen bei der Analyse von Alten Schriften im Digitalen Zeitalter (HAASDZ18)

statt. Die Organisation erfolgt gemeinsam mit Christian M. Prager, Universität Bonn und Svenja A. Gülden, Universität Mainz. Die Anmeldung ist kostenlos und bis 15. Oktober möglich.

Das Programm ist ONLINE:

http://www.uni-heidelberg.de/haasdz18

Call for Papers: DIGITAL HUMANITIES 2019 „Complexities“ – DH 2019

dhd-blog - Di, 10/02/2018 - 23:06

Aufruf zum Call for Papers für die Digital Humanities 2019 Konferenz zum Thema „Complexities“

Alliance of Digital Humanities Organizations

Utrecht University (The Netherlands)

Paper/Poster/Panel deadline: 11:59pm GMT 27 November 2018

Workshop/Tutorial deadline: 11:59pm GMT, 10 January 2019

Workshops: 8-9 July 2019

Conference: 9-12 July 2019

Website: http://dh2019.adho.org

Twitter: @DH2019_NL

Email: dh2019@adho.org

 

I: GENERAL INFORMATION

The Alliance of Digital Humanities Organizations (ADHO) invites submission of proposals for its annual conference.

The theme of the 2019 conference is Complexities. This theme has a multifaceted connection with Digital Humanities scholarship. Complexities intends to inspire people to focus on DH as the humanist way of building complex models of complex realities, analysing them with computational methods and communicating the results to a broader public. The theme also invites people to think of the theoretical, social, and cultural complexity and diversity in which DH scholarship is immersed and asks our community to interact consciously and critically in myriad ways, through the conference and the networks, institutions and the enterprises interested in DH research. Finally, it means involving the next generation, teaching DH to students – the people who will need to deal with the complexities of the future.

Proposals related to these themes are particularly welcome, but the Conference will accept submissions on any other aspect or field of Digital Humanities. Possible topics include, but are not limited to:

  • Theoretical, epistemological, methodological or historical aspects of Digital Humanities;
  • Digital and computational approaches and applications in literary and linguistic fields, including computational text analysis, stylometry, authorship attribution, natural language processing and computational linguistics, digital philology and textual scholarship;
  • Digital and computational approaches and applications in archaeology, architecture, and art history, including image processing, 3D modeling, digital restoration;
  • Digital history, geographic information systems applications in spatial humanities and historical studies, public history;
  • Digital approaches in music, film, theatre, and media studies; electronic art and literature, games studies, hacker culture, networked communities, digital divides, digital activism, open/libre networks and software, etc.;
  • Cultural heritage, digital cultural studies and research undertaken by digital cultural institutions
  • Social, cultural, and political aspects of Digital Humanities including digital feminisms, digital indigenous studies, digital cultural and ethnic studies, digital black studies, digital queer studies, digital geopolitical studies, multilingualism and multiculturalism in DH, eco-criticism and environmental humanities as they intersect with the Digital Humanities;
  • Emerging technologies such as physical computing, single-board computers, minimal computing, wearable devices, and haptic technologies applied to humanities research;
  • Institutional aspects of DH, interdisciplinary aspects of scholarship, open science, public humanities, societal engagement and impact of DH;
  • Digital Humanities pedagogy and academic curricula;
  • Digital Research infrastructures, digital libraries and virtual research environment, critical infrastructure studies, media archaeology, etc.;
  • Any other theme pertaining to the Digital Humanities

The primary language of the conference will be English, but we warmly invite proposals written in other languages for which we have a sufficient pool of peer reviewers (German, Italian, French and Spanish).

Presentations may include:

  • Posters (abstract maximum 750 words)
  • Short papers (abstract maximum 1 000 words)
  • Long papers (abstract maximum 1 500 words)
  • Multiple-paper panels (500-word abstracts + 500-word overview)
  • Pre-conference workshops and tutorials (proposal maximum 1 500 words)

The deadline for submitting poster, short paper, long paper, and multiple-paper panel proposals to the international Program Committee is 11:59pm GMT 27 November 2018. Presenters will be notified of acceptance by March 3 2019.

The deadline for submitting workshops and tutorials, , is 11:59pm GMT, 10 January 2019, with notice of acceptance by 3 March 2019.

Proposal must be submitted via https://www.conftool.pro/dh2019/.

DH2019 will use double-blind peer review. To facilitate this process, please remove all identifying information from your proposal submission including author name(s) and affiliation(s), project URLs, etc..

When submitting proposals, previous Digital Humanities conference participants and reviewers should use their existing ConfTool account rather than setting up new ones. If you have forgotten your username or password, please contact Program Committee Co-chairs Fabio Ciotti: fabio [dot] ciotti [at] uniroma2 [dot] it or Elena Pierazzo: elena [dot] pierazzo [at] univ-grenoble-alpes [dot] fr.

To facilitate the production of the conference abstract book, authors of accepted papers will be asked to submit final approved versions of their abstracts via the DHConvalidator, available through ConfTool, which creates a TEI text base of conference abstracts for further processing.

Presenters are encouraged to familiarize themselves with Global Outlook::Digital Humanities’ Translation Toolkit to prepare for a multilingual conference. This includes guidelines and best practices for multilingual slides/posters/handouts and ad hoc community translation: http://go-dh.github.io/translation-toolkit/conferences/.

Similarly, participants are strongly encouraged to make themselves aware of current recommendations for accessibility of presentations and multimedia-based materials. Please review the World Wide Web Consortium’s Web Initiative Guidelines on Presentation Accessibility: https://www.w3.org/WAI/training/accessible.

II: TYPES OF PROPOSALS

Proposals may be of five types: (1) poster presentations; (2) short paper presentations; (3) long papers; (4) multiple-paper panels; (5) pre-conference workshops and tutorials. Short paper and poster proposals are especially welcome and, based on peer review and its mandate to create a balanced and varied program, the Program Committee may offer acceptance in a different category from the one initially proposed. The committee will not normally accept more than a total of two submissions from one primary or co-author. Papers and posters may be given in English, French, German, Italian or Spanish.

All proposals should include relevant citations to sources in the appropriate literature. Citations are not to be included in the word count. Additionally, proposals that concentrate on a particular tool or digital resource should cite non-digital as well as computer-based approaches to the problem.

Poster Presentations
Poster proposals (abstract maximum: 750 words) may describe work on any specific topics or methods or present projects and software tools in any stage of development. Poster presentations are intended to be interactive with the opportunity to exchange ideas one-on-one with attendees.  Posters are in no way considered lesser forms of presentation at the DH conference and are subject to the same strict peer review as other presentation types. Submissions in this category are strongly encouraged.

Short Papers
Short paper proposals (abstract maximum: 1000 words) are intended to be dynamic 10-minute presentations appropriate for reporting on experiments or works in progress or for describing tools or software in development. Short-paper sessions seek to open dialogues among scholars working on related topics. Short papers are in no way considered lesser forms of presentation at the DH conference and are subject to the same strict peer review as other presentation types. Submissions in this category are strongly encouraged.

Long Papers
Proposals for long papers (abstract maximum: 1500 words) should deal with substantial or completed research; report the development of significant new methodologies or digital resources; or present rigorous theoretical, speculative, or critical discussions. Individual papers will be allocated 20 minutes for presentation and 10 minutes for questions.
Proposals relating to the development of new computing methodologies or digital resources should indicate how the methods are applied to research and/or teaching in the humanities and what their impact has been in formulating and addressing research questions. They should also include critical assessments of their application in the humanities as well as of the computing methodologies used.

Multiple Paper Panels
Panels (abstract maximum: 500 words for overview, plus 500 words for each paper) should focus on a single theme and be inherently coherent in presenting a substantial body of research or a research question. Panel submissions which do not meet this criterion and which could function as individual papers will not normally be accepted. A panel should be conceived as a 90-minute session of four to six speakers.
Since the conference offers an important occasion to attract new scholars from diverse backgrounds to specific research areas, those submitting proposals for panels are advised to ensure that the constitution of the panel reflects the constitution of the field and/or research topic that is being addressed and ADHO’s expressed commitment to diversity or to explicitly address problems in those areas. In case the proposer’s own network is too limited, the Program Committee can advise them prior to submission on whom to contact to broaden the panel. Please contact the PC chairs Fabio Ciotti fabio [dot] ciotti [at] uniroma2 [dot] it or Elena Pierazzo elena [dot] pierazzo [at] univ-grenoble-alpes [dot] fr if you need advice.

Pre-Conference Workshops and Tutorials
Tutorials are normally half-day intensive introductions to specific techniques, software packages, or theoretical approaches with a small number of participants. Workshop proposals may take many forms, including proposals with a full slate of speakers and presentations, as well as proposals to issue an independent call for papers from which submissions will be chosen. Participants in pre-conference workshops and tutorials will be expected to register for the full conference as well as pay a small additional fee to the conference. Workshops are expected to be self-financing in terms of hardware and software needs.

Proposals should provide the following information:

  • Title and brief description of the content or topic and its relevance to the Digital Humanities community (not more than 1500 words);
  • Full contact information for all tutorial instructors or workshop leaders, including a one-paragraph statement summarizing their research interests and areas of expertise;
  • Description of target audience and expected number of participants (based, if possible, on past experience); and
  • Special requirements for technical support.

Additionally, tutorial proposals should include:

  • A brief outline showing that the core content can be covered in a half-day (approximately 3 hours, plus breaks). In exceptional cases, full-day tutorials may be supported.

And workshop proposals must include:

  • Intended length and format of the workshop (minimum half-day; maximum one-and-a-half days);
  • Any special requirements for attendees, including software installation (the conference will handle traditional technological support, but workshop organizers are expected to manage specific needs such as access to software, servers, etc.).
  • If the workshop is to have its own call for participation, a deadline and date for notification of acceptances, and a list of individuals who have agreed to be part of the workshop’s Program Committee.

As with Multiple Paper Panel proposals, those submitting proposals for pre-conference workshops are advised to ensure that the constitution of the workshop reflects the constitution of the field and/or research topic that is being addressed and ADHO’s expressed commitment to diversity, or explicitly address problems in those areas.  In case the proposer’s own network is too limited, the Program Committee can advise them before submission on whom to contact to broaden the panel.

Please contact the PC chairs Fabio Ciotti fabio [dot] ciotti [at] uniroma2 [dot] it or Elena Pierazzo elena [dot] pierazzo [at] univ-grenoble-alpes [dot] fr if you need advice.

N.B. Pre-conference workshops endorsed by ADHO Special Interest Groups (SIGs) will be considered via separate calls put out by SIG conveners and will not be evaluated in the general academic program review process.

III: ADHO CONFERENCE CODE OF CONDUCT

The Alliance of Digital Humanities Organizations (ADHO) is dedicated to creating a safe, respectful, and collegial conference environment for the benefit of everyone who attends and for the advancement of research and scholarship in fields supported by our constituent organizations. The ADHO Digital Humanities conference Code of Conduct is available at http://adho.org/administration/conference-coordinating-program-committee/adho-conference-code-conduct. All people submitting proposals to DH2018 should observe and uphold it.

IV: VENUE

DH2019 will take place at the TivoliVredenburg music theatre in the city centre of Utrecht, the Netherlands, and is hosted by the Faculty of Humanities at Utrecht University. The co-chairs of the local organization committee are Franciska de Jong and Joris van Eijnatten.

V: BURSARIES FOR EARLY-CAREER AND EMERGING SCHOLARS

The Alliance of Digital Humanities Organizations will offer a limited number of bursaries for early-career scholars presenting at the conference. Application guidelines will appear on the ADHO website early in 2019: http://www.adho.org.

VI: INTERNATIONAL PROGRAM COMMITTEE

Co-Chair: Elena Pierazzo
Co-Chair: Fabio Ciotti
Co-Vice Chair: Laura Estill
Co-Vice Chair: Jennifer Guiliano
aaDH representative: Paul Arthur
aaDH representative: Simon Musgrave
ACH representative: Meghan Ferriter
ACH representative: Thomas Padilla
centerNet representative: Francesca Benatti
centerNet representative: Nirmala Menon
CSDH/SCHN representative: Maureen Engel
CSDH/SCHN representative: Michael Ullyot
EADH representative: Claire Clivaz
EADH representative: Christian-Emil Ore
Humanistica representative: Clarisse Bardiot
Humanistica representative: Vincent Razanajao
JADH representative: Akihiro Kawase
JADH representative: Taizo Yamada

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