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#AvH2022 | Einladung zum Alexander-von-Humboldt-Tag 2022: „Zwischen Aufbruch und Rückkehr“, 16.09.2022, BBAW, Berlin

dhd-blog - Di, 08/30/2022 - 17:22
Alexander von Humboldt-Tag 2022: Zwischen Aufbruch und Rückkehr – Alexander von Humboldt in Amerika und Italien

Der Alexander-von-Humboldt-Tag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am 16. September 2022 steht erneut im Zeichen von Humboldts Reisen. Und er zeigt das gesamte Spektrum der Hybrid-Edition: Digital und Print.

Zunächst stellt Tobias Kraft die neue, im Mai erschienene Lieferung der edition humboldt digital vor und führt in die Funktionen und Angebote der digitalen Edition ein.

Anschließend präsentiert Herausgeberin Cettina Rapisarda das Tagebuch der Italien-Reise, zu der Humboldt im März 1805 von Paris aus aufbricht. Die Aufzeichnungen der mit Joseph-Louis Gay-Lussac, Leopold von Buch und Franz August O’Etzel unternommenen Reise zeigen die Vielseitigkeit Humboldt’scher Wissenschaft: In den Museen und Kunstsammlungen Roms vergleicht er die Zeugnisse indigener Kulturen mit jenen der europäischen Antike. Neben vulkanologischen Untersuchungen am Vesuv betreibt er chemische Studien zur Zusammensetzung des Meerwassers und der Atmosphäre sowie zum Einfluss verschiedener Gesteine auf den Erdmagnetismus. Über Neapel und Rom reist Humboldt Mitte September zurück nach Berlin, wo er am 16. November 1805 nach mehr als neunjähriger Abwesenheit eintrifft.

Zum Abschluss stellt Carmen Götz den von ihr herausgegebenen ersten Band der Reihe „Tagebücher der Amerikanischen Reise“ vor. Der Band „Von Spanien nach Cumaná (1799/1800)“ aus der edition humboldt print bietet erstmals die vollständige Edition von Band 1 der amerikanischen Tagebücher in einer umfassend kommentierten Leseausgabe und gibt faszinierende Einblicke in Humboldts erste Reiseetappe. Der Vortrag zeigt, wie sich diese Ausgabe aus einer Rekonstruktion der Praktiken des Tagebuchschreibens entwickelte.

Programm

18:00 Uhr
Begrüßung
Ottmar Ette, Akademiemitglied, Universität Potsdam

18:15 Uhr
ehd – explained. Eine Einführung in die Benutzung der edition humboldt digital
Tobias Kraft, BBAW

18:45 Uhr
Das Italientagebuch in der edition humboldt digital. Einblicke in Alexander von Humboldts Recherchen, Kontakte und Lektüren
Cettina Rapisarda, Berlin

19:15 Uhr
Von Digital zu Print. Der erste Tagebuchband der amerikanischen Reise Alexander von Humboldts als Buchausgabe
Carmen Götz, BBAW

Moderation: Florian Schnee, BBAW

Veranstalter

Eine Veranstaltung des Akademienvorhabens „Alexander von Humboldt auf Reisen – Wissenschaft aus der Bewegung“ im Zentrum „Preußen – Berlin“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Veranstaltungsort

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Akademiegebäude am Gendarmenmarkt
Einstein-Saal
Jägerstraße 22/23
10117 Berlin

Anmeldung

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung bis zum 11.09.2022 unter https://bit.ly/3zv9XgX wird gebeten.

Kontakt

Franziska Urban, Tel.: +49 (0)30 20370 529, E-Mail: franziska.urban@bbaw.de

Programmflyer „Alexander von Humboldt-Tag 2022“ (PDF)

2 Stellenausschreibungen bei der Kulturstiftung des Bundes

dhd-blog - Di, 08/30/2022 - 09:15

Die Kulturstiftung des Bundes in Halle an der Saale hat uns gebeten auf zwei Stellen aufmerksam zu machen:
1) Fremdprachenassistenz im Vorzimmer (m/w/d)
2) Wissenschaftliches Volontariat (m/w/d, Vollzeit)
Mehr Informationen finden Sie unter: https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/stiftung/stellenangebote.html

Stellenausschreibung Koordination mainzed

dhd-blog - Mo, 08/29/2022 - 14:39
Wiss. Mitarbeiterin / Wiss. Mitarbeiter (w/m/d), 100%, 13 TV-L

Erschienen am 29.8.2022 unter: Link zur Stellenausschreibung an der Hochschule Mainz

An der Hochschule Mainz – University of Applied Sciences – ist im mainzed, Mainzer Zentrum für
Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle zu
besetzen als

Wiss. Mitarbeiterin / Wiss. Mitarbeiter (w/m/d)

Vollzeitbeschäftigung (z.Zt. 39,0 h/Woche); Entgeltgruppe 13 TV-L

Die Stelle ist zunächst für drei Jahre befristet und eine Teilung ist grundsätzlich möglich. Eine anschließende Entfristung ist vorgesehen.

Der Stelleninhaberin / dem Stelleninhaber wird auch die Leitung der Geschäftsstelle des mainzed übertragen.

Das mainzed, Mainzer Zentrum für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften ist ein Zusammenschluss von sechs Forschungsinstitutionen, in dem die Kompetenzen in den digitalen Geistes-und Kulturwissenschaften am Wissenschaftsstandort Mainz gebündelt sind.

Zu den Aufgaben des Zentrums zählen neben der Steigerung des Forschungspotentials in bereits ausgeprägten Schwerpunkten auch die Fortentwicklung eines spezifischen Profils in den digitalen Geistes- und Kulturwissenschaften. Das Zentrum begleitet zudem federführend die inhaltliche Ausarbeitung und Weiterentwicklung relevanter Studien- und Qualifizierungsangebote für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Gleichzeitig dient es als Koordinations-Einrichtung für die beteiligten Forschungsinstitutionen und initialisiert und unterstützt Forschungs- und Transfermaßnahmen.

Ihre Aufgabengebiete (gem. § 57 Abs. 6 HochSchG) umfassen insbesondere:

  • Konzeption und Etablierung von Maßnahmen zur Wahrnehmung der Aufgaben des Zentrums in Forschung, Qualifikation und Transfer
  • wissenschaftliche und organisatorische Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Workshops, Konferenzen, öffentlichen Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit den Partnerinstitutionen des Zentrums
  • inhaltliche Weiterentwicklung von Qualifikationsangeboten im Bereich der digitalen Geistes- und Kulturwissenschaften,
  • Verfassen von wissenschaftlichen Publikationen, Positionspapieren, Leitlinien und Arbeitsvorlagen
  • Unterstützung des Direktors des Mainzer Zentrums für Digitale Geisteswissenschaften in organisatorischer, fachlicher, konzeptioneller, strategischer und administrativer Sicht
  • Koordinierung und Überwachung der Entwicklung des Zentrums und Erstellung von Jahres- und Finanzberichten
  • inhaltliche Vorbereitung und Begleitung der Beirats- und Direktions-Sitzungen

Ihr Profil:

  • Abgeschlossenes Studium in einem geistes- oder kulturwissenschaftlichen oder informationstechnischen Fach mit Bezug zu dem kulturellen Erbe, Promotion ist erwünscht
  • Professionelles Auftreten und hervorragende kommunikative Kompetenz sowie Teamfähigkeit und Nachweis sehr guter organisatorischer Fähigkeiten
  • strukturierte und eigenverantwortliche Arbeitsweise, Flexibilität und Engagement
  • breites Interesse an geistes- und kulturwissenschaftlichen Problemstellungen in internationalem Kontext auch außerhalb des eigenen Fachgebiets und am Einsatz digitaler Technologie in der Wissenschaft und im Forschungsmanagement
  • Nachweis von Erfahrungen in der Initiierung, Durchführung und Koordination von Forschungs-Projekten mit Bezug zu IT-gestützten Verfahren in den Geistes- und Kulturwissenschaften
  • Umfangreiche Erfahrung in Wissenschaftsmanagement, Forschungsförderung sowie Antragskoordination und -formulierung
  • Nachweis erfolgreicher interdisziplinäre Arbeitsweise, ausgeprägter Networking-Kompetenz, idealerweise in unterschiedlichen Kontexten akademischer und nicht akademischer Gremien
  • Erfahrungen in der Konzeption und Organisation internationaler wissenschaftlicher Veranstaltungen und Publikationsvorhaben sowie öffentlichkeitsorientierter Aktivitäten
  • Kenntnisse der Organisationsstrukturen, Verfahrens- und Prozessabläufe in Hochschulen und Forschungsinstitutionen
  • Sehr gute Kenntnisse von Englisch in Wort und Schrift (weitere Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil)
  • Aufgeschlossenheit gegenüber den Prinzipien der „Offenen Wissenschaft (Open Science)“

Neben der Anstellung im öffentlichen Dienst bieten wir Ihnen umfängliche zusätzliche Leistungen wie zum Beispiel:

  • Zahlung einer Jahressonderzahlung
  • Möglichkeit zum Erwerb eines Jobtickets
  • Teilnahme an der zusätzlichen Altersvorsorge im öffentlichen Dienst (VBL)
  • Umfangreiche Personalentwicklungsangebote

Als zertifizierte familienfreundliche Hochschule wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf großgeschrieben. Wir bieten Ihnen familienfreundliche Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel die Tele- Heimarbeit oder flexible Arbeitszeitenregelungen. Die Hochschule Mainz tritt für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ein und fordert daher Frauen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Schwerbehinderte werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen älterer Menschen sind ebenso erwünscht.

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte, bis zum 02.10.2022 an die

Hochschule Mainz
Prof. Dr. phil. Kai-Christian Bruhn
Lucy-Hillebrand-Straße 2
55128 Mainz.

Übermitteln Sie bitte Ihre Bewerbung über folgendem Upload-Link:
https://seafile.rlp.net/u/d/ff60fdf566ae4986ab05/

Bei Rückfragen zur Ausschreibung wenden Sie sich bitte an folgende Ansprechpartner

Fachliche Fragen:
Fachbereich Technik
Herr Prof. Dr. phil. Kai-Christian Bruhn
Tel: 06131-628 1433
kai-christian.bruhn@hs-mainz.de


Organisatorische Fragen:
Personalabteilung der HS Mainz
Frau Ann-Kathrin Krämer
Tel: 06131-628 7305
stellenausschreibungen@hs-mainz.de

Bitte beachten Sie folgende Hinweise:
– Erstellen Sie aus Ihren Unterlagen (inklusive Anschreiben) eine Gesamtdatei im pdf Format
– Benennen Sie die Dateien bitte in folgendem Format Nachname Vorname gesamtbewerbung.pdf
– Das Hochladen Ihrer Dateien erfolgt derzeit ohne eine automatisierte Bestätigung

Ihre Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgesandt, sondern stattdessen nach Beendigung des Besetzungsverfahrens gemäß den Anforderungen des Datenschutzes zeitnah vernichtet bzw. gelöscht. Bitte beachten Sie vor der Übermittlung Ihrer Unterlagen unsere Hinweise zum Datenschutz. Wir weisen darauf hin, dass wir keine Eingangsbestätigung versenden.

Stellenausschreibung: Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d) am CCeH

dhd-blog - Fr, 08/26/2022 - 16:07

Am Cologne Center für eHumanities (CCeH) ist zum 01.11.2022 oder später eine für drei Jahre befristete Stelle als

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in Digital Humanities
(50%, TV-L E13)

zu besetzen. Vorbehaltlich ausstehender Bewilligung kann der Stellenumfang auf 65% erhöht werden.

Die Stelle ist im DFG-geförderten Forschungsprojekt „Materi-A-Net: Material als Akteur in den transkulturellen Netzwerken zwischen Frankreich und Deutschland im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit“ angesiedelt. Die Projektleitung liegt bei Frau Prof. Dr. Aleksandra Lipińska (Kunsthistorisches Institut, Universität zu Köln). Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie unter:
https://cceh.uni-koeln.de/portfolio/materi-a-net/.

Alle weiteren Informationen zur Ausschreibung (Anforderungsprofil, Aufgaben, Bewerbungsverfahren) finden Sie unter: https://uni.koeln/ENYLH.

Die Bewerbungsfrist endet am 09.09.2022.

Wir freuen uns auf alle Interessent*innen! Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an Jonathan Blumtritt (jonathan.blumtritt@uni-koeln.de).

Von Daten zu Wissen: Workshop zu ausgewählten DH-Tools

dhd-blog - Mo, 08/22/2022 - 15:28

veranstaltet durch das DFG-Langfristvorhaben „Kommentierte digitale Edition der Reise- und Sammlungsbeschreibungen Philipp Hainhofers (1578–1647)“ an der Herzog August Bibliothek

Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, 29.–30. September 2022

Ort: Seminarraum im Meißnerhaus

Organisation: Martin de la Iglesia (HAB), Timo Steyer (TU Braunschweig) und Michael Wenzel (HAB)

Der eineinhalbtägige Workshop soll eine Einführung in das Arbeiten mit ausgewählten Technologien bieten, die hochrelevant für eine Vielzahl verschiedener geisteswissenschaftlicher Forschungsfelder sind. In praxisorientierten Sessions erlernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Anwendung einiger Tools und wie diese in ihrem wissenschaftlichen Arbeitsalltag eingesetzt werden können. Zugleich soll die kritische Reflexion und Evaluierung dieser Arbeitsmittel angeregt werden. Verbindendes Element dieser Software-Lösungen ist ihre Unterstützung der geisteswissenschaftlich Forschenden in der Kette der Aktivitäten aus Datenerhebung, Datenverarbeitung und Datenauswertung, an deren Ende schließlich die Gewinnung neuen Wissens steht.

Ursprünglich für 2020 vorgesehen, musste die Veranstaltung damals aufgrund der Pandemie ausfallen und kann nun mit leicht verändertem Programm nachgeholt werden.

Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos; um Anmeldung per Mail an iglesia@hab.de oder t.steyer@tu-braunschweig.de wird gebeten.

Programm

Donnerstag, 29.9.2022

17.00 Uhr

Begrüßung
Prof. Dr. Peter Burschel (Direktor der Herzog August Bibliothek)

17.15 Uhr

Keynote: Digitale Tools in geisteswissenschaftlicher Forschung – Textanalyse, Interpretation und Visualisierung
Jan Horstmann (Münster)

Viele Tools in den Digital Humanities setzen entweder eine umfangreiche Einarbeitung in technische Abläufe und Befehle voraus, sodass sie nur von Personen mit entsprechender IT-Expertise bedient werden können, oder sie bieten eine Bedienoberfläche an, welche einen tieferen Einblick in die zugrunde liegenden Prozesse und Datenstrukturen – und damit eine Kritik derselben – nicht ermöglicht. Zudem orientieren sich Tools häufig nicht an genuin geisteswissenschaftlichen Arbeits- und Erkenntnisprozessen und werfen somit in der Regel neue Fragestellungen auf – und führen damit zu durchaus interessanten, in der Regel methodologisch oder technologisch ausgerichteten Diskussionen –, statt die ursprünglichen (geisteswissenschaftlichen) Fragestellungen zu beantworten. Im Vortrag soll beispielhaft demonstriert werden, wie bereits die Konzeption von DH-Tools vor dem Horizont einer geisteswissenschaftlichen Nutzung und unter Rückbezug auf theoretische Grundlagen geisteswissenschaftlicher Erkenntnisprozesse ablaufen kann, sodass Nutzende in die Lage versetzt werden, sowohl ihre ursprüngliche Fragestellung mithilfe digitaler Verfahren zu bearbeiten, als auch einen tiefergehenden digital-methodologischen Diskurs zu führen.

18.00 Uhr

Keynote: Toolkritik und Rezensionen geisteswissenschaftlicher Forschungssoftware am Beispiel NTEE
Ulrike Henny-Krahmer (Rostock)

DH-Tools ermöglichen, erleichtern und beschleunigen den Umgang mit digitalen Forschungsdaten und können ein wesentliches methodologisches Element im Forschungsprozess sein. Die durch sie ausgelöste zunehmende Formalisierung, Automatisierung und auch Effektivität geisteswissenschaftlicher Forschungsaktivitäten erfordert auf der anderen Seite aber auch eine kritische Einordnung und Auseinandersetzung mit den Werkzeugen, damit die Forschung transparent und nachvollziehbar bleibt und ihre Wissenschaftlichkeit gesichert werden kann. Erfolgt eine solche Kritik digitaler Tools in einem wissenschaftlichen Rahmen, trägt sie außerdem dazu bei, Tool-Entwicklung als Teil des wissenschaftlichen Arbeitens zu verstehen, zu würdigen und in den wissenschaftlichen Diskurs einzubinden. Der Vortrag greift Rezensionen von geisteswissenschaftlicher Forschungssoftware, wie sie z.B. in der Zeitschrift RIDE und künftig in dem Journal CKIT publiziert werden, als eine solche mögliche Form der Toolkritik auf. Am Beispiel des Tools NEISS TEI Entity Enricher (NTEE), einem Werkzeug zur automatischen Erkennung von Entitäten in TEI-Dokumenten mithilfe von Machine Learning-Verfahren, wird illustriert, in welcher Weise Software-Rezensionen zum wissenschaftlichen Einsatz von DH-Tools beitragen können.

Freitag, 30.9.2022

9.30–11.00 Uhr

Einführung in OpenRefine mit praktischer Übung
Hanna Varachkina (Göttingen)

Teilnehmende bekommen einen Einblick in OpenRefine, ein leistungsstarkes Werkzeug für die Arbeit mit unordentlichen Daten. Sie lernen einige Funktionen von OpenRefine kennen, die sie zur Bearbeitung eines Datensatzes verwenden werden. Die Lektion basiert auf dem Lehrmaterial von Library Carpentry.

11.00–11.30 Uhr: Kaffeepause

11.30–13.00 Uhr

ResearchSpace und CIDOC-CRM: Knowledge Graph als Datenbank
Robert Casties (Berlin)

ResearchSpace ist ein Baukasten mit dem sich flexible Oberflächen für die Bearbeitung von semantisch strukturierten Daten schaffen lassen. In der Präsentation wird eine sehr kurze Einführung in RDF und CIDOC-CRM als Basistechnologien von Knowledge-Graphs und Linked-Data im Geisteswissenschaftlichen Bereich gegeben und dann anhand des Beispiels der ISMI Manuskript-Datenbank einen Überblick über die Vorteile und Herausforderungen dieser Technik. Für die Teilnehmer*innen wird ein online-Zugang zu einer Test-Datenbank zum Ausprobieren bereitgestellt.

13.00–14.00 Uhr: Mittagspause

14.00–15.30 Uhr

Einführung in Structure from Motion
Astrid Schmölzer (Bamberg)

Structure from Motion (SfM) ist eine Technik der photogrammetrischen Entfernungsbildgebung. Aus zweidimensionalen Bildsequenzen werden dreidimensionale Modelle erstellt. Diese 3D-Modelle erlauben besonders in der Epigraphik das genaue Studieren eines Objektes, dessen Verfügbarkeit stark eingeschränkt ist. Als virtuelles Modell kann es verschiedenen Personen zugänglich gemacht werden und erlaubt anhand der existierenden Möglichkeiten eine eingehende Analyse der Inschrift aber auch der übrigen Oberfläche. So können z.B. Neulesungen und -interpretationen von Inschriften festgestellt werden. In der kurzen Einführung soll ein einfacher Arbeitsablauf unter der Verwendung des Programmes Agisoft Photoscan/Metashape vorgestellt werden. Diese Software ist kostenpflichtig; eine kostenlose 30-Tage-Testversion ist unter https://www.agisoft.com/downloads/request-trial/ erhältlich. Diese sollte vor Beginn des Workshops bereits installiert werden. Testdaten werden zum Download bereitgestellt.

15.30–16.00 Uhr: Kaffeepause

16.00–17.30 Uhr

Klassifikationsschema vom Entwurf bis zum Einsatz
Andreas Wagner (Frankfurt)

Die Session thematisiert, wie Klassifikationsschemata als Linked Data im Projektkontext entwickelt und eingesetzt werden können. Um beim Data Cleaning und in Annotationsprozessen ein dem Projektbedarf entsprechendes kontrolliertes Vokabular verwenden zu können, muss dieses nicht nur konzeptuell entwickelt werden, sondern es muss auch formal kodiert, in einer technischen Infrastruktur vorgehalten und in Arbeitswerkzeuge integriert werden. Mit SKOS, der Reconciliation API, GitHub, SkoHub, TEI Publisher und OpenRefine werden Standards, Plattformen, Tools und ein Workflow vorgestellt, in denen diese Anforderungen umgesetzt und das Vokabular zugleich als Ressource eigenen Rechts publizert und nutzbar gemacht werden kann.

OPERAS Open Chat am 15.09.2022 11 Uhr zum Thema geisteswissenschaftliche Publikationen und Editionen

dhd-blog - Mo, 08/22/2022 - 11:30

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

nachdem wir uns im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „OPERAS Open Chats“ bereits mit verschiedenen Stakeholdern der Open Access und Open Science Transformation ausgetauscht haben, wollen wir im nächsten Schritt gezielt die Themen beleuchten, die für die Geistes- und Sozialwissenschaften und für die OPERAS Infrastruktur von besonderer Bedeutung sind.

Dabei werden wir einerseits die Angebote von OPERAS zu diesen Themen vorstellen und möchten andererseits Ihre Bedarfe in diesem Bereich mit aufnehmen.

OPERAS-GER lädt Sie daher herzlich zum nächsten Termin, via Zoom, am 15.09.2022 ein. Wir wollen uns dabei mit den Themen geisteswissenschaftliche Publikationen und Editionen befassen und freuen uns über eine inhaltliche Einführung durch die Kolleg:innen von Text+. Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

Sie können sich vorab unter https://operas-ger.hypotheses.org/operas-open-chats anmelden und Sie erhalten dann in der Veranstaltungswoche die entsprechenden Zugangsdaten.

Bei Rückfragen kontaktieren Sie mich gerne unter operas-ger@maxwerberstiftung.de

Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen!

Mit herzlichen Grüßen,

Pattrick Piel

CfP: Digital ist besser? Sammlungsforschung im digitalen Zeitalter

dhd-blog - Fr, 08/19/2022 - 15:57

Endterm-Tagung
16. u. 17. Februar 2023
Klassik Stiftung Weimar

Im Deutschen Literaturarchiv Marbach, der Klassik Stiftung Weimar und der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel befindet sich mehr als ein halbes Jahrtausend deutscher und europäischer Kulturgeschichte. 2013 haben sich die Einrichtungen in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsverbund (MWW) zusammengeschlossen. Von Beginn an beschäftigt den MWW die digitale Sammlungsforschung, die seit 2019 mit der gezielten Entwicklung bedarfsgerechter digitaler Angebote und Modelllösungen im Mittelpunkt steht. Nach zehn Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit schließt der Verbund im Februar 2024 seine zweite Förderphase ab. Diese Zäsur soll genutzt werden, um über die Bedeutung des Digitalen für die Erschließung, Erforschung und Vermittlung kulturhistorischer Objekte und deren Kontextualisierung durch Sammlungszusammenhänge zu reflektieren und gemeinsam den Blick in die Zukunft zu richten.

Die Aufgabe von Kulturinstitutionen, Museen, Bibliotheken und Archiven ist es, ihre Bestände dauerhaft zu bewahren und nach zeitgemäßen Standards zu erfassen, das Wissen über ihre historisch gewachsenen, analogen und digitalen Sammlungen zu erweitern und zu vertiefen sowie diese Sammlungen und die darüber gewonnenen Erkenntnisse an ein vielfältiges Publikum zu vermitteln. Dabei spielen digitale Methoden, Werkzeuge und Anwendungen eine immer größere Rolle, zumal sich die Kulturinstitutionen gegenwärtig in einem rasanten Prozess der digitalen Transformation befinden, der durch die Corona-Pandemie unlängst noch beschleunigt wurde. Vor diesem Hintergrund möchte die Tagung »Digital ist besser? Sammlungsforschung im digitalen Zeitalter« einen interdisziplinären Dialog über Ziele, Wirkungsweisen, Potentiale und Grenzen der digitalen Sammlungsforschung und -präsentation anstoßen. Die Beiträge sollen in einem oder in beiden der folgenden Themenfelder angesiedelt sein:

Reflexion

  • Wie hat sich die digitale Sammlungsforschung in den letzten zehn Jahren entwickelt? Was waren Veränderungen, die das Feld grundlegend umgestaltet haben? Welche Auswirkungen haben beispielsweise die Empfehlungen des Rats für Informationsinfrastrukturen auf nationaler Ebene und die Arbeit des Standard Resource Description and Access Steering Committee auf internationalem Terrain? Welche Trends haben sich nicht durchgesetzt und warum?
  • Wo kann das Digitale das Erkenntnisstreben unterstützen, erweitern oder gar über die Kapazitäten eines analogen Ansatzes hinaus Denkanstöße liefern und Ergebnisse produzieren, beispielsweise durch die Visualisierung verschiedener Zeitschichten, die Analyse großer Datenmengen oder die digitale Zusammenführung geografisch getrennter Bestände, die nicht mehr, oder nur eingeschränkt zugänglich sind?
  • Die Nachlässe von born digitals sind längst in den Archiven angekommen und das Sammeln von rein digitalen Daten gehört heute zur Realität von Kulturinstitutionen. Welche praktischen Fragen beispielweise nach Speicherplatz, Langzeitarchivierung oder im Umgang mit born digital-Nachlässen stellen sich hier?
  • Was sind die Wirkungsweisen digitaler Tools und Anwendungen? Wie wirken virtuelle Ausstellungen bzw. Virtual- und Augmented-Reality-Angebote auf die Wissenschaft und das breite Publikum?
  • Was sind die Grenzen digitaler Methoden und Herangehensweisen, wo können sie klassische hermeneutische Verfahren der analogen Welt nicht ersetzen? Wie ist grundsätzlich das Mit- und Nebeneinander tradierter und digitaler Methoden zu denken?
  • Wo liegen die Potenziale und Grenzen der Nutzung kommerzieller digitaler Programme und Infrastrukturen für die Erforschung und Präsentation institutioneller kulturhistorischer Sammlungen?
  • Welche Herausforderungen gibt es aktuell in der digitalen Sammlungsforschung? Welche Probleme sind ungelöst?

Zukunftsvisionen

  • Was sind neuartige, experimentelle Ansätze und Zukunftsvisionen für die digitale Sammlungsforschung?
  • Wie können Desiderate aufgelöst werden? Was wünscht sich die Forschung als digitale Utopie für das kommende Jahrzehnt?
  • Wo liegen Potenziale, wo vielleicht auch Gefahren der digitalen Transformation für sammlungsführende Kulturinstitutionen?
  • Mit welchen theoretischen Fragen, etwa nach Authentizität – man denke an den zunehmenden Einsatz von KI-Anwendungen und -Rekonstruktionen, Materialität, Nähe und Distanz oder zur digitalen Verdopplung der Welt wird sich die digitale Sammlungsforschung vermehrt auseinandersetzen müssen? Wie verändert umgekehrt die Praxis der digitalen Sammlungsforschung unsere Auffassung dieser Begriffe?
  • Wie zukunftsfähig und nachhaltig sind digitale Datensätze, Datenträger und Projekte? Was lässt sich tun, um deren Nachhaltigkeit zu verbessern?
  • Welche Auswirkungen hat die zunehmend normierte semantische Erschließung des Sammlungsguts (Normdaten, Vokabulare, Ontologien)? Wie flexibel sind diese Klassifikationen mit Blick auf ›Nicht-Wissen‹, neues Wissen und die fortlaufende Revision des Kanons?

Eingeladen sind Vortragende aller geistes- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen, insbesondere auch aus sammlungsführenden Institutionen. Bitte reichen Sie bis zum 15. September 2022 ein Abstract von maximal 300 Wörtern für einen Beitrag von 20 Minuten ein. Die Konferenz findet vom 16.–17. Februar 2023 in Präsenz an der Klassik Stiftung Weimar statt.

Die Publikation der Beiträge in einem Tagungsband ist für Ende 2023 im Rahmen einer bestehenden Kooperation mit dem Wallstein Verlag sowie im Open Access auf der MWW-Publikationsplattform PoP geplant. Wir bitten die für einen Vortrag Eingeladenen, uns bis zum Datum der Konferenz einen Entwurf ihres Papers zuzusenden. Deadline für die Abgabe der Endfassung ist der 15. Mai 2023. Die Veranstalter übernehmen die Fahrt- und Hotelkosten der Sprecher*innen.

Kontakt

Dr. Katharina Günther
E-Mail: katharina.guenther@mww-forschung.de

Florian Hellbach
E-Mail: Florian.Hellbach@klassik-stiftung.de

Zum CfP geht es hier: https://www.mww-forschung.de/endterm-tagung

Stellenangebot: Referent*in (w/m/d) für die Projektgruppe Digitales Wissensmanagement (Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde oder Koblenz)

dhd-blog - Mi, 08/17/2022 - 11:38

Das Bundesarchiv sucht am Standort Berlin-Lichterfelde oder Koblenz

eine Referentin / einen Referenten (w/m/d)

in der Abteilung B (Bundesrepublik Deutschland) für das Referat B 4 für die Projektgruppe Digitales Wissensmanagement zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet für eine Dauer von 5 Jahren.

  • Status: Tarifbeschäftigte/r (w/m/d)
  • Bewerbungsfrist: 29.08.2022
  • Wertigkeit: EG 13 TVöD

Das ausführliche Stellenangebot findet sich hier: https://interamt.de/koop/app/stelle?0&id=838219

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