DHd Newsfeed

Stellungnahme des DHd-Verbands zur EU Copyright Direktive

dhd-blog - Fr, 11/30/2018 - 00:01

Die sogenannte EU Copyright Direktive (genauer: „Directive on Copyright in the Digital Single Market“) könnte weitreichende Konsequenzen auch für Forschung und Lehre in den (digitalen) Geisteswissenschaften haben. Nach längerer Vorbereitung hat das Europäische Parlement ihr am 12. September 2018 zugestimmt. Derzeit befindet sie sich in den sogenannten Trilog-Gesprächen für letzte Abstimmungen zwischen Europäischer Kommission, Europarat und Europäischem Parlament. Im Januar 2019 soll ein dann eine Fassung vorliegen, über die abgestimmt werden kann.

Die bibliotheksnahe Initiative SPARC Europe hat im September 2018 ein kurzes Positionspapier aus Sicht von Bibliotheken und anderen Gedächtniseinrichtungen veröffentlicht, das auch für Forschung und Lehre in den (digitalen) Geisteswissenschaften große Relevanz hat. Neben dem Hinweis auf einige positive Entwicklungen in der neuesten Fassung der Copyright Direktive zeigt das Positionspapier auch auf, welche Risiken mit der derzeitigen Fassung des Textes für Forschung und Lehre weiterhin vorhanden sind. Dies betrifft insbesondere Artikel 3 zu Regelungen bezüglich Text- und Data Mining, Artikel 11 zu neuen Lizenzbestimmungen für das Verlinken von Presseerzeugnissen und Artikel 13 zur Rechtsprüfung beim Upload von Inhalten in Repositories.

Der DHd-Verband möchte sich dem Positionspapier der SPARC Direktive hiermit anschließen und die Notwendigkeit unterstreichen, das europäische Urheberrecht so zu gestalten, dass in europaweit einheitlicher Weise Forschung und Lehre bestmöglich, breit und eindeutig unterstützt und die Nutzung und Entwicklung neuer digitaler Methoden zur Erschließung, Analyse und Dissemination geisteswissenschaftlich relevanter Datenbestände gefördert werden.

Weiterführende Hinweise

  1. SPARC Europe Positionspapier
  2. Gesetzesentwurf auf EUR-Lex
  3. Wikipedia-Artikel zum Thema

Die Stellungnahme des DHd-Verbands zur EU Copyright Direktive findet sich auch auf der DHd-Website.

Umfrage zu Kompetenzen in Computerlinguistik und Digital Humanities

dhd-blog - Do, 11/29/2018 - 14:47

Liebe Digitalen Geisteswissenschaftler/innen,

Im Rahmen eines Praxisseminars des Studiengangs Digital Humanities der Universität Trier werden Stellenanzeigen aus den Bereichen Digital Humanities (DH) und Computerlinguistik (CL) mithilfe eines Webcrawlers automatisch aus dem Internet gewonnen, aufbereitet und analysiert. Zur Konfiguration des Webcrawlers werden Kompetenzen (fachbezogene und Softskills) benötigt, welche Stellenanzeigen als für den Bereich CL & DH geeignet erscheinen lassen. In der Umfrage werden solche Schlüsselwörter und ihre Relevanz abgefragt. Ihre Antworten helfen uns dabei, den Webcrawler zu optimieren. Ihre Antworten können uns des Weiteren bei der anschließenden Analyse der Stellenangebote helfen.

Hier ist der Link zur Umfrage: https://www.unipark.de/uc/uni-trier/stellen/

Die Teilnahme wird nur ca. 5 Minuten Ihrer Zeit in Anspruch nehmen. Die Daten werden anonym erfasst und nur zu Forschungszwecken ausgewertet. Wenn Sie Fragen zur Umfrage haben, wenden Sie sich bitte an folgende Email-Adresse: s3jokais@uni-trier.de.

Vielen Dank für Ihre Teilnahme, mit der Sie unser Projektseminar maßgeblich unterstützen!

Stellenausschreibung an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

dhd-blog - Mi, 11/28/2018 - 15:14

via Matthias Pasdzierny

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Berlin. Ihr wissenschaftliches Profil ist vor allem geprägt durch langfristig orientierte Grundlagenforschung der Geistes- und Kulturwissenschaften. Die Akademie beschäftigt etwa 350 Mitarbeiter/innen, ihr Jahresbudget beträgt rund 25 Mio. Euro.

Die Akademie sucht für das Vorhaben „Bernd Alois Zimmermann-Gesamtausgabe“ zum nächstmöglichen Zeitpunkt

eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in

mit der Hälfte der tariflichen Arbeitszeit, zunächst befristet für zwei Jahre.

Aufgaben:               

  • in Absprache mit Projekt- und Arbeitsstellenleitung Konzeptionierung und Betreuung der digitalen Anteile der Edition; in Kooperation mit dem Zentrum Musik – Edition – Medien (ZenMEM) Weiterentwicklung der Edirom Tools für die Bedürfnisse der BAZ-GA,
  • Weiteraufbau und Betrieb der digitalen Arbeitsumgebung der Edition,
  • Editions- und Redaktionstätigkeit im Rahmen der Bernd Alois Zimmermann-Gesamtausgabe (BAZ-GA) erwünscht.

Voraussetzungen:   

  • mit einem Master, M.A. oder Staatsexamen abgeschlossenes Universitätsstudium in Musikwissenschaft, Lehramt Musik, Musiktheorie und/oder Informatik sowie ggf. verwandte Studien,
  • vertiefte Erfahrungen mit einschlägigen X-Technologien (u. a. auch eXist) und aktuellen Webtechnologien (HTML/CSS) und den im Vorhaben verwendeten   Datenstandards (u. a. XML, TEI/MEI),
  • Teamfähigkeit.

Erwünscht:           

  • Erfahrungen im Bereich musikalischer Editionsarbeit sowie mit den einschlägigen  digitalen Editionstools (Edirom, Verovio) und Notensatzprogrammen (Sibelius).

Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe E 13 TV-L Berlin. Der Dienstort ist Berlin.

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften ist bestrebt, den Anteil von Frauen in          Bereichen, in denen sie unterrepräsentiert sind, nach Maßgabe des Landesgleichstellungsgesetzes und des Frauenförderplanes zu erhöhen; daher sind Bewerbungen von Frauen ausdrücklich erwünscht.

Bewerbungen von Personen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht. Bewerbungen von Schwerbehinderten werden bei gleicher Eignung vorrangig berücksichtigt.

Ihre aussagekräftigen schriftlichen Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte ausschließlich auf dem    Postweg unter Angabe der Kennziffer AV/12/2018 bis 13.12.2018 an die

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Wissenschaftsadministration
Referat Akademienvorhaben (Kennziffer AV/12/2018)
Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin

Eine Rücksendung der Bewerbungsunterlagen kann nur dann erfolgen, wenn ein frankierter Rückumschlag beigelegt ist.

Erstellung von Digitalen Editionen: Projektmitarbeiter/in an der SUB Göttingen gesucht

dhd-blog - Mi, 11/28/2018 - 12:00

Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB Göttingen) ist eine der größten wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands. Die Abteilung Forschung und Entwicklung ist national und international an Projekten beteiligt, um neuartige wissenschaftliche Informations- und Forschungsinfrastrukturen zu entwickeln. Einen Schwerpunkt bilden digitale Editionsprojekte, die vielfach unter Einsatz der virtuellen Forschungsumgebung TextGrid entstehen.

Für die Mitarbeit in Drittmittelprojekten zur Erstellung von Digitalen Editionen suchen wir eine Verstärkung für unser Team. Wir bieten die Gelegenheit sich gemeinsam mit nationalen und internationalen Partnern mit neuen Technologien und Themen zu beschäftigen und fördern die eigene Weiterentwicklung. Die Abteilung Forschung und Entwicklung bietet dafür eine angenehme Arbeitsatmosphäre mit regem Austausch zwischen den unterschiedlichen Projekten und Vorhaben und die Möglichkeit einen Einblick in verschiedene Themen und Technologien zu erhalten.

Zu den Projekten zählen das von der Volkswagenstiftung geförderte Projekt Maps of God, das eine Digitale Enzyklopädie von Diagrammen aus der jüdischen Lehre des Kabbala erstellen wird, sowie die von der DFG geförderte Gesamtausgabe der Werke von Klaus Mollenhauer.

Für die Softwareentwicklung in Drittmittelprojekten (z. B. Maps of God und Klaus Mollenhauer Gesamtausgabe) suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine / einen

Mitarbeiterin / Mitarbeiter (E 13 TV-L, Teilzeit, befristet).

Die Stelle ist zunächst auf 3 Jahre mit 29,85 WStd. befristet, eine Verlängerung wird angestrebt.

Ihre Aufgaben:

  • konzeptionelle Begleitung von Portal-Entwicklungen
  • technische Umsetzung bzw. Weiterentwicklung von Portal-Angeboten, insbesondere Entwicklung eines IIIF-basierten Viewer-Frameworks
  • projektspezifische Anpassungen der virtuellen Forschungsumgebung „TextGrid
  • Support bei der Arbeit im „TextGridLab“ und dem Daten-Ingest in das Repository

Erforderlich:

  • abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium im Bereich Informatik oder in den Geisteswissenschaften mit nachgewiesener technologischer Ausbildung und Erfahrung
  • sehr gute Kenntnisse in XML-Technologien (v. a. XQuery und XPath)
  • sehr gute Kenntnisse in Webtechnologien (HTML5, CSS, JavaScript)
  • Kenntnisse in der Programmiersprache Java und Semantic Web (RDF / RDFS, SPARQL)
  • sicherer Umgang mit dem Version Control System git
  • Linux-Kenntnisse (bevorzugt in der Server-Administration)

Wünschenswert:

  • Erfahrungen im Bereich Digital Humanities, insbesondere in der Abbildung digitaler Forschungsprozesse sowie Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit editionswissenschaftlichen Fragestellungen
  • sicherer Umgang mit dem Satzprogramm TeX

Fragen zu den Aufgaben und Projekten beantworten Ihnen Herr Dr. Jan Brase (E-Mail) und Herr Christoph Kudella (E-Mail).

Die Universität Göttingen strebt in den Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert daher qualifizierte Frauen nachdrücklich zur Bewerbung auf. Sie versteht sich zudem als familienfreundliche Hochschule und fördert die Vereinbarkeit von Wissenschaft / Beruf und Familie. Die Universität hat sich zum Ziel gesetzt, mehr schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Bewerbungen Schwerbehinderter erhalten bei gleicher Qualifikation den Vorzug.

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung mit allen wichtigen Unterlagen in einem Dokument zusammengefasst bis zum 7.12.2018 ausschließlich über das Bewerbungsportal ein.

Im begründeten Ausnahmefall können Sie Ihre Unterlagen an die Direktion der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Platz der Göttinger Sieben 1, 37073 Göttingen senden.

Hinweis:
Wir weisen darauf hin, dass die Einreichung der Bewerbung eine datenschutzrechtliche Einwilligung in die Verarbeitung Ihrer Bewerberdaten durch uns darstellt. Näheres zur Rechtsgrundlage und Datenverwendung finden Sie im Hinweisblatt zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) (PDF 87,5 KB).

Universitätsprofessur für Digitale Textwissenschaften

dhd-blog - Do, 11/22/2018 - 13:48
via Stephan Müller, Universität Wien

Offen für Neues. Seit 1365. Als Forschungsuniversität mit hoher internationaler Sichtbarkeit und einem vielfältigen Studienangebot bekennt sich die Universität Wien zur anwendungsoffenen Grundlagenforschung und forschungsgeleiteten Lehre, zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie zum Dialog mit Gesellschaft und Wirtschaft. Die Universität Wien trägt damit zur Bildung kommender Generationen und zu gesellschaftlicher Innovationsfähigkeit bei.

Die Besetzung von Professuren mit besonders qualifizierten WissenschafterInnen ist dabei eine wichtige Strategie der Universität Wien. Werden Sie Teil dieser lebendigen und zukunftsweisenden Organisation.

An der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät und der Fakultät für Informatik der Universität Wien ist eine

Universitätsprofessur für Digitale Textwissenschaften

(Vollbeschäftigung, unbefristet) zu besetzen.

Die/der Stelleninhaber/in muss über Expertise und nachgewiesene Forschungserfahrung sowohl in den Literaturwissenschaften als auch in der Informatik verfügen. Von besonderem Interesse sind Forschungsaktivitäten im Bereich der digitalen Editorik, der digitalen Textanalyse und des natural language processing (z. B. Analyse von textuellen Netzwerken, text mining, text summarization, sentiment analysis, word sense disambiguation, information translation, Clustering, Stilometrie, Topic Modeling, Korpusanalyse, multi-lingual texts, text cleaning, oder social media analytics), sowie auf dem Feld der nachhaltigen Datenpflege und -sicherung. Eine zentrale Aufgabe dieser Professur ist es, eine Brücke zwischen Forschungsfragen in verschiedenen Textwissenschaften und den methodisch getriebenen Forschungsaktivitäten an der Fakultät für Informatik zu etablieren und auszubauen. Interdisziplinäre Kooperationsfähigkeit zwischen Informatik und den Textwissenschaften ist daher von zentraler Bedeutung.

Zusammenarbeit mit DataScience@UniVienna, einer interdisziplinären Forschungsplattform zwischen mehreren Fakultäten der Universität Wien, ist möglich.

Ihr Profil:

  • Doktorat/PhD und Post-Doc-Erfahrung an einer Universität oder einer anderen Forschungseinrichtung
  • Erwünscht ist eine facheinschlägige Habilitation (venia docendi) oder eine international anerkannte gleichwertige Qualifikation
  • Hervorragende Leistungen in der Forschung, exzellente Publikationstätigkeit, internationale Reputation
  • Erfahrung in der Konzeption, Einwerbung und Leitung größerer Forschungsprojekte sowie Bereitschaft und Fähigkeit zur Führung von interdisziplinären Forschungsgruppen im Bereich der Digital Humanities
  • Begeisterung für exzellente Lehre, universitäre Lehrerfahrung sowie die Fähigkeit und Bereitschaft, in allen curricularen Stufen (Bachelor, Master, Doktorat) zu lehren, Abschlussarbeiten zu betreuen und den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern

Die Universität Wien erwartet, dass die/der StelleninhaberIn innerhalb von drei Jahren Deutschkenntnisse erwirbt, welche die Lehre in Bachelorstudien und die Mitarbeit in universitären Gremien ermöglichen. Die Universität Wien erwartet die prinzipielle Bereitschaft, bei Bedarf auch organisationale Verantwortung auf Ebene der Fakultät bzw. der Universität zu übernehmen.

Wir bieten Ihnen:

  • ein verhandelbares, attraktives Gehalt (Einstufung nach Kollektivvertrag für die ArbeitnehmerInnen der Universitäten in die Verwendungsgruppe A1; § 98 Universitätsgesetz 2002); die individuelle Gehaltsverhandlung erfolgt unter Berücksichtigung des bisherigen Karriereverlaufs und der derzeitigen Einkommenssituation
  • zusätzlich zur gesetzlichen Sozialversicherung eine betriebliche Pensionskasse
  • eine Anschubfinanzierung, insbesondere zum Aufbau und Einwerben von Forschungsprojekten
  • einen sich dynamisch entwickelnden Forschungsstandort mit einem gut ausgebauten Instrumentarium der Forschungsförderung
  • attraktive Arbeitsbedingungen in einer Stadt mit hoher Lebensqualität
  • umfassende Beratung und Unterstützung bei Fragen in Zusammenhang mit Wohnungssuche, Schulwechsel und Dual Career
  • vielfältige Unterstützungen durch zentrale Service-Einrichtungen

Die Universität Wien betreibt eine antidiskriminatorische Anstellungspolitik und legt Wert auf Chancengleichheit und Diversität (http://diversity.univie.ac.at/). Insbesondere wird eine Erhöhung des Frauenanteils in Leitungspositionen und beim wissenschaftlichen Personal angestrebt. Frauen werden bei gleicher Qualifikation vorrangig aufgenommen.

Bewerbungsunterlagen:

  • Bewerbungsschreiben mit kurzer Beschreibung:
    • der derzeitigen Forschungsinteressen und der Forschungspläne für die nähere Zukunft
    • der bisherigen und geplanten Schwerpunkte in der akademischen Lehre und Nachwuchsbetreuung
  • wissenschaftlicher Lebenslauf
    einschließlich Angaben zu „esteem factors“ (z. B. HerausgeberInnenschaften, Funktionen in wissenschaftlichen Gesellschaften oder Programmkomitees)
  • Publikationsverzeichnis mit:
    • Kenntlichmachung der fünf im Sinne der ausgeschriebenen Professur wichtigsten Veröffentlichungen
    • Angabe eines Internetlinks zum Download (PDF-Versionen) oder elektronische Übermittlung der PDF-Dateien dieser fünf Veröffentlichungen
    • je nach den Gepflogenheiten des Fachs Angaben zu Zitationen und Impact
  • Vortragsverzeichnis
    mit Angaben über eingeladene Hauptvorträge bei internationalen Tagungen
  • Drittmittel
    Verzeichnis eingeworbener Drittmittelprojekte (Thema, Laufzeit, Herkunft, Volumen) sowie etwaiger Erfindungen/Patente
  • Verzeichnis der gehaltenen Lehrveranstaltungen und betreuten Abschlussarbeiten, insbesondere Dissertationen
  • Lehrbewertungen (wenn vorhanden)
  • Kopien von Urkunden und Zeugnissen

Ihre Bewerbung, in deutscher oder englischer Sprache und bevorzugt in elektronischer Form, senden Sie bitte an die Dekanin der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät  der Universität Wien, Univ. Prof. Dr. Melanie Malzahn, Universitätsring 1, 1010 Wien (dekanat-pkw@univie.ac.at).

Kennzahl: 131-2018

Die Bewerbungsfrist endet am 7. Januar 2019.

Vortrag & Workshop von Prof. H. Wayne Storey: Borghini’s Dilemma: Philology, Digital Editions and the Ideal State of the Text

dhd-blog - Do, 11/22/2018 - 09:00

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde des Italienzentrums,

wie die Editionswissenschaft weiß, ist jede Edition eines literarischen Dokuments zwangsläufig ein Kompromiss. Selbst wo die Rekonstruktion eines „Urtextes“ möglich erscheint, bleibt stets die Frage, wie mit Überarbeitungen oder verschiedenen Versionen im Einzelnen umzugehen ist. Textkritische Editionen mit reichen Kommentaren oder verschiedene Darstellungsmöglichkeiten digital reproduzierter Texte sind zwei der Möglichkeiten, die angesichts dieser Herausforderungen zur Anwendung kommen. Das gilt nicht zuletzt für den ersten Text der itaIienischen Literatur (zugleich einen der bedeutendsten Texte der europäischen Literatur insgesamt), den wir zu großen Teilen in einem Originalmanuskript von der Hand des Autors vorliegen haben, nämlich Francesco Petrarcas Rerum vulgarium fragmenta (Canzoniere).

Es ist uns eine große Freude, dass wir mit dem Kollegen Prof. H. Wayne Storey von der Indiana University Bloomington einen führenden Fachmann im Bereich Digital Humanities für einen Vortrag und einen Workshop zu diesem Thema gewinnen konnten. H. Wayne Storey ist founding editor der „Textual Cultures“ und leitet u.a. mit John Walsh und lsabella Magni das Petrarchive, eine auf Petrarcas Manuskript basierende digitale Gesamtedition (open access) der Rerum vulgarium fragmenta, die neben Digitalbildern der Handschrift eine vollständige diplomatische ebenso wie eine kritische Version des Textes bietet; außerdem einen aufwändigen visual index zur Analyse des materialen Arrangements der Texte im Codex und ihrer mise en page, die von Petrarca selbst geplant ist. Vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen mit diesem Projekt stellt unser Gast einige der vielen Probleme und Lösungen bzw. Lösungsansätze für digitale Editionen vor und diskutiert diese anhand von Beispielen mit Ihnen.

Zu H. Wayne Storeys Vortrag in englischer und seinem Workshop in italienischer Sprache laden wir Sie herzlich ein:

 

Dienstag, 27. November 2018, 18 Uhr c.t.

VORTRAG: Borghini’s Dilemma: Philology, Digital Editions and the Ideal State of the Text

Ort: Freie Universität Berlin, Habelschwerdter Allee 45, Raum L 115 (Seminarzentrum)

Informationen zum Vortrag auf der Webseite des Italienzentrums der FU Berlin

 

Mittwoch, 28. November 2018, 10 Uhr c.t.

WORKSHOP: L’interrogazione delle testimonianze e la fenomenologia dell’accrezione: il

caso dei Rerum vulgarium fragmenta (Canzoniere) di Petra rca

Ort: Freie Universität Berlin, Habelschwerdter Allee 45, Raum KL 32/102

Informationen zum Workshop auf der Webseite des Italienzentrums der FU Berlin

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen,

mit besten Grüßen

Prof. Dr. Bernhard Huss

Gerda Henkel Fellowship for Digital History

dhd-blog - Sa, 11/17/2018 - 08:44

via Bryan Hart

With the generous support of the Gerda Henkel Foundation, the German Historical Institute (GHI) and the Roy Rosenzweig Center for History and New Media at the George Mason University (RRCHNM) invite applications from postdoctoral scholars and advanced doctoral students based in Germany for a 12-month fellowship in digital history.

The fellowship will provide a unique opportunity for the recipient to work on his or her research project at RRCHNM, where she/he will be in residence for one year. We welcome applications from scholars who are seeking seed-funding in order to develop a thrilling idea into a new project and/or funding proposal as well as from scholars who wish to pursue fully-fledged research projects. While at the Center, the fellow will also have the opportunity to consult with the Center’s faculty and staff in order to develop the skills needed for his or her project, join teams working on projects in development at RRCHNM, and to sit in on graduate digital history classes at GMU. Depending upon qualifications and visa status, the fellow could teach or co-teach undergraduate courses involving digital history.

Starting at the beginning of the 2019 GMU fall semester, the successful applicant will be in residence at the RRCHNM and will also participate in GHI activities, events, and digital projects. Funding will be provided for a 12-month stay for postdoctoral scholars as well as advanced doctoral students, who are currently affiliated with a European research institution. The monthly stipend will be €3,400 for postdoctoral scholars or €2,000 for doctoral students. The fellow will also receive reimbursement for his or her round-trip economy airfare to the U.S. and a grant for travel to other North American institutions up to € 5,000.

The deadline for applications is January 5, 2019. To apply, please send a cover letter, a CV, a copy of the certificate of your most recently earned degree, the names and contact details of two referees, and a research project proposal (5 pages or 2,000 words max.). The proposal should outline a research question, the main sources to be used, and ideas about what digital tools and methods could be used to analyze those sources. We can accept applications in electronic form only. Please submit your documents as a single PDF file to: fellowships@ghi-dc.org.

All candidates will be notified in February 2019 of the result of their application.

For more information, please contact:
Bryan Hart (hart@ghi-dc.org) at the GHI or Stephen Robertson (srober30@gmu.edu) at the RRCHNM.

Full text of the call for applications is available on the GHI website: https://www.ghi-dc.org/dh-fellowship

 

Stellenausschreibung: Applikationsentwickler*in II, 75%

dhd-blog - Fr, 11/16/2018 - 22:50

via Christian von Zimmermann

An der Forschungsstelle Jeremias Gotthelf der Universität Bern wird im Rahmen der Umsetzung der digitalen Historisch-kritischen Gesamtausgabe der Werke und Briefe von Jeremias Gotthelf (dHKG) zum 1. Januar 2019 befristet auf zwei Jahre die Stelle einer bzw. eines Applikationsentwickler*in II ausgeschrieben.         
Die dHKG wird in Zusammenarbeit mit dem Projekt Nationale Infrastruktur für Editionen – Infrastructure nationale pour les éditions (NIE – INE) an der Universität Basel und der Hochschule der Künste in Bern umgesetzt.

Aufgaben:

(a) Zusammenarbeit von Forschungsstelle (Bern) und NIE-INE (Basel), 50%

–      Entwicklung eines Konvertierungsskriptes für den Export der spezifischen XML-TEI-Daten des Projektes zu RDF (und umgekehrt).

–      Entwicklung/Anpassung von Webkomponenten (z.B. für Kalendarium, Zeitstrahl, Suchfunktionen) im Rückgriff auf bestehende DaSCH/NIE-INE-Infrastrukturen

–      Umsetzung des Webkonzepts der Edition (bes. Repräsentation der Editionsdaten)

–      Mitwirkung an den Arbeitstreffen von NIE-INE in Basel

(b) Interne Aufgaben in der Forschungsstelle (Bern), 25%

–      Serverbetreuung

–      Pflege der XML-TEI-Daten, der komplexen Schemata und der Editionsumgebung Ediarum (eXist).

Anforderungen:

–      Nach Möglichkeit Hochschulabschluss in den Geisteswissenschaften, Vertrautheit mit editionswissenschaftliche Fragestellungen

–      Kenntnisse von XML-TEI, XPath etc.

–      Erfahrungen im Bereich der Webtechnologien (Web Framework, z.B. Angular, React, etc.).

–      Für die Entwicklung bei NIE-INE wären von Vorteil: (a) Kenntnisse in Software-Architekturen (Entwicklung von nieOS) oder (b) Erfahrungen im Umgang mit Ontologien und deren Modellierung oder (c) Erfahrungen mit einer Script-Sprache (Python oder Perl usw.)

–      Deutsch in Wort und Schrift

Wir bieten:

–      Mitarbeit in einem Projekt von hoher nationaler und internationaler Ausstrahlung

–      Möglichkeit zur Weiterqualifikation im Umgang mit zeitgemässen editorischen Arbeitsinstrumenten

–      ein aktives und attraktives Forschungsumfeld

Informationen zur Stelle:         
            PD Dr. Christian von Zimmermann, vonzimmermanngerm.unibe.ch

Gerne können Sie bereits vor Ihrer Bewerbung Kontakt aufnehmen, um genauere Informationen über die Stelle zu erhalten.

Bewerbungen sind in digitaler Form per E-Mail bis zum 25. November 2018 einzureichen:  vonzimmermann@germ.unibe.ch

Verlängerung der Bewerbungsfrist bis 30.11.18: wissenschaftliche Koordinatorin/wissenschaftlicher Koordinator für DARIAH-DE an der SUB Göttingen

dhd-blog - Do, 11/15/2018 - 20:55

Das BMBF-geförderte Projekt DARIAH-DE ist ein Forschungsprojekt zur Entwicklung von nachhaltigen Forschungsinfrastrukturen für die Geistes- und Kulturwissenschaften. In enger Kooperation mit CLARIN-D arbeitet DARIAH-DE gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen geistes- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen, um digitale Forschungsmethoden zu entwickeln, Forschungsfragen auf neue Weise zu beantworten und neue Forschungsfragen zu etablieren.

Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB Göttingen) koordiniert den Forschungsverbund DARIAH-DE. Die SUB Göttingen ist eine der größten wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands und engagiert sich seit Jahren in der Forschung und Entwicklung von digitalen Forschungsinfrastrukturen und Virtuellen Forschungsumgebungen.

Für das Projekt DARIAH-DE und dessen Weiterentwicklung im Projekt CLARIAH-DE suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet bis 31.12.2021 eine / einen

wissenschaftliche Koordinatorin/wissenschaftlichen Koordinator
– Entgeltgruppe 14 TV-L, Vollzeit, befristet

Die Möglichkeit einer Verlängerung besteht. Die Stelle ist Teilzeit geeignet.

Ihre Aufgaben:
– fachwissenschaftliche Leitung des bundesweiten Verbundprojekts DARIAH-DE mit 19 Partnern sowie dessen Weiterentwicklung in CLARIAH-DE in enger Abstimmung mit dem DARIAH-DE Coordination Office in Göttingen und der CLARIN-D Geschäftsstelle in Tübingen
– wissenschaftliche und strategische Planung der Außendarstellung und Dokumentation der Forschungsergebnisse
– Leitung mehrerer Planungsgremien im Forschungsverbund sowie des DARIAH- Projektteam an der SUB Göttingen
– Beratung von Fachwissenschaftlerinnen und Fachwissenschaftlern und Forschungsvorhaben bezüglich der Einsatzmöglichkeiten von DARIAH-DE/CLARIAH-DE und digitalen Werkzeugen und Methoden
– Repräsentanz und Präsentation der Forschungsverbünde DARIAH-DE und CLARIAH-DE bei nationalen und internationalen Konferenzen
– Beteiligung an Drittmittelanträgen und Kooperationsgesprächen
– Konzeption und Durchführung von internationalen Workshops und Tagungen

Erforderlich:
– wissenschaftlicher Hochschulabschluss im Bereich Geisteswissenschaften, vorzugsweise mit Promotion oder vergleichbare Ausbildung und Erfahrung
– nachgewiesene Berufserfahrung und Forschungstätigkeit im Bereich Digital Humanities
– mehrjährige Berufserfahrung im Projektmanagement und mit administrativen Abläufen im Projektwesen
– sicherer Umgang mit digitalen Projektmanagement- und Kommunikationstools, z.B. Wiki, Social Media
– sehr hohe Kommunikationskompetenz und Teamfähigkeit sowie sehr gute organisatorische Fähigkeiten und ausgezeichnetes Zeitmanagement
– verhandlungssichere Sprachkenntnisse in Deutsch und Englisch

Wünschenswert:
– Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich digitaler geisteswissenschaftlicher Forschungsinfrastrukturen
– Kenntnisse der nationalen / internationalen Förderlandschaft

Fragen zu diesem Projekt beantworten Ihnen Frau Dr. Mirjam Blümm, E-Mail: bluemm@sub.uni-goettingen.de und Frau Regine Stein, E-Mail: regine.stein@sub.uni-goettingen.de.

Die Universität Göttingen strebt in den Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert daher qualifizierte Frauen nachdrücklich zur Bewerbung auf. Sie versteht sich zudem als familienfreundliche Hochschule und fördert die Vereinbarkeit von Wissenschaft / Beruf und Familie. Die Universität hat sich zum Ziel gesetzt, mehr schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Bewerbungen Schwerbehinderter erhalten bei gleicher Qualifikation den Vorzug.

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung mit allen wichtigen Unterlagen in einem Dokument zusammengefasst bis zum 30.11.2018 ausschließlich über das Bewerbungsportal https://lotus2.gwdg.de/uni/uzdv/perso/knr_100444.nsfein.

Das Auswahlverfahren ist für die 48. Kalenderwoche 2018 in Göttingen geplant.

Im begründeten Ausnahmefall können Sie Ihre Unterlagen an die Direktion der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Platz der Göttinger Sieben 1, 37073 Göttingen senden.

Hinweis:
Wir weisen darauf hin, dass die Einreichung der Bewerbung eine datenschutzrechtliche Einwilligung in die Verarbeitung Ihrer Bewerberdaten durch uns darstellt. Näheres zur Rechtsgrundlage und Datenverwendung finden Sie im Hinweisblatt zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

ApplikationsentwicklerIn II (75%) an der Forschungsstelle Jeremias Gotthelf der Universität Bern

dhd-blog - Do, 11/15/2018 - 20:37

An der Forschungsstelle Jeremias Gotthelf der Universität Bern wird im Rahmen der Umsetzung der digitalen Historisch-kritischen Gesamtausgabe der Werke und Briefe von Jeremias Gotthelf (dHKG) zum 1. Januar 2019 befristet auf zwei Jahre die Stelle einer Applikationsentwicklerin II bzw. eines Applikationsentwicklers II ausgeschrieben.
Die dHKG wird in Zusammenarbeit mit dem Projekt Nationale Infrastruktur für Editionen – Infrastructure nationale pour les éditions (NIE – INE) an der Universität Basel und der Hochschule der Künste in Bern umgesetzt.

Aufgaben:

  1. Zusammenarbeit von Forschungsstelle (Bern) und NIE-INE (Basel), 50%
    • Entwicklung eines Konvertierungsskriptes für den Export der spezifischen XML-TEI-Daten des Projektes zu RDF (und umgekehrt).
    • Entwicklung/Anpassung von Webkomponenten (z.B. für Kalendarium, Zeitstrahl, Suchfunktionen) im Rückgriff auf bestehende DaSCH/NIE-INE-Infrastrukturen
    • Umsetzung des Webkonzepts der Edition (bes. Repräsentation der Editionsdaten)
    • Mitwirkung an den Arbeitstreffen von NIE-INE in Basel
  2. Interne Aufgaben in der Forschungsstelle (Bern), 25%
    • Serverbetreuung
    • Pflege der XML-TEI-Daten, der komplexen Schemata und der Editionsumgebung Ediarum (eXist).

Anforderungen:

  • Nach Möglichkeit Hochschulabschluss in den Geisteswissenschaften, Vertrautheit mit editionswissenschaftliche Fragestellungen
  • Kenntnisse von XML-TEI, XPath etc.
  • Erfahrungen im Bereich der Webtechnologien (Web Framework, z.B. Angular, React, etc.).
  • Für die Entwicklung bei NIE-INE wären von Vorteil: (a) Kenntnisse in Software-Architekturen (Entwicklung von nieOS) oder (b) Erfahrungen im Umgang mit Ontologien und deren Modellierung oder (c) Erfahrungen mit einer Script-Sprache (Python oder Perl usw.)
  • Deutsch in Wort und Schrift

Aussichten:

  • Mitarbeit in einem Projekt von hoher nationaler und internationaler Ausstrahlung
  • Möglichkeit zur Weiterqualifikation im Umgang mit zeitgemässen editorischen Arbeitsinstrumenten
  • ein aktives und attraktives Forschungsumfeld

Informationen zur Stelle:

Gerne können Sie bereits vor Ihrer Bewerbung Kontakt aufnehmen, um genauere Informationen über die Stelle zu erhalten. PD Dr. Christian von Zimmermann, vonzimmermanngerm.unibe.ch, beantwortet jederzeit gerne Fragen zu der ausgeschriebenen Stelle. 

Bewerbungen sind in digitaler Form per E-Mail bis zum 25. November 2018 einzureichen: vonzimmermann@germ.unibe.ch

RIDE 9 veröffentlicht – Rezensionen digitaler Textsammlungen und Korpora

dhd-blog - Do, 11/08/2018 - 16:29

Wir freuen uns, die neunte Ausgabe des Rezensionsjournal RIDE, das seit 2014 vom Institut für Dokumentologie und Editorik (IDE) herausgegeben wird, ankündigen zu können. Die aktuelle Ausgabe enthält fünf Rezensionen (zwei auf Englisch, drei auf Deutsch), in denen Digitale Textsammlungen und Korpora aus verschiedenen Teilbereichen der Digital Humanities kritisch besprochen werden. Darüber hinaus beleuchtet ein Editorial Inhalte und zentrale Aspekte der Rezensionen.

Folgende Beiträge sind in Band 9 enthalten:

Alle Rezensionen sind abrufbar unter: http://ride.i-d-e.de/issue-9

Die aktuelle Ausgabe stellt auch einen Meilenstein für RIDE insgesamt dar: Mit den fünf Rezensionen der aktuellen Ausgabe sind nun insgesamt 50 Rezensionen in RIDE verfügbar, davon 20 zu Digitalen Textsammlungen und 30 zu Digitalen Editionen. Wir möchten uns aus diesem Anlass noch einmal bei allen bisherigen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit bedanken!

Auf weitere 50 Rezensionen!

Vorstellung der DARIAH DH-Award-PreisträgerInnen 2018: Gernot Howanitz

dhd-blog - Do, 11/08/2018 - 12:10

Mit dem DARIAH-DE DH-Award wurde dieses Jahr Gernot Howanitz ausgezeichnet. Der DARIAH-DE DH-AWARD fördert NachwuchswissenschaftlerInnen, die in ihren Forschungsvorhaben innovative digitale Ansätze und Methoden einsetzen und so einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Digital Humanities leisten. Im DHd-Blog stellen wir PreisträgerInnen und Projekte in den nächsten Wochen vor.

Gernot Howanitz hat russische Literaturwissenschaft und angewandte Informatik in Salzburg, Moskau und Prag studiert. 2017 promovierte er an der Universität Passau über (Selbst-)Inszenierungen russischer Autorinnen und Autoren im Internet; zur Zeit bereitet er ein Habilitationsprojekt über den polnischen Positivismus vor.Forschungsschwerpunkte sind russische, tschechische und polnische Literatur von 1850 bis heute, (Auto-)Biographietheorie, Erinnerungskulturen, Rezeptionstheorien, Neue Medien und Digital Humanities.

Worum geht es in Ihrem Projekt?

Meine Dissertation analysiert (auto-)biographische Praktiken russischer Autorinnen und Autoren im Web, um deren Strategien der (Selbst-)Inszenierung aufschlüsseln zu können.

Mit welchen Materialien und Daten arbeiten Sie?

37 Blogs und Social-Media-Profile von 31 bekannten russischen Autorinnen und Autoren, das sind 78.268 Texte  mit 17.816.195 Wörtern, gesammelt zwischen 16. Februar 2002 und 31. Dezember 2014.

Gibt es Methoden, Theorien und Tools, welche für diese Aufgabe besonders interessant sind?

Topic Modeling mit nachgeschalteten Clustering- und Visualisierungsverfahren, die mit ‚klassischem‘ close reading kombiniert werden; darüber hinaus qualitative Erfassung multimodaler Inhalte (Bilder, Videos)

Wie haben Sie begonnen, sich mit digitalen Geisteswissenschaften zu beschäftigen?

Ich habe an der Universität Salzburg sowohl Angewandte Informatik als auch Slawistik studiert, war also digitaler Humanist, bevor ich wusste, was das überhaupt ist.

Welche Angebote der digitalen Geisteswissenschaften fänden Sie für Ihre Forschungsprojekte in Zukunft besonders hilfreich?

Momentan arbeite ich mit Kolleginnen und Kollegen am Passauer Centre for eHumanities an Deep-Learning-Methoden, um Bilder, Videoclips und Spielfilme quantitativ erfassen zu können. Das ist zwar nicht ganz trivial, wird es in Zukunft aber erlauben, eine Vielzahl an kulturwissenschaftlichen Fragestellungen neu zu denken.

 

DARIAH-DE unterstützt mit digitalen Ressourcen und Methoden arbeitende Geistes- und KulturwissenschaftlerInnen in Forschung und Lehre. Dafür baut das Projekt eine digitale Forschungsinfrastruktur für Werkzeuge und Forschungsdaten auf und entwickelt Materialien für Lehre und Weiterbildung im Bereich der Digital Humanities (DH). DARIAH-DE ist der deutsche Beitrag von DARIAH-EU und arbeitet in diesem Kontext mit einer Vielzahl von europäischen Partnern und Projektverbündeten zusammen.

Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen im SNF-Projekt «Online-Edition der Rezensionen und Briefe Albrecht von Hallers»

dhd-blog - Mi, 11/07/2018 - 08:46

via Bernhard Metz

An der Universität Bern sind zum 1. Mai 2019 für die Dauer von bis zu fünf Jahren
zwei bis drei Stellen (40-80%-Anstellungsgrad)
als

wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in im SNF-Projekt 10FE15_157963:
«Online-Edition der Rezensionen und Briefe Albrecht von Hallers.
Expertise und Kommunikation in der entstehenden Scientific Community»

zu besetzen. Als interdisziplinäres Forschungsprojekt verteilen sich diese auf das Historische Institut (Prof. Dr. André Holenstein), das Institut für Medizingeschichte (Prof. Dr. Hubert Steinke) und das Institut für Germanistik (Prof. Dr. Oliver Lubrich) der Universität Bern – in Kooperation mit der Burgerbibliothek sowie der Albrecht von Haller-Stiftung der Burgergemeinde Bern.

Die Mitarbeit im Editionsprojekt umfasst vorrangig die Transliteration und Transkription handschriftlicher Briefe von und an Albrecht von Haller sowie deren Kommentierung und Auszeichnung. Zudem werden Hallers rund 9’000 Rezensionen aus den «Göttingischen Gelehrten Anzeigen» im Projekt ediert. Vorausgesetzt werden gute Sprachkenntnisse in Deutsch, Französisch und Latein, davon in mindestens einer dieser drei Sprachen exzellente. Erforderlich sind zudem gute Handschriftenkenntnisse sowie Erfahrung mit bzw. zumindest ein belegbares Interesse an editionsphilologischen Fragestellungen und Methoden.

Die Gehaltsfestlegung erfolgt nach SNF-Vorgaben. Neben der Anstellung besteht die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Weiterqualifikation in den Fächern Geschichte, Medizingeschichte oder Germanistik/Komparatistik entsprechend den beteiligten Instituten.

Die Bewerbungsunterlagen (Zeugnisse, Masterarbeit resp. Dissertation, Lebenslauf) sind bis zum 2. Dezember 2018 elektronisch (als eine einzige PDF-Datei) an die beiden unten aufgeführten eMail-Adressen zu senden. Weitere Informationen finden sich aufhttp://www.hist.unibe.ch/forschung/forschungsprojekte/online_edition_haller/index_ger.htmlund werden auch persönlich erteilt von den Projektleitern Dr. Martin Stuber (martin.stuber@hist.unibe.ch) oder Dr. Bernhard Metz (bernhard.metz@img.unibe.ch).

Universitaet Bern
Institut fuer Medizingeschichte der Universitaet Bern
Buehlstrasse 26

CH-3012 Bern

++41 31 631 84 51

bernhard.metz@img.unibe.ch

RIDE-Preis für die beste Rezension in Band 8

dhd-blog - Fr, 11/02/2018 - 13:01

Das Institut für Dokumentologie und Editorik freut sich, die Gewinnerin des dritten RIDE-Preises für die beste Rezension in „RIDE 8 – Digital Text Collections“ bekannt zu geben (http://ride.i-d-e.de/issue-8/). Der Preis in Höhe von 250 Euro wird mit großzügiger Unterstützung der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Graz vergeben (mehr Informationen: http://ride.i-d-e.de/reviewers/ride-award-for-best-review/).

Die Jury der Preisvergabe, bestehend aus Peter Stadler (Universität Paderborn), Franz Fischer (Universität zu Köln), Roman Bleier (Universität Graz) und Philipp Steinkrüger (Ruhr-Universität Bochum) – verleiht den Preis diesmal an Susanne Haaf (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften) für die „Rezension der Deutschsprachigen Wikisource“ (https://ride.i-d-e.de/issue-8/wikisource/).

Begründung:

„The committee was especially impressed by Haaf’s familiarity with the material, which is evidenced in her review by meticulous attention to detail. Haaf’s overview and description of the project condenses the complexity of the material and organizing system in an exemplary way and allows the reader to readily comprehend the underlying ideas. This general picture is enriched by a closer inspection of several key aspects, such as Wikisource’s way of handling metadata, or the benefits and snares of a community edition. Finally, the pertinent and concise criticism Haaf provides, and the suggestions for improvement that accompany these criticisms underline the review’s excellence. As such, the committee entertains the hope that Haaf’s text will help to communicate the importance of reviewing to the scientific community.“

Wir wünschen der Gewinnerin viel Vergnügen mit dem Preis und freuen uns auf weitere spannende Rezensionen digitaler Ressourcen in den nächsten RIDE-Ausgaben.

Seitens des IDEs geht außerdem besonderer Dank an das externe Jurymitglied Peter Stadler für die gute Zusammenarbeit bei der Auswahl der Preisträgerin.

Vorstellung der DARIAH DH-Award-PreisträgerInnen 2018: Thomas Schmidt

dhd-blog - Fr, 11/02/2018 - 09:45

Mit dem DARIAH-DE DH-Award wurde dieses Jahr Thomas Schmidt ausgezeichnet. Der DARIAH-DE DH-AWARD fördert NachwuchswissenschaftlerInnen, die in ihren Forschungsvorhaben innovative digitale Ansätze und Methoden einsetzen und so einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Digital Humanities leisten. Im DHd-Blog stellen wir PreisträgerInnen und Projekte in den nächsten Wochen vor.

Thomas Schmidt hat einen Master of Science in Medieninformatik von der Universität Regensburg. Thema der Masterarbeit: „Gefühl ist alles; Name ist Schall und Rauch.“ – Der Einsatz von Sentiment Analysis in der quantitativen Dramenanalyse.Seit Ende 2017 arbeitet er am Lehrstuhl für Medieninformatik der Universität Regensburg als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Seine Forschungsinteressen umfassen Digital Humanities, Information Behavior und Human Computer Interaction.

Worum geht es in Ihrer Arbeit?

In der Masterarbeit habe ich mich mit der Sentiment Analysis auf Dramentexten von G. E. Lessing befasst. Sentiment Analysis bezeichnet dabei eine Sammlung von Methoden zur computergestützten Analyse und Prädiktion von Emotionen, Sentiments und Meinungen. Sentiment Analysis ist insbesondere im Bereich Product Reviews und Social Media populär. Es ist jedoch klar, dass insbesondere die Analyse von literarischen Texten davon profitieren kann; beispielsweise um Emotionsverläufe zu untersuchen oder die Beziehung zwischen Figuren zu modellieren. In der Arbeit habe ich zunächst einen kleinen Teil von Repliken (also Sprechakten) aus den Dramen Lessings bezüglich dem Sentiment und den Emotionen annotieren lassen, um einen Gold Standard zu erstellen und das Annotationsverhalten zu untersuchen. Details zu dieser Annotationsstudie kann man hier einsehen.

Bezüglich des Gold Standard habe ich dann die Leistung verschiedener lexikon-basierter (oder auch regel-basierter) Verfahren aus der Sentiment Analysis in Kombination mit NLP-Methoden evaluiert. Die besondere Herausforderung ist dabei der Umgang mit der historischer und poetischen Sprache. Die Ergebnisse der Sentiment Analysis aus der Methodenkombination mit der besten Leistung habe ich in einem prototypischen Web-Tool zur interaktiven Visualisierung implementiert. Über das Tool kann man Polaritäts- und Emotionsverteilungen in den Dramen Lessings explorieren. Mehr dazu kann man hier nachlesen.

Betreut und begutachtet wurde die Masterarbeit von Jun.-Prof. Dr. Manuel Burghardt von der Universität Leipzig und Prof. Dr. Christian Wolff von der Universität Regensburg.

Mit welchen Materialien und Daten arbeiten Sie?

Für die Masterarbeit habe ich die Dramen von Lessing über die Plattform Textgrid und das Textgrid-Repository bezogen, da diese dort sehr gut als mit XML strukturierten und annotierten Dateien vorliegen. Für Textanalyse jenseits von dem was auf Textgrid verfügbar ist, nutze ich das bekannte Projekt Gutenberg.

Gibt es Methoden, Theorien und Tools, welche für diese Aufgabe besonders interessant sind?

Bezüglich der theoretischen Grundlage bezieht man sich in der Sentiment Analysis meist auf Liu (2016) der zu dem Konzept Sentiment Analysis ein differenziertes theoretisches Modell erstellt hat. Problem hierbei ist, dass dieses Modell vor allem für Product Reviews, Social Media und Meinungen optimiert ist. Narrative und literarische Texte stellen jedoch einen Sonderfall dar, da die emotionalen Repräsentationen oft sehr komplex sind oder auch die Bezugsebene nicht immer eindeutig zu identifizieren ist. Ich hoffe, dass wir mit unserer Forschung zum Annotationsverhalten von Literaturwissenschaftlern einen Beitrag zur Theoriebildung für die Sentiment Analysis auf literarischen Texten leisten.

Für die Durchführung der Sentiment Analysis habe ich etablierte deutschsprachige Sentiment-Lexika benutzt. Dabei handelt es sich um Listen oder Tabellen aus Wörtern, die bezüglich ihrem Sentiment auf unterschiedliche Art und Weise annotiert sind. Über Kalkulationen, basierend auf diesen Lexika, kann man dann Metriken für das Sentiment und Emotionen kalkulieren. Diese Methodik wird vor allem dann eingesetzt, wenn große annotierte Korpora der Anwendungsdomäne fehlen, um Techniken des maschinellen Lernens durchzuführen.

Im Bereich der allgemeinen Textverarbeitung und –analyse nutze ich verschiedene Python-Libraries wie das bekannte NLTK-package, textblob  aber auch Lemmatisierungstools wie TreeTagger. Bei der Visualisierung der Daten habe ich mich an anderen Textanalyse-Tools orientiert, wie zum Beispiel Voyant und nutze Datenvisualisierungs-Bibliotheken wie Google Charts und D3.js.

Um mit der historischen Sprache der Dramen zurecht zu kommen, habe ich ein Tool vom Deutschen Textarchiv genutzt  insbesondere ein Tool zur Erstellung historischer linguistischer Varianten von Jurish (2012).

Um fortgeschrittene Methoden, wie zum Beispiel Machine Learning für die Sentiment Analysis zu verfolgen sind Sentiment-annotierte Korpora notwendig, die jedoch für den Anwendungsbereich von historischen Dramen noch nicht ausreichend vorliegen. Zwar gibt es große und gut annotierte Korpora für andere Anwendungsbereiche (Product Reviews, Twitter), jedoch haben diese das Problem, dass es sich eben nicht um historische und poetische Sprache handelt. Auch haben wir festgestellt, dass Sentiment-Annotationen auf literarischen Texten detailliertere Annotationen benötigt, wie zum Beispiel die Angabe von Lügen, Ironie oder den tatsächlichen Sentiment-Zielen. Derartige Annotation sind selbst in etablierten Anwendungsgebieten nicht häufig. Diesbezüglich sind natürlich Annotations- und Crowdsourcing-Tools aus den Digital Humanities besonders interessant für uns, um größere Annotationsstudien durchzuführen und derartige Korpora zu generieren.

Wie haben Sie begonnen, sich mit digitalen Geisteswissenschaften zu beschäftigen?

Zum ersten Mal habe ich mich mit Digital Humanities (DH) im Rahmen des Master-Programms für den Master Medieninformatik an der Universität Regensburg befasst. DH ist dabei ein Wahlmodul, das man belegen kann. Als Projektarbeit war ich im Kurs dann an der Realisierung eines Tools zur quantitativen Dramenanalyse unter der Leitung von Jun.-Prof. Dr. Manuel Burghardt beteiligt. Dabei habe ich auch erste Erfahrungen zur Zusammenarbeit mit Geisteswissenschaftlern gesammelt, da wir in dem Projekt eng mit der Literaturwissenschaftlerin PD Dr. Katrin Dennerlein von der Universität Würzburg zusammen gearbeitet haben.

Im weiteren Studium habe ich dann immer mal wieder in Projektkursen an DH-Themen mitgewirkt, zum Beispiel bei der Digitalisierung einer Liedblattsammlung der Universität Regensburg. Für meine Masterarbeit habe ich mich dann entschlossen auf den bisherigen Arbeiten zur quantitativen Dramenanalyse aufzubauen und die Dramenanalyse um Techniken der Sentiment Analysis zu erweitern.

An den Digital Humanities interessiert mich vor allem die Vielfalt an Themen und die Zusammenarbeit mit Geisteswissenschaftlern. Des Weiteren finde ich die Zusammenführung von Geisteswissenschaften mit ihrer jahrhundertelangen Traditionen, Theorien und Ergebnissen und den Möglichkeiten der noch recht jungen Informatik sehr faszinierend und denke, dass sich beide Gebiete gegenseitig bereichern können.

Welche Angebote der digitalen Geisteswissenschaften fänden Sie für Ihre Forschungsprojekte in Zukunft besonders hilfreich?

In Zukunft planen wir unter anderem noch größere Annotationsstudien mit verschiedenen Nutzergruppen und differenzierteren Annotations-Schemata zur Sentiment Annotation auf literarischen Texten. Ziel ist die Analyse von Annotationsverhalten und die Erstellung von größeren Korpora zur Evaluation und zur Anwendung von Maschinellen Lernen. Dafür exploriere ich momentan den Einsatz und die Möglichkeiten von bekannten Annotationstools wie WebAnno sowie Optionen die Annotation über Crowdsourcing umzusetzen.

Um besser mit historischer und poetischer Sprache der Dramentexte zurecht zukommen, wären natürlich mehr digitale Wörterbücher oder gar Sentiment-Lexika für den jeweiligen historischen Kontext nützlich. Im Bereich der domänenspezifischen Sentiment Analysis gibt es auch semi-automatische Methoden für die Erstellung derartiger Lexika, die wir in Zukunft explorieren wollen.

Für die Weiterentwicklung der Dramenanalyse ist die Verknüpfung von quantitativen Metriken aus dem vergangenen Projekt zur quantitativen Dramenanalyse mit Ergebnissen der Sentiment Analysis sicherlich interessant. Auch die Verknüpfung und Integration von aktuell sehr populären Textanalyse-Methoden wie Topic Modelling mit der Sentiment Analysis

Weitere Informationen:

 

DARIAH-DE unterstützt mit digitalen Ressourcen und Methoden arbeitende Geistes- und KulturwissenschaftlerInnen in Forschung und Lehre. Dafür baut das Projekt eine digitale Forschungsinfrastruktur für Werkzeuge und Forschungsdaten auf und entwickelt Materialien für Lehre und Weiterbildung im Bereich der Digital Humanities (DH). DARIAH-DE ist der deutsche Beitrag von DARIAH-EU und arbeitet in diesem Kontext mit einer Vielzahl von europäischen Partnern und Projektverbündeten zusammen.

Stellenangebot: wiss. Mit. (E13) für digitale Edition „Kniffler-Briefe“, Ruhr-Universität Bochum

dhd-blog - Mo, 10/29/2018 - 18:42

Die Ruhr-Universität Bochum (RUB) ist eine der führenden Forschungsuniversitäten in Deutschland. Als reformorientierte Campusuniversität vereint sie in einzigartiger Weise die gesamte Spannbreite der großen Wissenschaftsbereiche an einem Ort.
Das dynamische Miteinander von Fächern und Fächerkulturen bietet den Forschenden wie den Studierenden gleichermaßen besondere Chancen zur interdisziplinären Zusammenarbeit.

In der Fakultät für Ostasienwissenschaften der Ruhr-Universität Bochum, Sektion für Geschichte Japans, ist schnellstmöglich für die Laufzeit von einem Jahr eine Stelle als

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (39,83 Std./Woche) (E13 TVL)

zu besetzen.

https://www.stellenwerk-bochum.de/jobboerse/wissenschaftl-mitarbeiterin-wiss-mitarbeiterin-1-jahr-3983-stdwoche-bo-2018-10-16-213424

Die zukünftige Mitarbeiterin/der zukünftige Mitarbeiter wird für das Projekt “Digitale Edition der internationalen Geschäftskorrespondenz von L. Kniffler & Co., 1859 – 1876” beschäftigt, das vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird. Die ausgeschriebene Stelle umfasst die Erstellung eines Webportals zur Präsentation der ca. 200 Briefe umfassenden Geschäftskorrespondenz (Digitalisate und Transkripte) im Internet. Dies geschieht in enger konzeptioneller und technischer Zusammenarbeit mit dem in der Sektion für Geschichte Japans angesiedelten fachwissenschaftlichen Team, das die inhaltliche Erschließung der Briefe leistet, mit dem IT-Beauftragten der Fakultät für Ostasienwissenschaften und mit der AG Forschungsdatenmanagement der Ruhr-Universität Bochum.

Aufgabengebiet:
Bereitstellung, Überwachung (Fehleranalyse und Beseitigung) und Optimierung der einzusetzenden Hardware- und Softwarekomponenten; Digital Asset Management, Archivierung und Kontrolle der digitalen Aufnahmen; Weiterentwicklung und Unterhalt der Datenbank(en) und der Website; Beratung und Unterstützung der Projektmitarbeiter; Mitarbeit an der Digitaledition.

Erfolgt die Finanzierung bei der Einstellung ausschließlich von externen Drittmittelgebern, besteht für die Beschäftigten keine Verpflichtung zur Übernahme von Lehrverpflichtung.

Einzureichende Bewerbungsunterlagen:

• Motivationsschreiben
• Lebenslauf (tabellarisch) und Nachweise über Studienabschlüsse

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung ausschließlich in elektronischer Form (in einer einzelnen PDF-Datei) per E-Mail bis zum 13. Dezember 2018 an folgende Adresse: Katja.Schmidtpott@rub.de

Fahrtkosten, Übernachtungskosten und der Verdienstausfall für Vorstellungsgespräche werden leider nicht erstattet.

Wir wollen an der Ruhr-Universität Bochum besonders die Karrieren von Frauen in den Bereichen, in denen sie unterrepräsentiert sind, fördern und freuen uns daher sehr über Bewerberinnen. Auch die Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter und gleichgestellter Bewerber und Bewerberinnen sind herzlich willkommen.

Anforderungsprofil

• Abschluss eines den Aufgaben entsprechenden Hochschulstudiums, d.h. der
Informatik und Geschichte bzw. Philologie bzw. Japanologie ODER der Informatik mit Berufserfahrung im geisteswissenschaftlichen Bereich ODER der Geschichte bzw. Philologie bzw. Japanologie mit Berufserfahrung im Informatikbereich

• Übergreifende Kenntnisse auf den unterschiedlichen Teilgebieten der IT-Systemtechnik;
sehr gute Fachkenntnisse in der Programmierung webbasierter Anwendungen
(moderne Webframeworks basierend auf  Python, Ruby on Rails,  JavaScript) in der EBV (Photoshop, GIMP etc.), in Markup-Sprachen (insbesondere XML/TEI) sowie in Kartographie/GIS-Software
Erwünscht:

– Erfahrung im Bereich der Entwicklung von Web-Anwendungen und –Plattformen, vorzugsweise im geisteswissenschaftlichen Umfeld

– Kenntnisse in oder Erfahrungen mit Digitalen Editionen

– Kenntnisse von Digitalisierungsworkflows und OCR-Verfahren

– Kreativität im Umgang mit herausfordernden Problemstellungen

– Gute organisatorische Fähigkeiten, gutes Zeitmanagement

– Kommunikations- und Teamfähigkeit

– sehr gute Englischkenntnisse

Art der Beschäftigung: Vollzeit
Vergütung: TVL E 12/13

Kontaktdaten
Ansprechpartner
Frau Prof. Dr. Katja Schmidtpott
Universitätsstrasse 134
44799 Bochum
Deutschland
Telefon +49 234 3228256
E-Mail: katja.schmidtpott@rub.de

Institut / Einrichtung
Fakultät für Ostasienwissenschaften/Sektion Geschichte Japans
Zeitraum der Beschäftigung
1 Jahr
Bewerbungsfristende
Dienstag, 13. November 2018 – 23:59

wissenschaftliche Koordinatorin/wissenschaftlicher Koordinator für DARIAH-DE an der SUB Göttingen

dhd-blog - Mo, 10/29/2018 - 15:17

Das BMBF-geförderte Projekt DARIAH-DE ist ein Forschungsprojekt zur Entwicklung von nachhaltigen Forschungsinfrastrukturen für die Geistes- und Kulturwissenschaften. In enger Kooperation mit CLARIN-D arbeitet DARIAH-DE gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen geistes- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen, um digitale Forschungsmethoden zu entwickeln, Forschungsfragen auf neue Weise zu beantworten und neue Forschungsfragen zu etablieren.

Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB Göttingen) koordiniert den Forschungsverbund DARIAH-DE. Die SUB Göttingen ist eine der größten wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands und engagiert sich seit Jahren in der Forschung und Entwicklung von digitalen Forschungsinfrastrukturen und Virtuellen Forschungsumgebungen.

Für das Projekt DARIAH-DE und dessen Weiterentwicklung im Projekt CLARIAH-DE suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet bis 31.12.2021 eine / einen

wissenschaftliche Koordinatorin/wissenschaftlichen Koordinator
– Entgeltgruppe 14 TV-L, Vollzeit, befristet

Die Möglichkeit einer Verlängerung besteht. Die Stelle ist Teilzeit geeignet.

Ihre Aufgaben:
– fachwissenschaftliche Leitung des bundesweiten Verbundprojekts DARIAH-DE mit 19 Partnern sowie dessen Weiterentwicklung in CLARIAH-DE in enger Abstimmung mit dem DARIAH-DE Coordination Office in Göttingen und der CLARIN-D Geschäftsstelle in Tübingen
– wissenschaftliche und strategische Planung der Außendarstellung und Dokumentation der Forschungsergebnisse
– Leitung mehrerer Planungsgremien im Forschungsverbund sowie des DARIAH- Projektteam an der SUB Göttingen
– Beratung von Fachwissenschaftlerinnen und Fachwissenschaftlern und Forschungsvorhaben bezüglich der Einsatzmöglichkeiten von DARIAH-DE/CLARIAH-DE und digitalen Werkzeugen und Methoden
– Repräsentanz und Präsentation der Forschungsverbünde DARIAH-DE und CLARIAH-DE bei nationalen und internationalen Konferenzen
– Beteiligung an Drittmittelanträgen und Kooperationsgesprächen
– Konzeption und Durchführung von internationalen Workshops und Tagungen

Erforderlich:
– wissenschaftlicher Hochschulabschluss im Bereich Geisteswissenschaften, vorzugsweise mit Promotion oder vergleichbare Ausbildung und Erfahrung
– nachgewiesene Berufserfahrung und Forschungstätigkeit im Bereich Digital Humanities
– mehrjährige Berufserfahrung im Projektmanagement und mit administrativen Abläufen im Projektwesen
– sicherer Umgang mit digitalen Projektmanagement- und Kommunikationstools, z.B. Wiki, Social Media
– sehr hohe Kommunikationskompetenz und Teamfähigkeit sowie sehr gute organisatorische Fähigkeiten und ausgezeichnetes Zeitmanagement
– verhandlungssichere Sprachkenntnisse in Deutsch und Englisch

Wünschenswert:
– Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich digitaler geisteswissenschaftlicher Forschungsinfrastrukturen
– Kenntnisse der nationalen / internationalen Förderlandschaft

Fragen zu diesem Projekt beantworten Ihnen Frau Dr. Mirjam Blümm, E-Mail: bluemm@sub.uni-goettingen.de und Frau Regine Stein, E-Mail: regine.stein@sub.uni-goettingen.de.

Die Universität Göttingen strebt in den Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert daher qualifizierte Frauen nachdrücklich zur Bewerbung auf. Sie versteht sich zudem als familienfreundliche Hochschule und fördert die Vereinbarkeit von Wissenschaft / Beruf und Familie. Die Universität hat sich zum Ziel gesetzt, mehr schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Bewerbungen Schwerbehinderter erhalten bei gleicher Qualifikation den Vorzug.

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung mit allen wichtigen Unterlagen in einem Dokument zusammengefasst bis zum 16.11.2018 ausschließlich über das Bewerbungsportal https://lotus2.gwdg.de/uni/uzdv/perso/knr_100444.nsfein.

Das Auswahlverfahren ist für die 48. Kalenderwoche 2018 in Göttingen geplant.

Im begründeten Ausnahmefall können Sie Ihre Unterlagen an die Direktion der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Platz der Göttinger Sieben 1, 37073 Göttingen senden.

Hinweis:
Wir weisen darauf hin, dass die Einreichung der Bewerbung eine datenschutzrechtliche Einwilligung in die Verarbeitung Ihrer Bewerberdaten durch uns darstellt. Näheres zur Rechtsgrundlage und Datenverwendung finden Sie im Hinweisblatt zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

Workshop-Bericht „Nicht-lateinische Schriften in multilingualen Umgebungen: Forschungsdaten und Digital Humanities in den Regionalstudien“

dhd-blog - Mi, 10/24/2018 - 16:47

Welche Anforderungen und Bedarfe hinsichtlich der Ausgestaltung einer (nationalen) Forschungsdateninfrastruktur bestehen aus Sicht geisteswissenschaftlicher Fächer? Diese Frage wird derzeit – nicht zuletzt auf Initiative des DHd-Verbands –  intensiv diskutiert und in Positionspapieren dokumentiert.[i]

Ein vom BMBF-Forschungsprojekt FDM_OAS-Orient[ii] am 03.07.2018 an der Campusbibliothek der Freien Universität Berlin organisierter Workshop  nahm in diesem Zusammenhang das Thema „Nicht-lateinische Schriften in multilingualen Umgebungen: Forschungsdaten und Digital Humanities in den Regionalstudien“ in den Blick.  27 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, IT-/Daten-Expertinnen und Experten, Bibliothekarinnen und Bibliothekare kamen aus ganz Deutschland[iii] zusammen, um Herausforderungen und Bedarfe der Erstellung, Verarbeitung, Analyse, Archivierung und Nachnutzung von Forschungsdaten in nicht-lateinischen Schriften im allgemeinen sowie vor dem Hintergrund der im Entstehen begriffenen Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) im Besonderen zu diskutieren.

Hauptanliegen des Workshops war es, die verschiedenen Problemstellungen im Umgang mit Daten in nicht-lateinischen Schriften zusammenzutragen und diesbezügliche Bedarfe von Forschungsprojekten zu bündeln. Es gab Gelegenheit, bisherige Erfahrungen mit Software und Originalschrift / nicht-lateinischen Schriften zu teilen und gemeinsam mögliche Lösungsansätze zu skizzieren.

Nach einer kurzen Einführung in den wissenschaftspolitischen Kontext von Aufgabenstellungen des Forschungsdatenmanagements (DFG Anforderung bei Drittmittelprojekten, Anschreiben von DFG und RfII an die Fachgesellschaften, sich zum Thema “FDM” zu positionieren),  wurde die Frage “Was sind Forschungsdaten in den jeweiligen Arbeitsbereichen und welche Rolle spielt der Aspekt ‘Originalschrift’/nicht-lateinische Schriften?” anhand einiger Beispiele von Projektdaten der Teilnehmenden diskutiert. Im Anschluss gab die Workshop-Methode “Pro Action Café” am Nachmittag die Möglichkeit, an vier Arbeitstischen zu den Themen Infrastruktur, Digitale Werkzeuge, Technische Anforderungen und Lehre und Weiterbildung in drei Durchläufen tiefer in die jeweilige Thematik einzusteigen und gemeinsam Herausforderungen, Bedarfe und nächste Schritte zu formulieren.

Im Folgenden sind einige wichtige Diskussionsbefunde und -ergebnisse dieser gemeinsamen Arbeit zusammengefasst:

Grundtenor des Workshops war, dass die Diskussion um das Thema “Forschungsdaten in den Geistes- und Sozialwissenschaften” in den jeweils vertretenen Fachcommunities noch nicht oder nur in Ansätzen geführt wird, Positionspapiere wie beispielsweise vom Historiker-Verband noch nicht vorliegen – geschweige denn, in Arbeit sind. Ebenso wenig bestehe bereits ein gemeinsames Verständnis dessen, was in den jeweiligen Fachcommunities/Regionalstudienfächer unter dem Begriff “Forschungsdaten” zu verstehen sei.[iv] Der Aspekt “Originalschrift / nicht-lateinische Schriften” stelle jedoch eine grundlegende Klammer für die jeweiligen Anforderungen an ein fachspezifisches Datenmanagement dar.

Die Teilnehmenden erörterten anhand von Projektbeispielen die Schwierigkeiten des Managements von heterogenen Daten (Textkorpora, Archivmaterialien, audiovisuelle Daten, Metadaten etc.) im allgemeinen sowie bei der Verwendung nicht-lateinischer Schriften im Besonderen. Software, Informationssysteme und Informationsinfrastruktur seien in der Regel nicht oder nur bedingt für die Verwendung von Originalschrift ausgelegt und könnten diese zum einen nicht abbilden, z.B. nicht mit den verschiedenen Schreibrichtungen (links – rechts; rechts – links; oben – unten) umgehen oder zum anderen diese nicht auffinden (Discovery-Retrieval Problem), da Suchalgorithmen nicht für nicht-lateinische Sprachen optimiert seien (z.B. fehlendes Mapping zwischen verschiedenen Zeichensystemen, Transkriptionen, Einbezug von Schreibvarianten sowie Tokenisierung). Ebenso gebe es in den Ostasienwissenschaften, Orientwissenschaften und Altertumswissenschaften komplexe, bzw. sehr seltene Zeichen, die (bisher) nicht in Unicode enthalten sind. Selbst wenn Unicode verwendet werde, sei häufig nur die “Basic Multilingual Plane” eingebunden, die Ebene von Unicode, in der die meisten Zeichen moderner Sprachen codiert sind. Viele CJK-Zeichen befinden sich aber beispielsweise in der “Supplementary Ideographic Plane” und können nur abgebildet werden, wenn auch diese Ebene eingebunden wird.  Um Werkzeuge und Systeme mit nicht-lateinischen Schriften zu nutzen, müssten daher bislang häufig zeit- und kostenintensive Erweiterungen vorgenommen werden. Diese Anpassungen würden jedoch selten publiziert und seien dadurch nicht auffindbar bzw. nachnutzbar.

Weiterhin wurden Erfahrungen mit semantischen Kuratierungstechnologien wie Mustererkennung, Deep Learning, OCR und HTR erörtert, die in vielen Bereichen für Originalschrift noch gar nicht bzw. nicht gleichwertig weit entwickelt seien wie für lateinische Schriften. Druckqualität, Scanqualität und Mischung verschiedener Schriftsätze in einem Dokument minderten die OCR-Genauigkeit zusätzlich. Als ein wichtiges Desiderat wurde während des Workshops formuliert, dass zuständige IT-Mitarbeiter/innen auf die vielfältigen Herausforderungen aufmerksam gemacht werden (“raising awareness”), um existierende Werkzeuge, Infrastrukturen und Suchmaschinen zu optimieren und erarbeitete Erweiterungen und Optimierungen aktiv zu teilen. Außerdem könnten bei einer stärkeren Vernetzung von Digital-Humanities-Projekten untereinander Erfahrungswerte ausgetauscht und somit die Forschungsprozesse effizienter gestaltet werden. Diskutiert wurde in diesem Zusammenhang, ob und wie die FIDs (anwesend waren die Leiter der FIDs CrossAsia und Nahost-, Nordafrika- und Islamstudien) ein solcher Ort der “Vernetzung” bzw. zentralen Speicherung von Erkenntnissen und Tools für DH-Projekte und Originalschrift sein können.

Schließlich wurde eine mangelnde Standardisierung bei der Vergabe von Metadaten, der Verwendung/Programmierung von Schnittstellen sowie bei der Festlegung von Austauschformaten thematisiert, die bislang ebenfalls die Sichtbarkeit und Nachnutzbarkeit von Daten mindere. Einheitliche Metadatenelemente, die Mehrsprachigkeit kennzeichnen, sowie sprachliche Spezifika (z.B. verwendete Transkription) beschreibbar machen, wurden daher als genauso empfehlenswert wie standardisiertes Vokabular und Taxonomien zur inhaltlichen Beschreibung angesehen. Verwiesen wurde jedoch darauf, dass dabei nationale Standards (auch in den Regionen vor Ort, z.B. aus Japan, China, Deutschland) auf internationale Standards (wie ISO und Unicode) abgestimmt sein sollten.

Überhaupt war für die anwesenden Vertreter der Regionalstudienfächer (Ägyptologie, Altorientalistik, Japanologie, Judaistik, Sinologie), die häufig mit Partnern in und Daten aus den Regionen zusammenarbeiten, die internationale Interoperabilität ihrer Forschung(sdaten) eine Grundvoraussetzung, um einen wissenschaftlichen Diskurs mit der Fachcommunity zu führen. Multilinguale Normdaten und semantische Verknüpfung der Daten würden den Zugang zu und die Nachnutzung von Forschungsdaten in nicht-lateinischen Schriften verbessern bzw. insbesondere bei Forschungsprojekten mit Partnern in den Regionen erst ermöglichen. Angeregt wurde, verwendete Software, Packages und Workflows sowie das verwendete Metadatenschema zukünftig in den Metadaten zu dokumentieren, damit die Daten für Dritte verständlich und nachnutzbar seien. Eine diesbezügliche Leitlinie könne im Rahmen des NLS-Netzwerks erarbeitet und in die jeweiligen Fachcommunities zur weiteren Ausgestaltung getragen werden.

Wie auch die kurzen Vorstellungen der Projektdaten von den Teilnehmenden widerspiegelten, sind Forschungsdaten in den Regionalwissenschaften wegen der multi-disziplinären Ansätze (philologisch, empirisch, ethnologisch, medienwissenschaftlich, geschichtswissenschaftlich etc.) sehr heterogen. Dazu gehörten u.a. Digitalisate (z.B. von Archivmaterialien), Texte, Bilder, Filme, Audio-, Videospieledaten, dynamische Daten und Datenbanken. Insbesondere die Teilnehmenden aus den archäologischen Fächern betonten, dass viele ihrer digital erfassten Forschungsgegenstände einzige “Zeugen” von zum Teil zerstörten Kulturgütern seien und dauerhaft (über die in den Empfehlungen der guten wissenschaftlichen Praxis[v] empfohlenen 10 Jahre hinaus) als Quellen gesichert werden müssten. Langzeitarchivierung wird daher als ein wichtiger Faktor für ein qualitatives Forschungsdatenmanagement in diesen Disziplinen angesehen.

Aufgegriffen wurde zudem die Frage der “Anwendungskonservierung” von Forschungsdaten. Wie in anderen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen entstehen auch in regionalwissenschaftlichen Forschungsprojekten nicht nur “statische” Daten, sondern nicht zuletzt dank der Zunahme an Digital Humanities Projekten auch Anwendungen wie z.B. Digitale Editionen. Diese “dynamischen” Daten könnten jedoch bislang in der Regel nicht in Repositorien an Hochschulen vor Ort gespeichert werden, daher es bedürfe neuer Lösungen für solche Anwendungskonservierungen. Hier wurde auf das Grundsatzpapier der AG Datenzentren des Verbands DHd verwiesen, in dem eine Bestandsaufnahme an derartigen, bereits bestehenden Datenzentren sowie Empfehlungen und Zukunftsperspektiven skizziert wurden.[vi]

Bezüglich des Themas Forschungsdaten-Repositorien wurde zudem festgestellt, dass die Mehrzahl von ihnen bislang noch nicht für nicht-lateinische Schriften ausgelegt sind. Eine Veröffentlichung der Daten ist i.d.R. möglich, wichtige Informationen können jedoch nicht in den vorgegebenen Metadaten abgebildet werden. Das schwerwiegendste Hindernis für die Auffindbarkeit von FD in nicht-lateinischen Schriften stellt jedoch die mangelnde multilinguale Anpassung von Suchalgorithmen in gängigen Suchmaschinen/Discovery-Systemen der Repositorien dar. Die Daten bleiben somit trotz Publikation “unsichtbar”. Dies mache die Nutzung derartiger (institutioneller) Repositorien für Forschende unattraktiv.

Schließlich wurden auch Lehre und Weiterbildung als wichtige Ansatzpunkte für die Veränderung der Forschungsdatenmanagementpraxis erörtert. Hierbei wurde festgestellt, dass die Methodenkompetenz Studierender im Bereich digitaler Werkzeuge bislang kaum vorhanden sei und FDM z.B. für Abschlussarbeiten / Promotionen wie in der Forschung auch in der Lehre bisher selten eine Rolle spiele. Ebenso bestünde ein hoher Bedarf an der Vermittlung von  Informationskompetenz und Suchstrategien im Zusammenhang mit nicht-lateinischen Schriften.

Zum Erwerb von Kompetenzen im Bereich “digitale Tools” / DH-Projekte wurde festgestellt, dass es aktuell eine Frage des persönlichen Engagements von befristet angestellten Wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen sei, sich neben ihren eigentlichen Qualifizierungsaufgaben im Forschungsprojekt in digitale Grundlagen wie Programmiersprachen und digitale Methoden einzuarbeiten, sodass diese auch kompetent gelehrt bzw. angewendet werden können. Außerdem fehlten “safe spaces” mit restriktiven Zugangsrechten, in denen FD und digitale Werkzeuge Studierenden als “Trainingsmaterial” zur Verfügung gestellt werden können. Wünschenswert seien DH-Weiterbildungsprogramme für Fachwissenschaftler/innen, diese sollten institutionalisiert und kontinuierlich erweitert werden, um gezielt DH-Kompetenzen allgemein sowie mit Fokus auf DH-Werkzeuge für nicht-lateinischen Schriften zu erwerben. Des Weiteren wünschten sich Forschende Informationen und Beratung zu neuen Arten der Publikation von Forschungsergebnissen (enhanced publication, Open Access etc.).

Am Ende wurden Überlegungen geäußert, inwiefern Informatik-Methodenkompetenzen in den genannten Feldern bereits als fester Bestandteil von Bachelor- und Masterstudium-Curricula in den Geistes- und Sozialwissenschaften eingeführt werden können. Wichtige Inhalte wären hier: Informationskompetenz, Retrieval/Suchmethoden, Metadaten, Repositorien, TEI und digitale Werkzeuge.

Fazit

Die Teilnehmenden des Workshops waren sich einig, dass als ein wichtiger nächster Schritt eine stärkere Vernetzung untereinander erfolgen müsse, um den Wissensaustausch zu Spezifika des Managements von Daten in nicht-lateinischen Schriften und eine engere Zusammenarbeit bei der Erarbeitung von Lösungen zu fördern. Ein Format hierfür sollen weitere Workshops sein, aber auch eine Mailingliste, über die Erfahrungen mit Software und selbst entwickeltem Code oder fachspezifische Kurationsleitfäden geteilt werden können. Hierzu wurde die Mailingliste “nicht-lateinische Schriften” eingerichtet, die unter dem Link https://lists.fu-berlin.de/listinfo/nicht-lateinische-schriften allen am Netzwerk NLS Interessierten zum Abonnement offen steht.

Als eine weitere Möglichkeit, bestehende Lösungen sichtbar zu machen, ist der Aufbau einer kuratierten Webseite mit digitalen Werkzeugen und Software, die für die Arbeit mit nicht-lateinischen Schriften(weiter-) entwickelt wurden, angedacht.[vii] Eine zentrale Informationsstelle für DH-Werkzeuge und -Anwendungen würde nicht nur neue Forschungsmöglichkeiten sichtbar machen, es würde vor allem den Zeitaufwand, den Projekte bisher in der Planungsphase für Recherche nach möglicher Software und Lösungen für nicht-lateinische Schriften haben, stark reduzieren und Doppelentwicklungen vermeiden.

Es wäre außerdem denkbar, Handreichungen für die Forschungssoftwareentwicklung zu formulieren, in denen die speziellen technischen Herausforderungen, die im Zusammenhang mit nicht-lateinischen Schriften beachtet werden müssen, erläutert werden. Diese könnten durch generisch nachnutzbare Lösungen (wie z.B. Code-Segmente) ergänzt werden.

Solche Werkzeugsammlungen und Handreichungen könnten von den jeweiligen fachspezifischen Netzwerken im NLS-Netzwerk erarbeitet und von Institutionen, Fachgesellschaften und Fachinformationsdienste – z. B. auf den Portalen der beteiligten FIDs CrossAsia oder Nahost-, Nordafrika- und Islamstudien – verbreitet werden.

Schließlich sei eine Diskussion in den Fachgesellschaften über die Anerkennung der Produktion und Publikation von Software, Erweiterungen, Metadatenschemata, Mapping-Tabellen usw. als wissenschaftliche Leistung wünschenswert.

Aus dem Workshop gingen zwei Arbeitsgruppen hervor, von denen eine sich mit der Formulierung einer Vorlage für Positionspapiere von Fachgesellschaften befasst und die andere einen gemeinsamen Projektantrag im Rahmen der neuen Ausschreibung des BMBF,  Förderlinie zur “Förderung von Forschungsvorhaben zur Entwicklung und Erprobung von Kurationskriterien und Qualitätsstandards von Forschungsdaten im Zuge des digitalen Wandels im deutschen Wissenschaftssystem”, erarbeitet hat.

Als nächste Schritte sind ein weiterer Workshop im Frühsommer 2019 und ein Themenheft “Digital Humanities/ Forschungsdatenmanagement und nicht-lateinische Schriften” bei der Open Access Zeitschrift 027.7 Zeitschrift für Bibliothekskultur geplant.

Workshop-Leitung: Martin Lee

(Co-)Moderator/innen: Esther Asef, Dr. Andreas Gräff, Dr. Cosima Wagner

 

Kontakt für Interessierte am Netzwerk NLS:

Freie Universität Berlin

Campusbibliothek

E-Mail: fdm@campusbib.fu-berlin.de

Web: https://www.fu-berlin.de/sites/campusbib/bibliothek/Forschungsdatenmanagement

 

Mailingliste “nicht-lateinische Schriften”: https://lists.fu-berlin.de/listinfo/nicht-lateinische-schriften

 

Vertretene Sprachen/ Schriften (Stand: Juli 2018):

  • Akkadisch
  • Altägyptisch (alle Sprachstufen ohne Koptisch)
    • Hieratisch
    • Abnorm- oder Kursivhieratisch
    • Kursivhieroglyphen
    • Hieroglyphen
  • Arabisch
  • Bengali
  • Chinesisch (hant / traditional und hans / simplified)
  • Deutsch
  • Englisch
  • Französisch
  • Hattisch
  • Hebräisch
  • Hethitisch
  • Hindi
  • Hurritisch
  • Japanisch
  • Jiddisch
  • Koreanisch
  • Luwisch
  • Mandschu
  • /chem. Sonderzeichen
  • Nepali
  • Palaisch
  • Persisch
  • Russisch
  • Sanskrit
  • Turksprachen

Endnoten:

[i] Für einen Überblick zu vorliegenden FDM-Positionspapieren aus geisteswissenschaftlichen Fächern siehe https://forschungsinfrastrukturen.de/doku.php/positionspapiere

[ii] Förderkennzeichen: 16FDM022. Laufzeit: 1. April 2017 bis 30. September 2018. Fördermaßnahme „Erforschung des Managements von Forschungsdaten in ihrem Lebenszyklus an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen“ https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1233.html

Projektseite auf der Webseite der Campusbibliothek: https://www.fu-berlin.de/sites/campusbib/bibliothek/Forschungsdatenmanagement/16fdm022.html

[iii] Herkunftsorte der Teilnehmenden: Berlin, Essen, Erlangen, Frankfurt/Main, Halle, Hamburg, Heidelberg, Leipzig, Mainz, Potsdam, Tübingen, Würzburg.

[iv] Für eine kritische Analyse des Begriffs “Forschungsdaten” aus Sicht der Geisteswissenschaften siehe Fabian Cremer, Lisa Klaffki, & Timo Steyer (2018). Der Chimäre auf der Spur: Forschungsdaten in den Geisteswissenschaften. O-Bib. Das Offene Bibliotheksjournal / Herausgegeben Vom VDB, 5(2), 142-162 https://doi.org/10.5282/o-bib/2018H2S142-162

[v] Deutsche Forschungsgemeinschaft (2013): Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis. Online verfügbar unter http://www.dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/reden_stellungnahmen/download/empfehlung_wiss_praxis_1310.pdf, zuletzt geprüft am 02.08.2018.

[vi] Siehe: DHd AG Datenzentren. Geisteswissenschaftliche Datenzentren im deutschsprachigen Raum – Grundsatzpapier zur Sicherung der langfristigen Verfügbarkeit von Forschungsdaten (Version 1.0). Zenodo, 03. 02. 2018. Link: http://doi.org/10.5281/zenodo.1134760

[vii] Eine beispielhafte Sammlung ist auf der Webseite der Campusbibliothek an der Freien Universität Berlin einsehbar: https://www.fu-berlin.de/sites/campusbib/bibliothek/Forschungsdatenmanagement/tools-os/index.html

DH-Kolloquium an der BBAW, 2.11.2018: Elli Bleeker: „Addressing Ancient Promises: Text Modelling and Alexandria“

dhd-blog - Mi, 10/24/2018 - 07:35

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW möchten wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Freitag, den 2. November 2018, 17 Uhr s.t. bis 19 Uhr (Konferenzraum 1), einladen:

Elli Bleeker (Research and Development – Humanities Cluster, Royal Dutch Academy of Arts and Sciences)
„Addressing Ancient Promises: Text Modelling and Alexandria“

The computer has come to play a transformative role in the ways we model, store, process and study text. Nevertheless, we cannot yet claim to have realised the promises of the digital medium: the organisation and dissemination of scholarly knowledge through the exchange, reuse and enrichment of data sets. Despite the acclaimed interdisciplinary nature of digital humanities, current digital research takes place in a closed environment and rarely surpasses the traditional boundaries of a field. Furthermore, it is worthwhile to continue questioning the models we use and whether they are actually suitable for our scholarly needs. There’s a risk that the affordances and limitations of a prevailing model may blind us to aspects it doesn’t support.

In her talk, Elli Bleeker discusses different technologies to model data with respect to their expressive power and their potential to address the needs of the scholarly community. Within this framework, she introduces a new data model for text, Text-As-Graph (TAG), and it’s reference implementation _Alexandria_, a text repository system. The TAG model allows researchers to store, query, and analyse text that is encoded from different perspectives. _Alexandria_ thus stimulates new ways of looking at textual objects, facilitates the exchange of information across disciplines, and secures textual knowledge for future endeavours. From a philosophical perspective, the TAG model and the workflow of _Alexandria_ raise compelling questions about our notions of textuality, and prompt us to reconsider how we can best model the variety of textual dimensions.

***

Im DH-Kolloquium an der BBAW werden aktuelle Themen der Digital Humanities praxisnah und anwendungsorientiert zur Diskussion gebracht, um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beim Einsatz digitaler Methoden in der geisteswissenschaftlichen Forschung zu unterstützen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der BBAW oder des if|DH|Berlin.

Die Veranstaltung findet im Konferenzraum 1 (1. Stock) der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin statt.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, möchten wir Sie um Anmeldung per E-Mail unter DH-Kolloquium@bbaw.de bitten.

 

 

Projektmitarbeiterin/Projektmitarbeiter Entwicklung von Fachthesauri TIB Hannover

dhd-blog - Di, 10/23/2018 - 10:04

via Martin Mehlberg, TIB Hannover

Als Deutsche Zentrale Fachbibliothek für Technik und Naturwissenschaften sichern wir mit unseren zukunftsweisenden Dienstleistungen die infrastrukturellen Voraussetzungen einer qualitativ hochwertigen Informations- und Literaturversorgung für Forschung in Wissenschaft und Industrie. Unsere Dienstleistungen als Universitätsbibliothek sichern die lokale Versorgung für die Leibniz Universität Hannover.

Die Technische Informationsbibliothek (TIB) – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek Hannover befasst sich im Rahmen verschiedener Projekte unter anderem mit der Modellierung, Pflege und Integration fachspezifischer Vokabulare und Ontologien. Zusammen mit der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden wird aktuell z. B. ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderter Fachinformationsdienst im Bereich Mobilität und Verkehr aufgebaut, der einen Schwerpunkt auf die semantische Ausweitung des Suchraums durch Mapping von Fachvokabularen legt.

Für diesen Aufgabenbereich ist in der TIB, Programmbereich A, Bestandsentwicklung und Metadaten zum 01.01.2019 die Stelle einer / eines

Projektmitarbeiterin/Projektmitarbeiters Entwicklung von Fachthesauri (E 13 TV-L)

zu besetzen. Die Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet, eine Weiterbeschäftigung wird angestrebt. Die reguläre Wochenarbeitszeit beträgt 39,8 Stunden (Vollzeit). Der Arbeitsplatz ist nur bedingt teilzeitgeeignet.

Aufgaben

  • Evaluierung relevanter Fachvokabulare und –thesauri
  • Evaluierung von Software-Tools zum Thesaurus-Matching
  • Durchführung und Auswertung von Daten-Matchings
  • Rückführung der Ergebnisse in die Gemeinsame Normdatei (GND)
  • Konzipierung einer Rechercheunterstützung durch Semantic-Web-fähige Thesauri für die Verkehrswissenschaften im Rahmen des Fachinformationsdienstes Mobilitäts- und Verkehrsforschung sowie weitere Fachgebiete
  • Konzipierung und Durchführung von zielgruppenspezifischen Ergebnispräsentationen in verkehrswissenschaftlichen Forschungseinrichtungen sowie Instituten

Anforderungen

  • abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder gleichwertiger Abschluss) in Computerlinguistik, Sprachwissenschaften, Informationswissenschaft oder verwandten Fachgebieten
  • Kenntnisse zu Information Retrieval, Wissensorganisationssystemen (KOS) und Semantic Web
  • selbstständige und strukturierte Arbeitsweise
  • ausgeprägte Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit
  • sehr gute Englischkenntnisse

Interessentinnen und Interessenten können sich bei Frau Dr. Saemann telefonisch unter 0511 762-5295 oder per E-Mail unter hedda.saemann@tib.eu sowie bei Herrn Dr. Mehlberg telefonisch unter 0511 762-14231 oder per E-Mail unter martin.mehlberg@tib.eu näher über das jeweilige Arbeitsgebiet informieren.

Die TIB ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Niedersachsen. Mit rund 500 Beschäftigten und einem Etat von circa 40 Millionen Euro ist sie eine der größten Informationsinfrastruktureinrichtungen in Deutschland.

Wir bieten Ihnen die Chance, in einem höchst dynamischen Umfeld zu arbeiten. Ein rasanter Anstieg wissenschaftlicher digitaler Information, die zunehmende Vielfalt von produzierten Medientypen und -formaten sowie die wachsenden Anforderungen und Bedarfe unserer Kundinnen und Kunden erfordern innovative Informationsdienste. Die TIB begegnet den neuen Anforderungen beispielsweise mit eigenen Forschungs- und Entwicklungsprojekten in internationalem Kontext, mit neuartigen Publikationsdiensten und der Förderung von wissenschaftlichen Kommunikationsprozessen. Damit tragen wir zur Weiterentwicklung einer modernen Gesellschaft bei, die auf Information und Wissen, Innovationen und Kreativität basiert.

Die TIB sorgt für optimale Arbeitsbedingungen, stellt Chancengleichheit sicher und baut Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie kontinuierlich aus. Bewerbungen von Menschen mit Schwerbehinderung werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung. Bitte geben Sie im Betreff Ihrer Bewerbung an, über welche Stellenbörse Sie auf unser Angebot aufmerksam geworden sind.

Senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen bitte unter Angabe der Ausschreibungsnummer 52/2018 bis zum 16.11.2018 an die

Technische Informationsbibliothek (TIB)
Personalservice
Herrn Daniel Eilers
Welfengarten 1 B
30167 Hannover

oder als PDF-Datei an bewerbung@tib.eu. Bei einer Bewerbung in digitalisierter Form bitten wir um Übersendung einer einzigen PDF-Datei.

Wir weisen darauf hin, dass Bewerbungsunterlagen grundsätzlich nicht zurückgesandt werden.

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