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Am 12.12.2017 in der Ringvorlesung „Digital Humanities“ (Berlin, WS 2017/18): Patrick Sahle zur Formierung, Professionalisierung und Professoralisierung der DH

dhd-blog - Mo, 12/11/2017 - 00:14

Am kommenden Dienstag, 12.12.2017, wird Apl. Prof. Dr. Patrick Sahle (Köln) unter dem Titel „Forschung & Karriere: Zur anhaltenden Formierung, Professionalisierung und Professoralisierung der Digital Humanities“ im Rahmen der wöchentlich an der Humboldt-Universität zu Berlin bzw. der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften stattfindenden Ringvorlesung „Digital Humanities: Die digitale Transformation der Geisteswissenschaften“ sprechen. Die Veranstaltung findet von 18 bis 20 Uhr an der Berliner Humboldt-Universität, Hauptgebäude Unter den Linden 6, Hörsaal 2091/92 statt. Alle Gäste sind ohne Anmeldung willkommen, mit uns und dem Referenten über die Entwicklung der Digital Humanities in dieser Hinsicht zu diskutieren.

Diesen und die weiteren Termine der Ringvorlesung sowie eine Kurzbeschreibung der wesentlichen Ziele der Veranstaltungsreihe finden Sie unter http://www.ifdhberlin.de/lehre/ring-vl-digital-humanities-ws-201718/.

„Digital Humanities: Die digitale Transformation der Geisteswissenschaften“ (Berlin, WS 2017/18). Eine Ringvorlesung des Interdisziplinären Forschungsverbundes Digital Humanities in Berlin (if|DH|b). Organisiert in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geschichtswissenschaften, Historische Fachinformatik der Humboldt-Universität zu Berlin.

Informationen zur Ringvorlesung Digital Humanities: Die digitale Transformation der Geisteswissenschaften (Berlin, WS 2017/18) finden Sie auch in AGNES, dem Kommentierten Vorlesungsverzeichnis der HU Berlin, unter https://hu.berlin/99832.

Bei Fragen zur Ringvorlesung wenden Sie sich bitte an:
Christian Thomas (BBAW), thomas(at)bbaw.de.

Plakat als Download hier verfügbar.

Vorankündigung 11. TextGrid/DARIAH-Nutzertreffen

dhd-blog - Fr, 12/08/2017 - 14:05

Das elfte TextGrid/DARIAH-Nutzertreffen zum Thema „TextGrid und andere DARIAH-Werkzeuge in der Lehre“ findet am 19. und 20. Februar 2018 an der Universität Stuttgart statt. Das vorläufige Programm und erste Hinweise finden Sie auf der DARIAH-Website, weitere Informationen folgen in Kürze.

Meine erste Kollektion im DARIAH-DE Ropository

dhd-blog - Do, 12/07/2017 - 12:33

Da die geistes- und kulturwissenschaftliche Community endlich ein eigenes fachwissenschaftliches Repositorium hat, (1) heißt es nun, Forschungsdaten aus abgeschlossenen und laufenden Projekten zu sichten und zu veröffentlichen. Den Anforderungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft nachzukommen (2) und gleichzeitig die eigene Forschung bekannter zu machen — das sollte doch lohnen.

Gesagt – getan! Aber welche Daten kann und will man zuerst publizieren? Welche darf man? Bei der zweiten Frage hilft die Dokumentation und die FAQ (3 ), bei der ersten werde ich dann doch unsicher. Bei den älteren Projekten speicherte ich zwar meine Daten (leider nur meistens) unter noch heute interpretierbaren Namen, machte Backups, finde sogar die Speichermedien, aber kann ich diese Dateien jetzt selbst noch nutzen? Und noch wichtiger: Welche Daten sind für die Nachnutzung interessant? Und wie lassen sie sich beschreiben?

Ich entschloss mich, zunächst die Forschungsdaten zur Edition der „Unparteiischen Universal-Kirchenzeitung für die Geistlichkeit und die gebildete Weltklasse des protestantischen, katholischen und israelitischen Deutschlands“ zu veröffentlichen. Die PDF/A der Volltexte sind bei der DNB gesichert und mit URN versehen (4), die anderen (Faksimile, XML, BEACON, Register) sind zwar schon online zugänglich (5), die Seite musste auch noch nicht migriert werden und läuft immer noch stabil, aber für Nachhaltigkeit braucht man wohl doch andere Mechanismen. Also speicherte ich diesen Bestand als meine erste Kollektion im DARIAH-DE Repository. Das Anlegen einer Kollektion und von Unterkollektionen ist intuitiv, die Daten waren im Nu hochgeladen, und die Metadaten für die einzelnen Dateien konnte ich mühelos von denen der Kollektion übernehmen.

Schwieriger war dann doch zu entscheiden, welche der optionalen Metadatenfelder ich ausfüllen will. Eigentlich ist mir klar, dass die möglichst detaillierte Beschreibund das Finden und die Nachnutzugn der Daten erleichtert. Trotzdem war ich bei einigen Feldern ratlos und ließ sie leer. Wie soll ich „Abdeckung“ für eine Zeitschrift bestimmen, die „alles Wissenswerthe“ aus aller Welt zu berichten beanspruchte?

So legte ich also Unterkollektionen mit XML-Dateien, Volltexten und Faksimiles als PDF, mehreren Verzeichnissen, Registern. Und selbstverständlich tat ich ein BEACON-File dazu (6), das meine Annotationen anhand der Gemeinsamen Normdatei versammelt, und auch noch als CSV die Tabelle, in der ich Ergebnisse der monatelangen Recherchen zu einzelnen beteiligten Personen festhielt. KML-Files für die Visualisierung im DARIAH-DE Geobrowser durften nicht fehlen. Am Ende kamen 336 Dateien zusammen, in fünf Unterkollektionen. Man muss sich etwas Zeit dafür nehmen, aber es lohnt sich. Nach zwei Stunden inklusive Neubenennung einiger Dateien und Korrekturlesen der Metadaten (Buch oder Daten – publiziert ist publiziert, da kann man nicht mal eben noch nachträglich korrigieren!) waren meine  in Jahren entstandenen  Forschungsdaten veröffentlicht, mit DOI und Handel referenziert, in der Collection Registry nachgewiesen und von der Generischen Suche indiziert. Ein Blick in das  Repository zeigt die im Prozess des Publizierens zugewiesenen weiteren deskriptiven, administrativen und technischen Metadaten, die natürlich sehr wichtig sind. Das Wissen, dass meine Forschungsdaten jetzt dauerhaft nachgenutzt und dabei korrekt zitiert werden können, das ist durchaus aufregend!

In laufenden Projekten — so mein fester Plan — werde ich Daten sukzessiv im OwnStorage des Repositorys speichern — dann ist das spätere Publizieren nur eine Frage von vier weiteren Klicks: Publikationsprozess starten, zusichern, dass man berechtigt ist, die Daten zu veröffentlichen, den Nutzungsbedingungen zustimmen, und viertens den Vorgang bestätigen. Fertig!

 

(1) Presseinformation der Universität Göttingen: DARIAH-DE Repository gestartet https://www.uni-goettingen.de/de/3240.html?tid=604 auch im DHd-Blog http://dhd-blog.org/?p=8796
(2) Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Umgang mit Forschungsdaten: DFG-Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten. Deutsche Forschungsgemeinschaft. Verfügbar unter http://www.dfg.de/foerderung/antragstellung_begutachtung_entscheidung/antragstellende/antragstellung/nachnutzung_forschungsdaten/
(3) „User Guides und How-to articels“ zu DARIAH-DE Diensten sind im öffentlichen DARIAH-DE Wiki zu finden.
(4) Eintrag im Katalog der DNB
(5) Die gesamte Edition und ihrer Dokumentation: http://www.deutsch-juedische-publizistik.de/universal-kirchenzeitung.shtml
(6) Vgl. dazu: Harald Lordick: BEACON — »Leuchtfeuer« für Online-Publikationen

DARIAH-DE Repository gestartet

dhd-blog - Mi, 12/06/2017 - 15:55

Presseinformation der Georg-August-Universität Göttingen vom 06.12.2017

Unterstützung für das Management von Forschungsdaten in den Geistes- und Kulturwissenschaften

Geistes- und Kulturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler können ab sofort ihre Forschungsdaten dauerhaft, nachnutzbar und referenzierbar im DARIAH-DE Repository speichern. Im Rahmen von Forschungsprojekten anfallende Daten können dort von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verwaltet und selbstverantwortlich veröffentlicht werden. Das DARIAH-DE Repository baut dabei auf die langjährig erprobte Technologie und Erfahrungen des TextGrid Repositorys auf, unterstützt allerdings sämtliche Datenformate. Darüber hinaus wird das Einspielen von Forschungsdaten mit einem vereinfachten Publikationsprozess über eine Webanwendung ermöglicht.

Daten im DARIAH-DE Repository werden als Open Access unter freien Lizenzen veröffentlicht. Das Repository ermöglicht auch eine einfache Eintragung der Metadaten in die DARIAH-DE Collection Registry und damit eine Indizierung in der DARIAH-DE Generic Search. Weitere Informationen sind unter de.dariah.eu/repository zu finden, erste Erfahrungsberichte hier im DHd-Blog.

Der Betrieb des DARIAH-DE Repository wird durch das Humanities Data Centre (HDC) sichergestellt. Das HDC ist eine Kooperation der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG) und der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB). Beide Einrichtungen sichern so gemeinsam die Nachhaltigkeit der Forschungsdaten auch langfristig ab.

DARIAH-DE unterstützt die mit digitalen Methoden und Verfahren arbeitende Forschung in den Geistes- und Kulturwissenschaften. Die Forschungsinfrastruktur besteht aus vier Säulen: 1. Lehre: Durchführung von Workshops, Bereitstellung von Schulungsmaterialien und Nachwuchsförderung für die e-Humanities, 2. Forschung: Entwicklung von digitalen Tools und Services für die geistes- und kulturwissenschaftliche Forschung, 3. Forschungsdaten: Weiterentwicklung von Standards und Empfehlungen im Umgang mit Forschungsdaten und der Entwicklung eines Forschungsdaten-Repositories und 4. Technische Infrastruktur: Bereitstellung von IT-Komponenten, wie z.B. AAI, PID-Service, Monitoring und kollaborative Arbeitsumgebungen. Auf dieser Basis wird der Austausch von Methoden, Daten, Erfahrungen und Ressourcen zwischen den verschiedenen geistes- und kulturwissenschaftlich arbeitenden Disziplinen ermöglicht und gestärkt. Durch enge Zusammenarbeit mit FachwissenschaftlerInnen verschiedener geistes- und kulturwissenschaftlicher Disziplinen wird eine nachhaltige Akzeptanz und Nutzung der Forschungsinfrastruktur durch die Forschungscommunity möglich. DARIAH-DE ist eingebettet in das Projekt DARIAH-EU (www.dariah.eu). Auf Grundlage des ESFRI-Roadmap und der Rechtsform ERIC wird die DARIAH-DE-Forschungsinfrastruktur in eine pan-europäische digitale Forschungsinfrastruktur überführt.

Das „Humanities Data Centre (HDC) – Forschungsdatenzentrum für die Geisteswissenschaften“ wird von der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG) und der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) getragen. Das Angebot des HDC richtet sich an geisteswissenschaftliche Forschungsprojekte in Niedersachsen und gewährleistet die nachhaltige Sicherung und Präsentation von digitalen Forschungsdaten über einen Zeitraum, der weit über die Lebenszyklen von aktuellen Technikgenerationen und den davon betroffenen digitalen Forschungsdaten hinausgeht. Dafür bietet das HDC ein breites Spektrum von Beratungs- und Schulungsangeboten zum Thema Datenmanagement, umfangreiche Expertise und technische Lösungen zur Speicherung von Daten und Anwendungen. Damit unterstützt das HDC Wissenschaftler dabei, die Anforderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft zu erfüllen, Forschungsdaten mindestens für zehn Jahre vorzuhalten.

Verlängerung Stellenausschreibung Gregorovius (DHI Rom)

dhd-blog - Mi, 12/06/2017 - 14:02

Das Deutsche Historische Institut in Rom hat die Stellenausschreibung für das DFG-Projekt „Ferdinand Gregorovius: Poesie und Wissenschaft. Gesammelte deutsche und italienische Briefe“ bis zum 13.12.2017 verlängert.

Kurzbeschreibung:
50% E13 (TVÖD Bund), vorerst befristet auf ein Jahr (Möglichkeit der Verlängerung um zwei Jahre), Dienstort Berlin.

Aufgaben:

  • Entwicklung eines digitalen Publikationskonzepts sowie des dazugehörigen Workflows,
  • Konzeption und Umsetzung von Weboberflächen, Schnittstellen und Austauschformaten.

Mindestvoraussetzungen für eine Einstellung sind

  • ein abgeschlossenes Hochschulstudium in den Digital Humanities, Editionswissenschaften, Geschichtswissenschaften, Germanistik (M.A., Master, Diplom) oder eine vergleichbare nachgewiesene Qualifikation,
  • sehr gute Kenntnisse in X-Technologien (XML, XQuery, XSLT) und TEI,
  • fundierte Kenntnisse von Webtechnologien wie (X)HTML, JavaScript, CSS und Webservices (REST/JSON) und Erfahrung in der Webprogrammierung (sowohl server- als auch clientseitig),
  • vertiefte Kenntnisse bei der Entwicklung Digitaler (Brief-)Editionen.

Die ursprüngliche Stellenausschreibung ist hier zu finden.

CfP „Challenges in archaeological and historical network analysis“

dhd-blog - Fr, 12/01/2017 - 07:18

Call for presentations:
„Challenges in archaeological and historical network analysis“ – Organized session at the XXVIII Sunbelt Conference, June 26-July 1, 2018 at Utrecht University

Over the last decades, network analysis has made its way from a fringe theory to an established methodology in archaeological and historical research that goes beyond a purely metaphorical use of the network term. A substantial number of studies on different topics and periods have shown that network theories and methods can be fruitfully applied to selected bodies of historical and archaeological sources. Yet in many of these initial studies, important methodological concerns regarding the underlying sources, missing data, data standardization and representation of networks in space and time have not been adequately acknowledged and sometimes even completely neglected.

The session invites contributions from researchers applying methods of formal network analysis in archaeological or historical research. A special emphasis of the session will be on the unique challenges that arise in the domain-specific application of these research methods. We welcome submissions on any period, geographical area or topic.

One or more sessions at the 2018 International Network for Social Network Analysis (INSNA) Sunbelt Conference will focus on archaeological and historical network analysis. The conference will take place June 26 – July 1 in Utrecht, Netherlands. Abstracts for 20-minute paper presentations can be submitted at https://sunbelt.sites.uu.nl/abstract-submission/.

Submissions are due 1 February 2018, and authors of accepted papers will be notified by March 2018.

Session organizers:

Aline Deicke (Academy of Sciences and Literature | Mainz)

Martin Stark (ILS Research Institute, Aachen)

Lieve Donnellan (VU University Amsterdam)

Matthias Bixler (University of Zurich)

 

Fedora Users Group Meeting am HZSK

dhd-blog - Mo, 11/27/2017 - 09:32

Am 07.12.2017 findet am Hamburger Zentrum für Sprachkorpora (Universität Hamburg, HZSK, Max-Brauer-Allee 60, 22765 Hamburg) ein Fedora Users Group Meeting statt.

Zu dem Treffen wird David Wilcox (Fedora Product Manager) zu Gast sein und es besteht die Gelegenheit, allgemeine Erfahrungen mit Fedora auszutauschen, Fragen zu stellen, Diskussionen zu führen sowie gemeinsame Pläne zur lokalen, regionalen und allgemeinen Weiterentwicklung von Fedora(-Instanzen) zu erarbeiten. Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Registrierung über das Online-Teilnahmeformular wird jedoch vorausgesetzt.

Weiterführende (und stetig ergänzte) Informationen zum Treffen sind im DuraSpace Wiki oder auf der HZSK-Webseite zu finden.

 

Research Associate (50 %) in Digital Humanities and Research Infrastructures

dhd-blog - Mo, 11/20/2017 - 10:27

via Karin Droste

The Leibniz Institute of European History (IEG) in Mainz invites applications for a

Research Associate (50 %)
in Digital Humanities and Research Infrastructures

for the duration of 32 months from 1 March 2018.

 

Project profile

The IEG is part of an international consortium to create a pan-European research infrastructure on religious studies. The project assembles major research institutions all across Europe in order to improve access of scholars to data, information and sources on historical religious studies. Furthermore, it will facilitate joint research activities of the partners and organize networking activities between national research facilities, academic communities and policy makers.

Job profile

The job includes the organisation of several training courses and workshops in the domain of religious studies and digital humanities. Relevant topics are the management of collections with a focus on linking physical assets with digital representations as well as applying digitally available tools for historical religious studies. The candidate contributes to internal and external reports as well as workshop proceedings. The expected overall achievement of the position is to foster the establishment of a community of scholars in all fields of historical religious studies in an age of digital ecosystems and big data applications.

Requirements

In addition to a pertinent university degree (at M.A. or PhD-level), candidates are expected to demonstrate a profound knowledge of cultural and religious assets and their digital transformation. She or he will also have demonstrable experience both in managing digital objects and working with physical assets. The position requires a collaborative and well-connected team player with excellent English skills and at least one further European language. Ancient language skills, such as Greek and Latin, are welcome. She or he has basic German skills or expresses interest in learning German in due time.

IEG is an equal opportunity/affirmative-action employer. In case of equality of qualification and suitability of applicants, the applications made by female researchers will be given preferential consideration.

For any questions, please contact Dr Marco Büchler (buechler@ieg-mainz.de).

Applications

Applications – including a letter of motivation, CV, academic transcripts, a list of publication and completed projects – should be submitted via email by 7 December 2017 under reference (BW-DHR-2017) to Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (bewerbung@ieg-mainz.de); all documents should be submitted in a single PDF-file.

 

Save the date! DARIAH-DE Grand Tour 2018

dhd-blog - Fr, 11/17/2017 - 10:57

Vom 19. bis zum 21. September 2018 lädt DARIAH-DE alle an digitalen Geisteswissenschaften Interessierten zu einer Grand Tour nach Darmstadt ein. Mit dieser Veranstaltung werden acht Jahre intensive und produktive Zusammenarbeit im Projekt und mit den Kooperationspartnern gewürdigt, die DARIAH-DE-Infrastruktur und ihr Angebotsportfolio präsentiert und der Entwicklungsstand im Bereich der digitalen Geistes- und Kulturwissenschaften gemeinsam mit zahlreichen Expertinnen und Experten reflektiert.

Die dreitägige Veranstaltung setzt sich aus einer Reihe von offenen, vor allem den Austausch fördernden Programmpunkten und themenfokussierten Formaten zusammen:

Ein Vorprogramm mit Workshops, einem TextGrid-Nutzertreffen und einer Unconference für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, das in Kooperation mit dem TEI-Konsortium, mit CLARIN-D und der Open Knowledge Foundation gestaltet wird, eröffnet das Event am ersten Tag.
Das Kernprogramm der Konferenz beginnt am zweiten Tag mit DARIAH-DE-Workshops zu aktuellen DH-Topics aus den Bereichen Forschungsdatenmanagement, Annotationen, Linked Open Data, Topic Modeling, Normdaten und kontrollierte Vokabulare sowie Geodaten. DARIAH-DE-Highlights werden mit Impulsvorträgen vorgestellt und in einer Postersession mit Live-Vorführungen zum Anfassen und Ausprobieren präsentiert. Auch unsere Forschungspartner und -projekte können sich hier präsentieren.
Am dritten Tag bieten zwei Panels die Möglichkeit zu intensivem Austausch und Diskussion im Plenum. Eine Keynote und die Verleihung des DARIAH-DE-DH-Awards bilden den Abschluss der Tagung.
Nicht nur DARIAH-DE selbst, sondern auch die wissenschaftlichen Nutzerinnen und Nutzer der Forschungsinfrastruktur sind eingeladen, ihre Projekte zur Diskussion zu stellen, Erfahrungen auszutauschen und Hinweise für weitere Entwicklungen und Forschungsperspektiven zu geben. Zusammen mit den DARIAH-DE-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern können sie reflektieren, inwieweit die in DARIAH-DE entstandenen Methoden und Dienste ihren Forschungsprozess verändern und welche Möglichkeiten sich für neuartige Forschungsfragen eröffnen.

Wir freuen uns auf einen fruchtbaren Austausch und spannende Diskussionen und laden dazu ganz herzlich alle aktiven und ehemaligen Kolleginnen und Kollegen, Nutzerinnen und Nutzer, die interessierte Fachöffentlichkeit, Partnerprojekte und Infrastrukturvorhaben sowie Stakeholder aus den Geistes- und Kulturwissenschaften, den Informationswissenschaften und weiteren Fachgebieten ein.

Save the Date! Weitere Informationen folgen in Kürze.

Stellenausschreibung: stud. / wiss. Hilfskraft für „Controversia et Confessio“

dhd-blog - Do, 11/16/2017 - 11:22

Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz sucht zur Mitarbeit in der Arbeitsstelle „Controversia et Confessio: Quellenedition zur Bekenntnisbildung und Konfessionalisierung (1548-1580)“ zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine studentische / wissenschaftliche Hilfskraft für 9 Std. / Woche.

Die vollständige Ausschreibung findet sich unter:

http://www.adwmainz.de/fileadmin/adwmainz/Stellenausschreibungen/Ausschreibung_HiWi_Akademie.pdf

Bewerbungsfrist ist der 15.12.2017.

Stellenausschreibung: Wiss. Mitarbeiter/in (IT) an der HAB

dhd-blog - Do, 11/16/2017 - 10:59

An der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine befristete Vollzeitstelle für eine/n wiss. Mitarbeiter/in zu besetzen. Es handelt sich um eine IT-Stelle für den Fachinformationsdienst Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaften (FID BBI).
Die vollständige Ausschreibung findet sich unter:

http://www.hab.de/files/2._neu_vz_stellenausschreibung_fid-it.pdf

Bewerbungsfrist ist der 01.12.2017.

Weiterer Schritt zur Verstetigung von DARIAH-DE

dhd-blog - Fr, 11/10/2017 - 17:07

Presseinformation der Georg-August-Universität Göttingen vom 10.11.2017

Max Weber Stiftung unterstützt digitale Forschungsinfrastruktur

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) sagt eine weitere Unterstützung von DARIAH-DE, der digitalen Forschungsinfrastruktur für die Geistes- und Kulturwissenschaften, zu. Dies soll ein weiterer Schritt für die Verstetigung von DARIAH-DE sein.

Am 4. September 2017 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der MWS und des DARIAH-DE Coordination Office in Bonn, um über einen Ausbau der Kooperationen zu beraten, die den dauerhaften Betrieb von DARIAH-DE zum Ziel haben. Die Sicherung von DARIAH-DE ist die zentrale Aufgabe des Konsortiums in der laufenden Förderphase 2016-2019. Zu diesem Zweck wurde in diesem Jahr an der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen das DARIAH-DE Coordination Office gegründet. Die MWS arbeitet seit 2014 mit DARIAH-DE zusammen und ist seit 2016 offizieller Kooperationspartner. Bei dem Bonner Treffen wurde außerdem vereinbart, unter dem Dach von DARIAH-DE den gemeinsamen Erfahrungsaustausch mit dem Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel weiter voranzutreiben.

VertreterInnen des DARIAH-DE Coordination Office bei der Geschäftsstelle der Max Weber Stiftung

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Zu diesem Zweck unterhält sie zehn Institute im Ausland, für die sie die elektronische Publikationsplattform perspectivia.net betreibt. perspectivia.net soll die die wissenschaftliche Kommunikation intensivieren und weiterentwickeln und stellt dafürForschungsmittel in Form von Literatur, Quellen und Datenbanken zur Verfügung. Die Publikationsumgebung ist dem Open-Access-Prinzip zur Förderung des freien wissenschaftlichen Austausches verpflichtet. Für die Grundlagenforschung als besonderes Förderanliegen der Max Weber Stiftung stellt perspectivia.net vermehrt Datenbanklösungen für die Präsentation von Quelleneditionen bereit. Hierbei steht nicht nur die Aufbereitung von Primärforschungsdaten im Vordergrund, sondern auch die Bereitstellung von virtuellen Arbeitsumgebungen, in denen die Erarbeitung wissenschaftlicher Ergebnisse in einem zeitgemäßen Umfeld erfolgen kann.

DARIAH-DE unterstützt die mit digitalen Methoden und Verfahren arbeitende Forschung in den Geistes- und Kulturwissenschaften. Die Forschungsinfrastruktur besteht aus vier Säulen: 1. Lehre: Durchführung von Workshops, Bereitstellung von Schulungsmaterialien und Nachwuchsförderung für die e-Humanities, 2. Forschung: Entwicklung von digitalen Tools und Services für die geistes- und kulturwissenschaftliche Forschung, 3. Forschungsdaten: Weiterentwicklung von Standards und Empfehlungen im Umgang mit Forschungsdaten und der Entwicklung eines Forschungsdaten-Repositories und 4. Technische Infrastruktur: Bereitstellung von IT-Komponenten, wie z.B. AAI, PID-Service, Monitoring und kollaborative Arbeitsumgebungen. Auf dieser Basis wird der Austausch von Methoden, Daten, Erfahrungen und Ressourcen zwischen den verschiedenen geistes- und kulturwissenschaftlich arbeitenden Disziplinen ermöglicht und gestärkt. Durch enge Zusammenarbeit mit FachwissenschaftlerInnen verschiedener geistes- und kulturwissenschaftlicher Disziplinen wird eine nachhaltige Akzeptanz und Nutzung der Forschungsinfrastruktur durch die Forschungscommunity möglich.
DARIAH-DE ist eingebettet in das Projekt DARIAH-EU (www.dariah.eu). Auf Grundlage des ESFRI-Roadmap und der Rechtsform ERIC wird die DARIAH-DE-Forschungsinfrastruktur in eine pan-europäische digitale Forschungsinfrastruktur überführt.

Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen arbeitet deutschland- und weltweit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Forschungs- und Entwicklungsprojekten zusammen, um den gesamten Forschungsprozess in den Fachdisziplinen zu unterstützen. Als Verbundprojekte zum Aufbau von digitalen geistes- und kulturwissenschaftlichen Infrastrukturen unterstützen die von der Bibliothek koordinierten Projekte DARIAH-DE und TextGrid Forschende mithilfe neuer IT-gestützter Technologien. Dazu zählt etwa die Entwicklung digitaler Technologien, mit deren Hilfe eine Zusammenarbeit möglich ist, um Informationen standortunabhängig und disziplinübergreifend auszutauschen, auszuwerten und zu bearbeiten. Mit verschiedenen Kooperationspartnern am Wissenschaftsstandort Göttingen entwickelt die Bibliothek digitale Editionen des Werkes namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Autorinnen und Autoren. Weitere Schwerpunkte bilden die Umsetzung von Open Access, die nationale und internationale Vernetzung von Repositorien sowie die Langzeitarchivierung von Forschungsdaten. Gemeinsam mit der Max Weber Stiftung und weiteren europäischen Partnern ist die SUB Göttingen unter anderem in dem Projekt HIRMEOS – High Integration of Research Monographs in the European Open Science Infrastructure tätig.

Kontakt:
Hanna Pletziger
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 38
E-Mail: pletziger@maxweberstiftung.de
Internet: www.maxweberstiftung.de

DARIAH-DE Coordination Office
Dr. Mirjam Blümm
Papendiek 14
37073 Göttingen
Tel.: +49 (0)551 – 39 9061
geschaeftsstelle@de.dariah.eu

Quelle: Webseite der Georg-August-Universität Göttingen

CfP ParlaCLARIN@LREC2018 – Workshop on creating and using Parliamentary Corpora (Japan)

dhd-blog - Do, 11/09/2017 - 12:49

Gerne mache ich auf untenstehenden CfP aufmerksam:

*First Call for Papers*

ParlaCLARIN@LREC2018 – workshop on creating and using parliamentary corpora;

to be held as part of the 11th edition of the Language Resources and Evaluation. Conference (LREC), 7-12 May 2018 Miyazaki, Japan.

This workshop aims to bring together researchers interested in compiling, annotating, structuring, linking and visualising parliamentary records that are suitable for research in a wide range of disciplines in the Humanities and Social Sciences. We invite unpublished original work focusing on the collection, analysis and processing of parliamentary records.

Workshop date: 7 May 2018

Submission deadline: 10 January 2018

More details and contact information on the workshop website: https://www.clarin.eu/ParlaCLARIN

 

Stellenausschreibung: Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Mitarbeiter für das DFG-Projekt „Ferdinand Gregorovius: Poesie und Wissenschaft. Gesammelte deutsche und italienische Briefe“

dhd-blog - Mo, 11/06/2017 - 16:51

Das Deutsche Historische Institut in Rom (www.dhi-roma.it) ist ein Forschungsinstitut der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im aus Ausland www.maxweberstiftung.de). Das 1888 gegründete  Institut dient der Erforschung der italienischen und deutschen Geschichte und Musikgeschichte in europäischen Zusammenhängen, vom frühen Mittelalter bis zur jüngsten Vergangenheit.

Für das DFG-geförderte digitale und analoge Editionsprojekt „Ferdinand Gregorovius: Poesie und Wissenschaft. Gesammelte deutsche und italienische Briefe“ sucht das DHI Rom zum nächstmöglichen Termin für einen befristeten Zeitraum von einem Jahr

eine/-n wissenschaftliche/-n Mitarbeiter/-in
50% der tariflichen Arbeitszeit.

Unter bestimmten Voraussetzungen besteht die Möglichkeit der Verlängerung um zwei weitere Jahre.

Die Aufgaben umfassen im Wesentlichen die

  • Entwicklung eines digitalen Publikationskonzepts sowie des dazugehörigen Workflows,
  • Konzeption und Umsetzung von Weboberflächen, Schnittstellen und Austauschformaten.

Mindestvoraussetzungen für eine Einstellung sind

  • ein abgeschlossenes Hochschulstudium in den Digital Humanities, Editionswissenschaften, Geschichtswissenschaften, Germanistik (M.A., Master, Diplom) oder eine vergleichbare nachgewiesene Qualifikation,
  • sehr gute Kenntnisse in X-Technologien (XML, XQuery, XSLT) und TEI,
  • fundierte Kenntnisse von Webtechnologien wie (X)HTML, JavaScript, CSS und Webservices (REST/JSON) und Erfahrung in der Webprogrammierung (sowohl server- als auch clientseitig),
  • vertiefte Kenntnisse bei der Entwicklung Digitaler (Brief-)Editionen.

Von Vorteil sind nachgewiesene Erfahrungen im Umgang mit digitalen  Editionsumgebungen (vorzugsweise Ediarium), Kenntnisse in objektorientierter
Programmierung (vorzugsweise PHP oder Java) und im Betrieb und der Administration von XML-Datenbanken (vorwiegend eXistdb) sowie Grundkenntnisse der italienischen Sprache.
Wir erwarten eine ziel-und lösungsorientierte Arbeitsweise, Eigeninitiative und Kommunikations- sowie Teamfähigkeit.

Geboten wird eine Vergütung nach EG 13 TVöD (Bund). Beschäftigungsort ist voraussichtlich Rom oder Berlin. Eine Entsendung ist nicht vorgesehen.

Die Max Weber Stiftung tritt für die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern ein und lädt ausdrücklich qualifizierte Frauen zu einer Bewerbung für diese Stelle ein. Dies gilt entsprechend für schwerbehinderte Bewerber/-innen bei gleicher Eignung.

Bewerbungen mit aussagefähigen Unterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Referenzen) werden bis zum 24. November 2017 ausschließlich per E-Mail in einer PDF-Datei erbeten an Frau Hannah Röper roeper@dhi-roma.it.

RIDE-Preis für die beste Rezension in Band 6

dhd-blog - Mo, 11/06/2017 - 16:14

Das Institut für Dokumentologie und Editorik freut sich, den bzw. die Gewinner des ersten RIDE-Preises für die beste Rezension in „RIDE 6 – Digital Text Collections“ bekannt zu geben (http://ride.i-d-e.de/issues/issue-6/). Der Preis in Höhe von 250 Euro wird mit großzügiger Unterstützung der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Graz jeweils für die nächsten sechs RIDE Ausgaben vergeben (mehr Informationen: http://ride.i-d-e.de/reviewers/ride-award-for-best-review/).

Die Jury der Preisvergabe, bestehend aus Evelyn Gius von der Universität Hamburg, Malte Rehbein von der Universität Passau, Philipp Steinkrüger von der Ruhr-Universität Bochum und Georg Vogeler von der Universität Graz, verleiht den Preis an Mats Dahlström (Universität Borås) und Wout Dillen (Universität Antwerpen) für ihre hervorragend verfasste Rezension zu „Litteraturbanken, the Swedish literature bank“ (http://ride.i-d-e.de/issues/issue-6/litteraturbanken-the-swedish-literature-bank/).

Begründung:

„The review is an elegantly written text which not only provides all information required for the reader to familiarize themselves with the reviewed project, but which also engages in reflections on methodology, on the selection of texts, and on the question which type of text collection Litteraturbanken instantiates. The authors prove their expertise in the field, praising the project where it excels and criticising it where it falls short; it is to be expected that their suggestions of how to improve this already outstanding project will not fall on deaf ears.“

Wir wünschen den Gewinnern viel Vergnügen mit dem Preis und freuen uns auf weitere spannende Rezensionen digitaler Ressourcen in den nächsten RIDE-Ausgaben.

Seitens des IDEs geht außerdem besonderer Dank an das externe Jurymitglied Evelyn Gius für die gute Zusammenarbeit bei der Auswahl der Preisträger.

Kulturgutdigitalisierung: Was das Stakeholdergremium “Wissenschaftliche Sammlungen” seit einem Jahr beschäftigt

dhd-blog - Do, 11/02/2017 - 16:24

Das Stakeholdergremium “Wissenschaftliche Sammlungen” begleitet seit seiner Gründung 2014 die Arbeit von DARIAH-DE, der digitalen Forschungsinfrastruktur für die Geistes- und Kulturwissenschaften. Das Gremium sorgt für die Anbindung des Projekts an die Fachcommunities und Gedächtnisinstitutionen, die für die alternativ: geistes- und kulturwissenschaftliche Forschung unverzichtbare Partner sind. Neben dieser grundsätzlichen Aufgabe setzt das Gremium eigene Arbeitsschwerpunkte:

Schon auf dem ersten, konstituierenden Treffen in der dritten Projektphase von DARIAH-DE war die programmatische Digitalisierung von Kulturgut in den Fokus des Gremiums gerückt. Seit einem Jahr recherchieren und diskutieren die Mitglieder nun zu Kennzahlen, Anforderungen und technischen und inhaltlichen Herausforderungen der Digitalisierung. Dabei nehmen sie stets eine spezifische Perspektive ein, als ForscherIn einer geisteswissenschaftlichen Disziplin oder als Teil einer Gedächtnisinstitution. Um diese manchmal sehr unterschiedlichen Perspektiven zusammenzubringen, hat sich das Gremium in der dritten Projektphase bisher vier Mal getroffen: im vergangenen August an der SUB Göttingen und im Dezember an der BBAW Berlin, im Mai diesen Jahres an der HAB Wolfenbüttel und im September am Kunsthistorischen Institut der Goethe-Universität in Frankfurt/Main.

Das Gremium will mit seiner Arbeit auch ein Bewusstsein dafür schaffen, dass die vielzitierte „digitale Wende“ in der geisteswissenschaftlichen Forschung ohne Digitalisate nicht zu erreichen ist und die neuen Methoden und Werkzeuge ohne Daten nicht angewendet werden können.

Dabei gibt es ebenso eine gesellschaftliche Dimension: Die Digitalisierung nutzt nicht nur der Forschung um ihrer selbst willen, sondern stellt auch einen wichtigen Beitrag zur Wissensgesellschaft und deren historischer Perspektive dar – eine digitale Gesellschaft ohne digitales kulturelles Erbe kann nicht funktionieren, umgekehrt ermöglicht digitalisiertes, frei zugängliches Kulturgut Teilhabe für alle und ist zudem ein eigener essentieller und zentraler Forschungsgegenstand.

Workshop „Erweitertes Publizieren in den Geisteswissenschaften“

dhd-blog - Mi, 11/01/2017 - 12:58

Am 11. und 12. Oktober 2017 fand in Berlin der DARIAH-DE-Workshop „Erweitertes Publizieren in den Geisteswissenschaften“ statt. Ausgerichtet wurde er vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, das in DARIAH-DE die wissenschaftliche Begleitforschung leitet. Schwerpunkt dieser Begleitforschung ist das elektronische Publizieren in den Geisteswissenschaften und wie dort neue technische Möglichkeiten sinnvoll eingesetzt werden können. Drei grundlegende Themen wurden auf dem Workshop zur Diskussion gestellt: frühzeitige Dissemination von Forschungsergebnissen, Verschränkung von Publikatonen und Forschungsdaten sowie stabile Referenzierung von Publikationen.

Ausgelegt war der Workshop auf zwei halbe Tage. Während sich der erste Tag auf Projektpräsentationen konzentrierte, wurde der zweite Tag genutzt, um die oben genannten Themen weiter zu diskutieren beziehungsweise zusätzliche Themen zu beleuchten, die während des ersten Tages aufgekommen waren.

Nach einer kurzen Einführung von Gastgeber Klaus Thoden gab es vier Vorträge, die die verschiedenen Möglichkeiten erweiterterter Publikationen darstellten, beziehungsweise einen Realitätsabgleich mit der praktischen Arbeit lieferten. Beata Mache (SUB Göttingen) stellte die Publikations-Infrastruktur von DARIAH-DE vor, die sich um das in Entwicklung befindliche Repositorium versammelt. Malte Vogl (MPIWG) berichtete von den Möglichkeiten des erweiterten Publizierens im Rahmen des Exzellenzclusters TOPOI. Michael Aufreiter (substance.io) stellte Werkzeuge vor, die im Rahmen des substance.io-Konsortiums entwickelt werden und zur Herstellung und Anzeige von angereicherten Publikationen genutzt werden können. Katrin Neumann (Max-Weber-Stiftung) beendete den Präsentationsreigen mit einer eher ernüchternden Betrachtung des Workshop-Themas auf Grundlage der Erfahrungen bei perspectivia.net. Die Folien der Vorträge stehen im DARIAH-DE-Portal zum Download bereit.

Die Agenda des zweiten Tages sah viel Raum für Diskussionen vor. Zu den vorher gesetzten Themen, kamen Aspekte hinzu, die in den Präsentationen des Vortages aufgekommen waren. Die drei wichtigsten Punkte (Nutzerinnen und Nutzer, Daten, Rahmenbedingungen) wurden zuletzt in Form eines World Café weiter vertieft und diskutiert.

Der Workshop war insgesamt geprägt von einer intensiven und konstruktiven Arbeitsatmosphäre, in der die Probleme, mit denen das erweiterte Publizieren in den Geisteswissenschaften konfrontiert ist, offen diskutiert werden konnten. Eine weitere Analyse der Ergebnisse wird demnächst im diesem Blog erscheinen.

Workshop „Software Sustainability: Quality and Re-usability“

dhd-blog - Mi, 10/25/2017 - 14:33

As part of ongoing efforts to align technology across the three Pan-European infrastructures for the Social Sciences, Arts, and Humanities, representatives from Cessda, CLARIN, and DARIAH held a workshop on “Software Sustainability: Quality and Re-usability”, previously announced here, in Berlin on October 9/10th.

With participants from Austria, Germany, Great Britain, Norway and The Netherlands representing developers, users, service operators and IT managers, the talks and discussions covered a wide range of topics related to software sustainability. Speakers presented work already accomplished as part of the tasks the infrastructures have undertaken in their efforts to become operational. Among these are the DARIAH-NL Software Quality Guidelines and the Cessda Software Maturity Model, which both define evaluation criteria for software products. Their approaches differ, in that the former focuses on explicit implementation guidelines, while the latter, modelled on NASA’s Reuse Readiness Levels, describes a generalised framework for evaluating a given software product. While criteria are also an important part of the DARIAH-DE Service Life Cycle, its focus is on describing processes and necessary considerations when taking software from initial design through development and testing to production use.

The overall problems these approaches try to address are similar to the challenges the software industry is facing: training, quality management, and dealing with an ever-growing technical debt are challenges that need to be addressed and re-evaluated on a constant basis.

The specific requirements and expectations are very different from the perspectives of the developer, the user, and the maintainer or service provider. This multifaceted understanding of sustainability is similar to that of data, for which FAIR principles have become the de-facto definitions of in this respect. A similar approach, the “Recommendations to encourage best practices in research software” aims at improving the overall quality and re-usability of research software.

Agreement reigned among workshop participants on the need to foster and spread awareness of these different needs. At various levels, these can possibly be addressed through guidelines, recommendations, and criteria catalogues at varying levels of detail. Elementary guidelines for software developers just starting out, which typically only involve  modest scripting and ad-hoc solutions implemented for highly specialised problems, can support the process from the start. In general, not all software development can or must aim at reaching production level maturity. On the other hand, when software is re-used or applied by third parties, external evaluation can improve trust. This is particularly relevant to infrastructures which not only have to rely on the code that runs their services, but are facilitators in providing a wider research community and thus end users access to the tools concerned.

Improving on the status quo involves at least as great a cultural change in the academic acceptance of software as a form of relevant research output as is currently the case  for data at large. In this light, the adoption of requirements by funders plays as significant  a role as any cultural shift among researchers. Defining similar general requirements for research software by funders may be an incentive to invest in quality. But as research thrives on new and innovative technology and ideas, adhering to formal procedures and requirements in the IT world with its fast-paced rate of change can potentially also limit progress. Ultimately, balancing the interests of the different stakeholders remains a core challenge when considering and defining the meaning of sustainability for a given piece of software.

A concrete common goal expressed at the workshop was to align the existing criteria catalogues with each other and also existing alternatives by the UK Software Sustainability Institute and the Netherlands eScience Center. The plan to continue the exchange among the three infrastructures should involve these institutions as well as the Research Software Engineering community at large. Further discussions on the topic are open to interested contributors within the DH-Tech Group’s Slack channel #sustainability.

 

The workshop was a joint effort by DARIAH-DE and DARIAH-EU within the DESIR project, receiving funding under the Horizon 2020 Programme, Grant Agreement no.: 675570.

Umfrage Forschungssoftware Deutschland

dhd-blog - Mi, 10/18/2017 - 19:38

Du entwickelst Software in Forschung und Wissenschaft, oder bist anderweitig in die wissenschaftliche Softwareentwicklung eingebunden?

Dann würden wir uns freuen, wenn Du an folgender Umfrage teilnimmst:

https://softwaresaved.limequery.com/661559?lang=de-informal

Derzeit gibt es kaum zuverlässige Informationen über die Gemeinschaft der Software entwickelnden Personen in Forschung und Wissenschaft. Die Umfrage soll dabei helfen, Einblicke in und Informationen über diese Gemeinschaft zu gewinnen, um mit diesen Ergebnissen Förderorganisationen und Wissenschaftseinrichtungen bei der Entwicklung von Strategien und Förderprogrammen sowie von Leit- und Richtlinien zu unterstützen.

Die Umfrage gibt Dir die Möglichkeit, Deine Sicht und Erfahrung mit einfließen zu lassen und damit an der zukünftigen Gestaltung der Community teilzuhaben.

Du kennst Andere, die Software im Umfeld von Forschung und Wissenschaft entwickeln? Dann informiere sie bitte über diese Umfrage! Nur eine rege Teilnahme und Antworten, die von überall aus Deutschland kommen und die unterschiedlichsten Bereiche repräsentieren, gewährleisten einen umfassenden Einblick zu diesem Thema.

Die Ergebnisse werden unter einer CC-BY-NC Lizenz veröffentlicht und zusätzlich auf der de-RSE Mailingliste und dem de-RSE Blog angekündigt und ausgewertet. Darüber hinaus werden ähnliche Umfragen in Großbritannien, Kanada, Australien, Norwegen, den USA, Südafrika und den Niederlanden durchgeführt. Um eine gute Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurde die Gestaltung der deutschen Umfrage in enger Abstimmung mit diesen Umfragen durchgeführt.

Wir freuen uns über Eure Teilnahme!

Vielen Dank,
Martin Hammitzsch und Stephan Janosch

Veranstaltung: DH-Kolloquium an der BBAW, 3.11.2017: Manuel Burghardt über Computergestützte Erschließungsstrategien und Analyseansätze für handschriftliche Liedblätter

dhd-blog - Mi, 10/18/2017 - 16:06

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW möchten wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Freitag, 3. November 2017, 17 Uhr s.t. bis 19 Uhr (Raum 230), einladen:

Manuel Burghardt (Universität Regensburg): „More Than Words – Computergestützte Erschließungsstrategien und Analyseansätze für handschriftliche Liedblätter“

Abstract: Unter dem Schlagwort Digital Humanities wird gemeinhin der Einsatz digitaler Ressourcen und computergestützter Methoden in den Geisteswissenschaften zusammengefasst. Vor dem Hintergrund bestehender Methoden im Bereich der Korpus- und Computerlinguistik liegt hier bislang ein starker Fokus auf textbasierten Wissenschaften (vgl. etwa das Konzept des Distant Reading). In zunehmendem Maße rücken in den Digital Humanities nun aber auch andere geisteswissenschaftliche Disziplinen in den Fokus computergestützter Modellierungs- und Analyseversuche, etwa im Bereich der Kunstgeschichte (Bild), der Filmwissenschaft (Film) und der Musikwissenschaft (Musik).

Entsprechend ist der Vortrag im Schnittfeld von Digital Humanities und Musikwissenschaft zu verorten. Dabei sollen anhand eines konkreten Projekts zur Digitalisierung einer großen Sammlung handschriftlicher Liedblätter grundlegende Möglichkeiten und Methoden zu Erschließung, Repräsentation und Analyse von notierter Musik aufgezeigt werden. Wenngleich an vielen Stellen Parallelen zu Methoden und Verfahren aus den textbasierten Geisteswissenschaften offenkundig werden, so wird doch auch deutlich, dass es sich bei „Notentext“ um mehr als nur Wörter handelt und sich somit einige Besonderheiten und Herausforderungen bei der Digitalisierung ergeben.

Zum Thema Erschließung werden im Rahmen des Vortrags zunächst bestehende Tools aus dem Bereich der Optical Music Recognition (OMR) vorgestellt, die allerdings für handschriftlich notierte Musik nur begrenzt einsetzbar ist (Burghardt et al., 2017). Als Alternative wird ein Crowdsourcing-Ansatz zur Transkription der Melodien vorgestellt (Meier et al., 2015; Burghardt & Spanner, 2017).

Weiterhin zeigt der Vortrag unterschiedliche Ebenen der Repräsentation von Melodien auf, bspw. als exakt notierte Melodie, als Abfolge von Intervallen oder als abstrakte Melodiekontur (Parsons Code). Außerdem werden bestehende Speicherformate für die Repräsentation von Musikinformation (bspw. MusicXML und MEI) vorgestellt und diskutiert.

Im letzten Teil des Vortrags werden schließlich grundlegende Möglichkeiten der computergestützten Analyse digitalisierter Musikdaten aufgezeigt und dabei grundlegende Konzepte des music information retrieval, insbesondere der melodic similarity, eingeführt (Burghardt et al., 2015; Burghardt et al., 2016; Burghardt & Lamm, 2017). Darüber hinaus soll aufgezeigt werden, welche neuartigen Fragestellungen durch computergestützte Ansätze in der Musikwissenschaft bearbeitet werden können.

Literatur

Burghardt, M., & Lamm, L. (2017). Entwicklung eines Music Information Retrieval-Tools zur Melodic Similarity-Analyse deutsch-sprachiger Volkslieder. In M. Eibl & M. Gaedke (Eds.), INFORMATIK 2017, Lecture Notes in Informatics (LNI), Gesellschaft für Informatik – Workshop „Musik trifft Informatik“ (pp. 15–27). Bonn: Springer.

Burghardt, M., & Spanner, S. (2017). Allegro: User-centered Design of a Tool for the Crowdsourced Transcription of Handwritten Music Scores. In Proceedings of the DATeCH (Digital Access to Textual Cultural Heritage) conference.  ACM.

Burghardt, M., Spanner, S., Schmidt, T., Fuchs, F., Buchhop, K., Nickl, M., & Wolff, C. (2017). Digitale Erschließung einer Sammlung von Volksliedern aus dem deutschsprachigen Raum. In Book of Abstracts, DHd 2017.

Burghardt, M., Lamm, L., Lechler, D., Schneider, M., & Semmelmann, T. (2016). Tool‑based Identification of Melodic Patterns in MusicXML Documents. In Book of Abstracts of the International Digital Humanities Conference (DH).

Burghardt, M., Lamm, L., Lechler, D., Schneider, M., & Semmelman, T. (2015). MusicXML Analyzer – Ein Analysewerkzeug für die computergestützte Identifikation von Melodie-Patterns. In Proceedings des 9. Hildesheimer Evaluierungs- und Retrievalworkshop (HiER 2015) (pp. 29–42).

Meier, F., Bazo, A., Burghardt, M., & Wolff, C. (2015). A Crowdsourced Encoding Approach for Handwritten Sheet Music. In J. Roland, Perry; Kepper (Ed.), Music Encoding Conference Proceedings 2013 and 2014 (pp. 127–130).

Im DH-Kolloquium an der BBAW werden aktuelle Themen der Digital Humanities praxisnah und anwendungsorientiert zur Diskussion gebracht, um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beim Einsatz digitaler Methoden in der geisteswissenschaftlichen Forschung zu unterstützen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Telota-Initiative der BBAW oder des if|DH|Berlin.

Die Veranstaltung findet im Raum 230 der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin statt.
Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, möchten wir Sie um Anmeldung per E-Mail unter DH-Kolloquium@bbaw.de bitten.

Wir möchten Sie auch auf den sich anschließenden Digital-Humanities-Stammtisch hinweisen, bei dem die hoffentlich fruchtbaren Diskussionen in formloser Atmosphäre fortgesetzt werden können.

 

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