DHd Newsfeed

DARIAH-DE Grand Tour: Workshop zur Konstruktion von historischen Bewegungsprofilen

dhd-blog - Mi, 06/06/2018 - 18:55

Am 20. September 2018 findet ein Workshop im Rahmen der DARIAH-DE Grand Tour zum Thema „Konstruktion von historischen Bewegungsprofilen“ statt,  der dem digitalen Werkzeug Cosmotool gewidmet ist. Im Zentrum des Workshops stehen die Möglichkeiten und Grenzen des Extrahierens/Integrierens von geographischen Orten und weiteren Entitäten (beispielsweise Institutionen) aus Fließtexten und Metadaten.

Mit dem Workshop möchte DARIAH-DE auf die Bedürfnisse der historisch arbeitende Wissenschaftler eingehen, die sich mit Reisewegen als Forschungsgegenstand oder mit der Rekonstruktion der Netzwerke, oder beruflichen Werdegängen u. Ä. der historischen Akteure beschäftigen.

Nach der Einführung in die DARIAH-Datenföderationsarchitektur und technischen Grundlagen zum Cosmotool werden Anwendungsbeispiele präsentiert, sowie eine Hands-on Session durchgeführt.

dha2018 – empowering researchers: Call for Contributions

dhd-blog - Mi, 06/06/2018 - 12:05

Mitgeteilt von Peter Hinkelmanns

Salzburg, 29.11.–01.12.2018
Call-Ende: 29.06.2018

dha2018.sbg.ac.at

Digital Humanities modellieren ein neues Setting für die Forschenden: Sie verändern die Wissensumwelt und schaffen zeitgemäße Zugänge für die Forschenden. Digital Humanities unterstützen Forschende, bieten neue Wege für etablierte Methoden, ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe am Forschungsdiskurs. Expertenwissen wird dezentriert und demokratisiert. Die Tagung digital humanities austria 2018 möchte ein Forum sein für den Dialog der Fachdisziplinen und deren Digitalisierung. Sie will dazu beitragen, Forschung für die Gesellschaft zugänglicher zu machen. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, das Netzwerk zwischen Disziplinen, Forschungsgegenständen und Forschenden zu stärken.

Peter Hinkelmanns; Katharina Zeppezauer-Wachauer; Marlene Ernst

dha2018@sbg.ac.at

Themenschwerpunkte

Geisteswissenschaft stärken: Aufbruch in ein neues Zeitalter der Digitalisierung und Information

Zahlreiche Fragestellungen der Geisteswissenschaften sind ohne den Einsatz von Datenverarbeitung und die Unterstützung durch automatische Verfahren nicht denkbar. Die Digital Humanities erfinden die Geisteswissenschaften nicht neu, sondern erweitern die Möglichkeiten der etablierten Forschung. Digital Humanities-Zentren begleiten Projektprozesse der universitären Forschung von der Antragsphase bis zur Langzeitsicherung. Wie kann man den Wissentransfer befördern? Worin bestehen die Herausforderungen?

Mögliche Fragestellungen

  • Digital Humanities: Ein ‚Service‘ für die Geisteswissenschaften?
  • Repositorien und Methoden zur Verwaltung von Forschungsdaten
  • Ziele und Aufgaben des universitären Fachs Digital Humanities

Gemeinsamkeiten stärken: Datennormierung als Chance

Das Semantic Web und Ontologien haben großes Potential, Forschungsdaten auf internationaler Ebene zu vernetzen. Doch wird der Status quo diesem Anspruch gerecht? Standards und De-facto-Standards wie GND, MARC21, CIDOC CRM oder TEI haben zwar eine große Verbreitung, jedoch überschneiden sich deren Anwendungsbereiche. Gleiches gilt für normierte Entitäten etwa von WikiData, GND oder VIAF. Aus dieser Vielfalt der Modelle und Daten ergeben sich für die Interpretation und Nachnutzung zahlreiche Herausforderungen.

Mögliche Fragestellungen

  • Neue babylonische Sprachverwirrung? Auswege aus dem Labyrinth der Normen.
  • Schwarmintelligenz gegen Expertenwissen. Wer darf normieren?
  • Freiheit und Grenzen der Forschung – deskriptiv oder normativ?

Interdisziplinarität stärken: Vernetzte Forschung, vernetzte Forschende

Trotz des Rufs nach Interdisziplinarität ist die Umsetzung von Projekten noch immer schwierig, wie auch Forschungsausschreibungen der letzten Jahre belegen, die genau dies fördern wollen. Können vernetzte Forschungsdaten dazu führen, dass auch die Forschenden selbst besser interdisziplinär zusammenarbeiten?

Mögliche Fragestellungen

  • Ist die Vernetzung zwischen Daten auch eine Vernetzung der Forschenden?
  • Führt Interdisziplinarität eher zum Minimalkonsens als zu einer besseren Gesamtbetrachtung?
  • Disziplin oder Methode: Wo verorten sich die Digital Humanities selbst?

Kollaboration stärken: Forschung öffnen

Wissenschaftliche Forschung bleibt der Gesellschaft häufig hinter Bibliotheksmauern oder Paywalls verborgen. Können die Digital Humanities durch die Visualisierung und Verfügbarmachung von Forschungsergebnissen eine Brücke zwischen Gesellschaft und Forschung sein? Die Wissenschaft öffnet sich: Citizen Science, Social Media, Co-Creation, Crowdsourcing, Open Innovation und Open Science sind die neuen Schlagworte der Forschung.

Mögliche Fragestellungen

  • Wer profitiert von Citizen Science?
  • Welche Herausforderungen und Chancen ergeben sich durch den Ruf nach verstärkter Wissenschaftskommunikation?
  • Minenfeld Lizenzen: Open Access vs. Closed Source

Formate

Wir möchten Sie ermutigen, Vorschläge für die interaktiven Formate (Workshop, Roundtable, Fishbowl etc.) einzureichen!

Beiträge können in englischer oder deutscher Sprache eingebracht werden.

Panels

Das Panel soll wichtige Akteure der DH zu einem vorgegeben Thema versammeln und dem Publikum die Chance geben, kontroverse Themen zu diskutieren; Panels sollten nicht ausschließlich aus TeilnehmerInnen eines gemeinsamen Projektes bestehen.

  • Form: max. 5 TeilnehmerInnen, 60’ Panel Diskussion, 30’ Q&A vom Publikum
  • Einreichung: Abstract, max. 2000 Wörter, Vorstellung des Themas und der TeilnehmerInnen

Sessions

Eine Session bietet die Gelegenheit, mehrere Präsentationen zu einem gemeinsamen Oberthema zu bündeln und so intensiver in die Thematik einzusteigen.

  • Form: Jede Session besteht aus drei Einzelvorträgen, die Einreichung erfolgt gemeinsam. Je nach Wunsch auch mit gemeinsamer Abschlussdiskussion.
  • Einreichung: Abstracts, max. 700 Wörter, für jede Präsentation; zusätzlich ein Abstract, max. 500 Wörter, zur Erläuterung der Session

Roundtables/Fishbowls

Roundtables und Fishbowls sollen die Diskussion zwischen den TeilnehmerInnen anregen und dabei das Publikum aktiv integrieren.

  • Form: max. 5 TeilnehmerInnen, 90’ Diskussion
  • Einreichung: Abstract, max. 1000 Wörter, Vorstellung des Themas und der TeilnehmerInnen

Bitte geben Sie die maximale Personenanzahl und etwaige technische Anforderungen an, um eine optimale Raumsituation gewährleisten zu können.

Workshops

Workshops dienen dem vertiefenden Umgang mit Methoden und Tools und sollen die TeilnehmerInnen unmittelbar mit einbeziehen.

  • Form: 1,5–3h
  • Einreichung: Abstract, max. 1000 Wörter, Vorstellung des Themas und des Workshop-Ablaufs

Bitte geben Sie die maximale Personenanzahl und etwaige technische Anforderungen an, um eine optimale Raumsituation gewährleisten zu können.

Präsentationen

Präsentationen sollen wissenschaftliche Problemstellungen, Forschungsfragen und -ergebnisse aus dem DH-Fachdiskurs behandeln. Sie werden gegenüber reinen Projektpräsentationen bevorzugt berücksichtigt.

  • Form: 20’ Präsentation und 10’ Diskussion
  • Einreichung: Abstract, max. 700 Wörter

Kurzpräsentationen für das Speed Geeking

Speed Geeking bietet die Möglichkeit, eigene Projekte Interessierten in einer kleinen Gruppe vorzustellen. Während des Speed Geekings können die TeilnehmerInnen ca. acht Präsentationen beiwohnen, wobei die Gesamtgruppe aufgeteilt wird und nach festgelegtem Rhythmus von Tisch zu Tisch wandert.

  • Form: 10’ Präsentation und Diskussion am Tisch
  • Einreichung: Abstract, max. 500 Wörter, gerne begleitend zu einer Postereinreichung

Nach Rücksprache können Speed Geeking-Präsentationen auch gemeinsam als thematischer Block eingereicht werden.

Bitte geben Sie etwaige technische Anforderungen an, um eine optimale Raumsituation gewährleisten zu können.

Poster

Posters bieten die Möglichkeit, noch nicht abgeschlossene Arbeiten oder Detailergebnisse der Öffentlichkeit zu präsentieren

  • Form: A1 bis A0 ausgedruckt (Hochformat; Sonderformate evtl. nach Absprache). Bitte achten Sie auf die Verwendung von Umweltschutzpapier.
  • Einreichung: Abstract, max. 500 Wörter

Wenn Sie ein Tool o.ä. präsentieren möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

Einreichung

Die Einreichung erfolgt via ConfTool.

Begutachtung

Die Peer-Review aller Einreichungen wird vom Programmkomitee im Double-Blind-Verfahren durch jeweils zwei GutachterInnen vorgenommen und die Ergebnisse werden in ConfTool hinterlegt.

Stellenanzeige: wiss. Hilfskraft für Editionsprojekt an der HAB Wolfenbüttel

dhd-blog - Mo, 06/04/2018 - 16:30

An der Herzog August Bibliothek ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine auf zwei Jahre befristete Stelle für eine wiss. Hilfskraft (43 Stunden / Monat) zur Mitarbeit an einer Edition zu besetzen. Es handelt sich um eine Stelle im Projekt „Kommentierte digitale Edition der Reise- und Sammlungsbeschreibungen Philipp Hainhofer (1578-1647)“.

Die vollständige Ausschreibung findet sich unter:
http://www.hab.de/de/home/aktuelles/stellenangebote.html

Bewerbungsfrist ist der 15.06.2018.

Digital Humanities @ March for Science

dhd-blog - Do, 05/31/2018 - 13:57

Sabine Bartsch, Luise Borek, Rotraut Fischer, Mieke Pfarr-Harfst, Andrea Rapp (TU Darmstadt)

Der zweite March for Science

Am 14. April 2018 fand als globales Ereignis der zweite March for Science statt, nachdem am 22. April 2017 zum ersten Mal Menschen weltweit für die Freiheit von Wissenschaft und Forschung auf die Straße gegangen waren. Anlass waren und sind politische und gesellschaftliche Entwicklungen in zahlreichen Ländern, die eben diese Freiheit einschränken wollen. Im Zusammenhang damit muss festgehalten werden, dass einige politische Entscheidungsträger und Entscheidungsträgerinnen systematisch wissenschaftliche Erkenntnisse leugnen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verfolgen, diffamieren, behindern oder kaltstellen. Für die March-for-Science-Bewegung stehen daher der Wert des freien wissenschaftlichen Denkens und die Freiheit von Forschung und Lehre im Mittelpunkt – sie sollen gestärkt und ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. Darüber hinaus ist Wissenschaft auf Grundlage nachprüfbaren Wissens eine der Grundvoraussetzungen für die Demokratie und für eine Gesellschaft, die eine offene politische Debatte nicht nur zulässt, sondern fördert und an ihr wächst.  Wissenschaft muss sich durch offene Kommunikation nach außen um das Vertrauen der Gesellschaft bemühen und so das gesellschaftliche Bewusstsein von der Wichtigkeit von Bildung und evidenzbasiertem Wissen stärken, denn Wissenschaft und Gesellschaft sind aufeinander angewiesen und profitieren voneinander.

Unwort des Jahres 2017: Alternative Fakten

Der Ausdruck „Alternative Fakten“ wurde 2017 als Unwort des Jahres markiert und zeigt nicht allein die vermutlich in einer wissenschaftlichen Umgebung besonders stark wahrgenommene zunehmende Skepsis gegenüber Wissenschaft und Forschung, sondern wirkt tief in die Gesellschaft hinein. Denn dieser Ausdruck steht für den Versuch, Falschbehauptungen als legitimes Mittel der öffentlichen Auseinandersetzung salonfähig zu machen. Spätestens an dieser Stelle sind wir als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nicht mehr nur als Betroffene, sondern als Bürgerinnen und Bürger gefragt, unsere wissenschaftlichen Stärken auszuspielen und in den Diskurs einzubringen: Neugier, Wissbegier, Methodik, Kritik, Experimentieren, Analysieren, Prüfen, Interpretieren, Hinterfragen, Diskutieren, Vermitteln …

Für die Vermittlung dieser Werte stehen Forschung und Lehre in einer modernen und aufgeklärten Gesellschaft, die sich den Herausforderungen ihrer Zeit stellt und ihre Entscheidungen auf die Erkenntnisse von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und deren Forschung stützt; eine Gesellschaft, die die Menschen durch Teilhabe an Bildung und durch Einbeziehung in den Prozess wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns mitnimmt. Auf diese Weise schärft sie das Bewusstsein für die Notwendigkeit eines positiv kritischen Umgangs mit den komplexen Herausforderungen unserer Zeit, statt Fortschritte und Erkenntnisse durch Technologie und Wissenschaft zu verleugnen.

Podiumsdiskussion an der Technischen Universität Darmstadt am 12.4.2018: Wer oder was treibt hier wen? Digitalität in Wissenschaft und Gesellschaft.

Der March for Science dient als globale Veranstaltung nicht nur zur Solidarisierung von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen untereinander, sondern fungiert auch als Instrument der Kommunikation und Begegnung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Im Umfeld des March haben daher an vielen Standorten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nicht nur miteinander diskutiert, sondern auch die Öffentlichkeit zum Dialog eingeladen. Die TU Darmstadt beteiligte sich mit einer Podiumsdiskussion im Vorfeld des March am 12. April 2018 an den diesjährigen Aktionen in Deutschland.

 

Das Thema Digitalität und Digitalisierung schien uns dazu besonders gut geeignet: Es handelt sich um ein hochkomplexes Feld, das in alle Bereiche von Wissenschaft und Gesellschaft massiv eingreift und alle gleichermaßen vor Herausforderungen stellt. Der Titel „Wer oder was treibt hier wen?“ zeigt die Ambivalenz dieses Themas: Er spricht einerseits negative Gefühle wie „Getrieben-Sein“ oder Unsicherheit an, aber positiv als „treibende Kraft“ auch die Fähigkeit, als Gesellschaft mit Kreativität  diesen Herausforderungen zu begegnen und sie zu gestalten. In diesem Sinne sollte die Veranstaltung zum Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft beitragen, indem aus verschiedenen Fachkulturen heraus das Welten-Thema ‚Digitalität‘ mit Leben gefüllt wird.

Die Bandbreite der beteiligten Fachvertreterinnen und Fachvertreter reichte von Computational Engineering (Stefan Schöps), Mathematischer Optimierung (Alexandra Schwartz), Medienpädagogik und Berufspädagogik (Petra Grell), Digitaler Literaturwissenschaft (Thomas Weitin) und Computerphilologie (Andrea Rapp) bis zur Zeitgeschichte im Museum (Ruth Rosenberger), was einen spannenden und informativen Austausch ergab. Moderiert wurde die Runde von Dr. Ludger Fittkau, Landeskorrespondent Hessen bei Deutschlandradio. Im Anschluss an die Plenums-Diskussion standen die Forscherinnen und Forscher an Themeninseln für den fortgesetzten Dialog mit dem Publikum bereit, so dass sich weitere interessante, z.T. auch sehr persönliche Perspektiven vertiefen ließen. Wichtige Themen, die in der Diskussion angesprochen wurden, waren beispielsweise die erweiterten Möglichkeiten des Publizierens (data publications, open access) oder der aktiven Einbindung der Öffentlichkeit in Forschungsprozesse (citizen science). Darüber hinaus stand das Ausloten der konkreten Rolle und der damit verbundenen Relevanz, die Digitalität in der jeweiligen Fachdisziplin hat – im Mittelpunkt: in den Ingenieur- und Naturwissenschaften beispielsweise als effizientes Werkzeug der Simulation, in der Literaturwissenschaft als Möglichkeit, neue und mehr Quellen zu erschließen wie auch als neues Analysewerkzeug.

Hier gibt es einige Fotos der Veranstaltung auf flickr.

Und hier das Video auf YouTube, erstellt von der HDA der TU Darmstadt.

Der March for Science und die Digital Humanities

Diese Gespräche sowie die Erfahrungen beim March for Science am 14. April in Frankfurt am Main nehmen wir zum Anlass, einige Gedanken zur Stimme der Digital Humanities (DH) im Chor der Wissenschaften – also auch das Verhältnis der DH zu den anderen Wissenschaften – sowie ihre Rolle in der Gesellschaft gerade unter den oben angesprochenen Perspektiven zusammenzufassen. Aus unserer Sicht können die Digital Humanities mit ihrer interdisziplinären Aufstellung zwischen den Geistes- und den Ingenieurwissenschaften hier eine besonders interessante Position einnehmen.

 

Der March macht insbesondere Fakten- und Evidenz-basierte Wissenschaft stark. Diesen Blick auf die Welt erweitern die Geisteswissenschaften durch die Theorien und Praktiken des Interpretierens und Verstehens. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Auch für die Geisteswissenschaften bilden Befunde (Fakten), wie sie uns in der historischen Überlieferung, den Quellen, unseren Forschungsgegenständen entgegentreten, die Grundlage der Wissenschaft, es zählen Evidenzen und Plausibilitäten. Und auch in den Naturwissenschaften bleibt man bei den Fakten nicht stehen, sondern bringt sie in komplexe Zusammenhänge, um sie interpretieren zu können. Zudem ist unsere Wissenschaftslandschaft weiter aufgefächert, als diese hier zugespitzte Dichotomie es pointiert und die Übergänge sind vermutlich fließender, als oft behauptet: Sozialwissenschaften, Humanwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Medizin …

Zurück zu den Geisteswissenschaften: Das Wissenschaftsjahr der Geisteswissenschaften 2007 hat die Vielfalt dieser Fächergruppe gezeigt: Das Statistische Bundesamt listete 17 Studienbereiche und 96 Fächer. Gemeinsam ist allen, dass sie sich mit den ‘kulturellen’ Erzeugnissen des Menschen befassen. 25% der Studierenden waren 2005 in einem geisteswissenschaftlichen Fach eingeschrieben (2005 also rund 500.000; aufgrund einer Neugruppierung der Fächer sind die aktuellen Zahlen mit dieser Zahl nicht mehr vergleichbar) und entgegen landläufiger Klischees studieren sie nicht in die Arbeitslosigkeit hinein, allerdings zumeist (wenn sie nicht auf Lehramt studieren) nicht auf einen konkreten, klar benennbaren ‚Beruf‘ hin, sondern auf bestimmte und breite Fähigkeiten und Interessensgebiete. Ist es nicht gerade das, was wir von mündigen Bürgerinnen und Bürgern wollen? Nämlich befähigt zu sein, Aufgaben und Verantwortungen in Bereichen zu übernehmen, bei denen uns zunächst die Sache interessiert und nicht das Salär (zumindest nicht primär)? Auch an der Technischen Universität Darmstadt sind rund 15% der Studierenden in einem der nicht-technischen Fachbereiche eingeschrieben. Ein besonders interessantes Profil ergibt sich daraus, dass die Geisteswissenschaften hier intensiv und interdisziplinär mit den Technik-Wissenschaften zusammenarbeiten, was in vielen Bereichen das wechselseitige Verständnis füreinander befördert hat und hervorragende Rahmenbedingungen für Arbeitsfelder wie Technikgeschichte, Philosophie der Technik oder auch Digital Philology bietet.

 

Während des Marches am 14. April waren viele Teilnehmende auf Twitter aktiv und über den Nutzer @der_johannsen kam die (uns) zunächst verblüffende Frage auf:

Marschieren beim #MarchForScience eigentlich #Geisteswissenschaften (GW) und #Naturwissenschaften (NW) zusammen? Geht die größere Gefahr für die NW nicht von den GW aus?

Welche Gefahr sollte das sein? Stehen die Geisteswissenschaften hier im Verdacht, dafür verantwortlich zu sein, Fakten und Evidenzen abzulehnen? Das wäre ein Missverständnis, an dem wir in der Vermittlung und Kommunikation dann dringend arbeiten müssten.

Und die Digital Humanities?

Auch sie argumentieren beispielsweise mit einem Mehr an Evidenz und Plausibilität: Wenn die Kapazität eines oder einer Forschenden ausreicht, um – sagen wir – fünf beispielhafte Quellen/Texte/Artefakte zur Kenntnis zu nehmen und sie zur Grundlage seiner oder ihrer Interpretation zu machen, was ändert sich, wenn die Kapazität durch pure Verfügbarkeit oder durch digitale Analysemethoden erweitert wird auf 500, 5.000, 50.000, 500.000? Für bestimmte Fragestellungen kann das die Qualität der Ergebnisse entscheidend verbessern – durch Bestätigung von Phänomenen aus verschiedenen Quellen(gattungen) oder durch Aufdeckung eines bislang bestehenden Bias. Nicht zuletzt entstehen durch die neuen Kapazitäten auch neue digitale ‚Objekte‘, die als Ressourcen neue Erkenntnismöglichkeiten eröffnen. Wir meinen: Gerade in der aktuellen Situation (aber auch generell) kein geringer Wert!

Doch es geht über diese ‘einfache’ Erweiterung oder auch über schlichte Effizienzsteigerung hinaus: durch den gezielten Einsatz digitaler Methoden und Verfahren gewinnen wir andere Erkenntnisse. Hierbei ist nicht nur das Mehr an digitalen Verfahren ein Gewinn, sondern vielmehr die Möglichkeit der Zusammenführung und Kombination heterogener Daten, Informationen und Methoden. Die Digitalisierung verändert alles und wie immer bringt Veränderung Gewinne und Verluste: Zunächst ändert sich der Gegenstand, das erfordert eine Veränderung der Methode und dies wiederum beeinflusst die (Selbst-)Wahrnehmung der Wissenschaft und des Wissenschaftlers bzw. der Wissenschaftlerin. Bereits die Digitalisierung des Gegenstandes ist eine Abstraktion, die eine entsprechende (wissenschaftliche) Entscheidung erfordert. Der Nutzen besteht darin, dass wir viel in der Fläche gewinnen, jedoch Kontext verlieren – man könnte auch sagen, der Kontext muss wieder re-konstruiert werden (z.B. Metadaten) bzw. er verändert sich durch den vorhandenen digitalen Kontext, der sich vom analogen Kontext unterscheidet. Nicht zuletzt schaffen Effizienzgewinne (z.B. bei der Sammlung und Recherche von ‘Daten’) Freiräume für Tiefenerschließung und ‘langsame’ Forschung.

Dank digitaler Methoden und Medien können wir Phänomene analysieren und darstellen, die wir ohne Digitalität nicht bearbeiten konnten. Dazu gehören in der Literaturwissenschaft beispielsweise Korrespondenznetzwerke [vgl. z.B. die Netzwerke der Aufklärung: Mapping the Republic of Letters, oder den WebService correspSearch], in der Linguistik etwa Massenwörter, in der Editionswissenschaft sehr große Überlieferungen wie etwa die der Bibel (vgl. z.B. die Arbeiten des Münsteraner Instituts für Neutestamentliche Textforschung oder das Vorhaben der Göttinger Akademie zur ,Digitalen Gesamtedition und Übersetzung des koptisch-sahidischen Alten Testaments’) oder des Koran (etwa das Corpus Coranicum https://corpuscoranicum.de/). Aber auch das Interpretieren kann auf eine neue Ebene gehoben werden, beispielsweise durch digital unterstütztes hermeneutisches Annotieren (vgl. Gius/Jacke 2015), das etwa ein klassisches close reading noch intensiver und vor allem nachvollziehbar und transparent macht (to code a text is to know a text).

All diese Beispiele gelten nicht allein für Forschungsszenarien, sondern auch für die akademische und schulische Lehre.

Ein zentrales Anliegen des March for Science 2018 war – wie beschrieben – die Intensivierung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft: Gerade hier sind die Möglichkeiten der Digital Humanities noch weit mehr als bisher fruchtbar zu machen und zukunftsweisend: Bürgerinnen und Bürger können am Forschungsprozess teilhaben, mit den Forschenden kooperieren und ihr Wissen und ihre Perspektiven einbringen: sie helfen beispielsweise bei der Georeferenzierung historischer Karten mit präzisem Detailwissen über ihre Heimat, sie transkribieren historische Briefe und setzen ihre Kenntnisse alter Schriften ein oder sie stehen als Zeitzeugen zur Verfügung, um ihre Geschichte zu erzählen, zu teilen und weiterzugeben. Die Grenzen zwischen informierten Laien und Forschenden werden durchlässig und die Möglichkeiten, der eigenen oder auch der Geschichte und Kultur Anderer zu begegnen und sich  anzueignen, werden enorm erweitert.

Die Digitalität bietet den Geisteswissenschaften Chancen, den wissenschaftlichen  Horizont zu erweitern. Nicht nur das, gerade als Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftler habe wir die Pflicht, uns mit dem Welten-Phänomen Digitalität auseinanderzusetzen und es in unseren Kanon zu integrieren – beobachtend, analysierend, teilnehmend und gestaltend. Diese digitale Emanzipation der Geisteswissenschaften erlaubt uns zum einen, den Dialog über die Disziplingrenzen hinweg (wieder) aufzunehmen oder zu intensivieren, zum anderen auch den Dialog  mit der Gesellschaft auf neue Weise aufzugreifen.

In diesem Zusammenhang bieten auch die Geisteswissenschaften Chancen für den Prozess der Digitalisierung! Sie sollten beispielsweise ihre „Freiheit“ von unmittelbaren Verwertungsinteressen nutzen. Denn die auf dem Podium gestellte Frage, wer hier wen treibe, lässt sich nicht rein „digital“ beantworten, sondern nur im Kontext historischer, kulturwissenschaftlicher, kritisch-ökonomischer, politik-wissenschaftlicher und soziologischer Analyse: technology is not enough! Nicht allein wissenschaftliche Neugier und Leidenschaft und die Freude an der technischen Lösbarkeit ingenieurwissenschaftlicher Probleme treiben die Digitalisierung voran, sondern eine Ökonomie, die bestimmt, wie Technik und Wissenschaft eingesetzt werden und was dabei als „wichtig“ und damit förderungswürdig angesehen wird. Diese Prozesse auszuleuchten, transparent zu machen und einer demokratisch-politischen Bewertung und Kontrolle zu unterziehen, ist eine gesellschaftlich notwendige Aufgabe, um einer interessengesteuerten Un-Kultur des Verschweigens und Kleinredens sowie des Produzierens von Scheinlösungen zu begegnen.

Wissenschaft: Offenheit und Orientierungshilfe

Der bekannte Journalist Ranga Yogeshwar engagierte sich beim March for Science 2018 in Köln. Am 7.5.2018 publizierte er auf Spektrum einen Kommentar zur Rolle der Wissenschaft in der Gesellschaft, der auf einem Impulsreferat bei einer Veranstaltung basierte und auch Aspekte der March-for-Science-Bewegung aufnimmt, und den Schwerpunkt auf die Spannung zwischen Freiheit von Forschung und Wissenschaft und der Forderung nach  ihrem marktwirtschaftlichem Nutzen legt. Er positioniert sich hier sehr klar:

“Wenn wir unsere wissenschaftliche Welt einzig durch die marktwirtschaftliche Brille betrachten, so übersehen wir ihre Schönheit. Mehr noch, wir zerstören ihre Grundlagen: Offenheit und freier Austausch.”  Er fordert dabei nicht allein die Politik und die Gesellschaft zu differenzierter Betrachtung der Wissenschaft auf, sondern auch Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen zu Unabhängigkeit, Dialog und gesellschaftlichem Engangement:

“Ich wünsche mir Wissenschaftler, die sich nicht am Markt orientieren, sondern einer verunsicherten Gesellschaft vernünftige und unabhängige Orientierungshilfen anbieten. Diese aufklärerische und nicht käufliche Stimme ist wichtiger denn je, denn weltweit sind unsere Demokratien in Gefahr.”

Wir stimmen ihm zu, dass in einer solchen ‘selbstbewussten Unabhängigkeit’ der wahre Mehrwert – oder auch der eigentliche Wert – der Wissenschaft für die Gesellschaft liegt. Die Digital Humanities, die Pfade bahnen zwischen vermeintlich weit voneinander entfernten Disziplinen und Wissenschaftskulturen, sind gefordert, ihren Beitrag dazu zu leisten. Auf die Fortsetzung dieser Diskussionen sind wir gespannt.

DARIAH Code Sprint on Bibliographical Metadata, Berlin: 31.07.-02.08.2018

dhd-blog - Mi, 05/30/2018 - 14:08

The DARIAH Code Sprint aims to bring together DH software engineers from all DARIAH members and the community beyond. For this event, we cordially invite you to join us in Berlin for three days of hacking on one of our four topics. The first three topics revolve around „Bibliographical metadata: Citations and References„. The tracks range from extracting metadata from PDFs onwards to managing bibliographical collections by BibSonomy as well as to work on various aspects of visualisation of the generated data. Finally we will have a more infrastructural oriented track on Authentication and Authorisation with the DARIAH AAI.

See also: https://desircodesprint.sciencesconf.org/

Objectives

The DARIAH Code Sprint aims to bring together DH software engineers from all DARIAH members and the community beyond. For this event, we cordially invite you to join us in Berlin for three days of hacking on one of our four topics.

The first three topics revolve around „Bibliographical metadata: Citations and References„. The tracks range from extracting metadata from PDFs onwards to managing bibliographical collections by BibSonomy as well as to work on various aspects of visualisation of the generated data. Finally we will have a more infrastructural oriented track on Authentication and Authorisation with the DARIAH AAI. The code sprint will take place from July 31st to August 2nd in the premises of the Humboldt University Berlin in a relaxed and productive environment.

The code sprint is organised by the DESIR project (DARIAH ERIC Sustainability Refined), an offspring of DARIAH-EU. DESIR aims to bring together DH affiliated developers, to spread competencies in the community, enhance own knowledge and learn on new approaches and technologies. With all of this DESIR addresses the sustainability question for several kinds of activities, infrastructures or services originating from the DARIAH context. Different from developing new resources or infrastructural components, DESIR is exploring opportunities to employ already existing resources (independent from DARIAH) as means to sustain certain infrastructure components and services.

REFERENCE URLS

DARIAH-DE DH-Award 2018: verlängerte Deadline

dhd-blog - Di, 05/29/2018 - 09:43

Die Deadline für die Bewerbung um DARIAH-DE DH-Award 2018 wurde bis zum 17.06.2018 verlängert. Weitere Informationen unter: de.dariah.eu/dariah-dh-award-2018-ausschreibung

Stellenausschreibung Forschungsdatenadministrator/in (100 % TV-L EG 10) am IEG, Mainz

dhd-blog - Mo, 05/28/2018 - 17:48

Das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) in Mainz ist ein außeruniversitäres Forschungsinstitut in der Leibniz-Gemeinschaft. Es betreibt Forschungen zu den religiösen, politischen, sozialen und kulturellen Grundlagen Europas in der Neuzeit und unterhält ein internatio-nales Stipendienprogramm (http://www.ieg-mainz.de). Als Mitglied des Mainzer Zentrums für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften (mainzed) setzt sich das IEG für Open-Access-Publikationen ein und beteiligt sich am Aufbau digitaler Forschungsinfrastrukturen. Für sein Digital Humanities Lab besetzt das IEG zum 1. Januar 2019 zunächst auf zwei Jahre befristet eine Stelle als Forschungsdatenadministrator/in (100 % TV-L EG 10).

Stellenprofil
Die Stelleninhaberin / der Stelleninhaber ist der Leitung des Digital Humanities Lab unterstellt. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in der Unterstützung des Auf- und Ausbaus einer integrier-ten Forschungsinfrastruktur für das IEG in Zusammenarbeit mit den Mitgliedseinrichtungen des mainzed und weiteren Partnern. Als Forschungsdaten werden hierbei sowohl Publikationen als auch die damit assozierten Primärdaten sowie deren Digitalisate verstanden. Die Stelleninhabe-rin / der Stelleninhaber arbeitet an der technischen Weiterentwicklung der Infrastruktur mit. Zu-dem unterstützt sie / er die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am IEG im Umgang mit ihren Forschungsdaten (Erhebung, Erschließung, Sicherung und Nachnutzung).

Einstellungsvoraussetzungen

  • mehrjährige Arbeitserfahrung im Bereich IT-Infrastruktur
  • fundierte Kenntnisse verschiedener Metadaten-Standards
  • fundierte Kenntnisse von Semantic Web und Linked Open Data
  • sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse.

Wünschenswert sind ferner Kenntnisse virtueller Forschungsumgebungen und Publikations-plattformen. Teamfähigkeit wird ebenso wie eine selbstständige Arbeitsweise vorausgesetzt.

Bewerbungen

Das Institut fördert die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern und setzt sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein. Deshalb werden Frauen besonders zur Bewerbung auf-gefordert. Die Stellen sind grundsätzlich teilbar. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Fragen richten Sie bitte an den Forschungskoordinator des IEG, Dr. Joachim Ber-ger (berger@ieg-mainz.de). Ihre Bewerbung senden Sie bitte (mit CV und Zeugnissen) unter Angabe der Kenn.-Nr. FDA-2018 bis zum 31.08.2018 per E-Mail an die Personalabteilung des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte (bewerbung@ieg-mainz.de); bitte fassen Sie alle Unterlagen in einem PDF zusammen.

DH-Kolloquium an der BBAW, 1.6.2018: „Gute“ Software entwickeln – auch im kleinen Team

dhd-blog - Mo, 05/28/2018 - 11:57

Wir möchten herzlich zum nächsten Termin des DH-Kolloquiums an der
BBAW am 1. Juni 2018, 17:00 Uhr – 19:00 Uhr (Raum 230) einladen:

„Gute“ Software entwickeln – auch im kleinen Team
Hartmut Schirmacher, Beuth Hochschule für Technik

Was macht gute Software aus? Wie stellt man sicher, dass man die
Bedürfnisse der Benutzer und anderen Stakeholder richtig versteht,
priorisiert, kommuniziert und umsetzt? Wie definiert man Balance und
Zeitablauf für Planung, Design, Architektur, und Implementierung? Was
muss man modellieren und was nicht? Braucht man User Stories oder Use
Cases? Und wer macht was in einem kleinen Team? Ist häufige Iteration
die Lösung aller Probleme? Dieser Vortrag versucht aufzuzeigen, worauf
es wirklich ankommt – in einem Spagat zwischen klassischem Requirements
Engineering, agiler Softwareentwicklung und modernem Interaktionsdesign.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, möchten wir Sie um *Anmeldung per
E-Mail unter DH-Kolloquium@bbaw.de bitten.

Aufruf zur Bewerbung um die Ausrichtung der DHd2020

dhd-blog - So, 05/27/2018 - 22:16

DHd20xx ist die jährliche, internationale Fachtagung der Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd, http://dig-hum.de) und die führende wissenschaftliche Konferenz für die Digital Humanities im deutschen Sprachraum. Die bisherigen Tagungen fanden 2014 an der Universität Passau, 2015 an der Karl-Franzens-Universität Graz, 2016 an der Universität Leipzig, 2017 an der Universität Bern und 2018 an Universität zu Köln statt. Die Tagung 2019 wird gemeinsam von der Goethe-Universität Frankfurt und der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz ausgerichtet.

Der Fachverband Digital Humanities im deutschsprachigen Raum bittet nun um Bewerbungen um die Ausrichtung für die siebte Auflage, der DHd2020. Da der Fachverband anstrebt, die Konferenz wechselnd in Deutschland und außerhalb Deutschlands zu veranstalten, wurden für 2019 Bewerbungen von Einrichtungen außerhalb Deutschlands bevorzugt. Für 2020 sind trotz des Veranstaltungsorts 2019 wieder Bewerbungen innerdeutscher Einrichtungen erbeten.

Die ersten Auflagen der Konferenz haben bis zu gut 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum und angrenzenden Ländern angezogen. Die Tagungsprogramme sahen jeweils zwei Tage für Workshops und drei Tage für das Hauptprogramm bestehend aus Plenarvorträgen, parallelen Sektionen mit wissenschaftlichen Vorträgen, Paneldiskussionen und Posterpräsentationen vor. Die Einführung neuer Formate ist in Abstimmung mit dem Verband und dem Programmkomitee möglich.

Das wissenschaftliche Programm der Tagung wird durch ein vom Fachverband eingesetztes internationales Programmkomitee auf Grundlage eines Calls for Papers und Review-Verfahrens erstellt. Die ausrichtende Institution ist verantwortlich für die Bereitstellung der Tagungsräume und aller notwendigen Infrastruktur, für die Organisation und Sicherstellung des reibungslosen Ablaufs der Tagung, die Organisation von Social Events und die Einrichtung und Pflege einer Tagungs-Website sowie die Öffentlichkeitsarbeit vor Ort.

Die Bewerbung um die Ausrichtung der DHd2020 soll umfassen:

  • einen Vorschlag für ein Tagungsmotto sowie einen Terminvorschlag (bevorzugt im Zeitraum Februar bis April 2020)
  • einen Überblick über die für die Konferenz bereitgestellte Infrastruktur (vor allem Tagungsräume für Workshops, parallele Sektionen und Plenarveranstaltungen)
  • Aussagen über die Unterstützung der Ausrichtung vor Ort (z.B. durch die Universitätsleitung)
  • eine Aussage über die Verwendung von Management- und Bezahlsystemen (z.B. Conftool)
  • Angaben zur die Erreichbarkeit des Tagungsortes und die Verfügbarkeit von Unterkünften (inkl. Preisschätzungen)
  • Ideen für Social Events
  • Vorschläge zur Erreichung einer hohen Sichtbarkeit der Tagung
  • Vorschläge zur Förderung von Nachwuchswissenschaftler/-innen (inkl. Studierende)
  • eine vorläufige Kostenkalkulation und Vorstellungen über die Tagungsgebühr
  • die Benennung eines lokalen Ansprechpartners, der mit der Tagungskoordinatorin / dem Tagungskoordinator des Verbands eng zusammenarbeitet

Es wird erwartet, dass die Einhaltung des Konferenzprotokolls mit Regelungen zur Durchführung der Tagung vom lokalen Veranstalter schriftlich bestätigt wird.

Bewerbungen werden bis 30. Juli 2018 entgegen genommen (formlos per E-Mail an Christof Schöch: schoech“AT“uni-trier.de). Die Vergabe der Tagung erfolgt durch den Vorstand des Fachverbandes bis spätestens 1. Oktober 2018.

Für Rückfragen steht die Tagungskoordinatorin im Vorstand des Fachverbandes, Evelyn Gius (evelyn.gius“AT“uni-hamburg.de) zur Verfügung.

Einladung zur Verleihung des Berliner DH-Preises am 26. Juni 2018

dhd-blog - Mi, 05/23/2018 - 17:27

Bereits zum vierten Mal verleiht der Interdisziplinäre Forschungsverbund Digital Humanities in Berlin den Berliner DH-Preis für herausragende Projekte auf dem Gebiet der Digital Humanities.

Wir laden Sie herzlich ein zur Preisverleihung
am 26. Juni 2018 um 17:30
in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Einstein-Saal
Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin.

Nach einer Begrüßung durch den Präsidenten der BBAW, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Martin Grötschel, werden Jury-Mitglieder den bzw. die Preise verleihen.
Der diesjährigen Jury gehören an: Prof. Dr. Nicolas Apostolopoulos (FU Berlin), Prof. Dr. Anne Baillot (Université du Mans), Prof. Dr. Gerd Graßhoff (HU Berlin / Exzellenzcluster Topoi), Prof. Dr. Claudia Müller-Birn (FU Berlin), Prof. Dr. Heike Neuroth (FH Potsdam) sowie Dr. Markus Neuschäfer (Open Knowledge Foundation). Die PreisträgerInnen werden danach Gelegenheit haben, ihre nominierten Projekte vorzustellen. Im Anschluss daran laden wir alle TeilnehmerInnen zu einem Empfang in den Wintergarten.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich.
Bitte nutzen Sie dafür das Online-Formular unter
http://www.bbaw.de/veranstaltungen/2018/juni/digital-humanities-preis-2018
*Anmeldeschluss ist der 20.06.2018.*

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns sehr, Sie zur Verleihung des Berliner DH-Preises 2018
begrüßen zu dürfen!

Mit freundlichen Grüßen aus der Geschäftsstelle des if|DH|b,
Wolf-Hagen Krauth (Projektleitung)
Ulla Tschida und Marius Hug (Wissenschaftliche Koordinatoren)

Wiss. Mitarbeiter/in (100% E 13 TV-L) an der Professur für Digital Humanities in Trier

dhd-blog - Sa, 05/19/2018 - 10:38

Im Fachbereich Sprach- Literatur- und Medienwissenschaften der Universität Trier ist an der Professur für Digital Humanities eine Stelle als

Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Wissenschaftlicher Mitarbeiter (100% E 13 TV-L)

zu vergeben. Die Stelle ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen und zunächst auf drei Jahre befristet, ggf. mit der Möglichkeit der Verlängerung.

Ihre Aufgaben

  • Forschungstätigkeiten im Rahmen einer Qualifikationsarbeit (Promotion) im Bereich der Digital Humanities mit einer Schwerpunktsetzung in der quantitativen (bevorzugt der französischen) Literaturwissenschaft
  • Mitwirkung an den Forschungstätigkeiten der Professur sowie bei der Organisation von Veranstaltungen
  • Übernahme von Lehrveranstaltungen im Bereich Digital Humanities (4 Semesterwochenstunden)

Ihr Profil

  • Ein überdurchschnittlich abgeschlossenes Hochschulstudium (MA oder vergleichbarer Abschluss im Sinne von § 56 Abs. 2 Nr. 1 HochSchG) der Digital Humanities, Romanistik oder eines vergleichbaren Faches
  • Nachgewiesene Programmierkenntnisse (bspw. Java oder Python) und/oder Statistikkenntnisse sind von Vorteil, ebenso Kenntnisse der Englischen und einer romanischen Sprache (bevorzugt Französisch). Alternativ die Bereitschaft und Fähigkeit, sich entsprechende Kompetenzen anzueignen.

An der Professur für Digital Humanities werden u.a. aktuelle Methoden der computergestützten Analyse literarischer Texte angewandt, erprobt und entwickelt. Die Professur ist eng verbunden mit dem Trier Center for Digital Humanities (TCDH), an dem vielfältige Forschungsprojekte durchgeführt werden.

Wenn Sie in einem dynamischen Kontext und als Teil eines international orientierten Teams forschen und lehren möchten, dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung!

Die Universität ist bestrebt, die Zahl Ihrer Wissenschaftlerinnen zu erhöhen, und fordert diese nachdrücklich zu einer Bewerbung auf. Schwerbehinderte werden bei entsprechender Eignung bevorzugt eingestellt.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung (mit Motivationsschreiben, Lebenslauf und einseitiger Skizze eines möglichen Promotionsvorhabens) in einer PDF-Datei und bis zum 4.6.2018 an schoech@uni-trier.de sowie carlitz@uni-trier.de.

Gerne können Sie auch vor einer Bewerbung unverbindlich Kontakt mit Prof. Dr. Christof Schöch (schoech@uni-trier.de) aufnehmen.

Forschungsdatenadministrator/in (100 % TV-L EG 10) am IEG Mainz

dhd-blog - Do, 05/17/2018 - 18:12

via Karin Droste, Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG)

Das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) in Mainz ist ein außeruniversitäres Forschungsinstitut in der Leibniz-Gemeinschaft. Es betreibt Forschungen zu den religiösen, politischen, sozialen und kulturellen Grundlagen Europas in der Neuzeit und unterhält ein internatio-
nales Stipendienprogramm (http://www.ieg-mainz.de). Als Mitglied des Mainzer Zentrums für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften (mainzed) setzt sich das IEG für Open-Access-Publikationen ein und beteiligt sich am Aufbau digitaler Forschungsinfrastrukturen. Für sein Digital Humanities Lab besetzt das IEG zum 1. Januar 2019 zunächst auf zwei Jahre befristet eine Stelle als Forschungsdatenadministrator/in (100 % TV-L EG 10).

Stellenprofil
Die Stelleninhaberin / der Stelleninhaber ist der Leitung des Digital Humanities Lab unterstellt. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in der Unterstützung des Auf- und Ausbaus einer integrierten Forschungsinfrastruktur für das IEG in Zusammenarbeit mit den Mitgliedseinrichtungen des mainzed und weiteren Partnern. Als Forschungsdaten werden hierbei sowohl Publikationen als auch die damit assozierten Primärdaten sowie deren Digitalisate verstanden. Die Stelleninhaberin / der Stelleninhaber arbeitet an der technischen Weiterentwicklung der Infrastruktur mit. Zudem unterstützt sie / er die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am IEG im Umgang mit ihren Forschungsdaten (Erhebung, Erschließung, Sicherung und Nachnutzung).
Einstellungsvoraussetzungen

  • mehrjährige Arbeitserfahrung im Bereich IT-Infrastruktur
  • fundierte Kenntnisse verschiedener Metadaten-Standards
  • fundierte Kenntnisse von Semantic Web und Linked Open Data
  • sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse.

Wünschenswert sind ferner Kenntnisse virtueller Forschungsumgebungen und Publikationsplattformen. Teamfähigkeit wird ebenso wie eine selbstständige Arbeitsweise vorausgesetzt.

Bewerbungen
Das Institut fördert die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern und setzt sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein. Deshalb werden Frauen besonders zur Bewerbung aufgefordert.
Die Stellen sind grundsätzlich teilbar. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Fragen richten Sie bitte an den Forschungskoordinator des IEG, Dr. Joachim Berger (berger@ieg-mainz.de).
Ihre Bewerbung senden Sie bitte (mit CV und Zeugnissen) unter Angabe der Kenn.-Nr. FDA-2018 bis zum 31.08.2018 per E-Mail an die Personalabteilung des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte (bewerbung@ieg-mainz.de); bitte fassen Sie alle Unterlagen in einem PDF zusammen.

Memorandum: Digitalisierung von Kulturgut

dhd-blog - Do, 05/17/2018 - 15:42

Trotz beträchtlicher Fortschritte liegt nach wie vor nur ein Bruchteil des in Deutschland verwahrten Kulturgutes in digitaler Form vor, so dass ein offener, medienadäquater und nachnutzbarer Zugang für große Teile nicht gegeben ist. Die Digitalisierung als ein Prozess der Transformation und damit Sicherung des Kulturgutes bleibt daher auf absehbare Zeit eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe all jener Einrichtungen, die kulturelles Erbe bewahren und bearbeiten: Bibliotheken, Archive, Museen, Forschungsinstitute, aber auch wissenschaftliche Sammlungen an Universitäten und Fachhochschulen. Allerdings reichen die bisherigen Bemühungen, so beispielsweise durch das Digitalisierungsprogramm der DFG und vereinzelte Aktivitäten auf Ebene der Bundesländer, nicht aus. Sie müssen nicht nur fortgesetzt, sondern intensiviert, ausgebaut und besser vernetzt werden. Nur mit der systematischen und umfassenden Umwandlung des kulturellen Erbes ist gewährleistet, dass der Forschungsstandort Deutschland gesichert bleibt und eine in Zukunft verstärkt digital arbeitende geistes- und kulturwissenschaftliche Forschung die Datengrundlage erhält, die für ihre Fragestellungen und Analysen unverzichtbar ist. Auch für die europäische und internationale Anschlussfähigkeit zukunftsweisender und innovativer Forschungs- und Transfervorhaben sind Digitalisate eine Voraussetzung. Zugleich wird nur durch eine systematische Digitalisierung aller Kulturgüter des Landes auch in Zukunft demokratische Teilhabe und freier Zugang zu ihnen möglich sein – als unverzichtbare Grundlage von Bildung, Wissenserwerb und letztlich Stiftung kultureller Identität.

Das Gremium Wissenschaftliche Sammlungen, das 2014 im Rahmen von DARIAH-DE initiiert wurde, hat eine erste Evaluation durchgeführt: Stand der Kulturgutdigitalisierung in Deutschland. Eine Analyse und Handlungsvorschläge des DARIAH-DE Stakeholdergremiums ‚Wissenschaftliche Sammlungen‘. Darin kommt es zu dem Schluss, dass die Daten erzeugenden Digitalisierungsanstrengungen von Kulturgütern einerseits mit den sich laufend weiterentwickelnden digitalen Methoden und Techniken der Wissenschaft, andererseits mit den Erwartungen der Bevölkerung an den Zugang zu ihren Kulturgütern nicht Schritt halten und beträchtliche Anstrengungen vonnöten sind, um die Situation zu verbessern:

Neben einer besseren Koordinierung von Digitalisierungsprogrammen auf Bundes- und Länderebene müssen vor allem die finanziellen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden, dass die Kulturgutbestände auf Basis wissenschaftlicher, archivarischer, bibliothekarischer und musealer Standards erschlossen und digitalisiert werden können, um sie in maschinenlesbarer und dauerhaft referenzierbarer Form unter offenen Lizenzen der Wissenschaft und interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung zu stellen.

Die Unterzeichnenden erklären sich bereit, die für die Umsetzung notwendigen Schritte mit zu prägen und zu gestalten. Wir bitten die Wissenschaftspolitik um Unterstützung in diesem Prozess, um insbesondere durch Koordinierung und Finanzierung folgende Maßnahmen zu ermöglichen:

  • Etablierung eines Verständnisses von Digitalisierungsaktivitäten als Langzeitaufgabe und Teil der Erschließungsaktivitäten von Gedächtniseinrichtungen
  • Koordination und dauerhafte Evaluation der Digitalisierungsaktivitäten und dies sowohl einrichtungs- als auch medienübergreifend durch ein interdisziplinär ausgerichtetes nationales Monitoringboard sowie Erarbeitung einer geeigneten Metrik für solide Kennzahlen
  • Erweiterung der DFG-Praxisempfehlungen zur Digitalisierung und Einbeziehung weiterer Medienformate und vor allem neuer Erschließungstiefen (z.B. Digitalisate – Volltexte – Annotationen und Normansetzungen)
  • Etablierung langfristiger Finanzierungen für Kulturgutdigitalisierung und Langzeitarchivierung – so beispielsweise in Höhe von 5 % von den entsprechenden Budgets als feste Kenngröße durch die Zuweisung von jährlichen Sondermitteln
  • Intensivierung der Ausschreibungen und Drittmittelförderung für Kulturgutdigitalisierung
  • Anstöße zur Entwicklung von Best-Practices und verbindlichen Empfehlungen für maschinenlesbare und offene Schnittstellen
  • Ermöglichung von informationswissenschaftlicher Forschung zur Nutzung von digitalen Beständen durch Initiierung geeigneter Ausschreibungen
  • Bekenntnis zu Open Access und Open Data sowie ggf. Novellierung der rechtlichen Rahmenbedingungen

Wenn Sie dieses Memorandum unterstützen möchten, senden Sie eine Mail mit Institution / Verband und Name oder Name und Affiliation an: memorandum@de.dariah.eu

Liste der Unterzeichnenden:

Institutionen / Verbände:

  • DARIAH-DE, Coordination Office, Mirjam Blümm und Regine Stein
  • Deutsches Literaturarchiv Marbach, Roland S. Kamzelak
  • Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung Göttingen, Ramin Yahyapour
  • Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, Peter Burschel
  • Landesarchiv Baden-Württemberg, Gerald Maier
  • Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG), Mainz, Joachim Berger
  • Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Wolfram Horstmann
  • Salomon L. Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen, Michael Brocke
  • Technische Universität Darmstadt, Fachgebiet Germanistik – Computerphilologie und Mediävistik, Andrea Rapp
  • Technische Universität Darmstadt, Vizepräsidentin für wissenschaftliche Infrastruktur, Andrea Rapp
  • Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt, Thomas Stäcker

Einzelunterzeichnende:

  • Sonja Asal, Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel
  • Bettina Bauer, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
  • Marcus Baumgarten, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
  • Jennifer Bunselmeier, University of Oxford
  • Kai-Christian Bruhn, Hochschule Mainz University of Applied Sciences
  • Fabian Cremer, Max Weber Stiftung
  • Ralf Forster, Filmmuseum Potsdam, Institut der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
  • Gudrun Gersmann, Universität zu Köln, Historisches Institut
  • Alexander Geyken, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
  • Peter Gietz, DAASI International
  • Michael Kaiser, Max Weber Stiftung
  • Lisa Klaffki, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
  • Ingo Kottsieper, Akademie der Wissenschaften zu Göttingen / Westfälische Wilhelms-Universität Münster
  • Harald Lordick, Sal. L. Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen
  • Beata Mache, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, DARIAH-DE
  • Hanna-Lena Meiners, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
  • Anna Neovesky, Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz
  • Andreas Neuburger, Landesarchiv Baden-Württemberg
  • Heike Neuroth, Hochschule Potsdam – University of Applied Sciences
  • Stefan Schmunk, Hochschule Darmstadt – University of Applied Sciences
  • Ulrich Schwardmann, Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung Göttingen
  • Timo Steyer, Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel / Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
  • Rainer Stotzka, Karlsruhe Institute of Technology (KIT) – Steinbuch Centre for Computing (SCC)
  • Christian Thomas, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
  • Cornelia Weber, Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland
  • Christina Wolf, Landesarchiv Baden-Württemberg
  • Thorsten Wübbena, Deutsches Forum für Kunstgeschichte Paris

RIDE-Preis für die beste Rezension in Band 7

dhd-blog - Fr, 05/11/2018 - 18:01

Das Institut für Dokumentologie und Editorik freut sich, die Gewinnerin des zweiten RIDE-Preises für die beste Rezension in „RIDE 7 – Digital Scholarly Editions“ bekannt zu geben (http://ride.i-d-e.de/issue-7/). Der Preis in Höhe von 250 Euro wird mit großzügiger Unterstützung der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Graz vergeben (mehr Informationen: http://ride.i-d-e.de/reviewers/ride-award-for-best-review/).

Die Jury der Preisvergabe, bestehend aus Dirk Van Hulle (Universität Antwerpen), Martina Scholger (Universität Graz), Ulrike Henny-Krahmer (Universität Würzburg) und Georg Vogeler (Universität Graz), verleiht den Preis an Tessa Gengnagel (a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities, Köln) für ihre Rezension „The ‘Beta Dilemma’ – A Review of the Faust Edition“ (https://ride.i-d-e.de/issue-7/faustedition/).

Begründung:

„In her detailed discussion of the Faust-Edition, Tessa Gengnagel surpasses the level of the local review and draws attention to a broader theme (the ‘beta dilemma’ between an edition’s updatability and its aspiration for authority) that is becoming a pressing issue in digital scholarly editing in general. Gengnagel’s thorough knowledge of the technical and the methodological aspects of digital editing coupled with her clear and focussed style make for an entertaining and instructive reading that should arouse not only the interest of the editors of the Faust-Edition, but of anyone grappling with the ‘beta dilemma’.“

Wir wünschen der Gewinnerin viel Vergnügen mit dem Preis und freuen uns auf weitere spannende Rezensionen digitaler Ressourcen in den nächsten RIDE-Ausgaben.

Seitens des IDEs geht außerdem besonderer Dank an das externe Jurymitglied Dirk van Hulle für die gute Zusammenarbeit bei der Auswahl der Preisträgerin.

Call for Papers / Call for Participation: Information+ 2018, 9-21 October, University of Applied Sciences Potsdam (FH Potsdam) / 21-26 October, IEEE VIS, Berlin

dhd-blog - Mo, 05/07/2018 - 09:37

via Prof. Dr. Marian Dörk, Potsdam

INFORMATION+ 2018
Interdisciplinary practices in information design & visualization
19–21 October 2018
University of Applied Sciences Potsdam
Potsdam, Germany

Following the success of the inaugural Information+ 2016 in Vancouver, the biennial conference brings together researchers and practitioners in information design and information visualization to discuss common questions and challenges in these rapidly changing fields. Unlike discipline-specific gatherings, Information+ seeks to foster productive exchanges amongst the variety of people involved in the theories, practices and pedagogies of analyzing and communicating information.

Information+ 2018 will include three events: a one-day hands-on workshop [19 Oct], a two-day conference [20–21 Oct], and an exhibition of historic information design [19 Oct – 14 Dec]. The events will take place at the University of Applied Sciences Potsdam (FH Potsdam), which was the first university to offer a study programme in interface design in Germany. It has since gained international reputation for their design-oriented visualization research.

Information+ 2018 is co-located with IEEE VIS, 21–26 October in Berlin. The conferences are separate events, requiring separate registration. By co-locating events, we encourage cross-disciplinary discourse, especially with regards to exchanges between the science and design ‘camps’ of the visualization community.

Keynote presentations will be held by Sandra Rendgen (independent art historian and researcher), Ron Morrison (University of Southern California), Fernanda Viégas & Martin Wattenberg (Google PAIR), and Chiqui Esteban (The Washington Post).

For further information and updates, please visit: http://informationplusconference.com/

CALL FOR PARTICIPATION
As an interdisciplinary event, we invite proposals from all fields of professional practice, research, and education in information design and visualization. We welcome submissions on such topics as (but not limited to): the environment, advocacy and law, health and medical applications, social and political issues, cultural analysis and collections, digital humanities, and projects in data journalism. Authors accepted for presentation at the conference will have an opportunity to submit articles for publication in a special issue of an academic journal (to be announced soon).

We encourage both academic and practice-based presentations for the following opportunities:
PAPER PRESENTATION (15 minutes): an abstract [500 Words] with one descriptive figure and 3 keywords.
LIGHTNING TALKS (5 minutes): short abstract [250 Words] with one descriptive figure and 3 keywords.

Submit proposals using Easy Chair: https://easychair.org/conferences/?conf=info2018
15 May: Submission deadline
02 July: Notification of Acceptance
    

DIVERSITY SCHOLARSHIP
The Information+ Conference welcomes and encourages participation by people of all backgrounds and identities. We are committed to fostering and sustaining an environment of respect and inclusivity. To increase participation at the Information+ by underrepresented or historically marginalized groups, we are offering up to 10 need-based diversity scholarships. Priority will be given to applicants who have their contributions accepted for presentation at the conference.

For more information and to apply use the form: https://goo.gl/forms/cDtPpVAMQlNN2GhH2
10 July: Application period closes
31 July: Notification sent
    

MORE INFORMATION: http://informationplusconference.com/

QUESTIONS: admin@informationplusconference.com

Stellenausschreibung: Wiss. Mitarbeiter/in Digitale Edition an der HAB Wolfenbüttel

dhd-blog - Fr, 05/04/2018 - 11:29

An der Herzog August Bibliothek ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine befristete Stelle (0,5) für eine/n wiss. Mitarbeiter/in zur technisch-editorischen Betreuung einer Edition zu besetzen. Es handelt sich um eine Stelle im Projekt „Kritische Gesamtausgabe der Schriften und Briefe Andreas Bodensteins von Karlstadt, Teil III“.

Die vollständige Ausschreibung findet sich unter:
http://www.hab.de/de/home/aktuelles/stellenangebote.html

Bewerbungsfrist ist der 25.05.2018.

DARIAH-DE Grand Tour 2018: Panels versprechen spannende Diskussionen

dhd-blog - Mi, 05/02/2018 - 17:33

Zum abwechslungsreichen Programm der DARIAH-DE Grand Tour 2018 (19. bis 21. September an der TU Darmstadt) gehören nicht nur zahlreiche Workshops und die Keynote von Prof. Marc Alexander (University of Glasgow), sondern ebenfalls zwei spannende Paneldiskussionen.

So werden die Teilnehmenden im Panel Geistes- und kulturwissenschaftliche Forschungsdaten: Konzepte und Infrastrukturen diskutieren, wie wissenschaftsgeleitete und Beteiligungsmöglichkeiten sichernde Forschungsinfrastrukturen gestaltet werden können, die gleichzeitig verteilte Kompetenzen und vielfältigen Spezialisierungen erfolgreich koordinieren.
Das Panel findet am Freitag, 21.09.2018 ab 09:00 Uhr statt.

Während im ersten Panel Forschungsdateninfrastrukturen im Vordergrund stehen, fokussiert das zweite die Chancen der Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler im DH-Bereich. Überlegungen zu wissenschaftlicher Anerkennung, Evaluierung und Förderung in einer digital(isiert)en Wissenschaftslandschaft stehen im Zentrum des Panels Autorschaft und wissenschaftliche Reputation in den Digital Humanities. Dabei wird es um die Frage gehen, wie insbesondere der DH-Nachwuchs in der Scientific Community reüssieren kann und wie passende akademische Strukturen für den wissenschaftlichen Nachwuchs geschaffen werden können.
Das Panel findet am Freitag, 21.09.2018 ab 11.30 Uhr statt.

Eingeleitet werden die Panels durch vier bis fünf thematische Impulsvorträge bzw. vorbereitete Statements. Anschließend diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst untereinander, bevor die Diskussion für Beiträge und Fragen aus dem Publikum geöffnet wird.

An diesem Tag werden auch Nachwuchsförderpreise DARIAH-DE DH-Award 2018 verliehen.

Weitere Informationen über die DARIAH-DE Grand Tour 2018 sind in diesem Blogbeitrag zu finden.

Eine Anmeldung als Teilnehmende und eine Postereinreichung kann hier erfolgen.

Workshopbericht „Reisewege in Raum und Zeit”, Köln, 27.02.2018

dhd-blog - Mi, 05/02/2018 - 16:10

Am 27.02.2018 fand der DARIAH-DE-Expertenworkshop „Reisewege in Raum und Zeit” im Rahmen der DHd-Jahrestagung in Köln statt. Der Workshop war dem Thema Reisewege historischer Akteure gewidmet und wurde gemeinsam vom Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (Anna Aschauer, Marco Büchler) und dem Lehrstuhl für Medieninformatik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Tobias Gradl, Andreas Henrich) organisiert.

Die Organisatoren des Workshops gingen von der Prämisse aus, dass Reisewege gut und genau zu kennen von großer Bedeutung für die Geschichtsforschung sei. Damit können persönliche Kontakte der Akteure reflektiert werden, sowie Verbreitungswege der Güter und Ideen nachvollzogen werden. Weiterhin zeigen Reisewege auf, über welches Ortswissen eine bestimmte Person verfügt hat.

Durch den Einsatz digitaler Werkzeuge ist es möglich, die Eigenschaften, die eine Gruppe auszeichnen, zusammenzufassen. Diese Aggregation zu Gruppenprofilen ermöglicht historisch Arbeitenden, ihre Hypothesen zu bilden oder zu stärken. Es würde beispielsweise ermöglichen, etablierte Thesen in der klassischen Geschichtswissenschaft bezüglich der Korrelation zwischen Konfessionalität bzw. Beruf und Mobilität auch mit Hilfe quanititativer Verfahren zu prüfen.

Der Gegenstand des Workshops war die geographische Darstellung von Reisewegen sowie deren technischen Anforderungen und wissenschaftlichen Implikationen für die Digital Humanities. Das Ziel des Workshops bestand neben der Präsentation des aktuellen Entwicklungsstandes insbesondere im Sammeln von Rückmeldungen und Anforderungen für die weitere Konzeptualisierung und Entwicklung des Werkzeugs.

Eine grundlegende Hypothese ist, dass ein Mehrwert durch die automatisierte Erstellung biographischer Profile entsteht. Die Gruppenprofile können anhand der von FachwissenschaftlerInnen erstellten Wortfelder aggregiert werden. So können Aggregationskriterien wie beispielsweise Berufsfelder oder Konfessions-/Religionsgruppen beschrieben werden.

Nach den einführenden Worten von Marco Büchler stellte Tobias Gradl das erste Impulsreferat „Analyse und Kombination forschungsspezifischer Methoden auf dem infrastrukturellen Fundament von DARIAH-DE“ vor. In dem Vortrag wurde die Funktionsweise der DARIAH-DE Datenföderationsarchitektur (DFA) in Bezug auf Integration der Webservices und Daten im Kontext des DARIAH-DE-Werkzeugs CosmoTool erläutert.

Im ersten Teil des Vortrags skizzierte der Redner, wie die Webservices „Chronontology“ und „Gazetteer“ des Deutschen Archäologischen Instituts  mit der DFA verbunden werden, um Zeitbegriffe mit Datierungen und Ortsnamen sowie Koordinaten zu verbinden. Der zweite Teil war der Integration und der sprachlichen Analyse der Wikipedia-Daten durch DARIAH-DE’s Werkzeug CosmoTool gewidmet. Das dritte Beispiel beschäftigte sich mit der Integration des kleinen Datenbestandes aus Controversia et Confessio (Projekt der digitalen Akademie (AdW – Mainz) und IEG, das Biographien der Theologen des 16. Jahrhunderts beinhaltet). In der darauffolgenden Hands-on Session wurde veranschaulicht, wie benannte Methoden im CosmoTool realisiert werden und welche Entwicklungsmöglichkeiten in Bezug auf geisteswissenschaftliche Fragestellungen noch möglich wären.

Ferner stellte Anna Aschauer die Reise und Reisewege in der Frühen Neuzeit vor. Die Referentin überblickte mit ihrem Impulsvortrag die Möglichkeiten eines Reisenden in der Vormoderne, eine Reise zu planen und durchzuführen. Erläutert wurde, welche Rolle die Heeres-, Handels- und Wasserwege spielten, und wie die Dörfer und Städte miteinander verbunden waren. Ein besonderes Augenmerk lag auf Orientierungs- und Planungshilfen der frühneuzeitlichen Reisenden wie Routenbücher, Kreuzsteine, Kapellen, Zollhäuser oder (einheimische) Begleiter. Zum Schluss präsentierte die Rednerin einige deutschsprachige Reiseberichte nach und in Russland aus dem frühen 18. Jahrhundert, die Reiserouten und Reisealltag beschrieben.

Nach der Vorstellung der Diskussionsthemen folgten Diskussionen zu den Themen ethische Aspekte, Unvollständigkeit der Daten und Visualisierung/Routing mit dem Ziel, das weitere Entwicklungsvorhaben mit den Experten und Interessierten zu besprechen und Rückmeldungen zu erhalten.

Bei der Problematik der unvollständigen bzw. lückenhaften Daten für die Modellierung der Reisewege (oder auch gesamter Biographien), wurden mehrere Teilaspekte und Lösungen besprochen. Zum einen kam die Frage auf, wie eine Lücke in der Informationserfassung identifiziert werden kann? Hilfreich wäre, eine „Daten-Legende“ anzulegen, die beleuchtet wie, wann und von wem die Daten aufgenommen wurden. Eine andere Lösung wäre, die Unsicherheiten der erfassten Daten zu annotieren. Darüber hinaus ist es auch sinnvoll, am Anfang eines Projekts den Grad der Detailliertheit festzulegen, um die Daten im nötigen Umfang und mit nötigen Metadaten zu erfassen. Bei der breiteren Datengrundlage könnte Unvollständigkeit durch Übereinanderlegen der unterschiedlichen Daten gelöst werden.

Bei der Besprechung der Visualisierungsproblematik, die darin besteht, dass bei der Visualisierung der Verbindung auf einer Karte ein nicht für die Vormoderne realistischer Weg anzeigt wird (zum Beispiel als eine „Fluglinie“). Welche Heuristiken wären denkbar, um diese Lücke der fehlenden Reiseinformationen (Routing) zu überwinden?

Routing auf Basis geographischer Marker wie Anstiege und Brücken oder auf Basis der Reisebeschreibungen in Biographien wären denkbar. Außerdem wurde  darüber diskutiert, welche Gruppenmerkmale (erschlossen aus den Biographien einer Gruppe) Aufschlüsse darüber geben können, wie eine Reise verlaufen sei. Die folgenden Merkmale wären möglich:

  • konfessionelle Zugehörigkeit
  • Reiseanlässe
  • Stand (adelig/nicht adelig)

Eine mögliche Lösung wäre eine Datenbank für historische Reisewege, die Informationen aus verschiedenen Quellen integriert: aus Kartenmaterial, Biographien, GIS.

Eine Realisierung gruppenspezifischer Reisewege würde ermöglichen, die Gewichtung/Wichtigkeit bestimmter Orte messen zu können (z. B. wenn viele aus einer Gruppe den bestimmten Ort besucht haben).

Im letzten Diskussionsteil zum Thema „ethischen Aspekte” erläuterte Marco Büchler die Problematiken, die sich aus dem Umgang mit Biographien ergeben. Wo lässt sich die Grenze zwischen historisch motivierter Forschung und Profilbildung ziehen? Wie schützt man Persönlichkeitsrechte der Familienangehörigen, wenn die Biographie der Verstorbenen mit digitalen Methoden erforscht wird? Aus der Diskussion während und nach dem Workshop kam es zu unterschiedlichen Vorschlägen. Möglich wäre, dass wissenschaftliche Institutionen digitale Biographien verstorbener Personen erstellen und damit den kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Informationen zeigen.

Der Workshop „Reisewege in Raum und Zeit” konnte mit seinem Schwerpunkt auf Diskussion und Austausch mit Interessenten und Experten aus digitalen und klassischen Geisteswissenschaften eine Reihe von wichtigen Problematiken rund um die Themen Reisen und Biographie ansprechen. Die Ausgangshypothese wurde bestätigt, dass ein Mehrwert durch die automatisierte Erstellung und Auswertung biographischer Profile entsteht. Da, zu einem, erlaubt die automatisierte Erstellung der Profile mehrere Datenquellen zu nutzen und damit fehlende Informationen zu füllen. Andererseits, würde es erlauben gruppenspezifische Reisewege und meist besuchte Orte für gegebene Gruppen zu erkennen.

Text und Data Mining – in Recht, Wissenschaft und Gesellschaft (Tagung in Trier)

dhd-blog - Fr, 04/27/2018 - 16:12

Text und Data Mining (TDM) ist ein Sammelbegriff für automatische Analyseverfahren, mit deren Hilfe große Mengen von Informationen durchsucht, in Beziehung zueinander gesetzt und so Trends und neue Zusammenhänge aufgezeigt werden können.

Bei dem Einsatz der Analyseverfahren sind viele verschiedene Interessen von Verlagen, Datenbankinhabern, Journalisten, Wissenschaftlern auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften, Unternehmern und der Allgemeinheit betroffen. Es ist Aufgabe von Recht, diese oft entgegengesetzten Interessen auszugleichen und durch klare Vorgaben Rechtssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen.

Aus Anlass des neuen Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetzes (UrhWissG), das am 1. März 2018 in Kraft getreten ist, möchte die Tagung das Problemfeld Text und Data Mining in Recht, Wissenschaft und Gesellschaft aus vielfältiger, interdisziplinärer Perspektive beleuchten und einen Dialog entstehen lassen, in dem die Beteiligten ihre Anforderungen formulieren können, um so auf eine produktive weitere Ausgestaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen des Text und Data Minings hinwirken zu können.

Keynote

Hannes Munzinger (Süddeutsche Zeitung, Redakteur Daten und digitale Investigation): „Panama und Paradise Papers – die Bedeutung von Text und Data Mining für den investigativen Journalismus“

Eckdaten

Termin: Donnerstag, 21. Juni 2018 (14:00-19:00 Uhr) bis Freitag, 22. Juni 2018 (9:00-15:30 Uhr)

Veranstaltungsort: Universität Trier, Campus II, Kapelle

Veranstalter

Prof. Dr. Benjamin Raue (Professur für Zivilrecht, insbesondere Recht der Informationsgesellschaft und des Geistigen Eigentums) und Prof. Dr. Christof Schöch (Professur für Digital Humanities) in Kooperation mit dem Trier Center for Digital Humanities.

Weitere Informationen

Weiterführende und aktuelle Informationen zu Konzept und Thema der Tagung, Referentinnen und Referenten, Programm und Anmeldung finden Sie unter http://text-und-data-mining.de/.

Einen Überblick über die neuen Regelungen im Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz (UrhWissG) finden Sie u.a. hier: https://irights.info/artikel/urhwissg-tritt-in-kraft/28994.

DH-Kolloquium an der BBAW (4.5.2018): Vortrag zur digitalen Kunstgeschichte und dem prometheus-Bildarchiv

dhd-blog - Mi, 04/25/2018 - 17:10

Wir möchten Sie herzlich zum nächsten Termin des DH-Kolloquiums an der BBAW am 4.5.2018, 17:00 Uhr – 19:00 Uhr (Konferenzraum 1) einladen:

Dr. Lisa Dieckmann (Universität zu Köln, Kunsthistorisches Institut) wird über „Entwicklungen und Herausforderungen der digitalen Kunstgeschichte am Beispiel des prometheus-Bildarchivs“ referieren.

Die digitale Kunstgeschichte ist ein Forschungsgebiet, das sich mit der Entwicklung, Anwendung und Theorie digitaler Methoden und Verfahren in Bezug auf kunsthistorische Inhalte und Aufgabenstellungen befasst. U.a. am Beispiel des digitalen Bildarchivs prometheus wird der Vortrag bild- und textbasierte Verfahren zur Erschließung von Bildern, Motiven und Metadaten in sowohl qualitativer als auch quantitativer Hinsicht vorstellen und die damit verbundenen Herausforderungen thematisieren.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, möchten wir Sie um *Anmeldung per E-Mail unter DH-Kolloquium@bbaw.de* bitten.

Schließlich möchten wir Sie noch auf den im Anschluss an das Kolloquium stattfindenden Digital-Humanities-Stammtisch auf dem Restaurantschiff »Deckshaus« hinweisen, bei dem die Diskussion in formloser Atmosphäre fortgesetzt werden kann.

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