DHd Newsfeed

Stellenausschreibung: Webprogrammier*in 60%, Stellenbeginn 1. Januar 2020 oder nach Vereinbarung, Bern

dhd-blog - Fr, 11/01/2019 - 16:12

An der Forschungsstelle Jeremias Gotthelf der Universität Bern wird im Rahmen der Umsetzung der digitalen Historisch-kritischen Gesamtausgabe der Werke und Briefe von Jeremias Gotthelf (dHKG) befristet bis Ende
2020 die Stelle eines/einer Webprogrammierer*in ausgeschrieben.

Die Stelle ist befristet bis zum 31.12.2020.

Aufgaben

Mitarbeit an der Umsetzung des Webkonzepts der Edition (bes. GUI, Repräsentation der Editionsdaten, Programmierung des Gestaltungskonzepts, Mitwirkung an der Anpassung von Webtools etc.) in Zusammenarbeit mit einem weiteren Webprogrammierer.

Anforderungen Unbedingt erforderlich:

Solide Kenntnisse in Frontend-Web-Technologien wie HTML, CSS, JavaScript. – Idealerweise Angular oder vergleichbare Web-App-Frameworks (Vue.js, React). – Responsive Design (etwa Bootstrap). – Data visualization. – Barrierefreiheit (Accessibility). – XML. – MVC. – Git. – Photoshop oder vergleichbare Anwendungen.

Mögliche ergänzende Kenntnisse:

XQuery, XPath, XSLT. – Jira oder andere Issue-Tracking-Systeme. – Linux-Administration.

Ferner ggf. von Interesse:

XML-TEI, eXist-db, Turtle, RDF, OWL – Web Ontology Language, SPARQL, Python, Java

Wir bieten

die Mitarbeit in einem dynamisch sich entwickelnden digitalen Editionsprojekt, bei welchem insbesondere im Hinblick auf Benutzerführung und GUI gemeinsam mit der Hochschule der Künste ein innovatives Konzept entwickelt wird.

Interessiert?

Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen senden Sie bitte elektronisch bis am 30. November 2020.

Digitale Geisteswissenschaften/Digital Humanities: Hilfreiche Links zum Einstieg

dhd-blog - Di, 10/29/2019 - 14:02

Ein altes Sprichwort lautet: „Aller Anfang ist schwer“. Dies gilt besonders auch für das Studieren. Ob es um die Organisation des Stundenplans, die Anmeldung zu Prüfungen oder die Benutzung der örtlichen Universitätsbibliothek geht: Als Studierende bzw. Studierender wird man geradezu mit Informationen überhäuft, sodass es oft schwerfällt, den Überblick zu behalten. Da kann es schon einmal passieren, dass interessante Angebote übersehen werden.

Gerade für die Geisteswissenschaften – egal ob Archäologie, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft oder Sprachen – sind am Göttingen Campus allerdings viele tolle Angebote für Studierende zu finden. So auch in den digitalen Geisteswissenschaften bzw. Digital Humanities. Neben dem Institut für Digital Humanities, das einschlägige Studiengänge anbietet, stellt auch die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (kurz SUB Göttingen) verschiedene Dienste für Studierende und Forschende zur Verfügung. Die SUB koordiniert nämlich die Digitale Forschungsinfrastruktur für die Geistes- und Kulturwissenschaften DARIAH-DE. Einer der Schwerpunkte von DARIAH-DE ist die Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses, unter anderem mit Veranstaltungen, Preisen und digitalen Diensten. Einige dieser Angebote werden wir euch in den kommenden Wochen in diesem Blog vorstellen.

Beginnen wollen wir heute mit frei verfügbaren Webangeboten von DARIAH-DE, mit denen ihr euch schnell und unkompliziert über die Digital Humanities informieren könnt.

Das erste Angebot nutzt ihr gerade: das DHd-Blog. Das DHd-Blog bietet in kurzen Artikeln Informationen über aktuelle Entwicklungen, Veranstaltungen sowie Stellen- und Informationsangebote der Digital Humanities. Ihr könnt kostenlos einen Account per E-Mail (an dhdblog@mpiwg-berlin.mpg.de) beantragen und dem freien Posten zu den Digital Humanities ist keine Grenzen gesetzt. Wenn ihr also aktuelle Infos sucht, über eine interessante Veranstaltung aus diesem Bereich berichten oder einfach nur eure eigenen Erfahrungen mit den Digital Humanities teilen wollt, dann seid ihr im DHd-Blog richtig – und jederzeit herzlich willkommen!

Die Digital Humanities haben viele Facetten. Sie befassen sich unter anderem mit dem digitalen Editieren und Präsentieren von Texten, der Analyse großer Textmengen, der Visualisierung komplexer Datenmengen und vielem mehr.  Auch in DARIAH-DE wird zu vielen unterschiedlichen Themenfeldern gearbeitet und geforscht. Einen guten Einblick in diese Aktivitäten bieten dir die DARIAH-DE Working Papers, eine kostenlos im Internet verfügbare Schriftenreihe, in der Studierende, Forschende und Lehrende aus dem Umfeld von DARIAH-DE ihre Erfahrungen und Forschungsergebnisse veröffentlichen. Thematisiert werden darin unter anderem methodische Fragen, technische Empfehlungen, Best-Practice-Beispiele, Konferenzbeiträge, Lehrmaterialien, Aspekte digitaler Infrastrukturen etc..

Screenshot: DARIAH-DE Working Papers

Wenn du also mehr über die verschiedenen Arbeitsfelder von DARIAH-DE erfahren willst, dann wirf einen Blick auf die Working Papers.

Natürlich finden Lehre und Forschung zu den Digital Humanities weder nur in Göttingen, noch nur bei DARIAH-DE statt. In den letzten Jahren ist eine internationale Community entstanden, die sich aus unterschiedlicher Perspektive und an unterschiedlichen Standorten mit der Thematik auseinandersetzt. Dies führt dazu, dass es mittlerweile eine kaum überschaubare Menge an Literatur und anderen Informationen zu den Digital Humanities gibt. Einen strukturierten Überblick über die Vielfalt der Forschungsbeiträge bietet die die Onlinebibliographie Doing Digital Humanities. Die Bibliographie basiert auf dem frei verfügbaren Literaturverwaltungsprogramm Zotero und verzeichnet Literatur aus den unterschiedlichen Bereichen der Digital Humanities und ist per Suchfunktion online recherchierbar. Um die Suche zu vereinfachen, wird jeder erfasste Titel außerdem in eine von acht Kategorien eingeordnet. Darüber hinaus werden jedem Titel sogenannte ‘tags’ (Schlagwörter) zugeordnet, nach denen per Mausklick gezielt gesucht werden kann.

Screenshot: Onlinebibliographie Doing Digital Humanities

Du suchst nach Literatur für ein Referat, eine Hausarbeit oder einfach aus Interesse Literatur zu den Digital Humanities? Dann bist du mit der Bibliographie Doing Digital Humanities an der richtigen Adresse. Hier geht es zur Bibliographie.

Digital Humanities könnt ihr an verschiedenen Orten in Deutschland, Europa und weltweit studieren. Jeder einzelne Studiengang setzt dabei eigene Schwerpunkte: Manche betrachten ein Studienfach aus digitaler Perspektive (etwa der Studiengang ‘Digital Archaeology’ in York, England), andere thematisieren einschlägige wissenschaftliche Methoden (unter anderem der Studiengang ‘Language Analysis and Processing’ der Universität Baskenland) und wieder andere behandeln die Digital Humanities allgemein (beispielsweise der Studiengang ‘Digital Humanities’ an der Universität Würzburg).

Die Digital Humanities Course Registry gibt euch Einblick in die unterschiedlichen Kurse und Studiengänge im Bereich Digital Humanities weltweit. Über eine interaktive Landkarte werden die einzelnen Standorte der Studiengänge zudem grafisch veranschaulicht.

Screenshot: Digital Humanities Course Registry

Wenn ihr euch also darüber informieren möchtet, wo ihr mit welchem Schwerpunkt Digital Humanities studieren könnt, dann werft einen Blick auf die Digital Humanities Course Registry.

Den nächsten Blogartikel zum Einstieg in die Digital Humanities findet ihr in der kommenden Woche im DHd-Blog. Bis dahin wünschen wir euch viel Spaß beim Stöbern in den DARIAH-DE Working Papers, der Bibliographie Doing Digital Humanities und der Digital Humanities Course Registry.

CfP: Panel „Digitale Transformation der Geisteswissenschaften? Theoretische und methodologische Provokationen durch die Digital Humanities“

dhd-blog - So, 10/27/2019 - 10:54

Im Rahmen des 16. Internationalen Kongresses 2020 der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (DGS) e.V. zum Thema „Transformationen: Zeichen und ihre Objekte im Wandel“, weche in Chemnitz vom 22. bis 26. September 2020 stattfinden wird, findet der oben genannte CfP statt.

Es handelt sich um eine Veranstaltung der Sektion Digital Humanities in der Deutschen Gesellschaft für Semiotik e.V.

Wir freuen uns über zahlreiche Einreichungen.

Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.semiotik.eu/transformationen-2020

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Kontakt

Mag. Dr. Ralph Knickmeier
Leitung Digitale Sammlungen
Österreichische Galerie Belvedere
Wissenschaftliche Anstalt öffentlichen Rechts
Prinz Eugen-Straße 27
1030 Wien

E-Mail: R.Knickmeier@belvedere.at

www.belvedere.at

DARIAH-DE Working Paper Nr. 39 veröffentlicht

dhd-blog - Fr, 10/25/2019 - 14:32

Ein weiteres DARIAH-DE Working Paper ist heute erschienen:

Tobias Gradl: „Dokumentation der Datenföderationsarchitektur„. DARIAH-DE Working Papers Nr. 39. Göttingen: DARIAH-DE, 2019. URN: urn:nbn:de:gbv:7-dariah-2019-11-7

Der Beitrag thematisiert die Dokumentation der DARIAH-DE Datenföderationsarchitektur (DFA).

Für die Komponenten der DFA wird mit der Veröffentlichung neuer Softwareversionen jeweils auch deren dedizierte Dokumentation generiert. Unter Anwendung der Prinzipien von Continuous Integration und Deployment wird dabei sichergestellt, dass Dokumentations-bausteine automatisiert erzeugt und verteilt werden. Hierdurch wird auch die Verwendung eines einheitli-ches Erscheinungsbildes erleichtert, welches für die Weiterentwicklung, aber auch die Implementierung ergänzender Komponenten nachgenutzt werden kann. Dieser Beitrag beschreibt die verwendete Techno-logie zur automatisierten Erstellung und Verteilung der Dokumentation und bietet Entwicklern dadurch entsprechende Anknüpfungspunkte. Zudem bietet der Beitrag einen thematischen Einstieg in die DFA und deren Komponenten und stellt insbesondere Verweise zu Source Code, eigentlicher Dokumentation und den primären Instanzen zusammen.

Möchtet auch ihr einen Beitrag als DARIAH-DE Working Paper zu veröffentlichen? Dann wendet euch gerne an dwp-redaktion@gwdg.de

Workshopbericht: DARIAH-DE Workshop Digital tools and methods for historical research, 25.09.19, Mainz

dhd-blog - Do, 10/24/2019 - 15:56

Am 25. September 2019 fand am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) in Mainz der DARIAH-DE Workshop Digital tools and methods for historical research statt.


Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) in Mainz, Bild: Anna Aschauer

Hierzu waren Studierende und Forschende der Geschichtswissenschaften eingeladen. Die rund 25 TeilnehmerInnen haben Einblicke in die Forschungsarbeiten der Vortragenden des IEG erhalten anhand derer ihnen grundlegende Methoden und Möglichkeiten der Digital Humanities demonstriert wurden:

Dr. Jaap Geraerts stellte zu Beginn des Workshoptages die digitale Datenbank AOR (Archaeology of Reading in Early Modern Europe) in der Nutzung vor. In diesem Zusammenhang erklärte er den Anwesenden – zumeist DH-Anfängern – Grundlegendes zu strukturierten Daten und Metadaten. In seinem zweiten Teil verglich Jaap Geraerts die digitalen Sammlungen DARIAH-DE Collection Registry und den Katalog digitaler Editionen der EADH (European Association for Digital Humanities).

Den zweiten Workshopteil zur quantitativen Textanalyse übernahm Dr. Demival Vasques Filho. Zu Beginn hieß es: Mitmachen statt nur Zuschauen. Er demonstrierte die vielfältigen Möglichkeiten der Textanalyse des Voyant Tools anhand des Beispieldatensatzes zu Jane Austens Romanen und lud die TeilnehmerInnen ein, die Schritte parallel an ihren Laptops nachzumachen. Anschließend zeigte er, wie er das Voyant Tool für eigene Datensätze genutzt und dadurch politische Reden analysiert hat. Kurz stellte er zudem das TextGridRep in Verbindung mit dem Voyant Tool vor sowie den DARIAH-DKPro-Wrapper vor.

Wie erstellt man digitale Karten aus Forschungsdaten? Diese Frage beantworteten Anna Aschauer und Monika Barget im letzten Teil des Workshops. Mit Palladio und dem DARIAH-DE Geo-Browser stellten sie Tools für den Bereich Geohumanities vor. Sie erklärten die einzelnen Schritte des Datenexports aus Excel in die jeweiligen Tools und gaben nötige Hinweise zur jeweiligen Datenstrukturierung für die verschiedenen Geoinformationssysteme. Außerdem verglichen sie die Datenvisualisierung von Palladio mit der des Geo-Browsers.

In kommunikativer Atmosphäre probierten die TeilnehmerInnen die Datenbanken und Tools selbst aus und hinterfragten deren Möglichkeiten und Grenzen. Außerdem wurden ihnen viele Quellen zum Weiterlesen und Vertiefen an die Hand gegeben.

Das IEG organisierte mit diesem Workshop in Kooperation mit DARIAH-DE einen Crashkurs in verschiedene Bereiche der digitalen Geschichtswissenschaften. Die Vortragenden haben durch die praktischen Beispiele aus ihrer eigenen Forschung, die Tools und Dienste greifbar gemacht. Der Workshop regte so zum kritischen Ausprobieren und Anwenden in eigenen Forschungsarbeiten an.

Wer nun bereut, nicht dabei gewesen zu sein: Es sind zwei weitere Workshops dieser Art geplant! Außerdem stehen die Workshopmaterialien bei GitHub zur Verfügung: https://github.com/ieg-dhr/ieg_workshops/tree/master/dariah_sep2019

Gerda Henkel Fellowship in Digital History at GHI Washington & Roy Rosenzweig Center for History and New Media at the George Mason University

dhd-blog - Mi, 10/23/2019 - 11:42

With the generous support of the Gerda Henkel Foundation, the German Historical Institute (GHI) and the Roy Rosenzweig Center for History and New Media at the George Mason University (RRCHNM) invite applications from postdoctoral scholars and advanced doctoral students based in Europe for a 12-month fellowship in digital history.

The fellowship will provide a unique opportunity for the recipient to work on his or her research project at RRCHNM, where she/he will be in residence for one year. We welcome applications from scholars who are seeking seed-funding in order to develop a thrilling idea into a new project and/or funding proposal as well as from scholars who wish to pursue fully-fledged research projects. While at the Center, the fellow will also have the opportunity to consult with the Center’s faculty and staff in order to develop the skills needed for his or her project, join teams working on projects in development at RRCHNM, and to sit in on graduate digital history classes at GMU. Depending upon qualifications and visa status, the fellow could teach or co-teach undergraduate courses involving digital history.

Starting at the beginning of the 2020 GMU fall semester, the successful applicant will be in residence at the RRCHNM and will also participate in GHI activities, events, and digital projects. Funding will be provided for a 12-month stay for postdoctoral scholars as well as advanced doctoral students, who are currently affiliated with a European research institution. The monthly stipend will be €3,400 for postdoctoral scholars or €2,000 for doctoral students. The fellow will also receive reimbursement for his or her round-trip economy airfare to the U.S. and a grant for travel to other North American institutions up to €5,000.

The deadline for applications is January 5, 2020. To apply, please send a cover letter, a CV, a copy of the certificate of your most recently earned degree, the names and contact details of two referees, and a research project proposal (5 pages or 2,000 words max.). The proposal should outline a research question, the main sources to be used, and ideas about what digital tools and methods could be used to analyze those sources. We can accept applications in electronic form only. Please submit your documents as a single PDF file to: fellowships@ghi-dc.org.

All candidates will be notified in February 2020 of the result of their application. For more information, please contact: Bryan Hart (hart@ghi-dc.org) at the GHI or Lincoln Mullen (lmullen@gmu.edu) at the RRCHNM.

Full text of the call for applications is available on the GHI website: https://www.ghi-dc.org/dh-fellowship

W3 Professur / Full Professorship Humanities Data Science and Methodology an der TU Darmstadt

dhd-blog - Di, 10/22/2019 - 14:17

(english version below)

Am Institut für Geschichte der Technischen Universität Darmstadt ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine

Professur (W3) für „Humanities Data Science and Methodology“

zu besetzen.

Die Stelleninhaberin bzw. der Stelleninhaber soll eine Schlüsselrolle bei der Weiterentwicklung der „Digital Humanities“ an der TU Darmstadt an der Schnittstelle zwischen den Fachbereichen 02 (Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften) und 20 (Informatik) übernehmen.

Die Professur ist der Erforschung der Datengrundlagen der Humanities gewidmet (textförmige Daten, aber auch Bild-, Objekt-, Geodaten, Meta- und Messdaten oder digital born data). Dies umfasst zum einen die Entwicklung von und die epistemologische Reflexion über Methoden zur Analyse dieser Daten, inklusive der Reflexion über die Entstehungs- und Nutzungsbedingungen der Daten. Zum anderen gehören die Entwicklung und die Anwendung algorithmischer Methoden zum Profil der Professur.

Eines oder mehrere der folgenden Forschungsgebiete bzw. -verfahren sollen im Fokus stehen: Informations-/Wissensmodellierung, Digitale Daten-/Quellenkritik, Research Software Engineering (z.B. Behaviour Driven Development), Visualisierung von Daten der Humanities/Visual Computing (z.B. GIS, Schnittstellen), Modellierung von Forschungsstrategien in den IT-basierten Humanities, inkl. multimodaler Korpora (z.B. Data Scopes), Qualitätsmanagement von Humanities-Forschungssoftware, Forschungsdaten und Forschungsinfrastrukturen; ferner auch Natural Language Processing, Texttechnologie, Korpus- und Computerlinguistik.

Zu den Aufgaben der Professur gehören zwei miteinander verbundene Bereiche: Zum einen die Fähigkeit zur Entwicklung und Anwendung algorithmischer Methoden, zum anderen die kritische Reflexion über die Voraussetzungen und Folgen der Produktion und Nutzung digitaler Daten in den Humanities. Beides soll beitragen zur Theorie- und Methodenbildung digitaler Wissenschaftspraxis. Dies setzt Vertrautheit sowohl mit algorithmischen Verfahren als auch mit den Verfahrensweisen geistes- und sozialwissenschaftlicher Interpretation voraus, inkl. hermeneutischer Ansätze.

In der Lehre widmet sich die Professur Verfahren, wie digitale Quellen mit digitalen Methoden unter verschiedenen fachlichen Perspektiven ausgewertet werden (z.B. politische Reden, Twitter-Nachrichten, Bildquellen u.a.). Konkret umfasst dies zentrale Anteile im institutsübergreifenden Master ‚Data and Discourse Studies‘. Darüber hinaus sollen Beiträge in den unterschiedlichen Studiengängen des FB 02 geleistet werden.

Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit allen im Fachbereich vertretenen Fächern sowie mit dem Fachbereich Informatik im Bereich Digital Humanities wird vorausgesetzt. Eine Zweitmitgliedschaft im Fachbereich Informatik wird angestrebt. Institutionell wird die Professur im Institut für Geschichte im FB 02 angesiedelt. Daher sind Befähigung und Bereitschaft zur konstruktiven Mitarbeit im Institut für Geschichte sowie seiner Weiterentwicklung in Forschung und Lehre erforderlich.

Einstellungsvoraussetzungen: Die Stelleninhaberin bzw. der Stelleninhaber verfügt über eine wissenschaftliche Ausbildung in den Humanities (in einem der am Fachbereich 02 vertretenen Fächer oder Bibliothekswissenschaft). Außerdem verfügt sie/er über ausgewiesene Expertise in den oben genannten Gebieten, insbesondere in der Entwicklung und Anwendung algorithmisch basierter digitaler Analysemethoden. Außer einer herausragenden Promotion und zusätzlichen wissenschaftlichen Leistungen (Habilitation oder äquivalenten Leistungen) sollen Bewerberinnen und Bewerber innovative Beiträge zur Forschung und Lehre im Schwerpunkt der Professur vorweisen.

Die Einstellung erfolgt im Beamtenverhältnis oder in einem außertariflichen Angestelltenverhältnis mit einer qualifikationsabhängigen Besoldung/Vergütung entsprechend der W-Besoldung. Diese wird zwischen Bewerberin oder Bewerber und Hochschulleitung verhandelt. Es gelten ferner die Einstellungsvoraussetzungen der §§ 61 und 62 Hessisches Hochschulgesetz.

Die Technische Universität Darmstadt strebt eine Erhöhung des Anteils der Frauen am Personal an und fordert deshalb besonders Frauen auf, sich zu bewerben. Bewerberinnen oder Bewerber mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 oder diesen Gleichgestellte werden bei gleicher Eignung bevorzugt.

Die Technische Universität Darmstadt ist als familiengerechte Hochschule zertifiziert und verfügt über ein Dual Career Programm.

Bewerbungen sind mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Schriftenverzeichnis, Übersicht über bisherige Lehrtätigkeiten und sonstige wissenschaftliche Aktivitäten, Drittmitteleinwerbungen, Urkunden) unter Angabe der Kenn-Nummer in elektronischer Form (als email-attachment, eine Datei, nicht größer als 6 MB) zu senden an die Dekanin des Fachbereichs Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften, Technische Universität Darmstadt, Dolivostraße 15, 64293 Darmstadt, brueckenprofessur@gugw.tu-darmstadt.de.

https://www.tu-darmstadt.de/universitaet/karriere_an_der_tu/stellenangebote/aktuelle_stellenangebote/stellenausschreibungen_detailansichten_1_337408.de.jsp

Altes Maschinenhaus, TU Darmstadt

The Institute of History at Technische Universität Darmstadt seeks to appoint a

Professor (W3) for Humanities Data Science and Methodology

The post holder is going to play a key role in the ongoing development of the „Digital Humanities“ at TU Darmstadt at the interface between the Department 02 – Social and Historical Sciences and Department 20 – Computer Science.

The focus of the professorship is on research on the data foundation of the humanities (textual data, but also image, object-, geodata, meta- and measurement data or born digital data). This entails, on the one hand, the development and epistemological reflection of methods for the analysis of these data types, including reflection on the origins of the data and their use. On the other hand, the profile of the professorship entails the development and application of algorithmic methods for the humanities.

One or more of the following research areas should be the expertise of the prospective post holder: information/knowledge modelling, digital data/source criticism, research software engineering (e.g. Behaviour Driven Development), visualisation of humanities data, visual computing (e.g. GIS, interfaces), modelling of research strategies in IT-based humanities including multimodal corpora (e.g. Data Scopes), quality management of humanities research software, research data and research infrastructures; also natural language processing, text technology, corpus and computational linguistics.

Required skills thus extend over two related areas: expertise in the development and application of algorithmic methods and critical reflection on the prerequisites and consequences of the production and use of digital data in the humanities. Both areas should contribute to the development of theory and methods for digital scientific practice. This requires familiarity both with algorithmic procedures and with the procedures of interpretation in the humanities and social sciences, including hermeneutical approaches.

In teaching, the post holder should cover procedures for evaluating digital sources with digital methods from different professional perspectives (e.g. analyses of political speeches, Twitter news, image sources, etc.). In concrete terms, this includes central parts of the inter-institutional master’s programme ‚Data and Discourse Studies‘. In addition, contributions are to be made to the various courses of the Department of Social and Historical Sciences.

Willingness to cooperate with all subjects represented in the Department of Social and Historical Sciences as well as with the Department of Computer Science in the field of Digital Humanities is expected. A co-membership („Zweitmitgliedschaft“) in the Department of Computer Science is planned. Institutionally, the professorship will be located in the Institute of History in Department 02. Therefore, the ability and willingness to work constructively in the Institute of History and its further development in research and teaching are required.

Recruitment requirements: The holder of the position has a scientific education in the Humanities (in one of the subjects represented at Faculty 02 or in library science). In addition, she/he has proven skills and experience in the above mentioned areas, in particular in the development and application of algorithmically based digital analysis methods. An outstanding doctoral degree and additional scientific qualifications (Habilitation or equivalent) are required; applicants should provide proof of innovative contributions to research and teaching in the main focus area of the professorship.

The position is tenured with a remuneration package commensurate with experience and qualifications, following the German „W-Besoldung“ and subject to negotiations between the applicant and the university directorate. The regulations for employment are specified under §§ 61 and 62 HHG (Hessisches Hochschulgesetz).

The Technische Universität Darmstadt intends to increase the number of female faculty members and encourages female candidates to apply. In case of equal qualifications applicants with a degree of disability of at least 50 or equal will be given preference.

The Technische Universität Darmstadt is certified as a family-friendly university and offers a dual career program.

Applications are to be sent with the usual documents (curriculum vitae, list of publications, overview of previous teaching activities and other scientific activities, third-party funding, certificates) and the identification number in electronic form (as email attachment, one file, not larger than 6 MB) to the Dean of the Department of Social and Historical Sciences, Technische Universität Darmstadt, Dolivostraße 15, 64293 Darmstadt, brueckenprofessur@gugw.tu-darmstadt.de.

Applications are to be sent with the usual documents (curriculum vitae, list of publications, overview of previous teaching activities and other scientific activities, third-party funding, certificates) and the identification number in electronic form (as email attachment, one file, not larger than 6 MB) to the Dean of the Department of Social and Historical Sciences, Technische Universität Darmstadt, Dolivostraße 15, 64293 Darmstadt, brueckenprofessur@gugw.tu-darmstadt.de.

https://www.tu-darmstadt.de/universitaet/karriere_an_der_tu/stellenangebote/aktuelle_stellenangebote/stellenausschreibungen_detailansichten_1_337408.en.jsp

KultSam-Workshop „Objekt-basierte Digital Humanities“: Dokumentation online

dhd-blog - Di, 10/22/2019 - 10:03

Die Dokumentation des Workshops „Objekt-basierte Digital Humanities“, durchgeführt vom 01.-03.04.2019 in der Göttinger Sternwarte, ist online. Sämtliche Vorarbeiten, Methoden, Ergebnisse sowie filmische Ausschnitte des Workshops sind hier einsehbar.

Ziel des Workshops war eine Ideensammlung zur Zusammenführung von digitalen Diensten und Tools im Bereich Text und Sprache mit den Digitalisaten materieller Objektbestände der Museen. Erreicht werden sollte dies durch den Einsatz von verschiedenen Kreativmethoden, vor allem aus dem Design Thinking.

Für den Workshop kamen u.a. Expert_innen aus den Themengebieten Digital Humanities, Informationswissenschaften und dem Sammlungsbereich zusammen, um ihre Expertise in der dreitägigen Veranstaltung anzapfen zu lassen.

Im Zuge der Nachbereitung wurden sämtliche Ergebnisse und Inhalte des Workshops aufbereitet und dokumentarisch erfasst. Der Prozess der Ideenfindung im Workshop und die Diversität der Ideen, die entwickelt wurden, sollten dabei ebenfalls hervorgehoben werden. Dementsprechend sollte nicht nur das Endergebnis in Form von Prototypen vorgstellt werden, sondern auch der Weg, der zu dieser Idee führte sowie andere Ideenstränge, die leider nicht weiterverfolgt werden konnten.

Wir möchten noch einmal allen Teilnehmer_innen danken und freuen uns über Rückmeldungen und Anmerkungen!

DH-Kolloquium @BBAW, 1.11.2019, F. Diehr und K. Glinka: Das Museum als Digitalwerkstatt

dhd-blog - Mo, 10/21/2019 - 13:34

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften möchten wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Freitag, den 1. November 2019, 17 Uhr s.t. bis 19 Uhr, einladen. Die Veranstaltung findet im Konferenzraum 1 (1. Stock) der BBAW, Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin statt. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir Sie um Anmeldung per E-Mail an: DH-Kolloquium@bbaw.de.

Franziska Diehr und Katrin Glinka (museum4punkt0. Digitale Strategien für das Museum der Zukunft):

Das Museum als Digitalwerkstatt – Impulse für (Digital-)Strategien, museale Forschung, Vermittlung und Dokumentation

Digitale Technologien und Formate eröffnen Museen neue Formate der Interaktion, Interpretation und Kommunikation. Im Vergleich zu objektbezogener Forschung im Museum, die durch den Einsatz digitaler Erschließungssysteme, der Nutzung und Publikation von digitalen Reproduktionen und der Integration von digital gestützten Untersuchungsmethoden eine methodische Erweiterung erfährt, wird die Entwicklung digitaler Kommunikations- und Vermittlungsformate bisher eher selten als transdisziplinärer Forschungsauftrag im Museum verstanden.

Mit museum4punkt0 wurde 2017 erstmals in Deutschland ein museales Forschungsprojekt initiiert, welches Kulturinstitutionen verschiedener Sparten, Größen und institutionellen Strukturen mit dem Ziel der Entwicklung und Beforschung digitaler Anwendungen in einem Verbund vereint. Zentrales Merkmal des Verbundes ist die Vernetzung und gegenseitige Unterstützung der beteiligten Institutionen bei der Entwicklung und Evaluation von digitalen Vermittlungs- und Kommunikationsangeboten. Untersucht wird, wie neueste digitale Technologien effektiv für die Aufgaben von Museen, insbesondere in der Wissensvermittlung, nutzbar gemacht werden können.

museum4punkt0 arbeitet dabei mit zwei Vorgehensweisen: In den Partnerprojekten wird fallspezifisch geforscht und entwickelt. Die museale Praxis der jeweiligen Institution bildet den Ausgangspunkt für die Entwicklung themenspezifischer, auf Publikumsgruppen und Vermittlungsziele zugeschnittener Angebote. Die bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz angesiedelte zentrale wissenschaftliche Steuerung des Gesamtprojekts hat, neben der Koordination und weiteren Vernetzung des Verbunds, die Aufgabe, dabei auch überspannende und übergeordnete Themen zu identifizieren und diese durch weitere Unterprojekte zu erforschen. Hier untersuchen wir u.a. webbasiertes Storytelling und Datenvisualisierung, objektzentrierte Mixed Reality Vermittlung, sowie spielerische Vermittlungsansätze in Augmented Reality und im Web.

Dabei interessiert uns nicht nur das Vermittlungsangebot an sich: die Prozesse, Methoden, Anforderungen an Infrastruktur und Kompetenzen und vor allem auch die Wirkung auf Nutzer*innen und Besucher*innen wird dokumentiert, wissenschaftlich erschlossen und für andere nachnutzbar bereitgestellt werden. Dazu erstellen wir auf Basis des Open-Source Wissensmanagementsystems ‘ResearchSpace’ einen Online-Katalog, der zum einen die in museum4punkt0 entstandenen Vermittlungsanwendungen dokumentiert, darüber hinaus aber auch als experimentelle Plattform dient. Hier erproben wir, welche bestehenden Tools und Frameworks sich an die Plattform anschließen lassen, um museale Daten nutzbar zu machen und sie mit anderen Wissensbereichen zu vernetzen. Dazu gehört auch der Transfer in weitere Bereiche der musealen Arbeit: Forschen, Vermitteln, Ausstellen, Bewahren und Sammeln.

Mit dem Katalog als Schnittstelle zwischen Forschungsmethoden und -werkzeugen der digitalen Geisteswissenschaften, digitalen Vermittlungsansätzen und den Daten des kulturellen Erbes wollen wir untersuchen, wie museale Datenbestände aufbereitet sein müssen, um als Forschungsdaten für (inter-)disziplinäre Fragestellungen nutzbar zu sein. Weiterhin möchten wir erproben, wie bereits entwickelte Methoden und Werkzeuge der digitalen Geisteswissenschaften z. B. Text- und Bildannotationen sowie algorithmische Bilderkennungsverfahren im Kontext musealer Fragestellungen eingesetzt werden können.

Links und Literatur:

  • Website des Verbundprojekts: https://www.museum4punkt0.de/ Partner im Verbundprojekt museum4punkt0 sind: die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und ihre Staatlichen Museen zu Berlin, die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven, das Deutsche Museum, die Fastnachtsmuseen Schloss Langenstein und Narrenschopf Bad Dürrheim mit weiteren Museen der schwäbisch-alemannischen Fastnacht und das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz.
  • Glinka, Katrin (2018): „The Process Is Part of the Solution: Insights from the German Collaborative Project museum4punkt0”, in: Museum International, Volume 70, Special Issue: Museums in a Digital World. International Council of Museums (ICOM) and Blackwell Publishing 90–103 https://doi.org/10.1111/muse.12195.
  • Diehr, F., & Glinka, K. (2019): ”Wie katalogisiert man eigentlich virtuelle Realität? Überlegungen zur Dokumentation und Vernetzung musealer Objekte und digitaler Vermittlungsformate.”, in: DHd 2019 Digital Humanities: multimedial & multimodal. Konferenzabstracts. P. Sahle (Hrsg.), 247–250 https://doi.org/10.5281/zenodo.2596095.
  • ResearchSpace: https://www.researchspace.org/

CfI: Die (hyper-)diplomatische Transkription und ihre Erkenntnispotentiale

dhd-blog - Mi, 10/16/2019 - 16:23


Call for Interest

Der material turn hat den editionswissenschaftlichen Diskurs in den Philologien und den umliegenden Fächern tief durchdrungen, was nicht zuletzt vom digital turn der letzten Jahrzehnte zusätzlich befeuert wurde. Die informationstechnologisch paradigmatische Trennung von Daten und Präsentation, und die scheinbar vollständige Entkörperlichung des Textes in einer Codierung, die zugleich der exzessiven Befundverzeichnung scheinbar keine Grenzen mehr setzt, lenkt den Blick zurück auf die Körperlichkeit des Textes und seine mediale Ausformung. 

Heute zeigt sich in vielen Editionsprojekten die Tendenz, immer überlieferungsnähere Transkriptionen zu erstellen. Derlei diplomatische oder gar hyperdiplomatische Repräsentationsformen können beispielsweise paläografisch, linguistisch oder literaturwissenschaftlich motiviert sein sowie in Intensität und Fokus auf makro- oder mikroskripturale Phänomene (Layout vs. Schriftgestaltung, u.ä.) variieren. Das Ziel der Methode scheint in digitalen Editionen aber oftmals das gleiche: Die visuelle Nachahmung der originalen Schriftspur bzw. Dokumenttopografie oder die Konstruktion einer modellgeleiteten Form als schließlich edierter und publizierter Text im WWW, wobei die diplomatische Befundaufnahme die Grundlage mehrerer (normalisierender) Präsentationsschichten sein kann. 

Was in der Transkription maschinenlesbar und prozessierbar erfasst wird, mündet also zunächst in einer primär menschen-orientierten Präsentation bzw. in einem typografischen Ausdruck, den man in ähnlicher Form auch in Druckeditionen erstellen und der Leserschaft darbieten kann. Die durch die Codierung des diplomatischen Befundes entstandenen informationsreichen Daten und ihre analytischen Potentiale bleiben damit aber untergenutzt und die Editionen hinter ihren ‘digitalen Möglichkeiten’ zurück. 

Einerseits liegen unausgeschöpfte Potentiale in quantitativen Analysen des diplomatischen Befundes, beispielsweise in statistischen Auswertungen und Visualisierungen textkritischer Phänomene (z. B. Streichungen, Ersetzungen, u. ä.) oder gestalterischen Ausdrucksformen (z. B. Schriftarten, Schriftformen), die möglicherweise zu neuen Erkenntnissen über die Überlieferung führen (z.B. Chronologie bzw. Genese von Dokumenten, Schreiberidentifikation, Datierung). Andererseits kann man aus quantitativ-qualitativer Perspektive Kookkurrenzen materiell-visueller Phänomene und anderer Dimensionen von Text analysieren wie etwa den Zusammenhang zwischen Gestaltung und Textgenres (z. B. typografische Dispositive und literarisches Genre) oder zwischen linguistischer Textdimension und materialer Ausdrucksform (z. B. Sprach- und Schriftwechsel). Jenseits dieser konkreten Ansätze wäre sogar an Untersuchungen und Analysen zu denken, die bisher noch nicht einmal in Grundzügen erkennbar sind. Vielleicht kann die systematische Untersuchung von skriptografischen Phänomenen, Strukturen und Mustern in Verbindung mit Textsorten, Produktionsweisen oder historischen Bedingungen neue Einblicke in die Genese und Transmission von Texten eröffnen und Korrelationen und Abhängigkeiten dieser Dimensionen aufdecken. Neben derlei Verfahren kann eine analytische Perspektive aber auch die Nutzung einer Edition bereichern, z. B. wenn der diplomatische Befund als Index oder Informationsvisualisierung fungiert, über den ein materialzentrierter Zugang zu den edierten Quellen entsteht. 

Der für 5.-7. Februar 2020 geplante Workshop zu Erkenntnispotentialen (hyper-)diplomatischer Transkriptionen wird an der Bergischen Universität Wuppertal im Rahmen des Graduiertenkollegs 2196 “Dokument – Text – Edition” in Kooperation mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und dem Institut für Dokumentologie und Editorik durchgeführt. Die Veranstaltung soll Expert/innen und Interessierte zusammenführen und den Themenkreis durch Präsentationen und Diskussionen zu allgemeinen theoretischen und methodischen Fragen sowie anhand von Fallbeispielen ausleuchten. Das Workshopformat wird durch gemeinsames praktisches Arbeiten an bereits bestehenden Daten in Form eines experimentell gestalteten Hackathons ergänzt.

Für den Workshop werden Beiträge der folgenden Arten gesucht:

  • Daten, d.h. detaillierte, quellennahe Transkriptionen
  • Analytische Fragestellungen an diplomatische Transkriptionen, die beispielsweise aus paläografischer, linguistischer, kulturwissenschaftlicher oder literaturwissenschaftlicher Perspektive kommen und algorithmisch zu operationalisieren wären 
  • Theoretische und methodische Ansätze, die nicht nur die Befundverzeichnung, sondern (vor allem) auch ihre Analysepotentiale betreffen
  • Fallbeispiele, d.h. konkrete Editionsprojekte, in denen das analytische Potential diplomatischer Transkriptionen fruchtbar gemacht werden soll

Interessierte werden gebeten, sich bis zum 6.11.2019 mit einer formlosen Mitteilung (½ Seite Beitragsbeschreibung) bei Frederike Neuber (neuber@bbaw.de) und/oder Patrick Sahle (sahle@uni-wuppertal.de) zu melden.



Stellenausschreibung: Doktorand (w/m/d), 100%

dhd-blog - Di, 10/15/2019 - 17:06

An der Digital Humanities-Professur am Walter Benjamin Kolleg der Universität Bern wird eine Doktorierendenstelle besetzt.
Das Kolleg ist eine inter- und transdisziplinäre Forschungs- und Lehreinrichtung an der Philosophisch-historischen Fakultät der Universität Bern.

Die Bewerbungsfrist endet am 12. November 2019.

Der vollständige Ausschreibungstext findet sich auf dem Stellenportal der Universität Bern bzw. hier als PDF-Datei.

Stellenausschreibung: Systembibliothekarin / Systembibliothekar (m/w/d,100%) in Konstanz

dhd-blog - Fr, 10/11/2019 - 17:11

Das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) mit Sitz in Konstanz sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n

Systembibliothekarin / Systembibliothekar (m/w/d)

für die Open-Source-Systeme Koha und CORAL im Bereich Support / IT-Koordination befristet auf vier Jahre.

Das BSZ ist ein Daten-, Service- und Kompetenzzentrum des Landes Baden-Württemberg für Bibliotheken, Archive und Museen. In der Abteilung Bibliothekssysteme betreut das BSZ eine wachsende Anzahl von Koha-Installationen.

Ihre Aufgaben

  • Bibliothekarischer und technischer Support
  • Planung und Durchführung von Migrationsprojekten von der Datenmigration bis zur Abnahme
  • Projektkoordination und Support für CORAL und Zusammenarbeit mit der CORAL-Community
  • Qualitätssicherung (Funktionstests, Fehleranalyse, Kommunikation mit der Community)
  • Vorbereitung und Durchführung von Workshops und Schulungen sowie die Erstellung von Dokumentationen und Schulungsmaterial
  • Beratung der Bibliotheken und Umsetzung der Anforderungen in die System­konfiguration
  • Erstellen von Reports und Datenbankabfragen mit SQL

Nach gründlicher Einarbeitung in diese Aufgaben sind Sie auch AnsprechpartnerIn für die betreuten Bibliotheken in allen Fragen des ERM- und des Bibliothekssystems.

Ihr Profil
  • Ein erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium als Diplombibliothekarin / Diplom­bibliothekar oder Bachelor / Master in den Bereichen Bibliotheks- und Informations-wesen oder Informatik mit vertieften Zusatzkenntnissen im Bereich Bibliothekswesen
  • Praktische Erfahrungen mit den Geschäftsgängen einer Bibliothek
  • Kenntnisse in der Anwendung, idealerweise Administration, eines Bibliotheksmanage­mentsystems. Erfahrungen mit Koha sind von Vorteil.
  • Kenntnisse moderner Webtechnologien (CSS, JavaScript) und Datenbanken erwünscht
  • Kommunikationsfähigkeit in deutscher und englischer Sprache in Wort und Schrift
  • Teamfähigkeit, Belastbarkeit und Bereitschaft, sich selbständig in neue Themen­gebiete einzuarbeiten
  • Erste berufliche Erfahrungen sind willkommen, aber nicht Voraussetzung
  • Bereitschaft zu mehrtägigen Dienstreisen
Wir bieten
  • eine verantwortungsvolle Funktion mit großen Gestaltungs­spielräumen
  • flexible Arbeitszeitmodelle und Telearbeit
  • Möglichkeit zur Weiterqualifizierung
  • ein dynamisches Umfeld in einer angenehmen Arbeitsatmosphäre

Die Eingruppierung richtet sich nach den tariflichen Bestimmungen des TV-Länder und erfolgt je nach persönlichen Voraussetzungen bis Entgeltgruppe 10 TV-L. Die volle regel­mäßige Wochenarbeitszeit beträgt derzeit 39,5 Stunden. Die Stelle ist grundsätzlich teil­bar.

Weitere Informationen erhalten Sie gerne von Jakob Bung, Tel.: +49 (0)7531 / 88-4284; E-Mail: jakob.bung@bsz-bw.de .

Schwerbehinderte Menschen werden bei entsprechender Eignung vorrangig eingestellt (Schwerbehindertenvertretung für das BSZ: Tel.: 0711 279 3289).

Das BSZ strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen an und begrüßt deshalb die Bewerbung von Frauen.

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte bis zum 08.11.2019 unter Angabe der Kennziffer 2019 / 272 an das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg, Felix-Wankel-Straße 4, 78467 Konstanz oder per E-Mail mit PDF-Anhang an stellen­ausschreibung@bsz-bw.de.

Stellenausschreibung: WMA zur digitalen Erschließung des Garfinkel-Nachlasses, TV-L 13 (100%), Siegen

dhd-blog - Fr, 10/11/2019 - 08:13

An der Universität Siegen ist am Lehrstuhl für Science, Technology and Media Studies ab dem 01.01.2020 eine Stelle für

eine wissenschaftliche Mitarbeiterin oder einen wissenschaftlichen Mitarbeiter (Entgeltgruppe 13 TV-L)

in Vollzeit (100%-Stelle) befristet für die Dauer von drei Jahren mit der Möglichkeit der Verlängerung zu besetzen. Die Beschäftigungsdauer richtet sich nach den Vorschriften des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. 

Im Zentrum der Tätigkeit steht die digitale Erschließung des Nachlasses von Harold Garfinkel, dem Begründer der Ethnomethodologie. Der Nachlass umfasst Dokumente im Umfang von ca. 1 Million Papierseiten, ca. 1000 Videodokumente und ca. 2000 Tonaufzeichnungen aus Datensitzungen, Interviews, Experimenten und wissenschaftlichen Diskussionen seit den 1950er Jahren. Ziel des Forschungsprojekts ist es, die Video-, Ton- und Textdokumente zu verknüpfen und digital zugänglich zu machen. Nähere Informationen zum Forschungsprojekt auch unterhttp://www.mobilemedia.uni-siegen.de/2019/10/07/digitale-erschliessung-des-garfinkel-nachlasses/.

Ihre Aufgaben:
  • Planung und Umsetzung der digitalen Erschließung des Nachlasses von Harold Garfinkel
  • Projektmanagement inkl. der Kommunikation und Abstimmung mit internen/externen Projektpartnern auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene
  • Ausbau der digitalen Forschungsinfrastruktur und ihrer funktionalen und technischen Schnittstellen
  • Vernetzung mit anderen Digitalisierungszentren und der DH-Community
  • Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen sowie Präsentation der Forschungs- und Digitalisierungsergebnisse bei nationalen und internationalen Tagungen, Symposien etc.

Weitere Informationen zur Ausschreibung finden Sie unter https://www.uni-siegen.de/uni/stellen/wiss/878116.html?lang=de.

Bewerbungsschluss ist der 31.10.2019.

DARIAH-DE Working Paper Nr. 38 veröffentlicht

dhd-blog - Mi, 10/09/2019 - 15:15

Ein neues DARIAH-DE Working Paper ist erschienen!


Mirjam Blümm, Fabian Cremer, Peter Gietz, Lisa Klaffki, Christoph Kudella, Beata Mache, Regine Stein, Carsten Thiel : Betrieb des DARIAH-DE Coordination Office

Der Aufbau des DARIAH-DE Coordination Office als zentrale Organisationseinheit von DARIAH-DE bedeutete einen wichtigen Schritt in Richtung Institutionalisierung der Forschungsinfrastruktur. Vorliegendes Working Paper beschreibt die Funktion und Aufgaben des Coordination Offices, die Schritte zu einem nachhaltigen Betriebskonzept für DARIAH-DE sowie den Austausch mit der Community und weiteren Geschäftsstellen auf nationaler und europäischer Ebene.

DARIAH-DE Working Paper Nr. 37 veröffentlicht

dhd-blog - Mi, 10/09/2019 - 15:10

Ein neues DARIAH-DE Working Paper ist erschienen!


Mirjam Blümm, Sonja Friedrichs, Peter Gietz, Lisa Klaffki, Beata Mache, Stefan Schmunk, Carsten Thiel : Disseminationsstrategie – Bericht über die Kooperationen mit Fachgesellschaften und Verbünden, sowie weiteren Stakeholdern, Vergabe der Awards und Organisation der Vergabe der DH-Reisestipendien

Dieses Working Paper gibt einen Überblick über die Digital Humanities-Aktivitäten in der geisteswissenschaftlichen Community, an die sich DARIAH-DE mit seinem Angebot richtet sowie die Maßnahmen hinsichtlich der Einbindung der geistes- und kulturwissenschaftlichen Fachgesellschaften. Mit der Verbesserung des Community-Engagements bei den Fachgesellschaften erhoffte sich DARIAH-DE einerseits, das allgemeine Bewusstsein für den Mehrwert digital unterstützter Forschungsarbeit in einer digitalen Forschungsinfrastruktur zu erhöhen und andererseits den Bekanntheitsgrad von DARIAH-DE in den Fachcommunitys zu steigern, um damit zugleich den Austausch und die Kooperation zwischen Forschenden und Projekten über und mit DARIAH-DE zu fördern. Auf diese Weise sollten nicht nur Forschende erreicht werden, die bereits mit Tools und Methoden der Digital Humanities vertraut sind, sondern auch FachwissenschaftlerInnen angesprochen werden, die keine Vorerfahrungen auf diesem Gebiet hatten bzw. haben.

Projektmitarbeiterin / Projektmitarbeiter (m/w/d), Entgeltgruppe TV-GU 13, 50%, Digitale(r) Humanist(in)

dhd-blog - Di, 10/08/2019 - 10:10

Am Fachbereich Sprach- und Kulturwissenschaften (09)Institut für Empirische Sprachwissenschaft der Goethe Universität Frankfurt am Main ist im Rahmen des von der Fritz Thyssen Stiftung geförderten Projekts „Altlitauisch Digital: Corpus des Kristijonas Donelaitis (1714–1780)“ zum 01.02.2020 die Stelle einer*eines

Wissenschaftlichen Mitarbeiter*in (m/w/d)
(E13 TV-GU, halbtags)

für die Dauer von 12 Monaten zu besetzen. Die Eingruppierung richtet sich nach den Tätigkeitsmerkmalen des für die Goethe-Universität geltenden Tarifvertrags (TV-GU).

Aufgaben:
Als Stelleninhaber*in sollen Sie sich mit dem Corpus des Kristijonas Donelaitis befassen und dieses mittels bekannter Tools öffentlich online verfügbar machen sowie dabei Such- und Darstellungsfunktionalitäten verwirklichen. Alle Teile der Arbeit finden in enger Kooperation mit einer*einem linguistisch-philologischen Projektmitarbeiter*in statt. Sie setzen dabei eine Onlinepräsenz mit verfügbaren Tools auf, parametrisieren diese, implementieren und testen die Suchfunktionalität. Des Weiteren unterstützen Sie das Projekt bei der Alignierung von Textdaten und entwerfen und implementieren eine geeignete Visualisierung.

Erkenntnisse der Arbeit sollen gewissenhaft dokumentiert und die projekt-spezifischen Lösungsansätze, die aus der damit verbundenen Forschungstätigkeit hervorgehen auf Konferenzen oder in Journals der angewandten Informatik bzw. Digital Humanities publiziert werden.

Einstellungsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder vergleichbar) der Sprachwissenschaften mit entsprechenden technischen Kenntnissen oder eines technischen Studiengangs (Informatik, Digital Humanities, etc.) mit entsprechend belegbarer Affinität zur Linguistik. Idealerweise besitzen Sie erweiterte Kenntnisse in der Verwaltung und Installation von computationalen Tools (z.B. CMS Backend Verwaltung, Webtechnologien) und eine generelle Computeraffinität. Des Weiteren ist die Beherrschung mindestens einer Programmiersprache (Python, Java, Perl, C++ etc.) mindestens auf gehobenem Anfängerniveau nötig. Ein Plus wäre die Beherrschung des Litauischen.

abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder vergleichbar) der Sprachwissenschaften mit entsprechenden technischen Kenntnissen oder eines technischen Studiengangs (Informatik, Digital Humanities, etc.) mit entsprechend belegbarer Affinität zur Linguistik. Idealerweise besitzen Sie erweiterte Kenntnisse in der Verwaltung und Installation von computationalen Tools (z.B. CMS Backend Verwaltung, Webtechnologien) und eine generelle Computeraffinität. Des Weiteren ist die Beherrschung mindestens einer Programmiersprache (Python, Java, Perl, C++ etc.) mindestens auf gehobenem Anfängerniveau nötig. Ein Plus wäre die Beherrschung des Litauischen.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung bis zum 30.11.2019 mit den üblichen Unterlagen in elektronischer Form an Herrn Dr. Armin Hoenen, Hoenen@em.uni-frankfurt.de.

Die Universität tritt für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ein und fordert deshalb nachdrücklich Frauen zur Bewerbung auf. Das Kolleg bietet Unterstützung bei der Vereinbarkeit mit der Familie. Menschen mit Behinderung werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt.

Die Stellenanzeige dieser, sowie der entsprechenden philologischen Stelle finden Sie unter folgendem Link: http://www.uni-frankfurt.de/48794875/FB09___Sprach__und_Kulturwissenschaften

Jobs: 2 Stellen im Bereich DH und Forschungssoftwareentwicklung für Digitale Editionen an der BBAW

dhd-blog - Di, 10/08/2019 - 10:10

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften sucht zwei wissenschaftliche Mitarbeiter (m/w/d) (jeweils TV-L E 13 Berlin, 100%, ggf. teilbar) für den Bereich Digital Humanities und Forschungssoftwareentwicklung. Dienstort Berlin.

Bewerbungsfrist 27.10.2019! Für die vollständigen Ausschreibungen siehe auch http://www.bbaw.de/stellenangebote

Stelle 1 (ITDH/04/2019 )

Die Akademie sucht für das Referat TELOTA-IT/DH zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in (m/w/d) für den Bereich Digital Humanities und Forschungssoftwareentwicklung für Digitale Editionen im Umfang von 100 % der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit (Stellenumfang gegebenenfalls teilbar), zunächst befristet auf 24 Monate.

Aufgaben:
  • Konzeption, Entwicklung und Anpassung von zentralen Forschungswerkzeugen und -umgebungen der BBAW
  • Konzeption und Entwicklung von Daten- und Programmierschnittstellen (APIs)
  • Entwicklung von Datenmodellen für geisteswissenschaftliche Forschungsfragen
  • Konzeption und Mitarbeit bei der Antragstellung und Berichterstattung von Projektanträgen im Rahmen von regionalen, nationalen und internationalen Forschungsförderungen
  • Präsentation von Forschungsergebnissen auf einschlägigen Konferenzen und Workshops
Voraussetzungen:
  • einschlägiges abgeschlossenes universitäres Hochschulstudium
  • nachgewiesene Erfahrungen mit einschlägigen internationalen Standards (Z.B. TEI Guidelines P5)
  • nachgewiesene Erfahrungen mit der Nutzung der X-Technologien (XML, XPath, XQuery und XSLT) – nachgewiesene Erfahrungen mit einer weiteren Programmiersprache (z.B. Python, PHP oder Java)
  • Erfahrungen im Betrieb von XML-Datenbanken, vorwiegend eXistdb
  • Teamfähigkeit und ausgezeichnete Kommunikations- und Organisationsfähigkeit

wünschenswert sind:

  • Erfahrung mit der Frontend-Entwicklung (HTML, CSS, JavaScript)
  • Kenntnisse in der Entwicklung von Oxygen-Frameworks
  • Linux-Kenntnisse (bevorzugt in der Server-Administration)

Mehr Informationen: http://www.bbaw.de/stellenangebote/ausschreibungen-2019/ITDH-04-2019_wiMi_TELOTA_Backend_PR.pdf

Stelle 2 (ITDH/05/2019):

Die Akademie sucht für das Corpus Nummorum Online zum frühestmöglichen Zeitpunkt eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in (m/w/d) für den Bereich Digital Humanities und Forschungssoftwareentwicklung für Digitale Editionenim Umfang von 100 % der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit (Stellenumfang ggf. teilbar), befristet bis zum 30.06.2021.

Aufgaben:
  • Konzeption, Weiterentwicklung und Pflege des Corpus Nummorum-Webportals und der dazugehörigen Eingabe- bzw. Arbeitsoberflächen
  • Konzeption und Entwicklung von Austauschformaten, Daten- und Programmierschnittstellen (APIs)
  • Konzeption und Mitarbeit bei der Antragstellung und Berichterstattung von Projektanträgen im Rahmen von regionalen, nationalen und internationalen Forschungsförderungen
  • Präsentation von Forschungsergebnissen auf einschlägigen Konferenzen und Workshops
Voraussetzungen:
  • Einschlägiges abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium
  • Nachgewiesene Erfahrungen mit der Programmierung von PHP-Webanwendungen
  • Nachgewiesene Erfahrungen in der Nutzung von PHP-Frameworks (vorzugsweise Laravel)
  • Nachgewiesene Erfahrungen im Umgang mit SQL-Datenbanken, insbesondere MySQL
  • Sehr gute Englischkenntnisse
  • Teamfähigkeit und ausgezeichnete Kommunikations- und Organisationsfähigkeit

wünschenswert sind:

  • Erfahrung mit der Frontend-Entwicklung (HTML, CSS, JavaScript)
  • Kenntnisse im Umgang mit RDF und SPARQL
  • Linux-Kenntnisse (bevorzugt in der Server-Administration)

Mehr Informationen: http://www.bbaw.de/stellenangebote/ausschreibungen-2019/ITDH-05-2019_wiMi_TELOTA_Nummi_PR.pdf

GG3D19 Workshop zu Graphendatenbanken, GIS und 3D-Modellen in der Bauforschung des Mittelalters

dhd-blog - Mo, 10/07/2019 - 12:41

zu den Themen:

  • Interdisziplinäre Verbindung von Mediävistik und Informatik
  • Computergestützte Analyse von Burgen, Urkunden und Landkarten
  • Dokumentation basierend auf 3D-Modellen, QGIS und Neo4j
  • Neue Methoden für die digitale Bauforschung
  • Informationsgewinnung mit Personennetzwerken

Vorläufige Vortragende, Einreichung von Posterbeiträgen und Anmeldung bis zum 5. November 2019:

https://uni-heidelberg.de/GG3D19

Die Konferenzsprache ist hauptsächlich Deutsch, einzelne Vorträge oder Poster können auch in Englisch präsentiert werden.

IX Heloise Workshop, 11.-12.11.19, Leipzig

dhd-blog - Fr, 10/04/2019 - 08:26

Das Europäische Netzwerk für digitale Universitätsgeschichte – Héloïse, wurde im Mai 2012 ins Leben gerufen. Ziel dieses Netzwerks ist es, die wissenschaftliche Zusammenarbeit bei der Erforschung der Geschichte der Universitäten in Europa seit dem Mittelalter zu fördern und gleichzeitig die Implementierung technischer Instrumente und Lösungen für die Erstellung, Verarbeitung und Bereitstellung von im Web verfügbaren Datenbanken zu diskutieren.

Der 9. Héloïse-Workshop findet am 11. und 12. November in Leipzig statt und fokussiert insbesondere auf die Forschung basierend auf Online-Datenbanken im Bereich der Universitätsgeschichte. Der Workshop adressiert Wissenschaftler der Geisteswissenschaften, der Informatik und der Digital Humanities, die Semantic Web-Technologien einsetzen und sich in ihren Projekten mit dem Aufbau von Ontologien befassen

Der Workshop wird von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig in Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig im Rahmen des Forschungsprojekts „Professorale Karrieremuster der Frühen Neuzeit. Entwicklung einer wissenschaftlichen Methode zur Forschung auf online verfügbaren und verteilten Forschungsdatenbanken der Universitätsgeschichte“ durchgeführt.

Es besteht noch die Möglichkeit weitere Vorträge in das Programm des Workshops aufzunehmen. Wir möchten Sie daher bitten bei Interesse relevante Beiträge einzureichen und gleichzeitig den Call for Participation an ihre Kollegen und weitere mögliche Interessenten zu verbreiten.

Alle relevanten Informationen sind auf der Webseite des Workshops verfügbar, die erriechbar ist unter:

https://pcp-on-web.htwk-leipzig.de/project/HeloiseAtelierIX/

Die Konferenzsprache ist Englisch.

Individuelles CRETA-Coaching im Rahmen der CRETA-Werkstatt #8

dhd-blog - Mo, 09/30/2019 - 16:35
Erfahrungsbericht über ein Schlaraffenland für NachwuchswissenschaftlerInnen 

Vom 09.09. bis zum 17.09.2019 hatte ich das große Privileg am individuellen CRETA-Coaching teilnehmen zu dürfen, das im Rahmen der 8. CRETA-Werkstatt in Stuttgart stattfand.

Das Coaching war – metaphorisch gesagt – ein Schlaraffenland für junge WissenschaftlerInnen. Zur Verfügung stand quasi alles, was gerade in der Anfangsphase eines Forschungsvorhabens hilfreich ist: ein unvoreingenommenes, erfahrenes Publikum mit Blick aus verschiedenen Forschungsbereichen, das Expertenwissen zur Verfügung stellt, hilfreiche Kontakte vermittelt, die eigenen Projektvorstellungen und Hypothesen konstruktiv kritisch hinterfragt, Probleme aufdeckt, aber auch Lösungswege vorschlägt und die realistische Planung des Projektes unterstützt. 

Abgerundet wurde das 9-tägige Coaching in der ersten Woche von einer Kombination aus dem Nachmittagsworkshop „Reflected Text Analysis beyond Linguistics“ und den Evening Lectures sowie dem außerakademischen Rahmenprogramm der zeitgleich am IMS stattfindenden DGFS Fall School. Die Teilnahme an der zu Beginn der zweiten Woche stattfindenden CRETA-Werkstatt bildete den Abschluss. 

Diese Mischung aus individuellem Coaching, Fall School-Workshop, Lectures und CRETA-Werkstatt gestaltete sich als optimale Kombination. Jede Veranstaltung für sich war bereichernd und sorgte somit für ein rundum stimmiges Programm und rauchende Gehirnzellen bei den Coachees.

Das Coaching selbst verlief dabei wie folgt:

Nach einem ersten gemeinsamen Kick-Off-Treffen mit allen vier Coachees (Doktorandinnen und Postdoktorandinnen) folgten zwei Einzeltreffen, in denen jede Coachee die Möglichkeit bekam, Abseits von der regulären (Promotions-)Betreuung das individuelle Forschungsprojekt mit Wissenschaftlern aus verschiedenen Perspektiven der (digitalen) Geisteswissenschaften zu betrachten. 

Die zwei Individualcoaching-Termine verliefen in einer lockeren, produktiven Arbeitsatmosphäre. Da sich die Coaches mithilfe meines Abstracts und weiterer Recherche zu meinem Forschungsthema gut vorbereitet hatten, konnten wir sofort in die Diskussion über mein Dissertationsthema einsteigen.

Im ersten Coaching stellte ich mein Forschungsthema (Lautstärkemerkmale in Prosaliteratur), meine Ideen, Ansätze und Durchführungsbeispiele vor und versuchte, das Ziel meines Forschungsvorhabens zu formulieren. Wir betrachteten meine Ideen zu Hypothesen sowie Vorgehen und erörterten die großen Herausforderungen, die sich bei der Durchführung meines Vorhabens ergeben werden. Die dabei formulierten, umfangreichen Probleme brachen wir sodann zu kleineren Teilproblemen herunter, was einen neuen Blick auf das Forschungsprojekt ermöglichte. In der anschließenden Vorbereitungsphase für das zweite Coaching formulierte ich meine Grundhypothese sowie die aus ihr ableitbaren Subhypothesen. Zudem überlegte ich mir Ansätze und Möglichkeiten, wie und mit welchen Werkzeugen und Vorgehen ich die definierten Teilprobleme angehen könnte.

Das zweite Coaching diente sodann der Rückmeldung über das Vorankommen und die Umsetzbarkeit bereits vorgeschlagener Methoden. Das Hauptaugenmerk der Sitzung lag jedoch auf der konkreten Planung und Formulierung der nun auf mich zukommenden Arbeitsschritte, um daraus einen vorläufigen Dissertationsplan erstellen zu können. Wir diskutierten meine formulierten Hypothesen und konkretisierten mögliche Lösungsansätze für die definierten Teilprobleme, wobei ich auch Hinweise zu Expertenkontakten erhielt. Schließlich erstellten wir einen vorläufigen Dissertationsplan, indem wir mein Forschungsvorhaben in sieben chronologisch aufeinander aufbauende Arbeitsschritte gliederten und diese genau definierten. 

Höhepunkt des Coachings: Vortrag im Rahmen der CRETA-Werkstatt

Den Abschluss des Coachings bildete die Teilnahme an der CRETA-Werkstatt #8, in der pro Coachee ein kurzer Vortrag über das Forschungsthema und die während des Coachings erzielten Fortschritte vorgesehen war. Im Anschluss an unsere jeweiligen Präsentationen folgte eine Frage- und Diskussionsrunde, in der wir Coachees uns den kritischen Fragen des Plenums stellten, aber auch viele nützliche Tipps und Anregungen erhielten. Das Plenum bestand dabei aus den anwesenden Beteiligten des Centrums für reflektierte Textanalyse (CRETA), nämlich ca. 25 WissenschaftlerInnen aus verschiedenen Fachbereichen der (digitalen) Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Informatik. Im Anschluss an die Vorträge folgte eine Aufteilung der Teilnehmenden in Thementische zu verschiedenen aktuellen Forschungsfragen, die sich u.a. auch an den Projektthemen der Coachees orientierten. Dadurch konnten nun in kleineren Interessengruppen erneut die themenspezifischen Herausforderungen besprochen und Lösungsvorschläge erarbeitet werden. 

Die Teilnahme an der CRETA-Werkstatt stellte sich somit als krönender Abschluss heraus, bei dem wir Coachees von der komprimierten Expertise der Beteiligten profitieren konnten, mit kritischen Fragen konfrontiert wurden, aber auch konstruktives Feedback und konkrete Vorschläge zur Umsetzbarkeit unserer jeweiligen Projekte sowie Ideen für Ausweitungen erhielten und neue Forschungskontakte knüpfen konnten.

Ich bedanke mich noch einmal herzlich bei den Coaches und beim gesamten CRETA-Team für diese intensive und ergebnisreiche Kurzbetreuung sowie für die Unterstützung bei der Reisekostenfinanzierung. Das CRETA-Coaching war für mich der perfekte Einstieg in mein Dissertationsprojekt, wodurch sich die Einarbeitungsphase sicher um einige Monate kürzer als geplant gestalten wird. 

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