DHd Newsfeed

„Autorschaft und wissenschaftliche Reputation in den Digital Humanities“: Paneldiskussion im Rahmen der DARIAH-DE Grand Tour 2018

dhd-blog - Mi, 08/08/2018 - 11:24

Viele Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler wie auch bereits Studierende höherer Semester – so wie ich selbst als Masterstudierender – sind zu Beginn ihrer wissenschaftlichen Karriere oft verunsichert, was nachweislich einen Beitrag zur eigenen wissenschaftlichen Reputation leistet – und was nicht.

Fachbereiche entwickeln sich inhaltlich und methodisch weiter und auch neue, interdisziplinäre Forschungsfelder etablieren sich zunehmend. Doch die akademischen Strukturen, die eine Anerkennung individueller Leistungen und Arbeiten gewährleistet, berücksichtigen dies nur langsam.

Insbesondere Forschende in den Digital Humanities stehen vor der Frage, wie der eigene Nachwuchs in der Scientific Community reüssieren kann und wie darauf ausgerichtete akademische Strukturen ausgestaltet und geschaffen werden können.

Eine hohe Anzahl an Publikationen in einschlägigen Fachzeitschriften – und hierbei insbesondere die Reihenfolge der genannten Autorinnen und Autoren – gilt noch immer als ein Beleg für wissenschaftliche Reputation („Bitte legen Sie Ihrer Bewerbung eine aktuelle Liste Ihrer Publikationen bei.“). Das Verständnis von wissenschaftlicher Reputation scheint weiterhin eng an die Reputation der Verlage geknüpft. Während viele Studierende und auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler noch den „klassischen“ Forschenden – alleine im „stillen Kämmerlein“ vor einer Abhandlung sitzend oder am eigenen Œuvre arbeitend – vor Augen haben, gestaltet sich die Realität bereits heterogener.

Von Individual- zu Verbundprojekten mit kollaborativen Daten

Der große Methodenpool der Digital Humanities generiert unerschöpflich Forschungsfragen, die sich auf große, kollaborativ gewonnene und genutzte Datenmengen oder Forschungsdaten anderer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beziehen. Somit sind auch die Forschungsergebnisse das Resultat einer solchen Kooperation. Darüber hinaus hat dies Auswirkungen auf das Verständnis von Autorschaft: Wer kann als Autor oder Autorin einer Veröffentlichung gelten? Per Definition sind dies die Verfassenden eines „sprachlichen Werkes“. Unberücksichtigt bleiben hierbei allerdings weitere Mitwirkende, ohne die viele Projekte und Veröffentlichungen nicht hätten realisiert werden können. Vor allem in den Digital Humanities rücken hier Software-Entwicklerinnen und -Entwickler in den Vordergrund.

Es scheint, als könne das heutige Verständnis der aktuellen Entwicklung nur mühsam folgen – es wird der sich weiterentwickelnden Forschung und somit allen daran Beteiligten nur bedingt gerecht. Die Frage, welche Formen der Veröffentlichungen der wissenschaftlichen Reputation dienen, muss neu beantwortet werden – ebenso welche Rolle die noch immer mit Vorbehalten belasteten open access-Veröffentlichungen oder wissenschaftliche Blogs spielen.

Gerade für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sowie Studierende ist die fortwährende Diskussion dieser Themen von Bedeutung: Ob bei der DHd 2018 in Köln, beim im Herbst stattfindenden Historikertag 2018 in Münster oder ganz prominent im Rahmen der DARIAH-DE Grand Tour 2018 im September.

Panel zu „Autorschaft und wissenschaftliche Reputation“ im Rahmen der DARIAH-DE Grand Tour 2018

Unter Moderation von Andrea Rapp, Vizepräsidenten für wissenschaftliche Infrastruktur der Technischen Universität Darmstadt und Professorin für germanistische Computerphilologie, werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu dieser Thematik diskutieren.

Die Paneldiskussion zu „Autorschaft und wissenschaftliche Reputation“ findet am 21. September statt.

Die Panelteilnehmerinnen und -teilnehmer im Überblick

Moderation

Prof. Dr. Andrea Rapp, Vizepräsidentin für wissenschaftliche Infrastruktur der TU Darmstadt, Professorin für germanistische Computerphilologie

Diskutierende

Prof. Dr. Eva-Maria Engelen, Universität Konstanz, Projekt- und Arbeitsstellenleiterin der Kurt-Gödel-Forschungsstelle, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Jun. Prof. Dr. Mark Hall, Juniorprofessor für eHumanities an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Dr. Christoph Kümmel, Programmdirektor für Geistes- und Kulturwissenschaften der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Prof. Dr. Christof Schöch, Professor für Digital Humanities an der Universität Trier, Vorsitzender des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd)


(Julian Jelinsky studiert Germanistik und Politikwissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen)

International Summer School zu digitalen Annotationsmethoden und -instrumenten

dhd-blog - Mi, 08/08/2018 - 11:21

Vom 09.-12.10.2018 richtet die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz  innerhalb des Studiengangs ›Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften‹ wieder eine internationale Sommerschule im Bereich der Digital Humanities aus. Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit dem ›Mainzer Zentrum für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften‹ (mainzed). Neben den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem Masterstudiengang werden auch 15 Plätze für externe Bewerberinnen und Bewerber vergeben.

Veranstaltungswebsite mit Programm https://iss.adwmainz.net/2018

Thema

Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung sind digitale Annotationsmethoden und -instrumente. Annotationen, also ›Anmerkungen‹ oder ›Hinzufügungen‹ von erläuternden Elementen zum eigentlichen Gegenstand werden zu recht als bedeutende Kulturtechnik bezeichnet. In den Geistes- und Kulturwissenschaften spielen Annotationsmethoden im Bereich der Text- und Bildkritik schon seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle. Der Digitale Wandel in Wissenschaft und Gesellschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche neue Annotationstechniken hervorgebracht, auch weit über die hermeneutischen Wissenschaften hinaus. Sei es die Informatik (Annotation von Programmcode), die Linguistik (Annotation von Sprachkorpora) oder auch Bereiche wie die sozialen Medien (Tagging) – digitale Annotationsformen sind allgegenwärtig. Neben einer Einführung in Techniken und Werkzeuge für das kollaborative, webbasierte Arbeiten (bspw. mit Markdown, Git und GitLab) stehen die Annotation von Texten und Bildern mit Markup-Sprachen, die webbasierte Transkription und Annotation historischer Quellen, die Annotation von Forschungsgegenständen aus der Musikwissenschaft und die Modellierung und Annotation raum-zeitlicher Bezüge im Zentrum der Summer School. Auch neue Annotationsmethoden wie beispielsweise das vernetzte Annotieren von Forschungsgegenständen mittels Graphentechnologien wird Thema sein.

Organisatorisches

Die Veranstaltung wird nach dem European Credit Transfer System (ECTS) kreditiert und richtet sich an Interessierte im In­ und Ausland, die mindestens über einen Bachelor­Abschluss in den Geistes­ und Kulturwissenschaften oder der Informatik bzw. den Informationswissenschaften verfügen. Verkehrssprachen sind Deutsch und Englisch. Die Teilnehmerzahl ist auf 40 Personen beschränkt. Hiervon sind 25 Plätze zunächst für die Erstsemester des Mainzer Masterstudiengangs reserviert. 15 Plätze werden im Rahmen der Ausschreibung frei vergeben. Eine Nachrückerliste stellt sicher, dass alle Plätze vergeben werden können.

Kosten

Es wird kein Teilnahmebetrag erhoben.

Bewerbung

Interessierte können ihre Bewerbung in elektronischer Form (Motivationsschreiben und kurzer Lebenslauf als PDF) bis zum 07. September 2018 an folgende E-Mail Adresse richten: ISS_mz@uni-­mainz.de

Blog der AG DH-RSE: Was könnte eine AG DH-RSE im DHd leisten?

dhd-blog - Mo, 08/06/2018 - 12:00

Im Rahmen des Workshops „Research Software Engineering und Digital Humanities. Reflexion, Kartierung, Organisation.“ zur DHd2018 sind eine Reihe von Speedblog-Beiträgen entstanden, die während des Workshops geführte Diskussionen dokumentieren und weiterführen.

Aus dieser Reihe wurde jetzt der sechste Beitrag im Blog der DHd-AG Research Software Engineering in den Digital Humanities (DH-RSE) veröffentlicht:

Stefan Dumont, Stephan Janosch, Torsten Roeder, Gunnar Sperveslage: „Was könnte eine AG DH-RSE im DHd leisten?“.

Wiss. Mitarbeiterin / Wiss. Mitarbeiter (65% Entgeltgruppe 13 TV-L), Digitale Edition, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

dhd-blog - Mo, 08/06/2018 - 11:27

Die Herzog August Bibliothek ist eine international orientierte Forschungs- und Studienstätte für europäische Kulturgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Im Rahmen des durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur geförderten Forschungsprojektes „Selbstzeugnisse der Frühen Neuzeit in der Herzog August Bibliothek: Digitale Edition der Tagebücher von Ludwig Rudolf und Christine Luise von Braunschweig-Lüneburg“ ist zum 01.10.2018 eine auf 36 Monate befristete Teilzeitstelle für eine /einen

Wiss. Mitarbeiterin / Wiss. Mitarbeiter (65% Entgeltgruppe 13 TV-L)

 

zu besetzen. Die Arbeitszeit beträgt 26 Wochenstunden. Arbeitsort ist die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel. Die digitial zu edierenden Tagebücher von Herzog Ludwig Rudolf von Braunschweig-Lüneburg (1671-1735) und seiner Frau Christine Luise von Oettingen-Oettingen (1671-1747) aus dem Zeitraum von 1698 bis 1724 sind eminente Quellen zur Erforschung adeliger Lebenswelten in der Frühen Neuzeit sowie der niedersächsischen Landesgeschichte.

 

Aufgaben:

  • Transkription der Tagebücher mit synchroner Kodierung in XML-TEI gemäß der an der Herzog August Bibliothek gültigen editionsphilologischen Standards für elektronische Editionen
  • Erstellung eines Stellenkommentars unter Rückgriff auf weitere personengeschichtliche Quellen in der Herzog August Bibliothek und dem Niedersächsischen Landesarchiv Wolfenbüttel
  • Erstellung von Verzeichnissen der genannten Personen, Körperschaften und Orte
  • Publikation der Edition im Forschungsportal „Selbstzeugnisse der Frühen Neuzeit in der Herzog
    August Bibliothek“

 

Die Erschließungsarbeit wird unterstützt durch eine Wissenschaftliche Hilfskraft.

 

Voraussetzungen:

Die Ausschreibung richtet sich an Bewerber/innen mit einem abgeschlossenen wissenschaftlichen Hochschulstudium in einem der historisch-philologischen Fächer, insbesondere Personen, die zu einem frühneuzeitlichen, projektnahen Thema eine Promotion anstreben. Die/der Mitarbeiter/in sollte gute Kenntnisse in der frühneuzeitlichen Kulturgeschichte sowie der französischen und lateinischen Sprache mitbringen. Paläographische Kenntnisse werden erwartet. Vorkenntnisse in XML sind von Vorteil, eine Schulung erfolgt bei Projektbeginn.

 

Die Herzog August Bibliothek strebt an, Unterrepräsentanzen i. S. des NGG in allen Bereichen und Positionen abzubauen. Die Gleichstellung von Frauen und Männern wird gefördert. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt behandelt. Ein Nachweis ist beizufügen. Bewerbungen mit aussagefähigen Unterlagen sind bis zum 31.08.2018 unter Angabe des Kennwortes: „Selbstzeugnisse“ zu richten an die

Herzog August Bibliothek

– Verwaltung –

Lessingplatz 1

38304 Wolfenbüttel

E-Mail: Verwaltung@hab.de

 

 

Stellenausschreibung des Bundesarchivs: Eine/n Wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in für das Referat GW 4

dhd-blog - Do, 08/02/2018 - 14:42

Als moderne Dienstleistungseinrichtung für Öffentlichkeit, Forschung und Verwaltung sichert das Bundesarchiv Zeugnisse zur neueren und neuesten Geschichte als Archivgut und macht sie zugänglich. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.bundesarchiv.de.

Im Referat GW 4 (Kabinettsprotokolle der Bundesregierung, Kabinettsausschüsse) am Dienstort Koblenz sucht das Bundesarchiv für die Einführung eines Redaktionssystems sowie einer neuen Online-Präsentation für die Editionen des Bundesarchivs in Zusammenarbeit mit einem externen Kooperationspartner zum nächstmöglichen Zeitpunkt

                           eine Wissenschaftliche Mitarbeiterin / einen Wissenschaftlichen Mitarbeiter

                                                          befristet für die Dauer von vier Jahren

 

Zu den Aufgaben zählen – in enger Abstimmung mit dem Kooperationspartner – insbesondere:

  •  Mitarbeit bei der Erarbeitung eines Feinkonzepts für das neue System
  • Mitarbeit bei der Entwicklung eines Datenmodells für die Editionen des Bundesarchivs
  • fachliche Begleitung der Anpassungsarbeiten einschließlich der Konvertierung der Altdaten der Kabinettsprotokolle
  • Zusammenarbeit mit den für IT-Steuerung und Ressourcenplanung im Bundesarchiv zuständigen Referaten
  • Begleitung der Einführung des neuen Systems in den Echtbetrieb einschließlich der Schulung von Editionsmitarbeitern
  • Planung und Organisation der Integration weiterer Editionen

 Anforderungen: 

  • eine mindestens mit der Gesamtnote „gut“ abgeschlossene wissenschaftliche Hochschulausbildung im Fach Digital Humanities, Historische Fachinformatik, Informationswissenschaft bzw. Computerlinguistik

oder  

  • eine mindestens mit der Gesamtnote „gut“ abgeschlossene wissenschaftliche Hochschulausbildung der Geschichtswissenschaften

sowie

  • nachgewiesene fundierte Kenntnisse auf dem Gebiet der Datenmodellierung und -verarbeitung mit XML und XSLT
  • substantielle Kenntnisse internationaler Standards in der Auszeichnung von (Meta)Daten, z. B. TEI
  • nachgewiesene gute Kenntnisse einer Programmiersprache, z. B. Java
  • nachgewiesene Erfahrungen in Projektarbeit
  • gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen

Für die Stellenbesetzung wird eine überdurchschnittlich engagierte, fachlich qualifizierte, tatkräftige und ideenreiche Persönlichkeit gesucht. Es werden ein hohes Maß an Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Organisationskompetenz sowie die Fähigkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit und eine ausgeprägte Teamfähigkeit erwartet.

Die Tätigkeiten sind der Entgeltgruppe 13 TVöD zugeordnet.

Die Ausübung einer Teilzeitbeschäftigung ist grundsätzlich möglich.

 Das Bundesarchiv hat sich die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern zum Ziel gesetzt. Bei gleicher Eignung werden Frauen nach dem Bundesgleichstellungsgesetz, schwerbehinderte Menschen nach Maßgabe des SGB IX besonders berücksichtigt.

 Ihre Bewerbung mit aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (insbesondere Nachweis des Studienabschlusses mit Notenangabe und entsprechender Urkunde sowie sonstige Nachweise) richten Sie bitte unter Angabe des Aktenzeichens  Z 1 – 01121/2-18.1 bis zum  23.08.2018 (Eingangsdatum) an das

  Bundesarchiv

-Personalreferat-

Potsdamer Straße 1

56075 Koblenz

oder per E-Mail an personalgewinnung@bundesarchiv.de.

Bitte reichen Sie ausschließlich Kopien ohne Mappen u.ä. ein, da die Bewerbungsunterlagen aus Kostengründen nicht zurückgesandt werden. Die Unterlagen werden nach Abschluss des Stellenbesetzungsverfahrens vernichtet.

Inhaltliche Analyse von Plenarprotokollen des deutschen Bundestages durch Topic Modeling

dhd-blog - Mi, 08/01/2018 - 11:30

von Thora Hagen

Am 20.09.2018 findet im Rahmen der DARIAH-DE Grand Tour in Darmstadt ein Workshop zum Thema Topic Modeling statt. Die TeilnehmerInnen werden dabei mit dem TopicsExplorer die vom Deutschen Bundestag zur Verfügung gestellten Plenarprotokolle analysieren.

Durch die Digitalisierung werden quantitative, computergestützte Analysemethoden zunehmend bedeutsamer, unter anderem auch in den Politik- und Sozialwissenschaften. Quantitative Methoden machen es in diesem Feld möglich, soziale Phänomene messbar zu machen. Beispielsweise passiert dies durch die Auswertung von standardisierten Fragebögen oder durch die statistische Analyse von Wahlergebnissen. Innerhalb der Digital Humanities haben sich mittlerweile neue quantitative Methoden entwickelt, welche genauso auch in den Politik- und Sozialwissenschaften Anwendung finden. Sie können häufig helfen bisherige Forschungsergebnisse zu unterstützen oder machen die Beantwortung mancher Fragestellungen erst möglich.

Besonders eine dieser computergestützten Methoden soll im Workshop hervorgehoben werden: Topic Modeling und das dazugehörige Tool von DARIAH-DE, der TopicsExplorer. Bei Topic Modeling handelt es sich um die Extraktion von Themen aus einem Textkorpus; die Themen werden dabei nicht vorgegeben. Vom Preprocessing hin zur Modellerstellung und schließlich zur endgültigen Visualisierung soll exemplarisch gezeigt werden, wie Topic Modeling funktioniert und welche Fragestellungen mit dieser Methode beantwortet werden können. Das gewählte Textkorpus ist in diesem Fall der digitale Bestand an Plenarprotokollen des deutschen Bundestages; behandelt werden die Jahre von Anfang 2014 bis Anfang 2018. Welche politischen Themen kommen in welchen Jahren besonders stark hervor? Sind Themen bei manchen Parteien stärker vertreten als bei Anderen und falls ja, welche Themen sind das?

Alle Interessierten sind herzlich zu diesem Workshop eingeladen. Die Anmeldung zur DARIAH-DE Grand Tour und alle weiteren Veranstaltungen finden Sie unter diesem Link. Weitere Informationen zur Topic Modeling Library von DARIAH-DE finden Sie auf GitHub.


Das Interface des DARIAHTopicsExplorer.


Heatmap Topic-Verteilung über die Dokumente.

Bitte um Feedback: Editierbares Open-Source-Spiel für Bildung und Forschung in den Digital Humanities

dhd-blog - Di, 07/31/2018 - 11:16

via Hans Diemer

Computerspiele können so viel mehr als reine Unterhaltung sein. Sie können geisteswissenschaftliche Disziplinen digital unterstützen und neue Forschungsfragen aufwerfen, indem sie Forschung und Lehre durch Spielregeln, die auf wissenschaftlichen Daten beruhen, auf einmalige Art erfahrbar machen.

DAASI International, in der deutschsprachigen DH-Community vor allem als Entwickler von digitalen Forschungsinfrastrukturen bekannt (u. a. bei DARIAH-DE, AARC), plant die Entwicklung eines solchen Spieles für die Digital Humanities. Das Projekt dient mehreren Zwecken:

  1. Es soll neue und innovative Wege schaffen, Forschungsergebnisse auf anschauliche und erlebbare Weise zu teilen.
  2. Es soll allgemeines Interesse für die Digital Humanities wecken, indem es Studenten sowie Schüler der Sekundarstufe II anspricht und ihnen beim Lernen hilft.
  3. Da die Entwicklung eines Prototypen über Crowdfunding finanziert werden soll, wird erprobt, ob sich dieses Finanzierungsmodell allgemein für DH-Projekte eignet.

Dafür ist DAASI International auf Ihr Feedback als Forscher*in, Lehrkraft und/oder begeisterte*r Videospieler*in angewiesen, um die Entwicklung auf praxisbezogene Bedürfnisse auszurichten und das Projekt zu Erfolg zu führen.

Das Spiel ist von der Civilization-Spielreihe inspiriert, ist ein nicht-kommerzielles Open-Source-Projekt und wird einen umfangreichen Editor anbieten. Forscher können mit diesem ihre Forschungsdaten teilen und durch sie komplexe, realitätsnahe und wissenschaftlich aktuelle Spielregeln erschaffen. Lehrkräfte und Lernende wiederum können diese Regeln im Detail aktivieren oder deaktivieren und somit die Komplexität sowie den Lernfokus nach Belieben variieren. Realitätsgetreue Szenarien sollen ebenso erstellt werden können wie auf Lehr- und Studienpläne zugeschnittene Regelsysteme.

Beispiel-Abbildungen aus dem Open-Source-Spiel FreeCiv, welches simple kausale Entwicklungsbäume sowie eine stark vereinfachte geographische Repräsentation bietet. Das geplante Spiel soll weitaus komplexer und ansprechender gestaltet werden

Bei der Entwicklung wird DAASI International mit Archimedes Digital kooperieren, einem amerikanischen Entwickler im Bereich der DH, der durch seine Erfahrungen mit Archive-as-a-Service-Lösungen und Augmented-Reality-Simulationen prädestiniert für die Umsetzung eines solchen Spieles ist. Durch Crowdfunding soll ein erster spielbarer Prototyp entstehen, der dann auf Open-Source-Basis von einer hoffentlich regen Community stetig weiterentwickelt wird.

DAASI International bittet Sie dafür um Feedback, vor allem zu folgenden Fragen:

  1. Welche Erwartungen würden Sie als Forscher*in / Pädagog*in / Student*in / Spieler*in an ein solches Spiel stellen?
  2. Welche Features würden Sie sich wünschen?
  3. Welcher Zweck wäre für Sie wichtiger: die Darstellung von Forschungsergebnissen, das systematische Beantworten von Forschungsfragen oder das Zusammenstellen von Lehrplan-spezifischen Kampagnen?
  4. Welche Forschungsfragen würden Sie als Forscher*in mit einem solchen Spiel gerne beantworten?
  5. Welche Crowdfunding-Belohnungen („Rewards“) würden Sie motivieren, bei der Finanzierung und Entwicklung des Spiels mitzuwirken?

Konkretere Details zur Spielidee finden Sie auf dem Blog von DAASI International unter https://daasi.de/de/2018/07/29/bitte-um-feedback-editierbares-open-source-spiel-fuer-bildung-und-forschung-in-den-digital-humanities/.

Der Tübinger Entwickler ist dankbar für jegliche Wünsche, Anregungen und Fragen. Mit Ihrer Mitwirkung entsteht möglicherweise ein großes Community-Projekt, das den Digital Humanities eine breitere Aufmerksamkeit zukommen lässt und neue Wege in der Forschung und Bildung bestreitet.

Blog der AG DH-RSE: Institutionelle Kulturen und Workflows der Softwareentwicklung – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

dhd-blog - Mo, 07/30/2018 - 17:00

Im Rahmen des Workshops „Research Software Engineering und Digital Humanities. Reflexion, Kartierung, Organisation.“ zur DHd2018 sind eine Reihe von Speedblog-Beiträgen entstanden, die während des Workshops geführte Diskussionen dokumentieren und weiterführen.

Aus dieser Reihe wurde jetzt der fünfte Beitrag im Blog der DHd-AG Research Software Engineering in den Digital Humanities (DH-RSE) veröffentlicht:

Annette van Dyck-Hemming, Andrea Notroff, Carolin Odebrecht, Nils Reichert: „Institutionelle Kulturen und Workflows der Softwareentwicklung: Gemeinsamkeiten und Unterschiede“.

Stellenanzeige / Programm „Kultur digital“ der Kulturstiftung des Bundes

dhd-blog - Fr, 07/27/2018 - 08:12

via Juliane Köber, Kulturstiftung des Bundes

Die Kulturstiftung des Bundes in Halle (Saale) sucht ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n
Wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in für ihr neues Programm „Kultur digital“ (Vollzeit)

Die Kulturstiftung des Bundes fördert regelmäßig künstlerische Projekte, die sich mit der weltweiten Digitalisierung beschäftigen. Mit ihrem aktuellen Programm möchte die Stiftung darüber hinaus Kultureinrichtungen aller Sparten dazu motivieren, den digitalen Möglichkeiten und Herausforderungen der Gegenwart zu begegnen. Leitmotiv ist die übergeordnete Frage, wie eine digitale Gesellschaft in Zukunft aussehen soll und welche Rolle Kulturinstitutionen bei ihrer Gestaltung spielen. Wie sollen Museen und Theater, Konzert- und Literaturhäuser auf die technologischen Innovationen reagieren? Welche Formen der Vermittlung, der Produktion und der Kommunikation mit ihren Besucherinnen und Besuchern wollen sie anwenden oder eigens entwickeln?
Dafür legt die Kulturstiftung des Bundes ein dreiteiliges Programm „Kultur digital“ auf, in dessen Zentrum ein antragsoffener Fonds steht. Insgesamt stellt sie hierfür in den Jahren 2018 bis 2024 Mittel in Höhe von insgesamt bis zu 17,96 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie unter www.kulturstiftung-bund.de/kulturdigital.

Ihre Aufgabe als Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in in der Kulturstiftung des Bundes ist die Betreuung des Programms, insbesondere die

– Präsentation des Fonds und seiner Zielsetzungen in der Fachöffentlichkeit,
– Konzeption und Durchführung programmbegleitender Informations- und Akademieveranstaltungen,
– fachlich-inhaltliche Beratung und Unterstützung der Kultureinrichtungen bei der Projektkonzeption und Antragsstellung,
– Inhaltliche Auswertung und Aufbereitung der Antragsunterlagen für die Juryempfehlungen,
– Inhaltliche Begleitung der Vertragserstellung und Projektdurchführung,
– Administrative und organisatorische Steuerung aller Programmteile inklusive Budgetverwaltung,
– wissenschaftliche Begleitung und Auswertung des Programms.

Sie verfügen über

– ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium oder vergleichbare Qualifikationen im programmrelevanten Bereich,
– sehr gute Kenntnisse über die gesellschaftlichen und kulturellen Aspekte der Digitalisierung und die aktuellen Diskurse zu Digitalität,
– gute Kenntnisse der deutschen Kultureinrichtungen und ihrer programmbezogenen Belange,
– Berufserfahrung in der Planung, Steuerung und Durchführung von Projekten und Veranstaltungen unterschiedlicher Formate sowie Kenntnisse über zeitgemäßes, am Digitalen orientierten Projektmanagement,
– überzeugendes Auftreten sowie ausgezeichnete kommunikative Fähigkeiten,
– ausgeprägtes Interesse an Kultur und Kunst,
– eine selbständige und flexible Arbeitsweise sowie die Bereitschaft zu häufigen Dienstreisen.

Wir bieten Ihnen

– ein monatliches Entgelt in Höhe der Entgeltgruppe 13 TVöD Bund – Tarifgebiet Ost,
– die Unterstützung durch ein engagiertes Team in den Bereichen Administration sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
– vielfältige Fortbildungsmöglichkeiten,
– flexible Arbeitszeiten,
– einen wöchentlichen Homeoffice-Tag,
– eine zusätzliche betriebliche Altersversorgung sowie VWL,
– eine dienstliche Bahncard 50 2. Klasse.

Die Anstellung ist sachlich befristet auf die Laufzeit der wissenschaftlichen Betreuung des Programms bis zum 31.10.2023. Arbeitsort ist Halle (Saale). Ausdrücklich erwünscht sind Bewerbungen von People of Color und Schwarzen Menschen sowie von Bewerber/innen mit Flucht- oder familiärer Migrationsgeschichte.

Die Ausschreibung erfolgt intern und extern. Bitte lassen Sie uns Ihre Bewerbung mit aussagefähigen Unterlagen ausschließlich digital per Mail in einer PDF bis einschließlich 05.08.2018 unter bewerbung.wimi-digital@kulturstiftung-bund.de zukommen. Maßgeblich ist das Datum des digitalen Posteingangs.

Open to register – Linked Pasts IV: Views From Inside The LOD-cloud

dhd-blog - Mi, 07/25/2018 - 09:44
Description

Linked Pasts is an annual symposium dedicated to facilitating practical and pragmatic developments in Linked Open Data in History, Classics, Geography, and Archaeology. It brings together leading exponents of Linked Data from academia, the Cultural Heritage sector as well as providers of infrastructures and library services to address the obstacles to, and issues raised by, developing a digital ecosystem of projects dedicated to interlinking online resources about the past.

Initiated in 2015 at King’s College London, the second Linked Pasts symposium took place at the Universidad Nacional de Educación a Distancia in Madrid. Last year it moved to the Stanford Humanities Centre and now returns to Europe, with the Mainz’ Centre for Digitality in the Humanities and Cultural Studies (mainzed) honoured to welcome this year’s meeting.

Linked Pasts has given researchers and professionals from diverse backgrounds the opportunity to share ideas, methods, and workflows in the light of their own experiences and expertise — on the one hand interrogating current technical challenges, and on the other, working towards collective approaches to solving them.

In the light of a fast growing interest on Linked Data in the Digital Humanities and the potential of LOD for overwriting established disciplinary limits, this year’s symposium aims to focus on the communities within this emerging „linked pasts network,“ with their differing dynamics and workflows. In a series of six sequential sessions, representatives and practitioners of LOD-communities will assess, discuss and review their approaches along three main themes: people, institutions and methods, complemented by an extensive poster session and parallel breakout-discussions on three special topics. A final wrap-up session will collect results and help to identify an agenda for future Linked Pasts activities.

The three themed sessions will be introduced by invited speakers, discussed in breakout groups and summarized in a plenary talk.

Contact: lp4@mainzed.org

Registration: https://www.eventbrite.com/e/linked-pasts-iv-views-from-inside-the-lod-cloud-tickets-47761266233

Location

Johann-Joachim-Becher-Weg 5

55128 Mainz

Program Tuesday December 11th, 2018

14:30-14:40 Welcome

14:40-16:00 Short presentations of Linked Open Data projects:

  • LatAm: A Historical Gazetteer for Latin America and the Caribbean (Ben and Sara Brumfield-Brumfield Labs)
  • Linking Syriac Geographic Data (Wido van Peursen-Vrije Universiteit Amsterdam)
  • Itiner-e. An online gazetteer of Historical Roads (Tom Brughmans-Univesity of Oxford; Pau de Soto-Universidade Nova de Lisboa; Josep Guitart-Autonomous University of Barcelona; Santi Muxach-Institut d’Estudis Catalans)
  • OttRec: Ottoman Recogito (Antonis Hadjikyriacou-Boğaziçi University)

16:00-16:30 Coffee Break

16:30-17:30 Short presentations of Pelagios Working Groups

  • Linked Texts Working Group (Matteo Romanello-EPFL; Hugh Cayless-Duke)
  • Urban Gazetteer Working Group (Susanna de Beer-Leiden University; Janelle Jenstad-Victoria University; Valeria Vitale-University of London)
  • Australia LAMLOD Group (Erik Champion-Curtin University; Susan Fayad-UNESCO)

18:30-19:30 Informal glüwine

Wednesday December 12th, 2018

09:30-10:00 Coffee and Registration

10:00-10:20 Opener by Kai-Christian Bruhn (mainzed) and Karl Grossner (Pelagios Commons)

10:20-11:20 Keynote by Barbara Fisher (German National Library)

11:20-11:30 Coffee

11:30-13:30 Themed Session-Linked People
LOD facilitators and multiplicators both contribute to the visibility and acceptance of Linked Data. The session provides the opportunity to discuss how can both profit from each other in order to strengthen the role of LOD in historical research.

13:30-14:30 Lunch

14:30-16:30 Themed Session-Linked Institutions
A growing number of institutions already offer or are preparing to publish LOD resources. Join us in a discussion of roles and models of interacting in a national and international perspective as well as in relation to individuals and sectors.

16:30-18:30 Poster Session* with Coffee

19:30-22:00 Reception and Dinner

Thursday December 13th, 2018

09:00-11:00 Themed Session-Linked Methods
LOD itself is a method of publishing data. The consumption of LOD is connected to a wide range of digital approaches accentuating semantics, interoperability or specific research questions. We ask you to exchange your experiences and knowledge about data-pipelines and workflows to encourage and enhance LOD initiatives.

11:00-11:15 Coffee

11:15-14:30 Parallel Breakouts with Buffet Lunch

14:30-15:00 Wrap-up of the Breakout Sessions
Parallel discussions on topics suggested by participants.

15:00-15:30 Coffee

15:30-16:30 General Wrap-up

*Call for Posters

We invite the submission of posters presenting projects, current developments, and technological or methodological approaches to Linked Open Data. The posters will be on display for the entire duration of the conference, and will offer the perfect opportunity for informal networking. The topics illustrated in the posters will be also briefly presented to the audience on Wednesday the 12th of December. To apply, please send an abstract of 300 words in English to lp4@mainzed.org by October 14th.

Accommodation

Mainz offers a variety of hotels, guesthouses, and B&B. We strongly advice to make your reservations as soon as possible. In order for facilitating the booking for the attendees, we rhave eserved some rooms in the following venues from the 11th to the 13th of December 2018. Please, note that the rooms are reserved only until the 12th of November, and that you should use the keyword “Linked Pasts” when booking.

Novotel Mainz
Augustusstraße 6 55131, Mainz
* Single room: 126,07 € per night incl. breakfast

Intercity Hotel Mainz
Binger Straße 21, 55131 Mainz
* Single room: 125,00 € per night incl. breakfast

Advena Europa Hotel
Kaiserstraße 7, 55116 Mainz (hotel.europa@advenahotels.com)
* Double room for single person: 87,00 € per night incl. breakfast
* Double room for two persons: 97,00 € per night incl. breakfast

B&B Mainz-Hbf
Mombacher Straße 2b, 55122 Mainz (mainz-hbf@hotelbb.com)
* Single room: 66,50 € per night incl. Breakfast
* Double room used by 1 person: 76,50 € per night incl. Breakfast
* Double room used by 2 persons: 85,00 € per night incl. Breakfast
* Triple room used by 3 persons: 113,50 € per night incl. Breakfast

Blog der AG DH-RSE: Ausbildung, Training, Software Carpentry: Situation, Fallbeispiele und Initiativen

dhd-blog - Mo, 07/23/2018 - 13:00

Im Rahmen des Workshops „Research Software Engineering und Digital Humanities. Reflexion, Kartierung, Organisation.“ zur DHd2018 sind eine Reihe von Speedblog-Beiträgen entstanden, die während des Workshops geführte Diskussionen dokumentieren und weiterführen.

Aus dieser Reihe wurde jetzt der vierte Beitrag im Blog der DHd-AG Research Software Engineering in den Digital Humanities (DH-RSE) veröffentlicht:

Sviatoslav Drach, Marjam Mahmoodzada, Lisa Kolodzie, Peter Mühleder, Lucia Sohmen: „Ausbildung, Training, Software Carpentry: Situation, Fallbeispiele und Initiativen“.

12. TextGrid/DARIAH-Nutzertreffen

dhd-blog - Mi, 07/18/2018 - 16:27

Am 19. September 2018 findet das zwölfte TextGrid/DARIAH-Nutzertreffen im Rahmen der DARIAH-DE Grand Tour an der Technischen Universität Darmstadt statt. Die „Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten“, die TextGrid und andere DARIAH-DE-Werkzeugen in Forschung und Lehre bieten, wird allen Interessierten bei diesem eintägigen Nutzertreffen in Vorträgen vorgestellt und in Arbeitsgruppen anhand gängiger Nutzungsszenarien ausprobiert.

Das Programm und weitere Informationen zur Veranstaltung sowie das Anmeldeformular sind im Text verlinkt.

 

2. Workshop des Projektes “Digital Plato”

dhd-blog - Mo, 07/16/2018 - 09:52

Am 26. Oktober 2018 findet an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg der 2. Workshop des Projektes “Digital Plato” statt.

Unser Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Platon-Rezeption in der griechischen Literatur der Antike zu erschließen und besonders nicht wörtliche intertextuelle Bezüge detektierbar zu machen. In einer Kooperation von Altertumswissenschaften, Korpuslinguistik und Informatik haben wir zu diesem Zweck eine Webumgebung zur semi-automatischen Paraphrasensuche entwickelt. In diese sind verschiedene Tools zur Suche nach Paraphrasen und Charakterisierung gefundener Instanzen integriert. Nach einem sehr anregenden und produktiven ersten Nutzerworkshop im letzten Jahr möchten wir den zweiten Workshop nun dazu nutzen, um Oberfläche und Tools im Detail vorzustellen und in einem Hands-On gemeinsam mit Ihnen zu erproben. Hierzu werden wir neben dem griechischen Korpus auch englische Texte integrieren. Im Vorfeld des Workshops wird den Teilnehmern einen Testzugang zur Oberfläche zur Verfügung gestellt.

Der Workshop richtet sich an alle Anwender, die sich mit Rezeptionsfragen beschäftigen und/oder vergleichend Texte untersuchen sowie an interessierte Entwickler. Im Rahmen der Abschlussdiskussion wird es die Möglichkeit geben, sich über mögliche Anwendungsszenarien auszutauschen und in diesem Rahmen auch eigene Forschungsansätze vorzustellen. Informieren Sie uns bitte, wenn sie diese Möglichkeit nutzen oder im Rahmen des Hands-On eigenen Forschungsfragen nachgehen möchten.

Das Programm und weitere Informationen finden Sie unter https://digital-plato.org/workshop.html

Wir würden uns sehr freuen, Sie in Halle begrüßen* zu können und bitten um Anmeldung (an woeckener-gade@uni-leipzig.de) bis zum 01.09.2018.

Das Digital-Plato-Team

* Es werden keine Tagungsgebühren erhoben. Reisekosten können leider nicht erstattet werden.

RfII: Drei wissenschaftliche Referentenstellen in der Geschäftsstelle

dhd-blog - Mi, 07/11/2018 - 09:23

 

 

 

Der Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) ist ein wissenschaftspolitisches Beratungsgremium, das Bund und Länder in Fragen der Weiterentwicklung wissenschaftlicher Informationsinfrastrukturen berät. Die 24 ehrenamtlich tätigen Mitglieder werden von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) berufen.
Der Rat wird durch eine Geschäftsstelle an der Universität Göttingen betreut. Für die zweite Mandatsphase sind in der Geschäftsstelle

drei wissenschaftliche Referentenstellen in Vollzeit
– Entgeltgruppe 13 und 14 TV-L –
zu besetzen.

Das gewünschte Einstiegsdatum ist der 1. November 2018 oder früher. Die Stellen sind befristet bis zum Ende der zweiten Mandatsphase am 31. Oktober 2022.

Aufgaben

Die Stelleninhaberinnen/Stelleninhaber sind primär zuständig für die inhaltliche und organisatorische Unterstützung der Projekte, die in Arbeitsgruppen und Ausschüssen des RfII bearbeitet werden. Ihre Tätigkeit ist eng auf das jeweils aktuelle Arbeitsprogramm des RfII abgestimmt. Die Aufgaben umfassen speziell:

  • die Vor- und Nachbereitung von Arbeitstreffen
  • die Erstellung von fachlichen Recherchen, Literaturauswertungen und Konzepten für 
Fachgespräche und Workshops
  • den Entwurf wissenschaftspolitischer Analysen und Empfehlungstexte
  • die Unterstützung der Geschäftsstellenleitung bei der organisatorischen Planung und 
Umsetzung der Arbeit des Rates

Voraussetzungen

  • Universitätsabschluss im Bereich Geistes- oder Sozialwissenschaften, Natur- oder Ingenieurswissenschaften
  • rasche, fach- und themenübergreifende Auffassungsgabe und ausgeprägte analytische Fähigkeiten
  • Schreibtalent und sichere Kommunikation
  • Engagement und Belastbarkeit
  • sichere Englischkenntnisse (B2/C1)

Darüber hinaus sind von Vorteil

  • 
eigene Forschungserfahrung (z.B. nachgewiesen durch Promotion) oder eine Zusatzqualifikation (z.B. Public Administration oder Wissenschaftsmanagement)
  • weitere Fremdsprachenkenntnisse (z.B. Französisch)
  • Kenntnisse im Bereich Informationssysteme und/oder Datenmanagement
  • Erfahrungen in der kollaborativen Textarbeit oder journalistischer Hintergrund
  • Erfahrungen in der Gremienarbeit und/oder in komplexen Aushandlungsprozessen (z.B. 
Politik, internationale Projektarbeit oder Organisationsentwicklung)

Wir streben die Besetzung folgender Stellenprofile an:

Stellenprofile (Bewerbung auf mehrere Profile ist möglich)

Referentin/Referent und stellv. Geschäftsstellenleitung (Chiffre: GS-R1)
– Entgeltgruppe 14 TV-L
Sie betreuen ausgewählte Projekte des RfII und unterstützen darüber hinaus die Edition von Textentwürfen der Geschäftsstellenmitarbeiter/-innen bzw. leiten diese beim Schreiben an. Sie übernehmen Aufgaben im Projektmanagement der Geschäftsstelle und sind als deren stellvertretende Leitung mitverantwortlich für Prozesse und Zielerreichung sowie für die Kontaktpflege mit Einrichtungen in Wissenschaft und Politik. Sie verfügen über ausgeprägte Schreibkompetenz, Kommunikationsfähigkeit sowie idealerweise Moderationserfahrung. Mit dem Wissenschaftssystem sind Sie bestens vertraut. Erfahrungen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Forschungs- und Informationsinfrastrukturen sind von Vorteil.

Referentin/Referent NFDI/Nationale Entwicklungen (Chiffre: GS-R2)
– Entgeltgruppe 13 (ggf. 14) TV-L
Sie betreuen national orientierte Projekte des RfII und übernehmen die Vor- und Nachberei- tung von Besuchsterminen und externen Gremientätigkeiten im nationalen Raum. Dazu erstellen Sie auch kurzfristig/unter Zeitdruck bedarfsgerechte Dossiers und Berichte zu aktuel- len Entwicklungen. Dabei nutzen und pflegen Sie das Wissensmanagementsystem der Geschäftsstelle. Mit den Gepflogenheiten auf Leitungsebene in Wissenschaft und Politik sind Sie vertraut. Erfahrungen im Wissenschaftsmanagement, insb. Tätigkeiten als persönliche Referentin/persönlicher Referent oder ein vergleichbarer Hintergrund sind von Vorteil.

Referentin/Referent Internationale Entwicklungen (Chiffre: GS-R3)
– Entgeltgruppe 13 (ggf. 14) TV-L
Sie betreuen die international orientierten Projekte des RfII und erstellen Länderdossiers und Analysen zu internationalen Informationsinfrastrukturen. Dazu bauen Sie ein Netzwerk von Arbeitskontakten auf. Dabei nutzen und pflegen Sie das Wissensmanagementsystem der Geschäftsstelle. Sie verfügen über Kenntnisse der internationalen Wissenschaftslandschaft sowie idealerweise über volkswirtschaftliche und/oder technologiepolitische Kenntnisse. Erfahrungen im Wissenschaftsmanagement, insb. als EU-Referentin/Referent oder Erfahrungen in internationalen Kooperationsprojekten sind von Vorteil.
Die Universität Göttingen strebt in den Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert daher qualifizierte Frauen nachdrücklich zur Bewerbung auf. Sie versteht sich zudem als familienfreundliche Hochschule und fördert die Vereinbarkeit von Wissenschaft/Beruf und Familie. Die Universität hat sich zum Ziel gesetzt, mehr schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Bewerbungen Schwerbehinderter erhalten bei gleicher Qualifikation den Vorzug. Eine Beschäftigung in Teilzeit ist grundsätzlich möglich.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen werden bis zum 30.07.2018 per E-Mail erbeten an:
Geschäftsstelle des Rates für Informationsinfrastrukturen (RfII)
c/o Universität Göttingen Papendiek 16
37073 Göttingen
 E-Mail: info@rfii.de
Bei Fragen kontaktieren Sie gern die Leiterin der Geschäftsstelle, Frau Dr. Ebert (Tel. 0551/39-20951).

XSLT-Spezialist für „Handschriftenportal“-Projekt an der HAB Wolfenbüttel

dhd-blog - Mo, 07/09/2018 - 18:19

An der Herzog August Bibliothek ist zum 01.09.2018 die auf 36 Monate befristete Stelle einer / eines Wissenschaftlichen IT-Mitarbeiterin / IT-Mitarbeiters (0,5 Entgeltgruppe 13 TV-L) zu besetzen.

Gemeinsam mit der Staatsbibliothek zu Berlin, der Universitätsbibliothek Leipzig und der Bayerischen Staatsbibliothek München führt die HAB das Projekt „Handschriftenportal. Entwicklung eines zentralen Onlineportals für Erschließungs- und Bilddaten zu Buchhandschriften“ durch. Das Handschriftenportal wird als neues zentrales Nachweissystem für handschriftenbezogene Erschließungs- und Bilddaten deutscher Kulturinstitutionen dienen und dabei das bestehende Portal Manuscripta Mediaevalia ablösen.

Die Hauptaufgabe im Projekt wird das Skripting von Import- und Exportschnittstellen für Datenaustauschprozesse sein.

Für weitere Informationen: http://www.hab.de/de/home/aktuelles/stellenangebote.html

Bewerbungsschluss ist der 31.07.2018.

Blog der AG DH-RSE: Best Practices der wissenschaftlichen Softwareentwicklung – Versuch einer Bestandsaufnahme

dhd-blog - Mo, 07/09/2018 - 17:00

Im Rahmen des Workshops „Research Software Engineering und Digital Humanities. Reflexion, Kartierung, Organisation.“ zur DHd2018 sind eine Reihe von Speedblog-Beiträgen entstanden, die während des Workshops geführte Diskussionen dokumentieren und weiterführen.

Aus dieser Reihe wurde jetzt der zweite Beitrag im Blog der DHd-AG Research Software Engineering in den Digital Humanities (DH-RSE) veröffentlicht:

Andreas Wagner, Dominik Kasper, Peter Dängeli: „Best Practices der wissenschaftlichen Softwareentwicklung: Versuch einer Bestandsaufnahme“.

Call for Papers – Digital Humanities: multimedial & multimodal, DHd 2019

dhd-blog - Mo, 07/09/2018 - 16:52

Die 6. Jahrestagung des Verbands „Digital Humanities im deutschsprachigen Raum“ (DHd) wird vom 25. bis 29. März 2019 stattfinden und unter dem Oberthema „Digital Humanities: multimedial und multimodal“ stehen. Sie wird vom DHd-Verband in Kooperation mit dem Centrum für Digitale Forschung in den Geistes-, Sozial‑ und Bildungswissenschaften (CEDIFOR) sowie dem Mainzer Zentrum für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften (mainzed) ausgerichtet und räumlich an den Universitäten Frankfurt und Mainz verortet sein.

Wir bitten um die Einreichung von Vorschlägen für Vorträge, Poster, Panels und Workshops.

Einreichungsfrist: 30.09.2018
Thema: “Digital Humanities: multimedial und multimodal”
Kategorien: Vortrag, Poster, Panel, Workshop
Anmeldung: via Conftool (dort Guidelines zur Einreichung)
Einreichungsformat: DHConvalidator
Webseite Tagung: https://dhd2019.org/

I. Allgemeine Informationen und Inhalte

Viele Forschungs- und Anwendungsbereiche der Digital Humanities gehen weit über die jeweils isolierte Betrachtung von Text-, Bild- oder Audiodaten hinaus. So produziert beispielsweise die digitale Erfassung von Artefakten sowohl Beschreibungen, Abzeichnungen und Fotografien als auch 3D-Repräsentationen der Oberflächengeometrie dieser Objekte, häufig ergänzt um multispektrale radiometrische Information. Bei der Erforschung unzureichend dokumentierter Sprachen wiederum werden unter anderem Video- und Audioaufnahmen zusammen mit Transkriptionen analysiert. Beispiele dieser Art zeigen, dass erst die gemeinsame Betrachtung von textuellen, visuellen oder auditiven Daten Zugänge zu forschungsrelevanten Digitalisaten erschließt. Das Spektrum geeigneter Methoden zur Analyse und Vermittlung solcher medienübergreifenden Aggregate ist entsprechend weit gefächert. Darüber hinaus zeichnet sich in den Digital Humanities nunmehr die Entwicklung ab, Methoden aus den Bereichen Virtual Reality oder Augmented Reality einzusetzen, für die multimodale Zugänge (etwa unter Nutzung von Head-Mounted Displays, Datenhandschuhen oder Eye-Tracking-Systemen) konstitutiv sind. Auch hier gilt, dass die jeweiligen Informationsobjekte nicht in Isolation, sondern in ihren wechselseitigen Bezügen und Konstituierungsverhältnissen betrachtet werden müssen.

Die Konferenz will im Kontext dieser Entwicklungen einen Schwerpunkt darauf legen, den Medienbegriff und dessen Aufschlüsselung innerhalb der Digital Humanities zu thematisieren. Es geht darum, Möglichkeiten und Grenzen multimodaler Zugänge zu und Analysen von entsprechenden digitalen Forschungsobjekten zu diskutieren. Dies betrifft unter anderem Fragen zu

  • den theoretischen und methodischen Grundlagen (Inter-/Crossmodalitäten, Medientheorie)
  • der Modellierung (Kodierung, Schnittstellen, Annotation)
  • der Analyse (Klassifikation, Segmentierung und Vernetzung)
  • der Synthese (interaktive 3D-Rekonstruktionen, Einbindung in designgetriebene Ansätze, infrastrukturelle Konzepte) solcher Systeme

Einen weiteren thematischen Bezugspunkt bilden die algorithmischen Grundlagen entsprechender Untersuchungsmethoden.

Über diese Schwerpunktbereiche hinaus sind Vorträge zu allen Themen aus den Digital Humanities sowie die Vorstellung und Diskussion von positiven und negativen, eigenen oder fremden Projektergebnissen willkommen.

 

II. Formales

Es können eingereicht werden:

  • Poster (Vorschlag von mindestens 500, maximal 750 Wörtern)
  • Vorträge (Vorschlag von mindestens 1200, maximal 1500 Wörtern)
  • Panels (minimal drei, maximal sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ein Vorschlag von mindestens 1200, maximal 1500 Wörtern)
  • Vor der Konferenz stattfindende Workshops (Vorschlag von mindestens 1200, maximal 1500 Wörtern)

Für die Einreichung der Vorschläge müssen Sie sich hier registrieren und eine mit dem DHConvalidator-Webservice erstellte dhc-Datei zur Begutachtung einreichen. Zusätzlich ist eine Kurzzusammenfassung des Vorschlags mit ca. 100-150 Wörtern in Conftool einzutragen. Die Vorschläge und die Kurzzusammenfassungen werden auf der Website der Konferenz und im Tagungsprogramm veröffentlicht. Über den DHConvalidator erhalten Sie auch ein Template zur Einreichung von Word bzw. OpenOffice-Formaten mit den Guidelines für Zitate, Quellenangaben und Bibliographie. Sie können die Guidelines auch hier einsehen.

Rückfragen richten Sie bitte per Email an die folgende Adresse: info@dhd2019.org

Die Frist für die Einreichung von Beiträgen läuft am 30.09.2017 (24:00, MEZ) ab. Eine Benachrichtigung darüber, ob der Beitrag angenommen wurde, wird bis spätestens 21.12.2018 versandt.

Die primäre Sprache der Veranstaltung ist Deutsch. Vorschläge werden bevorzugt auf Deutsch eingereicht. Wird der Vorschlag in einer anderen Sprache eingereicht, so kann eine Übersetzung ins Deutsche beigefügt werden. In diesem Fall entscheiden die Einreichenden über die zu begutachtende Fassung.

 

Allgemeines zu den Vorschlägen

Jede Person kann nur einen einzigen Vorschlag als Vortrag oder Poster einreichen (Rolle „Vortragende Person im ConfTool“) und nur einen Vortrag halten. Die Ko-Autorschaft bei maximal zwei weiteren Vorschlägen (Vortrag oder Poster) ohne Beteiligung an der Präsentation ist möglich. Zusätzlich kann jede Person an maximal einer Panel- oder Workshop-Einreichung beteiligt sein. Es wird davon ausgegangen, dass angenommene Beiträge von den Einreichenden persönlich und vor Ort vorgestellt werden. Es besteht kein Anspruch auf Zuschaltung oder Übertragung aus der Ferne.

Ein Vorschlag für eine wissenschaftliche Präsentation hat normalerweise Referenzen, die am Ende in einer Bibliographie aufgelistet werden. Diese wird bei der Ermittlung der Länge der Vorschlagstexte nicht berücksichtigt. Alle Wörter davor (z.B. Bildunterschriften) werden gezählt.

Ein guter Vorschlag folgt den Prinzipien guter wissenschaftlicher Arbeit und beschreibt in inhaltlich und formal strukturierter Weise Forschungsfrage, Material, Methode und Ergebnisse. Falls Unklarheit über die Form von Vorschlägen besteht, empfiehlt sich ein Blick in gelungene Beispiele der letzten Tagung: Vortrag, Poster, Panel, Workshop.

1) Posterpräsentationen

Poster (Vorschlagstext: mindestens 500, maximal 750 Wörter) können zu jedem Thema des Call for Papers eingereicht werden. Sie können auch den Stand einzelner Projekte anschaulich beschreiben oder Software demonstrieren.

2) Vorträge

Vorträge (Vorschlagstext: mindestens 1200, maximal 1500 Wörter) stellen unveröffentlichte Ergebnisse dar, und/oder berichten über die Entwicklung von signifikanten neuen Methoden oder digitalen Ressourcen und/oder stellen ein methodisches bzw. theoretisches Konzept vor. Für die einzelnen Vorträge sind 20 Minuten Präsentationszeit und zehn Minuten für Fragen vorgesehen. Es wird erwartet, dass im Vorschlag zumindest signifikante Zwischenergebnisse vorgelegt werden. Vortragsvorschläge sollten den Forschungsbeitrag in geeigneter Weise auf dem Hintergrund des Forschungsstands kontextualisieren und seine Bedeutung für die (digitalen) Geisteswissenschaften oder einen jeweiligen Teilbereich daraus deutlich machen. Ein Literaturverzeichnis ist beizufügen. Für die Ankündigung von Vorhaben, zu denen noch keine Zwischenergebnisse vorliegen, ist das Posterformat vorgesehen.

3) Panels

Panels bieten drei bis sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit ein Thema zu diskutieren, das den Bereich eines einzelnen Projektes, Projektverbundes oder Forschungsstandorts überschreitet. Es wird erwartet, dass von der 90-minütigen Sitzung nicht mehr als ein Drittel auf vorbereitete Statements entfällt und die Aussprache innerhalb des Panels genügend Zeit für eine Diskussion des Panels mit dem Publikum lässt (ca. 30 min). Die Panel-Organisatorinnen und -Organisatoren reichen eine kurze Beschreibung des Themas im Umfang von mindestens 1200, maximal 1500 Wörtern ein und bestätigen die Bereitschaft der aufgeführten Personen, am Panel teilzunehmen. Für die Annahme eines Panelvorschlags ist die stringente Darlegung des thematischen bzw. methodischen Zusammenhangs der Einzelbeiträge von entscheidender Bedeutung.

4) Vor der Konferenz stattfindende Workshops

Workshops dauern einen halben Tag oder zwei halbe Tage. Die Vorschläge sollten die folgenden Informationen enthalten:

– Titel und eine kurze Beschreibung des Themas (mindestens 1200, maximal 1500 Wörter). Die vollständigen Kontaktdaten aller Beitragenden sowie einen Absatz zu deren Forschungsinteressen
– Die Zahl der möglichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer
– Angaben zu einer etwa benötigten technischen Ausstattung
– Den für den Workshop spezifischen Call for Papers, falls ein solcher veröffentlicht wird

Von den Workshopleiterinnen und -leitern wird erwartet, dass sie sich für die Konferenz anmelden. Von der Anmeldung ausgenommen werden können nur Vortragende, die ansonsten nicht an weiteren Veranstaltungen der Tagung teilnehmen.

5) Anderes

Die Jahrestagung bietet Raum für begleitende Vernetzungstreffen, Arbeitsgruppensitzungen und ähnliches. Parallele workshopartige Veranstaltungen sind nicht möglich, und sollten als reguläre Workshops eingereicht werden.

 

III. Bewertung der Beiträge

Ein gutes Proposal beschreibt das gestellte Forschungsproblem, bezieht sich auf den aktuellen Forschungsstand, beschreibt die angewendete Methode und benennt das Ergebnis der Forschungen.

In der Begutachtung werden die folgenden Bewertungskriterien angelegt:

  • Allgemeine Empfehlung zur Annahme (4-fach gewertet)
  • Es handelt sich um einen innovativen Beitrag zum Gegenstandsbereich der DH (3-fach gewertet)
  • Der Stand der Forschung ist hinreichend dargestellt (u.a. durch eine Bibliographie) (2-fach gewertet)
  • Die Forschungsmethodik ist verständlich beschrieben (2-fach gewertet)
  • Der Vorschlag ist verständlich formuliert (1-fach gewertet)

Bewertungsskala (Punkte):
5 – trifft völlig zu
4 – trifft weitgehend zu
3 – trifft eher zu
2 – trifft eher nicht zu
1 – trifft weitgehend nicht zu
0 – trifft gar nicht zu
Es können demnach maximal 60 Punkte erreicht werden.

DARIAH-DE Grand Tour: Annotieren, analysieren, visualisieren

dhd-blog - Mo, 07/09/2018 - 13:51

In diesem Workshop, der im Rahmen der DARIAH-DE Grand Tour am Donnerstag, den 20.09.2018 von 11:00 – 12.30 Uhr im Hörsaal des Alten Maschinenhauses der TU Darmstadt stattfindet, wird die Nutzung und Weiterentwicklung interdisziplinär-kollaborativer Annotationsmethoden sowie semantischer Erschließungs- und Visualisierungsstrategien für geisteswissenschaftliche Fachdatenrepositorien durch konsequenten Einsatz von Linked Open Data Technologie am Beispiel ausgewählter Anwendungsfälle vorgestellt.

Der Beitrag „Aristoteles annotieren – Potentiale der Kombination von automatischer und manueller Annotation“ in Kooperation mit dem Sonderforschungsbereich 980 „Episteme in Bewegung“ [8] stellt Best Practices für die Modellierung automatischer und manueller Annotationen gemäß den Empfehlungen des Web Annotation Data Models [1] vor. Darüber hinaus werden Strategien für die Verschränkung der Annotationen zur Erschließung von Handschriftenseiten, Analysemöglichkeiten zur quantitativen Auswertung und Visualisierung sowie die dafür erforderliche technische Infrastruktur präsentiert.

Mit dem Beitrag „Repositorien mergen, analysieren und visualisieren“ wird am Beispiel der epigraphischen Forschungsplattformen DIO (Deutsche Inschriften Online) [2] und epidat (Datenbank zur jüdischen Grabsteinepigraphik) [3] aufgezeigt, wie diese Repositorien in Linked Open Data umgewandelt werden.  Mittels XTriples Service [5] werden die vorliegenden Forschungsdaten, die im Standardaustauschformat EpiDoc: TEI XML [4] für epigraphische Quelle vorliegen,  in RDF transformiert und somit semantisch interoperabel analysierbar und visualisierbar.

Abgerundet wird der Workshop durch den Beitrag „Computergestützte Forschungsprozesse annotieren und explorieren“. Er gibt einen beispielhaften Einblick in die formal-semantische Annotation digitaler Forschungsumgebungen. Ziel einer solchen Annotation ist die Identifikation und Evaluation methodischer Abläufe innerhalb forschungsgetriebener Interaktionsprozesse in diesen Umgebungen. Diskutiert wird der Ansatz im Kontext ähnlicher Bemühungen wie dem Scholarly Domain Model [6] und dem Digital Methods and Practices Observatory [7], die das gleiche Ziel, dabei jedoch andere Ansätze verfolgen.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und heißen Sie in Darmstadt herzlich willkommen.

 

[1] https://www.w3.org/TR/annotation-model/

[2] http://www.inschriften.net/

[3] http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat

[4] https://sourceforge.net/p/epidoc/wiki/Home/ und  https://github.com/EpiDoc

[5] http://xtriples.spatialhumanities.de/index.html

[6] https://github.com/ModellingSD/Scholarly_Domain

[7] https://www.dariah.eu/activities/working-groups/wg-digital-methods-and-practices

-observatory-dimpo/

[8] http://www.sfb-episteme.de/

Wie Digitalität die Geisteswissenschaften verändert: Sonderband 3 der Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften soeben erschienen

dhd-blog - Do, 07/05/2018 - 12:13

Sonderband 3 der gerade veröffentlichten Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften (ZfdG) trägt den Titel „Wie Digitalität die Geisteswissenschaften verändert: Neue Forschungsgegenstände und Methoden“. Er wird von Sybille Krämer und Martin Huber herausgegeben und versammelt Beiträge, die sich mit dem Experimentierfeld Digitalität beschäftigen.

Wie verändert die Digitalisierung Forschungsgegenstände, Forschung und Selbstverständnisse in den Geisteswissenschaften? Welchen Mehrwert verspricht die digitale Aufbereitung und Analyse des Materials? Wie kann das ‚Neue‘ an Forschungsergebnissen, die allein mit digitalen Verfahren zu gewinnen sind, beschrieben und erklärt werden? Diese und weitere Fragen nach den grundlegenden Veränderungen, die digitale Forschungsstrukturen mit sich bringen, gehen die 14 Aufsätze nach.

Forscherinnen und Forscher aus der Geschichtswissenschaft, Philosophie, Medienwissenschaft, Soziologie, Kunstwissenschaft, Archäologie, Wissenschaftsgeschichte, Zeitschriftenforschung, Kunst- und Literaturwissenschaft untersuchen anhand von konkreten Beispielen, wie sich der digitale Wandel auf das Wissen und die Forschungsgegenstände der einzelnen Disziplinen auswirkt.

Der Band, vollwertig open access, ist im Rahmen der DFG-geförderten Symposienreihe „Digitalität in den Geisteswissenschaften“ entstanden. Die Autoren sind:
Arianna Borrelli, Klaus-Georg Deck, Frank Fischer, Ana Marija Grbanovic, Eva Gredel, Stefan Heßbrüggen-Walter, Anouk Hoffmeister, Séverine Marguin, Maria Männig, Arndt Niebisch, Madleen Podewski, Cornelia Schendzielorz, Jens Schröter, Friederike Schruhl, Charlotte Schubert, Peer Trilcke.

zfdg.de/sonderband/3

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