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Digital Humanities im deutschsprachigen Raum
Aktualisiert: vor 9 Minuten 32 Sekunden

Save the Date: Virtual keynote event of HNR 2020, June 19th 2020

Fr, 05/22/2020 - 12:43

Dear all,

After all the cancellations of events due to COVID-19, we are pleased to announce that the HNR 2020 conference may be moved to 2021, but the keynotes will be delivered online this year! On June 19th, our three keynote speakers have kindly agreed to record their papers to help us all think about how network theory and analysis can be applied in historical research.

As we have written before, the HNR conference will no longer take place in Luxembourg on 16-19 June 2020, but has been rescheduled to summer 2021. Precise dates and a new deadline for a second Call for Papers will be announced later this year. The HNR conference series explores the challenges and possibilities of network research in historical scholarship and serves as a platform for researchers from various disciplines to meet, present and discuss their latest research findings and to demonstrate tools and projects. To keep up-to-date about the state of HNR2021, please visit our conference website.

Even if the planned presentations had to be moved, the keynote speakers event of the 2020 edition of the HNR conference will still take place and be entirely online. Keynotes will be streamed on Zoom and afterwards, uploaded to the HNR Youtube channel. There will also be Q&A-sessions following each presentation on Zoom.

To give attendees the best possible experience, we will use three programs/channels of communication:

Zoom – program and Q&A
Slack – HNR-gang.slack.com (see instructions below)
Youtube – Trailers (and soon keynotes) on the HNR Youtube channel

Please do not hesitate to contact the organizing team for any questions you may have at HNR2020@historicalnetworkresearch.org or direct your questions directly at our HNR Slack channel #hnr2020 (see instructions bellow)

Registration

To attend, please register before June 17, 2020 so we can share the online conferencing channel with you and keep you updated about the virtual keynote event: https://www.eventbrite.com/o/historical-network-research-30207659732 

Program, June 19th 2020

Keynotes will be 30 minutes with 30 minutes Q&A-session.

14:30-15:00 (CET): Welcome

15.00-16:00 (CET): Marieke van Erp – KNAW Humanities Cluster DHLab – https://twitter.com/merpeltje 

16:00-17:00 (CET): Ruth Ahnert – Queen Mary University London – https://twitter.com/RuthAhnert 

17:00-18:00 (CET): Petter Holme – Institute of Innovative Research at Tokyo Institute of Technology – https://twitter.com/pholme 

18:00-19:00 (CET): Closing Remarks and Virtual Reception (bring some wine!)

HNR-gang slack workspace

The virtual event continues in the HNR-gang slack workspace! It has been created to give researchers from various disciplines a space to meet, to ask questions, to share their knowledge, to discuss their latest findings, or to simply talk about anything related to networks and more. To join the channel, follow these instructions:

1 – Follow the invite link: https://join.slack.com/t/hnr-gang/shared_invite/zt-erd4n2wg-OKYZy951_CSN1xrYVGrUXA 
2 – Enter HNR-gang.slack.com or add HNR-gang as a workspace to the Slack app (https://slack.com)
3 – Change your “Display Name” to Firstname Lastname – Affiliation.
4 – Use the #general channel as you would use a regular conference lobby.
5 – Visit the thematic channels.
6 – Right-click a channel to mute it.
7 – Engage in one-on-one conversations with anyone inside HNR2020 slack!

Stellenausschreibung: Wuppertal, Digitale Archive, Reflexion und Exploration der kooperativen Verfasstheit von Daten

Mi, 05/13/2020 - 15:45

Hm, im Titel ist alles schon gesagt. Ein wenig allgemeinen retrospektiven aber immer gültigen Kontext gibt es auch bei der letzten Stellenausschreibung an DH@BUW.

Details zur Sache und etwas förmlicher (siehe ganz förmlich auch Stellenportal #19341): 
Am Lehrstuhl für „Digital Humanities“ (Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften, Historisches Seminar) der Bergischen Universität Wuppertal ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt (frühestens zum 01.07.2020; oder eben später), befristet bis zum Projektende am 31.12.2023, vorbehaltlich der endgültigen Projektbewilligung, eine Stelle als Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (E13 TV-L) mit 50 % der tariflichen Arbeitszeit zu besetzen. Gegebenenfalls ist eine Aufstockung der Stelle durch Übernahme von weiteren Aufgaben als wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in am Lehrstuhl für Digital Humanities möglich. Auch eine Kombination mit einem Promotionsvorhaben ist nicht ausgeschlossen.

Es handelt sich um eine Stelle im DFG-geförderten Forschungsprojekt „Medien der Praxeologie III: Digitale Forschungswerkzeuge und Umgebungen“ als Teilprojekt P03 im Sonderforschungsbereich 1187 „Medien der Kooperation„. Das Vorhaben wird in Kooperation mit der Universität Siegen an der Bergischen Universität Wuppertal durchgeführt.  

H. Garfinkel, CC-BY-SA-4.0 wikimedia

Dokument aus dem Nachlass.

Inhaltlich geht es um die kritisch-reflexive Untersuchung und Umsetzung verschiedener innovativer Aspekte der Digitalisierung und Erschließung des Nachlasses von Harold Garfinkel (bei Anwendung Garfinkelscher Methoden auf seinen eigenen Nachlass!) und der Entwicklung prototypischer Bausteine eines kommenden digitalen Garfinkel-Archivs. Die damit verbundenen Aufgaben umfassen (a) die Mitwirkung, Koordination, kritische Reflexion des Digitalisierungs- und der Erschließungsprozesse, (b) die Mitarbeit am Aufbau von Arbeitsumgebungen für die weitere Erschließung, (c) die Mitarbeit bei der Entwicklung von Konzepten und Prototypen für ein digitales Garfinkel-Archiv sowie (d) die Zusammenarbeit mit weiteren Kolleg*innen im Sonderforschungsbereich (Universität Siegen), im Teilprojekt P03 und anderen kooperierenden Projekten.

Bewerbungen sind bis zum 8.6.2020 zu richten an Patrick Sahle (sahle@uni-wuppertal.de)

„Wie wecken wir generelles Interesse an DH-Fragen bei Studierenden? Wie lassen sich Forschende für FDM begeistern?“ Bericht aus der Session 4.2 des Barcamps „Vermittlung von Data Literacy in den Geisteswissenschaften“ DHd 2020

Di, 05/12/2020 - 13:56

Nachbericht zur Session 3.2 des Barcamp „Vermittlung von Data Literacy in den Geisteswissenschaften“ auf der DHd 2020 in Paderborn

Autor*innen:
Ulrike Wuttke, Fachhochschule Potsdam/RDMO, stv. Convenor DHd AG Datenzentren
Patrick Helling, Data Center for the Humanities (DCH), Universität zu Köln

Für diese Session des von der DHd-AG Datenzentren initiierten Barcamps „Data Literacy“ auf der DHd-Konferenz 2020 an der Universität Paderborn wurden zwei Themenbereiche zusammengelegt, deren jeweiliger Fokus sogenannte Incentives für das Forschungsdatenmanagement, einerseits für Studierende und andererseits für Wissenschaftler*innen, waren. Schnell merkten wir bei der Diskussion, dass es dabei schwierig ist, die beiden Zielgruppen der Studierenden und der Wissenschaftler*innen scharf voneinander abzugrenzen, vor allem wenn wir Studierende als zukünftige Wissenschaftler*innen betrachten. Dennoch haben wir versucht für beide Gruppen spezifische Aspekte herauszuarbeiten, wenn auch letztendlich aufgrund des Hintergrunds der Teilgebenden dieser Session Wissenschaftler*innen etwas stärker im Vordergrund standen. 

Als erstes diskutierten wir den Unterschied zwischen extrinsischen und intrinsischen Gründen, sich für Forschungsdatenmanagement (FDM) zu interessieren. Es ist hierbei davon auszugehen, dass intrinsische Motivation für FDM zu nachhaltigerem Handeln und nachhaltigeren Ergebnissen führt. 

Nachhaltige Integration von Forschungsdatenmanagement in studentische Curricula

Für Studierende wurden als auf der Basis extrinsischer Motivation beruhenden Incentives vor allem ECTS-Punkte genannt. Diese können einen starken Anreiz dafür bilden, Studierenden im Rahmen des Curriculums die Grundlagen des FDM nahezubringen und “schmackhaft” zu machen. So könnten auch Studierende außerhalb ausgewiesener DH-Studiengänge erreicht werden, insbesondere wenn FDM ein Aspekt der breiteren Integration von digitalen Aspekten in die geisteswissenschaftliche Lehre darstellt. Ähnlich der klassischen Bibliotheksführung, sollte FDM im Zuge der veränderten Forschungsmethodik und der zunehmenden Bedeutung von FDM für die GWP in der Lehre adressiert werden, aber idealerweise nicht nur einmalig, sondern integrativ im Rahmen verschiedener Kurse, oder im Rahmen eines einsemestrigen Seminars angeboten werden, damit eine gute Grundlage für ein breiteres Verständnis der Vorteile und damit eine Überführung in eine intrinsische Motivation gegeben ist. Dies ermöglicht insbesondere die Vermittlung von Kompetenzen und die Etablierung von Forschungsdatenmanagement als logisch untrennbarer Teil des Forschungsprozesses, was nicht nur in Hinblick auf Studierende, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben, wichtige Maßnahmen und Ziele zur effektiven Steigerung von Data Literacy sind. Es wurde von einem Beispiel berichtet, bei dem in diesem Zusammenhang mit sogenannten Lerntagebüchern gearbeitet wird, in denen studentische DH/FDM-Projekte ihre Lernfortschritte dokumentieren und gutes FDM als Teil des wissenschaftlichen Arbeitens betrachtet wird. Des Weiteren wurde als möglicher Einstiegspunkt, um Studierende bei ihrer Erfahrungswelt abzuholen, die Beschäftigung aus der Perspektive des persönlichen Datenmanagements (personal archiving, vgl. die Webseite https://meindigitalesarchiv.de/) als niedrigschwellige Einstiegsmöglichkeit diskutiert. 

Beförderung eines wissenschaftlichen Kulturwandels hin zu einem Prinzip der Gegenseitigkeit

Für Wissenschaftler*innen wurden als extrinsische Anreize insbesondere auf die zunehmende Forderung nach Datenmanagementplänen schon bei der Antragsstellung genannt, also die Aussicht auf Drittmittel (siehe auch Van den Eynden, V. and Bishop, L. (2014). Incentives and motivations for sharing research data, a researcher’s perspective). Eine Kölner Umfrage zum Forschungsdatenmanagement an der Philosophischen Fakultät zeigte jedoch auch, dass neben solchen externen Anreizen auch intrinsische Aspekte eine Rolle spielen (siehe Brigitte Mathiak, Katja Metzmacher, Patrick Helling, Jonathan Blumtritt, The role of data archives in the Humanities at the University of Cologne, Abstract DH 2019, Utrecht). Viele Wissenschaftler*innen erkennen den Wert von nachnutzbaren Forschungsdaten und haben auch selbst bereits von der Möglichkeit Daten Dritter zu verwenden profitiert. Gleichzeitig sind sie allerdings noch nicht im gleichen Maße gewillt eigene Daten zur Verfügung zu stellen. Um diese Motivation zu steigern und einen grundlegenden Kulturwandel zu beflügeln, der den Umgang mit Forschungsdaten, basierend auf einem Prinzip der Gegenseitigkeit für den produktiven und effektiven Wissenschaftsbetrieb etabliert, sind jedoch momentan noch einige Hürden zu überwinden. Von den Teilgebenden angebrachte Aspekte waren u. a.: der oft noch fehlende Support an geisteswissenschaftlichen Instituten unter der Betonung der Notwendigkeit der individuellen Beratung und praktischen Unterstützung direkt am eigenen Fachbereich, fehlende öffentlich dokumentierte Best Practice-Beispiele (z. B. in der Form fachübergreifend sichtbarer Publikationen zu Software und Workflows) und die fehlende Wertschätzung für FDM innerhalb des Wissenschaftsbetriebs.

Forschungsdatenmanagement als wissenschaftliche Tätigkeit

Noch wird “Datenarbeit” selten als inhärenter und wichtiger Bestandteil des Forschungsprozesses gesehen und evaluiert, sondern eher als Service betrachtet und Datenpublikationen oder sogenannte Enhanced Publications spielen keine besondere Rolle für Evaluationsverfahren (Stichwort: Karrierewege). Eng an dieses Thema angrenzend wurde auch die Notwendigkeit der stärkeren Beschäftigung mit Qualitätskriterien und Rezensionsverfahren für Forschungsdaten/Data Papers gesehen. 

Bei der Diskussion über mögliche Anreize fand die Idee einen DH-Datenpreis (Award) zu schaffen bzw. sogenannte “DH-Data Champions” auszuzeichnen großen Zuspruch. Hier könnte man auf Erfahrungen aus dem RDA-Kontext zurückgreifen, um diese Idee weiterzuentwickeln und Kriterien etc. festzulegen (welche Formen der Datenpublikation, offene/FAIRe Daten…). Vielleicht könnten schon bei einer der nächsten DHd-Konferenzen oder der nächsten FORGE DH-Data Preise vergeben werden. Einige deutsche Datenpreise, wenn auch nicht spezifisch für die Geisteswissenschaften, wurden uns bereits nach der DHd im deutschen Sprachgebiet bekannt (Stifterverband Open Data Impact Award, FDM-Thüringen FAIRest Dataset). An diese Erfahrungen ließe sich anknüpfen.  

Dabei sollte das grundlegende Ziel sein, einen Wandel in der Wahrnehmung zu befördern: Forschungsdatenmanagement ist, weder in den Geisteswissenschaften noch in anderen wissenschaftlichen Disziplinen, ein additionaler Service im Sinne einer hilfreichen Ergänzung, sondern vielmehr eine wissenschaftliche Tätigkeit, die unmittelbar mit tradierten wissenschaftlichen Prozessen verknüpft und entsprechend nicht außerhalb des Forschungszyklus gedacht und betrieben werden kann.

SSH Open Marketplace: Testers Wanted

Di, 05/12/2020 - 09:30

 

SSHOC is looking for SSH researchers willing to test the alpha release of the SSH Open Marketplace and report back on their experience at a dedicated workshop to be held during the ICTeSSH 2020 virtual conference.

What’s in it for you?
  1. You will be granted privileged access to the not-yet- launched SSH Open Marketplace. A week prior to the workshop, you’ll be asked to test the platform and services on the basis of a set of predefined questions. 
  2. During the workshop you’ll have the opportunity to share your findings in a round table discussion
Who?

We’re looking for a maximum of four researchers from different SSH disciplines – see criteria below.

How?

Submit your expression of interest by completing and submitting the webform below before 15 May. Candidates selected will be notified by 22 May

Criteria

Applicants should satisfy the following criteria:

  • Domain researchers or data experts in any stage of their career. 
  • Resident/working in one of the EU Member states or associated countries (for reference please consult the following link).

Your tasks
  • You will be granted privileged access to the not-yet- launched SSH Open Marketplace. A week prior to the workshop, you’ll be asked to test the platform and services on the basis of a set of predefined questions. 
  • You will be required to write a publishable summary about your testing experience to be used in a SSHOC report and news item. You will be mentioned as the author.
  • You will be required to present your findings at a roundtable discussion during the workshop, (ppt template provided).


Under this link you will find the registration form (at the bottom of the page): https://www.sshopencloud.eu/news/call-participation-testers-sshoc-workshop-ictessh

Click here for full information about the workshop and to register for the ICTeSSH 2020 conference.

Virtuelles Semester und digitale Forschungsinfrastrukturen

Fr, 05/08/2020 - 16:01

Nachdem das Sommersemester deutschlandweit virtuell gestartet ist, werden auch Fragen der Kompetenzen im Umgang mit digitalen (Forschungs-)Infrastrukturen, aber auch allgemein der Wunsch nach Förderung der data literacy auf allen Ebenen von Lehren, Lernen und Forschen dringlicher.

Fast schon vorauseilend wurde das Thema auch auf der jüngsten DHd-Jahrestagung in einem Workshop der AG Datenzentren behandelt.

Die DH-Community ist zwar im Umgang mit digitalen Ressourcen und Methoden in der täglichen Lehr- und Forschungspraxis vertraut, doch auch hier waren sowohl Lehre als auch Forschungsveranstaltungen auf Präsenz ausgerichtet. Wir sitzen insofern mit allen ‚Präsenzlehrenden‘ in einem Boot wie wir keine speziellen Kompetenzen des E-Learning unter dem Dach der digitalen Forschungsinfrastrukturen für die Geisteswissenschaften versammelt haben.

Dennoch engagieren sich CLARIAH, CLARIN und DARIAH sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene schon seit einiger Zeit, um digitale Lehrangebote zu teilen und möglichst breit zur Verfügung zu stellen. Der aktuelle Bedarf, hat dazu bewogen, die Schulungsmaterialien von DARIAH-DE neu zu strukturieren und eine Best-of-Übersicht zusammenzustellen. Diese ist sicher erweiterbar und kann einzelphilologische Angebote, wie z.B. aus der Germanistik ergänzen, nicht aber ersetzen.

Wir unterscheiden drei Kategorien:

  1. Angebote zum direkten Einsatz in der universitären Lehre:
    1. DARIAH-campus und #dariahTeach (geprüfte Lehrangebote im Bereich Fortbildung zur digitalen Geistes- und Kulturwissenschaft); OER Commons (Sammlung verschiedener Materialien aus dem DARIAH Kontext)
    2. SSHOC Training (Webinare, die im europäischen Kontext des SSHOC-Projekts von CLARIN, DARIAH und weiteren Partnern erstellt werden)
  2. Arbeiten mit digitalen Angeboten in der Lehre (bisher vorwiegend ergänzend zu Präsenzveranstaltungen):
    1. Sammlungen von Online-Kursmaterial, teilweise auch als Online-Kurse konzipiert: Telemaco und DARIAH-Tutorials
    2. Video-Angebote zur Unterstützung der digitalen Lehre:
      1. #dariahTeach und DHd Youtube Channel (via DARIAH-DE):
      2. CLARIN-D Youtube Channel
      3. CLARIN ERIC Youtube-Channel
      4. TextGrid-Tutorials
    3. Überblick über das (Präsenz-)Lehrangebot in den DH innerhalb Europas bietet die Digital Humanities Course Registry
  3. Daten und Software, die in der forschungsnahen Lehre verwendet werden können:
    1. Forschungsdaten: Sammlungen, lexikalische Ressourcen, Editionen; gemeinsam durchsuchbar z. B. über das CLARIAH TechLab
    2. Software-Werkzeuge in CLARIN-D und DARIAH-DE

Diese Liste stellt keine vollständige Aufzählung der derzeit verwendeten digitalen Ressourcen und Methoden dar und wird kollaborativ erweitert.

Wie kann Data Literacy kurzfristig ausgebaut und langfristig sichergestellt werden? Ansätze aus der Praxis und Überlegungen für die Zukunft

Fr, 05/08/2020 - 12:23

Nachbericht zur Session 3.2 des Barcamp „Vermittlung von Data Literacy in den Geisteswissenschaften“ auf der DHd 2020 in Paderborn

Autor*innen:
Patrick Helling, Data Center for the Humanities (DCH), Universität zu Köln
Jacqueline Klusik-Eckert, IZdigital, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Julian Schulz, IT-Gruppe Geisteswissenschaften, LMU München

Im Fokus der Session stand die Auseinandersetzung mit der Rollen- und Kompetenzverteilung unterschiedlicher Akteure und Infrastrukturen, die im Kontext von Data Literacy innerhalb der Geisteswissenschaften aktiv sind. Im Rahmen der Diskussion wurden folgende Fragen behandelt: Welche (universitären) Institutionen spielen eine tragende Rolle bei der Vermittlung von Data Literacy? Wie ist das Verhältnis zwischen fachspezifischen Kompetenzzentren und generischen Serviceeinrichtungen? Welche Strukturen sind nötig, um (geisteswissenschaftliche) Data Literacy in einem so heterogenen Ökosystem wie der Universität koordiniert und zielorientiert zu vermitteln?

Ansätze aus der Praxis: Unterschiedliche Organisationsformen für die Vermittlung von Data Literacy

Ausgangspunkt der Diskussion waren die Angebote des Digital Humanities Virtual Laboratory (DHVLab), das an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München entwickelt wurde und mittlerweile an verschiedenen Standorten zum Einsatz kommt sowie des Digital Humanities Lab (DHLab) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Trotz der sehr ähnlich klingenden Akronyme handelt es sich hierbei um zwei unterschiedliche Strategien hinsichtlich der Vermittlung von Data Literacy:

Das DHVLab ist eine virtuelle, modulare Infrastruktur, die Studierenden und Forschenden einen möglichst niederschwelligen Zugang zu zentralen Werkzeugen und Methoden der Digital Humanities bieten möchte. Es eignet sich in diesem Sinne für die praxisnahe Vermittlung von grundlegenden Kompetenzen im Bereich Data Literacy. Das DHLab versteht sich als Forum des offenen Austausches über die Digital Humanities und zentrale Anlaufstelle für DH-Angelegenheiten. Mit Schulungen, Vorträgen und Unterstützung bei DH-bezogenen Fragestellungen sowohl für Studierende als auch für Forschende trägt es zur Bildung von Data Literacy am Standort bei.

In diesem Rahmen kommen jeweils unterschiedliche universitäre Institutionen zusammen: Während das DHLab aus einem Zusammenschluss von Universitätsbibliothek, dem Interdisziplinären Zentrum für Digitale Geistes- und Sozialwissenschaften (IZdigital) und den Digital Humanities Studiengängen der FAU entstanden ist, wurde die Plattform DHVLab von der IT-Gruppe Geisteswissenschaften der LMU in Kooperation mit den Fachbereichen Kunstgeschichte, Geschichte, Sprachwissenschaften sowie der Statistik und Informatik entwickelt.

Die Gründung von Labs im Sinne der beiden vorgestellten Initiativen stellt eine Struktur- und Organisationsform zur Vermittlung von Data Literacy dar, die eine zentrale, gemeinsame Entität aus unterschiedlichen Einrichtungen und Institutionen bildet und somit die Kooperation in den Vordergrund stellt. Ein solcher Zusammenschluss ist jedoch stark vom individuellen Engagement der einzelnen Mitglieder abhängig. Aktuell zeigt sich auch, dass durch das Ansiedeln an neutralen, außerfakultären Einrichtungen die Inhalte nicht automatisch in die Curricula der Studiengänge eingebunden werden. Es handelt sich im Fall des DHLabs um ein ergänzendes Angebot auf freiwilliger Basis.

Im Rahmen der Diskussion wurde darüber hinaus noch ein weiteres, kollaboratives Modell vorgestellt: An der Universität zu Köln gibt es mit dem Institut für Digital Humanities (IDH) einen institutionellen Fokus auf DH-Lehre und -Forschung, mit dem Cologne Center for eHumanities (CCeH) ein zentrales DH-Forschungs- und Lehrzentrum und mit dem Data Center for the Humanities (DCH) ein Forschungsdatenzentrum für die Geisteswissenschaften. Dieser Dreierbund, dessen Teilbereiche unterschiedlich konstituiert und institutionell verankert sind, vermittelt geisteswissenschaftliche Data Literacy individuell, aber abgestimmt auf den Ebenen der DH-Forschung und -Lehre sowie des Forschungsdatenmanagements (FDM) an unterschiedliche Zielgruppen.

Ein anderes Modell, das in der Session identifiziert wurde, ist die Bildung zentraler, institutioneller Informationsschnittstellen mit Vermittlungsfunktion, bspw. an einer Bibliothek oder einem universitären Rechenzentrum, die verschiedene (Fach-)Zentren und -einrichtungen mit mehr oder weniger klar definierten Kompetenzen zu Aspekten von Data Literacy koordinieren. Es gibt allerdings auch Standorte, die nur über eine einzelne, zentrale Anlaufstelle für die Vermittlung generischer Data Literacy verfügen.

Überlegungen für die Zukunft: Bedingungen für zielorientierte Data Literacy Vermittlungskonzepte

Generalisierte One-Fits-All-Bestrebungen, so ein Ergebnis der Diskussionen, scheinen allein auf Grund der individuellen, fachspezifischen Komplexität von Data Literacy und der häufig ohnehin bereits vorhandenen Diversität von Strukturen an einzelnen Standorten, keine zielorientierte und umfängliche Lösung zu sein. Dennoch, so die Erfahrungen aus dem Plenum, existiert an Standorten trotz verteilter Servicestrukturen weiterhin häufig die Vorstellung einer zentralisierten Verantwortlichkeit und schließlich auch eines entsprechenden Kompetenzmonopols in Bezug auf Data Literacy. Dies erschwert es, entsprechende Inhalte für unterschiedliche Zielgruppen abgestimmt zu platzieren und auf diverse Strukturebenen hineinzutragen. Hinsichtlich einer langfristigen, nachhaltigen Gewährleistung von bedarfsorientierten Angeboten zur Vermittlung von Data Literacy bedarf es, den Teilgebenden folgend, einer grundsätzlichen Veränderung der Perspektive weg von zentralen Dienstleistungsstrukturen hin zu dezentralen, verteilten und vor allem kooperativen Lösungsansätzen.

Dies setzt jedoch zunächst eine Festigung des Verständnisses für die Komplexität von Data Literacy voraus, sprich für den Bedarf an fachspezifischen und forschungsnahen Expertisen und die daraus resultierende Konsequenz, dass umfassende Data Literacy nicht von einzelnen Institutionen oder Einrichtungen allein vermittelt werden kann.

Entsprechend stellen insbesondere die Definition und Verteilung von Verantwortlichkeiten und Kompetenzbereichen sowie die kooperative Zusammenarbeit zwischen verschiedenen (generischen und fachspezifischen) Einrichtungen große Herausforderungen für die nachhaltige Vermittlung von Data Literacy dar. Dies gilt umso mehr vor dem Hintergrund ungleicher Ausgangssituationen wie bspw. einerseits zeitlich begrenzter und andererseits dauerhafter personeller und finanzieller Ausstattungen und entsprechend auch individueller, institutioneller Verankerungen.

Unter diesen Voraussetzungen und mit einem klaren Willen zur Kooperation ist die eindeutige Trennung zwischen der Vermittlung von generischen Basisinhalten und -kompetenzen auf der einen und fachspezifischen Anforderungen auf der anderen Seite möglich. Für eine effektive Zusammenarbeit zwischen generisch ausgerichteten, institutionellen Strukturen und fachspezifischen Kompetenzzentren oder Labs, muss es jedoch auch eine entsprechende inhaltliche und organisatorisch zuständige, klare Kompetenz- und Aufgabenverteilung geben, sowie eine offene und klare Kommunikations- und inhaltliche Abstimmungskultur darüber.

Umsetzbar erscheint dieser Ansatz jedoch nur, wenn man sich auf allen Ebenen der universitären Lehre darauf verständigen kann, dass Data Literacy im Bereich der allgemeinen Fachkompetenzen verankert werden sollte. Damit würde es wie wissenschaftliches Arbeiten oder Quellenkunde zum Kanon guter wissenschaftlicher Praxis gehören und sollte entsprechend in allen Studiengängen Teil des Kerncurriculums sein. Allgemeine Einführungen könnten von zentralen Einrichtungen übernommen werden, während die facheigene Vertiefung in den Lehreinheiten selbst stattfinden müsste.

Dies scheint, so das grundsätzliche Fazit der Gruppe, die Basis dafür zu sein, Data Literacy, sowohl in Bezug auf Inhalte als auch auf Zielgruppen, bedarfs- und zielorientiert und auf klar definierten Kompetenzverteilungen beruhend, koordiniert und effizient umzusetzen und langfristig sicherzustellen.

Stellenausschreibung: W2-Professur „Data Lifecycle Management in Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen“, Leipzig.

Do, 05/07/2020 - 14:46

Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig
Fakultät Informatik und Medien
Stellenbeschreibung für die W2-Professur
„Data Lifecycle Management in Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen“
Kenn-Nummer: 020

Zu vertreten sind die folgenden inhaltlichen Schwerpunkte studiengangsübergreifend in Lehre und
Forschung:

  • Data Management, Monitoring und Langzeitarchivierung,
  • Wissensmanagement und Wissenstransfer,
  • System- und Prozessintegration sowie
  • Datenqualität und Datensicherheit

mit den dazugehörigen Lehrveranstaltungen sowie entsprechenden Weiterbildungsveranstaltungen. Auf den genannten Gebieten sind fundierte theoretische Kenntnisse und relevante
praktische Erfahrungen erforderlich.

Zu den Aufgaben der Stelleninhaberin/des Stelleninhabers gehört auch die Übernahme von einführenden Informatiklehrveranstaltungen in anderen Studiengängen. Weiterhin einbegriffen sind die Mitwirkung in der Selbstverwaltung der Hochschule, die Mitwirkung bei der Abnahme von Prüfungen, Studienfachberatung und Förderung der Studierenden, die Betreuung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie die Mitwirkung bei der Studienreform und in Qualitätssicherungsverfahren. Sie/er soll in der Lage sein, Lehrveranstaltungen in englischer Sprache durchzuführen, um die Internationalisierung der Hochschule zu unterstützen.

Die Bewerberinnen und Bewerber müssen über ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Informatik, der Informationswissenschaften oder verwandter Gebiete verfügen. Zudem sollten sie Fachkenntnisse in mindestens zwei der oben genannten Gebiete sowie Anwendungserfahrung in Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen wie Archiven, Museen, Verlagen, Bibliotheken und/oder anderen wissenschaftlichen Informationseinrichtungen besitzen.

Die Stelleninhaberin/der Stelleninhaber muss die Einstellungs- und Eignungsvoraussetzungen gemäß § 58 Sächsischem Hochschulfreiheitsgesetz (SächsHSFG) erfüllen. Dazu zählen ein abgeschlossenes Hochschulstudium (nachgewiesen durch Urkunde und Zeugnis), pädagogische Eignung (nachgewiesen durch Evaluationen, Teilnahmezertifikate für didaktische Weiterbildungen o. ä.), Abschluss einer Promotion (nachgewiesen durch Promotionsurkunde) sowie eine fünfjährige Berufspraxis, wovon drei Jahre außerhalb des Hochschulbereichs ausgeübt worden sein müssen (nachgewiesen bspw. durch Arbeitszeugnisse, Referenzschreiben o. ä.). Die Stelleninhaberin/der Stelleninhaber muss darüber hinaus bereit und in der Lage sein, die weiteren in § 67 SächsHSFG aufgeführten Pflichten wahrzunehmen.

Die Stelle ist zum nächstmöglichen Termin zu besetzen.

Die Professur ist für Teilzeit nicht geeignet. Die Hochschule strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Wissenschaft und Lehre an. Qualifizierte Wissenschaftlerinnen sind deshalb ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Bewerbungen Behinderter werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Die Einstellung erfolgt im Angestelltenverhältnis. Die Übernahme in das Beamtenverhältnis ist möglich. Bewerbungen mit tabellarischem Lebenslauf, Darstellung der wissenschaftlichen Arbeiten, beglaubigten Kopien von Abitur- und Diplom-/Masterzeugnissen sowie der Diplom-/Master-, Promotions- und ggf. der Habilitationsurkunde sind schriftlich unter Angabe der Kenn-Nummer bis zum 02.06.2020 zu richten an die

Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig Dezernat Personal, PF 30 11 66, 04251 Leipzig.

Des Weiteren bitten wir um Einreichung eines Lehr- und Forschungskonzeptes für die ausgeschriebene Professur.

Alternativ können Sie Ihre Bewerbungsunterlagen auch in elektronischer Form an stellenausschreibung@htwk-leipzig.de senden. Bitte beachten Sie in diesem Fall, dass die geforderten beglaubigten Kopien von Abitur- und Diplom-/Masterzeugnissen sowie der Diplom- /Master-, Promotions- und ggf. der Habilitationsurkunde im Laufe des Berufungsverfahrens, spätestens zum Termin der Probelehrveranstaltung, nachgereicht werden müssen. Weiterhin weisen wir Sie darauf hin, dass Ihre Daten während der Übermittlung im Internet standardmäßig nicht geschützt sind. Verwenden Sie im Zweifelsfall unsere Postanschrift, um uns vertrauliche Informationen mitzuteilen.

Im Zusammenhang mit der Bewerbung entstehende Kosten werden von der HTWK Leipzig nicht erstattet. Bitte legen Sie für die Rücksendung Ihrer Bewerbung einen entsprechend frankierten Umschlag bei.

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise unter www.htwkleipzig.de/hochschule/stellenausschreibungen.

SSH Open Marketplace: How and When Can You Contribute?

Do, 05/07/2020 - 12:34

For more than a year now, DARIAH has been leading the creation of the SSH Open Marketplace, a first-class research environment offering tools, services, training materials, research papers and other useful resources for digital researchers, particularly those working in the social sciences and humanities. If you missed the first development steps, this interview will be helpful. To ensure the SSH Open Marketplace matches the requirements of its users – i.e. you: researchers, students, librarians, data stewards, and IT professionals, we try to involve you wherever possible. In this post we describe our participatory design approach, share our timeline, and explain how you can participate in the development.

If you’d like to participate in one of the opportunities outlined below, please email us at info@sshopencloud.eu 

Participatory Design

Our participatory design approach started last year when we interviewed researchers about their needs. This helped us to ground the system specifications into strong and accurate (prod-)user needs. Workshops were also organised to collect feedback on the first version of the SSH Open Marketplace. An example is the “Being FAIR” workshop in Göttingen last January. 

Our Timeline

Here are the next milestones to keep in mind if you’d like to contribute to the creation of the discovery portal:

In June 2020 we will release the Alpha version of the SSH Open Marketplace. Although this will be mainly an internal release for SSHOC project partners, we will share some previews and sample paths more broadly – starting with a virtual session at the ICTeSSH Conference on 30 June.  Join us! 

To gather comments and recommendations on subjects like interface design, development use cases, governance model, and curation workflow, we will run a webinar and organise a Twitter takeover in coordination with the SSHOC communication team. We envision several other virtual or real events towards the end of the year in association with the CLARIN Conference, the EOSC Symposium (October), and the DARIAH Annual Event (November).

The next important milestone will be the Beta release of the SSH Open Marketplace in December 2020. This will be the first public release. We will still be months away from the final version, but having a Beta release out in the open will be important to kickstart community involvement. In addition to exploring the portal’s content, users will be able to suggest additions, changes or content updates, thus helping to improve the quality of the data showcased in the Marketplace.

A new series of (virtual or in-person) events will be identified. We are especially looking for hands-on events focused on specific research communities interested in contributing to the portal.  Want to suggest an event we should attend? Please get in touch with us! 

We’ll also work on a communication toolkit to help anyone interested to spread the word.

In December 2021 the final SSH Open Marketplace will be released. This version will address user recommendations collected during the previous year. Several SSHOC partners have already agreed to maintain and sustain the portal after the end of the project. An editorial team and mechanisms to ensure community uptake will be implemented and continuity will be ensured via a shared governance model embedded in a light and clear curation workflow allowing any scholar to contribute if they so wish.

Your Contribution

When and how can you be involved in the creation of the SSH Open Marketplace?

As an Alpha or Beta tester: right now, if you follow the different upcoming events by subscribing to the SSHOC newsletter following the SSHOC Twitter account and by registering as a SSHOC user.

As a contributor: from December 2020 on you’ll be able to suggest new content in the portal and/or to enrich existing items.

As a member of the editorial team: between December 2020 and December 2021 an editorial team will be created. Its composition and mission still need to be refined, but we’ll probably have a mix of people suggested by the institutions engaged in the sustainability of the Marketplace and an open call for participation. The most active contributors could also become members of the editorial team.

All users involved in the SSH Open Marketplace as testers, contributors, or members of the editorial team will be acknowledged and cited for their contribution and, when possible, other rewarding models will be considered.

Stay tuned! The next post will explain in detail what sources have been identified to populate the SSH Open Marketplace, how they have been prioritised, and how we are working on their incorporation!

Authors: Stefan Buddenbohm, Laure Barbot, Frank Fischer 

Editors: Tracey Biller, Friedel Grant, Eliza Papaki

Also appeared at SSHOC and DARIAH-EU

Stellenausschreibung: 0,5 Wissenschaftlicher Mitarbeiter (M/W/D) – Sammlungserschliessender Katalog, Weimar

Mi, 05/06/2020 - 09:38

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach, die Klassik Stiftung Weimar und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel erschließen mehr als ein halbes Jahrtausend deutscher und europäischer Kulturgeschichte. Um die bereits seit mehreren Jahren praktizierte Kooperation zu intensivieren, haben sich die drei Einrichtungen vor fünf Jahren in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsverbund (MWW) zusammengeschlossen. In dessen Rahmen werden gemeinsame Forschungsprojekte realisiert und digitale Infrastrukturen ausgebaut.

Der Forschungsverbund hat sich in seiner zweiten Förderphase die Weiterentwicklung des Virtuellen Forschungsraums (VFR), die Entwicklung von Methoden zur automatisieren Erschließung und Anreicherung sowei die die Entwicklung einer spartenüberfreifenden Präsentation zur Aufgabe gestellt. Für den Aufbau und die kontinuierliche Weiterentwicklung eines sammlungserschließenden Kataloges sucht der Forschungsverbund MWW zum nächstmöglichen Zeitpunkt, zunächst befristet bis zum 28. Februar 2023, einen

0,5 WISSENSCHAFTLICHER MITARBEITER (M/W/D) – SAMMLUNGSERSCHLIESSENDER KATALO

E13 TV-L, Kennziffer 14/2020
Standort: Weimar

KONKRETE AUFGABEN:
  • Konzeption, Entwicklung und Pflege einer Webanwendung zur Aggregation heterogener kulturhistorischer Datenbestände, sowie Beteiligung an der Entwicklung von Programmierschnittstellen (APIs) und Entwicklung und Erprobung von Softwareapplikationen mit Visualisierungskontext
  • Zusammenarbeit mit Teammitgliedern und Projektpartnern aus unterschiedlichen Kontexten (Geisteswissenschaften, Informatik, Digital Humanities) sowie mit internen und externen Entwicklern bei der Implementierung und Bereitstellung der Webanwendung
  • Präsentation der Anwendung und Durchführung von Workshops für potentielle (geisteswissenschaftliche) Nutzer*innen des Produkts
VORAUSSETZUNGEN: 1. Erforderlich:
  • Abgeschlossenes Studium der Informatik oder vergleichbarer Fachrichtung
  • Fundierte Kenntnisse gängiger Webtechnologien (z.B. RoR, JS, SaaS, Git)
  • Kenntnisse von Suchmaschinentechnologien und Discovery-System-Technologien
  • Expertise in der Indizierung von Großdaten (Solr), Semantic Web und in Linked-Data-Technologien
  • Gründliche Kenntnisse von XML und verwandte Technologien (XSL, XPATH, XQUERY) sowie Web-Entwicklung, sowohl im Backend (z.B. SQL, eXist-db) als auch im Frontend (HTML, CSS, Javascript)
2. Erwünscht:
  • Nachweisbare Erfahrung mit agilen Methoden und Projektmanagement (z.B. durch eine entsprechende Zertifizierung)
  • Erfahrung mit Normdaten, Datenmodellen und Schnittstellen bspw. GND, RDA/RDF etc.
  • Erfahrung in der Digitalisierung, einschließlich der Nutzung von IIIF-Ressourcen, Icon-Class und CIDOC-CRM
  • Interesse an Web-Ontologien, maschinellem Lernen und maschinellem Denken
  • Kenntnisse geisteswissenschaftlicher Fragestellungen und Interesse an kulturhistorischer Sammlungsforschung

Die Stiftung gewährleistet die Gleichstellung von Frauen und Männern nach dem Thüringer Gleichstellungsgesetz. Bei gleicher Eignung werden schwerbehinderte Menschen nach Maßgabe des Sozialgesetzbuches IX bevorzugt berücksichtigt.

Wenn Sie diese Stelle interessiert, bewerben Sie sich bitte mit aussagekräftigen Unterlagen, Lebenslauf und Zeugnissen/Beurteilungen zusammengefasst in einer pdf-Datei bis zum 24. Mai 2020 über unser Online-Portal. Vo postalischen Bewerbungen und Bewerbungen per E-Mail bitten wir abzusehen.

KONTAKT

Klassik Stiftung Weimar
Abteilung Personal
Daniela Schmidt
Tel.: 03643/545-143

CFP: Korrigieren – eine Kulturtechnik (19.-20.11.20, Dortmund)

Di, 05/05/2020 - 21:00

Konferenz am 19.–20. November 2020 | Fritz-Hüser-Institut, Dortmund

Veranstalter*in: Dr. Iuditha Balint (Dortmund) & Prof. Dr. Thomas Ernst (Amsterdam/Antwerpen) unter Mitarbeit von Janneke Eggert (Dortmund)
 
Prozesse des Korrigierens bilden neben dem eigentlichen Schreibprozess das Fundament der literarischen und wissenschaftlichen Produktion. Sie bleiben jedoch zumeist im Verborgenen, was eine Erklärung für die Beobachtung sein könnte, dass sie bislang lediglich peripher untersucht worden sind. So bietet es sich an, sich im Rahmen einer Konferenz intensiver dem Korrigieren zu widmen, wobei wir einerseits die Korrektur in einem allgemeinen Sinne (angelehnt an lat. corrigere) als das Verbessern von Fehlern in einer Schrift begreifen, andererseits jedoch erst auf der Konferenz eine genauere begriffliche Differenzierung verschiedener Korrekturformen und eine Abgrenzung des Begriffs bzw. der Kulturtechnik gegen verwandte Verfahren diskutieren möchten (man denke an Kommentar, Annotation, Redigat, Druckfehler, Übersetzung etc.).
 
Betrachten möchten wir diese Kulturtechnik vor dem Hintergrund zunehmender kollaborativer Schreib- und Korrekturprozesse – die durch die Nutzung Sozialer Medien verstärkt zu beobachten sind –, für deren Analyse sowohl eine historische Aufarbeitung als auch eine breitere Diskussion verschiedener Korrekturphänomene notwendig ist. Auch interessiert uns das Korrigieren als Tätigkeit, die einerseits den Produktionsverhältnissen unterworfen ist und andererseits selbst zur Produktion und Destruktion, Ergänzung und Verbesserung, Entstellung und Überschreibung von Texten beiträgt. Zudem sind im Regelfall literarische und wissenschaftliche Schreibprozesse mit der Vorstellung einer singulären und souveränen Autorschaft verbunden, diese wird im Korrekturprozess jedoch möglicherweise erweitert. Schließlich werden im (zumeist nicht öffentlichen) Korrekturprozess ästhetische, stilistische, grammatikalische und inhaltliche Regelsysteme angewandt, die zugleich eine normierende Funktion haben.
 
Im Fokus der Konferenzgespräche sollen textbasierte Medien wie Buchmanuskripte, Handschriften, Postings in Sozialen Medien oder etwa Klausuren und Hausarbeiten stehen. Insbesondere interessieren wir uns für Korrekturen im Bereich der Literatur im engeren Sinne sowie in den Gesellschafts- und Geisteswissenschaften, wobei unterschiedliche Forschungsbereiche und Disziplinen wie etwa (Editions-)Philologien oder die Digital Humanities in den Blick genommen werden können. Ein besonderes Augenmerk wollen wir auf die Potenziale der automatisierten Korrektur mit digitalen Methoden sowie die kollaborative Korrektur in Sozialen Medien legen. Mögliche Themenbereiche der Konferenz sind die folgenden (wobei die Organisator*innen auch für Themen offen stehen, die an diese Fragestellungen anschließen oder sie ergänzen):
 
Korrigieren im Medienwandel: die technische und medienhistorische Dimension

  • Inwiefern lassen sich medienhistorisch spezifische Korrekturprozesse in Handschriften / im Zeitalter des Buchdrucks / in der digitalen Gesellschaft bzw. in Sozialen Medien beschreiben?
  • Welche neuen Standards für Korrekturprozesse haben sich unter Zuhilfenahme digitaler Verfahren (DH) u.a. im Bereich der Edition, der Forschungsdatenaufbereitung, der Spracherkennung durchgesetzt?

 
Korrigieren als Kommunikationssystem und Prozess: die logistische, ökonomische und rechtliche Dimension

  • Welche logistischen Verfahren haben sich für unterschiedliche Korrekturprozesse (wie das (Selbst-)Lektorat, die Finalisierung von Druckfahnen etc.) etabliert? Welche Personen sind daran beteiligt und was/wen repräsentieren sie?
  • Welche rechtlichen und/oder ökonomischen Dimensionen spielen im Korrekturprozess eine Rolle und inwiefern bestimmen diese Dimensionen den Korrekturprozess (und damit auch das finale Werk)?

 
Normen und Öffentlichkeiten des Korrigierens: die normative Dimension

  • Welche Regularien für den Sprachgebrauch, den Stil, die Argumentation, die Inhalte, die Rechtschreibung, Zitationen etc. existieren für die Korrektur?
  • Welche (verborgenen) Normen bzw.  Ideale spielen dabei eine Rolle (z.B. einheitliche Rechtschreibvorschriften) und welche normative bzw. ausschließende Funktion erfüllen diese Normen?

 
Korrigieren in der Praxis: die praxeologische Dimension

  • Wir werden selbst Praktiker*innen des Korrigierens (Autor*innen und Lektor*innen wie Mara Genschel und Dirk von Gehlen) einladen, die aus ihrer Praxis berichten und mit denen wir ins Gespräch kommen möchten (bitte nicht bewerben).
  • Die Konferenzbeiträge werden vorab einem Online-Korrekturprozess unterzogen, der auf der Konferenz reflektiert werden soll (siehe unten).

 
Abstracts von max. einer Seite für einen 25-minütigen Vortrag, kurzbiographische und ggf. themenbezogene bibliographische Angaben können bis zum 17. Mai 2020 bei Janneke Eggert unter jeggert@stadtdo.de eingereicht werden. Im Juni erhalten Sie eine Rückmeldung zur Beitragsannahme.
 
Zur Planung: Eingeladene Referent*innen werden gebeten, eine erste Version ihres Konferenzbeitrags (max. 15.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) bis zum 11. Oktober 2020 einzureichen. Jede*r Referent*in übernimmt dann die Online-Korrektur/Annotation eines anderen Beitrags. Die Open-Access-Veröffentlichung ausgewählter Beiträge in einer renommierten Buchreihe ist geplant.
 
Die Konferenz findet am 19. und 20. November 2020 in Dortmund statt. Kosten für Reise und Unterkunft werden übernommen. Sollte es die Bekämpfung der COVID-19-Pandemie notwendig machen, werden wir die Tagung auf einer stabilen digitalen Plattform durchführen.
 
Eine Kooperation des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt mit dem Department Moderne Vreemde Talen en Culturen der Universiteit van Amsterdam und dem Departement Letterkunde der Universiteit Antwerpen.

Die Informationen in der Übersicht finden Sie auch hier:

https://networks.h-net.org/node/79435/discussions/6097669/cfp-korrigieren-–-eine-kulturtechnik

Umfrage zur Informationsrecherche in den Geistes- und Sozialwissenschaften

Di, 05/05/2020 - 10:53

Dear SSH community,

We kindly invite you to take part in our User Research Survey, which is part of the user research conducted for the European H2020 project TRIPLE (https://www.gotriple.eu/).

Click here to access the Survey: https://surveys.ekt.gr/index.php?r=survey/index&sid=819254&lang=en 

The questionnaire is specifically targeted at researchers and academics from the Social Sciences and Humanities (SSH) at any stage of their careers – from Master student to full professor – who are currently working in a European country.

The TRIPLE project was launched on 7 October 2019. It will be one of the dedicated services of OPERAS (https://operas.hypotheses.org), the Research Infrastructure supporting open scholarly communication in the Social Sciences and Humanities in the European Research Area (https://ec.europa.eu/info/research-and-innovation/strategy/era_en). At the heart of the project is the development of the TRIPLE platform, an innovative multilingual and multicultural discovery solution.

The results of the User Research Survey, which will be published in the “Report on User Needs” in November 2020, will help us tailor the services and tools of the TRIPLE platform to the needs of the SSH community.

We are therefore curious to find out what exactly you need and prefer as a potential future user of the TRIPLE platform. In particular, we would like to know more your work practices relating to digital technologies. This includes information on your

  • use of tools for discovery used to explore, find, access and reuse material such as literature, data, projects, researchers‘ profiles etc. that they would need for their own research work
  • use of tools for the management and retrieval of material 
  • use of tools for conducting research (including data collection and annotation)
  • use of tools for networking with colleagues or other stakeholders
  • digital literacy and general discovery practices
  • hardware devices used in the research cycle

The survey is open until 30 June 2020. It is in English, and it should not take more than 10 to 15 minutes to answer the 21 questions. Click here to access the Survey: https://surveys.ekt.gr/index.php?r=survey/index&sid=819254&lang=en 

Your data will be collected and stored in a fully anonymised form and will only be accessible to the project research team. You can find more information on how your data will be handled in the consent form on the second page of the Survey.

Should you encounter any technical difficulties, or should you require further information about the Survey, please contact Dr Stefano De Paoli (s.depaoli@abertay.ac.uk) or Dr Paula Forbes (p.forbes@abertay.ac.uk). 

We are looking forward to your input!

Thank you for your cooperation and time!

Suzanne Dumouchel, TRIPLE project coordinator, on behalf of the TRIPLE consortium

Community Life auf der DHd 2020

Mo, 05/04/2020 - 19:00
Mein Programm auf der DHd – eine sehr nüchterne Betrachtung: Montag Workshop zu CATMA 6: Webbasiertes Analyse- und Annotationssystem für literarische Texte. Bearbeitet wurde von allen TeilnehmerInnen beispielhaft „Erstes Leid“ von Franz Kafka. Dienstag Barcamp Data Literacy: Anstoß grundlegender Diskurse; Was bedeutet Data Literacy für die DH? Wie und welche Datenkompetenzen müssen erworben werden? Wie kann der Kompetenzerwerb im Curriculum abgebildet werden? Plädoyer für eine neue Datenhermeneutik in den digitalen Geisteswissenschaften.   Workshop zu KOMPAKKT: Ein aus den Theaterwissenschaften entwickeltes multimediales Annotationssystem für kollaboratives und interdisziplinäres Arbeiten. Mittwoch Kurzer Einblick in das Panel Altbausanierung mit Niveau – die Digitalisierung gedruckter Editionen: Best Practices zu digitalisierten Editionen.   Digital Humanities Community: Beispielhafte Vorstellung verschiedener Projekte. Denkanstöße durch Vorträge zu „Digital Humanities als community-induziertes Phänomen“, „Partizipatives Design in Digital Humanities Projekten“ und niederschwelligen „Public Humanities Tools“. Donnerstag Posterslam und Postersession. Freitag Linked Open Data I und II: Vorstellung verschiedener Projekte, Datenmodelle und Denkanstöße.

Ob ich noch viel mehr schreiben könnte, um Euch näher zu bringen, wie mein Programm auf der DHd aussah? Ganz sicher! Wer sich aber intensiv und detailliert darüber informieren möchte, dem kann ich nur das Programmheft zur DHd empfehlen, das sicher sehr viel besser über den Tagungsablauf und dessen Vielfalt berichten kann als ich.

Die Workshops und Tagungsbeiträge, die ich besuchte, waren interessant und haben meinen Horizont im weiten Feld der digitalen Geisteswissenschaften noch einmal erweitert. Würde man mir allerdings die Frage stellen, ob das der Grund für meine Anwesenheit auf der DHd war, muss ich diese Frage ganz klar mit NEIN antworten.

Weswegen ich eigentlich da war:

Mein Besuch auf der DHd wurde vor allem durch die vielen Kontakte zu anderen StudentInnen, WissenschaftlerInnen und DH-Interessierten eine wertvolle Erfahrung. Die Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen und somit auch neue Perspektiven auf die Digitalen Geisteswissenschaften kennenzulernen hatte für mich sehr viel mehr Gewicht als das eigentliche Tagungsprogramm. Dazu zählen für mich nicht nur die Kaffeepausen, sondern vor allem Termine wie die Keynote mit Julia Flanders und die anschließenden Gespräche. Eines meiner persönlichen Highlights war der Posterslam mit anschließender Postersession. Und obwohl es absolut unmöglich ist, alle Projekte in ihrer Gänze wahrzunehmen, bot sich in der Session genügend Zeit auf eigene Interessen einzugehen und über die verschiedenen Denkansätze ins Gespräch zu kommen.

Ich kann außerdem nicht umhin, diejenigen Gespräche hervorzuheben, die über die Digital Humanities hinausgingen und dafür verantwortlich waren und sind, dass ich mich innerhalb der DH-Community sehr wohl und aufgenommen fühle. Egal, ob es sich um diejenigen beim Mittagessen oder beim Feierabend-Bier handelte.

Denn – seien wir ehrlich – es ist kaum möglich, fünf Tage lang ausschließlich und ohne Überdruss über das eigene Projekt oder das eigene Fach zu sprechen.

Ein Appell für mehr Spielräume!

Das zusammenfassend möchte ich mich dafür aussprechen, Gelegenheiten zum Kontakt mit anderen mehr zu nutzen! Lasst uns den Spielraum, den Veranstaltungen wie die DHd zu Verfügung stellen, intensiver nutzen. Innerhalb des DH-Universums können wir auf lange Sicht nur voneinander profitieren.

Ich möchte mich herzlich für die finanzielle Unterstützung bedanken, die mir den Aufenthalt in Paderborn, auch ohne eigenen Beitrag, ermöglicht hat. Ein aber ebenso großes Dankeschön geht an die in meinen Augen großartige DH-Community und mein Mainzer Team! Ich hoffe viele von Euch im nächsten Jahr in Potsdam wiederzusehen!

Stellenausschreibung: WMA (m/w/d, E13 100%) befristet/Frankfurt/Softwareentwicklung/SvSal

Mi, 04/29/2020 - 17:01

Das Projekt „Die Schule von Salamanca“ (https://salamanca.school/) der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, sucht für die Arbeitsstelle in Frankfurt/Main zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (m/w/d, E13 100%) für Entwicklung von Software und Infrastruktur.

Die Stelle ist zunächst befristet bis zum 31.12.2021 zu besetzen, bei positiver Evaluation des Projekts ist aber eine Verlängerung vorgesehen.

Bewerbungsschluss: 20.05.2020

Weitere Informationen dazu finden sich hier:

https://www.uni-frankfurt.de/48794764/FB01___Rechtswissenschaft

Viele Grüße,
Simone Kronenwett

Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd)
Communications Fellow
Email: info@dig-hum.de
Twitter: @DHDInfo
www.dig-hum.de

Lecture Digital Humanities: Job perspectives | Vorlesung Digital Humanities: Berufliche Perspektiven. Ein Beitrag zum #dayofDH2020

Mi, 04/29/2020 - 16:24

German Version below.

This is the second time that we are devoting this lecture to the topic of job perspectives and career opportunities in the Digital Humanities. We feel that this is timely because despite the fact that the number of DH courses of higher education, professorships and departments has risen steeply and despite the fact that digitality and research data are very topical in the research community as well as in society at large, many pupils, teachers and students are finding it difficult to identify prospective jobs and potential employers in this domain. What is more, the Digital Humanities are not associated with any of the core subjects taught in schools. In order to help narrow the gap between the university and the vocational sphere, this lecture which is aimed at students of ‘Digital Philology’ and ‘Literary and Linguistic Computing’, but is also open for the rest of the university, seeks to provide an overview of the Digital Humanities and what they have to offer. In order to widen the perspective, we are also inviting colleagues from different areas – libraries, archives, publishing houses, companies and research institutions etc. – to contribute their perspective on job opportunities in the field.

The topic of the lecture is digitality as future and aims to show career paths in the Digital Humanities. Digitality is a central topic in politics and society; the Corona crisis has highlighted this topic even more and likely helped speed up many developments.

Digitality has led to an unprecedented connectedness of information and democratization of knowledge. News are globally available in real-time, groups are organising via social media in pursuit of joint aims, to fight for rights and to generate knowledge. The world is growing more closely together through knowledge about one another and of one another, but we are also seeing an increase of phenomena such as hate speech and open calls for violence. We are currently seeing the impact of the rise of the digital all too well: digital infrastructures are keeping large parts of our everyday work and communication needs afloat, supply us with life-saving and sustaining information and statistical models on the disease that threatens us all, but are also used to spread misinformation, shifts in the political climate and defamation. The possibilities arising from the generation and networking of knowledge sources come with great chances, but also with great responsibilities as well as the need for a comprehensive critical digital education and the development of keen analytical skills. Increasingly, information about the individual is captured digitally through different instances and leads to a faster, more efficient access to information in areas such as science and education, politics, leisure and health. But the digital storage, interconnection and processing of data requires additional skills beyond domain-specific and technological skills. Rights must be respected and safeguarded both in terms of the commercial and the personal need for the protection of the rights of a society and its members; analysis and interpretation of data must be carried out thoroughly, critically and competently. Dealing with digital data requires active critical engagement with questions of privacy, data ownership and the plausibility and relevance of big data analyses. The great promise of big data and data analytics must be accompanied by a critical interpretation and reflection and a resulting careful engagement with digital data and technologies in the spirit of a responsible society.

These developments require skills and knowledge of digital data stores and their different forms of organisation that are up to now not anchored systematically in our education system, yet they are impacting many different social and vocational domains. The digital humanities especially have a great responsibility here. While it has always been the responsibility of the humanities to research and reflect new cultural and technological developments and the social changes, structures and artefacts arising from them, this is not any different for the digital humanities. Graduates of the new DH courses of studies of the past 10 to 15 years have mastered the principles of the investigation and interpretation of texts, images, media and communication processes from a humanities perspective, but do likewise have at their disposal the competences necessary for the analysis and interpretation of texts and discourses as data. Their philological and technological competences make them ideal mediators and communicators between society and technology who are highly functional in very diverse domains of life and work. The result are highly relevant career skills and opportunities for graduates with digital skills and competences on the border between society and technology, between products of human communication and the affordances of digitality.

The lecture provides an overview of topics, methods and research projects in the digital humanities, especially digital philology, and strives to shed light on the relationship between those competencies and existing as well we newly evolving professional areas in diverse domains such as university, school, industry, libraries and other cultural institutions.

The initial plan for this lecture was to invite experts from different vocational contexts in the digital humanities to report from their practical experience and to engage in conversations with our students. However, as it will not be prudent or, indeed, possible to invite guests in this semester, we would like to give colleagues a voice in the form of short interviews (written, as podcasts or videos). As a welcome side-effect this would enable us to build up a “library of DH jobs perspectives”. To this end, we still welcome contributions from colleagues to engage in such an interview. If you would like to contribute, please feel free to contact us.

Best wishes,

Sabine Bartsch <sabine.bartsch[at]tu-darmstadt.de> @SabineBartsch

Andrea Rapp <andrea.rapp[at]tu-darmstadt.de> @RappAndrea

#stayhome #staysafe #staywell

Information on our DH Programmes

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Bereits zum zweiten Mal wird diese Vorlesung zu Berufsperspektiven und Karrierewegen in den Digital Humanities von uns organisiert. Obwohl die Zahl von DH-Studiengängen, –Professuren und –Instituten deutlich angestiegen ist und obwohl z.B. die Themenkomplexe Digitalität (hochaktuell auch in der Corona-Krise!) und Forschungsdaten sowohl in der Wissenschaftscommunity als auch in der Gesellschaft präsent sind, fällt es vielen Schüler*innen, Lehrer*innen und Studierenden schwer, konkrete Berufsfelder und Arbeitgeber*innen damit zu verbinden. Zudem werden die Digital Humanities nicht mit einem der klassischen Schulfächer verbunden. Daher will die Vorlesung, die in den Studiengängen Digital Philology sowie Literary and Linguistic Computing zum grundständigen Angebot gehört, aber auch offen für alle Studierenden der TU Darmstadt ist, zum einen einen Überblick darüber geben, was die Digital Humanities ausmacht, zum anderen Kolleg*innen aus unterschiedlichen Bereichen – Bibliotheken, Archive, Verlage, Firmen, Forschungsinstitute usw. – mit ihren Berufserfahrungen zu Wort kommen lassen.

Thema der Vorlesung ist also die Digitalität als Zukunft, sie will Karrierewege in den Digital Humanities (DH) aufzeigen. Digitalität ist ein zentrales Zukunftsthema in Politik und Gesellschaft, die Corona-Krise hat die Digitalität in Bildung, Gesellschaft und Wirtschaft zu einem zentralen Gegenwartsthema gemacht und wird manche Entwicklungen vermutlich noch beschleunigt.

Digitalität hat zu einer beispiellosen informationellen Vernetzung und einer Demokratisierung des Wissens geführt. Nachrichten sind in Echtzeit global verfügbar, Gruppen organisieren sich national und international über die sozialen Medien, um gemeinsame Ziele zu verfolgen, sich für Rechte einzusetzen und Wissen zu generieren. Die Welt wächst einerseits durch das Wissen übereinander und voneinander enger zusammen, andererseits nehmen Phänomene wie hate speech und Aufrufe zu bzw. Ausübung von Gewalt zu. Aktuell sehen wir diese Auswirkungen überdeutlich: Die digitale Infrastruktur, die Arbeits- und Kommunikationsmöglichkeiten halten große Teile unseres alltäglichen Lebens lebendig, versorgen uns mit lebensnotwendigen Daten und Modellrechnungen zur Krankheit, dienen aber auch der Desinformation, Stimmungsmache und Diffamierung. Die aus der Digitalität erwachsenden Möglichkeiten der Generierung und Vernetzung von Wissensquellen gehen also mit großen Chancen, aber auch mit großer Verantwortung sowie der Notwendigkeit einer umfassenden kritischen digitalen Bildung und der Ausbildung entsprechender analytischer Fähigkeiten einher.

Zunehmend wird Information über das Individuum durch unterschiedliche Instanzen digital erfasst und führt zu einem schnelleren, effizienteren Zugang zu Information in Bereichen wie Wissenschaft und Bildung, Politik, Freizeit und Gesundheit. Jedoch verlangt die digitale Speicherung, Vernetzung und Verarbeitung von Daten neben fachlichen und technologischen Kompetenzen auch Fähigkeiten im Umgang mit diesen Daten. Rechte Dritter müssen respektiert und geschützt werden, sowohl im Sinne des kommerziellen als auch des individuellen Rechtsbedürfnisses der Gesellschaft und ihrer Mitglieder, Auswertung und Interpretation der Daten müssen sorgfältig, kritisch und kompetent erfolgen. Der Umgang mit digitalen Daten erfordert in Gesellschaft und Wissenschaft eine Auseinandersetzung mit Fragen der Privatheit, der Datenhoheit und der Aussagekraft von Auswertungen großer Mengen digitaler Daten. Das große Versprechen von big data und data analytics muss begleitet werden von einer kritischen Interpretation und Reflexion und einem daraus resultierenden sorgsamen Umgang mit digitalen Daten und Technologien im Sinne einer verantwortlich handelnden Gesellschaft.

Diese Entwicklungen verlangen uns Fertigkeiten und Kenntnisse digitaler Wissensspeicher und ihrer Organisationsformen ab, die bislang noch wenig systematisch in unserem Bildungssystem verankert sind und die Auswirkungen auf viele gesellschaftliche und berufliche Felder haben. Gerade den Digital Humanities kommt hier eine besondere Verantwortung zu. War es seit jeher Aufgabe der Geisteswissenschaften, neue kulturelle und auch technologische Entwicklungen und die hieraus resultierenden gesellschaftlichen Veränderungen, Strukturen und Artefakte zu erforschen und zu begleiten, so setzt sich dies in den digitalen Geisteswissenschaften fort. Absolvent*innen der in den vergangenen 10 bis 15 Jahren entstandenen Digital-Humanities-Studiengänge beherrschen einerseits die Prinzipien der Interpretation und Erforschung von Texten, Bildern, Medien und Kommunikationsprozessen aus geisteswissenschaftlicher Perspektive, verfügen aber auch über Kompetenzen in der Analyse und Auswertung von Texten und Diskursen als Daten. Ihre philologischen und technologischen Kompetenzen machen sie in vielen beruflichen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Kontexten zu Mittlerinstanzen und Kommunikatoren zwischen Gesellschaft und Technologie, die in unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbereichen fungieren können. Hieraus resultieren hochrelevante neue Karrierechancen für Absolvent*innen mit Kenntnissen im Bereich der Digitalität und an der Schnittstelle zwischen Gesellschaft und Technologie, zwischen Produkten menschlicher Kommunikation und den Erfordernissen der Digitalität.

Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über Gegenstände, Methoden und Forschungsprojekte der digitalen Geisteswissenschaften, besonders der digitalen Philologien, und setzt diese in Beziehung zu sich entwickelnden Berufsfeldern in unterschiedlichen Bereichen, wie zum Beispiel Universität, Schule, Industrie, Bibliotheken und anderen Kulturinstitutionen.

Ursprünglich war geplant, Expert*innen aus beruflichen Kontexten digitaler Geisteswissenschaftler*innen mit Beispielen aus ihrer Praxis in unsere Vorlesung einzuladen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Da wir in diesem Semester aufgrund der aktuellen Situation jedoch keine Gäste einladen können, wollen wir mit möglichst vielen Kolleg*innen kurze Interviews in unterschiedlichen Formaten (schriftlich, als Podcast oder Video) führen. Ein Nebeneffekt wäre, dass wir auf diese Weise eine ‚Bibliothek von DH-Berufsfeldern‘ aufbauen können. Wir und unsere Studierenden würden uns freuen, wenn Kolleg*innen zu einem solchen Interview bereit wären – kontaktieren Sie uns gerne!

Bleiben Sie alle gesund. Mit herzlichen Grüßen

Sabine Bartsch <sabine.bartsch[at]tu-darmstadt.de> @SabineBartsch

Andrea Rapp <andrea.rapp[at]tu-darmstadt.de> @RappAndrea

Informationen zu unseren Studiengängen

DHd unterstützt Memoranden zur Literatur- und Informationsversorgung in Corona-Zeiten

Fr, 04/24/2020 - 17:16

Die Gesellschaft für Musikforschung und der Verband Deutscher Kunsthistoriker haben angesichts der noch unabsehbaren Dauer der Pandemie-Maßnahmen Memoranden zur Versorgung mit (elektronischer) Literatur- und Fachinformation an öffentlich finanzierten Forschungs- und Lehrinstituten der Musikwissenschaft bzw. im Fach Kunstgeschichte veröffentlicht, da in dem anlaufenden, weitgehend digital zu absolvierenden Sommersemester die schon lange bestehenden Probleme der ungleichen Verteilung von Zugängen in zugespitzter Weise hervortreten und Lehr- und Arbeitsmöglichkeiten massiv beeinflussen.

Es bedarf daher einer breiten – auch über die beiden Fächer hinausgehenden – Diskussion, wie sich diese Probleme dauerhaft abbauen lassen. Beide Memoranden haben zum Ziel, diese Diskussion gemeinsam mit Bibliotheken und Informationsanbietern unterschiedlichster Größe, mit Vertreter*innen der Politik und der betroffenen Wissenschaften sowie unter Berücksichtigung der Bund-Länder-Zuständigkeiten zu intensivieren, um rasch zu Lösungen zu finden, die zunächst in der gegenwärtigen Situation, aber auch langfristig, optimale Arbeitsmöglichkeiten schaffen.

Der DHd-Verband unterstützt diese beiden Initiativen und wird sich in diese Debatten im Sinne einer nachhaltigen Förderung des Open Access einschalten.

Die beiden Memoranden sind zugänglich unter:

https://www.musikforschung.de/index.php/memoranda/versorgung-mit-lizensierter-elektronischer-fachinformation-an-oeffentlich-finanzierten-forschungs-und-lehrinstitutionen

bzw.

https://kunsthistoriker.org/meldungen/stellungnahme-zur-versorgung-mit-wissenschaftlicher-literatur-und-digitalen-fachinformationen-im-fach-kunstgeschichte/

(21.4.2020)

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